Dienstag, 15. Dezember 2015

Was für ein Tag...

Für diese Woche stehen ganz viele Dinge an. Restliche Geschenke besorgen, Plätzchen backen, Auto zum Kundendienst bringen, ins Fitness-Studio gehen, Haus weihnachtsfein machen, das Jahr 2015 Revue passieren lassen, Konsequenzen für 2016 daraus ziehen (oh ja) ...

Die letzten Jahre hatte ich keine Lust zum Backen. Mir wurde das alles zuviel: Möglichst neu, möglichst exotisch und möglichst anders (Matcha-Kekse, Algen-Plätzchen??), low carb, no carb, no sugar, super kunstvoll und natürlich in großen Mengen, um die ganze Nachbarschaft zu versorgen. ??? Ich mag am allerliebsten die ganz normalen Butterplätzchen mit "Liebesperlen", die bereits meine Oma mit mir als kleines Mädchen gebacken hat. Mit "Liebesperlen"! Genau das ist der Punkt. Das Fest der Liebe... Wo ist die Liebe geblieben? Muss ich backen, um zu beeindrucken? Nein. Es wird immer bessere Bäckerinnen geben und welche, die ihr ganzes Viertel mit Gebäck versorgen. Ich gehöre nicht dazu. Ich backe "altmodische" Sorten, sowas wie "Spitzbuben" und "Vanillekipferl". Mit "Heintje" Beschallung. Jawoll.... Das versetzt mich in Weihnachtsstimmung. Ich habe dieses Jahr seit langem wieder Motivation, einen eigenen bunten Teller zu bebacken. Obwohl ich selbst gar keine "Süße" bin, aber meine Familie freut sich sehr.

Jedenfalls haben mir heute früh ein paar Back-Zutaten gefehlt. Ich habe noch eine HERMES-Retoure gepackt (die negative Seite der Online-Bestellungen....) und habe mich mit meiner Einkaufsliste ins Auto gesetzt. Aber: das widerspenstige Auto-Teil sprang nicht an. Und nicht nur das, es hat auch noch ein wirklich unangenehmes Geräusch gemacht: drrrrrhhhhh - drrrrhhhh. Super, das hatte mir gerade noch gefehlt. (Die HERMES-Annahme-Station hatte nur noch ca. 20 Minuten geöffnet...)

Ich habe zuerst meinen Mann angerufen, ihn in einer Besprechung gestört und den Rat bekommen, den ADAC zu rufen (hätte ich auch selbst draufkommen können). Der nette (junge??) Mann am Telefon war super nett und versprach mir einen "gelben Engel" in den nächsten 60 Minuten. Was kam, war ein "gelber Engelrich" kurz vor der Pension und mega unfreundlich. Er wollte den Kilometerstand meines Autos (??), das Alter (??), die ADAC-Karte und den KFZ-Schein. Joah...  (Stell den mal in eine Drogerie und sag ihm, er solle dir ein Make Up kaufen..., hähä, das wäre ungefähr die gleiche Situation...) Nach gewissen Startschwierigkeiten konnte ich alles liefern. Ich musste dann mein Autilein rückwärts vom Parkplatz rollen lassen, damit der nette Engelrich bequem an die Motorhaube kam. Dass ich dabei die komplette Straße blockiert habe, hat ihn nicht interessiert. Motorhaube auf - Starthilfe - und brumm - der Motor ging wieder. Zufrieden teilte mir der Engelrich mit, dass ich jetzt

1. zu unterschreiben hätte
2. das Auto nicht mehr ausmachen dürfe und
3. sofort zur nächsten Werkstatt fahren müsse.

Meine Handtasche samt Handy und Geldbeutel befand sich aber im Haus. Als ich ihm das mitteilte meinte er ungerührt, ich könne ja den Schlüssel, der in der Zündung steckte, "abmachen". Ahh ja, hätte ich auch selbst draufkommen können. In welchem Universum lebe ich eigentlich?? Habe mir die Finger verrenkt, um den Hausschlüssel abzupfriemeln, habe unterschrieben und ziemlich entnervt wieder meinen Mann angerufen. Bin dann direkt zur Werkstatt gefahren, die natürlich gerade Mittagspause hatte. Trotzdem waren die wirklich sehr nett und haben mir direkt eine neue Batterie eingebaut. 1 1/2 Stunden später und 106,00 Euro leichter (ich hatte mit mehr gerechnet) bin ich dann wieder nach Hause gefahren. (In zwei Tagen haben wir eh einen regulären Kundendienst-Termin, das nur mal so am Rande.)

Es war mittlerweile kurz vor zwei. Ich habe mir kurz etwas zu essen aufgetaut (ich friere jetzt immer mein "Left-Overs" ein, will ja schließlich umweltkompatibel sein) und mich dann an meine ursprünglich geplante Backaktion gemacht. Wenigstens die war mehr oder weniger erfolgreich....

Hier das Mehr:


Hier das "Weniger":


Mal ganz abgesehen davon, was sonst noch so an "Kleinigkeiten" und "Ungereimtheiten" kurz vor Weihnachten so vorkommt, ich bin trotzdem froh, dass heute nichts Schlimmes passiert ist. Es war nur anders als erwartet. Einmal mehr. Aber nicht schlimm. 

Es geht uns gut und dafür bin ich dankbar... 











Dienstag, 8. Dezember 2015

Weihnachtliches Apfel Tiramisu Dessert - leichtere Variante mit Joghurt

Bei uns sind die Diskussionen über die Menü-Zusammenstellung für die Weihnachtsfeiertage in vollem Gange. Traditionellerweise sind alle Familienmitglieder daran beteiligt, ich entscheide das nicht allein. Manches wird vorher schon einmal ausprobiert, damit dann, wenn es darauf ankommt, keine allzu großen Pannen entstehen.

Ein weihnachtlicher Nachtisch, der in der engeren Wahl ist, wurde letztes Wochenende ausprobiert und hat viel Lob bekommen. Es ist ein Apfel Tiramisu mit weihnachtlichen Gewürzen. Der Vorteil an einem Tiramisu ist, dass man es sehr gut vorbereiten kann. Der Nachteil, dass es eine Kalorienbombe ist. Die meisten Rezepte enthalten sehr viel Mascarpone und sehr viel Sahne. Das ist mir eindeutig zu schwer. Deswegen habe ich hier eine Variante mit Joghurt, die ich wirklich lecker finde. Es ist zwar auch Mascarpone und Sahne enthalten, aber wenn man bedenkt, dass sich die Mengenangaben auf 6 - 8 Portionen beziehen, ist die Relation durchaus zu vertreten.

Die Angaben beziehen sich auf eine Form von ca. 30 x 20 cm (Auflaufform).

Die Zutaten:

4 große Äpfel
1 EL Butter
3 EL  Zucker
50 ml Apfelsaft
Zimt, nach Geschmack
Nelkenpulver, nach Geschmack
(ich habe zusätzlich Spekulatiusgewürz genommen)
 
Für die Creme:

250 g Mascarpone
150 g Naturjoghurt
2 EL  Honig 
200 ml Sahne
200 g Löffelbiskuits


Die Äpfel schälen und in Würfel schneiden. Dann mit der Butter, dem Zucker, dem Apfelsaft und den Gewürzen in einem Topf ca. 12 - 15 Minuten weichdünsten. Die Äpfel sollten noch einen leichten Biss haben.


Sie sollten nach dem Dünsten ungefähr so aussehen. Gut abkühlen lassen, weil sonst beim Einschichten in die Form die Creme zerlaufen würde. Wer mag, könnte Rosinen dazugeben, wir haben sie weggelassen.


In der Abkühlzeit die Creme zubereiten. Dazu als erstes die Sahne steifschlagen. Mascarpone und Joguhrt vorsichtig einrühren, ebenso den Honig. Die Creme ist nicht sehr süß, nur ganz zart. Im Zusammenspiel mit den süßen eingekochten Äpfeln ergibt sich am Schluß ein harmonisches, nicht zu süßes Geschmacksbild.


Wenn die Äpfel abgekühlt sind, kann eingeschichtet werden. Zuerst eine Lage aus Löffelbiskuit in die Form geben.


Nun die Äpfel darauf geben. (Eine kleine Menge für die Deko zurückbehalten). Dann die Creme darauf streichen. 

Zur Decke einfach ein paar Kleckse der restlichen Apfelmasse auf die Creme geben.




Die Form mit Alufolie oder Klarsichtfolie abdecken und über Nacht in den Kühlschrank stellen. So können sich die Aromen gut verbinden und das Tiramisu wird auch richtig schnittfest! Durch die weihnachtlichen Gewürze ein winterliches Dessert, das an Bratäpfel erinnert. Sehr lecker!

Guten Appetit!