Montag, 27. Juli 2015

Verkaufsoffener Sonntag mit Antik Flohmarkt und Opus-Fashion

Wenn mal wieder ein Antik-Flohmarkt in der hiesigen Tageszeitung oder auf Plakaten beworben wird, kriege ich glänzende Augen. Mein erster Gedanke: "Da will ich hin." Nein, ich bin absolut keine "Trödel-Trulla", aber ich mag die geheimnisvolle Aura von Flohmarkt-Artikeln. Von schönen Flohmarktartikeln (ich meine hier nicht die abgetragenen Turnschuhe von Tante Liesel oder den nachgemalten Piccasso von Opa Otto)...

Besonders Antik-Flohmärkte haben es mir angetan. Es ist eine eigene Welt, die den Geist der Vergangenheit in die Gegenwart transportiert. Mich faszinieren besonders alte Bücher und Drucke, alte Schmuckstücke, Handtaschen, Bilder und Geschirr. Aber auch Möbelstücke, Haarschmuck und Knöpfe von "damals" finde ich toll. Während mein Mann bei Flohmärkten aller Art regelrechtes Fluchtverhalten an den Tag legt ("ich muss nur noch kurz den Keller renovieren, ein neues Haus bauen oder die Sahara durchqueren" ...), würde ich mich am liebsten gleich morgens aufmachen und jeden Flohmarktstand ganz genau in Augenschein nehmen.

Letzten Sonntag gab es in Gelnhausen die Aktion "Alles uff die Gass". Antik- und normaler Flohmarkt plus verkaufsoffene Läden.  Das Wetter war toll, nicht zu heiß und trocken, und so haben sich tausende Besucher durch die mittelalterlichen Gässchen geschoben. Zwei davon waren meine Tochter und ich. Wir teilen die Begeisterung für alte Bücher, Schriften und Drucke. Glücklicherweise besitzt sie aber eine sehr pragmatische Ader, die mich von so manch unnötigem Lustkauf abhält. Denn was hätte ich mit einem fremden Poesiealbum aus dem Jahre 1938 schon anfangen sollen? Ich fand es toll, keine Frage, aber wirklich gebraucht habe ich es nicht. So haben wir viele Dinge mit der gebührenden Bewunderung betrachtet, aber dann eben doch nicht gekauft (sonst müsste mein Mann demnächst wirklich ein neues Haus mit großem Lagerraum bauen). Trotzdem hat es großen Spaß, die angebotenen Schätze zu durchforsten.

Da außerdem verkaufsoffener Sonntag war, sind wir noch durch ein Bekleidungshaus geschlendert, nur "um mal zu gucken"... Ihr ahnt es schon, auch die Gegenwart hat schöne Teile zu bieten, und so sind wir doch noch "bepackt" nach Hause gekommen.

Töchterlein:



Naja, man muss schließlich an den Herbst denken, oder?



Das ist eine gecoatete (beschichtete) Jog-Pant, auch von Opus, die durch das Coating eine Leder-Optik bekommt. In Wirklichkeit ist sie ganz leicht und angenehm zu tragen. Tolles Teil, hätte ich auch gerne gehabt, leider passe ich nicht mehr in Gr. 36 .... (alle anderen Größen waren schon weg)...


Meine Wenigkeit:



Ich bin an einem Schmuck-Stand von Pippa Jean schwach geworden. Denn ich habe schon länger grüne Ohrstecker gesucht, und diese haben mir auf Anhieb gefallen.

Aussage meines Göga: "Schön, aber die hast du doch schon." -  ???

"Na, die in rosa".  Männer....





Freitag, 17. Juli 2015

Daniel Hechter statt Senta Berger - neue Wohnzimmer-Tapete

Renovierungsarbeiten beendet. Wir haben das Wohnzimmer neu tapeziert bzw. nicht wir, sondern mein Mann :-) Ich bin für die Auswahl zuständig, er für die Durchführung. Ich habe nur ein ganz kleines bißchen geholfen. Heute nun ist alles fertig geworden.

Am Montag haben wir begonnen, die Tapete abzuziehen. Modell "Senta Berger" :-) Interessanterweise hat sich "Senta Berger" in zwei Schichten abziehen lassen, die obere ging leicht, die untere "pappte" an der Wand und ließ sich nur in kleinen Stücken abkratzen. Aber es war ja keine Eile geboten, also konnten wir es ruhig angehen lassen. 

Unser Katerchen war leicht irritiert. "Was machen die da", muß er sich gedacht haben. Und natürlich war er immer dabei.


Es war ein grosser Abenteuer-Spielplatz. Die raschelnde Abdeckfolie fand er ganz toll.



Der Kratzbaum wurde von der Wand weggezogen, was unserem neugierigen Katerchen  noch mehr Rundumblick erlaubt hat. Entweder hat er uns interessiert zugeschaut oder er hat inmitten von Leiter, Kleisterkübel und Tapetentisch gepennt. 


Nachdem der Nachfolger von Senta Berger, nämlich "Daniel Hechter" in einem schönen Anthrazit-Ton an der Wand war, haben wir noch ein passendes Bild gesucht. Dieses hier ist es geworden.


Und eine neue Wandleuchte mußte auch noch her:


Die habe ich heute ausgesucht. Wir haben den halben Tag im Möbelhaus verbracht und geguckt und uns inspirieren lassen. Das macht mir sehr viel Spaß. Ein passendes Fotomotiv ist uns auch gleich noch vor die Flinte gelaufen.


"Bitte nicht auf die Ente klettern". :-) Ja nee, ist klar....

Wir hatten echt Spaß. Es gab "fliegende Deko-Schildkröten" am Spieß. 


Und fossile Schneckenhäuser. 


Es gibt schon tolle Deko-Sachen. Ich liebe solche kleinen Shopping-Touren. Allerdings warten wir mit den neuen Deko-Teilen noch bis Anfang August, weil da ein neuer Ottomane Einzug hält. Und dann wird fertig dekoriert. 

Jetzt freue ich mich erstmal über die neue Tapete.




Und unser Süßer schläft schon wieder genüßlich auf dem Sofa....


Donnerstag, 16. Juli 2015

Picknick im Grünen

Ein Picknick im Grünen, das fand ich schon als Kind ganz toll. Ich muß zugeben, es hat bis heute nichts an seiner Faszination verloren. Es ist für mich Entspannung pur mit Sack und Pack und natürlich leckeren Vorräten ein schönes schattiges Plätzchen zu belegen und da den Tag zu verbringen. Das kann an einem See sein, in einem schönen Strandbad oder am Waldrand (am liebsten  immer mit Wasser, ein kleiner Bach wäre also nicht schlecht.) Ich bin zwar daheim sehr viel draußen und im Garten, aber ganz ehrlich - ich trabe doch ständig zwischen drinnen und draußen hin und her. Ständig ist etwas zu tun - Waschmaschine an- und ausstellen, der Postbotin öffnen, mal hier was saugen und da was putzen, so richtig entspannend ist das nicht. Deswegen ist es schon noch einmal ein Unterschied, wenn man sich gänzlich woanders hinbegibt. Da ist dann doch mehr Ruhe angesagt.

Um es wirklich gemütlich zu haben, gehören aber schon ein paar Grundausrüstungs-Stücke dazu. Von der passenden Unterlage bis zum Trinkbecher mit Deckel machen die kleinen Details so einen Tag noch vergnüglicher.

Ich habe hier einfach mal nach Lust und Laune ein paar Sachen zusammengestellt.

Der Pop Up Pool ist klasse, oder?




Montag, 13. Juli 2015

"Restlos" Kochen - ein Selbstversuch

Ein schönes Wochenende liegt hinter uns, an dem ich Gelegenheit hatte, so einiges aus meinen Vorräten aufzubrauchen.

Am Samstag habe ich eingefrorenes Gulasch-Fleisch aufgetaut. Das habe ich mit ordentlich Gemüse zu einem leckeren Eintopf verarbeitet:


Die getrockneten Tomaten waren bereits offen und mussten verbraucht werden. Der Rest ist auch aus meinen Vorräten. Es gab also wieder ein kleines bißchen Platz in den Schränken.

Dann hatte ich immer noch einen (inzwischen wirklich nicht mehr taufrischen) Blumenkohl. Ich habe ihn bißfest gekocht und mit leckeren Bröseln serviert.


Dazu haben wir Grillfleisch gegessen. 

Meine frischen Gemüse-Vorräte sind jetzt auf folgendes geschrumpft: Eine Packung vorgekochte Rote Beete, Karotten und ein kleiner Kopf Blaukraut. Das ist recht übersichtlich :-)

Was mir nach diesen paar Tagen schon ganz deutlich geworden ist, ist folgendes: ich habe bisher viel zuviel frisches Gemüse auf einmal gekauft. Ich hatte Weißkraut, Blaukraut (habe ich immer noch), Blumenkohl und Kohlrabi (alles bißchen sehr kraut- und kohllastig). Das ist zuviel des Guten.

Das Problem: beim Einkaufen lachen mich meistens mehrere Gemüsesorten gleichzeitig an, die dann in meinen Einkaufswagen wandern. Dazu noch mindestens zwei Salatsorten. Und natürlich Obst. Das ist viel zu viel. Vorratshaltung in allen Ehren, aber normalerweise reicht es mir , wenn ich zu einer Mahlzeit entweder Gemüse oder Salat esse. Ich esse von beidem recht "gute" Portionen, weil ich es mag und weil es gesund ist. Aber trotzdem bin ich eine Person und keine Fußballmannschaft. Es sind auch nicht mehr zwei Mädels plus diverser (meist unangemeldeter Freundinnen/Freunde) zu bekochen, jedenfalls nicht mehr während der Woche. Ich kaufe aber immer noch ein "wie in alten Zeiten". Schade um die Lebensmittel, schade ums Geld. 

Erste Erkenntnis: Weniger, deutlich weniger frische Sachen auf einmal kaufen. Denn nach einer Woche Lagerung (und mehr) ist das Gemüse nicht mehr wirklich taufrisch. Und bei weitem nicht mehr so appetitlich wie am Anfang. Falls tatsächlich einmal etwas ganz dringend fehlen sollte, bin ich in ca. drei Minuten beim nächsten Supermarkt. Also, kein Problem. 

Meine TK-Schubladen sind allerdings immer noch sehr voll. Naja, ich bin ja lernfähig.

Weniger ist mehr. Ich bin auf dem richtigen Weg.

Donnerstag, 9. Juli 2015

"Restlos" Kochen - ein Selbstversuch 9. Juli 2015

Meinen leicht bräunlich werdenden Kohlkopf aus dem Vorrat habt ihr hier bereits bewundern dürfen.


Oben rechts

Der musste heute dringend verarbeitet werden. Das habe ich getan und einen "Kraut-Auflauf" gemacht.

Hierzu werden die schlechten Blätter entfernt und der ganze Kohlkopf kommt ein paar Minuten ins kochende Salzwasser. Dann lassen sich die Blätter ganz leicht und ohne Zerreißen abnehmen.

In der Zwischenzeit habe ich Hackfleisch krümelig angebraten, mit klein geschnittener Zwiebel, Paprika und ein paar Champignons vermischt. Ein Esslöffel saure Sahne wurde mit ca. 50 ml Wasser vermengt und angegossen. Dann alles schön würzen (Salz, Pfeffer, Paprikapulver, Knoblauch, Kräuter) und ein bißchen köcheln lassen. Danach werden die gekochten Krautblätter in eine Auflauf-Form geschichtet, immer schön abwechselnd mit Hackfleisch. Am Schluß ein bißchen Mozzarella drüber und bei 200 ° C ca. 25 - 30 Minuten überbacken. Dazu gab es Salzkartoffeln.



Im Prinzip ist das ähnlich wie eine Lasagne, nur mit Kraut, statt mit Nudelblättern.

Mal sehen, was morgen gekocht wird.



Mittwoch, 8. Juli 2015

"Restlos" Kochen - ein Selbstversuch 8. Juli 2015

Als erstes wurde heute ein einsames Zanderfilet aus dem ewigen Eis meiner Tiefkühltruhe befreit. Dazu gab es ein paar Gnocchi mit Chilliflocken und Kohlrabi-Gemüse. Der Schnelligkeit halber habe ich die Kohlrabi nur in ein bißchen Butter geschwenkt und auf eine dicke Béchamel-Soße verzichtet.

Farblich ist dieses Essen nicht gerade der Hingucker, aber Kohlrabi-Gemüse ist nunmal nicht grün oder rot.

Meine Tiefkühltruhe ist immer noch rappelvoll, aber ein kleines Zanderlein ist draußen.



Für heute mittag sind die Kirschen als Snack eingeplant, die ich bereits am Samstag gekauft habe.



Ausgefallene Kühlsysteme im Supermarkt - "Restlos" Kochen - ein Selbstversuch

Am Samstag wurde ich durch ein paar unerwartete Ereignisse dazu gezwungen, mein bisheriges Kaufverhalten bzw. meine Vorratshaltung zu überdenken. Aufgrund der brütenden Hitze sind mein Mann und ich erst gegen späten Nachmittag zum Einkaufen aufgebrochen (irgendwie in der Hoffnung, dass es da nicht mehr ganz so heiß ist). Auf diese Idee sind offensichtlich noch viele andere auch gekommen, denn die Leute strömten in Scharen in den Supermarkt. Und direkt auf die Fleisch-Theke zu, um sich mit Grillgut für das Wochenende einzudecken.

Aber was sah ich da - genauso überrascht wie viele um mich herum? Nichts - gähnende Leere mit Ausnahme von ein paar geräucherten Würstchen. Fleisch- und Wurst-Theke im Edeka - leer! Es hat ein paar Sekunden gedauert, bis ich das so richtig realisiert hatte, denn dieser Anblick war ungewohnt und irgendwie eigenartig.

Hatte ich was verpaßt? Notstand? Katastrophenwarnung?

Ich ließ meinen Blick weiter schweifen und sah geschäftige Hektik an der Fisch- und Käse-Theke. Das bißchen, was noch drin lag, wurde gerade ausgeräumt. Auch sonst waren die Kühlregale fast leer, ebenso die Tiefkühltruhen.

Noch bevor ich fragen konnte, klärte uns eine Durchsage auf:

"Liebe Kunden, aufgrund einer technischen Störung sind unsere Kühlsysteme ausgefallen." Peng! An einem der heißesten Samstage. Man muss sich das  mal bildhaft vorstellen, keine gekühlten Artikel. Vom TK Spinat bis zum Grillwürstchen - alles wurde aus dem Verkauf genommen, weil die Kühlkette unterbrochen war. Lediglich ein paar TK Pizzen wurden zum halben Preis verkauft, weil die Truhen auch ohne Strom noch eine Weile Kälte abgeben.

Für den Edeka Markt der Super-Gau! Das, was wir Kunden vorne zu sehen bekommen, ist nur ein Bruchteil der Ware. Fleisch, Wurst, Käse, Fisch und Molkerei-Produkte werden nämlich in einem eigenen Kühlhaus hinter den Kulissen vorratsmäßig aufbewahrt. In großen Mengen. Und auch das war ausgefallen.

Da standen wir nun - reichlich überrascht. So etwas hatte ich noch nie vorher erlebt. Mein Mann war ehrlich geschockt. "Jetzt haben wir ja gar nichts für heute Abend zum Grillen..."  :-) Männer... Natürlich sind wir einfach in einen anderen Supermarkt gefahren und haben da etwas gekauft. Aber durch dieses Erlebnis bin ich schon nachdenklich geworden.

Angenommen, wir hätten nicht die Möglichkeit, einfach woanders einzukaufen,  angenommen, es käme wirklich mal zu irgendwelchen Hamsterkäufen, wir wären ganz schön aufgeschmissen! Einfach aus dem Vollen zu schöpfen und, wenn das eine nicht da ist, eben etwas anderes zu nehmen, welch ein Luxus! Und gleichzeitig welch eine Gefahr des Gleichgültig-Werdens, des Abstumpfens. Wie oft wandern bei mir Artikel in den Einkaufswagen, die ich gar nicht "wirklich" benötige. Mal aus einer Laune heraus oder weil das Teil so schön aussieht, oder oder...

Ich möchte bewußter mit Lebensmitteln umgehen und mein Einkaufsverhalten überdenken. Leider gehe ich trotz voller Schränke oft trotzdem einkaufen. Mal abgesehen vom Geld, das ich durch diese Verhalten verplempere, bin ich beim Einkaufen ziemlich achtlos geworden. Das soll sich ändern.

Ich habe mich am Samstag zu der Aussage hinreißen lassen, "ach, das alles ist doch nicht schlimm, ich habe soviel Zeugs daheim, ich könnte locker zwei bis drei Wochen ohne Einkaufen auskommen".

"Na dann mach mal, Eva..." So ist die Idee meines Selbst-"Versuches" entstanden: für den restlichen Juli möchte ich meine kompletten Vorräte, die sich so angesammelt haben, verbrauchen. Und es sind so einige! Ich werde nicht neu einkaufen gehen, sondern das benutzen, was ich habe.

Das Ganze soll unter dem Motto "Achtsamkeit" stehen. Ich erhoffe mir einen bewußteren Umgang mit Lebensmitteln und mehr Dankbarkeit für unser Essen. Es ist nämlich nicht selbstverständlich, dass wir jederzeit auf so ziemlich alles, was das Herz begehrt, Zugriff haben. Öffnungszeiten bis teilweise 24.00 Uhr, völlige Ignoranz der saisonal vorhandenen Produkte (Erdbeeren an Weihnachten, Spargel im Januar) und Billigprodukte haben uns schon ganz schön verwöhnt. Ich möchte wieder bewußt genießen. Keine Lebensmittel vergeuden, doppelt kaufen und im schlimmsten Fall wegwerfen.

Kleiner Blick in meine Schränke gefällig, damit ihr wißt, was ich meine:

  
Der Weißkohl links kriegt schon braune Blätter.








Das ist nur eine kleine Auswahl, ich habe noch viel mehr. Hinzu kommt, dass ich während des Woche mittags nur für mich alleine koche. Die Mädels sind nur am Wochenende da und mein Mann ißt in der Kantine. Trotzdem kaufe ich immer noch ein, als käme eine ganze Fußballmannschaft vorbei. 



Deswegen gibt es für den restlichen Juli ein Projekt:

"Restlos" Kochen - ein Selbstversuch, unter diesem Titel werde ich berichten, was ich so produziere.  Schätzungsweise wird das erst in ein paar Tagen so richtig spannend, denn momentan habe ich von allem noch reichlich. Da fällt es nicht schwer. Vermutlich werde ich euch auch hin und wieder mal fragen, was ich mit dem Lebensmittel X so anfangen könnte. Ich bin wirklich gespannt...

Vom Einkaufs-Stopp ausgeschlossen sind Getränke, ich bin kein Leitungswasser-Fan. Aber ansonsten wird jetzt erstmal alles gekocht und zubereitet, was ich daheim habe.

Natürlich sollte man immer einen sinnvollen Grundvorrat  haben (Betonung auf sinnvoll und Grundvorrat). Damit meine ich Mehl, Zucker, Salz, Öl, Nudeln, Tee usw. Der bleibt auch bestehen.

Aber kein "Chichi"...

So, das ist jetzt länger geraten, als vorgesehen, aber nun kann es losgehen.






Montag, 6. Juli 2015

Gestern Feuerwehr Großeinsatz im Nachbarhaus - "Polizeiruf 110 direkt vor der Tür"

Gestern nachmittag gab es hier ein riesiges Spektakel. Sowas sieht man echt nicht alle Tage.

Ich habe das Martinshorn gehört (was nicht sonderlich spannend ist, denn das hört man ja öfters aus der Ferne). Als das Tatü-tataa aber immer lauter wurde, sag ich so zu meinem Mann: "Die müssen hier irgendwo in der Nähe sein, das ist ganz schön laut." Ich habe nicht schlecht gestaunt, als ein paar Sekunden später ein Krankenwagen direkt vor unserem Küchenfenster geparkt hat.

Im Geiste bin ich alle Nachbarn durchgegangen. Ob wohl der Kettenraucher vom Mietshaus nebenan umgekippt ist? Oder irgendjemand einen Kreislauf-Kollaps erlitten hat? Viele kamen nicht in Frage, alles junge und gesunde Leute ringsherum. Aber man weiß ja nie, was passiert sein könnte. Weit bin ich mit meinen Gedanken nicht gekommen, denn während aus dem Krankenwagen die Trageliege ausgefahren und auf dem Bürgersteig plaziert wurde, bog ein großes rotes Feuerwehrauto mit Karacho um die Ecke und parkte auf der anderen Straßenseite. "Ob es irgendwo brennt?"

Wie gesagt, es handelt sich um gestern Nachmittag. Es war glutheiß. Kein Lüftchen. Mehr als 30° C im Schatten. Da kam ein weiteres großes Feuerwehrauto mit lauter Tatü-Tataa angerauscht und aus beiden sprangen Feuerwehrmänner- und -frauen in kompletter Ausrüstung auf die heiße Straße.

Inzwischen hatten sich die ersten Nachbarn an der Straßenecke gesammelt, um zu gucken, was da los ist.

Mir war das ganze Szenario äußerst unheimlich, denn ich konnte keinen Brand ausmachen und auch sonst war nichts Außergewöhnliches zu sehen.

Routiniert und zackig wurden mehrere Schläuche ausgerollt, an den Hydranten angeschlossen und die Feuerwehr-Drehleiter aufgestellt. Immer noch war mir unklar, zu wem die eigentlich wollten.

Der Notarzt war inzwischen auch da. Und auf der automatischen Drehleiter plazierten sich drei Feuerwehrmänner im Korb. Einer davon mit Atemschutzmaske und Sauerstoffgerät auf dem Rücken. In kompletten Brandschutzanzug. Sah aus wie ein Alien, echt gruselig. Der arme Kerl, der da drinsteckte, bei dieser Hitze!

"Was zum Teufel tun die da," dachte ich mir, denn immer noch war weder Rauch zu sehen oder zu riechen und auch keine aufgeregten Familienangehörige eines eventuell Verletzten auf der Straße zu sehen. "Ob das eine Übung war? Aber bei dieser Gluthitze, mit diesem ganzen Einsatz-Stab??" Ich zählte mehr als 30 Helfer auf der Straße.

Die Feuerwehrleiter wurde nun in Richtung des benachbarten Mehrfamilienhauses ausgefahren und zwar bis nach ganz oben. In den zweiten Stock. Da wohnt ein junges Pärchen mit einem Baby. "Oh mein Gott, hoffentlich ist nichts mit dem Kind"... In der Wohnung unter dem Dach muss es höllische Temperaturen haben. Die drei Feuerwehrmänner kletterten aus dem Korb auf den Balkon der Familie. Es tat sich nichts von drinnen, also sind sie eben rein. Fragt mich nicht wie, aber sie haben kurz und professionell die Balkontür geöffnet und sind in die Wohnung hinein gegangen.

Inzwischen trudelte auch noch ein Polizei-Auto ein, die ganze Straße war bevölkert von Sanitätern und Feuerwehrleuten und noch mehr schaulustigen Nachbarn. Wir mussten gar nicht erst raus auf die Straße, sondern konnten alles vom Fenster aus sehen. Es war ein mulmiges Gefühl und zugleich ein beruhigendes, weil die Vorgehensweise der Helfer schnell, ruhig und sehr zielorientiert vonstatten ging.

as ich auch sehr positiv fand, ist die Tatsache, dass sofort mehrere Sixpacks mit Wasser ausgepackt wurden und jeder Helfer eine Wasserflasche in der Hand hatte.

Nach einigen äußerst unangenehmen Minuten des Wartens kamen die Feuerwehrleute wieder aus der Wohnung. Ohne Verletzte, denn die Familie war offensichtlich gar nicht zu Hause.

Die Schläuche wurden wieder eingerollt, es wurden Protokolle geschrieben, ein Feuerwehrmann hat fast noch seine Jacke auf unserer Mülltonne liegenlassen und nach und nach sind alle wieder abgefahren. Die Polizei blieb bis zum Schluß und unterhielt sich mit den anderen Mietern des Hauses.

Spannend, oder?

Und was war nun wirklich los? Der Rauchmelder der Dachwohnung hat wohl aufgrund von Überhitzung "angeschlagen" und gepiept. Da das Piepen nicht mehr aufgehört hat, sind andere Mieter des Hauses aufmerksam geworden. Auf Klingeln und Klopfen wurde nicht reagiert. Da sich in der Dachwohnung nichts geregt hat und man ja nicht wußte, ob evtl. schon jemand bewußtlos drinnen liegt, wurde die Feuerwehr alarmiert.

Dass diese dann gleich mit ganz großem Aufgebot anrückt, hat mich zwar doch etwas gewundert, aber besser ist es so.

Obwohl (Gott sei Dank) nichts passiert war, waren die Anwohner hier auch noch lange später ziemlich aufgewühlt. Ich finde es gut, dass es offensichtlich doch noch Menschen gibt, die auf ihre Umgebung achten. Die Hilfe geholt haben. Es wäre nicht auszudenken gewesen, was alles hätte passiert sein können...

Dieses Ereignis hat mich nachdenklich gemacht. Ich  habe großen Respekt vor der Arbeit von Feuerwehrleuten, Sanitätern und Polizisten, die zu jeder Tages- und Nachtzeit parat sind und professionelle Hilfe bieten. Diese jungen Leute, die gestern vermutlich direkt vom See, aus dem Freibad oder sonstwoher im kürzester Zeit in Ihre Schutzanzüge gesprungen sind, um zu helfen. Die nicht wußten, was auf sie zukommt. Die ohne zu Murren schnell da waren. Ihr seid toll!!!

Ich überweise in Zukunft noch überzeugter meinen freiwilligen Spendenbeitrag an die freiwillige Feuerwehr, um sie bei ihrer Arbeit zu unterstützen. Denn die ist mit Geld und Gold nicht aufzuwiegen! Wir haben sehr viel Glück, in einem Land wie diesem zu leben. Das sollte man sich viel viel öfters vor Augen führen!








Samstag, 4. Juli 2015

Dies ist das Logbuch des 4. Juli 2015. Es ist viel zu heiß...

Der Weltraum - unendliche Weiten... Die Erde, ein kleines Dorf in der Mitte Deutschlands...
Wir schreiben das Jahr 2015. Dies ist das Logbuch des 4. Juli... Einem überdurchschnittlich heißen Tag, der die Erdbewohner schwitzen läßt.  Wir sind unterwegs in völlig ungewohnten Temperaturzonen und erforschen das Leben bei 36° C.

Oder einfacher gesagt: Was war/ist das heute verdammt heiß!

Ein paar Schlagzeilen:

"Wetter aktuell: 60 Grad: Reichstagskuppel wegen Hitze gesperrt"

"Sendeausfall bei Arte"

"Ozon-Alarm an vielen Messstellen in Hessen "

"Extreme Hitze vor allem im Südwesten - Unwettergefahr steigt"

Schönes Wetter?? Na, vielen Dank auch.


Um kurz vor acht Uhr abends haben wir immer noch 33 C° Außentemperatur. Das ist schon deutlich "kühler" als heute nachmittag. Trotzdem immer noch unerträglich heiß.

Und die Gartenpool-Temperatur beträgt um kurz vor acht abends ca. 30° C. Badewannenwarm.



Die Auswirkungen auf die Pflanzen sehen leider so aus:


Meine sonst so schönen Hortensien hängen die Köpfe. Trotz mehrfacher Gießkannen Wasser über den Tag verteilt. 

Auch der Rhododendron läßt die Blätter hängen:


Wir haben einen eigenen Brunnen auf dem Grundstück, und ich fülle die Regentonne ständig nach bzw. gieße auch tagsüber direkt mit dem Schlauch. Ich gieße mehrmals am Tag. Das ist meine Hauptbeschäftigung, um die Pflanzen überhaupt am Leben zu halten. 

Manchmal "bastle" ich eine Dauerberegnung, und hänge den Schlauch in den Fliederbaum. Das Brunnenwasser wird dann direkt an die Pflanze gepumpt, die es am nötigsten hat.




Manche Pflanzen danken meine Gießbemühungen:


So wie diese Stockmalve, die sogar durch die Regenrinne wächst. Vorwitziges Ding!!

Meine Zucchini in der Tüte explodiert regelrecht und dankt meine mehrfachen Wassergaben am Tag.


Ich habe sie im Mai gepflanzt, da sah sie so aus:


Und meine Orangen-Minze hat sich auch sehr gut entwickelt:

Von so klein:


Auf so groß:


Aber das Gras leidet: Wo es sonst grünt, sieht es momentan so aus:



Außer wirklich sehr viel Wasser trinken wir auch gerne mal eine eiskalte Cola (hier ein Blick in unseren Kühlschrank):



Deutschland schwitzt und ich sowieso:



Mir ist es definitiv zu warm!! Und ich mache mir Gedanken um eines unserer wichtigsten Lebenselemente: Wasser! Was wären wir ohne Wasser? Wasser wird das wertvollste Gut der nächsten Jahrhunderte werden. Die Menschheit wird nicht mehr ums Öl streiten, sondern ums Wasser. Wir können noch aus dem Vollen schöpfen, und uns und unserer Umgebung dieses flüssige Gold zukommen lassen. Ob die Menschheit wohl in zweihundert und mehr Jahren noch schreiben kann:

"Dies ist das Logbuch des 4. Juli 2215. Was war das heute heiß! Wasser ist immer noch ein Menschenrecht."
??  ...

Seid achtsam mit dem kostbaren Naß! Nehmt es nicht für selbstverständlich! 

Und kommt gut durch diese Hitzewelle!