Freitag, 17. April 2015

Buch-Empfehlung "Ich bin alt und brauche das Geld"

Heute möchte ich euch wieder ein Buch empfehlen, das mich sehr amüsiert hat. Ich lese mittags im Garten oder abends beim Einschlafen gerne Unterhaltsames. Etwas Leichtes muss es sein, keine blutrünstigen Morde und auch keine Problemebücher. Einfach etwas Nettes, das mich gerne auch zum Schmunzeln bringen darf.

Dieses Buch hat alle diese Punkte erfüllt:

Ich bin alt und brauche das Geld

von Eva Völler




Die Hauptperson Charlotte sieht sich nicht nur mit dem plötzlichen Tod ihres Lebensgefährten konfrontiert, sondern muss auch noch mit der Erkenntnis zurecht kommen, dass er sie
- mit mehreren anderen Frauen betrogen und
- finanziell ruiniert hat.

Kein Geld, keine Arbeit, keine Wohnung, Anfang 50 - sie steht vor dem Nichts und muss ganz von vorne anfangen.

Charlotte sucht sich eine bezahlbare (aber renovierungsbedürftige) Wohnung und plant, wieder arbeiten zu gehen. Doch die hochschwangere Tochter des verstorbenen Lebensgefährten macht ihr einen Strich durch die Rechnung. Kurzerhand und ohne Vorwarnung lädt sie ihre beiden kleinen Kinder(5 und 3 Jahre alt) bei Charlotte ab, um sich um ihre eigene Ehe zu retten. Der Ehemann lebt allerdings den USA und so muss die Tochter nach Amerika fliegen. Charlotte hat sowohl die Tochter des Lebensgefährten als auch deren kleine Kinder nur ein einziges Mal ganz kurz auf der Beerdigung gesehen.

Selbst kinderlos, hat sie nun die Verantwortung für zwei fremde Kinder samt russischem Au-Pair Mädchen (das sich nicht als sehr hilfreich erweist). In einer renovierungsbedürftigen Wohnung tummeln sich also mit einem Mal vier Personen. Dass dieser Umstand zu vielen lustigen Begebenheiten führt, ist also vorprogrammiert.

Die beiden Kinder wachsen Charlotte im Laufe der Geschichte trotz aller widrigen Umstände sehr ans Herz. Der eigentlich nur für einige Tage geplante USA Aufenthalt der Mutter zieht sich in die Länge und wirft immer wieder neue Probleme auf. Die Mutter der Kinder schreibt einen Blog als "Hot Mummy" und nur durch diese Informationen erfährt Charlotte von den wahren Begebenheiten in Amerika. Sehr interessant!

Außerdem gibt es da noch den sehr gut aussehenden Vermieter (ich sage nur "Liebe"), diverse andere Mitbewohner und ein paar paar mißgelaunte Halunken, die nach dem verschwundenen Vermögen des Lebensgefährten suchen. Und es gibt viele viele große und kleine Pannen, die einen wirklich sehr amüsieren.

Wie man sich denken kann, geht am Ende alles gut aus. Das Buch zeichnet sich allerdings durch viele kleine zwischenmenschliche Begebenheiten aus.

Ich habe wirklich viel gelacht. Ein netter Sommer-Roman, kurzweilig und witzig und mit Happy End!
Hat mir gut gefallen! Als Urlaubslektüre bestens geeignet!


Biografie der Autorin:

Eva Völler hat sich schon als Kind gern Geschichten ausgedacht. Trotzdem hat sie zuerst als Richterin und später als Rechtsanwältin ihre Brötchen verdient, bevor sie Juristerei und Robe schließlich endgültig an den Nagel hängte. "Vom Bücherschreiben kriegt man auf Dauer einfach bessere Laune als von Rechtsstreitigkeiten. Und man kann jedes Mal selbst bestimmen, wie es am Ende ausgeht." Die Autorin lebt mit ihren Kindern am Rande der Rhön in Hessen.



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