Freitag, 17. April 2015

Selbstgemachte Hollandaise (oder sowas ähnliches)

Ich bin ja momentan sehr auf dem Gemüse- und gesunde Ernährungstrip. Funktioniert (bis auf ein paar kleine Ausrutscher) sehr gut.

Jedenfalls wollte ich heute mittag eine Auswahl von

- feinem Frühlingsgemüsne auf weisser Porzellanplatte an selbstgemachter Hollandaise

zubereiten. :-)

Außerdem steht die Spargelsaison vor der Tür und ich möchte sowenig wie möglich Fertigprodukte für diese leckere Soße benutzen. Das war der Plan.

Also, losgegoogelt und nach passenden Hollandaise-Rezepten gesucht. Da erschien sie, die Verlockung, der ich mich nicht widersetzen konnte: "Hollandaise, selbstgemacht, fettarm". Das war mein Stichwort. Selbstgemacht und fettarm. Yeah! Dieses Rezept wollte ich machen.

Schritt Nummer eins: Schalotten klein würfeln und andünsten. Ich hatte keine Schalotten da, also habe ich ein Zwiebelchen geschnitten. Kam mein Töchterlein, schaute mir über die Schulter und bemerkte: "Seit wann gehören Zwiebeln in eine Hollandaise?? Mama?? Kannst du dich nicht einmal ans Rezept halten?" Meine Antwort: "Ich weiß, steht aber so im Rezept. Ich mach das jetzt so."

Dann sollte man die Schalotten/Zwiebeln mit Weißweinessig ablöschen. Stand da so! Ehrlich. Habe ich gemacht, mit einem ganz kleinen Schuß. Hat aber ziemlich sehr nach Essig gerochen. Hmm. Kam mir komisch vor, aber was soll's. Fettarme Hollandaise! Selbstgemacht!  Das ganze Gemisch sollte ein bißchen einköcheln und dann mit einem Eßlöffel Senf vermengt werden. Habe ich gemacht  (ein Eßlöffel ist definitiv viel zu viel). Was zu einem wenig appetitlich aussehenden Brei geführt hat. Der immer noch stark nach Essig gerochen hat.

Inzwischen hatte ich zwei Eigelbe in einer Bain-Marie erhitzt. Offensichtlich ein bißchen zuviel, denn am Grund des Schüsselchen begann das Ei schon zu stocken. Also, sofort runter von der Hitze. Dann habe ich meinen Zwiebel-Essig-Brei mit dazugegeben.

Ergebnis: Zwiebel-Essig-Brei mit bißchen halb gestocktem Ei. Spätestens jetzt hätte ich umdisponieren müssen. Aber ich wollte nicht aufgeben und habe ein bißchen Butter dazugegeben. Und 150 g Naturjoghurt (das ist der Fettam-Faktor aus dem Rezept).

Hat, sagen wir mal, schwierig geschmeckt, also habe ich großzügig gesalzen. Und Cayenne-Pfeffer dazugegeben plus ein bißchen Zitrone (?? die Soße war eh schon sauer vom Essig), aber es stand so im Rezept.

Feeertig!!

Noch Fragen? Gut! Spart sie euch. Das heute war in drei Worten: essigsauer - versalzen - fettarm.

Falls jemand ein funktionierendes Hollandaise Rezept hat, bitte mir umgehend mitteilen!! Ansonsten werde ich wieder auf die kleinen rechteckigen fertigen Päckchen aus dem Supermarkt zurückgreifen müssen.

Und das möchte ich nicht!! (Ansonsten nehme ich auch gerne andere leckere Soßenrezepte für Gemüse, muss ja keine Hollandaise sein. )

Hier noch der Link zu meinem gefundene Rezept: Hollandaise fettarm







Buch-Empfehlung "Ich bin alt und brauche das Geld"

Heute möchte ich euch wieder ein Buch empfehlen, das mich sehr amüsiert hat. Ich lese mittags im Garten oder abends beim Einschlafen gerne Unterhaltsames. Etwas Leichtes muss es sein, keine blutrünstigen Morde und auch keine Problemebücher. Einfach etwas Nettes, das mich gerne auch zum Schmunzeln bringen darf.

Dieses Buch hat alle diese Punkte erfüllt:

Ich bin alt und brauche das Geld

von Eva Völler




Die Hauptperson Charlotte sieht sich nicht nur mit dem plötzlichen Tod ihres Lebensgefährten konfrontiert, sondern muss auch noch mit der Erkenntnis zurecht kommen, dass er sie
- mit mehreren anderen Frauen betrogen und
- finanziell ruiniert hat.

Kein Geld, keine Arbeit, keine Wohnung, Anfang 50 - sie steht vor dem Nichts und muss ganz von vorne anfangen.

Charlotte sucht sich eine bezahlbare (aber renovierungsbedürftige) Wohnung und plant, wieder arbeiten zu gehen. Doch die hochschwangere Tochter des verstorbenen Lebensgefährten macht ihr einen Strich durch die Rechnung. Kurzerhand und ohne Vorwarnung lädt sie ihre beiden kleinen Kinder(5 und 3 Jahre alt) bei Charlotte ab, um sich um ihre eigene Ehe zu retten. Der Ehemann lebt allerdings den USA und so muss die Tochter nach Amerika fliegen. Charlotte hat sowohl die Tochter des Lebensgefährten als auch deren kleine Kinder nur ein einziges Mal ganz kurz auf der Beerdigung gesehen.

Selbst kinderlos, hat sie nun die Verantwortung für zwei fremde Kinder samt russischem Au-Pair Mädchen (das sich nicht als sehr hilfreich erweist). In einer renovierungsbedürftigen Wohnung tummeln sich also mit einem Mal vier Personen. Dass dieser Umstand zu vielen lustigen Begebenheiten führt, ist also vorprogrammiert.

Die beiden Kinder wachsen Charlotte im Laufe der Geschichte trotz aller widrigen Umstände sehr ans Herz. Der eigentlich nur für einige Tage geplante USA Aufenthalt der Mutter zieht sich in die Länge und wirft immer wieder neue Probleme auf. Die Mutter der Kinder schreibt einen Blog als "Hot Mummy" und nur durch diese Informationen erfährt Charlotte von den wahren Begebenheiten in Amerika. Sehr interessant!

Außerdem gibt es da noch den sehr gut aussehenden Vermieter (ich sage nur "Liebe"), diverse andere Mitbewohner und ein paar paar mißgelaunte Halunken, die nach dem verschwundenen Vermögen des Lebensgefährten suchen. Und es gibt viele viele große und kleine Pannen, die einen wirklich sehr amüsieren.

Wie man sich denken kann, geht am Ende alles gut aus. Das Buch zeichnet sich allerdings durch viele kleine zwischenmenschliche Begebenheiten aus.

Ich habe wirklich viel gelacht. Ein netter Sommer-Roman, kurzweilig und witzig und mit Happy End!
Hat mir gut gefallen! Als Urlaubslektüre bestens geeignet!


Biografie der Autorin:

Eva Völler hat sich schon als Kind gern Geschichten ausgedacht. Trotzdem hat sie zuerst als Richterin und später als Rechtsanwältin ihre Brötchen verdient, bevor sie Juristerei und Robe schließlich endgültig an den Nagel hängte. "Vom Bücherschreiben kriegt man auf Dauer einfach bessere Laune als von Rechtsstreitigkeiten. Und man kann jedes Mal selbst bestimmen, wie es am Ende ausgeht." Die Autorin lebt mit ihren Kindern am Rande der Rhön in Hessen.



Donnerstag, 16. April 2015

Das kleine grüne Krokodil auf dem T-Shirt (natürlich mit dem Schwanz in die richtige Richtung)

.... :-) nämlich nach oben (die schlechten Fakes achten da oft nicht drauf), habe ich mir als Jugendliche sehnlichst gewünscht. Ich wollte einfach einmal so ein Poloshirt haben. Oder auch liebend gerne ein paar Schuhe.

Leider war das damals völlig unvorstellbar und unerschwinglich. Meine Eltern hätten  überhaupt nicht verstanden, warum ich doppelt soviel Geld für so ein Krokodil Kleidungsstück ausgeben würde, wo es doch ähnliche Teile für sehr viel weniger gab. Und gekauft hätten sie es mir schon gar nicht.

So ist es bis heute ein Traum geblieben. Ja, ich habe tatsächlich noch nie ein Kleidungsstück von Lacoste besessen. Unvorstellbar, aber wahr! Aaaaber, ich kenne ganz viele Düfte von Lacoste. Und ich liebe sie alle. Für Damen, für Herren, nicht, weil sie vom Krokodil-Fabrikanten kommen, sondern weil sie unheimlich toll duften. Das ist allerdings ein Thema für meinen anderen Blog. Coming soon!

Heute habe ich mir einfach mal völlig wild ungezwungen eine Collage aus verschiedenen "Nice to have" Teilen von Lacoste zusammengestellt. Das ist fast so schön, wie sie zu besitzen (naja, eben nur fast).

Das wäre jetzt eine mehr oder wenig klassisch sportliche Variante. Ein bißchen Farbe darf ja ruhig vorkommen.




Aber es gibt diese tollen Schuhe sogar in Lila!! Ich finde die super schön! Die Tasche ist auch mega. 

Lacoste + Me = Love to be (Tschuldigung, mir war gerade danach...)


Montag, 13. April 2015

Wind of change - Töchterleins Umzug zwecks Studium nach Freiburg

Am letzten Wochenende haben wir meine große Tochter von Karlssruhe nach Freiburg umgezogen. Sie hat ihren so sehr gewünschten Studienplatz für Zahnmedizin erhalten. Obwohl sie ein wirklich gutes Abitur mit einem Durchschnitt von 1,8 hatte, war dieser Schnitt nicht annähernd gut genug für einen Studienplatz für Zahnmedizin. Trotzdem wollte sie nichts anderes tun und hat direkt nach dem Abi eine Ausbildung zur Zahnarzthelferin angetreten. Sie hat diese Ausbildung verkürzt durch- gezogen und auch noch als Jahrgangsbeste. Trotz allem war sie abhängig von der Studienplatz-vergabe. Umso größer war die Freude, als wir vor ca. zwei Wochen erfahren haben, dass sie einen Studienplatz in Freiburg erhalten hat.

Nun haben sich die Ereignisse überschlagen. Sie musste ihre bisherige WG kündigen und nach einer Nachmieterin Ausschau halten, um nicht noch drei Monate weiter Miete zu bezahlen. Sie musste mit ihrem Arbeitgeber in Karlsruhe verhandeln, denn - obwohl er natürlich wusste, dass sie auf einen Studienplatz wartet, war das Ganze doch rech kurzfristig - und sie musste sich in Freiburg um eine neue Bleibe bemühen. Alles nicht voraussehbar, es gehörte ganz viel Eigeninitiative und gleichzeitig Glück dazu.

Sie hat - nach vielen Fahrten ins neue, noch unbekannte Freiburg - eine wirklich schöne Zweier-WG mit einer Jura-Studentin gefunden. In einem Wohnheim. Da mein Mann letzte Woche noch Urlaub hatte, haben wir einen Transporter gemietet und sind am Samstag gen Karlsruhe gefahren. Ich - in meiner Umzugs-unerfahrenen Naivität - dachte wirklich, das kriegen wir locker an einem Tag gebacken. Wir sind am Samstag früh hier losgefahren, Richtung Karlsruhe, Ziel: Abbau Zimmer. Kann ja nicht soviel sein, dachte ich, ist ja nur ein Zimmer.

Das Zimmer lag übrigens im zweiten Stock. Ich bin bestimmt zweihundertmal diese olle Treppe rauf und runtergelaufen, immer bepackt mit einem Möbelteil oder einem Karton. Die ganz schweren Sachen (Schrank-Oberteil, Längsseiten des Bettes, Kommode usw.) haben wir zu zweit getragen. Mein Mann hat unten den Transporter eingeschichtet, Lara und ich sind gelaufen.

Da habe ich noch gelächelt
Um halb drei waren wir mit dem Verladen fertig und haben uns Richtung Freiburg aufgemacht. So gegen halb fünf waren wir da.



Zu diesem Zeitpunkt war ich schon relativ am Ende. Zum Glück lag das neue Zimmer im Hochparterre und wir mussten nicht nochmal zig Treppen laufen. Ich hätte nicht mehr gekonnt. Dank des Hinweises meines Mannes hatte ich meine Gartenhandschuhe eingepackt, die an der Unterseite Gumminoppen haben. Damit konnte ich an den glatten Möbelteilen und -brettern "andocken" und somit gut tragen. Ohne die Handschuhe wäre ich verloren gewesen.

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Jedenfalls haben wir alles wieder reingeschleppt. Dazwischen - dank Lieferheld.de - kurz etwas gegessen und dann weiter aufgebaut (das Bett war mega schwierig).  Als endlich alles an Ort und Stelle war und wir so gegen halb zehn endlich wieder gen Heimat aufbrechen konnten - waren mein Mann sowie auch ich - echt fix und fertig. Meine Tochter hat diese Nacht gleich im neuen Zimmer verbracht. Wir sind mit allergrößter Anstrengung um 0.40 wieder daheim angekommen. Und sofort ins Bett gefallen.

Haha,, aber die Überraschung kam am nächsten Morgen. Ich hatte dermaßen Muskelkater in den Waden, dass ich kaum noch die Treppe nach unten gekommen bin. Ich laufe - bis heute - wie Kleinkinder, die das Treppenlaufen lernen. Stufe für Stufe mit beiden Beinen - weil ich die Beine nicht strecken kann - Schmeeeeeerzzzz!!

Ich schwöre - wenn meine Tochter das nächste Mal umzieht - dann beauftrage ich eine Spedition. Das war wirklich ein "Höllenritt", auch wenn jetzt alles an Ort und Stelle ist.

Eltern tun so etwas - einfach, um sicherzugehen, dass es dem Kind gut geht, dass alles schön ist und dass die Voraussetzungen für so ein schweres Studium so gut wie möglich sind.

Aber jetzt bin ich am Ende meiner Kräfte und könnte eine Physio-Therapeutin wirklich gut gebrauchen. Trotzdem - Freiburg ist so eine schöne Stadt, dass ich am liebsten gleich dort geblieben wäre.

Auf geht's zu neuen Ufern für meine Große.... Ich bin sehr gespannt ....







Montag, 6. April 2015

Nur wer Neues probiert, kann Anderes erwarten oder mein Weg zum gesünderen Lebensstil

Ich hatte heue eine ziemlich schlaflose Nacht. Es überschlagen sich hier manche Ereignisse (Tochterkind wird von Karlsruhe nach Freiburg umgezogen) und einiges mehr, was mich doch mehr beschäftigt, als ich dachte. Das gute an schlafarmen Nächten ist, dass ich wunderbar in Ruhe und am Stück nachdenken kann. So geschehen letzte Nacht.

Mein körperlicher Zustand ist momentan ziemlich angeschlagen. Ich bin zwar nicht krank (Gott sei Dank), aber ich habe das Gefühl, mein Körper muckt auf. Viele kleine Dinge sind nicht in Balance und wie meine Haut reagiert, habe ich ja bereits geschrieben. Heute ist der erste Tag, an dem ich eine deutliche Besserung der Haut feststellen kann. Das Jucken ist fast ganz verschwunden und die aufgekratzten Stellen heilen langsam ab. Ob das nun wirklich an der Einnahme des Vitamin Ds liegt, das ich seit einer Woche nehme (in eigenmächtiger Höherdosierung als beschrieben, hier nochmal ein dickes Danke an Caren!), weiss ich nicht. Aber es wird besser. Und nur das zählt. Ich füge euch mal ein kleines Foto ein (wer sowas nicht sehen kann, bitte wegklicken). Das war nur das Bein. Rücken und Arme sahen genauso aus.  Nur dass man mal eine Vorstellung bekommt, was da plötzlich aufgetreten ist.


Die gute Nachricht: Es wird deutlich besser. Die schlechte: Ich habe keine Ahnung was das war. Jedenfalls interpretiere ist es als deutliches Zeichen, dass es Zeit für eine grundlegende Veränderung ist. Deswegen müssen neue Methoden her, denn mit dem, was bisher "normal" und alltäglich war, fühle ich mich nicht gerade fit.


Garri Kasparow - Schachweltmeister

"Neue Arten der Problemlösung finden wir nur, indem wir nach neuen Wegen suchen und den Mut haben, sie zu beschreiten. Natürlich führen sie nicht alle zum Ziel, doch je mehr wir experimentieren, desto erfolgreicher verlaufen die Experimente. Durchbrechen wir unsere Gewohnheiten, sogar diejenigen, mit denen wir uns eigentlich wohlfühlen, um nach neuen und besseren Methoden zu suchen.“

So sieht es aus und deswegen probiere ich einfach mal etwas anderes. Das soll für den ganzen April gelten, weil das genügend Zeit ist, festzustellen, ob diese Änderungen etwas Positives bewirken. Ab heute werde ich 

- auf Weißmehl verzichten (Nudeln, Brot, Kuchen usw.) 

- industriellen Zucker so stark reduzieren, wie nur irgend möglich. Das heißt auch, keinerlei
  fertigen Produkte mehr kaufen, da Zucker in fast allem enthalten ist, was man fertig kaufen kann.
  Von Essiggurken bis zu Soßenpulvern, im Fleischsalat usw. ist Zucker enthalten.

- Den Fleischkonsum reduzieren (ganz verzichten möchte ich nicht). Aber Schweinefleisch lasse
  ich ganz weg und wenn es überhaupt Fleisch gibt, dann nur Bio-Fleisch hier aus der Gegend. Und
  eben nur Geflügel oder Rind. 

- auf Alkohol verzichten

Das war es erstmal. Ist glaube ich auch genug. Aber nur wenn ich andere Wege beschreite, sehe ich, ob sie mir was nützen. 

Natürlich werde ich euch meine "Experimente" so gut wie möglich zeigen und alles dokumentieren. Wie ich mich fühle, ob ich mehr Hunger habe (oder weniger) usw. Und ich würde mich wie immer über Tipps und Anregungen freuen. 

Übrigens starte ich meinen Tag noch immer mit einem Gerstengras-Drink. Der ist schon zur guten Gewohnheit geworden und ich möchte ihn nicht mehr missen.




Samstag, 4. April 2015

Osterzeit ist Backzeit

Viele Leute backen in der Vorweihnachtszeit wie die Verrückten. Erstens viel und zweitens möglichst außergewöhnlich. Ich sage da nur ein Beispiel: "Matcha-Kekse"...

Mich schreckt so etwas eher ab. Meine Oma hat früher Butterplätzchen gebacken. Es gab nichts Besseres. Wenn sie dann extra für mich ein paar Liebesperlen drauf gestreut hat, war mein Kinderglück perfekt. Und heute? Exotisch muss es sein, möglichst vegan (nichts gegen Veganer, ehrlich nicht), und am besten sollten die Kekse noch einen Designer-Preis gewinnen. Oder besser zwei.

Nein danke. In dieses Wettkampf-Back-Karussell steig ich nicht mit ein. Ich habe mich die letzten Jahre sehr zurückgehalten, weil ich überhaupt keine Lust auf diesen ganzen Kram hatte.  Allerdings bekomme ich so ganz allmählich wieder Lust auf Feiertags-Bäckerei. Aber so, wie ich sie mag. Besonders zu Ostern gibt es in meiner Familie seit Generationen Traditionen, was das Gebäck angeht. Ich kann mich zum Beispiel an kein Osterfest ohne selbst gebackenes Osterbrot erinnern. Dieses süße Hefegebäck gehört einfach dazu.

Auch selbst gebackenes Brot habe ich lange nicht mehr hergestellt. Dabei mag ich es gerne, es schmeckt super gut und günstiger als es zu kaufen ist es auch noch. Deswegen möchte ich mich wieder mehr ans Brot- und Brötchenbacken machen. Angefangen habe ich mit zwei gezwirbelten Baguette-Broten, die bis auf den letzten Krümel aufgegessen wurden. Ich hätte locker noch ein drittes "loswerden" können.

Also, in nächster Zeit wird es auch bei mir vermehrt  Backrezepte geben. Nichts Verrücktes, ganz normale Sachen. Es wird höchste Zeit, auch wieder Gefallen und Genuß an den ganz normalen und grundlegenden Nahrungsmitteln zu finden. Jedenfalls für mich.

Hier kommt mein selbst gebackenes Baguette:

                 

Und das ist mein geliebtes Osterbrot:





Und ein Häschen haben wir auch. Das hat meine Tochter für ein Osterfrühstück mit ihren Freundinnen gebacken. Aus zitronigem Rührteig.


In diesem Sinne:

Frohe Ostern!









Oster-Hektik (Einkaufen war heute lebensgefährlich)

Kaum stehen Feiertage vor der Tür, werden die Menschen kaufwütig. Vor allem bei Lebensmitteln wird gekauft, als müsste man sich mit einem Einkauf die nächsten drei Monate über Wasser halten. Wer in der glücklichen Lage war, überhaupt noch einen Einkaufswagen zu ergattern (ich :-), den vorletzten), der fand sich mit hunderten von Menschen im Inneren des Einkaufsmarktes wieder.  Ein unverletztes Durchkommen bis zum Obstregal fast unmöglich (nur unter Einsatz geschickter Slalombewegungen, um blaue Flecke zu vermeiden). Die Leute fahren einem über die Füsse, in den Rücken, versperren die Obst- und Gemüsewaage mit ihrem Einkaufswagen oder sie stehen mitten im Gang und halten ein Schwätzchen.  Ich bin im allgemeinen ein "Gerne-Einkäufer", aber heute war das mehr eine Schlacht um die beste Positionierung vor dem Regal, damit man über den Wagen des Davorstehenden wenigstens mit ausgestreckten Armen und gegrätschten Beinen (sicherer Stand !!) hangelnd das ein oder andere Teil in seinen eigenen Einkaufswagen befördern konnte.

Außerdem bin ich der naiven Annahme aufgesessen, heute in aller Ruhe die hübschesten Schoko-Hasen und die originellsten Ostersüßigkeiten aussuchen zu können. Pustekuchen. Alles (fast) weg. Unglaublich. Die kläglichen Reste waren in einer Schütte zusammengepfercht. Auswahl? Vergiß es. Ich habe nun das, was von der bekannten lila Kuh Firma noch da war, sozusagen aufgekauft. Und eine Schoko-Ente eines anderen "Fabrikats". Dazu ein paar Gummitierchen des neuen Werbegurus Bully Herbig. Ende Gelände. Mehr gibt es halt nicht.

Immerhin bin ich unbeschadet durch die Kassenschlange gekommen. Mir ist nichts heruntergefallen und ich hatte genug Geld dabei. Und keiner wollte vorgelassen werden (ich habe durch meine grimmige Miene vermutlich alle potentiellen Frager abgeschreckt). Dass ich auf dem Parkplatz fast überfahren wurde, weil die parkplatzsuchenden Autofahrer vor lauter Ausschau halten nicht auf die Fußgänger geachtet haben, lassen wir mal einfach so stehen. Ist ja nichts passiert.

Für Speis und Trank ist gesorgt, bunte Eier stehen in der Warteschleife, frisches Gemüse und Obst ist auch im Haus und ich habe sogar noch das Badezimmer gründlichst gesäubert. Ostern kann also kommen. Hurra.

Warum macht man sich eigenlich immer so einen Stress? Kann mich nicht erinnern, das in früheren Jahren so empfunden zu haben. Ostern 2015 - läuft. Ich "freue" mich jetzt schon auf Weihnachten...

Donnerstag, 2. April 2015

Produkttest Zumba Incredible Results - Tanzend Gewicht verlieren

Ich durfte das neue DVD Zumba Programm von QVC für zuhause testen. Die Idee, daheim zu jeder Zeit und je nach Lust und Laune beim Zumba richtig Gas zu geben, hat mich sehr gereizt.


Zumba Incredible Results


Das 7teilige Set beinhaltet 4 DVDs mit 6 verschiedenen Workouts, ein rundes Stepboard, einen Ernährungsplan für 7 Tage zum Downloaden und einen Trainingsplan mit Dehnübungen. Die DVDs haben verschieden lange Trainingsdauern (vom 20 Minuten Express bis zur ausgedehnten Cardio Dance Party) und verschiedene Intensitäten. Man kann mit oder ohne Stepper trainieren.




Außer dem Erlernen der Zumba-Grundschritte mit hohem Spaßfaktor wird auch eine (schnelle) Gewichtsreduktion versprochen.

Pluspunkte:

Es gibt eine Einführungs-DVD (Quick Start), auf der alle Grundschritte zunächst zu langsamer Musik erklärt werden (allerdings nur kurz).

Wer nicht gerne unter fremden Blicken trainiert und schwitzt, kann in Ruhe und unbeobachtet zuhause trainieren.

Man kommt ordentlich aus der Puste, wenn man alle Schrittkombinationen mitmacht.

Die Version mit der Benutzung des Steppers verstärkt die Intensität und strengt noch mehr an.

Nur einmaliger Beschaffungspreis (69,75 Euro und keine regelmäßigen Kursgebühren.)
Wer Kurs- bzw. Studiogebühren sparen will, ist mit dem Preis sicher gut beraten.

Kein Gebundensein an Kurszeiten, man ist absolut flexibel und kann jederzeit trainieren.

Wenn man das Programm allein unter dem Gesichtspunkt "Bewegung" sieht, dann ist das Ganze effektiv, und man wird bei regelmäßiger Durchführung auch sicherlich abnehmen.

Minuspunkte:

Trotz kurzer Einführung der Grundschritte wird das Tempo schlagartig schneller. Sehr schnell. Dazu kommt dann noch der Einsatz der Arme. Und es gibt eine variantenreiche Choreo. Wer keine Zumba-Vorkenntnisse hat, wird sich schwer tun.

Es handelt sich um eine aus dem Englischen synchronisierte Version. Mich persönlich nervt das. Der Originalton ist zu hören (und auch zu verstehen) und wird gleichzeitig von einer anderen Stimme synchronisiert. Außerdem lobt die Stimme immer wieder die tanzenden Mädels "Gut gemacht, Olivia, yeah". Nun ja....
(Man kann die Stimme zwar abschalten, hört dann aber nur noch die Musik und keine Erklärungen mehr. Das ist auch nicht ideal).

Die "Vortänzer" (ja, es sind einige Männer dabei), sehen aus wie muskelbepackte Kraftpakete. Die machen definitiv intensives Krafttraining. Das hat nichts mit Tänzerstaturen zu tun und wirkt auf mein Schönheitsempfinden eher gegenteilig. Die Mädels sind die üblichen Grinsemäuse, die in engen Tops und viel Lippenstift mittanzen. Wer's mag....

Vor dem TV oder PC tanzend sieht man die Schritte spiegelverkehrt, das ist ein weiterer Erschwernis-Faktor. In einem Kurs kann der Trainer/die Trainerin in die gleiche Richtung gucken wie die Teilnehmer, dann ist das Nachtanzen der Schritte wesentlich einfacher.

Direkte Rückmeldung vom Trainer fehlt und somit auch die Korrektur bei evtl. falsch ausgeübten Bewegungen. Das vergrößert das Risiko von Verletzungen und falschen Belastungen.

Die Gruppendynamik bzw - motivation fällt weg. Sie würde mir auf Dauer fehlen, denn mir hilft es immer sehr, wenn ich sehe, wie andere sich trotz großer Anstrengung durchbeißen. Dann halte ich auch länger durch.

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Mal abgesehen von der ganzen Aufmachung und Optik (die ja wie immer Geschmacksache ist), glaube ich leider, dass ein Anfänger mit diesem Programm nicht glücklich wird. Zu schnell von Null auf Hundert und irgendwie zu "gestellt", außerdem kein, aber auch gar kein Vergleich mit einem Zumba-Kurs in einem Fitness-Studio. Hätte ich Zumba nicht schon vorher gekannt und würde ich nicht im Fitness-Studio Kurse mitmachen, wäre mir nach dieser DVD die Lust an Zumba gründlich vergangen.


Fazit: 

Als nette Ergänzung für zwischendurch und für Leute, die schon mal Zumba gemacht haben, ist dieses Programm in Ordnung. Man kann sich auspowern oder einfach mal kurz "abdancen", aber für Anfänger halte ich das Programm für zu schwierig. Der Preis ist für 4 DVD's plus dem Step Board sicherlich angemessen, aber das Programm sollte dann auch wirklich regelmäßig durchgeführt werden. Zum einfach unter'm Bett verschwinden lassen, ist es eindeutig zu teuer. Da gibt es einfachere und billigere Zumba-DVD's. Der Stepper ist ja auch nicht wirklich notwendig, Zumba macht man im allgemeinen ohne Stepper.

Unser Kater hat den Stepper auch kurz beäugt, kam dann aber zu dem Schluß: Da mach ich doch lieber ein Nickerchen.


Mittwoch, 1. April 2015

Hautjucken und Psyche

Momentan überschlagen sich hier die Ereignisse. Das positive vorneweg: Meine älteste Tochter hat den Zuschlag für ihr Zahnmedizin-Studium erhalten. Sie hat vor anderthalb Jahren Abitur gemacht, mit dem nicht allzu schlechten Durchschnitt von 1,9. Leider ist dieser Durchschnitt zu schlecht, um einen Studienplatz für Zahnmedizin zu bekommen (ist ein Witz, oder? Was sagt denn schon ein Notendurchschnitt über die Qualifikation eines Menschen aus? ). Da es aber ihr erklärter Traumberuf ist, hat sie sich fürs Warten entschieden. Pro Wartesemester bekommt man sozusagen positive Punkte angerechnet, die dann den Schnitt verbessern, Manche arme Wurschtel müssen viele Jahre lang warten. Meine Tochter hat - um die Wartezeit sinnvoll auszufüllen - eine Ausbildung zur Zahnarzthelferin gemacht. Sie konnte dadurch eine Menge praktische Erfahrungen sammeln und die Zeit sinnvoll nutzen. Außerdem konnte sie eine verkürzte Ausbildung machen. Vor ungefähr 10 Tagen kam nun endlich ihre heiß ersehnte Zusage für einen Studienplatz. In Freiburg. Das heißt, sie muss/darf sich dort eine neue Bleibe suchen. Das muss nun alles hoppla-hopp gehen. Neue Bleibe suchen, jetzige Bleibe weitervermieten. Wir als Eltern können uns auf einen Umzug Ende April einstellen.

Wir freuen uns sehr für sie. Ich habe also ab Ende April zwei Studenten-Töchter. Alles im grünen Bereich.

Allerdings hatte ich auf einmal und ganz plötzlich einen Juckreiz an den Händen. Seit Anfang März bereits. Dann hat sich das ganze auf die Schienbeine ausgeweitet. Ich habe gecremt und mir nicht weiter etwas dabei gedacht. Bis ich überall kleine blutende Stellen hatte. Ich kratze meine Haut blutig auf, weil sie so juckt.

Dann hat sich das ganze noch weiter ausgeweitet. Erst unter den Armen, Dann am Rücken. Jetzt am Bauch. Quasi überall. Es juckt mich wie die Hölle. Dabei hatte ich mein ganzes Leben lang noch keine einzige Allergie. Und auch keine empfindliche Haut. Ich weiß nicht, was das ist. Aber es juckt. Vor allem nachts. Und unabhängig von dem, was ich von außen draufschmiere.

Ich habe mich natürlich versucht, im Internet zu belesen. (Ich will jetzt gar nicht aufführen, was das alles sein könnte).  Aber am wahrscheinlichsten ist eine - durch psychischen Stress ausgelöste - Hautreaktion. Entweder ist es eine "normale" Pruritus-Reaktion oder es ist Psorias Typ II, was nicht so lustig wäre. Ich habe natürlich gleich mal eine Blutuntersuchung machen lassen. Es wurde ein massiver Vitamin D-Mangel festgestellt. Auch diese Tatsache kann zu Hautreaktionen führen.  Ich bekomme nun Tabletten dagegen, es dauert aber einige Zeit, bis dieser Mangel wieder ausgeglichen wird.

Ich habe noch nie in meinem Leben irgendwelche Hautprobleme gehabt. Und nun juckt es mich und ich weiß nicht mal, warum. Vor allem nachts. Anfang Mai ist der frühest mögliche Hautarzttermin. Bis dahin muss ich gucken, wie ich klar komme.

Falls irgend jemand diese Symptome kennt, würde ich mich über Ratschläge freuen. Ich habe nicht das Gefühl, dass ich auf äußere Einflüsse reagiere. Aber teilweise jucken die Hautbereiche so sehr, dass ich sie blutig kratze. Kann mir jemand sagen, was das sein könnte?