Mittwoch, 25. März 2015

Buchtipp: Eva und die Apfelfrauen - Leichter und amüsanter Roman über eine "Alters-WG"

Dieses Buch war eines der Geschenke zu meinem Geburtstag. Da eine der Hauptakteurinnen  den gleichen Namen trägt wie ich (Eva), dürfte das mit ein Kaufgrund gewesen sein. Außerdem ist es ein Buch "meiner Altersklasse", es geht um fünf Frauen zwischen 43 und 55.

Ich fand die Geschichte amüsant und sehr nett zu lesen. Es ist natürlich seichte Unterhaltungsliteratur, aber wer will schon immer schwere Schmöker wälzen? Als Bett-, Urlaubs- oder einfach so Lektüre sehr empfehlenswert.

Von Tania Krätschmar


Fünf Berliner Freundinnen zwischen 43 und 55 kommen aus einer Sektlaune heraus auf die Idee, sich zu einer WG zusammen zu tun. Sie spinnen ein Bild von einem großen Haus mit Garten, einer großen und gemütlichen Küche und netten Nachbarn. Ursprünglich nicht so ganz ernst gemeint, finden sie immer mehr Gefallen an dem Gedanken.

Da alle fünf Städterinnen sind und jede ihre Verpflichtungen für Beruf und/oder Familie erscheint diese Idee als nicht realisierbar und als Hirnsgespinst. Außerdem sind die fünf Frauen vom Charakter und den Interessen her sehr verschieden. Vom "Muttertier" über eine von der Liebe enttäuschten bis zur sozial engagierten und eine nach Selbstverwirklichung suchenden Frau werden einige Klischees bedient, aber man kann sich in der ein oder anderen Person durchaus wiederfinden.

Jedenfalls wollen die Damen es wenigstens versuchen, ein geeignetes Projekt zu finden. Ohne wirklich realistische Hoffnung auf Gelingen.

Sie schalten folgenden Anzeigentext:

"Hausbesitzer mit Herz, Mut und ohne Erben gesucht!
Wir sind: fünf Freundinnen im allerbesten Alter.
Wir suchen: ein großes Haus, bevorzugt Altbau und im Südwesten,
in dem wir gemeinsam älter werden können.
Wir haben: viel Enthusiasmus, wenig Geld.
Wir mögen: lachen, kochen, gärtnern, Kultur, fair spielen.
Schön wären: Sonnenterrasse, Garten, nette Nachbarn.
Wir warten: Auf ihre Nachricht!"

Wie man sich denken kann, oh Wunder, meldet sich tatsächlich jemand und die fünf sehen sich nun einem durchaus realisierbaren Projekt gegenüber. Sie nehmen es in Angriff!

Und mehr verrate ich nicht, denn sonst ist ja die Spannung weg. Jedenfalls ist es eine witzige und kurzweilige Geschichte. Die Stadtdamen "kämpfen" im wahrsten Sinne mit dem Landleben, mit der echten Natur, mit der Selbstversorgung. Es geht um die Integration ins Dorfleben (oder auch nicht), ums Schnapsbrennen und natürlich um diverse Nachbarn.


Ein wirklich nettes Buch, dass ich sehr genossen habe.

Vom Schreibstil erinnert es mich sehr an die Dienstagsfrauen von Dora Heldt. Wer diese Mädels mochte, wird auch die Apfelfrauen mögen.

Kennt schon jemand dieses Buch?


Kommentare:

  1. Hallo Eva,

    dieses Buch habe ich schon gelesen und fand es genauso gut wie du. Es war leicht und locker, genau richtig um abzuschalten. Ich lese gerne ücher über Frauenfreundschaften, deshalb habe ich natürlich alle Bücher der Dienstagsfrauen schon verschlungen.

    Lg

    Barbara

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  2. Kenne ich nicht, aber das klingt nach einer hervorragenden Frühlingslektuere. Erinnert mich vom Lesen der Beschreibung ein wenig an "Eine Villa zum Verlieben". Auch ein süßes Buch. ;)

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Über nette Kommentare freue ich mich: