Freitag, 30. Januar 2015

Bewegter leben - Fitness Studio, Fortschritte und Anfangsschwierigkeiten

Bewegter leben - das habe ich mir für dieses Jahr fest vorgenommen. Und den Januar dafür genutzt, meine eingestaubte Fitness-Studio-Karte wieder regelmäßig zu benutzen. Das erste Mal war das "Schlimmste" und hat mich echte Überwindung gekostet. Aber ich bin noch immer fitter, als ich erwartet hatte, und insofern hat es mir richtigen Spaß gemacht. Auch habe ich viele neue Gesichter gesehen, die nun Gewichte stemmen und sich an den Geräten abmühen. Viele deutlich dickere und ältere Personen, denen das null ausmacht.

Das hat mir wieder mal gezeigt, dass ich mir viel zu viele unnötige Gedanken mache und es hat mich auch wirklich motiviert. Ich will ja nicht übertreiben, aber meine Studio-Karte hat die letzten zwei Wochen geglüht. Tschakkaaaa....

Ergebnis: Meine Hosen gehen wieder wunderbar zu. Ohne Ziehen und Zerren. Ich spüre eine ganz andere Körperspannung beim Gehen und Stehen. Und ich habe wieder Spaß an der Bewegung. Gewichtsmäßig ist noch nicht soviel passiert, es schwankt zwischen 1,5 und 2 kg Abnahme, aber der Grundstein ist gelegt.

Kleinere Blessuren sind anfänglich nicht ausgeblieben. Ich habe zum Beispiel ein neues Fatburning Programm auf dem Laufband entdeckt. Das wechselt die Steigungen (und zwar große Steigungen) und paßt sie an die Herzfrequenz an. Sobald sie unter 140 fällt, wird die Steigung erhöht. Da kommt man ganz schön ins Schwitzen, aber es macht Spaß. Soviel Spaß, dass ich fast täglich auf dem Laufband war und mir eine Blase gelaufen habe. Meine Sportschuhe sind keine richtigen Laufschuhe, in denke, fürs Laufband sollte ich mir ein paar andere holen.

Bei manchen Geräten, die man am Griff umfassen muss, rutsche ich bei etwas höheren Gewichten immer mehr Richtung Fingerkuppe und das ist nicht gut für die Gelenke. Teilweise haben mir danach die Finger weh getan. Ich denke mal, ich werde mir Geräte-Handschuhe zulegen, auch wenn ich den Anblick ein bißchen affig finde. Aber sie haben durchaus Sinn.

Ja und zu guter Letzt spüre ich immer mal meine Knie oder die Hüfte. Deswegen werde ich im Februar darauf achten, sehr gut abzuwechseln. Also, einen Tag die Knie belasten, beim nächsten Mal eben weniger. Sportsalbe und Muskelentspannungsbad haben bereits Einzug in meinem Badezimmer gehalten.

Wer mich auf IG verfolgt weiss schon, dass ich für QVC ein Zumba DVD Programm testen darf. Es nennt sich "Tanzend Gewicht" verlieren. Dieser Zumba Test muss auch noch im Februar untergebracht werden, zusätzlich zum Fitness-Training im Studio. Dazu schreibe ich einen Extra-Post, weil sich schon viele Interessierte gemeldet haben, die das gerne verfolgen würden.

Der Februar wird auf jeden Fall sehr sportlich werden.




Samstag, 17. Januar 2015

Erste Erfolge

Eigentlich wollte ich ein Foto vom aktuellen Ist-Stand meiner Figur machen. Und prompt hatte ich wieder einen "Fotobomber" in Form unseres Fellknäuels. Also, so sehen wir zwei beide gerade aus.



Ich war diese Woche drei Mal im Fitness-Studio, und deswegen fühle ich mich relativ motiviert. Läuft!

Einer meiner Jahresvorsätze 2015 ist ja das Abnehmen und das wird jetzt auch durchgezogen. Bald kriege ich sportliche Unterstützung in Form meiner Tochter, die sich im gleichen Fitness-Studio anmelden möchte. Es sind demnächst Semesterferien und da hat sie Zeit zum Sporteln. Gemeinsam macht das dann sicherlich noch mehr Spaß und wir können uns gegenseitig motivieren. Im letzten halben Jahr ging einfach vieles drunter und drüber und ich habe mich kaum noch sportlich betätigt. Das rächt sich dann halt sofort in zusätzlichem Gewicht. Aber da ich in diesem Jahr einen runden Geburtstag feiern werde, habe ich mir fest vorgenommen, dass nur die Zahl rund sein wird und nicht ich. Also, mehr Bewegung ist fest eingeplant.

Das Abnehmen ist jetzt zunächst die vorrangige Motivation. Aber auf längere Sicht steht die allgemeine Fitness und Gesunderhaltung dahinter. Es ist mir wichtig, auch ab einem gewissen Alter noch fit zu sein. Und wir können sehr viel selbst dafür tun. Bewegung gehört zwingend dazu.

Nach den turbulenten Herbstmonaten mit Auszug der Jüngsten, hat sich die neue Situation jetzt einigermaßen entspannt. Sie fühlt sich wohl, die Große auch, beide kommen gut alleine klar, aber eben auch gerne am Wochenende heim. Ich bin über den ersten und heftigen "Loslass-Schmerz" einigermaßen hinweg und habe wieder richtig Lust, etwas für mich und meine Gesundheit zu tun. Es wird draußen langsam wieder später dunkel, auch Walking ist wieder möglich. Ich habe einen neuen, bequemen Kopfhörer und kann mit motivierender Musik durch die Gegend traben.

Ich freue mich richtig drauf.

Und ich habe einen interessanten You Tube Channel mit türkischen Küche entdeckt. Alles sehr gemüselastig, mit vielen frischen Kräutern, mit Olivenöl und Knoblauch und mit Peperoni, genau mein Geschmack.

Das alles ist ein erster Schritt auf dem richtigen Weg. Jetzt heißt es dranbleiben.  Die Richtung stimmt schon mal.

Bunter Rohkostsalat

Selbsgekochtes Apfelmus mit Mandelstiften

Stichfester türkischer Joghurt mit Himbeeren, Walnüssen und  ein bißchen Honig


Gefüllte Auberginen (mit Hackfleisch und Paprika)




Montag, 5. Januar 2015

Vorhaben im Jahr 2015

So, das neue Jahr ist jetzt fast schon eine Woche alt, die vielen Feiertage sind vorbei und der Alltag läuft wieder an. Jetzt ist also der Moment gekommen, an dem ich beginnen möchte, meine Ziele fürs neue Jahr zu verwirklichen. Und da gibt es eine ganze Menge. Allerdings kann ich fast alle in einer Grundaussage zusammenfassen:

Ich möchte wieder auf meine eigenen Fähigkeiten setzen und vor allem möchte ich die vielen verschütt' gegangenen Eigenschaften wieder ans Licht holen.

Als Jahresslogan verpackt und etwas wirkungsvoller ausgedrückt:

"I set me free!" Das ist mein Jahresmotto 2015.

Die letzten Jahre habe ich mich nicht immer gut gefühlt. Irgendwie waren immer die anderen besser, schöner, schlanker, erfolgreicher, talentierter usw. Was ein Blöööööööödsinn! Ich habe nur im Laufe der vielen Jahre und Ereignisse den Glauben an mich und in meine Talente völlig verloren. Irgendwo ganz unten hingepackt und alles mögliche draufgestapelt, bis davon nichts mehr zu sehen war. Und dann habe ich das alles ganz vergessen. Durch verschiedenste Begebenheiten bin ich aber über diesen "Stapel" gestolpert und habe mal nachgeschaut, was da eigenlich drunter liegt. Schön, was man so findet! Hoppla, das bin ja ich! Bißchen eingestaubt vielleicht, aber mit ein bißchen Aufpolieren noch ganz gut zu gebrauchen.

Deswegen möchte ich im neuen Jahr Stück für Stück mein "altes" Ich (oh so dramatisch soll sich das gar nicht anhören...) bzw. mein eigentliches Ich wieder hervorholen und aufpolieren und mir selbst und der Welt zeigen, dass ich mindestens genauso gut bin wie Frau X oder Fräulein Y. Wieso ich mich solange so habe beeindrucken lassen und das ganz oft von Menschen, die bei weitem weniger drauf haben, das weiß ich leider nicht. Es war halt so. Vielleicht können sie sich besser "vermarkten" oder sie schreien halt lauter, um gewisse andere Sachen zu überspielen. Und ich bin beeindruckt gewesen....

Wie auch immer, das ist vorbei. So, der langen Rede kurzer Sinn:

Ziele 2015:

- Abnehmen

-  Regelmäßige Bewegung

- Gut und überlegt haushalten

- Viel mehr selbst machen (also kochen und backen, so wie früher)

- Wieder viel mehr Bücher lesen bzw. hören .
  Ich habe nicht umsonst den Scheffelpreis in meinem Abi-Jahrgang bekommen, ich liebe
  Bücher und Literatur im allgemeinen.

So, das wars im Groben. Der allgemeine Überblick sozusagen. Jetzt geht es los mit den Feinheiten.
Ich freue mich drauf, denn ich will und ich kann.

Sonntag, 4. Januar 2015

Morgen wieder Alltag

Nach knapp anderthalb Wochen Freizeit seitens meiner Familie über Weihnachten, geht morgen der Alltag wieder los. Ich wollte eigentlich einen Post über meine Ideen und Wünsche fürs neue Jahr schreiben. Die sind mir ganz ernst und der Post kommt ganz bestimmt noch, aber heute steht der Tag im Zeichen des Traurigseins. Wir hatten fast 2 Wochen lang ein fast "normales" Familienleben. Das heißt im Klartext, beide Mädels waren da, mein Mann hatte mal seltenen Urlaub. Wir hatten ein schönes Weihnachtsfest mit den üblichen und bekannten Zickereien. Auch die restlichen Tage waren einerseits schön und andererseits mit den üblichen "Problemchen" behaftet: "Warum zur Hölle müsst ihr die Klamotten der letzten drei Tage im Bad rumliegen lassen?" Übliche Antwort: "Wir haben jetzt auch mal ne Auszeit verdient, müssen das ganze Jahr ordentlich sein und überhaupt ist das meiste von dir, Mama!" "Äähm nein, das ist nicht von mir, ich hasse Klamotten auf dem Boden" usw. und so . Aber all das ist so vertraut und irgendwie auch so schön, weil ich es ja "normalerweise" nicht mehr habe. Und weil ich das alles so gut kenne.

Als erste ging meine älteste Tochter. Sie hätte noch nicht unbedingt in ihre WG gemusst, aber - ihr versteht - die Liiiieeeebe .... Da ist man halt machtlos. Als zweite ging heute meine "Kleine". Jedesmal gibt es grosse Abschiedsszenen (nein, nicht mit uns Eltern, besonders die Abwesenheit unseres süßen Kuschelkaters wird bedauert, erst dann kommen wir :-) ). Aber auch das ist so süß und irgendwie so vertraut, dass es mir jedes Mal wieder fast das Herz bricht. Kennt ihr das Lied:

"Dieses Kribbeln im Bauch,
das man niemals vergisst,
als ob man zuviel Brausestäbchen isst..."

Ich könnte heute singen:

"Diese Stiche im Herz,
die tun mir einfach weh,
auch wenn ich es mit Vernunftsaugen seh....
Diese Stiche im Herz, die machen mir Schmerz,
ich vermiss' meine Töchter so sehr" (trotz all den Meinungsverschiedenheiten <3)

Ja, ein bißchen sehr schwülstig, ich weiss, aber genau so fühle ich mich. Hört das denn jemals auf? Auch mein Mann und ich müssen morgen wieder ran und arbeiten gehen. Die schöne Weihnachtszeit war kaum da und dann war sie auch - hupps - schon wieder vorbei. Wir "Großen" sind erkältungsmäßig ziemlich angeschlagen. Ich brauche noch ein paar Tage Regenerationszeit. Und dann hoffe ich sehr, dass ich anfangen kann, meine Ziele im Jahr 2015 anzugehen.

Bis dahin, schnief und hust,

eure Eva

Samstag, 3. Januar 2015

"Der Junge muss an die frische Luft" von Hape Kerkeling

Das neue Jahr fängt so an, wie das alte aufgehört hat: mit einer dicken Erkältung. Erst hat es meinen Mann erwischt (der wird sehr oft krank, wenn er Urlaub hat, weil er sonst "keine Zeit dazu hat") Dann meine Tochter. Und als Schlußlicht schniefe ich mal wieder durch die Gegend mit starkem Kopfweh und total zugehockten Nebenhöhlen. Deswegen habe ich heute das Bett gehütet und einfach mal gar nichts gemacht. Bzw. ich habe mir Zeit genommen, mein neues Hörbuch anzuhören, das ich zu Weihnachten geschenkt bekommen habe.

"Der Junge muss an die frische Luft"
von Hape Kerkeling
 (auch gelesen von ihm selbst) 
bestehend aus 8 CDs



Ich bin ein großer Kerkeling Fan. Er ist für mich einer der herausragendsten deutschen Künstler der "Jetzt-Zeit". Normalerweise bin ich gar nicht so für Comedy und Co., auch wenn ich durchaus mal über die ein oder andere Anekdote eines Comedy Stars lachen kann. Aber eben nur über die ein oder andere. Nicht so bei Kerkeling. Ihn habe ich von Anfang an toll gefunden, seine Sendungen, seine "Streiche", einfach alles. Er ist ja auch viel mehr, er ist ein kurzweiliger Entertainer, ein Sänger und Moderator und eben auch Autor. Ich habe sein Buch "Ich bin dann mal weg" mehrmals gelesen und war jedesmal wieder total begeistert und amüsiert.

Was mich an Hape Kerkeling am meisten fasziniert, ist das Tiefgründige an ihm. Trotz seines Humors ist da diese Melancholie und Sensibilität, ich kann es nicht anders ausdrücken. Er ist absolut witzig, aber niemals blöd oder beleidigend, er macht "intelligente" Comedy, er ist so echt, dass man meinen könnte, er sei der Nachbarsjunge von nebenan. Trotzdem hat er etwas Schüchternes und er hat sich aus eigener Kraft und eigenem Antrieb nach oben gearbeitet. Nach dem frühen Tod der Mutter, was ein fürchterliches Schicksalsschlag für ein Kind ist, hat er nicht aufgegeben. Ich mag ihn sehr und finde, es tut überhaupt nichts zur Sache, welche sexuelle Neigung er hat. Er ist eine interessante und schillernde, aber auch reflektierte und tiefgründige Persönlichkeit.

In "Der Junge muss an die frische Luft" beschreibt er seine Kindheit und zeigt, welchen Einfluß sie auf sein späteres Leben hatte. Als typisches Ruhrpott-Kind geboren, nach dem frühen Tod der Mutter aufgezogen von seiner Großmutter, umgeben von einer großen Familie erzählt, er sehr ehrlich von seinen schweren Momenten der Kindheit, die es bei ihm leider zahlreich gab. Er hatte eine enge Beziehung zur Großmutter und zu einer Lieblingstante. Und er verdankt seiner Lehrerin sehr viel. Das Buch ist ernster als seine letzten Werke und auch etwas langatmiger, aber von der ersten Minute an interessant und fesselnd. Viele Gedanken über den Sinn des Lebens an sich und über die Berufung eines Menschen im allgemeinen, sind eingeflochten.

Und ich erkenne auch eine ganze Menge Parallelitäten zu mir persönlich. Die Bedeutung der Großmutter zum Beispiel. Die ersten Kontakte mit dem öffentlich-rechtlichen Fernsehsendern. Die Kindheitsträume, die oft zum Amüsement der "Großen" beigetragen haben und die nicht so recht ernstgenommen wurden. Das Unverständnis, das man als Kind gegenüber den Erwachsenen einfach hat (und umgekehrt). Die essentielle Bedeutung der Frage "was essen wir heute". Und die Tatsache, der Willkür der Erwachsenen uneingeschränkt ausgeliefert zu sein (im guten wie im schlechten Sinne). Ein Kind kann sich nicht wehren. Aber es wird später - im Erwachsenenalter - Fragen stellen. Vielleicht wird es manches verstehen oder zumindest nachvollziehen können. Vielleicht auch nicht.

Wer Hape mag, wird dieses Buch sicherlich auch mögen.

Übrigens: der Hape macht ne ähnliche Foto-Pose wie ich:


      


Naja, fast.... Soulmates....