Dienstag, 15. Dezember 2015

Was für ein Tag...

Für diese Woche stehen ganz viele Dinge an. Restliche Geschenke besorgen, Plätzchen backen, Auto zum Kundendienst bringen, ins Fitness-Studio gehen, Haus weihnachtsfein machen, das Jahr 2015 Revue passieren lassen, Konsequenzen für 2016 daraus ziehen (oh ja) ...

Die letzten Jahre hatte ich keine Lust zum Backen. Mir wurde das alles zuviel: Möglichst neu, möglichst exotisch und möglichst anders (Matcha-Kekse, Algen-Plätzchen??), low carb, no carb, no sugar, super kunstvoll und natürlich in großen Mengen, um die ganze Nachbarschaft zu versorgen. ??? Ich mag am allerliebsten die ganz normalen Butterplätzchen mit "Liebesperlen", die bereits meine Oma mit mir als kleines Mädchen gebacken hat. Mit "Liebesperlen"! Genau das ist der Punkt. Das Fest der Liebe... Wo ist die Liebe geblieben? Muss ich backen, um zu beeindrucken? Nein. Es wird immer bessere Bäckerinnen geben und welche, die ihr ganzes Viertel mit Gebäck versorgen. Ich gehöre nicht dazu. Ich backe "altmodische" Sorten, sowas wie "Spitzbuben" und "Vanillekipferl". Mit "Heintje" Beschallung. Jawoll.... Das versetzt mich in Weihnachtsstimmung. Ich habe dieses Jahr seit langem wieder Motivation, einen eigenen bunten Teller zu bebacken. Obwohl ich selbst gar keine "Süße" bin, aber meine Familie freut sich sehr.

Jedenfalls haben mir heute früh ein paar Back-Zutaten gefehlt. Ich habe noch eine HERMES-Retoure gepackt (die negative Seite der Online-Bestellungen....) und habe mich mit meiner Einkaufsliste ins Auto gesetzt. Aber: das widerspenstige Auto-Teil sprang nicht an. Und nicht nur das, es hat auch noch ein wirklich unangenehmes Geräusch gemacht: drrrrrhhhhh - drrrrhhhh. Super, das hatte mir gerade noch gefehlt. (Die HERMES-Annahme-Station hatte nur noch ca. 20 Minuten geöffnet...)

Ich habe zuerst meinen Mann angerufen, ihn in einer Besprechung gestört und den Rat bekommen, den ADAC zu rufen (hätte ich auch selbst draufkommen können). Der nette (junge??) Mann am Telefon war super nett und versprach mir einen "gelben Engel" in den nächsten 60 Minuten. Was kam, war ein "gelber Engelrich" kurz vor der Pension und mega unfreundlich. Er wollte den Kilometerstand meines Autos (??), das Alter (??), die ADAC-Karte und den KFZ-Schein. Joah...  (Stell den mal in eine Drogerie und sag ihm, er solle dir ein Make Up kaufen..., hähä, das wäre ungefähr die gleiche Situation...) Nach gewissen Startschwierigkeiten konnte ich alles liefern. Ich musste dann mein Autilein rückwärts vom Parkplatz rollen lassen, damit der nette Engelrich bequem an die Motorhaube kam. Dass ich dabei die komplette Straße blockiert habe, hat ihn nicht interessiert. Motorhaube auf - Starthilfe - und brumm - der Motor ging wieder. Zufrieden teilte mir der Engelrich mit, dass ich jetzt

1. zu unterschreiben hätte
2. das Auto nicht mehr ausmachen dürfe und
3. sofort zur nächsten Werkstatt fahren müsse.

Meine Handtasche samt Handy und Geldbeutel befand sich aber im Haus. Als ich ihm das mitteilte meinte er ungerührt, ich könne ja den Schlüssel, der in der Zündung steckte, "abmachen". Ahh ja, hätte ich auch selbst draufkommen können. In welchem Universum lebe ich eigentlich?? Habe mir die Finger verrenkt, um den Hausschlüssel abzupfriemeln, habe unterschrieben und ziemlich entnervt wieder meinen Mann angerufen. Bin dann direkt zur Werkstatt gefahren, die natürlich gerade Mittagspause hatte. Trotzdem waren die wirklich sehr nett und haben mir direkt eine neue Batterie eingebaut. 1 1/2 Stunden später und 106,00 Euro leichter (ich hatte mit mehr gerechnet) bin ich dann wieder nach Hause gefahren. (In zwei Tagen haben wir eh einen regulären Kundendienst-Termin, das nur mal so am Rande.)

Es war mittlerweile kurz vor zwei. Ich habe mir kurz etwas zu essen aufgetaut (ich friere jetzt immer mein "Left-Overs" ein, will ja schließlich umweltkompatibel sein) und mich dann an meine ursprünglich geplante Backaktion gemacht. Wenigstens die war mehr oder weniger erfolgreich....

Hier das Mehr:


Hier das "Weniger":


Mal ganz abgesehen davon, was sonst noch so an "Kleinigkeiten" und "Ungereimtheiten" kurz vor Weihnachten so vorkommt, ich bin trotzdem froh, dass heute nichts Schlimmes passiert ist. Es war nur anders als erwartet. Einmal mehr. Aber nicht schlimm. 

Es geht uns gut und dafür bin ich dankbar... 











Dienstag, 8. Dezember 2015

Weihnachtliches Apfel Tiramisu Dessert - leichtere Variante mit Joghurt

Bei uns sind die Diskussionen über die Menü-Zusammenstellung für die Weihnachtsfeiertage in vollem Gange. Traditionellerweise sind alle Familienmitglieder daran beteiligt, ich entscheide das nicht allein. Manches wird vorher schon einmal ausprobiert, damit dann, wenn es darauf ankommt, keine allzu großen Pannen entstehen.

Ein weihnachtlicher Nachtisch, der in der engeren Wahl ist, wurde letztes Wochenende ausprobiert und hat viel Lob bekommen. Es ist ein Apfel Tiramisu mit weihnachtlichen Gewürzen. Der Vorteil an einem Tiramisu ist, dass man es sehr gut vorbereiten kann. Der Nachteil, dass es eine Kalorienbombe ist. Die meisten Rezepte enthalten sehr viel Mascarpone und sehr viel Sahne. Das ist mir eindeutig zu schwer. Deswegen habe ich hier eine Variante mit Joghurt, die ich wirklich lecker finde. Es ist zwar auch Mascarpone und Sahne enthalten, aber wenn man bedenkt, dass sich die Mengenangaben auf 6 - 8 Portionen beziehen, ist die Relation durchaus zu vertreten.

Die Angaben beziehen sich auf eine Form von ca. 30 x 20 cm (Auflaufform).

Die Zutaten:

4 große Äpfel
1 EL Butter
3 EL  Zucker
50 ml Apfelsaft
Zimt, nach Geschmack
Nelkenpulver, nach Geschmack
(ich habe zusätzlich Spekulatiusgewürz genommen)
 
Für die Creme:

250 g Mascarpone
150 g Naturjoghurt
2 EL  Honig 
200 ml Sahne
200 g Löffelbiskuits


Die Äpfel schälen und in Würfel schneiden. Dann mit der Butter, dem Zucker, dem Apfelsaft und den Gewürzen in einem Topf ca. 12 - 15 Minuten weichdünsten. Die Äpfel sollten noch einen leichten Biss haben.


Sie sollten nach dem Dünsten ungefähr so aussehen. Gut abkühlen lassen, weil sonst beim Einschichten in die Form die Creme zerlaufen würde. Wer mag, könnte Rosinen dazugeben, wir haben sie weggelassen.


In der Abkühlzeit die Creme zubereiten. Dazu als erstes die Sahne steifschlagen. Mascarpone und Joguhrt vorsichtig einrühren, ebenso den Honig. Die Creme ist nicht sehr süß, nur ganz zart. Im Zusammenspiel mit den süßen eingekochten Äpfeln ergibt sich am Schluß ein harmonisches, nicht zu süßes Geschmacksbild.


Wenn die Äpfel abgekühlt sind, kann eingeschichtet werden. Zuerst eine Lage aus Löffelbiskuit in die Form geben.


Nun die Äpfel darauf geben. (Eine kleine Menge für die Deko zurückbehalten). Dann die Creme darauf streichen. 

Zur Decke einfach ein paar Kleckse der restlichen Apfelmasse auf die Creme geben.




Die Form mit Alufolie oder Klarsichtfolie abdecken und über Nacht in den Kühlschrank stellen. So können sich die Aromen gut verbinden und das Tiramisu wird auch richtig schnittfest! Durch die weihnachtlichen Gewürze ein winterliches Dessert, das an Bratäpfel erinnert. Sehr lecker!

Guten Appetit!



Montag, 30. November 2015

Kleine Schmunzelgeschichte aus der Küche

Gelegentlich neige ich zu kleineren (ok, manchmal auch größeren) Verpeiltheiten. Ich bin zum Beispiel oft schon am Freitag felsenfest überzeugt davon, es sei Samstag, ich vergesse Geburtstage oder die Mülltonne rechtzeitig an die Straße zu stellen (habe es mit einem spontanen Sprint in Schlafanzughose und Sweatjacke aber fast immer trotzdem noch geschafft), und ich kann mir Wege erst wirklich merken, wenn ich sie ca. 99 Mal gefahren bin. Wer mich kennt, weiß, was ich meine... 

Normalerweise setze ich dann mein breitestes Lächeln auf und sage: "Das liegt bestimmt am Alter." Da bekommt man im allgemeinen am wenigsten Widerspruch. Was mir aber vor einigen Wochen mit meinen Gewürzen passiert ist, lag eindeutig nicht an meinem Alter!

Seit Jahr und Tag benutze ich die Gewürze von EDORA. Sie sind in kleine Metalldöschen abgefüllt (denn Gewürze sollen dunkel gelagert werden, schönen Gruß an alle Glasbehälter-Gewürze-Abfüller!), sie sind von guter Qualität und preislich ok. Außerdem führt sie mein Lieblings-Supermarkt um die Ecke, und ich kann mich schnell und einfach damit eindecken. Seit Jahr und Tag haben nun auch eben diese Gewürze einen kleinen, gitterförmigen Siebeinsaatz, mit dem man die Gewürze schön portioniert herausrieseln lassen kann. Super Patent, erprobt und bewährt!


Nun begab es sich schon vor einigen Wochen, dass mein geliebtes Oregano leer war und ich es sofort ersetzt habe. Wie immer habe ich das Gewürzdöschen über dem Topf plaziert, einmal beherzt auf den Dosenboden geklopft und - hatte 95 % des Oreganos in meiner Soße. ???!!! Nanu? Schnell zum Schaumlöffel gegriffen und das Oregano wieder rausgeholt, zum Glück konnte schlimmerer Geschmackschaden verhindert werden. 

In diesem Döschen befand sich nicht - wie sonst immer - der kleine Siebeinsatz. "Na toll", dachte ich, "von all den vielen Gewürzen im Regal erwische ausgerechnet ich das fehlerhafte. Kann ja mal passieren, ist mir aber bisher noch nie untergekommen." 

Ich habe den Vorfall wieder vergessen, bis ich Wochen später neues Chili-Pulver eben dieser Marke gekauft habe. 


Zum Glück ist mir gleich beim Anheben des Deckels aufgefallen, dass schon wieder kein Siebeinsatz vorhanden war. Nicht auszudenken, wenn mir der ganze Chili-Inhalt in die Soße gerutscht wäre...


Dieses Mal wollte ich das ganze nicht auf sich beruhen lassen und den Supermarkt auf die fehlerhaften Gewürzdosen aufmerksam machen. Doch dann kam mir eine noch bessere Idee: Ich hatte noch das alte, leer gewordene Chili-Pulver-Döschen mit meinem geliebten Gittereinsatz. Also habe ich es mit dem Risiko, einen meiner Finger zu opfern oder mir schlimme Schnittwunden zuzuziehen tatsächlich mit Messern und einem Schraubenzieher herausmontiert bekommen. Stolz wollte ich es auf das neue Döschen setzen, doch es paßte nicht. 

Verwirrt stand ich mit meinem Döschen in der Hand, als mir plötzlich etwas auffiel: Der Rand der Dosen weist zwei Ausstanzungen auf: einmal eine ovale, wie ein quer gelegtes Ei und daneben vier kleine Punkte. Die gleichen Ausstanzungen befinden sich am Deckel. Tadaa, da war sie die Erkenntnis. Manchmal muss man vom Schlauch runtergehen, auf dem man steht. Nicht die Siebeinsätze fehlten, nein, das Dosendesign wurde geändert und die Schüttvorrichtung. Es gibt keine Siebeinsätze mehr, man muß den Deckel gar nicht mehr öffnen. Nur drehen! 



Also bitte, woher soll ich das denn wissen! Es gab ja schließlich keinerlei Hinweis darauf, dass es Änderungen gegeben hat. Bei näherem Hinsehen mußte ich leider zugeben, doch, es gibt ihn. Direkt oben auf dem Deckel ist aufgedruckt: "Streuöffnung am Deckelrand". Allerdings ziemlich dezent.


Nun ja, lest ihr immer die komplette "Beschilderung" eines Produktes, das ihr schon jahrelang verwendet? Falls nein, solltet ihr das tun. Wer liest, ist wie immer, klar im Vorteil. Ich habe Wochen gebraucht, um hinter des Rätsels Lösung zu gelangen und hätte mich beinahe im Supermarkt blamiert. Der junge Marktleiter hätte mich vermutlich für total verpeilt gehalten, wenn ich mich über das fehlende Sieb beschwert hätte. Ich hätte dannn "muss wohl am Alter liegen" gemurmelt. Aber soweit ist es glücklicherweise nicht gekommen.

Am Wochenende nun hat mein Töchterlein gekocht. Sie ist süße 19 Jahre jung. Was es gab? Tomatensoße. Mit Oregano. Mit viel Oregano. Denn auch sie hat der Oregano-Dose wie immer beherzt aufs Hinterteil geklopft, und was passiert ist, könnt ihr euch denken... "Mamaaaaaa....."

Nein, es liegt nicht am Alter :-) !!

Fazit: Ich bin für die guten Siebeinsätze!!!




Dienstag, 22. September 2015

Herbstimpressionen Septemberspaziergang

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Eigentlich wäre heute Herbstanfang. Aber eben nur eigentlich, denn dieses Jahr ist der kalendarische Herbstanfang einen Tag später: am 23. September um 10.21 Uhr. Ein astronomisches Jahr hat 365 Tage, 5 Stunden und 49 Minuten. So lange braucht die Erde, um einmal um die Sonne zu kreisen. Laut Kalender hat das Jahr aber nur 365 Tage. Die Differenz wird durch den zusätzlichen Tag im Schaltjahr ausgeglichen. 2016 ist der Herbstanfang dann wieder am 22.09.!

Trotzdem sieht die Landschaft schon ziemlich herbstlich aus, und die Natur stellt sich deutlich auf den Herbst ein. Ich liebe diese Jahreszeit! Die Farben der Natur leuchten besonders intensiv, die extreme Hitze des Sommers weicht der angenehmen Wärme des Altweibersommers, und die ersten kühlen Tage läuten die kuschligere Jahreszeit ein. Die Temperaturen liegen im moderaten angenehmen Bereich, und jetzt ist die richtige Zeit, um so viel wie möglich draußen zu sein und Tageslicht zu "bunkern", bevor die Tage wieder kurz und ziemlich dunkel werden. 


Am Sonntag haben wir einen ausgiebigen September-Spaziergang gemacht. Dabei sind ganz viele Fotos entstanden, von denen ich euch die "herbstlichsten" zeigen möchte.


Es schien so schön die Sonne, dass die Sonnenbrille nötig war.



Ein untrügliches Zeichen für den Herbst sind die ersten Eicheln. Ein paar Tage brauchen sie noch. Als Kind hatte ich immer einen Heidenspaß dran, Eicheln und Kastanien zu sammeln. Aber auch heute nehme ich gerne noch ein paar mit nach Hause.




Die Felder sind bereits abgeernetet. 




Wenn man ein bißchen genauer hinguckt, findet man überall kleine "Schönheiten". Auf dieser bemoosten Bank hat jedenfalls schon lange keiner mehr Rast gemacht.


Ich habe jedenfalls auch lieber die nächste genommen.



Und dann kam, was kommen mußte, eine Wiese mit Apfelbäumen. Und natürlich ist das ein ideales Foto-Motiv. Eva und der Apfel....


Schön war's und alles das ist in direkter Nähe zu finden. Wie man sieht, wohnen wir in einer ländlichen Umgebung, ich "falle " sozusagen direkt aus der Haustür ins Feld und auf Wiesen. Ich hoffe, euch hat dieser Spaziergang gefallen und wünsche euch einen schönen Herbstanfang!





















Samstag, 22. August 2015

Impressionen aus dem spätsommerlichen Garten - schöner Altweibersommer

Spätsommer

Noch schenkt der Sommer 
Tag um Tag voll süßer Wärme.
Über Blumendolden schwebt da und dort
mit müdem Flügelschlag ein Schmetterling 
und funkelt sammetgolden.  

Morgen, am 23.08., beginnt der offizielle "Spätsommer". Eine meiner liebsten Zeiten im Jahr! Die Temperaturen können tagsüber noch herrlich warm sein, aber nachts kühlt es deutlich ab, und die gemäßigten Temperaturen sorgen für angenehmen Schlaf. Die Farben der Natur sind so intensiv wie nie, die letzten Blumen stehen in voller Pracht und die Apfel- und Birnbäume  kurz vor der Ernte. Wir sollen dieses Jahr einen traumhaft schönen "Altweiber-Sommer" bekommen! 

Heute gab es schon einen kleinen Vorgeschmack darauf, und ich habe den ganzen Nachmittag im Garten verbracht. Ich empfinde es als großes Glück, ein so schönes Fleckchen Erde mein (unser) eigen nennen zu dürfen. 


Hier kann ich wunderbar Hörbuch hören, die frische Luft genießen und mich an der Natur erfreuen. 

Das Blätterdach unseres Walnussbaumes ist sehr dicht und ersetzt den Sonnenschirm. Ich liebe diesen Anblick. Das ist für mich Entspannung pur! 


Unter dem Baum habe ich meinen Liegestuhl plaziert (das gelbe Ding dahinter ist unsere Slack-Line, auf der vor allem die Mädels versuchen, ihre Balance zu finden. Ist gar nicht so einfach!)


Der Marktschirm kann geschlossen bleiben, das Blätterdach reicht aus. 




Die ersten Strohblumen habe ich auch schon eingepflanzt und sie leuchten richtig intensiv.





Je nachdem, wie die Sonne steht, finden wir auch hier unter dem Baldachin auf dem gepflasterten Rondell Schatten. Dieses Plätzchen gefällt mir auch besonders gut, es hat was Gemütliches. Besonders mittags, wenn die Sonne senkrecht von oben kommt, kann man es hier gut aushalten.

  

Einen der letzten Schmetterlinge habe ich noch mit dem Fotoapparat erwischt.

Der Haselnuss-Baum verspricht dieses Jahr eine gute Ernte! Ein paar Tage brauchen die Nüsse aber noch. 



Und die Gurken produzieren ohne Ende! Erst hatten sie dieses Jahr ein wenig Startschwierigkeiten, es hat relativ lange gedauert, bis alles so richtig in Schwung gekommen ist, aber jetzt kommen wir kaum nach mit Gurken essen!


Zum Vergleich, so klein war die Pflanze am Anfang:




Ich habe aber auch fleissig gegossen, mindestens zweimal am Tag!



Meine schönen Stockmalven sind eigentlich bereits verblüht, aber ab und zu reckt sich noch eine vereinzelte Blüte in die Sonne. Die wirkt dann umso farbenprächtiger, so als "Solistin"!



Das ist unsere Basiliku-Pflanze. Ich muss jetzt endlich mal Pesto daraus machen, denn soviel kann man auf einmal gar nicht verbrauchen.

Und die Orangen-Minze kann ich auch trocknen.


Ich kann mir nicht helfen, aber ich liebe Pflanzen, egal ob Zier- oder Nutzpflanzen. Und ich hatte schon immer einen grünen Daumen. Vermutlich schlagen da die Gene meiner Großmutter durch. Von ihr habe ich unheimlich viel lernen können, weil ich als kleines Mädchen viel Zeit mit ihr verbracht habe und immer dabei war, wenn sie in ihren Garten ging. Es macht mir einfach riesigen Spaß, zu säen, einzupflanzen, großzuziehen und zu hegen und zu pflegen. 

Im Herbst finde ich die Ziergräser besonders schön. Es gibt soviele Arten in verschiedensten Farben und es ist toll, wenn der Wind drüberstreicht und sie sich leicht im Wind bewegen. Ich könnte stundenlang zuschauen. Das hat was Meditatives.


Jetzt kommt auch wieder die "Eulen-Zeit". Dieser kleine Gesell steckt zwar immer im Beet, aber wenn die Tage wieder kürzer werden, kann man sich schon viel früher an derintensiv roten Leuchtkugel erfreuen. Es ist eine Solarkugel, die sich tagsüber auflädt und im Dunkeln so richtig schön und magisch leuchtet. 

Also, ich freue mich auf den Herbst! 















Mittwoch, 12. August 2015

Malbücher für Erwachsene - Mandalas und Co. gegen Stress - Zen-Color

Malbücher für Erwachsene sind momentan in "aller Munde". Wenn man als Kind Spaß am Ausmalen von Mandalas hatte, hört die Freude daran im Erwachsenenalter nicht einfach auf. Allerdings war es bis vor kurzem gar nicht so einfach, geeignete Motive zu finden. Da wurde schon mal heimlich auf das Cinderella-Malbuch der kleinen Cousine geschielt...

Mittlerweile sind Malbücher für Erwachsene ein echter Verkaufsschlager. Graphische Muster, Blumenranken, Schmetterlinge oder ganze "Zaubergärten" kann man gemütlich colorieren und dabei relaxen und vom stressigen Tag runterkommen.

Interessanterweise waren meine Mädchen diesem Trend schon lange voraus. Beide haben schon als Kinder die fisseligsten Mini-Muster in Mandala-Büchern ausgemalt. Mit großer Sorgfalt und Geduld. Und beide haben festgestellt, dass sie das auch heute noch gerne machen würden. Es sei so "entspannend". (Ich kann das nicht nachvollziehen, ich würde lieber den Keller putzen, als solche Minimuster auszumalen...).  Jedenfalls haben wir schon seit längerem immer mal vereinzelte Ausmal-Bilder aus Zeitschriften kopiert, wenn es hin und wieder welche gab.

Inzwischen boomt der  Erwachsenen-Malbuch Trend an allen Ecken, und es ist keine Seltenheit mehr, schöne Mal-Vorlagen für Große zu finden. Erst vor kurzem habe ich wieder welche entdeckt und beide Mädels haben sich sehr darüber gefreut.

Hier eine kleine Auswahl, es ist wirklich toll, was es da alles gibt. Auch eine schöne Geschenk-Idee!


Freitag, 7. August 2015

Denn erstes kommt es anders, und zweitens als man denkt....

Erstens: Es ist mir zu heiß. Viel zu heiß. Das ist einfach nicht meine Wetterlage. Deswegen kriege ich im Moment nur das Notwendige hin und nichts darüber hinaus. Ich habe soviele Blog-Themen "auf Halde" liegen, aber bei diesen Temperaturen habe ich nicht mal Lust zum Fotografieren. Und ohne Fotos keine interessanten Blogposts. Macht nix - es wird mit Sicherheit bald mal abkühlen und dann laufe ich wieder im "Normalmodus".  Momentan liege ich wahlweise auf dem Liegestuhl im Garten oder im kühlen Gästezimmer im Keller.

Zweitens: Trotzdem hatten es die letzen Tage in sich und waren ziemlich turbulent. Eigentlich war geplant, dass mein Mann und ich seit gestern an der Nordsee weilen. Ein verlängertes Wochenende, weil beide Mädels nach erfolgreich beendeten Semestern daheim sind und Haus und Katze hüten wollten.

Es kam anders... Es begann mit einem verstopften Küchen-Abfluß Anfang der Woche. Erst lief das Küchen-Spülbecken nicht mehr ab. Dann hat es das Wasser der Spülmaschine "zurück" gedrückt, in die Spüle. Ich habe alles versucht, Hausmittelchen, Rohrreiniger, Fluchen - ohne Erfolg. Ich musste eine Plastikschüssel wie zu besten Campingzeiten hernehmen, weil es gar nicht so einfach war, einen Rohrreinigungsdienst herzukriegen. Sogar die "24h-Stunden-Dienste" hatten einen Anrufbeantworter vorgeschaltet, man kam gar nicht durch. "Wir rufen sie sobald wie möglich zurück... "
Bitte warten - na, vielen Dank auch.

Am Tag vor unserer Nordsee-Fahrt kam unerwarteterweise die Benachrichtigung, dass unsere Möbel, die wir im Rahmen unserer Wohnzimmerrenovierung bestellt hatten,  zur Abholung bereit stünden. Ein neuer Sessel und ein neuer Zweisitzer, passend zur Sofa-Ecke. Wir haben schon lange darauf gewartet und dachten, naja, dann holen wir die zwei Teile halt schnell. Das hätten wir mal besser bleiben lassen...

Wir haben einen Transporter vom Möbelhaus gemietet, denn das ist nur ein paar Kilometer weit weg von uns. Zwei Stunden - die Zeit sollte dicke reichen. Was wir nicht bedacht hatten - das Zweisitzer-Sofa hat einen eingebauten Bettkasten für zusätzliche Übernachtungsgäste - und das Teil ist höllenschwer. Es kam in einem Teil - in Folie und Pappe dick verpackt. Wir hatten wirklich große Mühe, es überhaupt vom Transporter zu kriegen und - dann passte es aufgrund der blöden Verpackung nicht durch die Haustür. Aber weil wir die zwei Stunden Miete vom Transporter schon fast aufgebraucht hatten, fuhr mein Mann den Transporter zurück zum Möbelhaus.

Meine beiden Mädels und ich versuchten in der Zwischenzeit, das schwere Sofa durch die Haustür zu kriegen. Es ging nicht, wir haben es erfolgreich in der Haustür verkeilt. Es ging nicht mehr vor und nicht mehr zurück, hing unten an der Haustürschwelle fest. Also haben wir es ausgepackt, die Folie und die Pappe entfernt, um es durch die Tür zu kriegen. Es ging so auch durch, alles war immer noch sehr knapp und -  das Sofa war immer noch sau schwer.

Da ist es passiert - meine Jüngste hatte die Hand unglücklich zwischen Sofa und Stahl-Haustür, als wir das Sofa nicht mehr halten konnten und es ihr frontal auf die Hand gekracht ist. Sie hat mich nur angeschaut und gesagt "ich glaube, die Hand ist kaputt". Ganz ruhig irgendwie. Den Rest erspare ich euch...  Die Hand ist auf doppelte Größe angeschwollen, ich war völlig unfähig zu reagieren vor Schreck, ich habe gezittert und konnte der Maus nur noch einen Stuhl hinschieben, um ihr Umkippen zu verhindern. Zum Glück war meine große Tochter da und hat ganz toll reagiert. Sie hat die "Kleine" geschnappt und ist mit ihr in die Notaufnahme gefahren.

In der Zwischenzeit kam mein Mann wieder und wir haben einhellig beschlossen, den Kurzurlaub nicht anzutreten. Tochterkind mit kaputter Hand in der Notaufnahme, nur wegen unseres blöden Sofas, Küche ohne Abfluß und Spülmaschine, und ich am Ende meiner Nervenkraft. Alles bei ca. 35° C im Schatten.  Das sind keine guten Voraussetzungen für unbeschwerte Urlaubs-Tage. Mein Mann kennt mich sehr gut und hat mir das an der Nasenspitze angesehen. Ich war sehr erleichtert, als er dem Hotel abgesagt hat. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben, und ich bin sehr froh über unsere Entscheidung.

Die Hand meiner Maus ist glücklicherweise nicht gebrochen, aber stark geprellt. Es ist die rechte Hand, und sie kann momentan nicht mal einen Stift halten.  Die Hand ist natürlich geschwollen und tut weh, und wir können nicht viel tun, außer einem Ruhig-Stellungs-Verband und einem kühlenden entzündungshemmendem Gelauftrag. Die Auskunft vom Krankenhaus war nur: Wenn es bis Montag nicht deutlich besser werden sollte, dann nochmal einen Arzt draufgucken lassen. Na gut, machen wir.

Ach so, und der Rohrreiniger war inzwischen auch da. Es läuft wieder ab...

Ich bin einfach nur erleichtert, dass die Hand meiner Tochter offensichtlich nicht gebrochen ist. Sie muss in den Semesterferien drei Hausarbeiten schreiben. Trotz Computer - mit gebrochener Hand geht sowas schlecht. Auch wenn das Händchen jetzt noch dick geschwollen ist, so hoffe ich doch, dass das Ganze schneller wieder in Ordnung kommt als ein Bruch. Und ich bin hier und kann mich kümmern.

Nun warten wir alle auf ein bißchen Abkühlung....








Montag, 27. Juli 2015

Verkaufsoffener Sonntag mit Antik Flohmarkt und Opus-Fashion

Wenn mal wieder ein Antik-Flohmarkt in der hiesigen Tageszeitung oder auf Plakaten beworben wird, kriege ich glänzende Augen. Mein erster Gedanke: "Da will ich hin." Nein, ich bin absolut keine "Trödel-Trulla", aber ich mag die geheimnisvolle Aura von Flohmarkt-Artikeln. Von schönen Flohmarktartikeln (ich meine hier nicht die abgetragenen Turnschuhe von Tante Liesel oder den nachgemalten Piccasso von Opa Otto)...

Besonders Antik-Flohmärkte haben es mir angetan. Es ist eine eigene Welt, die den Geist der Vergangenheit in die Gegenwart transportiert. Mich faszinieren besonders alte Bücher und Drucke, alte Schmuckstücke, Handtaschen, Bilder und Geschirr. Aber auch Möbelstücke, Haarschmuck und Knöpfe von "damals" finde ich toll. Während mein Mann bei Flohmärkten aller Art regelrechtes Fluchtverhalten an den Tag legt ("ich muss nur noch kurz den Keller renovieren, ein neues Haus bauen oder die Sahara durchqueren" ...), würde ich mich am liebsten gleich morgens aufmachen und jeden Flohmarktstand ganz genau in Augenschein nehmen.

Letzten Sonntag gab es in Gelnhausen die Aktion "Alles uff die Gass". Antik- und normaler Flohmarkt plus verkaufsoffene Läden.  Das Wetter war toll, nicht zu heiß und trocken, und so haben sich tausende Besucher durch die mittelalterlichen Gässchen geschoben. Zwei davon waren meine Tochter und ich. Wir teilen die Begeisterung für alte Bücher, Schriften und Drucke. Glücklicherweise besitzt sie aber eine sehr pragmatische Ader, die mich von so manch unnötigem Lustkauf abhält. Denn was hätte ich mit einem fremden Poesiealbum aus dem Jahre 1938 schon anfangen sollen? Ich fand es toll, keine Frage, aber wirklich gebraucht habe ich es nicht. So haben wir viele Dinge mit der gebührenden Bewunderung betrachtet, aber dann eben doch nicht gekauft (sonst müsste mein Mann demnächst wirklich ein neues Haus mit großem Lagerraum bauen). Trotzdem hat es großen Spaß, die angebotenen Schätze zu durchforsten.

Da außerdem verkaufsoffener Sonntag war, sind wir noch durch ein Bekleidungshaus geschlendert, nur "um mal zu gucken"... Ihr ahnt es schon, auch die Gegenwart hat schöne Teile zu bieten, und so sind wir doch noch "bepackt" nach Hause gekommen.

Töchterlein:



Naja, man muss schließlich an den Herbst denken, oder?



Das ist eine gecoatete (beschichtete) Jog-Pant, auch von Opus, die durch das Coating eine Leder-Optik bekommt. In Wirklichkeit ist sie ganz leicht und angenehm zu tragen. Tolles Teil, hätte ich auch gerne gehabt, leider passe ich nicht mehr in Gr. 36 .... (alle anderen Größen waren schon weg)...


Meine Wenigkeit:



Ich bin an einem Schmuck-Stand von Pippa Jean schwach geworden. Denn ich habe schon länger grüne Ohrstecker gesucht, und diese haben mir auf Anhieb gefallen.

Aussage meines Göga: "Schön, aber die hast du doch schon." -  ???

"Na, die in rosa".  Männer....