Dienstag, 2. Dezember 2014

Dunkle Soße selbermachen

Ich muss jetzt mal was gestehen, ich bin ein Knorr- und Maggi-Kind, was die Verwendung von Soßen angeht. 1/4 l Wasser oder Bratensaft heiß gemacht, Pülverchen rein. bissi verfeinern, fertig.
Ich kenne das von Kindheit an und es gibt ja genügend Abwechslung. Helle Soße, Tomatensoße, Pfeffersoße, dunkle Bratensoße, Bratensoße extra (was das Extra ist, weiß ich bis heute nicht....) usw. Wenn ich von einem größeren Stück Fleisch Bratensaft habe, schmeckt die Soße natürlich ungleich besser als nur mit Wasser oder Bouillon angerührt.

Trotzdem mache ich mir schon lange Gedanken darüber, dass in diesen kleinen Soßenhelferlein natürlich eine Menge Zusatzstoffe stecken. Und Fette. Aber wenn ich zu einem abgebratenen Schnitzel, zu einer Scheibe Leberkäse oder auch zu einer Bratwurst eine Soße haben möchte, dann bieten sich diese Päckchen nun mal an.

Jetzt habe ich mich mal informiert, was genau ich alles bräuchte, um eine richtige, echte Soße selbst zu kochen. So ganz ohne Pulver. Das ist für einen Privathaushalt ein ganz schöner Aufwand. Knochen, Fleischreste, Wurzelgemüse, alles das muss langsam und sorgfältig angebraten und dann geschmort werden. Zeitaufwand: Mindestens 2 Stunden. Dann wird alles, je nach Gusto mit Wein oder Bouillon abgelöscht und muss nochmal reduziert werden. Nach einem halben Tag hätte ich dann sozusagen einen Liter Soße, den ich dann in zwei Portionen einfrieren könnte. Stromkosten? Keine Ahnung. Ich bin ein gebürtiges Schwabenmädel und liebe Soße. Das heißt, ich müßte viele viele Liter auf Vorrat produzieren und einfrieren. Kosten-Nutzen? Auch keine Ahnung. Der gesundheitliche Nutzen liegt auf der Hand, aber die Energie-Kosten? Sollte ich mir meine Soßenvorliebe abgewöhnen?? Ketchup tut's auch? Neihein, das will ich nicht.

Jetzt ist die Frage, Komm ich vom Regen in die Traufe? Wie regelt ihr das mit euren Soßen? Ich habe heute eine super sympathische You-Tuberin entdeckt, die ein Soßenrezept veröffentlicht hat. Sie verwendet allerdings Apfelessig und ich habe das so nachgemacht. Ich fand's mega sauer und überhaupt nicht lecker. Brrr.... Zu Sauerbraten ok, aber zu Schnitzel, Lendchen oder Leberkäse??

Bin gespannt auf eure Kommentare und Anregungen.

Kommentare:

  1. Hallo Eva
    Ich nehme auch das Saucen pulver aus dem Beutel. Ausser die Bechamel weisse Sauce kann ich selber machen, brauchte aber auch viel Übung.
    Ich brauche aber nicht überall eine Sauce, also gebrauche ich diese Tüten immer weniger.Ich arbeite viel mit Sahne und Butter, für mich braucht es noch dieses i - tüpfelchen das es mir schmeckt!
    Bin gespannt wie es anderen geht!
    Liebe Grüsse sendet dir Bea

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  2. Ich kann diesen Maggi-Kram nicht leiden und nutze das Zeug nie. Entweder ich mache eine Mehlschwitze, eine Tomatensauce oder ich nehme Brühe als Basis (da gibt es gute Varianten ohne Glutamat und co im Reformhaus). Da ich LCHF esse, gehen immer Saucen mit Sahne und Butter. Meine Schwiegermutter hat meinen Gatten nur mit Fertigzeug aufgezogen und er ist heute noch ein Glutamat-Junkie.:(

    LG

    Kati

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  3. Wenn Du ein Problem mit Brühe und Co hast, also mit den Inhaltsstoffen, im herbst ist die ideale Jahreszeit um Brühpulver selber zu machen... ja auch über Stunden im Backofen, aber ich finde das Ergebnis zählt.... Bei Bedarf frag nach, dann kann ich gern das Rezept angeben.

    Ansonsten halte ich es auch mit einer Soße aus einer Mehlschwitze ganz herkömmlich oder Tomatensauce. Oder Hollandaise, die kann man auch gut allein machen, Bechamel auch.. probiere Dich einfach mal durch.

    LG Jacky

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  4. Hallo Eva,
    ich gebrauche auch oft Pulver aus der Tüte.Manchmal mache ich auch eine Mehlschwitzsoße oder nehme Sahne oder Sahne und Milch zur Hälfte.Ich sehe das nicht so eng,ich finde auf eine gesunde Mischung kommt es an.Finde deinen Weg und höre auf dein Bauchgefühl.ich lese mittlerweile keine Ragteber mehr was Ernährung angeht,jeden Tag gibt es einen neue Erkenntnis,schlimm finde ich das,man wird doch nur verrückt gemacht.
    Liebe Grüße Pippi

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  5. Ich mag den Geschmack von Fertigsoßen nicht. Deshalb lösche ich das angebratene Fleisch mit Rotwein (für dunkle Soßen) ab, gebe Tomatenmark und Gewürze dazu und binde es mit Mehl. Schmeckt super. Vor allem guter Wein rundet den Geschmack schön ab.
    LG Donna G.

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  6. Danke für eure Kommentare! Ich habe diese Woche ein bißchen rumexperimentiert und eines festgestellt: ich mag keine Worcestersauce, enthalten in vielen DIY Soßenrezepten. Brrrr, die liegt schon wieder im Müll. Die Varianten mit Tomatenmark und Wein dagegen funktionieren sehr gut, aber ich möchte auch nicht in jeder Soße Wein haben.
    Jacky, bitte übersende mir doch dein Rezept, das würde mich sehr interessieren.
    Binderfamily15@aol.com
    Danke!
    LG Eva

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  7. Also die Tüten gehen für mich gar nicht, aber das muss jeder für sich selbst entscheiden. ;)

    Ich mache es wie die meisten hier, sprich das was abfällt andicken mit Mehlschwitze. Da wird es natürlich beim Leberkäs schwierig. Vielleicht lohnt es sich doch mal so einen ganzen Topf Soße zu machen ;)

    LG

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  8. Man kann auch einen Soßenansatz selber machen (Knochen, Gemüse,...) in großer Menge...stark einreduzieren. Im Eiswürfelbereiter einfrieren und bei bedarf wieder verdünnen. Da hat man dann jede Menge Soße auf Vorrat und nur einmal Arbeit.
    Hat mein Vater so gemacht.

    LG

    Kati

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  9. Ich mag diesen Tütenkram und alles fertige auch so garnicht. Zu Schnitzel usw. gibt es hier keine extra Sauce, nur die von der Gemüsebeilage.
    Ansonsten mache ich alles mit Brühe, Tomatenmark, Creme Fraiche oder Sahne.
    Mein Mann ist auch mit dem Kram großgezogen worden und salzt heute alles nach, weil ihm natürliche Gewürze zu fad sind.
    Guck mal bei chefkoch.de, da gibt es so viele leckere Rezepte

    Lieben Gruß
    Simone

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Über nette Kommentare freue ich mich: