Montag, 6. Oktober 2014

Innerer Schweinehund, nein danke! Kampfhase, ja bitte!

Nach meinem Post heute morgen, in dem ich den inneren Schweinehund erwähnt habe, ist mir aufgefallen, dass dieses "Tierchen" nicht meins ist. Diese Mischung aus Alf und Lassie passt einfach nicht zu mir. Ein "Maskottchen", das mich unterstützt und motiviert, dagegen sehr. Da ist mir eingefallen, dass ich ja schon länger im Besitz eines "Kampf-Hasen" bin. Meine jüngste Tochter hat mir vor einigen Jahren diesen Kampf-Hasen geschenkt, als ich einen neuen Job angetreten habe. Einen Ganz-Tages-Job (8 Stunden am Tag), nachdem ich 13 Jahre "nur" Mutter und Hausfrau war. Ich habe diesen Job ein ganzes Jahr durchgezogen, um zu beweisen, dass ich nach dieser langen Familienpause und trotz meines durchaus nicht mehr jugendlichen Alters durchaus in der Lage bin, so eine Aufgabe zu schaffen. Der Job an sich war überhaupt nicht das Problem, die fachliche Situation hatte ich recht schnell wieder unter Kontrolle.

Aber: Die Kolleginnen waren nicht alle wohlgesinnt. Warum? Keine Ahnung. Ich war völlig fachfremd und einige fühlten sich dazu berufen, mich zu verbessern und zu kritisieren, es war eine eiskalte Atmosphäre und ein großer Futterneid. Ich war recht  ängstlich, aber ich wollte das durchziehen. Natürlich hatte ich nicht das Fachwissen, wie eine "gelernte" Kraft, aber das habe ich auch nie behauptet. Trotzdem wurde ich von den beiden Chefs eingestellt und wurde aufgrund dieser Tatsache  mit sehr viel Feindseligkeit konfrontiert, statt mit Unterstützung- Jedenfalls kam es soweit, dass ich gar nicht mehr hingehen wollte. Da hat - meine damals 13jährige Tochter - mir einen kleinen Plüschhasen geschenkt, meinen sogenannten "Kampfhasen". Zusammen mit einem lieben Zettel für mein Brillen-Etui, hat sie motivierende Worte gefunden, die ich jeden Tag mehrmals nachlesen konnte. Der Wortlaut war ungefähr so: " Gibt niemals auf, du kannst das, ignoriere einfach die blöden Kolleginnen" Ich fand das damals so süß und hilfreich und ich habe ein ganzes, geschlagenes Jahr ausgehalten, bevor ich gekündigt habe.

Den "Kampfhasen" habe ich immer noch. Und er bedeutet mir immer noch sehr viel. Deswegen möchte ich ihn gerne mit ins Spiel bringen. Der "Innere Schweinehund" ist ein häßliches Viech, mein "Kampfhase" ist süß und hat eine schöne Geschichte.

Deswegen finde ich die Idee schön, meinen "Kampfhasen" überall da mit mithinzunehmen, wo es mir schwerfällt, hinzugehen bzw. für was ich ein bißchen Extra-Motivation brauche. Er ist für mich so eine Art  Symbol für das Motto: "Go, just go."

Gestern vormittag habe ich den allerersten Schritt in diese Richtung getan. Ich war nach unendlich langer Zeit mal wieder Nordic Walken und es war toll.

Hier ein Bild von meinem" Kampfhasen"






Heute früh war ich Nordic Walken mit meinem Maskottchen:


Sehr ihr ihn? Guckt mal:


Er wird mich jetzt im "Kampf" gegen mein überflüssiges Gewicht begleiten und als Motivation begleiten. Er ist schön klein und kuschlig und paßt in die kleinste Tasche. Vielleicht motiviert er mich heute abend sogar zum Zumba Step, mal sehen....



Kommentare:

  1. hallo eva,
    jetzt bin ich froh, dass jemand mal keinen inneren schweinehund hat.
    das ist einfach mode, das zu sagen und ich kenne hier in meinem umfeld kaum jemand und von meinen "schülern" auch keinen, die das immer wieder sagen.
    der schweinehund hat ein ganz negatives image und wer sich mal umsieht,
    kann lesen, dass die norweger so die deutschen in ihrer dunklen zeit genannt haben.

    kampfhase finde ich total gut und das gefällt mir auch.
    schön, dass du gestern auf der piste warst, ich war auch.
    was mich wundert, dass du mit dieser tasche laufen kannst, mich würde sie hintern. ich habe alles in meinen hosentaschen. aber ich brauch ja auch nicht viel.
    stöcke, schlüssel und die kann ich wunderbar in der hosentasche verstauen. ein handy habe ich nie dabei.
    auch mit musik laufe ich schon lange nicht mehr. ich lausche lieber der natur.
    viel spass beim zumba heute abend.
    bin gespannt, ob du mir mal deine zumba schritte vorführst. :-))
    mit lieben grüßen eva
    neider gibt es immer und wer keine neider hat, hat auch keine erfolg.
    auf in den kampf.....


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  2. Hallo Eva,
    schöne bzw. berührende Geshichte.
    Das stimmt, der "Schweinehund" ist fies, düster, hässlich, der Kampfhase dagegen stimmt positiv. Passt wirklich besser zu dir, wobei er für mich so einen TTouch von "Verbissenheit" mit sich bringt.
    So ein Erlebnis mit Kolleginnen hatte ich auch. Ich habe mal gut zwei Jahre als ungelernte "Bäckereifachverkäuferin" gearbeitet, der ob hat mir unwahrscheinlich viel Spaß gemacht... aber die Kolleginnen ließen an keiner "Neuen" ein gutes Haar. Ich habe dann gekündigt. Ist eine längere Geschichte...und ich weiß nicht, ob ich sie auf dem Blog mal niederschreibe, Es zieht mich zwar jetzt nicht mehr runter, aber ich mag an diese Zeit nicht mehr gerne denken, ist vorbei.
    Ich wünsche dir dass dein Kampfhase dir dabei hilft durchzuhalten.
    Ich war gestern übrigens in einer Gruppe wandern, das war anstrengend weil eine starke Steigung in der Strecke war, aber hat mich total glücklich gemacht.
    Liebe Grüße Marita

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  3. Ich könnte ja auch "Kampf-Häschen" sagen, verbissen soll das auf keinen Fall werden. Vielleicht fällt mir noch ein besserer Name ein, aber damals war "Kampf-Hase" wirklich angebracht. Mich würde deine Geschichte interessieren. Mich zieht das heute auch nicht mehr runter, aber ich kann mich gut erinnern, wie unwohl ich mich damals gefühlt habe. Ich war Rezeptionistin bei einem Radiologen und die meisten anderen waren entweder MTA oder zumindest Arzthelferin. Ich war Sekretärin und habe mich in mühsamer Arbeit, auch am Wochenende in den ganzen fachlichen Kram eingearbeitet. Und das war eine Menge, die verschiedenen Untersuchungsarten, die Geräte (MRT; CT, normales Röntgen, Bestrahlung uws.), die Krankenkassenbestimmungen, die Privatpatienten und die medizinische Software. Mir ist niemals vorher oder hinterher so ein bösartiges Kolleginnenteam begegnet. Gott sei Dank sind diese Zeiten vorbei.
    LG Eva

    An Eva-Wetterhex: Ich walke immer mit diesem Täschchen, es stört mich nicht. Ein bißchen Kram habe ich immer dabei, Tempos, Labello, Handy und Schlüssel. Ganz am Anfang hatte ich einen kleinen Rucksack, das erschien mir dann aber übertrieben und ich habe mir das Täschchen gekauft.
    LG Eva

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  4. "Kampfhase" klingt perfekt und die Idee ist nett. Und der Hase ist zum Fressen...äh, Knuddeln!

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  5. Hallo Eva,
    für einen Kampfhasen finde ich das Tierchen viel zu niedlich, aber die Idee an der Sache gefällt mir außerordentlich gut. Trotzdem bleibe ich bei meinem häßlichen inneren Schweinehund. Aber ich habe eine Giraffe die ich immer auf Reisen mitnehme, weil jemand aufs Foto soll wenn ich "Sehenswürdigkeiten" fotografiere.
    Liebe Grüße

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  6. Hallo Eva,
    Kampfhase ist gut und deiner ist auch noch so niedlich.Es ist schön,wenn du dir etwas ganz eigenes zur Motivation ausgedacht hast. Bei mir kommt ab und zu noch der Schweinehund vorbei,wir beide können uns aber inzwischen ganz gut verständigen:)
    Ich habe auch ein Maskottchen bzw. inzwischen 2,ein Einhorn aus Stoff und einen kleinen Teddy,den Momo.Momo deshalb,weil er so gut zuhören kann:) Momo sitzt in meiner Küchenecke und hört mir immer ganz geduldig zu,wenn ich ihm ein Ohr voll quatsche oder tüchtig schimpfe.Das Einhorn ist mein Tröster in Krankheitsfällen und mein Begleiter fürs Krankenhaus.
    Dir viel Erfolg für dein Abnehmen und liebe Grüße
    Pippi

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  7. Ein wirklich reizender Begleiter für unangenehme Dinge oder einfach, um wieder weiterzumachen, finde das von Deiner Tochter sehr süß. Sie war ja noch sehr jung, als sie ihn Dir schenkt, aber ich bin auch oft erstaunt, wie sensibel und feinfühlig Kinder sein können. Schön, dass Du so jedenfalls angetrieben wirst. Ich hab so ein Maskottchen nicht, ich denke nämlich genau umgekehrt, möchte sowas gar nicht haben, weil es mich dann eher an die unangenehmen Dinge erinnert und deswegen wäre das nichts für mich :)

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  8. Dein Kampfhase ist wirklich süß und er wird dir sicherlich beistehen. Ganz lieb von deiner Tochter, die sich wahrscheinlich sehr um dich gesorgt hat. Ich finde den inneren Schweinehund gar nicht so gruselig, sondern eher lustig, vor allem, wenn man ihm einen Namen gibt.

    LG Sabine

    www.blingblingover50.de

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  9. Hallo,
    Immer wieder gerne lese ich bei dir mit.
    Solche Kolleginnen kenne ich leider auch zur Genüge,die anderen nichts gönnen..

    Aber was mir bei dem ersten Bild auffällt und dazu habe ich eine Frage, weil du auch mit deinem Gewicht immer haderst : hast du mal deine Schilddrüse untersuchen lassen?
    Sei mir nicht böse, aber dein Halsbereich sieht vergrößert aus?
    Auch wenn Ärzte sagen, alles ok, ist es oft nämlich nicht...
    Ich nehme selber Schilddrüsenhormone und das Gewicht, welches ich auf einmal mehr hatte, geht von alleine weg.
    Alles Liebe

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  10. Ich bin es nochmal :-)
    Das hast du vor ein paar Wochen geschrieben:
    "3. Um den Hals mag ich nichts Enges, ich hasse Rollkragen-Pullover."
    Ich will dir ja keine Angst machen, aber das spricht für eine Schilddrüsengeschichte.
    (Sei mir nicht böse, wenn ich dich so direkt darauf anspreche....)

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  11. Hallo Caren, ich bin da überhaupt nicht böse. Mir ist das auch schon aufgefallen und ich war schon beim Arzt deswegen. Aber da bin ich angeblich immer im "Grenzbereich" und brauche noch nichts einnehmen. Alle paar Monate wird ein Ultraschall gemacht. Ich weiss ja auch nicht, ob ich mal den Arzt wechseln sollte.
    LG Eva

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  12. Ich hatte viele Jahre eine Unterfunktion und bei mir hat es der HA damals zufällig beim Abtasten festgestellt, ich mochte nämlich auch nie etwas Enges am Hals. In den ersten Jahren nahm ich nur Jod, später musst ich auf Hormone wechseln. Seit ca. 3 Jahren brauche ich keine Tabletten mehr, meine Schilddrüse hat sich wieder normalisiert, was lt. meinem Arzt sehr selten sein soll. Dennoch gehe ich alle 2 Jahre zur Kontrolle und wenn Du im Grenzbereich liegst wie Dein Arzt sagt, ist es sehr wichtig, regelm. Kontrollen zu machen, was Du ja tust. Mit Ultraschall sollte es zuverlässige Ergebnisse geben, aber dann auch so 1-2 x im Jahr zusätzlich Blut abnehmen lassen, wäre besser. LG

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  13. Auf jeden Fall Arzt wechseln!!
    Wenn deine Werte schon im Grenzbereich sind, ist da schon was im Argen.
    Lies dich doch mal hier ein , ein tolles Forum http://www.ht-mb.de/forum/forumdisplay.php?4-Hashimoto-Thyreoiditis
    Deine Ringe am Hals sprechen für Hashimoto.
    Am besten geh doch mal zu einem Nuklearmediziner.
    Und der Tsh Wert sollte um 1 oder darunter liegen. Hast du deinen zur Hand?
    Ich nehme seit Mai thyroxin und die paar Kilos, die ich auf einmal mehr drauf hatte, OHNE mehr zu essen, sind futsch;-)
    Gerade jetzt in unserem Alter, ich bin 49, spielt gerne die schilddrüse verrückt, obwohl ich bei mir die Vermutung hatte, dass nach meiner Schwangerschaft alles begann.

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  14. Sooooo eine süße Geschichte.. der Hase ist so goldig! Ich dachte zuerst auch an so einen streng dreinschauenden, finsteren Hasen und dann dieses fluffige, lustige, süße Dingelchen! Vllcht. auch gut so, manchmal wird man von vielen Menschen anhand seines Aussehens und seiner allgemeinen Freundlichkeit und Gutmütigkeite komplett unterschätzt. So z. B. auch dich, deine Kolleginnen dachten wohl sie könnten dich nach ein paar Tagen wieder loswerden, wo du so ein süßer und positiver Mensch bist und dann hast du es ihnen doch gezeigt!!! Ich habe in einer Firma auch so eine Stutenbissigkeit erlebt, wußte auch nie warum eigentlich war mir aber auch egal, habe dann auch gewechselt (aber nicht wegen ihr)ich wurde befördert was sie noch wilder gemacht hat aber da ich dann höhergestellt war als sie hat sie dann irgendwann einfach komplett anders reagiert und wollte auf einmal auf beste Freundinnen machen. Ich hab sie dann immer stehen lassen und nur so viel mit ihr geredet wir unbedingt nötig. Da hat sich "mein innerer Kampfhase" bemerkbar gemacht! :)
    Wünsch dir viel Erfolg und Durchhaltevermögen beim Sport.. du machst das schon, bin ich mir ganz sicher.. WEIL..du bist ja nicht allein! ;)

    viele liebe Grüße
    Dana :)
    http://danalovesfashionandmusic.blogspot.de/

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  15. Hallo Dana, vielen lieben Dank für deinen Kommentar. Dieser "Kampfhase" beinhaltet noch so viel mehr, ich meine, ich habe nach sovielen Jahren wieder angefangen zu arbeiten und das ganztags, einfach um es mir und anderen zu beweisen (blöd eigentlich). Meine Jüngste hat am meisten darunter gelitten, denn sie war ja ganz plötzlich allein daheim, nach sovielen Jahren Rundum-Service. Sie war 13 und hatte eine Menge "Problemchen", die viele Mädels in diesem Alter haben. Und genau da habe ich sie quasi von jetzt auf gleich tagsüber komplett allein gelassen. Trotzdem konnte sie mich verstehen und auf mich eingehen, das finde ich im Rückblick unglaublich rührend. Sie hätte mich als Mutter gebraucht (erster Liebeskummer usw.), aber ich war erst abends greifbar und hatte da ja auch noch alles mögliche zu tun. Im nachhinein denke ich, ich hätte mir und meinen Mädels diese Mist-Erfahrung wirklich sparen können. Aber wir sind halt alle nicht vorbereitet auf solche Situationen. Jetzt ist es soweit, dass auch meine Jüngste demnächst das Nest verläßt, zumindest während der Woche, und ich fühle mich jetzt schon verlassen. Das ist einfach ein Moment im Leben einer Mutter, der Geschichte schreibt. Das kleinste Küken wird selbständig... Das ist absolut richtig und gut so, aber zurück bleibt eine traurige Mama... Ich muss und will mir neue Lebensschwerpunkte setzen, aber es fällt mir schwer....
    Wir wachsen mit unseren Herausforderungen....

    LG Eva

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  16. Hallo Dana, vielen lieben Dank für deinen Kommentar. Dieser "Kampfhase" beinhaltet noch so viel mehr, ich meine, ich habe nach sovielen Jahren wieder angefangen zu arbeiten und das ganztags, einfach um es mir und anderen zu beweisen (blöd eigentlich). Meine Jüngste hat am meisten darunter gelitten, denn sie war ja ganz plötzlich allein daheim, nach sovielen Jahren Rundum-Service. Sie war 13 und hatte eine Menge "Problemchen", die viele Mädels in diesem Alter haben. Und genau da habe ich sie quasi von jetzt auf gleich tagsüber komplett allein gelassen. Trotzdem konnte sie mich verstehen und auf mich eingehen, das finde ich im Rückblick unglaublich rührend. Sie hätte mich als Mutter gebraucht (erster Liebeskummer usw.), aber ich war erst abends greifbar und hatte da ja auch noch alles mögliche zu tun. Im nachhinein denke ich, ich hätte mir und meinen Mädels diese Mist-Erfahrung wirklich sparen können. Aber wir sind halt alle nicht vorbereitet auf solche Situationen. Jetzt ist es soweit, dass auch meine Jüngste demnächst das Nest verläßt, zumindest während der Woche, und ich fühle mich jetzt schon verlassen. Das ist einfach ein Moment im Leben einer Mutter, der Geschichte schreibt. Das kleinste Küken wird selbständig... Das ist absolut richtig und gut so, aber zurück bleibt eine traurige Mama... Ich muss und will mir neue Lebensschwerpunkte setzen, aber es fällt mir schwer....
    Wir wachsen mit unseren Herausforderungen....

    LG Eva

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