Freitag, 31. Oktober 2014

Alles neu macht der November

Heute geht der Oktober zu Ende. Ein Monat, der für mich persönlich tatsächlich ein Ende gesetzt hat, nämlich das Ende der bisher so vertrauten Routinen der letzten Jahre. Mit dem Studiumbeginn meiner jüngsten Tochter wurde eine neue Ära eingeläutet, die von uns allen eine Umgewöhnung gefordert hat.

Ich wurde emotional ziemlich gebeutelt, auch wenn ich mich sehr bemüht habe, das nicht allzusehr auszufern zu lassen. Man muss diesen Moment wohl selbst einmal erlebt haben, dann weiß man, wie er sich anfühlt. Aber das war ja nicht das einzige. Der ganz normale Tagesablauf ist nun wirklich ein anderer. Keine Fahrten mehr zur Schule und zurück, kein Essenkochen auf eine bestimmte Uhrzeit, keine Fahrten zum Tanztraining mehr, während dem ich mich immer in verschiedenen Einkaufsstätten herumgetrieben usw. Allein das Essenkochen erfordert ein Überdachtwerden. Mein Mann kann mittags in einer sehr guten und variationsreichen Kantine essen. Das heißt, zur Mittagszeit koche nur noch für mich selbst. Einerseits ganz schön, kein Gemotze mehr über das "falsche" Essen, aber für eine Person ist das aufwendig und von den Mengen her komplett anders. Natürlich würde mein Mann auch abends nochmal die Reste essen, aber das muss ja nicht sein (Figur und so). Zweimal am Tag warm und ausgiebig muss wirklich nicht sein. Allerdings ist zum Beispiel ein Blumenkohl ganz schon viel und ich will ja nicht drei Tage lang das gleiche essen. Eingefrorenes Gemüse finde ich aber auch nicht so toll. Ich habe jetzt mal die Vorräte ziemlich runtergekocht und kann im November neu organisieren. Beilagen und Fleisch sind nicht so sehr das Problem, kann ich gut in kleinen Portionen zubereiten. Gemüse und Salat gibt es halt meistens nur in Familiengröße. Das heißt für mich, ich werde deutlich weniger einkaufen und eben mehr überlegen, damit ich evtl. aus einer Sache zwei verschiedene Mahlzeiten für zwei Tage kochen kann.

Mittags nur ein Brot, damit ich keine Arbeit habe, das reicht mir nicht und wird auf die Dauer auch langweilig. Meine Herausforderung wird nun sein, leckere kleine Gericht für mich selbst zu finden, bei denen der Aufwand nicht riesengroß ist. Ich habe hier schon mal einen Stapel Zeitschriften und Kochbücher zur Inspiration liegen. Es wird auf jeden Fall frische Küche sein, denn selbst eine einfache Dose gekochte Linsen würden mir ja die halbe Woche reichen. Also, nix da mit Dosen und Co., frisch ist die Devise. Da kann ich die Portionen selbst bestimmen. Bin schon ein bißchen gespannt drauf, was da so alles dabei rauskommen wird.

Dann habe ich gemerkt, dass ich mir selbst feste Zeiten setzen muss, z.B. fürs Fitness Studio oder fürs Walken, denn ansonsten läuft der Tag so vor sich hin und schwupps ist er vorbei, ohne dass ich das getan habe, was ich wollte. Die drei bis vier Stunden, die ich jeden Tag arbeiten muss, sind eine feste Größe, allerdings immer zu unterschiedlichen Zeiten. Da muß ich meinen Tag drumherumbauen. Obwohl ich so gesehen jetzt sehr viel mehr "Freiheiten" habe, bin ich das noch gar nicht gewohnt. Jetzt setze ich die "Termine" am Tag und muss erst mal schauen, wie das alles am besten hinhaut.

Der neue Monat November ist also wirklich ein Monat der neuen Gewohnheiten und der neuen Strukturen, auch wenn es eigentlich heißt "alles neu, macht der Mai". Bei mir ist es der November. Meine Reise zum Wohlfühl-Ich, meine Rück-Besinnung auf mich selbst kann beginnen. Ich würde mich freuen, wenn ihr mich auf dieser Reise begleitet!

Kommentare:

  1. Liebe Eva
    Die Probleme die du beschreibst kenne ich selber schon über ein Jahr. Ich konnte meinen Weg nun finden und geniesse einfach meine freie Zeit die ich habe oder mache mit Kolleginnen ab.
    Allerdings das mit dem für mich alleine Essen kochen, an dies habe ich mich noch nicht daran gewöhnt. Ich esse einfach nicht gerne alleine.Was ich jetzt für mich entdeckt habe vor ein paar Wochen, günstig im Aldi ergattert, ein Reis- Gemüse Kocher.Genial für Reis und Gemüse, ich kann Gemüse Essen, Suppe daraus machen und in 20 Minuten ist alles parat ohne den Herd und die Pfannen schmutzig gemacht zu haben.Vielleicht hast du ja schon ein eingebautes Steamer Gerät?
    Es gibt aber auch Tage da mache ich ab und esse auswärts, dann gibt es wieder Tage, da bin ich einfach nur froh das ich nach lust und Laune einfach selber etwas aussuchen kann.
    Ich wünsche dir das du deinen Weg findest und du Zufriedenheit findest in deinem Alltag. Wenn deine Mädels am Wochenende wieder da sind, darfst du sie gerne bekochen.
    Hast du eigentlich schon gemerkt wie schön es sein kann wenn du von der Arbeit kommst und keine schmutz Küche antriffst und du nach lust einfach etwas zubereiten kannst für dich und deinen Mann.Das Positive sehen und dies macht dich zufrieden!Das wünsche ich dir von Herzen
    Alles Liebe wünscht dir Bea

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  2. Warum kochst Du nicht Do einen größeren Topf Eintopf, denn kannst Du gut bis Sa essen und So kochst Du etwas mehr essen, so dass Du Mo nur noch Kartoffeln, Nudeln oder REis machen musst und Di + Mi gibt es halt Salat Brot etc. Mach Dir doch nicht so viel Stress. Aufläufe sind auch super, einfach Pellkartoffeln, mal machst Du mit Gemüse am nächsten Tag machst Du Bratkartoffeln... halt das typische Restessen. Nudeln kann man auch ein paar mehr kochen und am nächsten Tag aufbraten...also genieße einfach die Mehrzeit für Dich.
    Liebe Grüße Jacky

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  3. Ich kann mich gut erinnern, wie du beschrieben hast, dass die ganze Küchenarbeit und sonstiges an dir hängt. Jetzt genieße doch einfach mal die Freiheit, nichts zu müssen nur zu können. Für mich allein mache ich oft nur kleine Gemüsepfannen mit Reis oder Nudeln. Oder erlaube dir doch mal, was am Imbiss-Stand zu kaufen. Alles andere pendelt sich dann ein, das braucht halt seine Zeit.
    Liebe Grüße Donna G.

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