Montag, 1. September 2014

Hallo September (Spartember)

Wo ist die Zeit geblieben? Ich saß doch erst hier und habe meine Ideen für den August geschrieben und wupps, ist er vorbei. Allerdings sind letzten Monat einige Dinge in Bewegung gekommen, neue Ideen entstanden und vor allem - viele neue Erkenntnisse für mich.

Zunächst mal bin ich im Moment ziemlich müde. Ich habe aufgrund Urlaubsvertretung im August 83 Stunden gearbeitet, statt wie vertraglich vereinbart 60. Das sind 23 Überstunden. Im Stehen! Kein Wunder, dass meine körperliche Verfassung mehr als verspannt ist. Natürlich bleibt diese Urlaubssituation nicht so, jetzt noch den halben September, dann sind alle wieder da, und die Arbeitssituation entspannt sich wieder. Trotzdem - bei so viel Überzeit kann ich mir auch überlegen, wieder einen regelmäßigen Halbtagesjob zu suchen. Denn diese unterschiedlichen, mehr als flexiblen Anfangszeiten sind sehr anstrengend. Es kommt keine Routine für mich privat auf. Mal fange ich um 13.00 Uhr an, dann um 16.00 Uhr, dann wieder morgens um 9.00. Vor allem "außerhäusige" feste Termine für Kurse sind kaum möglich, da ich mindestens dreimal die Woche spät arbeite und erst gegen halb neun nach Hause kommen. An wechselnden Tagen. Da haben sämtliche Fitness-Kurse oder VHS-Kurse schon begonnen, das ist total blöd. Außerdem kommt die körperliche Anstrengung dazu. Selbst wenn ich mal nach einer Vormittagsschicht, die um halb neun beginnt, heimkomme, bin ich von der Steherei so müde, dass ich mich nicht gleich ins Fitness-Studio stürze, sondern lieber aufs Sofa. Das ist kein zufriedenstellender Dauerzustand. Mal sehen....

Dieser Monat ist der erste, in dem wir zwei Studentinnen-Töchter unterstützen, das heißt wir haben zum ersten Mal Ausgaben für 2 x Miete. Natürlich tun wir das gerne und sind auch sehr stolz auf die beiden, nichtsdestotrotz reißt diese Summe ein ganz schönes Loch ins Budget. Außerdem scheint bei unseren Haushaltsgeräten "der Wurm" drin zu sein. Als ob die sich abgesprochen hätten. Kühlschrank kaputt, Brotschneidemaschine kaputt, Dunstabzugshaube kurz davor, und jetzt hat auch noch der große Elektro-Rolladen im Wohnzimmer den Geist aufgegeben. Der Kühlschrankmonteur meinte, er höre das oft, dass mehrere Dinge gleichzeitig kaputtgehen und wie alt denn unsere Waschmaschine sei?? (ehrlich gesagt, auch schon recht betagt....).

Nun will ich nicht über unsere Finanzen klagen, denn die sind Gott sei Dank gesichert. Das heißt aber nicht, dass da noch eine Menge Sparpotential drin ist (da ich ja sowieso leider eine Spontan- und Gerne-Käuferin bin). Durch eine in Instagram kursierende Aktion, die sich "Spartember" nennt, bin ich auch auf diesen Geschmack gekommen, und da es jetzt so gut paßt, erkläre ich diesen Monat für mich auch zum Spartember. Das heißt, die Plastik-Geldkarte bleibt daheim, es wird nur mit Bargeld bezahlt. Und man plant einen gewissen Betrag (einen knappen) für die Woche ein. Davon sollen dann nur wirklich benötigte Dinge wie Lebensmittel und Hygieneprodukte gekauft werden und zwar geplant und organisiert. Ich habe mal versucht, im Internet zu googeln, was denn so die durchschnittliche Geldausgabe pro Kopf für Lebensmittel in Deutschland so ist, habe aber nichts Brauchbares gefunden. Das ist so individuell, da kann ich nichts davon ableiten. Allerdings bin ich auf eine Art "Hartz 4" Forum mit Sparrezepten gestoßen, in denen manche versuchen, mit 4 - 5 Euro das Essen für einen ganzen Tag zu bestreiten. Also das erscheint mir dann (zumindest für mich) nicht machbar, egal, wie ich es drehe und wende. Das muss ja Gott sei Dank nicht sein und drangsalieren will ich uns auch nicht. Lediglich bewußter planen und verbrauchen. Reste gleich einfrieren und am Ende der Woche was Leckeres draus zaubern, nur kleine Mengen kaufen, keinerlei fertige Dinge wie Pizza, Döner und Co. bestellen und statt teuren Kuchen am Sonntag zu kaufen, lieber selber backen (habe ich getan und einen leckeren Apfel-Streusel-Kuchen gebacken). Es ist ja nicht so, dass ich das nicht könnte, aber irgendwann ist mal der bequeme Schlendrian eingerissen und hat sich breitgemacht. Der soll nun wieder vertrieben werden.

Dazu gehört natürlich auch ein gewisse zeitliche Tagesplanung, die ich heute leider schon nicht eingehalten habe. Naja, kleiner Fehlstart, aber ab morgen dann ganz sicher. Ich möchte, auch wenn ich nicht vormittags arbeite, früh aufstehen und mir den Vormittag so einteilen, dass ich auf jeden Fall bis 13.00 mit allen "Pflichten" durch bin. Erst die Arbeit, dann das Vergnügen.
Ich möchte um 7.00 Uhr aufstehen. Mit Blog und Kaffee usw. bis 8 richtig wach sein. Von 8 - 9 Haushalt. Eine Stunde. Punkt. Dann wäre ich frei für Bewegung, die von 9 - 10 stattfinden kann. Danach duschen und dann Essensvorbereitung. Müßte doch hinhauen, oder? Ist ja nicht in Stein gemeißelt, aber ein grober Anhaltspunkt. Dann hätte ich nämlich Zeit für vergnügliche Dinge wie das Bloggen, Instagrammen, Lesen usw.

Eine ganze Menge, die ich mir da vorgenommen habe. Aber ich bin motiviert. Das ist doch schon mal was.
Willkommen "Spartember", es kann losgehen!!


Kommentare:

  1. hi,
    naja, man muß halt aufstehen,
    allerdings mache ich das anders.
    ich stehe um 6.00 urh auf, schau, was es neues gibt und bin dann ab 8.00 uhr auf der piste und laufe und das nahezu jeden 2.tag ob es stürmt oder schneit. erst danach mache ich meine hausarbeit.
    das geht, man muß es sich vornehmen, dann klappts auch.
    ausser samstags, da habe ich meinen walkingkurs und der ist immer recht gut besucht, das sind dann aber auch die damen, die alleine nicht laufen können oder wollen.
    na dann viel spass beim sparen.
    ich spare nicht mehr. zu was denn?
    ich weiss geiz ist geil!
    lg eva

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  2. Ich habe zwei Studentinnen-Töchter! Deswegen. Und da wird schon einiges hinfließen. Wenn die beiden dann mal fertig sind, sieht es wieder anders aus. Ich finde es momentan für mich persönlich gar nicht mal so schlecht, einfach um mir mal bewußt zu machen, was wirklich existentiell ist und was nicht.
    Um 6 aufstehen? Freiwillig? Oweia. Wenn ich muss, ok. Aber freiwillig eher doch nicht...
    LG Eva

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  3. Spartember? Davon habe ich noch gar nichts gehört, aber wenn ich mir meine momentane Finanzlage so ansehe, kann es nicht schaden, das auch mal im Selbstversuch zu testen, auch wenn ich keine Studententöchter habe. Du hast schon Recht, es schadet nicht, sich manchmal für eine Weile auf das Wesentliche zu konzentrieren. Da sieht man dann, wieviel "überflüssiges" wir oft kaufen.

    Liebe Grüße

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  4. :-)))
    freiwillig eva, sonst klappt es nicht alles unter einen hut zu bringen.

    wirklich nicht und ich will einfach alles fertig haben, was ich mir vorgenommen habe, habe eh viel zu viel noch rumliegen und zu tun.
    was meinst du, warum ich weder bei facebook, instagram, pinterest (da habe ich mich angemeldet und mal was gemacht, dabei bleibt es auch) usw. bin.
    es sind nur zeitfresser und ich muß nicht überall dabei sein.
    mein blog genügt mir.
    ja, ich hatte auch einen studentensohn, aber der hat neben dem studium gearbeitet. ich war alleinerziehend und da ist das geld auch nicht so geflossen.
    meine 4 neffen übrigens auch, die haben alle studiert, ihren doktor gemacht und nebenher gekellnert.
    alles liebe
    grüßle eva

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  5. Wir zahlen ja "nur" die Miete und ein bissi Taschengeld. Beide jobben nebenher, ist ja klar, sonst würde das nicht gehen. Trotzdem möchte ich mein Kaufverhalten überdenken.
    Und was meinst du mit Zeitfressern? Mein Zeitfresser ist nicht mein Laptop. Mein Blog macht am allermeisten Aufwand. Instagram geht deutlich schneller und FB auch. Trotzdem macht mir das alles Spaß, ich sehe das als Hobby und nicht als Weltanschauung. Ob ich das eine oder das andere favorisiere oder auch alles miteinander, ist doch völlig egal.
    Warum siehst du das so rigoros und verbissen? Muss doch jeder selbst wissen und es ist doch auch nicht wichtig. Also, mir nicht. Mir ist es egal, ob jemand "nur" einen Blog hat oder zwei oder drei oder Instagram oder nicht. Das macht doch keinen Unterschied. Diese ganzen Foren sind ein Kommunikationsmedium, nicht mehr und nicht weniger.

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  6. hi eva,
    ich sehe das nicht verbissen,
    ich sehe nur, dass sich die leute "beklagen", dass sie einfach alles nicht mehr schaffen.
    da muß man sich halt entscheiden, was man macht.

    lg eva

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  7. Hallo Eva,
    diese ganze Problematik kenn ich auch in anbgewandelter Form.Die Familienkasse zahlt schon den 2 .Monat in Folge kein KG für den Seb.Als ich neulich anrie,sagte man mir die 6 Wochen seien noch niht rum und ich müsse Geduld haben,basta.Naja,die müssen ja auch nicht mit weniger Geld auskommen.Ich habe es letzten Monat geschafft mit ca. 450,-- € im Monat meine Familie zu ernähren,davon 3 Männer.Hauptlieferanten waren Penny und Aldi,bei einigen Dingen ist Aldi wirklich billiger.Ich mache mir schon seit Jahren einen Haushaltsplan und ein festes Budget,ich gehe auch nur mit Bargeld einkaufen.Ich habe mir neuerdings angewöhnt einen festen Betrag für die Woche zu holen und versuche mich daran zu halten.Es ist schwierig,aber machbar.Mit dem arbeiten ist natürlich blöd,aber denke daran,das du so ein bißchen eigenes Geld hast oder geht alles in den Haushalt?Wir müssen mit dem Gehalt meines Mannes als Buchhändler auskommen.Doch ich bin mir sicher,du schaffst das.Viel Glück und Kopf hoch.
    Liebe Grüße Pippi

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  8. hallo eva,
    ich versuchs mal mit dem kommentar hier. vielleicht kannst du es rüberkopieren, das wollte ich
    im anderen blog schreiben und da gehts net.


    hi eva,
    nun habe ich soviel geschrieben und weg ist es.
    auf gewisse art und weise bin ich wie sie.
    selbstbewußtsein ist sehr wichtig und auch verantwortung für sein leben.
    Freunde sind wichtig. gute freunde, nicht so ein bisschen internet, sonder wirkliche greifbare freunde.
    das ist tatsächlich ganz wichtig und kollege, die man im beruf hatte.
    nett sein ist ganz nett, aber nur nett sein, damit ich den leuten gefalle, nein, das hat birgit nie gemacht und das mache ich auch nicht.
    auch, wenn das leben seine schläge verteilt, sollte man immer wieder aufstehen und gerade seinen weg gehen und vor allem ein ziel haben und nicht jammern. ds hilft nichts, das muß man dann durch.
    vielen dank und einen gruß eva
    bin noch etwas müde aber ich muß aus den federn raus.

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  9. Hallo Eva, mensch, da hast Du ja einige zu knabbern. Das mit dem Arbeiten und den Überstunden kenne ich. und Du kennst ja meine gesundheitliche Situation, so dass ich irgendwann mal die Reißleine gezogen habe und nun eine Teilzeitstelle habe. Und ich verfolge meinen Tagesablauf auch immer noch dem Motto: Erst die Arbeit, dann das Vergnügen. Sonst kann ich gar nicht erst abschalten. Ich wünsche Dir noch einen schönen Abend. Liebe Grüße Jana

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