Freitag, 1. August 2014

August und Weniger ist Mehr

Heute beginnt der August des Jahres 2014. Ich liebe die ersten Tage eines neuen Monats, sie bergen für mich immer einen gewissen Neuanfang, eine Spannung darauf, was kommt und ein grosses neues Potential.

Den August mag ich besonders, es ist der Monat des Sommers, der allerdings am Ende oft schon den Herbst einläutet. Der August ist intensiv an Farben, Temperaturen und Gefühlen. Jetzt ist die Zeit, die schönen warmen Tage nochmal so richtig zu genießen, ganz bewußt auszukosten, weil schon leise die kühleren Tage an die Tür klopfen und sagen: "Hallo, bald sind wir wieder da".

Jetzt sollten wir alle Sommerklamotten anziehen, die noch ungetragen im Schrank hängen. Wir sollten Grillabende genießen und die schönen lauen Sommernächte. Jetzt werden reife Früchte geerntet und ein Füllhorn an Aromen steht für uns bereit. Die meisten Felder sind bereits abgeräumt und die Kornspeicher sind voll. Sommer - Leben pur - ich liebe diesen Monat (unschwer zu bemerken...)



Wie immer an einem Monatsanfang mache ich mir Gedanken darüber, was ich gerne ändern möchte oder was ich bewußter tun möchte. Diesen Monat gehört der achtsame Umgang mit Lebensmitteln absolut dazu. 

Ich weiss nicht, ob jemand die Sendungen "Generation Luxus" gesehen hat. Das war zwar mehr auf junge Erwachsene abgezielt, aber auch ich war teilweise wirklich erschüttert. Wenn man sieht, unter welch unmenschlichen Arbeitsbedingungen zum Beispiel Thunfisch für Konservendosen von jungen Mädchen gehäutet werden muss, die den ganzen Tag in Schutzkleidung nichts anderes tun, dann gehe ich tatsächlich mit anderen Augen durch den Supermarkt und schaue nicht nach den günstigsten Dosen, sondern nach denen mit Fair Trade oder Fair Production Zeichen. Oder wenn man sieht, wie Kaffee (auch auf großen Plantagen namhafter Anbieter) angepflanzt, gejätet und geernet wird und wie anschließend die Bohnen von Hand aussortiert werden (von Kindern und Frauen, den ganzen Tag gebückt auf dem Boden hockend), dann überlege ich mir schon, ob ich mir einen Kaffee mache und dann doch die Hälfte stehen lasse. 

Vieles ist für mich einfach so selbstverständlich geworden, dass ich mir keine Gedanken mehr darüber mache. Das soll definitiv anders werden. Ich werde mich bemühen, soviele Lebensmittel wie möglich aus regionalem Anbau zu kaufen. Und ich möchte auch nicht mehr das 'zigste T-Shirt kaufen, nur weil es gerade so schön günstig ist. Denn dieses Konsumverhalten führt zu dieser kompletten Schieflage in unserer Welt. Und auch das Argument "dann haben die Menschen in der Dritten Welt aber gar keine Arbeit mehr" finde ich nicht zutreffend, denn erstens gibt es gewisse Produkte (wie Kaffee oder Baumwolle), die sowieso nur dort wachsen, und zweitens führt ein abgespecktes vernünftiges Konsumverhalten auch zu vernünftigen Herstellungsverfahren und nicht einfach nur zu billiger Massenproduktion.

Das ist eines meiner Hauptanliegen für die nächste Zeit. Sehr bewußter Einkauf, gezielte Mengen, regional wenn möglich und sowieso nur saisonal und (!!) keine Verschwendung mehr. Weniger ist mehr!! Das ist das richtige Motto, eigentlich für alles! Ihr dürft euch auf meine Erfahrungs- und Experimentenberichte freuen, denn ich bin bisher alles andere als zielgerichtet bei der Haushaltsführung. Ich kaufe immer noch zuviel ein, werfe zuviel weg und kaufe leider auch oft Unnötiges, was einfach so "mitläuft" (ich sage nur Tchibo und damit meine ich nicht die Tchibo-Kleidung, sondern die diversen Haushaltsartikelchen).

August ich freue mich auf dich!!




Kommentare:

  1. Hallo Eva,
    schön hast du das geschrieben.Ich bin momentan auch auf dem Trip,allerdings so zu sagen aus der Not,da die Famkasse uns im August das Kindergeld für Seb. nicht zahlt,sie müssen erst bearbeiten usw.,Nachzahlung folgt vl. im September.will es nicht vertiefen.Habe es sogar schon im Juli geschafft und ganz bewußt eingekauft,und auch nur das verbraucht was wir benötigt haben.Gut es gab engpässe,aber verhungert ist keiner.Bei Kleidung und diversen anderen Artikeln ist es ähnlich,vieles wird gekauft und liegt dann herum.
    Also werden wir diesen August bewußt geniessen.
    viel Spaß dabei und liebe Grüße
    Pippi
    PS.Bin wieder bei FB

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  2. Diesen Kindergeld-Krimi kenne ich auch. Wir müssen auch ständig belegen, dass unsere Mädels studieren bzw. noch zur Schule gegangen sind und kein Einkommen haben. Auch wenn man eine längerfristige Bestätigung hat, wird man alle paar Wochen gefragt, ob sich was geändert hat. Das nervt echt!
    LG Eva

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  3. hi,
    es wird in sachen kindergeld soviel schindluder getrieben, dass die eben schon gucken, ob etwas berechtigt ist oder nicht.
    würden sie nicht nachfragen, so würde mancher weitermachen. ich finde es in ordnung so und wenn man halt was haben möchte, muß man eben was dafür tun.
    in punkto kleidung sollte man schon bewußt einkaufen, z.b. nicht in läden, wo billigklamotten produziert werden, das fängt bei e an und hört bei usw. auf.
    man kann einfach an den labels gucken, wo etwas herkommt.
    wenn ich höre, dass eine hose eben nur 30 euro kostet, so klingeln bei mir die alarmglocken.
    auch bei thunfisch z.b. sollte man schauen, dass er nicht aus schleppnetzfang kommt.
    man kann überall etwas finden.
    ich ernähre mich bewußt und kaufe beim bauern ein, das fängt bei den eiern an und hört beim obst über gemüse auf.
    abgesehen davon ist einkaufen beim bauern auch nicht teurer als bei aldi, wo tomaten aus holland verkauft werden, die kaufe ich schon lange nicht mehr.
    tja und dann eben das benzin, da kann man auch sparen, indem man mit dem fahrrad fährt oder läuft.
    man kann auch hier sparen und bewußt was für die umwelt tun.
    kommt halt immer darauf an, was man will.
    gruß eva

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