Dienstag, 1. April 2014

Bewußter Blick auf das Gute im Leben (pfeif auf den Rest)

Ich habe länger nichts Gescheites von mir hören lassen. Das liegt daran, dass ich mal wieder viel mit mir selbst zu tun hatte. Und irgendwie keine Zeit für gar nichts hatte. Da vernachlässige ich leider immer wieder als erstes die Dinge, die mir eigentlich wichtig sind und Spaß machen. Und dazu gehört nunmal das Bloggen. Ich lasse mich immer noch viel zu sehr beeindrucken, wenn andere meine Bloggerei belächeln oder gar doof finden. Na und ? Mir macht sie Freude und deswegen, here I am again!!

Ich habe bisher auf vielen Blogs vom "Dankbar Sein" sgelesen und von dem vielen Guten, dass jedem im Leben widerfährt. Bisher konnte ich ehrlicherweise nicht ganz soviel damit anfangen. Das hatte für mich immer so einen Beigeschmack von "schönreden" oder "naiverweise die Augen verschließen, wenn es einem schlecht geht". Sorry, ich revidiere meine Meinung! Mittlerweile sehe ich das ganz anders. Egal, wie tief unten man ist, es gibt immer wieder Begebenheiten, die völlig unerwarteterweise eintreten und einem helfen, einen schützen und weiterbringen. Ich habe das so oft erlebt, nur nicht wirklich bewußt wahrgenommen. Vor lauter Gekränktsein oder Enttäuschtsein bin ich oft sehr fixiert auf das Negative, das nunmal  auch im Leben existiert. Aber es ist ja nicht alles, was in meinem Leben ist. Vermutlich ist es sogar weniger als das Gute. Und manchmal habe ich das Gefühl, das irgendeine schützende Kraft die Hand über mich hält und bis zum heutigen Tag gehalten hat. Dieser "Kraft" möchte ich ganz bewußt mehr Platz und mehr Aufmerksamkeit in meinem Leben geben. Denn allein das reine und pure Am-Leben-Sein ist schön und ein großes Privileg. Wenn man dann selbständig durch den Tag gehen kann und nicht für jede kleine Sache auf andere angewiesen sein muß, dann ist das tatsächlich ein großer Grund zur Dankbarkeit, der uns durchs Leben tragen sollte. Selbstbestimmt leben zu können ist eine großartige Freiheit! Und alles andere als selbstverständlich.

Ich habe letztens eine nette Sache in einem Buch gelesen, manche von euch werden sie vielleicht schon kennen. Um "Blindvögeln" wie mir den Blick auf das Gute im Leben zu erleichtern, soll man morgens zwei kleine Schälchen aufstellen (wenn man unterwegs ist, eignet sich auch die linke und rechte Hosentasche o.ä). In die linke Seite legt man 10 Kaffeebohnen und immer, wenn einem im Laufe des Tages etwas Gutes widerfährt, legt man eine Kaffeebohne ins rechte Schälchen. (Wers schöner haben möchte, nimmt Glasmurmeln oder Glassteinchen). Abends kann man dann auf die rechte Seite blicken und sich über zumindest einige Bohnen auf der rechten Seite freuen. Es können ganz unspektakuläre Dinge sein, die uns erfreuen. Ein unerwartetes freundliches Lächeln, ein nettes Hallo, was auch immer.

Dieses kleine Spielchen gefällt mir sehr gut und hilft mir zu einem  bewußteren Hingucken. Heute liegt schon ein Steinchen auf der rechten Seite, denn ich habe bei einem Preisrätsel eine Teetasse und einen schönen Tee gewonnen. Na also, geht doch. Mal sehen, was heute sonst noch Schönes passiert.

Kommentare:

  1. hallo eva,
    zuerst einmal, heute habe ich an dich gedacht. also, dein blog wird nicht belächelt, sondern es freut mi mädle, dass du wieder do bisch.

    die sache mit den glassteinchen usw. finde ich schön, prima, dass du sie machst.

    aber es ist tatsächlich auch so, dass ich dankbar bin, dass es mir doch recht gut geht, dass ich doch machen kann, was ich möchte und eben die kleinen dinge freuen einen.
    es gibt so viele schöne dinge im leben, man muß sie nur sehen. das gelingt nicht immer, gerade dann nicht, wenn man eben nicht so gut drauf ist.
    also eva, schau dich um, es gibt sovieles schöne. ich schicke dir ganz viel sonne und ebensoviel licht und dass dir heute und überhaupt nur schöne dinge begegnen werden.
    ich werde mich jetzt gleich aufraffen und meine lieben alten leutchen bewegen.
    ganz liebe grüßle eva

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  2. Hallo Eva,

    schön, dass du wieder schreibst und ich dich lesen kann. Natürlich belächeln das Bloggen immer wieder viele Menschen. Diese Erfahrung habe ich auch schon machen müssen. Aber ich denke, dass diese Menschen dafür ihre Gründe haben. Es wird wohl etwas geben, was sie dazu veranlasst, sich nicht in die Karten schauen zu lassen.

    Ich sehe auch lieber und schneller das Negative. Muss immer sehr an mir arbeiten, den Blick auf das Positive zu lenken. Es gelingt immer besser, wenn man es immer öfter bewusst macht.

    Liebe Grüße
    Andrea

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  3. Hallo Eva,

    das ist ja verrückt, vorhin als ich Laufen war, dachte ich daran, dass es oft die kleinen Dinge sind, die einem das Leben/ den Tag verschönern und du hast was dazu geschrieben...

    Ich hab mal eine Zeit lang abends in meinen Kalender geschrieben was tagsüber Schönes passiert ist. Man wundert sich, dass es doch oft mehr ist als man erst denkt. Natürlich gibt es diese Tage, an denen man das Leben ganz schön sch.... findet, aber ich glaube, mit ein bisschen Mühe findet sich auch in diesen Phasen etwas schönes.

    Lass die anderen denken was sie wollen, so lange dir das bloggen Spaß macht ist doch alles gut. Ich freue mich jedenfalls immer von dir zu lesen.

    Liebe Grüße

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  4. Hallo Eva,
    das ist genau die richtige Einstellung.Das mit den Kaffeebohnen oder was auch immer kenne ich.Ich habe mir auch mal eine Zeit lang aufgeschrieben wofür ich am Ende des Tages danken kann,hatte sogar einen Blog darüber,der ist jetzt in Kreuz und quer intrigiert,liegt aber brach.Sollte vielleicht aktiviert werden. Siehst du,jetzt hast du mich sogar inspiriert.Doofe und neidische Menschen gibt es überall,auch beim bloggen, die Erfahrung habe ich auch schon gemacht.Wie sagte schon immer mein Vater:"Gar nicht um kümmern." Hatte dich schon vermisst und freue mich das du wieder da bist.
    Wünsche dir einen schönen Tag und sammele weiter Kaffeebohnen.
    Liebe Grüße Pippi

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  5. pippi, ich hätte auch nie gedacht,
    dass es selbst unter bloggern soviel neid gibt.
    schon gigantisch, aber ich sage halt der konkurrenzkampf ist groß und
    es sind halt immer frauen.
    lg eva
    gottseidank muß ich auf niemand neidisch sein. bin es auch nicht,
    doch, ich hätte gerne ein großes teures auto. :-)))))) und beneide jeden der das hat. aber was solls ich könnts ja eh nicht fahren.

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  6. Hallo liebe Eva,

    der Mensch ist schon recht seltsam. Passiert was Gutes dann übergeht man das irgendwie unbemerkt, aber kaum passiert einem was Schlechtes, dann kann man sich da so richtig reinsteigern, es aufbauschen und sich im Elend suhlen. Wär doch viel schöner, wenn es andersrum wäre.

    Theoretisch klingen sehr viele Dinge auch einleuchtend und logisch, doch wenn man da so mitten im Leben steckt, dann kann man in gewissen Situationen nicht nach Handbuch handeln. Wir sind ja alle nur unperfekte Menschen und jeder ist anders. Einer ist von Natur aus positiver, ein anderer negativer. Doch man kann viele Sichtweisen ändern bzw. ins rechte Licht rücken. Ich war vor Jahren auch eher so miesepetrig und war andauernd nur beleidigt und keiner konnte es mir recht machen. Ich dachte von morgens bis abends immer.. ich bin die ärmste Seele dieser Welt.

    Leider kann ich nicht sagen, wann oder warum es bei mir auf einmal PLOPPPP gemacht hat, eigentlich ist nichts Gravierendes oder Lebensveränderndes passiert, doch die letzten Jahre bin ich sehr positiv und das erleichtert einem das Leben um so VIELES!! Der ganze Tag läuft einfach schöner, positiver und angenehmer ab, als ob jetzt auf einmal die Sonne scheint und vorher stand ich immer unter einer schwarzen Wolke. Ich hoffe nur, dass es bei dir auch heute noch PLOPPP macht! ;)

    Welche Bloggerin schaut nicht neidisch auf andere Blogs und denkt, die macht das viel besser als ich, die hat mehr Besucher, ist erfolgreicher, gefragter. Klar.. ich auch!! Aber andererseits.. ich bin ich, ich kann nicht anders sein, ich kann nicht jemand anderer sein, also mache ich eben meinen Blog so wie ich das für Richtig halte. Wem es gefällt.. ganz toll, wem nicht.. na ja.. dann halt nicht! ;)

    fühl dich ganz lieb umärmelt
    Dana :)

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  7. Die Idee mit den Kaffeebohnen find ich auch schön, aber ich mach seit 7 Tagen bei #100HAPPYDAYS mit. Da fotografiert man jeden Tag etwas, was einen glücklich gemacht hat und läd es auf dem Blog/Facebook/Instagram hoch. Das muss nichts Großes sein, eine Blume, ein Lächeln, ein leckeres Eis, eben etwas was dich -und wenn es nur für einen Augenblick ist - glücklich macht. Das schärft den Blick auf die kleinen glücklichen Momente des Tages- hab ich festgestellt.Und das ist ja fast so wie deine Methode nur ich werde mir nach den 100 tagen ein Büchlein aus meinen Glücksmomenten machen. Also, mach weiter so und such die kleinen glücklichen Momente, die sonst so ungesehen vergehen. LG Jenny

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  8. Ein toller POost der zum nachdenkne anregt :) Das mit den Kaffeebohnen ist wirklich klasse, vielleicht sollte ich es auch mal tun wenn ich wieder denke alles ist schlecht . Liebe Grüße, Femi

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  9. Ist das eine tolle Idee! Da kann man den Tag dann nochmal so richtig schön Revue passieren lasse und sich nochmal an den schönen Ereignissen freuen und sich dessen überhaupt richtig bewusst werden. Ganz super Tipp.

    LG Romy

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