Montag, 14. April 2014

Haare verschnitten - trotzdem gute Miene


Ich war beim Friseur. Wollte meine Haare für Ostern ein bißchen in Form bringen und nachschneiden lassen.
So habe ich es auch gesagt. Ich hatte einen leicht gestuften Bob, ein bißchen schräg ins Gesicht fallend. Eigentlich fand ich die Frisur ganz hübsch, nur ein bißchen aus der Form geraten, es hätte ein klein wenig geschnitten werden müssen. Die junge Dame hat mich kurz durchgewuschelt, genickt und gemeint, sie sieht, wie die Frisur war und es müßte nur ein bißchen was ab. Haha, schnipp, schnapp, Haare ab. So schnell konnte ich nicht mal staunen. Jedenfalls habe ich jetzt einen Kurzhaarschnitt und nicht mal einen besonders guten. ???!!!!

Ich könnte mich jetzt vor Wut auf dem Boden wälzen, die junge Dame verklagen oder mir die Laune vermiesen lassen, aber- hilft ja alles nichts. Ich hoffe auf mein - eh recht schnelles - Haarwachstum, damit dieses Faux Pas schnell wieder ausgebügelt wird. Also habe ich einfach ein paar Fotos gemacht, damit ich gute Laune kriege.




Die Frisur (kann man das so nennen?), finde ich immer noch ganz furchtbar, aber ich hab doch ein schönes T-Shirt an, oder? Wie war das? Man muss sich immer auf die positiven Dinge konzentrieren. 

Und jetzt esse ich einen Muffin auf den Schreck. Selbstgebacken, mit Äpfeln und Streuseln. Und im Gegensatz zu meinen Haaren - sehr gelungen!

Nachtrag (nochmal ein paar Bilder, dieses Mal größer):
















Dienstag, 1. April 2014

Bewußter Blick auf das Gute im Leben (pfeif auf den Rest)

Ich habe länger nichts Gescheites von mir hören lassen. Das liegt daran, dass ich mal wieder viel mit mir selbst zu tun hatte. Und irgendwie keine Zeit für gar nichts hatte. Da vernachlässige ich leider immer wieder als erstes die Dinge, die mir eigentlich wichtig sind und Spaß machen. Und dazu gehört nunmal das Bloggen. Ich lasse mich immer noch viel zu sehr beeindrucken, wenn andere meine Bloggerei belächeln oder gar doof finden. Na und ? Mir macht sie Freude und deswegen, here I am again!!

Ich habe bisher auf vielen Blogs vom "Dankbar Sein" sgelesen und von dem vielen Guten, dass jedem im Leben widerfährt. Bisher konnte ich ehrlicherweise nicht ganz soviel damit anfangen. Das hatte für mich immer so einen Beigeschmack von "schönreden" oder "naiverweise die Augen verschließen, wenn es einem schlecht geht". Sorry, ich revidiere meine Meinung! Mittlerweile sehe ich das ganz anders. Egal, wie tief unten man ist, es gibt immer wieder Begebenheiten, die völlig unerwarteterweise eintreten und einem helfen, einen schützen und weiterbringen. Ich habe das so oft erlebt, nur nicht wirklich bewußt wahrgenommen. Vor lauter Gekränktsein oder Enttäuschtsein bin ich oft sehr fixiert auf das Negative, das nunmal  auch im Leben existiert. Aber es ist ja nicht alles, was in meinem Leben ist. Vermutlich ist es sogar weniger als das Gute. Und manchmal habe ich das Gefühl, das irgendeine schützende Kraft die Hand über mich hält und bis zum heutigen Tag gehalten hat. Dieser "Kraft" möchte ich ganz bewußt mehr Platz und mehr Aufmerksamkeit in meinem Leben geben. Denn allein das reine und pure Am-Leben-Sein ist schön und ein großes Privileg. Wenn man dann selbständig durch den Tag gehen kann und nicht für jede kleine Sache auf andere angewiesen sein muß, dann ist das tatsächlich ein großer Grund zur Dankbarkeit, der uns durchs Leben tragen sollte. Selbstbestimmt leben zu können ist eine großartige Freiheit! Und alles andere als selbstverständlich.

Ich habe letztens eine nette Sache in einem Buch gelesen, manche von euch werden sie vielleicht schon kennen. Um "Blindvögeln" wie mir den Blick auf das Gute im Leben zu erleichtern, soll man morgens zwei kleine Schälchen aufstellen (wenn man unterwegs ist, eignet sich auch die linke und rechte Hosentasche o.ä). In die linke Seite legt man 10 Kaffeebohnen und immer, wenn einem im Laufe des Tages etwas Gutes widerfährt, legt man eine Kaffeebohne ins rechte Schälchen. (Wers schöner haben möchte, nimmt Glasmurmeln oder Glassteinchen). Abends kann man dann auf die rechte Seite blicken und sich über zumindest einige Bohnen auf der rechten Seite freuen. Es können ganz unspektakuläre Dinge sein, die uns erfreuen. Ein unerwartetes freundliches Lächeln, ein nettes Hallo, was auch immer.

Dieses kleine Spielchen gefällt mir sehr gut und hilft mir zu einem  bewußteren Hingucken. Heute liegt schon ein Steinchen auf der rechten Seite, denn ich habe bei einem Preisrätsel eine Teetasse und einen schönen Tee gewonnen. Na also, geht doch. Mal sehen, was heute sonst noch Schönes passiert.