Donnerstag, 20. März 2014

Heute mal wieder als Mama und Papa Taxi unterwegs - wie früher

Was ein Tag! Heute hat unsere Große alle vier Weisheitszähne aus dem Kiefer operiert bekommen. Beim Kieferchirurg ihres Vertrauens. In Karlsruhe! (nur zur Erinnerung, wir wohnen in der Nähe von Frankfurt/Main). Da sie aber momentan dort in einer WG wohnt (zumindest während der Woche), hat sie sich dort einen Spezialisten gesucht. Das hieß für meinen Mann und mich, jeder jeweils einen Tag Urlaub nehmen und heute um neun Uhr auf nach Karlsruhe. Wir wollten sie auf jeden Fall nach dem Eingriff von der Praxis abholen. Nach ca. einer dreiviertel Stunde war alles vollbracht und meine Hübsche stand mit ziemlich viereckigen Gesichtszügen wieder vor uns. Gott sei Dank ist alles soweit gut gegangen, keine Komplikationen o.ä. Trotzdem ist der erste Anblick schon ein bißchen erschreckend. Sie hat normalerweise ein sehr schmales Gesicht, aber momentan ist es natürlich sehr geschwollen. Das Kind ist härter im Nehmen als die erschrockene Mama! Die rausgemachten Zähne hat sie als Trophäe gleich mitgekriegt (was für riesige Hauer, du liebe Güte, und die lagen in ihrem Kiefer, unglaublich).

Nach kurzem staunenden Blick und weichen Knien meinerseits, haben wir unsere Tochter mit zwei großen Cool-Packs auf den Wangen aus der Praxis geleitet. Die Blicke der Passanten waren durchaus interessant. Fast jeder hat geguckt, die meisten allerdings sehr mitleidend. Als erstes gab es einen Zwischenstopp in der Apotheke: Verschriebene Schmerzmittel und Antibiotika besorgen, mit 35 Euro waren wir dabei.

Im Auto hatte ich schon ein bißchen Pflege-Ausrüstung vorbereitet: Ein Paket Kosmetiktücher (schöne weiche), feuchte Reinigungstücher und einen Beutel Crushed Ice in meiner Kühlbox. Das haben wir zuerst  in einen Gefrierbeutel gepackt  und den dann in einen Waschlappen gesteckt.

So ging die Rückfahrt von ca. 2 Stunden dann ganz gut, trotz Staus und vieler Unfälle heute.

Aber nun ist unsere Große schon ein Bild des Jammers: sie kann den Mund kaum öffnen, kann nur undeutlich sprechen und hat ziemlichen Hunger, kann aber nicht wirklich essen. Wir haben Eis, Joghurt, Babyobstgläschen, Babybrei, Suppe und Strohhalme zum Trinken. Aber es tut ihr alles noch weh. Kühlkompressen auf den Backen und ziemlich blass um die Nase sitzt sie auf dem Sofa. Und irgendwie leidet man immer irgendwie mit! Egal, wie alt das Kind inzwischen ist, man möchte, das ihm nichts weh tut.

Diese Situation  haben bestimmt schon viele Eltern erlebt. Nur mussten sie vermutlich nicht zwei Stunden bis zur Praxis fahren (und wieder zurück). Aber ich wollte meine Tochter gerne zuhause haben, damit ich sie selbst versorgen kann und damit ich weiss, dass alles in Ordnung ist. Allerdings habe ich meine Weisheitszähne noch und habe solche Geschichten bisher her nur erzählt bekommen. In Natura ist das doch schon ganz schön heftig.

Aber egal, es ist vorbei, gut gegangen und sie ist auch nicht blau oder grün im Gesicht, wie viele prophezeit haben. Alles soweit in Ordnung, dafür bin ich sehr dankbar. Ich hoffe sehr, dass es so bleibt und sich nichts entzündet. Vielen Dank, lieber Herr Doktor! Das haben sie gut gemacht.

Eltern können halt einfach nicht aus ihrer Haut. Heute ist unsere Große mal wieder unsere Kleine und wir betüddeln sie. Ist aber ein schönes Gefühl!

Sonntag, 9. März 2014

Erster warmer Frühlings-Sonntag im Garten

Heute war ein wirklich schöner Tag. Ich bin gleich heute früh um halb zehn losgelaufen und zwar ohne Nordic Walking Stöcke, weil ich immer noch Rückenprobleme habe und das Gefühl hatte, dass die Stöcke durch die Stöße meinem Rücken nicht gut tun würden. Also bin ich abwechselnd gelaufen und dann wieder gegangen. Insgesamt ca. 45 Minuten lang, von denen ich bestimmt 30 Minuten gelaufen bin. Es war sehr anstrengend, aber auch irgendwie schön. Die Morgensonne, das Gefühl, mich bewegen zu können, das Gefühl, lebendig zu sein, das war toll. Trotzdem haben mir nach dem Lauf meine beiden Hüfthälften ziemlich weh getan. Die Hüften sind eh so ein Problem bei mir, auch bei manchen Zumba-Übungen oder in Bauch-Beine-Po-Kursen tun sie mir manchmal weh. Das Alter läßt grüßen....

Trotzdem hat mir der Morgenlauf einen Hammer-Energie-Kick gegeben. Ich bin immer noch putzmunter, kein bißchen müde, könnte Bäume ausreißen. Und ich hatte heute den ganzen Tag über richtig Hunger. Das heißt, ich habe wohl ordentlich Kalorien verbrannt. Ich glaube, ich werde - langsamer und mit mehr Pausen - öfters mal so einen Lauf einlegen. Tut einfach gut, nur übertreiben möchte ich es nicht, damit es nicht zu unfreiwilligen Verletzungspausen kommt.

Den Rest des Tages habe ich in unserem Garten verbracht. Es war wirklich schön warm, wir haben die Liegestühle wieder herausgekramt und ich habe gelesen. So schön, zwar sonnig, aber noch nicht zu heiß. Sonnenstrahlen für die Seele, es war ein rundum gelungener Tag unter Bäumen, die anfangen zu blühen. Wir haben schon einen hübschen gelben Zitronenfalter im Garten und die Gänseblümchen sprießen ohne Ende.

Ich hoffe sehr, dass diese positive Stimmung anhält. Der Frühling ist einfach eine wunderschöne Jahreszeit!

Einen schönen Wochenanfang für euch alle!



Donnerstag, 6. März 2014

Joyce Meyer (Schriftstellerin) - eine echte Entdeckung für mich

Seit langem lese ich gerne Lebenshilfe- und Ratgeber-Bücher. Keine Ahnung warum, bin  halt immer auf der Suche nach "dem Durchbruch, der Erleuchtung", was auch immer. In Deutschland kommt man da an Robert Betz nicht vorbei. Ich habe etliche Bücher und Hörbücher von ihm "verschlungen" und fand seine "Messages" zu 80 %  gut und nachahmenswert. 

Durch einen Zufall bin ich nun auf Joyce Meyer gestoßen, eine Bestseller-Autorin aus den USA, die auch "Lebenshilfe- und Ratgeber-Bücher" schreibt. Sie tut das mit sehr direktem biblischen Hintergrund. Nun bin ich zwar offiziell katholisch, aber durchaus kritisch und ich muss ehrlich zugeben, der Katholizismuns hat in meinem Leben nicht den höchsten Stellenwert. Theoretisch bin ich durchaus unterrichtet, ich war auf einem katholischen Mädchengymnasium, meine persönliche Einschätzung liegt allerdings durchaus anders. Ich bin offen für jeden "intellektuellen" Menschen, mit dem ich mich austauschen kann, ganz gleich, welchen religiösen Hintergrund er hat. Wenn ich mir jetzt ehrlich überlege, wieviel Hilfe und Unterstützung mir die katholische Kirche für mein bisheriges persönliches Leben geben konnte, so fällt diese Einschätzung eher vernichtend aus. Ich war auch in etlichen evangelischen Gottesdiensten, bedingt durch den Kindergarten oder die Grundschulzeit der Kinder und ich mußte feststellen, dass die für mich sehr viel näher am normalen Alltag waren und mir durchaus Impulse geben konnten. Auch der Buddhismus hat für mich persönlich ganz tolle Botschaften, von denen ich zehren kann. Aber egal - ganz gleich, welchen religiösen Hintergrund jemand hat, es kommt mir auf die Persönlichkeit und deren Intention an. Joyce Meyer ist eine Hammer- Entdeckung für mich. Sie hat als zunächst einmal die weibliche Sicht auf die Dinge des Lebens. Sehr schön nachvollziehbar für mich Sie ist ehrlich und nicht doktrinierend. Sehr sympathisch.. Auch sie hatte schlechte Zeiten im Leben, durch die sie durch musste. Zum zweiten:  sie hat eine sehr direkte Art zu schreiben, das gefällt mir gut. Wer für diese Art von Büchern zugänglich ist, der sollte mal eines davon lesen.

Ich habe zwei Bücher von ihr gelesen:

"100 Dinge, die das Leben leichter machen"

und 

"Alles nur Gewohnheit"

Ich war fasziniert von den ersten bis zu den letzten Zeilen. 

 

und hier

Ich denke, einige von euch werden diese tolle Schriftstellerin schon kennen. Ich kann sie nur empfehlen und werde bestimmt noch mehr Bücher von ihr lesen. Unabhängig vom katholischen Hintergrund kann man sich sehr viel fürs eigene Leben herausfiltern und lernen. 

Wer kennt Joyce Meyer? Wie findet ihr sie?





Mittwoch, 5. März 2014

Aschermittwoch - alles vorbei oder alles von vorn?

Mit vorbei meine ich nicht die Faschingszeit, sondern ein weiteres Lebensjahr. Ich hatte gestern Geburtstag, bin logischerweise ein Jahr älter geworden und wie treue Leser wissen, ist diese Zeit nicht meine liebste. Ich bin schon Tage davor sentimental, und manchmal (meistens) ein bißchen depri. Wenn der Tag dann da ist, gibt es doch so etwas wie ein freudige Spannung (kindliche Überbleibsel), so auch gestern. Meine Lieben bemühen sich immer sehr, mir einen möglichst schönen Tag zu machen, beginnend mit Geschenken am Morgen, einem schönen Frühstück, Blumen usw. Das hat schon Tradition irgendwie. So auch gestern (Geschenkebericht folgt später). Es fing alles ganz gut an, aber dann verlief der Tag ganz anders als geplant.

Ich habe mich nach dem Aufstehen im Bad fertig gemacht, um einigermaßen ansehnlich zum Frühstück zu erscheinen. Auf dem Weg nach unten (dazwischen liegt eine Treppe) ist mir auf halber Höhe ein Schmerz in den Rücken gefahren, den ich so noch nicht erlebt habe. Einfach so, beim Treppe Runtergehen. Und dieses Mal nicht im Lendenwirbelbereich (das kenne ich schon), sondern in der Mitte des Rückens, der große Rückenmuskel. Der hat von selbst gekrampft, so daß ich in nach vorn gebückter Haltung weitergehen mußte, um überhaupt noch gehen zu können. So bin ich dann am Frühstückstisch eingetroffen, komplett verkrampft, mit Schmerzen und nicht fähig, mich aufzurichten und mich hinzusetzen. Super, oder? Und - meine Hausärztin war nicht da, um mich spritzen zu können, nur ein Vertretungsarzt, der so ziemlich den ganzen Main-Kinzig-Kreis vertretungsweise in der Praxis hatte und mit stundenlanger Wartezeit gedroht hat. Also, kein Arzt, keine Spritze, Augen zu und durch. 

Ich habe noch ein paar Muskelentspannungstabletten gefunden, bin von meiner Family mit Wärmflasche im Rücken und vielen Kissen drumrum irgendwie aufs Sofa plaziert worden, und da lag ich dann krumm und schief, halb im Sitzen, halb im Liegen und mit mega Rückenschmerzen. Warum ich euch das erzähle? Weil ich mittlerweile wirklich glaube, dass meine Psyche und mein Unterbewußtsein mehr Einfluß auf mein Wohlbefinden hat, als ich je angenommen hätte. Obwohl der Tag schön geplant war und schön hätte werden können, so freue ich mich keineswegs darauf (aus verschiedenen Gründen, nicht nur weil ich älter werde). Und prompt reagiert der Körper. Und zwar heftig. Ich lag den ganzen Tag auf dem Sofa rum, total bedröppelt von den Tabletten. Gegen späten Nachmittag habe ich mit meinem Mann einen kurzen Spaziergang gemacht, weil so schönes Wetter war. Das wars aber auch schon. Essen gehen wäre aufgrund meiner schiefen Haltung auch nicht möglich gewesen (wäre vermutlich nicht mal ins Auto gekommen) und Appetit hatte ich eh nicht. Wir haben dann was vom Chinesen geholt, das erschien uns als die beste Alternative.

Heute morgen nun ist es etwas besser, aber ich spüre die Verkrampfung immer noch deutlich, wenn auch nicht mehr so schmerzhaft wie gestern. Was noch dazu kommt: Ich habe diese Woche Urlaub. Ich hatte mir einiges vorgenommen, viel Walken zum Beispiel, ausmisten, aufräumen, putzen. Dinge, zu denen ich sonst nicht so komme oder nur unter Zeitdruck. Und jetzt sitze ich halb kaputt daheim und kann mich nur vorsichtig bewegen. Maaaahn.... 

Ein Lebensjahr ist also definitiv vorbei. Es ist viel passiert, negativ wie positiv und doch würde ich behaupten, so manches Negative hat viel Positives nach sich gezogen und das Positive hat definitiv überwogen. Jetzt liegt ein neues Lebensjahr vor mir und ich möchte nicht, dass "alles von vorn" beginnt. Es soll anders werden, bewußter, dankbarer und fröhlicher. Und ohne diese verdammten Rückenschmerzen!!! Also, alles vorbei, auf ein Neues. 

Ich mache mir jetzt eine Wärmflasche und sitze ein bißchen auf dem Sofa rum und wenn es mir heute mittag etwas besser geht, dann gehe ich raus an die wunderschöne Frühlingssonne. 

Und nächstes Jahr möchte ich mich auf meinen Geburtstag freuen können!! So richtig!! Bis dahin werden wir noch viel voneinander hören.

Habt einen schönen Tag!!!


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