Montag, 17. Februar 2014

"Bleiben sie gesund"

Ich hatte ja in einem meiner letzten Posts erwähnt, dass ich kürzlich ein Erlebnis hatte, dass mich doch recht nachdenklich gestimmt hat. Vor ungefähr einem halben Jahr wurde bei einer Vorsorge-Untersuchung per Ultraschall von meiner Ärztin etwas entdeckt, das sie für beobachtenswert hielt, um auszuschließen, dass nichts Schlimmeres dahintersteckt. Sie hat mich damals gleich beruhigt und gesagt, selbst wenn, könne man das operativ entfernen und mit allergrößter Wahrscheinlichkeit wäre die Sache dann erledigt. Letzte Woche nun war der Nachfolge-Kontroll-Termin und ich war schon ein bißchen nervös. Andererseits habe ich mich an die Worte von Louise L. Hay erinnert, dass meine Gedanken wichtig sind und habe mir immer wieder gesagt, dass ich keine Angst zu haben brauche, weil gut für mich gesorgt wird.

Dann kam der Ultraschall und die Ärztin war ungewöhnlich schweigsam. Hat immer wieder die Bilder von damals und heute hin- und hergeklickt, nochmals geguckt und nochmal aus einer anderen Position geschallt. Und dann kam die erlösende Aussage: "Es ist alles in Ordnung. Es ist nichts. Was auch immer ich gemeint habe zu sehen, es ist nicht mehr da". Man kann sich den Felsbrocken vorstellen, der von meinem Herzen geplumpst ist. Aber der Satz, der mich wirklich tief berührt hat, war ihr Abschied, ganz kurz und einfach: "Bleiben sie gesund!".

Ich wurde sozusagen mit dem Statement entlassen, dass alles in Ordnung ist. Ich bin gesund. Was eine Erleichterung. Ich bin leichtfüßig und beschwingt aus der Praxis raus, habe die frische Luft draußen ganz intensiv wahrgenommen und mich übers Leben gefreut.

Ich muss vielleicht kurz dazu sagen, dass sich im Bekanntenkreis momentan ein furchtbar dramatischer Krebsfall ereignet, der einen jungen Mann getroffen hat, der seitdem erbittert und mit großem Durchhaltewillen um sein Überleben kämpft. Der eine lange und intensive Chemo-Zeit durchmacht und an dem nichts mehr so ist, wie es mal war. Er ist wirklich ganz knapp dem Tod von der Schippe gesprungen und keiner weiß zum jetztigen Zeitpunkt, ob die Chemo greift. Alles was er sich wünscht, ist ein bißchen Alltag, die ganz normalen Dinge des Lebens und natürlich wieder gesund zu sein. Wir kennen ihn lange und gut und das Thema beschäftigt unsere Familie momentan sehr.

Welch eine unglaubliche Befreiung "Bleiben sie gesund!". Doch gleichzeitig hat dieser Satz etwas in mir in Bewegung gesetzt. Er ist nämlich auch einer Art Aufforderung, eine Mahnung und eine große Verantwortung.

Ich habe in letzter Zeit viel über mein Gewicht gejammert. Ja, auf hohem Niveau, weil ich keine hundert Kilo oder mehr wiege, bei mir sind es wirklich nur ein paar. Aber dahinter steckt bei mir mehr, es geht nicht ums reine Abnehmen, es geht wirklich eher um die Angst, nicht genug für meine Gesundheit zu tun. Ich gebe ehrlich zu, ich habe Angst vor den ganzen "Alterserscheinungen", die manchmal unumgänglich scheinen und sei es"nur" Diabetes oder Arthrose, mit denen man ja durchaus leben kann. Ich sehe die oft völlig wackeligen Omis mit Rollator und denke, oh mein Gott, so läufst du auch mal rum. Und ja, ich habe Angst vor Krebs oder anderen schweren Krankheiten. Mir ist das durch diesen Satz nochmal so richtig bewußt geworden. Ich möchte gerne gesund bleiben und möchte auch aktiv etwas dafür tun. Natürlich bietet das keinen 100 %igen Schutz, aber man kann doch eine ganze Menge Risiken senken. Gerade mit gesunder Ernährung. Und mit regelmäßiger Bewegung. Es gibt nämlich auch Omis, die zackig mit ihren Walking Stöcken am Haus vorbeilaufen. Und keinen Rollator brauchen. Das möchte ich auch. Gesund alt werden bzw. so gesund wie möglich.

Und deswegen werde ich euch in Zukunft nach wie vor mit gesunder Ernährung und Sport und seelischer Ausgeglichenheit und den ganzen Themen hierzu quälen. Aber eben nicht mehr primär unter dem Aspekt der Abnahme. Vielleicht ist das auch der Grund, warum ich manchmal so (wie hast du gesagt Eva? Versteift auf dieses Thema?) rübergekommen bin. Es steckt viel mehr dahinter. Und das ergibt auch viel mehr Sinn.

Wir haben eine große Verantwortung uns selbst gegenüber. Und die können und sollen wir wahrnehmen. Unser Körper ist unser Haus. Und wer möchte in einem kaputten Haus wohnen? Und selbst wenn irgendwo was abbröckelt oder nicht in Ordnung ist, dann wird es repariert. Und auf jeden Fall gepflegt.

Kleiner Satz, große Wirkung. Jedenfalls bei mir. Ich fange gleich diese Woche an, ganz bewußt Dinge für meine Gesundheit zu tun und versuche, schlechte Gewohnheiten und Entscheidungen auszumerzen. Ich werde berichten!

"Laßt uns alle gesund bleiben!"


Kommentare:

  1. hallo eva,
    das erlebnis hatte ich anfang februar auch. ich war bei der mamo und habe das machen lassen. montags, am samstag flatterte mir ein brief ins haus und ich ahnte nichts böses.
    ich fühlte aber das kärtchen, das in dem brief war.
    im brief stand, dass gegenüber dem rötgenbild von vor 2 jahren etwas nicht stimmt und so hatte ich über das wochenende auch ein komisches gefühl. es ist merkwürdig. am darauffolgenden mittwoch war ich dann im karl-olga-krankenhaus in stuttgart. dort wurde nochmals mamo und ultraschall gemacht. der arzt hat mich mindestens eine stunde untersucht. die röntgenbilder untersucht, auch verglichen usw.
    er meinte dann auch: "es ist nichts"! ich konnte den stein wirklich plumpsen hören.
    ich war so froh und dankbar, dass nichts ist.
    kann ich schon nachvollziehen.
    ob jeden nur raubau an seinem körper treibt, keine ahnung. ich denke viele schon.
    aber, vor dem alter habe ich keine angst. warum denn auch, ich lebe gut, treibe sport, esse was mir schmeckt und versuche mein gewicht zu halten.
    ausstrahlung kommt auch von innen und wenn man mit sich selbst zufrieden ist und im reinen, dann strahlt man das auch aus.
    ich hatte ca. 4 monate eine schlechte zeit. das möchte ich auch nicht mehr haben. aber es geht vorbei und ich sage immer wieder, wenn man eine familie hat, dann ist vieles viel viel einfacher.
    mach dir nicht soviele gedanken.
    lg eva

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  2. Das ist eigentlich auch mein Motto, doch leider werde ich manchmal schwach. Aber ich arbeite immer wieder auf's neue an mir. Aber das ist schon mal ein guter Weg. ;)
    Gruß Cla

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  3. Liebe Eva,
    ich freu mich über die positiven Nachrichten und .... gebe zu Bedenken, wenn Du zuviel über was wäre wenn nachdenkst, dann verpasst du in Deinem Leben so einiges...klar sollst du auf Deine Gesundheit achten, aber nicht auf Teufel komm raus und eine olympische Disziplin draus zu machen...
    Liebe Grüße Jacky

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  8. Oh keine Angst, ich bin nicht gerade die Disziplin in Person. Ich lasse mich schnell begeistern, das Dranbleiben kostet dann schon eher Kraft. Ich esse viel zu gerne als dass ich da eine Olympia-Disziplin draus machen würde :-) Aber ich bin sehr viel sensibler mit dem Thema Gesundheit, gesunde Ernährung und gutes Körpergefühl als noch vor einigen Jahren.
    Deswegen gehe ich jetzt eine Runde walken. Bei uns scheint herrlich die Sonne (natürlich benutze ich erst Sonnencreme...)
    Ganz liebe Grüße an euch alle!
    Eva

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  9. Hallo Eva,
    das kann ich gut nachvollziehen.Dieses Erlebnis hatte ich letztes Jahr im April.Nur bei mir war etwas,ein Tumor,der entfernt werden musste.Und erst im Krankenhaus und einen Tag nach der Op bekam ich Entwarnung.Mir ist damals auch ein Stein vom Herzen geplumpst.
    Also bleiben wir weiter gesund.
    LG Pippi

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  10. Auf jeden Fall! Man kann ja wirklich viel für seine Gesundheit tun. Also, auf geht's! "Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!"
    LG Eva

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