Freitag, 8. November 2013

Skinny bitch und Ausflüge ins Tofu-Reich

"Du bist, was du isst und was du trinkst". Das kennen wir ja alle schon. Deshalb versuche ich immer, meine Ernährung zu optimieren. Momentan ist mal wieder so eine Zeit. Ich lese das Buch "Skinny Bitch", hier der Link für diejenigen, die es noch nicht kennen.

http://www.amazon.de/Skinny-Bitch-Wahrheit-schlechtes-Schlanksein/dp/3442170397/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1383895523&sr=8-1&keywords=skinny+bitch


Es erzählt uns nicht wirklich was Neues, aber neu ist der Schreibstil. Es ist sehr reißerisch und direkt geschrieben, in einer unverblümten "Gossensprache". Das Buch will informieren und auch irgendwie schockieren und das tut es auch. Gerade durch diese provozierenden Schreibstil ist man wirklich unangenehm berührt, wenn es um Fleischkonsum, Tierhaltung, Ausreden für falsche Ernährungsgewohnheiten usw. geht. Ob man das Buch nun leiden mag oder nicht, es bringt einen auf jeden Fall zum Nachdenken. Bei mir hat es dazu geführt, dass ich meinen Fleischkonsum sehr überdacht habe und so oft wie möglich auf Fleisch verzichten möchte. Mal ganz abgesehen von den ethischen Beweggründen, ist regelmäßiger Fleichverzehr auch nicht unbedingt zuträglich für attraktives Aussehen. Hin und wieder ja, aber keinesfalls mehr täglich. Und wenn überhaupt, dann nur gutes regionales Bio-Fleisch ohne Hormone und sonstigen Mist.

Natürlich kommt da sofort die Frage auf, was denn dann "anstatt" auf den Tisch kommen soll. Ich bin ja ein grosser Fan von Gemüse und Salat, aber auf Dauer würde schon was fehlen. Deswegen habe ich mich endlich mal an Tofu gewagt. Ich habe ihn immer schon interessiert beäugt und auch die vielen fleischlosen Produkte angeschaut, aber wirklich probiert habe ich das alles noch nie.

Gestern nun war Premiere. Ich habe den Räuchertofu von Alnatura gekauft und in einer Pfanne mit frischen Champignons und Lauchzwiebelchen angebraten. Sah aus wie kleine Bratwurst-Stückchen. Geschmacklich sehr neutral allerdings (also der Tofu, der Rest nicht). So hat das Ganze ausgesehen:


Hat wirklich gut geschmeckt. Der Tofu macht schön satt, er hat halt nicht wirklich einen Eigengeschmack, deswegen muss die Soße gut gewürzt sein.

Und weil ich schon am Experimentieren bin, habe ich gleich mal eine Auswahl an fertigen Tofu Gerichten gekauft. Einfach, um den Geschmack zu erkunden und zu gucken, was man so draus machen kann .




Besonders gespannt bin ich auf die Knusperstäbchen. Die wären natürlich toll zu Salat oder zu Dips. Und wenn der Veggie Burger schmecken würde, wäre das sensationell. Mal sehen. Das "Veggie-Gulasch" kann man vermutlich am besten geschmacklich verändern, indem man frische Paprika oder anderes Gemüse mit reinkocht. 

Hat jemand schon Erfahrung mit diesen Soja-Stückchen, die man als Geschnetzeltes machen kann? Schmeckt das oder eher nicht? 

Ich bin sehr gespannt auf meine weiteren Koch- und Eßexperimente!




Kommentare:

  1. Sieht echt lecker aus . Keine Frage ...aber mein erster ungeplanter Tofuversuch ist absolut nach hinten los gegangen .Ich hab ausversehen die falschen Grillwürste gekauft . Und meine Männer haben probiert , aber mehr nicht . Selbst mein Hund hat sie abgelehnt . Von daher .Entweder Fleisch oder kein Fleisch
    LG heidi

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    1. Haha, cooler Hund... :-) Das Tofuwürstchen nicht so gut schmecken sollen, habe ich schon gehört. Ich will ja auch nicht gänzlich zum Vegetarier werden, nur so ein bißchen...
      LG Eva

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  2. Hey, schaut gut aus! Ich mag die Sojaschnetzel, muss man nur gut würzen, das "Faschierte " koche ich immer in Gemüsesuppe oder gebs direkt in die Tomatensauce, die "Filetstücke" marinier ich immer gut mit Sojasauce und Gewürzen (nach dem Einweichen), dann schmeckts mir gut. Manchmal panier ich sie danach noch mit Polenta. LG, Susi

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  3. Ich mache es wie Susi, lege die Tofustückchen vorher in Sojasoße ein. Dann schmecken sie richtig gut. Aber ich stehe mit dieser Vorliebe auch ziemlich alleine da.
    LG Donna

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  4. another great post friend! That looks delish.

    xoxo;
    What Kenny Hearts, a Lifestyle Blog by Kenny.

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  5. Liebe Eva,
    Dein erster Versuch ist Dir gut gelungen, es schaut lecker aus. Ich hab übrigens festgestellt, dass es bei den Sojaprodukten ist wie mit den Fleischprodukten, die selbergemachten schmecken am besten. Probier mal Sojabolognese, aus normalem Tofu mit der Gabel in kleine Stücke zerdrückt und angebraten wie Hackfleisch, mit Zwiebeln, Tomatenmark, getrockneten und Dosentomaten und abgeschmeckt mit Pfeffer, Salz und Paprika. Das schmeckt so fein, da brauch ich keine Hackfleischsoße. Mit meiner Vorliebe für Tofu und Sojamilch ernte ich oft komische Bemerkungen und Blicke, aber was solls. Mir schmeckt es und geht es gut damit.
    Lieben Gruß und schönes Wochenende!
    Sabine

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  6. Tofu richtig gewürzt ist schon was leckeres - müsste auch mal wieder auf meinen Speiseplan. Und wenn Du am Experimentieren bist... schau mal bei Grünkernbratlingen - keine Panik - hört sich wahnsinnig gesund an, schmeckt aber genial.
    Liebe Grüße Jacky

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  7. Das sieht sehr appetitlich aus. Ich habe mich den Soja Stückchen noch keine Erfahrung gemacht. Muss ja gestehen, dass ich sehr gerne Fleisch esse.
    Hab´ einen schönen Sonntag.
    LG
    Ari

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  8. Hallo Eva,
    sieht zwar lecker aus,ist aber nichts für mich.Ich bin der Verfechter der gesunden Mischkost.Meine Devise lautet: "Alles in Maßen".Ich mache beim Essen keine Experimente mehr,habe auch so zu sagen meinen Eßstil gefunden.Probiere ab und zu etwas Neues aber kein Veggie Essen.Halte von diesem Getue um den Veggieday sowieso nix.Bei uns ist Freitags sowieso fleischlos,es gibt Fisch oder etwas Süßes oder Eier.(hat religiöse Gründe)Ich lasse mir nicht vorschreiben wann ich was essen soll. LG Pippi

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  9. Liebe Petra, ich schätze dich. Aber hier bin ich doch anderer Meinung. Ich lasse mir auch nicht vorschreiben, was ich essen soll. Und ich esse auch nach wie vor Fleisch. Allerdings sollte uns der gesunde Menschenverstand zu einem Überdenken der bisherigen Essgewohnheiten führen. Die Massentierhaltung ist einfach nur grausam und führt zu minderwertigem Fleisch, das mit Antiobiotika, Hormonen, Dioxinen, Schwermetallen oder Pestiziden vollgepumpt ist. Und die Fleischproduktion weltweit trägt leider auch zur Klimaerwärmung. Und religiöse Gründe für freitags fleischlos konnte doch noch nie wirklich begründet werden. Es ging einfach um den Verzicht auf etwas Essentielles. Der Klerus hat allerdings "Umwege" gefunden, in Form von Maultaschen (verstecktem Fleisch), hat Fisch zu "Nicht-Fleisch" erklärt, hat Gänse zu "Fisch" erklärt. Statt Wein wurde Bier als "Fastengetränk" entwickelt. Also diesen angeblich religiösen Gründen stehe ich extremst kritisch gegenüber. Da läßt du dir sehr wohl vorschreiben, wann du was essen sollst . Das tue ich nicht, obwohl ich auch katholisch bin. Ich war sogar auf einem katholischen Mädchengymnasium. Wahrscheinlich grenze ich mich deswegen davon ab, sowas zu übernehmen. Ich denke lieber selbst drüber nach. Nichts für ungut, wie gesagt. Aber die allgemeine Ernährungssituation kann so nicht noch unendlich weitergehen. Und deswegen sollte man den Fleischkonsum schon reduzieren.
    LG Eva

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  10. Das sieht lecker aus und ich bin auch der Meinung - jeder soll essen was er mag, aber niemand sollte behaupten dies oder jenes ist grausam wenn es nicht mal probiert wurde. Ich selbst lege seit ca 3-4 Monaten 1-3 vegane Tage/Woche ein. In den letzten 3 Wochen warens eher weniger, davor eher mehr. Möchte jetzt wieder etwas mehr einlegen, weil es mir einfach gut getan hat. Wobei ich aber auf Eier sehr ungern verzichte - ein Frühstücksei am Wochenende hat schon was.
    Jeder kann - niemand muss!!!

    Falls Du Dich für vegane Ernährung interessierst kann ich Dir ein gutes Buch empfehlen:
    China Study (gibts auch bei Amazon - ist ein grünes Buch) - ich habe davon eine andere/ältere Ausgabe und habe es fast komplett gelesen. Es sind eher Tests und Studien, aber die Ergebnisse sind sehr interessant.

    Ich verwende diese Sojaschnetzel - gibts auch als Sojaschnitzel, Sojagranulat (wie faschiertes zu verwenden) und als Sojagulasch (die sind dann etwas größer) - immer wieder mal - ob als Gulasch, Geschnetzeltes oder im Gemüsetopf. Kurz in Suppe einweichen (da eher geschmacksneutral) und gut abtropfen, dann kann man es wie Fleisch verwenden. Ob angebraten oder in Sauce ... man muss sich durchprobieren was schmeckt und was nicht.

    Hab mich bei Dir auch gleich eingetragen und werde Deinen Blog in meine Blogliste aufnehmen.

    LG aus Wien

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  11. Das Buch werde ich mir bei Gelegenheit auch mal zu Gemüte führen. Habe zwar nicht abzunehmen und bin schon seit vielen Jahren Vegetarier - aus gesundheitlichen Gründen, mehr und mehr aber auch der Tiere und letztendlich der schmierigen Praktiken der fleischproduzierenden Industrie wegen ... aber mich interessiert einfach der Schreibstil.

    Fleisch hat aber auch keinen Eigengeschmack. Probiere es einmal völlig roh!!! Das schmeckt - Hack z.B. - ungewürzt - nach nichts! Richtrig eklig! ;-) Dagegen schmeckt Tofu "roh" und ungewürzt einfach gut, zumindest neutral und es mußte kein Tier dafür sterben oder gar leiden!

    Den Geschmack gibt immer erst Anbraten und die Würze. Von daher schmecken bspw. auch diese Leberwurstartigen Zubereitungen aus Tofu & Co. so ziemlich genauso wie die "gute" alte Leberwurst ... Majoran ist hier eines der Hauptgewürze ...

    Herzlichen Gruß
    Sara

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