Montag, 18. November 2013

Mein Wochenende

war mal wieder völlig für die Tonne. Anstatt mich zu erholen und schöne Dinge zu tun oder wenigstens aufgeschobenes zu erledigen, richtet sich mein Ablauf nach den Bedürfnissen und Rhythmen der anderen. Der Speiseplan auch. Meistens kommt die Große am Wochenende heim und wir sind sozusagen wieder alle vereint. Beide Mädels schlafen bis in die Puppen, Mama kocht und ansonsten passiert nicht viel. Außer sinnlosen Diskussionen, die gestern mal wieder zum Knall geführt haben. Mein Abend hat heulenderweise enttäuschend und völlig frustierend geendet. Nicht gerade eine gute Energiequelle für die kommende Woche.

Alles, aber auch alles was ich tue, wird kommentiert, meistens kritisiert. Egal, ob es sich ums Essen, ums Einkaufen, ums Bloggen (!), um Facebook, um meine Bemühungen um Ordnung, um Gespräche oder um was auch immer geht, ich bin das schwächste Glied in der Familienkette. Gleichzeitig wird aber 150 %iges Funktionieren von mir erwartet. Wehe, wenn nicht. Wenn ich mir herausnehme, das ein oder andere Privileg einer Tochter in Frage zu stellen oder gar zu streichen... Spätestens jetzt kommt der liebe Papa auf den Plan und ? Kritisiert mich! Für mich setzt er hier die völlig falschen Zeichen, mal ganz abgesehen davon, dass er mir damit weh tut und ich mich noch schlechter fühle.

Unterstützung? Gespräch? Fehlanzeige. Wenn ich ganz viel Glück habe, dann kommt "mach doch, was du willst". Ja, wie denn? Habe ja kaum Freiraum zum Atmen. Ganz im Dienste der anderen. Ich freue mich ja schon über meine Arbeit, denn da werde ich doch wenigstens von den Kunden zu 90 % respektvoll behandelt. Und die schenken mir sogar ein Lächeln hin und wieder. Und bedanken sich für meine Beratung. Daheim würden die sich totlachen, Klamotten verkaufen, haha, das ist doch nix, was willst denn du? Dass ich jahrelang auf alles verzichtet habe, auch auf meinen ursprünglich guten Job, das wird nicht gesehen.

Dass ich vor und nach meinen Schichten hauptsächlich als Mama Taxi unterwegs bin IN MEINER FREIZEIT, das wird nicht gesehen. Daheim bleibt dann sovieles liegen. Helfen? Hust!! Da ist man ja müde oder man muss lernen (auch wenn man die meiste Zeit vor dem Fernseher verbringt), nicht mal da habe ich mal ein paar Minuten für mich, weil alles dahockt und sich erst dann mal trollt, wenn ich definitiv was ganz anderes sehen möchte. Spaß macht das nicht!

In meiner "Kur" haben sie mir gesagt, dass ich dringendst meine Freiräume brauche und auch durchsetzen soll. Aber es fällt mir so unendlich schwer. Vor allem, wenn man so gar keine Unterstützung hat. Trotzdem habe ich mir vorgenommen, mir diese Woche eine Probestunde in einem neuen Fitness Studio zu vereinbaren. Die haben tolle Öffnungszeiten, da könnte ich wirklich hingehen. Und müßte mich abends nicht rumärgern. Und auch nicht am Wochenende. Außerdem wäre ich dann wieder etwas zufriedener mit meiner Figur, denn sobald ich regelmäßig Sport mache, purzeln die Kilos. Klar, bleibt dann noch mehr Zeit außer Haus auf der Strecke, aber es wäre eine sinnvolle Tätigkeit für mich. (Jetzt muss ich mich nur noch trauen, da anzurufen).

Und ich werde nach meinen Geschmack kochen. Auch in dem Wissen, dass ich verschiedene Sachen machen muss. Das nehme ich gerne in Kauf. Wie oft esse ich Spaghetti, weil die anderen das wollen... (ich mag Spaghetti, so ist das nicht, aber ich mag auch andere Sachen). Gemüse, vegane Gerichte (oh, ganz heikles Thema, da krieg ich gleich wieder eine aufs Dach. "Du, vegan? Du kaufst doch bloß alle Bücher und machst das dann doch nicht". Tja, warum bloß nicht?? Weil die liebe Family sich lieber von Pizza, Döner und Sushi ernährt). Wenn ich mir das so von der Seele schreibe, werde ich richtig wütend. Auf mich, weil ich mir das gefallen lasse, auf die anderen, weil sie gar nicht sehen, wie mies sie mich behandeln und traurig, weil ich von meinem Mann kein Verständnis kriege. Er versteht es wirklich nicht, ist nicht mal böse gemeint.

Also, wie heißt es so schön "Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott!" Schön wärs ja, er könnte jetzt endlich mal damit anfangen...

Hattet ihr ein schönes Wochenende? Wenn ja, was macht ihr da so ? Und während der Woche? Es gibt doch soviele kreative Bloggerinnen, die basteln oder nähen oder sonstwas. Oder sportliche Frauen. Ihr habt doch auch meistens Familie und Haushalt und vielleicht noch einen Job. Wie regelt ihr denn euren Tag so? Werdet ihr für eure Hobbies ausgelacht oder unterstützt? Ist euch das wichtig, oder macht ihr das für euch, egal, was die anderen sagen? Würde mich über Kommentare freuen!

Kommentare:

  1. "Mach doch was du willst". Genau, nimm die doch mal beim Wort. Pack deine Handtasche und geh Kaffeetrinken irgendwo gemütlich. Vielleicht sogar mit einem Buch. Wer Hunger hat, wird ja wohl den Kühlschrank finden. Verweigere dich mal. Die Idee mit dem Sportstudion ist auch ein Schritt. Sollen die doch ohne dich diskutieren. Schaffst du das?
    LG Donna G.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. @DonnaG, genau meine Meinung:)
      Deine Töchter sind GROSS!!! Die können sich alleine etwas zu essen machen!
      Wie lange möchtest du die beiden denn noch bedienen?
      Ich habe es mir komplett abgewöhnt am Wochenende hier aufzutischen, alle "feiern" Wochenende und die Mutti darf sich um alles kümmern?
      Dafür, das es eh nicht allen schmeckt, steh ich in der Küche?
      Der Gatte, der immer üppige Menüs bevorzugt, aber es kaum schafft seinen Teller in den Spüler zu stellen?
      Ich hatte da keine Lust mehr drauf, weil es mich auch so wütend gemacht hat.
      Nun brutzelt sich jeder selber seins, wenn ich viel Lust habe, koche ich auch mal, aber eben nur wenn ICH Lust habe:)
      Geh ins Sportstudio, power dich richtig aus, dann ist die Wut erstmal verflogen.

      Liebe Grüße und einen schönen Wochenstart
      Simone

      Löschen
    2. Mit Buch irgendwo Kaffeetrinken? Würde ich liebend gerne. Es ist nur so, dass ich, wenn ich daheim bin, mich so angebunden fühle, so verantwortlich, ich weiß auch nicht. Bin ich irgendwo anders, womöglich sogar allein, wie im Sommer in der Kur, dann bin ich ein anderer Mensch. Ich kann dann lauter Dinge tun, die mir gefallen und die ich gerne tue, ohne mich erklären zu müssen. Zuhause schaffe ich das nicht. Da bin ich so eingebunden und gefangen in der Mutterrolle, das ist schrecklich. Hab heute wieder nicht im Sportstudio angerufen... Aber morgen, da hab ich sogar frei, da ruf ich an.
      LG Eva

      Löschen
    3. Simone, so ist es bei mir, genau so. Ich mache Essen, ich räume hinterher wieder auf und werde dafür auch noch angepampt, weil immer irgendwas nicht nach dem Geschmack der Mädels ist. Mein Mann räumt zwar ab und an den Spüler ein, aber mit soviel "Schwung", dass ich noch drei Schränkchen weiter die Essensreste von den Schränken abkratzen muss. Da mach ich's doch lieber gleich selbst. Oder er packt alles - ohne Rücksicht auf Verluste - in die Maschine, z.B. Messer mit Plastikgriffen, Kartoffelschäler (?? den kann man kurz unterm Hahn abspülen usw.). Wenn ich nicht koche, machen das die Mädels selbst, das ist nicht das Problem. Aber das Aufräumen hinterher. Sie tun es einfach nicht. Egal, was ich sage, bitte oder bettle, sie tun es nicht. Tja, so sieht's aus.
      LG Eva

      Löschen
  2. Ei, ei du arme. Du hörst dich etwas gefrustet an. Aber ich kann dich voll verstehen. Ich habe oft die gleiche Rolle in der Familie, vielleicht ist die für uns Mütter einfach vorgesehen. Wie müssen immer funktionieren und wehe wir schwächeln mal.
    Ich habe irgendwann mal angefangen, mehr an mich zu denken. Ich mache meinen Sport, wenn mir danach ist. Hat das Kind Hunger, soll sie sich was selbst machen.
    Das ist oft ein langer Prozess, doch wir sollten wirklich egoistischer werden.
    LG Cla

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Das ist in der Tat ein langer Prozess. Wenn ich das richtig gelesen habe, ist deine Tochter ein paar Jahre älter als meine Älteste (die ist im Mai 20 geworden). Ich bin jetzt gerade so in einer Zwischen-
      phase zwischen noch sorgen wollen/müssen und doch froh sein für jede Erleichterung. Die jüngere ist 17, da dauert es noch ein bißchen. Es ist schwer, das richtige Gleichgewicht zu finden.
      LG Eva

      Löschen
  3. Oh menno, das liest sich nicht so wie sich ein Montagsblog lesen sollte. Gibt es bei dir nicht irgendwas Schönes? Kurse etc, die Du eben mittags oder am Wochenende legst? Versuch doch aus der Schiene rauszukommen. Ich weiß nicht wie alt die Töchter sind, aber vielleicht sagst Du ein Besuchswochenende ab, weil Dir ist nicht danach und kochen, ja ich stell Dir meine Küche zur Verfügung - heute kocht ihr. Irgendwie etwas Protest. Auch Du bist nicht der Sklave Deiner Familie, dazu bist Du vie zu Wichtig....
    Fühl Dich gedrückt und ich wünsche Dir eine schöne Woche. Mit ein bissel zeit was Du anders machen wirst... nicht nur willst, sondern echt änderst.

    Bei großen Personen muss mittags nicht pünktlich das Essen auf dem Tisch stehen - es verhungert schon keiner.
    Liebe Grüße Jacky

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Die Töcher sind 20 und 17. Protest kennen sie nicht. Ich knicke immer wieder ein. Nein, bevor sie verhungern, kochen sie schon selbst und das gar nicht mal schlecht. Nur kriegen wir uns alle nicht unter einen Hut, jeder findet was anderes gut und richtig. Das was ich finde, ist halt meistens für sie völlig daneben. Und manchmal trifft mich das einfach. Es ist ja normal, dass Kinder ihre Eltern "komisch" oder sogar "blöd" finden. Nur ich durfte das nie. Ich habe mich immer komplett untergeordnet. Deswegen verstehe ich das Verhalten meiner eigenen Töchter oft nicht. Ich hätte mich sowas niemals getraut.
      LG Eva

      Löschen
  4. Ich hoffe, das Fitnessstudio hat auch eine Sauna - da kann man in der kalten Jahreszeit doch wunderbar entspannen, ganze Sonntagnachmittage lang ;-).
    Ansonsten: ich meine, Deine Kinder sind erwachsen? Dann ist das einfach kein Verhalten. Dein Mann tut Ihnen für die Zukunft auch keinen Gefallen, wenn er das so unterstützt.
    Bei uns: Als kinderloses Paar macht derjenige mehr, der gerade weniger Streß hat, sei es beruflich, familiär, gesundheitlich. Nicht jeder kann alles gleich gut, aber wir versuchen das so hinzubiegen.
    Einen "freien" Tag widmen wir "produktiven" Tätigkeiten, Reparaturen/Instandhaltung etc., Netzanbieterwechseln :-( und ähnlichem. Den anderen Tag versuchen wir frei zu halten (das klappt nicht immer) und tatsächlich eher das zu machen, wozu wir Lust haben - spazierengehen/Drachensteigen lassen, Minigolfen/schwimmen gehen, Buch lesen, am Pc spielen (mal unkommunikativ sein ist auch völlig ok, wenn man sonst viel Kundenverkehr hat). Mit Freunden telefonieren. Körperpflege. Ich finde das jetzt nicht sooo spektakulär, meistens macht man ja doch noch nebenbei ne Wäsche oder kocht was vor; aber dann ist eben mehr Zeit, man kann das entspannt machen, weil man Lust dazu hat, deshalb entspannt das dann auch.
    Mir fällt auf, daß das eben die Schwachstelle (nicht Dein Fehler!) ist: jedermanns Wünsche oder Tätigkeiten haben eine höhere Wertigkeit als Deine, und sei es nur, mal eben das im Fernsehen zu Ende sehen zu wollen. Das sei ja jedem gegönnt, ist aber keine Ausrede, Dich alles machen zu lasssen, als hättest Du unter der Woche so viel Freizeit, daß Du sämtliche Entspannung da nachholen könntest. Du brauchst eine Liste, auf die Du konsequent ALLES schreibst, was Du für den Haushalt/die Familie tust.Gut sichtbar Aushängen. Und ein Hobbyzimmer! Für eigenes Fernsehen, Schmoll- oder Kuschelecke und sowieso.
    Ich wünsche Dir eine bessere Restwoche, Katja

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Gut sichtbare Aushänge? Das gefällt mir. Vielleicht versuche ich das echt mal. Dann kommt aber bestimmt wieder "hast du gerade deine pädagogische Phase??". Das wird nicht einfach. Und toll, wenn du und dein Mann so eine Art "Agreement" gefunden habt, wie ihr alles organisiert. Das haben wir leider nicht. Er kümmert sich in seiner Freizeit um Haus und Garten, so wie seine Zeit das eben zuläßt, aber gemeinsame Aktivitäten stehen nicht auf seinem Plan. Nur wenn ich ankomme und was machen möchte. Eigenes Zimmer wäre für mich ein Traum. Eigenes Fernsehen und eigene Lese-Ecke... Genial. Vielleicht in 10 Jahren mal, vorher wird das nichts.
      LG Eva

      Löschen
  5. hallo, ich muss da jetzt auch was dazu senfen.
    Ich kenne das, wenn alles am" Mutti "hängen zu bleiben scheint.
    Und das macht superunzufrieden. Wenn dann auch noch ein gewisse Wertschätzung fehlt....uaäch.
    Da nutzt nur eine gewisse Portion Eigensinn und ....Mut.
    Mut zur Lücke.
    Wie, das Lieblingsshirt ist nicht gebügelt?? ganz schlimmes Problem, aber GsD nicht meines.
    Klar gibt es dann Genörgel, aber, meine sehr zahlreich vorhandene Kinderschar ist mittlerweile 16, also...was?..diese Liste läßt sich beliebig fortsetzen....und das hat nichts mit Rabenmuttertum oder Haushaltselfenschlamperei zu tun....
    Momentan steht mein Junior knapp vor einer "Suppenwoche", er nörgelt an allem, was ich mir erdreiste zu kochen.Er kennt mich, ich zieh das eiskalt durch, wenn er eines wirklich hasst, dann sind es Suppen.Heute hat er die letzte Chance....;o)
    GsD habe ich ein Hobby, das mich wirklich erfüllt und da muss ich sagen, da steht meine Family auch wie ne 1 hinter mir. 4 Jahre hatte ich eine Weihnachtsbude, und wenn es dran ging, dafür zu werkeln, die Bude zu bauen etc, da halfen echt alle mit und waren auch noch stolz.( Und da gab es Zeiten, da lief vor lauter Budenzauber und Vorbereitungsgedöne echt nicht viel anderes)
    Was will ich damit sagen?
    Einfach mal machen, was man selbst will und notfalls die Öhrchen auf Durchzug stellen, nicht absolut kompromisslos, aber schon sehen, das man auch auf seine eigenen Kosten kommt, es nutzt absolut nichts, wenn man den Frust klaglos in sich reinfrisst.
    Also, als erstes , im Fitnessstudio anrufen !!
    Grüße, Frau Gräde

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Mut zur Lücke? Das gefällt mir, aber oje, dann hätte ich noch mehr Diskussionen. Wehe, das passende Paar Schuhe wird nicht aufgefunden, mittlere Katastrophe.. Schön, wenn deine Familie hinter dir und deinem Hobby steht. Ich werde eher mitleidig belächelt, egal was ich tue. Diese Woche habe ich öfters meine Öhrchen auf Durchzug gestellt, aber am Sonntag mittag war's dann einfach zuviel. Da ging es nicht mehr. Morgen rufe ich im Fitness-Studio an, ich hab mich heute nicht getraut. Ich brauche immer ein bißchen länger....
      LG Eva

      Löschen
  6. Liebe Eva, ich kenne das auch noch zu gut! Und auch jetzt noch, tappe ich immer noch in diese, von mir selbst aufgestellte Falle. Ich betüddel meine erwachsenen Kinder, indem ich ihre Wäsche mache, auf ihren Wunsch das ein oder andere vom Einkaufen mitbringe, ihre Za.ando-Pakete wieder ´zurückschicke und vor allem meine ich am WE etwas Leckeres zu kochen, alles nach Wunsch. Dazu habe ich noch die ganze Arbeit draußen... naja, ich mache das des lieben Friedens willen, wie schon seit 30 Jahren.... ich denke, Deine Mädels und meine "Kinder" wissen es erst zu schätzen, wenn sie komplett auf eigenen Füßen stehen...
    Allerdings habe ich AUCH noch andere NEUE PRIORITÄTEN gesetzt, meine Zeit mit R.
    Aber auch das führte zu Diskussionen, weil sie sich "zurückgesetzt" fühlen...
    Ich kann aber jetzt gelassener damit umgehen.
    Ich rate Dir dringend mehr für Dich zu tun, Dir eine regelmäßige Auszeit zu nehmen, Kochen und Hausarbeit zu kürzen.
    Liebe Grüße
    Marita

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Haha, die Pakete zurückschicken? Das mache ich auch. Oder die Ebay Verkäufe der Tochter auf die Post bringen (und natürlich zahlen). Und Arzt Termine ausmachen und Rezepte abholen (und bezahlen) und Friseurtermine und und und... Die Große ist ja jetzt während der Woche außer Haus und weißt jetzt schon eher, dass sie selber aktiv werden muss. Sie freut sich mittlerweile sehr, wenn sie Reste von Mahlzeiten mitnehmen kann und nur noch warmmachen muss.
      Ich finde es immer noch toll, dass du jetzt so die Kurve kriegst und Zeiten für dich und/oder deine neue Liebe nimmst. Einfach, weil es dir guttut. Ich hoffe sehr, ich kriege das auch irgendwann hin, so ein bißchen mehr Zeit für mich abzuzwacken und zwar ohne schlechtes Gewissen! Die Tiere versorge übrigens auch ich (Hase und Katze, und beide "gehören" eigentlich der Tochter. Ich kann es einfach nicht sehen, wenn das Klo nicht sauber ist oder das Näpfchen leer. Eva, die Kleintierzoo-Direktorin... )
      LG Eva

      Löschen
  7. Hallo Eva,
    das hört sich überhaupt nicht gut an.Kenn ich aber auch.Hatte Freitag eine ähnliche Diskussion mit Leo.Ich brülle dann ordentlich rum und bestehe auf Hilfe,oft klappt es dann.Wie alt sind die Mädels denn,wenn ich fragen darf.Ich denk mit Mädels ist oft schlimmer,kenn ich von meiner Cousine,die hat auch 2 Exemplare.Das mit dem Fitnessstudio ist eine super Idee,traue dich,rufe an und vereinbare ein paar Schnupperstunden.Tue wirklich etwas für Dich,auch wenn du arbeitest.So richtig wohl fühlen tust du dich da auch nicht,schriebst du irgendwann mal.Denke jetzt an dich,auch Mütter müssen sich abnabeln und sind nicht dazu da für die anderen Familienmitglieder den Zambano zu spielen.Früher hatte ich auch solche WEs,bis ich irgendwann auf den Tisch gehauen habe und gestreikt habe,im wahrsten Sinne.Ich bin am Wochenende weg,habe nicht gekocht und war auch mal richtig zickig,habe ihnen quasi den Spiegel vorgehalten.Jetzt geht es,die Jungs gehen ihre Wege und mein Mann und ich unsere.Irgendwann trifft man sich zum Essen oder auch nicht.Am Wochenende koche ich nur noch sehr aufwendig,wenn ich Zeit und LUST dazu habe.Manchmal stehen wir auch zu 3 in der Küche.Es ist alles eine Frage der Zeit und es gibt auch Rückschläge,aber man bzw. Frau sollte dranbleiben,es lohnt sich.
    Also Eva,kämpfe,sei mutig,tue etwas für dich,setze Grenzen.DU BIST WERTVOLL!!!!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich finde das so süß, was du mir in FB gepostet hast! Vielen Dank dafür. Die Mädels sind 20 und 17. Die eine hat einen netten Freund, der zuhause sehr viel hilft. Viel mehr als meine Mädels! Und ohne Gemotze! Aber ich glaube, das liegt an meiner Erziehung, vermutlich wäre ein Sohn bei mir genauso verwöhnt/verzogen worden. Ich hab halt immer gedacht, mit zunehmendem Alter der Kinder steigt auch die Einsicht, aber das sieht nicht so aus. Die gehen nicht freiwillig von ihren Privilegien runter. Mittlerweile gehe ich aber echt am Krückstock....
      Kann nur besser werden.
      LG Eva

      Löschen
  8. Hallo Eva..
    Ich glaube das ist unser Los ... Denn eigentlich haben wir es selber Schuld. Wir gaben die ganze Bande ( Mann, Kinder und den Hund ) nämlich zu sehr verwöhnt. Hat ja auch Spaß gemacht. Aber wenn der eigene Akku schnell leer ist , und keiner der Familie dich such nur annähernd darum schert , dann muss die Reissleine gezogen werden. Ist leicht gesagt, aber so nach und nach , in kleinen Schritten , wird es klappen. Nur nicht zuviel erwarten ....aber in homöopathischen Dosen geht es.
    Ich habe auch erst seit einigen Jahren ( ich bin 53) die Kurve gekriegt. Jetzt springe ich nicht mehr gleich wenn mein LGG meint er muss was essen , und ist nicht in der Lage die mörderische Strecke in die Küche zu gehen, um schön mal den Tisch zu decken. Ich kann jetzt auch abwarten . Du schaffst das schon ...
    LG
    Antje

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Tja, da hast du recht. Genauso ist es. Ich habe alle verwöhnt und auch gerne. Trotzdem in der Hoffnung, dass es zu einem verständisvollen Resultat führt. Habe sozusagen auf die Einsicht der anderen gehofft... Das ist bis jetzt nicht eingetreten, im Gegenteil. Mit sehr viel Vehemenz werden die bisherigen Privilegien verteidigt.

      Aber die Hoffnung stirbt zuletzt... Habe halt leider immer wieder ein paar Durchhänger. Ich will das schaffen, auf jeden Fall!
      LG Eva

      Löschen
  9. Oh Eva, das klingt ja nach einem Hilferuf. Ich bin kein guter Ratgeber, weil ich da im Detail nicht mitreden kann. Was ich lese, erschreckt mich aber! Alle haben sich einfach daran gewöhnt, dass Du immer funktionierst und sie wundern sich nun, wenn Du eigene Ansprüche stellst. Deshalb mein Tipp: mach doch einfach mal einen ganzen Tag lang, was Dir gefällt - oder sogar ein Wochenende lang. Was machen Sie, wenn die Dame des Hauses fehlt? Sie werden schon nicht untergehen, aber vielleicht man darüber nachdenken, dass Deine ganze Arbeit NICHT selbstverständlich ist! Liebe Grüße zu Dir! Üffi

    AntwortenLöschen
  10. Oh weh. Ich fühle mit dir! Übel an so einer Situation ist ja, dass frau sich so lange ans Funktionieren gewöhnt hat, dass sie irgendwann nicht mal mehr aufmuckt und, wenn denn mal ein winziger Freiraum entsteht, überhaupt nicht mehr weiß, was sie mit der Zeit anfangen soll. So ging es mir zumindest. ;)

    Es ist ja auch nicht so, dass man diese Aufgaben generell nicht erledigen wollen würde, aber dann ist ein bisschen Wertschätzung ja wohl das Mindeste, was frau erwarten kann! Erstaunlicherweise schafft es gerade der Nachwuchs, einen fies unterhalb der Gürtellinie zu treffen. Die knallen einem Sachen an den Kopf, für die würde ich Bekanntschaften auf der Stelle beenden... aber hier bist du die Mama und musst... hm... alles runterschlucken? *grummel* Das macht mich wahnsinnig und ich muss gestehen, dass ich aus ebendiesem Grund kürzlich explodiert bin und dem Junior einiges an den Kopf geknallt habe. Es hat ordentlich geknallt und plötzlich hat er gesehen, dass der vollautomatische Koch-Putz-Wasch-und-Bügelautomat auch nur ein Mensch mit Herz, Seele und dünnen Nerven ist. Seither verstehen wir uns wieder besser und ich arbeite daran, mich abzugrenzen und seine pubertätsgesteuerten Sticheleien einfach an mir abprallen zu lassen.

    Bei euch ist es glaube ich noch schwerer, weil Väter unbewusst eher Partei für die Töchter ergreifen? Ich bin mir nicht sicher, aber ich bilde mir ein, dass Mütter oftmals eher einen Draht zum Sohn haben und die Väter zu den Töchtern. Aber wie auch immer: Versuch irgendwie, die verwöhnten Herr- und Damenschaften auch mal auflaufen zu lassen und Zeit für dich zu finden. Sei es regelmäßig ein paar Stunden oder in etwas größeren Abständen (Monatsrhytmus?) einen bis zwei Tage, an denen du dich völlig ausklinkst und für Dienstleistungen nicht zur Verfügung stehst, weil du deine Akkus aufladen musst! Wer nichts mehr in sich hat, kann nämlich auch nichts geben. So einfach ist das.

    Kennst du zufällig das Buch "Die Wolfsfrau"? Bisschen "eso", aber dennoch ein wunderbares Buch, das mir die Augen in vielerlei Hinsicht geöffnet hat. Seitdem ich das gelesen habe - manche Kapitel wieder und wieder - fällt es mir leichter, mich auch mal nur um mich zu kümmern. Nur um mich. Das war zuerst absolut ungewohnt und ich hatte ein schlechtes Gewissen. Und dann kam das Myom und schwupps, habe ich mich vor Schreck (!) auch mal an die erste Stelle gesetzt und plötzlich ist das schlechte Gewissen weg. So absurd wie es klingt, das fühlt sich gut an. ;)

    Was mich irritiert ist die Tatsache, dass jede deiner Handlungen kritisiert wird... das macht mich traurig und wütend. :(

    Liebe Grüße und Kopf hoch!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Oh Gott... SO lang ist der Kommentar?! Uff...das wollte ich nicht. *blush*

      Löschen
    2. Das macht doch nichts, danke dafür! Das Buch kenne ich noch nicht, werde ich mir besorgen. "Koch-Putz-Wasch- und Bügelautomat" !!! (haahaha, das gefällt mir). Zumeist auch noch die 24 Stunden Verkehrsanbindung... Tja, ich habe gerade wirklich keinen so ganz guten Stand in der Familie und stimmt, von keinem anderen würde man sich soviel bieten lassen wie vom Nachwuchs. Der kennt einen halt auch ganz genau und kann deswegen sehr treffsicher verletzen.
      Das mit dem schlechten Gewissen kenne ich auch. Deswegen ist das alles nicht so einfach. Aber ich arbeite dran!
      LG Eva

      Löschen
    3. Ich wollte Dir noch sagen, daß Du Dich nicht als Weichei fühlen musst, wenn Du Probleme mit dem Neinsagen hast. Ich kenne das selber, bei uns sind es die alten Leutchen. Hinterher könnte ich mich selber schlagen, weil ich mich mal wieder ausgelaugt fühle und zu kurz gekommen bin, natürlich ohne Danke oder so. Ich sehe das als langen Lernprozeß, weiß ich doch, egal wie sehr ich mich reinhänge, es ist nie genug.
      LG, Katja

      Löschen
  11. Hallo Eva,
    heute bin ich mal wieder auf Deiner Seite. Habe leider zur Zeit wenig Zeit (bin beruflich sehr beschäftigt und war jetzt an zwei Wochenende auf Märkten unterwegs...)
    Wenn ich lese, was Du schreibst, sehe ich immer wieder die gleichen Themen. Ich habe das Gefühl, daß Du Dich im Kreis bewegst - schade. Ich hatte die Hoffnung, daß man Dir auf der Kur die Augen öffnet und Dir Wege zeigt, was Du zu ändern hast...Deine Familie weiß, wie sie mit Dir umgehen müssen aber Du bist Dir nicht sicher, wie Du ihnen gegenüber treten könntest. Ich wünsche Dir so sehr, daß Du hier einen Weg für Dich findest. Auch wenn man es nicht möchte, vielleicht solltest Du hier mal professionelle Hilfe in Anspruch nehmen?...Deine Mädels sind groß, d. h. sie brauchen keinen Fahrer, keine Köchin oder besser gesagt Haushaltshilfe. Auch wenn es nicht gerade leicht ist, lerne mal "nein" zu sagen. So wie ich Dich von hier kenne, ist das bestimmt für Dich nicht leicht (weiß ich von mir selber), aber es ist angebracht...Du hast lange genug auf Deine Familie Rücksicht genommen, es ist aber auch mal an der Zeit, an Dich zu denken...Setze mal Regeln auf und mache diese Deiner Familie klar...Was möchtest Du? - schreib Dir doch das mal auf und überlege Dir hierzu, wie Du es umsetzen kannst...Ich weiß, es ist leichter geschrieben als getan (ich bin auch kein Egoist - bei mir kommen auch immer zuerst die anderen...trotzdem mache ich mal das, was ich möchte und siehe da, es kommt keiner zu kurz)...So ein Wochenende, wie Du es verbracht hast, ist wirklich keine Kraftquelle - das ganze Gegenteil. Es wird Dir Energie entzogen...Ich denke, sie wiessen genau, wie sie Dich treffen können und Du dann Deine Bedürfnisse ganz schnell wieder hinten anstellt, um Deinen Lieben gerecht zu werden...Du mußt ihnen vielleicht mal sagen, daß Du sie trotzdem liebst, auch wenn Du nicht mehr alles für sie tust...Was unternimmst Du eigentlich mit Deinem Mann? Darüber schreibst Du eigentlich nie - habe hierzu ein eigenartiges Gefühl, möchte mich aber dazu hier nicht äußern...Ich kann Dir nur wünschen, daß Du aus Deinem Schlamassel rauskommst...Viele liebe Grüße. Evi

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich drehe mich in der Tat im Kreis. Es sind immer die gleichen Themen. Ich würde gerne profesionelle Hilfe in Anspruch nehmen, aber versuch mal, einen Platz für eine Gesprächstherapie zu finden. Alles voll, leider keine Plätze, evtl. Warteliste, aber mindestens 6 Monate Wartezeit... Da hat man keine Lust mehr. Jedesmal seine Geschichte erzählen, bitten, fragen und dann doch vertröstet werden.
      Was meinen Mann anbetrifft, da brauchst du kein eigenartiges Gefühl zu haben. Wir sind 25 Jahre verheiratet und wir funktionieren. Irgendwie. Wir beide alleine kommen ganz gut klar, nur gibt es diese Situation sehr selten. Im normalen Alltag haben wir Probleme. Er geht 200 %ig in seinem Beruf auf und sieht mich dann nur so am Rand. Wenn ich reden möchte oder irgendwas verändern, reagiert er abweisend. Er sieht die Notwendigkeit einfach nicht, für ihn ist es mehr oder weniger ok so. Wenn du dich ausführlicher äußern möchtest, dann schreib mir gerne ein mail, ich bin dankbar für alle Gedanken und Anregungen, auch wenn sie kritisch sind. Im Gegenteil, vielleicht bringt es mich ja weiter.
      Freut mich, dass es dir beruflich gerade sehr gut geht.
      LG Eva

      Löschen
    2. Die sechs Monate Wartezeit hättest du inzwischen schon dreimal rum. Das geht aber nur, wenn du dich auf eine Warteliste setzen lässt.

      Löschen
  12. Da muss ich kurz Anna unterstützen. Das Buch ist zwar schon älter, aber immer noch aktuell. Ich fand es super und trenne mich auch nicht davon. LG Donna

    AntwortenLöschen
  13. Das du dir Tiere versorgst, ist eben so, aber wer zwingt dich den Ebaymist deiner Töchter zu erledigen?
    Du machst dich zum Sklaven deiner Familie und dann beschwerst du dich darüber.
    Leider geht nur entweder oder. Und nichts ist unsinniger als Aushänge. Die werden geflissentlich übersehen. Das einzige, was zu einer Veränderung führt ist tun. Wenn deine Töchter nach dem Kochen nicht aufräumen, dann räum den Dreck (nach ein, zwei Ermahnungen) in ihr Zimmer. Da wird es sie schön stören. :D
    Entweder du erträgst in der Übergangsphase den Widerstand oder du lebst so weiter. Von alleine verläßt kein Mensch freiwillig die Insel der Glückseeligkeit.
    Ich denke du brauchst eine Therapie, um deine Existenzberechtigung nicht mehr im Jedem-Gefallen-Wollen siehst.
    Da ist sehr viel aufzuarbeiten und du solltest es langsam mal angehen. Du hast ein Recht auf ein eigenständiges Leben und nicht mehr als Marionette deiner Eltern.

    LG

    Kati

    AntwortenLöschen
  14. Hallo Eva,
    habe mir gerade etwas Zeit genommen, die Kommentare zu lesen...In welcher Lage befindest Du Dich? - Ich habe den Eindruck, Du bist eigentlich in Dir selber gefangen...Wenn ich lese, was Du für Deine Töchter machst (ebay-Pakete uw.) stellen sich mir wie man so schön sagt, die Haare zu Berge...Leider kann ich Dir keine Mail schicken, finde Deine Email-Adrese nicht.
    Wenn Du magst, kannst Du mir sie gerne nochmals zukommen lassen.
    Ich wünsche Dir einen schönen Restsonntag und daß Du Dich nicht ärgern mußt.
    Viele liebe Grüße
    Evi

    AntwortenLöschen

Über nette Kommentare freue ich mich: