Donnerstag, 17. Oktober 2013

Mein Tag heute - Ausblick auf Weihnachten

Heute war ein anstrengender Tag für mich. Heute vormittag war ich nach längerer Pause mal wieder beim Frauenarzt. Weiss nicht, wie es euch geht, aber ich habe jedes Mal wieder Angst vor dem Ergebnis. Je älter ich werde, umsomehr wächst die Angst, dass "da mal was sein könnte". Ist ja auch so, mit zunehmenden Alter wächst das Risiko für so blöde Erkrankungen. Heute gab es Gott sei Dank grünes Licht, so auf den ersten Blick war wohl alles in Ordnung.

Dann bin ich heute mittag arbeiten gewesen und habe gefühlte drei Tonnen Weihnachtsdeko ausgepackt. Ich glitzere an Körperstellen, die ihr gar nicht wissen wollt. Ich habe Engelchen, Kugeln, Tannenbäume und was weiß ich noch ausgepackt, und mir ist bewußt geworden, wie kommerziell und oberflächlich das ganze Weihnachtskrams eigentlich geworden ist. Alles, aber auch wirklich alles, was ich heute ausgepackt habe, gab es bereits die letzten Jahre, zumeist in anderen Farbzusammenstellungen, aber wirklich was Neues war nicht dabei.

Jetzt frage ich mich, wie ich dieses Jahr das "Fest" gestalten möchte. Jedenfalls nicht als Konsumhöhepunkt des Jahres. Ich bin nicht der eifrigste Kirchgänger und schon gar nicht der kritikloseste Gläubige bin und trotzdem fände ich es schade, wenn "der Geist der Weihnacht" nun endgültig in Glitzer und Tand untergehen würde. "Volle Gabentische, leere Seelen?" Das möchte ich auf keinen Fall. Ich muss mir noch ein paar Gedanken machen, wie unser Weihnachtsfest dieses Jahr aussehen soll. Materiell haben wir alles. Wie so viele andere Menschen auch. Ich liebe die Weihnachtsgeschichten von Martin Heidegger. Da ist der "Geist der Weihnacht" sehr präsent, sehr zu spüren, so sollte es sein und nicht anders. (Ich weiss, dass die Original Geschichte "Der Geist der Weihnacht" von Charles Dickens stammt, auch er ist ein sehr sensibler und eindrücklicher Erzähler und seine Geschichten spiegeln die Weihnachtsatmosphäre für mich sehr eindrucksvoll wieder).

Wieder viele Gedanken zum Abend in meinem Kopf. Wie plant ihr euer Weihnachten? Freut ihr euch drauf? Welchen Stellenwert hat dieses Fest überhaupt noch? Ich behaupte einfach mal, dass die meisten den kirchlichen Hintergrund gar nicht mehr sehen. Ich vermutlich auch nicht an erster Stelle. Aber in der Kindheit hatte Weihnachten eine grosse Faszination, es war feierlich und hat Ehrfurcht eingeflößt (zumindest bei mir). Klar, habe ich mich auch über Geschenke gefreut, aber ich habe alles sehr viel intensiver erlebt als heute.  Manchmal würde ich über die Feiertagszeit am liebsten in Winterschlaf fallen und erst im Frühling wieder aufwachen. Es ist eine komische, schwierige und sentimentale Zeit. Ich bin jedes Jahr wieder froh, wenn sie vorbei ist. Soviele Erwartungen, Erinnerungen und Enttäuschungen.

Huwaaah, Hilfe! Erzählt doch bitte mal, wie geht das bei euch?

Kommentare:

  1. hallo eva,
    dein post heute gefällt mir sehr und auch mit dem ausblick auf weihnachten habe ich mir dieses jahr vorgenommen NICHTS an deko zu kaufen, sondern das zu benützen, was ich habe, denn das ist jede menge.
    durch meine reise nach polen und auch durch die bekanntschaft mit einem franziskaner mönch habe ich die kath. kirche und insbesondere die kirche in polen anders kennengelernt. sie ist tiefgläubig und man hilft sich untereinander und ich denke, dass ich mein weltbild der kirche auch umstellen werde. deshalb ist für mich dieses jahr christi geburt etwas neues und ich werde es dieses mal wieder ganz bewußt erleben.
    aber machen wir nicht alle mit beim konsum an weihnachten? wir kaufen und kaufen und sind uns dessen gar nicht bewußt, dass wir das christfest damit kaputtmachen. weihnachten ist das fest der familie und wie stark eine familie bindung hat, habe ich auch in polen erlebt. es ist wunderschön. so denke ich werden wir dieses jahr auch mit kleinigkeiten eine wunderschöne und bewußte weihnacht erleben.
    alles ist leider komerz, den wir aber doch alle gerne und immer wieder jedes jahr mitmachen. ich hoffe, ich bleibe bei meinem vorsatz, nichts für weihnachten an deko zu kaufen. ein kleines geschenk für die lieben, aber sonst eher nichts.
    vielen dank und einen lieben gruß eva

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  2. Ganz ehrlich, ich verdränge Weihnachten noch etwas. Tja und dann steht es irgendwann vor der Tür. Große Geschenkemacherei gab es bei uns nie, wir sind auch eine kleine Familie. Aber es ist schön wenn wie Weihnachten alle beisammen sitzen.
    Mir geht es ähnlich wie dir, ich würde auch gerne Winterschlaf machen.
    Lieben Gruß

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  3. Hallo Eva,
    ja ich sehe es genau so.Der Ursprung,nämlich die Geburt des Messias ist bei den meisten nicht mehr präsent.Mein Mann kommt auch aus Polen und da hat Weihnachten noch einen ganz anderen Stellenwert und die Familie ist sehr wichtig.Ich bin ein gläubiger Mensch und bekennender Christ und mir geht diese Konsumiesierung des Weihnachtsfestes echt auf den Keks,aber ich sage mir es ist der Zeitgeist und wer bin ich,das ich anderen Menschen Vorschriften mache.Ich gestalte das Fest so,das es für uns als Familie stimmig ist.Dazu gehört,das liebevolle Dekorieren,Plätzchen backen,ein leckeres Essen,liebevoll ausgesuchte Geschenke,nicht zu üppig,sondern an den zu Beschenkten angepaßt.Früher bin ich auch zur Kirche gegangen an heilig Abend,das tue ich mir nicht mehr an.Es gibt ja die "Weihnachtskirchgänger",die dann verständlicherweise nichts mit dem Gottesdienst anfangen können und sich auch so benehmen.Gut,wie ich schon sagte,wenn sie das brauchen,bitte schön.Ich gehe dann an einem Feiertag.Es gab eine Zeit,da war Weihnachten und die Zeit davor ein Graus für mich,ich habe dann immer gesagt,Weihnachten ist nur etwas für Kinder,doch mittlerweile freue ich mich wieder auf diese Zeit,so auch dieses Jahr.
    Liebe Grüße Pippi

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  4. Guten Morgen Eva,
    Deine Gedanken zu Weihnachten gefallen mir. Der ganze Rummel und die unzähligen vorgeblichen Verpflichtungen haben mich schon vor Jahren gestört, deshalb schließe ich sie aus meinem Leben aus. Weihnachten findet bei uns an einem Abend statt. Am Heiligabend, wenn wir als Familie zusammen sind, zusammen essen, spielen und Spass haben. Das könnte auch ein x-beliebiger Abend im Jahr sein, er unterscheidet sich nur durch den Weihnachtsbaum von anderen. Einen Weihnachtsbaum gibts, weil ich so schönen alten Weihnachtsschmuck habe, den ich einmal im Jahr rausholen will und weil meine Kinder diese Tradition lieben. Geschenke gibt es keine - als meine Kinder noch Kinder waren, bekamen sie welche. Jetzt sind sie erwachsen und haben mich darauf hingewiesen, dass das Schenken nicht mehr sein muss.
    Es muss also nicht gleich die Winterschlafstarre sein, in die man verfällt. Einen Gang runter schalten, hilft auch schon. Und dazu bist Du auf dem besten Weg.
    Lieben Gruss von Sabine

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  5. In unserer schnell lebigen Welt ist Weihnachten heute doch nur der reinste Konsumrausch.
    Wir ziehen da nicht mit.Klar Geschenke gibt es ,weil wir auch gerne schenken,aber auch nur für unsere Kinder.Für uns ist Weihnachten ein schönes gemütliches zusammenkommen.Die Familie hat frei,wir sitzen gemütlich zusammen,essen was leckeres ,Spielen zusammen,erzählen und freuen uns über die freien Tage die wir zusammen haben.
    LG
    Nicole

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  6. Liebe Eva,
    vis vor zwei Jahren habe ich sehr traditionelle Weihnachten gefeiert. Mit vorher Rundum-Hausputza, vielen liebevoll ausgesuchten Geschenken und natürlich einem Festtagessen, mindestens drei Gänge, drei Tage... 2011 fiel Weihnachten aus und im letztem Jahr habe ich einen Mini-Weihnachtsbaum geschmückt, sogar mit neu gekauften Glitzerkugeln in Knallfarben, obwohl ich soviel Weihnachtsschmuck besitze. Okay, da war der starke Wunsch nach Veränderung, weil zu sehr die Erinnerungen an vergangene Weihnachten quälten... dann habe ich ja noch meine persönliches Weihnachts-Highlight erlebt: eine Schafherde zog durch unser Dörfchen und ich habe 4 Stunden Zeit mit dem Schäfer, den Hunden und den Schafen verbracht, das war unbeschreiblich schön für mich- ein Geschenk!
    In diesem Jahr weiß ich es noch nicht... sicherlich gehört auch die Christmesse dazu, ich singe im Kirchenchor. Wir werden auch bestimmt etwas leckeres essen und so weiter, aber ich werde nicht mehr so viel dekorieren, wie zu früheren Zeiten. Es ist mir nicht mehr wichtig. Ich mag seit einigen Jahren sowieso natürliche Deko, Zapfen, Flechten, Moos, frische Zweige und einfache helle Kerzen. Durch die Bekanntschaft mit meinem Freund hat sich bei mir alles verschoben... ich denke, es ist so, wie Sabine beschrieben hat, wichtig ist das Zusammensein, dazu gehört bei mir ja auch meine hilfebedürftige Mutter.

    Liebe Grüße
    Marita

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  7. Ich stand heute schon vor der Weihnachtsdeko im dm und habe es gelassen... ;)

    Weil ich es einfach noch zu früh finde, mir darüber Gedanken zu machen. Das geht frühestens Anfang November los. Vermutlich wird wieder die ganze Familie zu uns kommen, wie seit Jahren an Heiligabend. Die restlichen zwei Tage bleiben dann für uns. Mit der Arbeit ist mir das so am liebsten, da bei uns zwischen den Jahren natürlich Urlaubssperre herrscht... ;)

    LG

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