Donnerstag, 10. Oktober 2013

Alexander-Technik

Ich war gestern auf einem Vortrag über die sogenannte "Alexander-Technik". Ehrlicherweise muss ich gestehen, zuvor noch nie etwas davon gehört zu haben.

Eine kompetente Dame hat mir in ihrem Vortrag einen komplexen Überblick darüber gegeben und mich wirklich neugierig gemacht.

Alexander-Technik bedeutet, minimale Bewegungen mit maximalen Wirkungen.

- Spannung und Unausgeglichenheit wird in Leichtigkeit und Balance verwandelt.

Der "Erfinder" oder "Gründer" war ein gewisser Frederick Matthias Alexander (1869 - 1955), der seine eigenen körperlichen Probleme durch Selbstbeobachtung und Reflexion enorm verbesserte und bis ins hohe Alter leistungsfähig, kräftig und energiegeladen war. Das Ganze ist also keine neue Erkenntnis, sondern eine bislang eher unbekannte Methode für mehr Körperharmonie und Gesundheit, die nun wieder in Erinnerung gerufen wird.

Ich durfte an einigen einfachen Übungen feststellen, um was es eigentlich geht. Ich sollte aufstehen und mich wieder hinsetzen. Dann wurde ich gefragt, welche Muskeln ich dabei benutze. Interessant wurde es, als ich das gleiche nochmal tun sollte und dabei meine Hände um den Nacken legen sollte. Beim einfachen Aufstehen und wieder Hinsetzen spanne ich doch tatsächlich meinen Nacken an. Brauche ich den zum Aufstehen? Nein. Also nochmal, sich bewußt machen, "ich stehe auf und brauche dazu nicht meinen Nacken, also locker lassen" und- es geht. Diese einfache Sache zeigt, das wir viele uneffektive Bewegungsmuster haben, die uns mehr schaden als nutzen.

Durch Innehalten und durch Wahrnehmung des eigenen Körpers können diese aber in harmonische und effektive Bewegungen umgeändert werden. Das ist Alexander-Technik. Eine ganzheitliche Methode, um Streß, Anspannungen und körperliches Unwohlsein in Körperharmonie zu verwandeln. Das bedarf natürlich einiger Übung, aber je öfters man das praktiziert, um so achtsamer soll man für seinen Körper werden.

Hört sich für mich hochinteressant und nachvollziehbar an. Es ist auch genau das, was ich brauche, nicht nur reine "Turngymnastik", sondern eine Miteinbeziehung aller Sinne. Gefordert werden Körper und Geist.

Es gibt etliche Bücher über die "Alexander-Technik", die man gestern auch kaufen konnte. Ich habe mir eins aus dem TRIAS-Verlag mitgenommen, in dem alles sehr ausführlich beschrieben wird und dem eine Audio-CD beiliegt. Die werde ich nachher gleich mal ausprobieren,

Gelassen und aufrecht durchs Leben, das ist doch ein schönes Ziel.

Kommentare:

  1. Oh davon habe ich noch nie gehört und klingt interessant. Ich könnte mir vorstellen, dass das für mich eher nicht geeignet ist. Pilates langweilt mich z. B etwas. Ich brauche eher Action. Aber ich kann mir gut vorgestellten, dass es vielen hilft. Guter Bericht.

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    1. Es ist in der Tat keine "Sportart", also auch keine Action. Es ist eine Technik, die man erlernen kann und dann bei m Sport anwenden kann. Ich probiere nachher mal die CD.
      LG Eva

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  2. Ich höre ebenfalls zum ersten Mal davon und finde es interessant. Ich verstehe es jetzt eher so, das es nicht als Sport im Sinne von "Trimm Dich" gedacht ist, sondern um gezielt Verspannungen zu lösen?
    Ich merke das immer an meinem Kiefer. Habe schon viele Jahre Probleme damit, trage eine Beißschiene im Schlaf, aber nun mache ich es schon unbewußt im wachen Zustand, ich presse meine Kiefer wahnsinnig aufeinander. Wäre vielleicht auch was für mich. Wo gab es denn diesen Vortrag, Krankenkasse?
    Liebe Grüße
    Karoline

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    1. Kieferverspannungen sind davon auch betroffen. Es sind keine Übungen, sondern mehr eine Bewußtmachung des eigenen Körpers und eine Bewußtmachung der falschen Bewegungsmuster. Du kannst ja mal googeln, da erfährt man auch einiges.
      Der Vortrag war in einem Frauen-Fitness-Studio, das diese Kurse anbieten möchte.
      LG Eva

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  3. ich habe mal von der technik ganz entfernt gehört abe sie noch nie gemacht. was ich gemacht habe ist,
    muskelentspannung nach jakobsen, das ist auch ganz entspannend, allerdings muß man sich da schon sehr konzentrieren.
    zur entspannung habe ich in der reha auch feldenkrais gemacht, aber das ist auch etwas, was mir nicht so sehr gelungen ist.

    liebe grüßle eva

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    1. Ich glaube, Feldenkrais ist sowas ähnliches. Man braucht schon etwas Übung (wie bei allem), aber die Vortragsdame macht das schon seit über 20 Jahren und ist total begeistert. Für mich wäre das schon gut, weil ich so oft soviel auf einmal will und micht dann gar nicht mehr wahrnehme. Das ist alles ein sehr ungewohntes Feld, aber warum nicht mal was Neues probieren?
      LG Grüße zurück
      Eva

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  4. Die Alexandertechnik gibts schon lange. Ich habe sie zwar noch nicht selber ausprobiert, aber schon viel Gutes davon gehört.
    LG Donna

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  5. Liest sich interessant.

    Ich habe es ja schon als Antwort auf Deine Kommentare im Blog geschrieben: Du solltest unbedingt Pilates machen und/oder Yoga. Mit der Zeit merkt man selbst, wenn man falsche Muskeln anspannt, oder sich falsch bewegt. Geht ja in eine ähnliche Richtung und ist super für den Rücken.

    LG

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  6. Da habe ich auch noch nicht von gehört.Aber hört sich spannend an.
    LG
    Nicole

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Über nette Kommentare freue ich mich: