Sonntag, 29. September 2013

Selbstgebackenes Körnerbrot

Eine arbeitsreiche Woche liegt hinter mir. Ich merke das mal wieder an meinem verspannten Rücken. Ich habe in den letzten 3 Arbeitswochen soviele Stunden abgeleistet, wie ich normalerweise in 4 Wochen ableisten muss. Und das spüre ich in den Knochen und im Rücken. Ich sollte dringend etwas für meinen Rücken tun, denn wenn das so weitergeht, kann ich mich bald gar nicht mehr rühren.

Außerdem gab es letzte Woche ein Gespräch mit der Chefin, zwei weiteren Mitarbeiterinnen und mir, weil ich den Eindruck hatte, dass das Arbeitsklima seit ich wieder aus meiner Kur da bin, sehr feindselig und angespannt war. Obwohl ich von einer Dame ziemlich attackiert wurde, konnte ich einigermaßen ruhig meine Argumente vorbringen. Was allerdings noch tief sitzt, ist der Vorwurf, ich würde nach dem Ende meiner Dienststunden "einfach gehen". Ich habe das erst nicht gecheckt und bißchen naiv nachgefragt, "ja klar gehe ich, was denn sonst?" Oh, das hat einen regelrechten "shitstorm" ausgelöst. Die erwarten, dass ich von selbst und freiwillig länger bleibe, wenn zum Beispiel das Lager unordentlich ist oder noch Ware auszupacken ist. Ich hab gedacht, ich spinne. Denn es wird ja immer an die nächste Mitarbeiterin übergeben, bisher hat noch nie einer irgendwas in dieser Richtung erwartet. Wenn mal wirklich soviel Arbeit da war, dass absehbar war, mehr Mitarbeiter zu brauchen, wurde von den Verantwortlichen gefragt, ob man länger dableiben kann. Und da gab es von mir selten ein Nein. Nur, wenn halt ein Termin anstand. Aber dass die nun von einer Teilzeitkraft auch noch erwarten, von selbst länger dazubleiben, das halte ich persönlich schon für überzogen. Wie seht ihr das? Ich meine, es ist immer etwas Unerledigtes in einem Laden. Prinzipiell könnte jeder Mitarbeiter längerbleiben, um irgendetwas zu sortieren oder aufzuräumen. (Das Aufräumen bezieht sich nicht auf die normalen Pflichten, es gibt da klare Regeln, was innerhalb eines Dienstes zu tun ist und wie der Arbeitsplatz hinterlassen werden muss. Es dreht sich wirklich um zusätzliche Arbeit). Die Personaldecke ist momentan extrem dünn. Meine Nerven auch.

Immerhin habe ich das Gefühl, dass das Gespräch so ein bißchen wie ein klärendes Gewitter war. Wenigstens ist die Atmosphäre jetzt nicht mehr so aufgeladen. Mal sehen, ob es so bleibt.

Trotzdem habe ich diese Woche ein schönes neues Rezept ausprobiert, ein Dinkelvollkornbrot mit ganz vielen Körnern. Es geht schnell und einfach und schmeckt sehr lecker. Die Körner können nach Geschmack variiert werden, ich habe dieses Mal Sonnenblumenkerne und geschroteten Leinsamen verwendet. Und sogar mein Mann, der sonst kein Körnerfan ist, fand das Brot lecker.



Rezept:

500 g Dinkelvollkornmehl
1 frische Hefe
500 ml Wasser
1 Essl. Salz
2 Essl. Essig

150 g Körner nach Wahl

Mehl in eine Schüssel geben und eine Mulde hinein drücken.
Wasser in die Mulde geben und die Hefe rein bröseln.
Essig und Salz hinzugeben und alles kräftig zu einem glatten Teig verkneten.
Körner und Samen unterheben.
Kastenform einfetten und den Teig hineingeben.
Sofort in den NICHT-vorgeheizten Ofen stellen und bei 200°C ca.1 Stunde backen.

Guten Appetit!

Kommentare:

  1. Liebe Eva,
    ich seh das wie Du, wenn's "brennt" bleib ich länger aber nicht generell - auch als Vollzeitkraft nicht. Wie Du schreibst, es gibt immer was zu tun, wenn wir danach gehen, könnten wir den Samstag und das Wochenende gleich mit dranhängen. Lass Dich nicht drauf ein und such Dir, wenn die Stimmung weiter angespannt ist, was Neues. Der Rücken streikt nicht umsonst, das ist meist ein Hinweis darauf, dass was nicht stimmt - ich weiß wovon ich spreche.
    Kochen ist für mich auch oft Ausgleich zum Bürojob. Was Kreatives mit den Händen machen und ein Ergebnis das sofort sicht- und genießbar ist. Das brauch ich ab und zu.
    Hab einen schönen Sonntag!
    Sabine

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  2. Liebe Eva,
    ich sehe es genau wie du und gut das du dich zu Wort gemeldet hast.Deine Rückenschmerzen kommen nicht von ungefähr,bei mir schlägt Streß und Ärger auch immer auf die Knochen.Kochen und Backen ist auch für mich immer entspannend obwohl ich nicht arbeiten gehe.Ich drücke dir die Daumen,das sich nun die Situation entspannt hat und wenn nicht,stimme ich Sabine zu,suche dir etwas Neues.LG Pippi

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  3. Liebe Eva,
    das ist ein völlig unsinniges Argument Deiner lieben Mitkolleginnen.
    Bloß weil sie sich anscheinend ihre Arbeitnehmerrechte bereitwillig wegnehmen lassen (unbezahlte Mehrarbeit, so sieht das für mich nach Deiner Schilderung aus), musst Du das nicht ebenfalls tun. Für mich wirkt dieses Verhalten wie Neid, weil Du Deine! Gesundheit mit der Kur endlich mal an vorderste Stelle gesetzt hast. Von einem kranken Mitarbeiter, der länger ungeplant ausfällt, hat die Belegschaft aber auch nichts.
    Bei solchen unsinnigen Forderungen solltest Du ganz süß zurückfragen, wann Du denn bitte die so anfallenden Überstunden abfeiern kannst. Danach sollte Ruhe sein. Leider versuchen viele Arbeitgeber die Belegschaftsdichte systematisch auszudünnen, um die Kosten zu optimieren. Irgendwann sind die Mitarbeiter aber fertig, und das ganze geht nach hinten los.
    Deshalb: Du machst das ganz richtig, bist auf einem guten Weg und nur weiter so!
    Ganz liebe Grüße, Katja

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  4. Liebe Eva,
    schön das ihr das regeln konntet ,ich hoffe das es auch so bleibt.Sowas kann man sich ersparen.Dein Brot sieht super lecker aus.
    LG
    Nicole

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  5. Schade, dass das Arbeitsklima nicht so besonders gut war. Ein Glück, dass Ihr über die Situation gesprochen habt.Ich finde es sehr wichtig, dass man bei seiner Arbeit zufrieden ist und eine nicht eine angespannte Stimmung vorherrscht. Es sagt ja keiner etwas über eine gewisse Mehrarbeit. Wenn jedoch aus einer Teilzeitarbeit fast eine Vollzeit wird, stimmt etwas nicht. Ich finde es gut, dass Du Deine Meinung geäußert hast.
    LG
    Ari

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  6. Da lastet ein ganz schöner Druck auf dir. Ich arbeite auch Teilzeit und das aus gutem Grund. Gut, dass du deine Meinung gesagt hast.
    LG Sabine

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  7. liebe eva,
    rückenprobleme haben immer eine ursache. ich wünsche dir alles gute.
    das körnerbrot sieht wunderbar aus und so schmeckt es bestimmt auch.
    alles gute und
    gute besserung
    eva

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  8. Liebe Eva. Gut dass sich durch das Gespräch die Situation etwas entspannt hat. Es ist schlimm und unangenehm wenn das Firmen-Klima nicht stimmt. Immerhin verbringt man hier mehrer Stunden am Tag. So eine Belastung macht sich auch auf den Rücken bemerkbar. Praktisch die Last auf deinen Schultern.
    Ich wünsche dir einen entspannten Tag

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  9. Hallo Eva,

    so einen Ärger braucht man nicht. Schade, wenn es so läuft und das tut mir wirklich leid. Denn ich weiß genau wie man sich in so einer Situation fühlt. Aber gut, dass ihr darüber gesprochen habt und ihr auch einiges regeln konnte.
    Das Rezept hört sich gut an. Ich freue mich ja immer über Rezepte.

    Das probieren wir aus. Den Herbstsalat haben wir ausprobiert, er war einfach nur lecker :)

    LG

    Barbara

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  10. Mmh, ich hoffe, Du hast mittlerweile angenehmere Arbeitsverhältnisse, das ist ja schon bissel arg :/

    Dein Brotrezpt ist übrigens am Wochenende auch auf meinem Teller gelandet..ich habe es auf dem Blog einer mir bekannten Bloggerin gefunden neulich, allerdings habe ich noch Röstzwiebeln und etwas Leinsamen hinzu gegeben, sowie Pinien- und Kürbiskerne, das ist so lecker :)

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Über nette Kommentare freue ich mich: