Mittwoch, 31. Juli 2013

Was für die Bildung getan - Historische Jugenstilführung

Zunächst mal, es war toll! Und heiss und anstrengend. Zwei Stunden waren offiziell geplant, 2 1/2 Stunden sind es geworden. Ein bunt gemischtes Grüppchen von Interessierten ist um 15.00 Uhr an der Tourist-Info losmarschiert, um auf den Spuren der schönen prunkvollen Jugenstil-Epoche zu wandeln. Und um die damals beginnende Sole Badekultur nachzuverfolgen. Ich muss schon sagen, die Herrschaften damals wußten, was schön und teuer ist. Es wurden keine Kosten gescheut, um den damals größtmöglichen Luxus zu gewährleisten. Für besonders Auserwählte gab es das erste fließende kalte und warme Wasser in den Häusern, die ersten elektrischen Lampen und Uhren und für ganz edle Menschen sogar schon Telefon.

Es haben freundliche und helle Farben vorgeherrscht, viel Blattgold und viele Schnörkel und Verzierungen. Aber nicht so kitschig wie teilweise im Barock, sondern wirklich schön. So eine Jugendstil - Villa ist sehr wohnlich, würde ich nehmen... Dann wurden auch die Gärten dementsprechend angelegt, und alles wurde schön und ästhetisch und für damalige Verhältnisse sehr modern gehalten.

Ich habe mal einige Bildchen gemacht, damit man sich vorstellen kann, wie das so war:











 
In den Badehäusern gab es einzelne Badekabinen mit Nummern.



So wurde damals angezeigt, was frei ist.



Holzbadewannen für die "normalen" Menschen.



Marmor für die Adligen und Reichen.



Wasserstandsanzeiger, hihi.
Die erste Wandfliesen gab es auch schon.
Teilweise in aberwitzigen Farben und Motiven.
Dunkelgrün oder dunkelblau mit Pfauenaugen drauf und so
Die weissen hier gehen ganz gut. 





Original Bad-Kommode.
(Hat ein bißchen was von Ikea, oder?)



Dann wunderschöne Kuppeldecken für Aufenthaltsräume.
Von dieser besonderen Kuppel gab es nur zwei Stück.
Die eine hängt noch, die andere liegt auf dem 
Meeresgrund, sie war nämlich Teil der Titanic.





Putten gab es auch zuhauf und die ersten elektrischen Uhren.
Sie wurden zentral vom "Kurdirektor" eingestellt.
Zuvor waren sie immer mechanisch.



Schöne Wandelgänge in den innenliegenden Gärten.
Und viele Bänkchen. Das gefällt mir unheimlich gut.



Rosen waren eine sehr beliebte Blumensorte und prägend für diese Epoche.



Wandmosaik. Nicht schlecht.







Und Brunnen und Wasserspiele in allen möglichen Varianten.




Also, mir gefällts. Ich laufe zwar nicht mehr mit Schleppe und Sonnenschirmchen durch die Parkanlagen und durch die schönen Arkaden, aber ich fühle mich richtig wohl.







Sonntag, 28. Juli 2013

Zeit für mich

Seit ungefähr 1 1/2 Wochen bin ich nun in Kur. Und wenn ich hier etwas habe, was sonst nicht der Fall ist, dann ist das Zeit für mich. Viel Zeit. Und zwar ohne schlechtes Gewissen. Daheim kann ich mir natürlich auch Zeit für mich nehmen, aber trotzdem ist das nicht zu vergleichen. Daheim denke ich sofort "Du müsstest erst noch..." oder "in einer Stunde ist das und das, also schnell diese eine Stunde nutzen" oder "du bist noch lange nicht fertig, erledige doch erst das und das..." usw. usw. Echte Entspannung gleich Null. Auch hier in der Kur fällt es mir streckenweise schwer, meine Gedanken zur Ruhe zu kriegen, aber da ich ja von allen Pflichten wie Kochen, Putzen, Einkaufen, Fahrdiensten, Teilzeitjob usw. usw. befreit bin, entstehen immer mehr Zeitspannen, in denen ich wirklich nur meinen Gedanken nachhängen kann.

Und es ist ganz erstaunlich, was dabei jetzt schon zutage kam. Ich erinnere mich plötzlich an Dinge und Vorlieben, die ich definitiv habe, die aber so zugeschüttet sind, dass eigentlich ein ganzer Bautrupp notwendig wäre,  sie wieder nach oben zu holen. Jetzt in Zeiten der Ruhe suchen sie sich aber ihren Weg, ganz alleine, so wie wenn ein Grashalm mitten im Asphalt hochkommt und sich zur Sonne streckt.

Dieser wunderschöne Kurort ist geprägt vom Jugendstil. Die meisten Gebäude sind mehr als 100 Jahre alt. Sie haben eine ganz eigene, anziehende Atmosphäre. Sie stehen unerschütterlich als Zeugen vieler vergangener Geschichten und ich fühle mich in diesen alten Gemäuern so unendlich sicher und geborgen. So richtig. So wohl. Dieses Gefühl hatte ich schon lange nicht mehr. Erkenntnis: Ich liebe alte Gemäuer, fühle mich magisch angezogen und unglaublich fasziniert.

Als ich Anfang 20 war, habe ich mal eine Tour durch England gemacht, die alten Colleges in Oxford besichtigt, alte englische Kirchen und Klöster, bin durch die alten Parkanlagen gegangen und wäre am liebsten dort geblieben. Auch der "Geist des Studierens, Lernens und Nachforschens" hat mich damals schon total in den Bann gezogen. Wie konnte ich das nur Vergessen? Alte Klöster, alte Kirchen (die unbekannten, nicht diese Touri-Münster und Dome), deren Geschichten, all das interessiert mich. Wir waren mal an der Ostsee in einer kleinen, ziemlich alten Backsteinkirche, schon ein bißchen windschief, aber die Atmosphäre war unglaublich. Was ich damit sagen möchte, ich habe eine alte Leidenschaft wiederentdeckt und freue mich sehr darüber.

Hier findet man an allen Ecken wunderbare Gebäude, aber eine besonders schöne Stätte möchte ich euch vorstellen, nämlich die alte, historische Stadtbücherei. In Zeiten von Internet und Co., von Downloads und MP3 ist diese hübsche Bücherei ein absolutes Schatzkästchen aus "vergangenen" Zeiten. Eingebettet in wunderschöne Bleiglasfenster, in alte Räume mit knarrenden Holzdielen findet man eine wirklich gut sortierte Bücherei mit allem was das Herz begehrt. Also zumindest mein Herz. Man kann natürlich Bücher ausleihen, aber auch Zeitschriften, Hörbücher, DVD's und Spiele. Außerdem die dazu passenden "Hörbuch-Abspielgeräte". Das alles für eine einmalige Gebühr von 2,50 Euro!!!!!!

Ich habe mich mit einem Stapel Bücher, aber auch mit etlichen Hörbüchern eingedeckt. Momentan höre ich:
"Ganz schön stark!" von Sabine Asgodom, bestehend aus 5 CD's.  Ich habe schon einige Bücher von Sabine Asgodom gelesen, sie arbeitet als Autorin und Therapeutin und setzt sich sehr für die Belange der Frau im normalen Leben ein. Sehr hörens- bzw. lesenswert!

Jetzt möchte ich euch noch ein paar Fotos von dieser wunderschönen Bücherei zeigen:


Diese Fenster!!





Wo bitte gibt es heute noch so eine Beleuchtung?



Liebevolle Beschriftungen überall



Viele Sofas laden direkt schon mal zum Schmökern ein







Das habe ich so auch noch nie gesehen. 
Viele Themen für die Generation "55 plus" 
und viele Bücher in Extra Großschrift.

Eingebettet ist das Ganze in einen herrlichen Park mit großen alten Bäumen, Blumen und vielen vielen Bänken zum Sitzen und Verweilen.







Gleich daneben eine von mehreren Gradierwänden, 
da kann man in seine ausgeliehenen Schätze
gleich mal reinschmökern.


Falls jemand von euch noch einen Tipp für ein besonders schönes oder gutes Hörbuch hat, gerne auch im Sinne von Motivations-CD oder Beratung oder Meditation, würde ich mich freuen, wenn ihr ihn mir verratet.

Ansonsten einen schönen Sonntag! Lasst es euch gutgehen!!!












Donnerstag, 18. Juli 2013

Kurzer Kur-Bericht

Ich wollte mich mal kurz melden. Bin gut in der Kurklinik angekommen und bin bis jetzt wirklich positiv überrascht. Die Leute hier, vom Pförtner, über die Krankenschwestern, die Therapeuten und Ärzte bis hin zu den Küchenangestellten sind super freundlich und sehr engagiert. Man wird hier wirklich gut behandelt, es wird versucht, jedem Wunsch nachzukommen und einem weiterzuhelfen.

Das Zimmer ist sehr hübsch, hat einen kleinen Balkon mit Sonnenschirm und kleiner Sitzecke. Ich habe einen Fernseher, W-Lan Anschluß und ein sehr hübsches kleines Duschbad. Die Unterbringung ist wirklich ok. Der Einrichtungsstil ist ein bißchen sehr "schwülstig", so im Villenstil mit Kerzenleuchtern an der Wand in den Aufenthaltsräumen. Hohe Decken, kräftige Farben (rot und blau), bißchen Stuck, Goldleisten usw. Aber man fühlt sich richtig heimelig und geborgen. Ich habe die ersten Tage mit Erstgesprächen verbracht und gefühlte hundert Fragebögen ausgefüllt, ich musste die Hausordnung studieren und unterschreiben und hatte noch ein paar Orientierungsschwierigkeiten . Wo ist der Speisesaal nochmal, in welchem Stationszimmer muss ich mich melden und so weiter. Jetzt naht schon das erste Wochenende und da läßt man den Leuten hier viel Freizeit.

Es gibt auch freiwillige Angebote, man wird zu nichts gezwungen. Ich werde wohl morgen früh bei einer Bewegungsentpannung mitmachen und dann hier ins Freibad gehen. Es ist einfach toll, dass ich so spontan entscheiden kann. Ich muss mich ja um nichts weiter kümmern, kein Essen kochen, nicht putzen. Ich fühle mich wie im Jugendlager. Habe schon das Städtchen samt Fußgängerzone erkundet, bin ein bißchen im schönen Kurpark rumgelaufen und find's ganz toll. Nächste Woche wird dann richtig losgelegt mit Terminen.

Ach so, das Essen ist auch ganz super. Man kann mittags unter drei Menüs auswählen, da ist immer was Passendes dabei. Frühstück und Abendbrot ist in Buffetform, es gibt viel frisches Obst und immer Salate und Rohkost.

Ich nutze diese ersten Tage jetzt wirklich mal zum Runterkommen, ich lese abends auf dem Balkon, gehe spazieren und finde es bis jetzt ganz angenehm. Hoffentlich bleibt es so!

Der Abschied von meiner Familie war natürlich schwer, vor allem meine Tochter hat sich sehr schwer getan, denn ich war noch nie länger als drei Tage ohne Familie unterwegs. Aber wir telefonieren abends und vielleicht ist es ja auch für sie eine Chance, noch ein bißchen selbstständiger zu werden.


Solche riesigen Kastanienbäume gibt es hier. Sie sind wunderschön.


Und gerade hat mir ein lieber Mitarbeiter einen Ventilator gebracht, weil es mir so warm ist! Die sind einfach super hier!




Dienstag, 16. Juli 2013

Bin dann mal in Kur

Schon vor einigen Monaten habe ich auf Anraten meines Arztes eine Kur eingereicht und deren Antritt immer wieder erfolgreich verschoben. Es gab immer irgendwelche Gründe, warum gerade nicht der richtige Zeitpunkt war. Und ich wollte es selber schaffen, mich wieder zu einem glücklicheren und optimisischen Menschen zu machen. Tja, ich muss nun zugeben, es funktioniert nicht so einfach. Deshalb habe ich mir ein Herz gefasst und nochmal um einen neuen Termin gebeten und der ist nun wirklich sehr kurzfristig. Antrittstermin morgen. So.

Im Geschäft bin ich auf wenig Gegenliebe gestoßen, ungläubiges Kopfschütteln, wie ich auf die irre Idee komme, mitten in der Urlaubszeit eine Kur antreten zu wollen. Ob ich die denn nicht verschieben könnte, wie unsozial mein Verhalten doch wäre usw. Fast wäre ich umgekippt und hätte wieder alles auf die lange Bank geschoben, aber meine Familie hat mich doch sehr unterstützt, das ganze jetzt gleich anzugehen. Da habe ich erstens keine Zeit, um Ausreden zu finden, nicht hinzugehen und zweitens sind wir als Familie jetzt nunmal wichtiger als die Arbeit. Und wenn es ganz blöd kommen sollte, dann gibt es auch noch andere Arbeitgeber. Ich weiss, dass ich den anderen jetzt Mehrarbeit zumute, aber ich kann da jetzt keine Rücksicht drauf nehmen, sonst geht es mir nämlich vielleicht so schlecht, dass ich erst recht länger ausfalle.

Also, Blick nach vorne und los. Ich habe eine Höllenangst, mir ist übel und ich würde am liebsten ins Bett gehen, die Decke über den Kopf ziehen und die nächsten 6 Wochen gar nicht erst aufstehen. Hilft aber nicht. Deswegen werde ich heute packen und alles vorbereiten und morgen geht es los.

Der Laptop darf mit, ich kann also auf jeden Fall bei euch lesen. Inwieweit ich Zeit zum selber Bloggen habe, weiß ich nicht. Ich denke aber schon, dass ich mich mal melde. Ansonsten wißt ihr Bescheid, wenn's erstmal ein bißchen ruhiger wird.

Tschüß! Bis hoffentlich bald!

Sonntag, 14. Juli 2013

Fragen über Fragen

Ich lese gerade ein Buch, das mich in meinen Grundmanifesten erschüttert. Ich möchte noch nicht sagen welches, weil ich noch nicht ganz am Ende bin (ich meine, weil ich es noch nicht zu Ende gelesen habe). Ich bin sicher, viele von euch haben es gelesen und haben eine Meinung dazu. Ich war zwar von den ersten Seiten an gefesselt, aber auch irgendwie amüsiert. Ich habe mich teilweise wiedererkennen können.

Aber dann ist die Stimmung gekippt. Ich bin gerade ein bißchen am Heulen, vor Hilflosigkeit und vor lauter Erschrecken vor dem Wahrheitsgehalt. Es ist ein Buch, das einen abwechselnd zum Lachen und zum Weinen bringt, zum Nachdenken über den Sinn des Lebens im allgemeinen und im speziellen, über die eigene Beziehung, über die Erwartung ans Leben und über das Sterben. Kann irgend jemand erraten, um welches Buch es sich handelt (es ist in den aktuellen Bestseller Listen).

Jedenfalls haut es mich gerade echt aus den Schuhen. Und es wirft die Frage auf: wie könnte/sollte eine Frau sein, die einen Mann so fasziniert, dass er sein ganzes Leben mit ihr verbringen möchte? Diese Frage meine ich ganz ernst. Kann eine Frau den Lebensplan eines Mannes überhaupt verändern? Oder tut er sowieso was er will, unabhängig von den Bemühungen der Frau? Und wieviel muss man sich als Frau gefallen lassen? Was ist an einer Frau faszinierend? Wie reagiert man auf Abweisung und Rücksichtslosigkeit? Was kann man tun, um die Meinung eines Mannes zu verändern? Kann man das überhaupt? Was tut man, wenn man immer und immer wieder spüren muss, dass man auf sich allein gestellt ist? Lieber gehen oder ausharren? Kann man sich so verändern, dass ein Mann sein Leben für einen verändert? Wann sollte man einen Schlußstrich ziehen und seine "gesicherten" Verhältnisse aufgeben, die auf Ignoranz gebaut sind und sich lieber auf sich selbst besinnen? Was tun, wenn man genau weiss, dass sein "Konzept" nicht gut ist. er es aber trotzdem niemals ändern wird? Im Zweifelsfall bis zum Tod?

Vielleicht spreche ich ein bißchen in Rätseln, aber mich hat schon lange nichts mehr so berührt und so aus der Fassung gebracht.

Kommentare sehr erwünscht.

Mallorquinischer Mandelkuchen made in Germany

Heute haben wir einen schönen Sonntag verbracht. Erst ausgeschlafen, dann schön geduscht (kleiner Lese-Tipp: http://ladylike-nellystories.blogspot.de/2013/07/die-neue-in-dusch-body-milk-von-nivea.html. )Nach einem guten Mittagessen in den Garten gegangen und dort den Mittag verbracht. Es war sonnig, aber nicht zu heiß, ich habe mich in einem neuen Buch festgelesen und will unbedingt wissen wie es weitergeht, ich war im Pool und habe mich heute rundum wohl gefühlt.

Gegen mittag hatte ich auf einmal Lust, einen Kuchen zu backen. Da ich ja wie immer die Spontan-Entscheiderin bin, war meine Vorratskammer nur bedingt auf Kuchen backen eingerichtet. Deshalb habe ich mich für den mallorquinischen Mandelkuchen entschieden. Man benötigt nicht viele Zutaten, er geht schnell, ist ein idealer Sommerkuchen und man kann ihn gut aufgwahren, ohne dass er schnell trocken wird. Und: er wird ganz ohne Mehl und Butter gebacken (!).

Et voilà:


Mallorquinischer Mandelkuchen



Durch den hohen Anteil an Mandeln ist der Kuchen sehr saftig. Er schmeckt mir so schon wirklich gut, die Mädels hätten gerne noch eine Kugel Eis dazu gehabt. Wird morgen besorgt. Man kann den Kuchen länger aufbewahren, ohne, dass er austrocknet. Im Original-Rezept werden 8 Eier verwendet. Das erschien mir als zuviel und ich habe nur 6 genommen. Hat auch wunderbar funktioniert. 

Zutaten:

6 Eier (Original Rezept 8, wer mag)
1 Pk. Vanillezucker
250 g Zucker (ich habe auch hier etwas weniger genommen und finde ihn trotzdem süß)
300 g gemahlene Mandeln
1 TL Zimt
Saft einer halben Zitrone
Puderzucker 

Die Eier werden getrennt und die Eiweisse zu steifem Eischnee geschlagen. Dann das Eigelb mit Zucker und Vanillezucker schön cremig aufschlagen. Zimt dazu und die gemahlene Mandeln auch. Dann mit Zitronensaft abschmecken, denn so ein pappsüßer Kuchen ist nicht lecker. Süß ja, aber eben nicht zu süß. Ich habe noch ein paar grob gehackte Mandeln dazugegeben, weil ich es mag, wenn man ein bißchen was Stückiges zum Beißen hat. Nun nur noch den Eischnee unterheben und das Ganze bei 150° C Umluft backen. Ca. 50 Minuten, dann Stäbchenprobe.

Abkühlen lassen, mit Puderzucker bestäuben und genießen.
Auch mit Eis und einem Tupfen Sahne lecker.

Zum Glück hatte ich den Kuchen bereits fertig gebacken. Als ich wieder in den Garten gegangen bin, hat sich eine böse Wespe zwischen meine Fußsohle und meinen Flip-Flop verirrt. Ich sitze hier mit einem dicken Essig-Tempo unterm Fuß... So ein Stich tut im ersten Moment saumäßig weh... 




Sonntag, 7. Juli 2013

Erste Nacht / erster Tag mit Katerchen

Zunächst mal vielen Dank für eure Kommentare zum letzten Post!!

Heute lief es schon besser. Ich habe eine Wasserspritzflasche, die ich sonst für die Blumene benutzen, beim Essen auf dem Tisch gehabt und - obwohl es mir echt schwerfiel - das Katerchen angespritzt, wenn er beim Essen auf den Schoß wollte. Insgesamt genau 3 x, dann hat er es schon gelassen, wenn ich die quietschegelbte Spritze nur in die Hand genommen habe. Das funktioniert wirklich! Wir haben dann nach dem Essen auf dem Sofa ausgiebig mit ihm gekuschelt, damit er sich trotzdem angenommen fühlt und er hat es scheinbar nicht übel genommen. Er kommt und kuschelt und schnurrt...

Heute Nacht hat meine Große im Wohnzimmer auf dem Sofa geschlafen, einfach, damit die Katze die erste Nacht nicht ganz alleine ist. Sie kommt ja aus einer großen Zuchtfamilie, da sind "Oma und Opa", sämtliche "Tanten und Onkel", die nicht verkauft wurden, sondern zum Weiterzüchten da sind und natürlich die ganzen neuen Würfe im Zimmer durch die Gegend gewuselt und nun ist Sweti zum ersten Mal ganz alleine ohne Katzengesellschaft gewesen. Er hat wohl lange bei Lara im Arm geschlafen, war dann aber auch sehr nachtaktiv, hat seine Plüschmaus durch die Gegend geschoben und auch gefressen. Heute ging er freiwillig aufs Katzenklo und er "weint" auch nicht mehr. Allerdings habe ich ihn immer noch nicht trinken sehen, ich hocke aber auch nicht 24 Stunden vorm Wassernapf.

Sweti ist putzmunter, gesellt sich zu jedem, der sich aufs Sofa setzt, ansonsten hockt er gerne darunter. Er sieht aber nicht verängstigt aus, sondern kommt auch, wenn einer ihn lockt. Vielleicht mag er diese höhlenartige Umgebung. Mir hat man zwar gesagt, das Katzen gerne etwas höhere Plätze bevorzugen, aber er mag halt unter dem Sofa sitzen, was soll's.

Den Kratzbaum hat er auch noch nicht so wirklich beachtet, wir setzen ihn zwar immer wieder drauf, aber sobald wir weggehen, kommt er sofort wieder runter.

Ich denke, er braucht halt eine gewisse Eingewöhnung (und wir auch). Heute sind wir schon sehr viel souveräner mit allem umgegangen. Das wird schon. Er ist wirklich extremst menschenbezogen, kommt sofort zu einem, streicht um die Beine, folgt einem auf Schritt und Tritt und drückt sich so richtig in der Arm. Er läßt sich problemlos hochheben, schnurrt wie ein Brummkreisel und er haart auch nicht übermäßig. Er hat ein seidenweiches Babyfell und ich glaube, dass wir an unserem Fellknäuel noch viel Freude haben werden.
Hübsch ist er auf jeden Fall und sehr anhänglich und verkuschelt.

Da isser:







Samstag, 6. Juli 2013

Miezekatze ist angekommen!!

Nach einem ziemlich ereignisreichen Tag hier ein kurzer Bericht von mir als frischgebackener Katzen-Mutter:
Heute früh, Punkt 11 Uhr, waren die Züchterin, ihr Mann samt abgedecktem Katzenreisekörbchen hier und haben uns unseren Sweti gebracht. In voller Länge heißt er Swetozar, das soll wohl sowas wie der Lichtbringende heißen und wir haben beschlossen, den Namen beizubehalten. Er heißt weiterhin "Sweti", was die Züchterin gefreut hat. Als die Klappe vom Reisekörbchen aufging, kam ein neugieriges Näschen raus und dann das ganze Kätzchen. Er hat uns sofort alle "umschnurrt", sich an den Beinen gerieben, immer zwischendurch bei der bekannten Züchterin kraulen lassen und hat dann ziemlich neugierig seine neue Umgebung erkundet. Nach dem Abschied hat er sich besonders für unsere Jüngste Pia interessiert, hat sich auf sie draufgesetzt und ist ihr auf Schritt und Tritt gefolgt. Soweit so gut.

Als wir Mittagessen wollten und alle um den Tisch saßen, kam die Miezekatze und hat bei jedem versucht, auf den Schoß zu kommen. Da wir das auf keinen Fall beim Essen dulden wollen, haben wir sie mit der Hand abwehren müssen. Gar nicht so einfach, denn kurzerhand hat er zum Sprung angesetzt und saß auf Pias Schoß. Das fand sie dann schon nicht mehr so toll. Ist das schon ein Situation für die Wasserspritze? Wir haben jedenfalls ziemlich hektisch gegessen, damit sich einer mit der Katze auf dem Sofa beschäftigen kann. Das kann aber doch nicht Sinn und Zweck sein???

Und dann kam das eigentliche Problem: Auf dem Sofa hat er sich gereckt und gestreckt und sah eigentlich ganz zufrieden aus, aber er hat beim Zurückziehen vom Strecken, seine Krallen entweder ins Sofa oder in Pias Jeans geratscht. Nicht gut!! Wir haben sein Mikrofaser-Nestchen geholt, eine Decke, seine Kratzmatte, nichts. Er führt so eine Art Stampftanz auf und kratzt dann ins Sofa. ???? Momentan ist das nicht ganz so schlimm, weil das Sofa alt ist. Wir haben aber ein neues bestellt!

Außerdem hat er seit heute morgen nur ganz wenig gefressen, war nicht auf der Katzentoilette (obwohl wir ihn mehrmals reingesetzt haben, also er hat sie nicht benutzt) und er hat nichts getrunken.

Aufruf an alle Katzen-Besitzer: Ratschläge erwünscht. Ist das ein normales Katzenverhalten? Ist ja klar, dass für ihn noch alles neu ist. Aber mein Sofa muss er echt nicht verkratzen, oder? Und warum trinkt er nichts? Was können wir tun, um dem Kätzchen den Start zu erleichtern?

Fotos kommen später, sorry, wir hatten echt noch keinen Nerv zu fotografieren. Ist alles noch ein bißchen komisch. Ich bin vorhin mal kurz fast über Sweti gestolpert, weil ich durchs Wohnzimmer gelaufen bin und er von hinten angeschossen kam, durch meine Beine durch.

Ich hoffe auf viele hilfreiche Kommentare!

Freitag, 5. Juli 2013

Be happy

Heute habe ich diese fröhlichen Frühstückboxen gekauft. Ich finde, sie machen einem automatisch gute Laune. Wenn man so angelächelt wird, dann kann man ja nur gut drauf sein.



Happy Day!

Mittwoch, 3. Juli 2013

Grosse Ereignisse werfen ihre Schatten voraus

Am Samstag, 11.00 Uhr MEZ ist es endlich soweit: Unser Katerchen darf bei uns einziehen. Lange haben wir hin- und her überlegt, uns dann in ein kleines weisses Heiliges Birmakaterchen verliebt, uns beworben, als würdig erwiesen und ab diesem Zeitpunkt ungeduldig gewartet. Nun steht der grosse Tag unmittelbar bevor und ich habe schon allerlei Vorbereitungen getroffen. Einiges an Katzenutensilien musste her, ein Kratzbaum auf jeden Fall, Katzentoilette usw. und auch ein paar Spielzeuge, das Kätzchen soll sich ja willkommen fühlen.

Da ich in Sachen Tierhaltung außer einem Hasen eine völlige Ahnungslose bin (abgesehen von dem Hamster, den ich mit 6 Jahren bekommen habe und der nach kurzer Zeit gestorben ist), wundere ich mich über mich selbst.

Ich bin am Sonntag mit dem grossen Töchterlein nach NRW zu meiner Schwester gereist, die bereits seit einigen Jahren eine Katze hat und mir netterweise ein paar nicht gebrauchte Sachen geschenkt hat. Das ist zum einen ein großer neuer Kratzbaum, eine Kratzmatte für die Wand, ein Katzenklo, dass ihre Katze nicht mochte und einen Katzen-Trinkbrunnen. Ja, Trinkbrunnen, sowas gibt es tatsächlich. Ich hatte ja bis vor kurzem keine Ahnung, aber bereits die Züchterin hat mir mitgeteilt, dass Katzen wohl gerne von "fließendem Wasser" trinken. Nun ja, gekauft hätte ich so ein Teil wohl nicht, aber wenn ich es geschenkt bekomme, probiere ich es durchaus mal aus. Wir sind also am Sonntag ca. 600 km hin- und hergefahren, hatten noch einen wunderschönen Nachmittag mit den Kindern meiner Schwester, die ich ja auch nicht so oft sehe und sind dann - mit vollem Kofferraum - wieder hier angekommen.


Links außen meine Tochter Lara, dann ich,
dann Laurin, Isabel und meine Schwester Jasmin
(die ältere Tochter von ihr ist nicht auf dem Foto)



Die Kleine wollte mit zu uns fahren:


Sie hat bitterlich geweint, als das nicht ging.

Zuhause haben wir dann unsere Schätze ausgepackt und hier steht er nun, ein ziemlich grosses Kratzbaum- Ungetüm, das noch einen anderen Platz finden muss.



Außerdem haben wir von meiner Schwester folgende Teile bekommen:





Das ist auf jeden Fall schon mal eine Grundausstattung, die wir uns nicht kaufen mussten. Wir sind froh darüber, denn die Kosten für so eine Katzenausstattung sind ganz schön beachtlich.

Ich habe seit heute eine Kundenkarte bei Freßnapf, ich kenne den nächsten Futternapf und habe natürlich noch mehr eingekauft:



Einen knisternden Katzen-Krabbeltunnel und ein Stöckchen mit Federn zum Spielen. Meine Mädels hatten auch so einen Krabbeltunnel, nur war der länger und hat nicht geknistert??? Bin ich jetzt schon ein bißchen senil, weil ich das für eine Katze kaufe? Ich sollte was zum Beschäftigen für die Katze kaufen, also, das habe ich. Mehr gibt es nicht.



Ein Katzennestchen. Zum Schlafen und sich Einkuscheln

Und außerdem: Eine Gummimatte für "Vor das Katzenklo", damit die Pfötchen wieder von Katzenstreu gesäubert werden. Eine Schaufel zum Säubern des Katzenklos, passende Tüten für die Toilette zum leichteren Entsorgen und drei Näpfchen für Trocken und Nass-Futter und für Wasser, falls der Katzenbrunnen nicht angenommen werden sollte. Ach so, und irgend so ein Duftkissen, das die Miezen wohl lieben. Eine Bürste fürs Fell habe ich auch, die habe ich nicht fotografiert.




Ich komme mir gerade fast so vor, als ob ich mich auf den Einzug eines Menschen vorbereite. Den 20 kg Sack Katzenstreu habe ich noch im Kofferraum, den soll mein Mann nachher reinschleppen. 

Ist doch schon der Hammer, oder? Dabei habe ich noch nicht einmal Futter gekauft, weil die Züchterin das für die ersten Tage mitliefert und ich dann gucke, was das ist, und wo ich das herkriege.

Ich freue mich wirklich schon sehr auf das Katerchen, aber andererseits habe ich keine Ahnung! Das macht mir ein bißchen Angst. Ich hätte mir noch so ein Katzenratgeber-Buch kaufen sollen. Was darf eine Katze auf keinen Fall fressen? Was mag sie gern? Wieviel soll/darf sie fressen? Wie lange muss ich mich mit ihr beschäftigen, dass sie sich wohlfühlt? Das ist ja schon fast so, als ob man ein Baby kriegt. Du lieber Himmel! Wenn man im Fressnapf durch die vielen Regale geht, dann kann man mal erahnen, was es für Katzen alles gibt. Von Spielzeug über tausenderlei Futtersorten über Katzenwasser, Katzenshampoo (?) und was weiß ich noch. Ich bin relativ kleinlaut rausgegangen.

Kann mir einer ein Katzenratgeber Buch empfehlen? Ich muss doch wissen, was ich dem Katerchen füttern soll und vor allem wieviel. Freude und ein bißchen Bauchgrummeln mischen sich gerade. Ich möche auf jeden Fall alles tun, damit das Kätzchen sich wohl fühlt. Mit Babies kenne ich mich aus. Und ich liiiiieeeeebe sie. Da werde ich doch wohl mit einem Miezekater klarkommen, oder??? Samstag, 11.00 Uhr.... Wir lesen uns....







Montag, 1. Juli 2013

Styling Hilfe erwünscht

Nachdem Dana Jo auf ihrem Blog heute einen wunderschönen gemusterten Sommerrock gezeigt hat, ist mir eingefallen, dass ich auch einen im Schrank habe, mit buntem Muster und in einer ähnlichen Form. Leider habe ich ihn kaum angehabt, weil mir bisher noch keine Styling Variante so richtig gefallen hat.

Der Rock ist ganz leicht ausgestellt und da ich "nur" 1,65 cm gross bin, macht er nicht gerade schlank. Mir stehen enge Bleistift Röcke besser.



Das ist er. Von Qiéro, reine Baumwolle, ungefüttert und kein Bund. Das was hier so blau aussieht, ist eigentlich strahlendes Türkis.

Wie würdet ihr den kombinieren? Was für Schuhe (ich muss mehrere Stunden stehen können, also bitte keine allzu hohen Teile).  Die Hauptfarben sind rot, limonengrün, weiss,  türkis und ein bißchen braun.

Würdet ihr den überhaupt anziehen oder soll ich ihn gleich bei Ebay verkaufen? Eigentlich gefällt er mir ganz gut, so was in der Art hab ich sonst nicht.

Bin gespannt auf Vorschläge.