Donnerstag, 30. Mai 2013

Sport ist doch Mord oder jedenfalls fast

Heute bin ich mit dem Popo im wahrsten Sinne des Wortes in der Realität gelandet. Ziemlich hart. Warum? Ich hatte "Äktschen", ganz normale "Äktschen", jedenfalls für andere Menschen. Im Klartext: ich war fahrradfahren. Bzw. mein Mann und ich waren fahrradfahren. Da wir heute Gott sei Dank auch einen freien Tag haben, wollten wir mein neues Radl endlich mal richtig einweihen (ja, ihr lest richtig, ich hatte bisher kein eigenes Fahrrad, habe irgendwie nie eins gebraucht, und wenn doch, dann habe ich eins von den Mädels genommen).

Optimistischerweise haben wir uns einen Rundweg ausgesucht, ca. 15 km, ein paar leichte und kurze Steigungen gleich am Anfang, ansonsten gerade oder bergab. Ich kann euch sagen, schon nach 5 Minuten habe ich geschnauft wie eine Dampflokomotive, und da war noch nicht mal eine Steigung in Sicht. Also, erster kurzer Stopp, Jacke aus. Dann habe ich festgestellt, das der Sattel zu tief war und ich meine Beine nicht wirklich durchstrecken konnte. Das wurde mit der Zeit sehr unangenehm, weil mir der Oberschenkel wehgetan hat.

Dann kam die erste Steigung und meine erste "Absteigung". Ich konnte einfach nicht mehr. Ältere Leute sind an mir vorbeigeradelt und ich kam mir ziemlich doof vor. Also, wieder drauf aufs Rad und weiter. Es hat mich megamäßig angestrengt, die Steigungen habe ich geschoben, ich hätte echt heulen können. Dass ich so aus der Form bin hätte ich nicht gedacht.

Irgendwann kamen wir an einem Burgerking vorbei, da gab's eine kurze Pause und was zu trinken (ehrlich, nur was zu trinken!!). Und ein bißchen Erholung für meine Beine. Und mein Hinterteil. An jedem Fußgängenüberweg habe ich gehofft, das die Ampel auf rot steht, damit ich wenigstens ein paar Sekunden pausieren konnte. Also, entweder ist Radfahren nicht mein Sport oder ich bin sowas von untrainiert inzwischen, dass es nicht zu fassen ist.

Kinder, alte Leute, alle schneller als ich. Ich dafür mit hochrotem Kopf, schmerzenden Oberschenkeln, schnaufend und innerlich fluchend auf Radtour. Maaaaaannnnnnooooo!! Ich will wieder in Form sein, ich fühle mich wie mindestens 150 Jahre alt, und ich kann nicht mal ein paar Kilometer am Stück radeln. Ich bin echt frustriert. Ich bin mir sicher, dass ich morgen mega Muskelkater haben werde.

Mein Mann war sehr geduldig, hat auf mich gewartet und mit mir geschoben und gemeint, dass wir die Strecke am besten morgen gleich nochmal fahren. Also, ich weiß nicht...

Aber ansonsten, alles super!!

Es grüßt euch
Eva (ihr dürft mich auch Methusalem nennen... Obwohl, der war ja niemals radfahren...)




Kommentare:

  1. hallo eva,
    danke für diesen sportlichen Bericht. Hab so gelacht. Ist ja klar, dass du vollkommen untrainiert bist. Dann kommt es jetzt auch drauf an, was du für ein Rad hast? Auf meinem Rentner sorumfahrrad bring ich auch nichts zustande, denn die tourney schaltung von shimano taugt halt nichts. finde ich!
    vielleicht ist dein rad auch zu schwer, das macht auch sehr viel aus.
    Morgen wird es besser und dann nimmst du auch was zum trinken mit. Hab ich grundsätzlich immer dabei. Entweder meine Camel Bag mit integriertem Innenbeutel und Schlauch, so kann ich auch beim fahren trinken oder aber eine Wasserflasche, was beim schnellen Radeln nicht so gut ist.
    abwarten du schaffst das schon. bei uns wars heute nicht so dolle und ich will mal sehen, ob ich nicht am Sonntag den Glemsradweg machen kann. Das sind dann doch einige Kilometer mehr.
    Aber 15 Kilometer, das ist doch lässig zu schaffen und das schaffst du auch.
    Immer an die 4 Fs von Turnvater Jan denken.
    Frisch Fromm Fröhlich Frei.

    LG Eva

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  2. Hallo Eva,vor ca.4 Jahren erging es mir beim wandern genau so,wie dir heute beim Radfahren.Ältere Leute wanderten an mir vorbei und ich schnaufte wie ein Pferd,vorallem beim Bergauf steigen.Mein Kopf war hochrot und ich war schon nach einer halben Stunde schlapp.Gut ich treibe keinen Sport, ausser ab und zu Nordic Walken.Ich machte mir dann einen Frauenarzt Termin ab, weil ich den verdacht hatte ich hätte wieder Eisenmangel.Der Eisenwert war ziemlich tief unten .Nach ein paar Wochen mit den einnahmen der Eisentablette ging es dann auch beim wandern wieder flott Bergauf.Ich wollte dir damit nur sagen,vielleicht ist bei der der Eisenspender auch im Keller? Also dann eine schöne Zeit wünsche ich dir und lasse dich freundlich grüssen.Bea

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  3. Eva, das wird schon! Wenn Du das erste Mal fährst, sind Deine Muskeln diese Bewegung noch nicht gewohnt. Das wird mit jedem Mal besser, wie bei jedem Training.
    Eva-Maria hat recht, zwischendurch zu trinken ist ganz wichtig. Das hab ich auch schon vergessen und mich dann gewundert, warum ich so schlapp war.
    Dass mich Rentner in Scharen überholen, macht mir übrigens nichts aus. Die haben es eilig. Ich hab Zeit.
    Lieben Gruss von Sabine

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  4. Das ist nur eine Sache des Trainings, also nicht mal so sehr des Umfangs, sondern der Art. Ich schnaufe zum Beispiel beim Treppen steigen - und zwar schon bei mir im Haus beim Weg vom Keller in die Wohnung und nicht erst bei 5 Etagen. Andererseits laufe (jogge, renne) ich zehn Kilometer am Stück und fühle mich supergut und fit dabei. Finde den Fehler! Fit und fit ist nicht das Gleiche. Und Fahrrad fahren finde ich auch ganz doof. Mir reichen die Wege zu den Erledigungen, ich brauche keine Radtour.

    Grüße! N.

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  5. Entschuldige.. musste sooo lachen.
    Köstlich!! Hab das richtig als Film vor den Augen ablaufen sehen *g*

    Liebe Eva, da hätte statt deinem Namen, meiner stehen können.
    Ganz GENAU exakt so stelle ich mich auch an, also wenn jemand zutiefst mitfühlen kann dann bin ich die Nr. 1.
    Öfter fahren soll helfen (habe ich mir auch sagen lassen) nur nach so einem Erlebnis habe ich dann einfach kein Bock mehr auf "Zugabe" *g*

    Liebe Grüße
    Dana :)

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Über nette Kommentare freue ich mich: