Montag, 20. Mai 2013

Beauty Gerät oder Folterwerkzeug?

Erfahrungen sind gemachte Fehler, aus denen man lernt. Wer hat das gesagt? Ich! Denn das stelle ich zur Zeit immer wieder und sehr vermehrt fest und zwar in allen Bereichen des Lebens. Gestern ganz besonders und sehr pragmatisch und sehr schmerzhaft....

Es begann damit, dass ich eine Stelle an der Fußsohle habe, die mir nach längerem Stehen Schmerzen macht. Nach näherer Untersuchung meiner Fußsohle habe ich eine leicht verdickte Stelle mit einem kleinen Punkt in der Mitte geortet. Meiner Recherche nach nennt man sowas  "Hühnerauge". Eine Warze ist es nicht. Ist mir auch egal, tut einfach nur weh. Ich habe mich kundig gemacht, dass man die Hornhautschichten aufweichen soll und dann den schmerzhaften "Zapfen" entfernen können soll. Gelernt, getan.

Nach einem ausgiebigen Einkauf im Drogeriemarkt meines Vertrauens bin ich mit einem Hühneraugenstift, Hühneraugenpflaster und hornhautvermindernder Creme nach Hause gekommen und habe mein Projekt "Hühneraugen-Entfernungs-Aktion" gestartet. Zunächst habe ich die Hornhaut-Pflaster benutzt und schnell feststellen müssen, dass sie nicht an Ort und Stelle bleiben. Sie halten einfach nicht - entgegen der Herstellerversprechen. Sie verrutschen und kleben am Abend ganz woanders als am Morgen. Fail! Dann habe ich den Stift mit der Tinktur probiert und ein normales Pflaster drüber geklebt, leider auch ohne nennenswerten Erfolg.

Stärkere Geschütze mussten also her. Ich bin schon länger um einen sogenannten "Hornhauthobel" herumgeschlichen, respektvoll, aber durchaus interessiert. Das Ding enthält eine integrierte Rasierklinge, aber das tun normale Damenrasierer ja auch. Also, gekauft, einen Versuch war es mir auf jeden Fall wert. Ich habe auch erst meine Füsse schön in warmem Seifenwasser eingeweicht - wie vorgeschrieben - und habe dann ganz vorsichtig "losgehobelt".  Hat ganz gut geklappt, meine besagte Stelle konnte ich gut glätten und habe mich dann - ganz begeistert - gleich noch dem Rest der Füsschen gewidmet. War ja eh schon dabei.

Ich hätte wohl früher aufhören müssen. Irgendwie war ich fasziniert, wie glatt die Füße ohne diese häßliche Hornhautschicht plötzlich waren. Tja, und dann ganz auf einmal und ohne Vorwarnung - ganz ohne Haut. Fragt mich nicht, wie ich das gemacht habe. Es hat jedenfalls nicht sofort geblutet und deshalb hatte ich noch genug Zeit, meinen Fuß an drei verschiedenen Stellen zu malträtieren. Jedenfalls begann erst der Ballen zu bluten, dann die Ferse und dann ein Stück unter dem großen Zeh. Die beiden letzen Teile gingen so, aber weiter vorne hat es nicht mehr aufgehört. Ich habe Pflaster geklebt, die ziemlich schnell total durchgeblutet waren.

Ziemlich spät am Abend hat mein Mann mir über die Pflaster noch eine dicke Mullbinde gewickelt, um die Blutung aufzuhalten. Und trotzdem waren heute früh Tapser durch den ganzen Raum zu sehen....

So sieht das Folterwerkzeug aus:



Also, laßt nach Möglichkeit die Finger weg von diesem Teil. G E F Ä H R L I C H !!  Investiert lieber in eine professionelle Fußpflege. Ich weiß, wovon ich rede. Das Ding macht einfach nur Aua. Ich habe zwar keinerlei Hornhaut mehr, kann aber kaum noch auftreten. Maaaahn! Kann ja auch nur mir passieren. 

Jetzt humple ich total (horn)hautfrei ins Bett. Gute Nacht!!




Kommentare:

  1. Menno, das tut mir leid...aber du hast recht, für ein paar Euro bekommt man eine gute medizinische Fußpflege und wenn man das alle paar Wochen macht, hat man schöne, schmerzfreie Füße.
    Ich würde mich mit so einem Ding nie an meine Füße herantrauen, zumal es auch wehtut, wenn der Fuß zu wenig hornhaut hat.

    LG

    Kati

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  2. hallo eva,
    nie hobeln, aber gar nicht. geh zur fußpflege, das mach ich auch.
    die zeit dazwischen kannst du mit cremen und mit einer raspel bearbeiten.
    das mach ich auch immer, aber nie hobeln. jeden tag nach dem duschen etwas raspeln und gut ist.
    es gibt da aber von scholl einen neuen elektrischen hornhautraspler für 35 euro glaub ich, der soll nicht schlecht sein.

    eine schöne woche wünsche ich dir.
    lg eva

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  3. Weia du arme,

    ch hatte eben sooo eine Gänsehaut und hatte schon Phantom-Schmerzen weil ich mit dir fühle!

    Das ist so eine schreckliche Erfahrung die man sich hätte echt schenken können.

    Du hast es ja eigentlich ganz geduldig auf schonende Weise versucht da kann ich verstehen, dass man dann intensiver an die Sache rangeht. Wer ahnt denn schon, dass es so schlimm werden könnte?!?

    Ich hätte mich an so einen Hobel nicht getraut, wäre dann eher zum Arzt gegangen, wo du schon solche Schmerzen gehabt (immer noch?) hast.

    Bei der Fußpflege war ich noch nie.
    Geht nicht. Bin an den Füßen viel zu kitzelig *g*.

    Zum Glück habe ich nicht so dolle Hornhaut an den Füßen, ich rubbel sie nur 1 x die Woche nach dem Baden mit einem Bimsstein ab, reicht im Moment.

    Trotzdem danke ich dir für deinen Warnhinweis, falls das mal jemand den ich kenne kaufen möchte, werde ich ihm auf jeden Fall deine Erfahrung damit schildern :)

    Liebe Grüße und gute Besserung
    Dana :)
    http://danalovesfashionandmusic.blogspot.de

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  4. Erfahrungen sind keine, die man nicht selber macht .... und auf manche kann man gerne verzichten, stimmts. Ja, die Dinger sind höllisch gefährlich, ich habe da schon üble Dinge gesehen. Für mich gehören die verboten, na jedenfalls nicht in den normalen Handel. Vor allem sind sie völlig unnötig, weil man Hornhaut auch mit einer speziellen Feile und Ureacreme wunderbar im Griff hat.
    Ich wünsche dir schnelle Heilung und eine gute Fußpflege. Denn auch da gibt es solche und solche. Sollte sie (er?) jemals so ein Teil in die Hand die nehmen, steh wortlos auf und geh. Sofort. Denn auch in Fußpflegerhände gehören die Teile nicht.

    Grüße! N.

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  5. Dass die Dinger ganz einfach neben Bimstein & Co verkauft werden, wundert mich. Ich hatte selbst mal so ein Ding zu Hause, habe es aber nie angewandt, da ich nur negatives über diese Hobel (alleine der Name klingt schon fies!) gelesen habe. Vor allem: Wer die Hornhaut so runterraspelt, regt die Hornhautbildung wohl erst recht an. Seitdem nutze ich nur noch einen Bimsstein und - wie Nelja schreibt - eine Ureacreme. Damit klappt das. Deine Verdickung würde ich höchstens mal nach einem ausgiebigen Fußbad mit einer Pinzette zu Leibe rücken. Oder zur Fachfrau gehen.

    LG Anna

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