Dienstag, 30. April 2013

Die drei magischen Fragen

Zum Beginn der neuen Woche gab es gestern einen schönen Gedankenanstoß in meinem täglichen Abreißkalender. Es geht darum, sein Leben zu vereinfachen, sich aufs Wesentliche zu konzentrieren und sich nicht allzusehr von allen möglichen Verlockungnen überrumpeln zu lassen.

Der Kalender geht sogar noch einen Schritt weiter und bezieht das auch auf die Menschen, die wir in unser Leben lassen (oder auch nicht) und auf geplante neue Aktivitäten Wie leicht verzettelt man sich, wenn man viel zu viel in seiner Aura hat (ich bin ein lebendes Beispiel dafür).



Nicht, dass ich es nicht sowieso schon wüßte. Aber manchmal meistens verdränge ich diese Fragen komplett. Wenn man sich sie aber öfters ins Bewußstsein ruft, finde ich das sehr hilfreich. Deswegen habe ich mir den unteren Teil abgeschnitten und bei mir im Portemonnaie verstaut (gleich beim Einkaufschip, da macht das Sinn). 

Bei mir gibt es einen großen Unterschied zwischen Wollen und Brauchen. Wollen tue ich fast alles, brauchen eher wenig. Manches erleichtert mein Leben durchaus, aber die meisten Dinge machen mich keineswegs glücklich. 

Anfangs des Jahres war mein Motto: "Weniger ist mehr". Ich glaube, dass mir diese Gedankenstütze viele Entscheidungen erleichtern bzw. ganz abnehmen wird. Ist auch ein schönes Motto für den neuen Monat. Da kann ich das doch gleich mal ausprobieren.



Montag, 29. April 2013

Verpeilt oder alt oder beides?

In der Ruhe liegt die Kraft, wohl wahr. Wenn man aber wie ich heute von Termin zu Termin hetzt und Besorgungen erledigen möchte, die schon länger warten, dann ist Ruhe nicht wirklich angebracht. Nach meinem Arbeitsende so gegen 13.15 Uhr heute mittag bin ich heimgefahren und habe kurz etwas zu essen für meine Tochter und mich gemacht.  Danach die Küche aufgeräumt, Waschmaschine angemacht, kurz durchgesaugt (sehr kurz) und dann einen Einkaufszettel geschrieben. Zwei Rücksendungen fertig zugepackt, die Bankunterlagen zurechtgelegt und um halb drei, als Bank und Post geöffnet waren, ab zur Pflichtenerledigung.

Auf der Post habe ich gesehen, dass eine meiner Rücksendungen für HERMES vorgesehen war und nicht für DHL. Also die HERMES Packstelle auch noch auf meine Liste gesetzt. Hingefahren,  die Sendung abgegeben, supiii! Erfolg auf der ganzen Linie. Aber dann, in der Bank wollte ich etwas abgeben, was meine und die Unterschrift meines Mannes erfordert hatte. Da er normalerweise zu den Banköffnungszeiten arbeitet, habe ich die Unterlagen schon letzte Woche geholt, vorbereitet und von ihm unterschreiben lassen. Wollte sie heute nur abgeben. Die nette Bankdame hat mich dann darauf hingewiesen, dass noch die Steuer ID's von beiden fehlt. Also war der Gang umsonst, ich musste das Zeug wieder mitheimnehmen. Auf dem Heimweg bin ich noch kurz am Rathaus vorbeigefahren, um die Öffnungszeiten rauszufinden. Der Personalausweis meiner Tochter wartete nämlich schon auf Abholung. Supiii, Montag mittag sogar geöffnet, also später mit Tochter nochmal hin. Dann wollte ich noch eine Überweisung bei meinem Hausarzt holen, wurde aber von einem Urlaubsschild an der Tür empfangen. "Vertretung hat XYZ".... Also auch ohne Erfolg. Weil die Zeit nun schon gedrängt hat, konnte ich nicht mehr zum Vertretungsarzt fahren, sondern musste direkt nach Hause, Tochter ins Auto laden, nochmal am Rathaus vorbei und dann mit Personalausweis (juchhuuu) ab zum Tanztraining. Ich hatte genau 1 1/2 Stunden Zeit zum Einkaufen in einem nahegelegenen Einkaufszenter. Da habe ich gemerkt, dass der Einkaufszettel noch daheim auf dem Tisch lag, also Free Style einkaufen. Ich habe mich sogar an die meisten Dinge erinnert.

Als ich mein Tochterkind wieder abgeholt habe, war ich ein paar Minuten zu spät, was sie nicht besonders toll fand. Dann habe ich aus Versehen die falsche Autobahnabfahrt genommen und habe so die Heimfahrt nochmal um ein paar Minuten verzögert. Völlig verpeilt, ich fahre diese Strecke mehrmals wöchentlich. Aber eine Sekunde was anderes gedacht und schon fährt das Auto anders...

Jetzt sitze ich hier, müde und verschwitzt und frage mich, warum immer ich so verpeilt bin. Morgen muss ich nochmal los zur Bank und nochmal los zum Arzt, um die Überweisung zu holen. Dazwischen arbeiten, Haushalt usw. usw. Same procedure as every day.

In der Ruhe liegt die Kraft... Oder in der Ausdauer....


Samstag, 27. April 2013

Poolsaison 2013 eröffnet - 1. Badegast

Hey, ich bin's der erste Badegast der Pool-Saison 2013! Ich wollte nur ein bißchen planschen, da haben die mich gestört. Nirgends hat man seine Ruhe... Und geküsst hat mich auch niemand! 









Freitag, 26. April 2013

Zirkeltraining oder Folterkammer? Neuer sportlicher Anlauf

Letzte Woche fiel mir ein Flyer aus der Tageszeitung in die Hände, der mich spontan angesprochen hat. Im Rahmen einer "Studie" wurden 50 abnehmwillige Frauen gesucht, für 4 Wochen ohne Clubmitgliedschaft, nur mit einer einmaligen, recht akzeptablen Gebühr. Bingo für mich! Vier Wochen ist für mich ein überschaubarer Zeitrahmen, ich muss mich nicht längerfristig binden und ich kriege motivierende Unterstützung. Liebe Marketing-Strategen, ihr habt euren Job gut gemacht. Ich habe nämlich sofort da angerufen. Es handelt sich um ein Fitness-Studio für Frauen mit einem "besonderen" Konzept, mehr konnte ich erstmal nicht in Erfahrung bringen. Mit nur zweimaligem wöchentlichen Training soll man nach 4 Wochen deutliche Erfolge sehen.

Heute war der Einführungstermin. Ich war mir nicht so ganz darüber bewußt, was mich erwartete. Dementsprechend wißbegierig und hoch motiviert bin ich da hingegangen. Als erstes, na klar, der unvermeidbare Gang auf die Waage. Außerdem wurden noch verschiedene andere Werte gemessen, Körperfett- und Muskelmasse, Körperwasser und so ein Kram (hierzu kein Kommentar, mein Fettanteil ist horrent). Nach dieser "Analyse" wurde ich dann in das Konzept eingewiesen. Zunächst 15 Minuten Aufwärmen auf dem Ergometer. Neuester Ansatz: Niedriger Widerstand, aber hohe Frequenz. Das heißt, man radelt wie bekloppt, um die Frequenz zu halten. Das ist so, als ob man im ersten Gang die Tour de France fährt. Ich war nach wenigen Minuten schon richtig außer Atem. Die 15 Minuten haben sich ewig in die Länge gezogen. Niemals hätte ich erwartet, das Radeln fast ohne Widerstand so anstrengend sein kann.

Dann steigt man in einen Kreis aus extra für Frauen konzipierte Geräte ein und macht eine Art Zirkeltraining. Zunächst ein paar langsame intensive Bewegungen und dann High Intensity. Dafür aber nur kurz. Die Zeitdauer wird einem durch eine in der Mitte des Raumes plazierten Lichtsäule angezeigt. Bei Rot wird gewechselt. Zwischen jedem Gerät gibt es ein Bord, auf dem man ein Zeitintervall hindurch auf der Stelle joggen muss. Auch erst langsam, dann zackig. Also immer ein Gerät, ein Bord, ein Gerät, ein Bord usw. Hört sich nicht besonders schwierig an? Dachte ich auch. Ich war schon beim zweiten Gerät an meiner Grenze. Die Geräte in normalem Tempo zu bedienen und die Übungen zu machen, ist nicht allzu schwierig, aber das Ganze in schnell ist einfach nur brutal. Nach kürzester Zeit war ich klatschnass geschwitzt, es war mir völlig egal, was ich für ein Bild abgebe, ich habe gejoggt, gestemmt, gezogen und gedrückt, gleichzeitig auf meinen richtigen Stand geachtet, auf die Schultern, auf lockere Knie und darauf, auf diesem Bord zu bleiben und nicht runterzufallen. Weil meine mitgebrachte Wasserflasche recht schnell leer war, bekam ich von der fürsorglichen Trainerin ein elektrolytisches Getränk, das ich sonst vermutlich niemals getrunken (schmeckt grausam) und als Krönung musste ich zum Cool Down nochmal 10 Minuten auf dieses Ergometer. Ich zweifle keine Sekunde daran, dass man abnimmt, wenn man diese Foltergeräte zweimal die Woche bedient. Das ganze Spektakel hat ca. 1,5 Stunden gedauert und ich bin mit hochrotem Kopf, klatschnass geschwitzt und völlig am Ende in die Umkleidekabine gegangen. Dass ich so dermaßen aus der Kondition bin, hätte ich wirklich nicht erwartet. Und dass ich so sehr mit diesen Geräten kämpfen muss, selbst wenn sie auf niedrigster Stufe stehen. Ich finde, ich habe mich tapfer und wacker durchgeschlagen, stets unter dem Blick der topschlanken Trainerin. Ihre Endbeurteilung? "Ach Eva, es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen...  :-)    "   Haha, da wäre ich nie von alleine drauf gekommen.

Wieder daheim hatte ich einen Riesenhunger, was zeigt, dass ich wohl ordentlich Energie verbrannt habe. Aber das ist kontraproduktiv!!! Deswegen habe ich zuerst einen großen Salat gegessen, um den Hunger zu bremsen. Hat nicht viel geholfen, hat nämlich nicht gereicht. Also doch noch die Nudeln hinterher...

Und jetzt? Jetzt sitze ich relativ quietschvergnügt hier und mir tut gar nichts mehr weh. Ich fühle mich auch nicht kaputt oder so. Vorhin auf dem Ergometer dagegen hat mich das alles sehr angestrengt und ich wäre am liebsten abgestiegen. Bin mal gespannt, wie sich das alles morgen früh anfühlt. Morgen soll ich einen Tag Pause einlegen und dann Anfang der nächsten Woche wiederkommen.

Tja, wer schlank sein will, muss leiden... In modernen Folterkammern, die sich den Decknamen "Gerätekreisel" geben. Damit aus der Fettmasse Muskelmasse wird. Möge es nützen!!


Mittwoch, 24. April 2013

Schrittzähler

Nachdem ich mit meiner Pulsuhr immer noch auf Kriegsfuß stehe (ich habe berichtet), habe ich mir einen süßen kleinen Schrittzähler zugelegt. Erstmal zur Pulsuhr: Nach tagelangem (!) Kampf habe ich es tatsächlich geschafft, die Batterie zu wechseln, das olle Teil zu programmieren und auszuprobieren. (Eigentlich wollte ich hier nicht öffentlich sagen, dass ich erst am Schluß gemerkt habe, dass es verschiedene Modelle von diesem Ding gibt und ich eines habe, das keine Kalorienangabe machen kann. Also konnte ich diese Funktion logischerweise gar nicht einstellen, was mich fast in den Wahnsinn getrieben hat... Es ist einfach eine einzige Anleitung für alle erhältlichen Modelle und es steht nur in klein die jeweilige unterschiedliche Nummer über den Schritten, also XYZ. Da habe ich überhaupt nicht drauf geachtet und mir so viel unnötige Arbeit gemacht... Egal, jetzt weiß ich das auch, selbst ist die Frau!) Jedenfalls muß ich mit dem Arm relativ heftig hin- und herwedeln, dann zählt das Ding auch die Schritte. Das war mir zu blöd und zu wenig. Also:

Auf ins nächste Sport-Fachgeschäft meines Vertrauens (sehr schöner Laden übrigens, tolle Sportmode,  nette freundliche und überaus attraktive Menschen, die einen beraten, ich schweife ab...). Jedenfalls bekam ich zügig zwei Modelle eines Schrittzählers gezeigt, einer mit und einer ohne Kalorienzählfunktion. Ich habe letzteren genommen und finde ihn wirklich toll. Er war leicht einzustellen, ist ganz klein und unauffällig am Hosenbund anzubringen und zählt jeden Schritt. Und zeigt die verbrauchten Kalorien. Da er nur wenig Energie verbraucht, ist er sozusagen im Dauer-An-Zustand, man muss nicht viel dran rumdrücken.

Gestern nun der erste "Test-Tag". Ich habe im Laufe eines normalen Tages ohne zusätzlichen Sport 4408 Schritte zurückgelegt. Das finde ich gar nicht mal so schlecht, oder?



Wie gesagt, kein Sport, nur der normale Alltag. Die Kalorienangabe davon war allerdings ernüchternd:
Verbraucht durch diese Schritte: 172 Kalorien! Hahahaha!!! Da hat ja schon das Frühstück mehr. 

In der Anleitung steht, das diese Ding auch nach "Intensität der Bewegung" zählt. Wenn ich also walke und kräftige Schritte mache, dann müßte ich ja auch deutlich mehr Kalorien berechnet kriegen. Das probiere ich nachher mal aus. Hoffentlich funktioniert das auch. Da kann ich ja mal meine Pulsuhr zusätzlich benutzen und gucken was die so sagt. Eva goes High Tech.... :-)    :-)



Sonntag, 21. April 2013

Totgeglaubte leben länger

Wir haben eine Nachbarskatze. Also eine, die den Nachbarn gehört. Die aber in den letzten Jahren sehr viel bei uns im Garten war (und im Wohnzimmer und im Wäschekorb und im Zeitungskorb...), weil wir einfach mehr zuhause sind. Bei den Nachbarn sind die Kinder aus dem Haus und die Besitzer viel unterwegs.

Es ist eine wunderschöne Perserkatze, helles Grau mit einem wunderschönem Gesicht und bernsteinfarbenen Augen. Sie ist eine Freigängerin und wird in regelmäßigen Abständen geschoren, weil sich sonst alles mögliche in ihrem Fell verfängt. Dann sieht sie aus wie gerupftes Hühnchen, ganz klein und knochig, aber das Unterfell ist superweich. Mit Fell ist sie ein richtiger Puschel, aber das ist wirlich nur Fell, eigentlich ist es eine ganz zierliche Katze.

Die Katze gab es schon als wir hierhergezogen sind. Das heißt sie ist mindestens 12 Jahre alt. Sie war damals kein Baby mehr, also ist sie auf jeden Fall wesentlich älter als 12. Ich habe keine Ahnung, wie alt eine Perserkatze werden kann, aber unsere Nachbarskatze ist mittlerweile eine echt alte Lady. Sie hat nur noch einen Zahn, die Stimmlage hat sich verändert, sie miaut sehr laut und eigenartig und ich glaube, sie sieht auch nicht mehr gut. Und wenn sie irgendwo hoch wollte, hat sie es schon letzten Sommer kaum noch geschafft. Sie hat sich dann mit den Vorderpfötchen beispielsweise auf den Gartenstuhl gestützt und mit dem Hinterteil minutenlang gewippt, um "Anlauf zu nehmen". Oft kam sie trotzdem nicht mehr auf den Stuhl hoch. Wir lieben diese Katze, obwohl sie nicht uns gehört.

Im letzten Herbst haben wir sie das letzte Mal gesehen. Dann kam der lange und kalte Winter und von der Katze war nichts zu sehen. Sie saß sonst oft schon morgens vor meiner Terrassentür und hat sich lautstark bemerkbar gemacht. Tagsüber war sie im Garten mein "Schatten" und hat mich auf Schritt und Tritt begleitet und sich auf unseren warmen Steinen gekugelt. Ich habe auch immer ein paar Leckerlis gehabt, weiche Herzchen, die die alte Katze auch ohne Zähne fressen konnte.  Und einen Wassernapf extra für sie. Nachdem sie monatelang nicht mehr da war, haben wir schweren Herzens die Leckerlis entsorgt und den Napf weggepackt. Und ehrlich - ich habe ein paar Tränen vergossen, weil sie mir gefehlt hat.

Vor ein paar Tagen nun waren meine Tochter und ich im Garten und wir hörten krächzende Miau Laute. Meine Tochter gleich: "Das ist die Sinouh, ich höre sie". Ich habe gesagt, nein, das ist die nicht, die gibt es doch nicht mehr. Meine Tochter bestand darauf, ich habe es nicht geglaubt. Aber plötzlich haben wir über den Zaun hinweg ein silbergraues Fellbündel gesehen, das dort auf der Treppe saß und miaut hat. Unsere Miezekatze!! Mein Herz hat echt einen Hüpfer gemacht. Sie lebt tatsächlich noch, unglaublich. Aber sie hat das Grundstück der Nachbarn nicht verlassen, kam nicht zu uns rüber, so wie früher.

Seit ein paar Tagen nun kam sie immer wieder an den Zaun. Aber sie kam nicht mehr drüber. Und einfach über die Auffahrt zu laufen und dann durch unsere Hecke, so wie früher, das hat sie irgendwie nicht gecheckt. Heute nun, tadaa. Die Nachbarin hat eine große Kübelpflanze an den Zaun gestellt. Und "meine" Miezekatze ist draufgeklettert und hat ihre Vorderpfötchen über den Zaun gestreckt. Der Hintern kam leider nicht mehr hoch. Da habe ich einfach geholfen und sie über den Zaun gehoben. Ich habe mich so gefreut, das glaubt mir keiner. Die Katze ist direkt auf unsere Terrasse gehoppelt und hat es sich da gemütlich gemacht. Wir haben ihr eine Gartenstuhlauflage hingelegt und da hat sie sich drauf plaziert.

Diese ganzen Erlebnisse werfen für mich nun die Frage auf: Sollte ich mir vielleicht eine eigene Katze zulegen? Weil ich diese Samtpfoten so unheimlich schön finde? Weil ich es toll finde, wenn sie sich wohlfühlen und das auch schnurrend ausdrücken? So ein silbergraues Perserchen wäre schon schön. Allerdings weiß ich nicht, ob ich so eine schöne Katze rauslassen sollte. Und das wäre wiederum gegen die Natur. Wir haben zwar ein großes Haus, aber eine Katze stromert doch gerne herum. Aber angefressene Mäuse und Vögel brauche ich nun wirklich nicht. Und eine Perserkatze als Hauskatze? Verliert doch bestimmt eine Menge Haare?

Ach Mensch, liebe Nachbarskatze, bitte lebe noch mindestens 20 Jahre, das wäre für alle das Beste.


Montag, 15. April 2013

Nordic Walking -I like

Nachdem ich zum wiederholten Male entsetzt über die Zahl war, die sich da auf meiner Waage präsentierte, habe ich (zum wiederholten Male) beschlossen, etwas dagegen zu tun. Auch wenn das ganze vielleicht noch nicht wirklich dramatisch sein sollte, so ich fühle mich doch sehr unwohl mit diesem Gewicht. Sobald ich mich regelmäßig (und ich meine wirklich regelmäßig) bewege, geht der Kilozeiger normalerweise nach unten. Allerdings nicht nach zwei Tagen, das dauert schon etwas länger. Ich liebe das Nordic Walken, von der ersten Sekunde an, es ist für mich wie eine Art Kurzurlaub, eine Wellness-Behandlung für Körper und Geist. Durch das gleichmäßige Gehen fühle ich mich lebendig, ich spüre, dass es schön ist, sich bewegen zu können. Trotzdem ist es nicht zu anstrengend, es geht quasi von allein. Und in diesem Moment gehen auch meine Gedanken allein. Mir kommt alles mögliche in den Sinn, es ist so, als ob ein Film abläuft, und meistens ist das sehr aufschlußreich und spannend. Durch diesen langen langen Winter habe ich leider zigmal die Lauferei verschoben, ein paar Mal habe ich mich bei Kälte und Wind rausgequält, aber optimal war das nicht.

Nachdem der Frühling Hochsommer nun endlich auch in Hessen angekommen ist, spricht nichts mehr gegen regelmäßiges Walken. Am gestrigen Sonntag habe ich es erst so gegen 14.00 Uhr geschafft. Da war es aber schon sehr sehr warm. Die Felder haben durch den Dauerregen der letzten Tage richtig abgedampft und eine feuchte Schwüle verbreitet. Das war mir sehr unangenehm. Die Sonne war schon richtig heiss und irgendwie habe ich gemerkt, dass dies nicht meine Tageszeit zum Walken ist. Außerdem hatten wir vorher Mittag gegessen (zwar nicht allzu üppig, aber trotzdem) und ich hatte mit Seitenstechen zu kämpfen. Nichtsdestotrotz bin ich 1,5 Stunden durch die Gegend getrabt und habe die Bewegung genossen.

Heute nun bin ich um acht Uhr früh gestartet und das war richtig toll. Es war zwar schon warm, aber noch nicht heiß. Ich konnte leichtfüßig und ohne jede Anstrengung laufen. Einfach nur schön. Es würde mich mal interessieren, wie weit ich laufen würde, wenn ich nicht durch Termine wieder heimmüsste. Wäre mal interessant, wielange ich das durchhalten würde.

Jedenfalls war ich nicht alleine. Eine kleine Schneckenfamilie hat meinen Weg gekreuzt und ich meine wirklich klein.




Diese Schneckeleins waren höchstens 1 cm lang, eher weniger. Ich habe nochmal aus dem Stand nach unten fotografiert,  damit man die Proportionen besser sieht. So winzige Schnecken habe ich noch nie gesehen.

Dann bin ich an Spargelfeldern vorbeikommen. Wegen der schlechten Witterung sind sie immer noch unter Folie. Ich finde das recht faszinierend. Ein Wall wie der andere, alle in mühsamer Handarbeit unter Folie gepackt.







Und hier war schon ein Trupp fleißiger Menschen unterwegs, die unter der Folie nach stechbarem Spargel gesucht haben. 

Es war ein toller Start in den Tag. Blauer Himmel, laues Lüftchen, viel Energie, wirklich schön. Mehr davon!!

Freitag, 12. April 2013

Freitägliche Reste-Verwertung - Gemüsepuffer

So eine Woche ohne Mann macht sich auch am Kühlschrank bemerkbar. Ich hatte irgendwie viel zu viele Lebensmittel eingekauft und bin so relativ sparsam durch die Woche gekommen, weil ich kaum was einkaufen musste. Allerdings wollten wir drei Mädels nicht eine Woche lang dasselbe essen, was zu vielen angefangenen Päckchen und Lebensmitteln geführt hat.

Einen großen Teil habe ich bereits eingefroren, zum Beispiel meinen selbstgekochten Sauerkraut-Eintopf. Den habe nur ich gegessen und hatte dann das meiste übrig. Ein gekochtes "Schäufele" haben wir auch nicht gänzlich verdrückt und einen ganzen Ring Fleischwurst habe ich gleich anfangs der Woche in den Tiefkühler befördert. Trotzdem hatte ich heute noch einiges an Frischgemüse übrig, das ich verwenden wollte. Und so bin ich auf die Idee gekommen, Gemüse-Puffer zu machen. Um Fett zu sparen (meine Cholesterinwerte...) habe ich sie nicht in der Pfanne ausgebacken, sondern im Backofen bei 200 ° C. Ging genauso gut. Dazu gab es für mich einen Meerrettich-Dip aus einem übrigen halben Päckchen Quark und einen großen bunten Salat aus Blattsalat, Mais, Radieschen und Karotte. War erstaunlich lecker und ich habe ganz viele Reste verwertet. So sahen die Puffer aus (es waren natürlich mehr als zwei):



Sie bestehen aus einer Zucchini, drei Karotten, einer halben Zwiebel und einem halben Lauch. Dann habe ich ein Eiweiss dazugegeben, was das Ganze war nun recht flüssig gemacht hat. Also habe ich ein paar Haferflocken und Leinsamen dazugemischt, bis ein streichfähiger Pufferteig entstand. Gewürzt habe ich mit Salz, Pfeffer und Kräutern. 20 Minuten in den Backofen, fertig. 

Die Mädels bekamen Nudeln mit frischem Blattspinat in einer Käse-Soße und jetzt ist der Kühlschrank fast wieder leer.

Bin ganz stolz auf mich!





Mittwoch, 10. April 2013

Vorsorge

Ich versuche, mich an die vorgeschriebenen Vorsorge-Untersuchungen zu halten. Na ja, mehr oder weniger. Meine Hausärztin hat mich vor einiger Zeit darauf angesprochen, dass die letzte allgemeine Vorsorge wohl schon recht lange zurückliegt. Also habe ich einen Termin ausgemacht. Gestern früh war Blut abnehmen dran. Ich bin in dieser Hinsicht nicht besonders ängstlich, aber ich höre immer dasselbe: "Hach, sie haben aber dünne und zarte Venen." Nach Ewigkeiten Faustmachen und "Auf-dem-Arm-Rumklopfen" der Arzthelferin der erste Pieks. Ein verstohlener Blick hat mir gezeigt, was ich eh befürchtet hatte, es kam nämlich nichts. Und dann fing es an, unangenehm zu werden, nämlich dann, wenn sie anfängt, hin- und her zu stochern. Nach ein zwei Mal ihre Erkenntnis: "Das bringt nichts, die Vene hat sich weggerollt. Sie sind die erste Patientin seit 6 Monaten, bei der mir das passiert." Ich hatte den Eindruck, dass ich sie trösten muss, weil sie es nicht fassen konnte. Ich erklärte ihr also, dass ich das gewohnt sei und schon weitaus Schlimmeres beim Blutabnehmen erlebt hätte (Unterarme ins heiße Wasser im Waschbecken halten, auf dem Handrücken angepiekst werden, die Androhung "wenn wir jetzt nichts finden, suchen wir am Hals..." und sowas in der Art). Daraufhin hatte ich den Eindruck, dass sie nervöser wurde als ich. Sie suchte eine "Baby-Fliege" (haha, in meinem Alter, grins), klopfte auf dem anderen Arm rum, stellte fest, dass ich doch sehr kalte Hände hätte (wen wundert's) und stach beherzt zu - und siehe da - sie hat getroffen. Sehr zu meiner Erleichterung - zugegebenermaßen.

Morgen nun soll die Besprechung stattfinden und die eigentliche Vorsorge-Untersuchung. Vor was ich am meisten Bammel habe, ist vor dem Gang auf die Waage. Also habe ich mich heute früh schon mal gewogen, um einen Status Quo zu kriegen. Den habe ich jetzt - ich sage nur, oh mein Gott. Ich habe nun wirklich Angst vor morgen. Zu hohe Cholesterinwerte werden auf jeden Fall dabei sein und was weiß ich noch alles. Das ist echt doof. Ich weiß auch nicht, was das gerade ist. Je mehr ich über das Abnehmen nachdenke, desto mehr nehme ich zu. Ist doch verrückt, oder? Ich habe ständig Erklärungen dafür, warum ich heute keinen Sport treiben konnte oder warum ich aus Frust zuviel oder das Falsche gegessen habe oder oder. Aber das bin nicht ich. Das ist irgendwie das Ergebnis der Umstände. Ich weiß, wie es richtig geht und wie ich es gerne machen würde. Ich weiß nur nicht, wie ich das alltags- und familienkompatibel hinkriegen soll. Diese Woche ist mein Mann ja in Südafrika, da bin ich eh doppelt und dreifach frustriert, es regnet seit zwei Tagen und in dem Moment, in dem ich das schreibe, merke ich schon, dass es einfach blöde Gründe sind. Aber es sind nunmal Gründe für mich. Ich kann mich doch nicht komplett aus dieser Situation rausziehen. Zuviel essen tut es allerdings auch nicht.

Jetzt warte ich mal die morgigen Ergebnisse ab. Was anderes bleibt mir eh nicht übrig. Und dann schau ich mal, was ich für Schlüsse draus ziehen kann oder muss.

Fakt ist nur, ich möchte weniger wiegen. Defnitiv. Es gibt soviele Bloggerinnen, die im Moment die 30Tage Challenge "Vegan for Fit" machen. Das ist bestimmt eine gute und gesunde Möglichkeit, Gewicht zu verlieren. Vielleicht sollte ich das auch mal probieren. Das Buch habe ich, die Rezepte sind lecker, es spricht eigentlich nichts dagegen. Und nach 30 Tagen sollte man schon eine gewisse Tendenz nach unten sehen. Ach, es ist gerade so ein Gedanken Wirr-Warr in mir. Keine Ahnung. Jetzt schlafe ich erst mal eine Runde und dann sehen wir weiter.

Endlich mal eine coole Schürze

Ich habe mich ja hier schon mal über die Schürzenmodelle ausgelassen, die es üblicherweise so gibt. Und dass die mir mit rosa oder hellblauen Blümchen oder so nicht besonders gut gefallen. Wie es der Zufall will, hat eine Kollegin von mir eine super talentierte Schwester, die gut und gerne näht. Sie hat mir nach meinen Vorstellung eine Schürze genäht und das ist jetzt dabei herausgekommen:





Ich finde die richtig toll! Ab jetzt trage ich Schürze!!

Dienstag, 9. April 2013

Hat jemand eine Crane Pulsuhr fürs Handgelenk?

Huhu, eine entnervte Eva braucht Hilfe. Ich habe vor 2 Jahren oder so mal eine graue Pulsuhr fürs Handgelenk bekommen, von Crane (Aldi). Leider finde ich die Anleitung nicht mehr. Seit zwei (2!!) Stunden suche ich im Internet und probiere an der Uhr aus.

Ich habe bereits eine neue Batterie eingelegt (funktioniert) und habe die Grunddaten wie Datum, Uhrzeit usw. eingegeben.

Aber kann mir das Teil auch den Kalorienverbrauch bei einem Lauf anzeigen? Vorhin kam ich mal an den Einstellungen "Profi 1" und "Profi 2" vorbei, aber irgendwie finde ich die jetzt nicht mehr. Was ein kompliziertes Ding. Stöööööhn!

Hat jemand von euch zufällig so eine Pulsuhr? Funktionieren die nicht alle irgendwie gleich? Oder kann mir jemand einen Link sagen, der das erklärt? Ein bißchen mehr als die Uhrzeit anzeigen und den Puls messen müsste das Ding doch können, oder?

Ach so, auch wenn ich mir die um das Handgelenk mache, zeigt sie mir

Herzfrequenz 0.

Aha. Kann ja wohl nicht sein. Oder mißt die erst ab einer gewissen Anstrengung? Ich habe keine Ahnung. Oder ich bin ein Wunder der Natur und weiß es nicht. Lebe ohne Herzschlag, mal was anderes.
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Montag, 8. April 2013

I'm walking...

Nachdem der Tag heute mit einem unerwartet positiven Telefonat begonnen hat, war ich richtig motiviert. Obwohl ich gleich arbeiten muss und das Tochterkind erst zur dritten Stunde Schule hatte, bin ich zwischen "Zur-Schule-bringen" und "zum-Arbeiten-gehen" losgewalkt. Der Haushalt muss bis heute nachmittag warten (grins an Nelja...). Ungewohnt für mich, aber egal. Dafür bin ich jetzt durchgepustet und irgendwie zufrieden. Es war zwar wirklich noch kalt und lasse mich jedesmal von der Sonne täuschen. So habe ich nach ein paar Minuten bitterlich bereut, keine Handschuhe anzuhaben. Umdrehen wollte ich aber nicht, deswegen habe ich einfach ein bißchen mehr Gas gegeben und dann ging es schon. Nach dem Walken habe ich schön warm geduscht und jetzt ist alles paletti.

Es war heute nur die kleine Runde, so ca. 6,7 km, aber besser als gar nichts. Da sieht man mal wieder, wie sehr man bzw. ich  vom Drumherum beeinflussbar bin. Ich habe mich gleich heute früh sehr über etwas gefreut und wupps - schon laufe ich motiviert durch die Gegend. Unglaublich, oder?

So, jetzt muss ich auch schon gehen, aber das wollte ich euch doch noch mitgeteilt haben. Schön war's

Samstag, 6. April 2013

Blümchen-Kaffee

Heute habe ich ein paar Blumen im Kaffeegeschirr arrangiert. Diese Idee ist allerdings nicht von mir sondern von http://wetterhexe1112.blogspot.de/2013/03/blumchenkaffee-am-karfreitag.html. Sie hat immer ganz tolle Blumen-Deko-Ideen und ich habe mir diese abgeguckt.

Wie ich finde, ist mir das ganz gut gelungen (selber auf die Schulter klopf). Danke, liebe Wetterhex für diese Vorlage! Das ziert jetzt nach der ganzen Oster-Dekorierei den Tisch. Ich hätte zwar lieber rosa oder pinkfarbene Gerbera gehabt, gab es aber nicht.

Die Vase ist übrigens noch aus der Aussteuer meiner Oma, ein echtes Erbstück, das ich sehr mag. Es gab früher tatsächlich noch eine Zuckerdose und ein Sahnekännchen dazu, die existieren aber leider nicht mehr. Nur die Vase mit dem nostalgischen Blümchen-Muster.

Mit diesem Blumengruß wünsche ich euch ein schönes Wochenende!





Donnerstag, 4. April 2013

Eine Stunde

Eine Stunde für mich am Tag, für mich ganz alleine. Das ist schwierig. Vor allem, wenn es sich um ein Stunde Sport handelt. Denn diese eine Stunde beinhaltet ja doch ein bißchen mehr. Zumindest hinterher gehört das Frischmachen dazu. Wenn ich ganz schnell bin und nur dusche, ohne Haare waschen und föhnen, dann bin ich mit einer Viertelstunde dabei. Mit Haarewaschen und Föhnen und Glätten dauert das schon länger, also bestimmt  dreißig Minuten zusätzlich. Und dabei wäre ich weder geschminkt noch eingecremt. Was sagt uns das? Eine Stunde Sport zieht minimal eine halbe Stunde Körper- bzw. Haarpflege nach sich, wenn nicht mehr.

Das wirft Schwierigkeiten auf. Zumindest für mich. Ich habe ja noch mehr zu tun. Stundenweise Arbeit, Haushalt, Einkaufen, Töchter durch die Gegend fahren usw. Wenn ich mir also diese eine Stunde Sport am Tag (plus End-Finish 30 Minuten) gönne, bleibt weniger Zeit für den restlichen Krams. Trotzdem fühle ich mich mit der "Luxus-Bewegung" einfach besser und schwungvoller und energiegeladener.

Was also tun? Ich bemühe mich sehr, erst die die Pflicht (sprich Haushalt usw) abzuhaken und dann die Kür (Sport, Schönheitspflege usw.) einzuplanen.

Eine Stunde Sport zieht auf jeden Fall mindestens eine halbe Stunde "Schönheits-Nachsorge" mit sich. Sollte es mir wert sein, auch wenn ich sonst recht viel zu tun habe.

Wie seht ihr den Zeitaufwand?  Wie plant ihr das in euren Tagesablauf ein?

Montag, 1. April 2013

Osterfrühstück

Bei uns gibt es die Tradition, an Ostern gekochten Speck, selbstgemachten roten Meerrettich und Zopfbrot zu essen. Das wird je nach Bedarf als Brunch oder als Abendessen gegessen. Da wir gestern keine Lust auf grosse Mittagskocherei hatten, gab es das ganze als spätes Frühstück. Es war sehr lecker!

Um das ganze danach wieder abzuarbeiten, haben wir uns trotz Eiswind zum Walken aufgerafft und sind immerhin anderthalb Stunden durch die Gegend getrabt. Es war zugegebenermaßen ganz schön frisch, aber ich habe mich danach in die warme Badewanne gesetzt und dann meinen neu geschenkten "Frühlings-Sonaten-Tee" getrunken.











Und dann gegen den Wind!