Freitag, 15. März 2013

Aussortierwut und interessante Funde

Seit ein paar Tagen bin ich so richtig auf dem Aussortier-Trip. Ich sage "so richtig", weil es mir so vorkommt, als hätte ich erst jetzt das Ausräum-Prinzip richtig verstanden. Ich habe natürlich auch früher schon mal ausgemistet, aber anders. Ich bin jedesmal in Stocken geraten, wenn ich mit dem Gedanken dran ging: "Hmm, das Teil war aber mal teuer. Es ist nicht kaputt, also kann ich es nicht wegwerfen". Zack, war es wieder im Schrank oder Regal oder wo auch immer. Oder (und das gibt es bei mir sehr oft: "Das Teil ist ja noch nagelneu, nie gebraucht, kann ich doch nicht wegwerfen". Oh doch, ich kann! Denn wenn es noch nagelneu ist und seit Jahren rumsteht, dann brauche ich es auch nicht. Logische Sache eigentlich. Manches habe ich vielleicht einmal benutzt, aber dann nie wieder, auch das ist mittlerweile ein k.o. Kriterium für den jeweiligen Gegenstand.

Ich habe zunächst in meinem Vorratskämmerchen angefangen. Ananas-Schneider von Tchibo? Rausgeflogen. Keimstation für Sprossen? Habe ich kaum benutzt, ich mag es nicht, wenn die halbabgegrasten Sprossen vor sich hindümpeln, ich kaufe sie lieber, wenn ich sie benötige. Also weg damit. Dann habe ich mich von einigen Kochbüchern getrennt, die ich teilweise seit meiner Hochzeit immer mit umgezogen habe, aber nie reingeschaut habe. Es waren sogar noch alte "Burda" Bücher meiner Mutter dabei, allerdings gut zerfleddert und vom ernährungstechnischen Standpunkt aus sowieso hoffnungslos veraltet. Also, auch weg. Die Frage, ob ich wirklich drei Fliegenklatschen brauche, habe ich auch mit "Nein" beantwortet, und so ging es von einem Teil zum anderen.

Ich habe die Angewohnheit, gerne mal neue Mikrofasertücher zu kaufen oder neue Wischbezüge für den Mop. Die alten, grau gewaschenen habe ich trotzdem gehortet (????) . Ist ja nicht so, dass man die für ein paar Euro in jedem Supermarkt kriegen könnte... Tja, Pech gehabt, sie sind in der Tonne gelandet.

Der witzigste "Fund" ganz hinten unten im Schrank ist allerdings mein allererster kleiner Küchenmixer, mit dem ich die Babynahrung für meine Babies püriert habe. Da die Babies dieses Jahr 20 und 17 Jahre alt werden und durchaus in der Lage sind, selbst zu kauen, da ich mittlerweile einen großen Mixer und einen Pürierstab habe, hat auch der Babymixer den Weg in die ewigen Jagdgründe gefunden.

Das schwierige an der Sache ist jetzt nur, dass ich so richtig "in Fahrt" komme und am liebsten alles durchsortieren würde. Das würde aber den Rahmen sprengen, denn ich habe momentan gar keine Zeit für ein komplettes Durchforsten des Haushalts. Und auch der anfallende Müll will ja weggefahren werden. Also nehme ich mir jeden Tag eine kleine Ecke oder ein Regal vor. Da habe ich noch so richtig viel zu tun. Macht aber durchaus Spaß. Ich stelle mir die Flächen vor, wie sie aussehen, wenn ich nicht alles übereinanderstapeln muss, sondern die Dinge, die ich brauche, schön einräumen kann. Und das beflügelt ungemein.

Außerdem stößt man ab und zu auch auf wirklich nette Sachen. So habe ich in der Osterkiste diese beiden selbstgemachten Karten meiner Mädels gefunden. Und die werfe ich definitiv nicht weg!!










Kommentare:

  1. Oh wie süß, Mama und Papa küssen sich ... Nein, solche Dinge kann man natürlich nicht wegwerfen. Ich habe für jedes Kind einen dicken Ordner mit diesen Sachen und schaue auch gerne immer mal wieder rein, am liebsten mit ihnen zusammen - da erfährt man im Nachhinein Geschichten, also unglaublich.

    Grüße! N.

    AntwortenLöschen
  2. Hallo Eva,
    die Methode der kleinen Schritte bevorzuge ich auch. Das ist viel entspannter aus eine Hau-Ruck-Aktion und führt genauso zum Ziel. Außerdem kann man sich immer wieder an den Teilerfolgen erfreuen.
    Lieben Gruß in eine schönes Wochenende!
    Sabine

    AntwortenLöschen

Über nette Kommentare freue ich mich: