Samstag, 5. Januar 2013

Ohne Plan geht's nicht

Jedenfalls bei mir nicht. Ich rede jetzt erst mal über die Ernährung. Anfangs der Woche habe ich einen richtig guten Start hingelegt. Gewichtsmäßig ging es nach unten, wohlgefühlsmäßig nach oben. Aber dann hat mich die Realität eingeholt: Kind hat Ferien, Mann hat Urlaub, große Tochter hat frei. Eva geht arbeiten, die ganze Woche früh. Nun decken sich die Meinungen von mir und meinem Mann, was gesunde Ernährung angeht, leider überhaupt nicht. Er versteht nicht, was ich meine. Wirklich nicht. Schnitzel und Pommes sind seiner Meinung nach vollkommen ok, genauso wie Lasagne, Spaghetti Bolognese usw. Dadurch, dass er daheim war und ich erst so gegen 14.00 Uhr heimgekommen bin, hatte er schon gekocht, was ja an sich ganz süß ist. Ich hatte Hunger und habe seine gekochten Mahlzeiten gegessen. Zwar oft mit Gemecker, aber trotzdem. Was hätte ich denn tun sollen? Er hat sich Mühe gegeben und konnte einfach nicht verstehen, warum ich lieber was anderes gehabt hätte. Heute abend ist nun mein Gewicht wieder auf Anfang. Was soll's. Ab nächster Woche bin ich wieder Herrin über den Herd. 

Ich habe mir das viel-gelobte Buch 

"Die 14-Tage Detox Kur" von Dr. Claudia Nichterl

gekauft. Da sind ganz viele schöne und leichte Rezeptvorschläge drin. Die möchte ich nächste Woche einhalten. Denn ohne Plan geht's einfach nicht. 

Findet ihr das auch schwer, die eigenen Ideen in den Familienalltag zu integrieren? Ich meine, Männer haben ja oft andere Ansichten, was Ernährung angeht. Ich hätte ja abends für mich schon was vorbereiten können, habe das aber nicht gemacht. Irgendwie bin ich gerade schon wieder ein bißchen frustriert, was das neue Jahr angeht. Theorie und Praxis - zwei Welten begegnen sich. Selbst wenn man noch so gute Ansätze hat und noch so motiviert ist, spätestens beim Familienalltag wird es so richtig schwer. Wenn es nur um mich selber gehen würde, dann wäre das kein Problem. Aber die Wünsche und Vorstellungen und durchaus auch Ansprüche der Familie zu erfüllen, vor allem wenn sie ganz anders sind als die eigenen - das ist streckenweise richtig anstrengend. 

Außerdem habe ich privat gleich zwei ziemlich einschneidende Tatsachen zu verarbeiten. Ein völlig unerwartetes Ereignis innerhalb der Verwandtschaft wirft viele Fragen auf und eine Sache, die mich selbst betrifft, ist auch nicht sooo toll. Hätte ich mir zumindest nicht so und vor allem nicht gleich anfangs des Jahres gewünscht. Ändern kann ich es nicht.  Es bleibt schwer.

Wie im letzten so im neuen Jahr.




 




Kommentare:

  1. Familienessen und eigene Vorstellungen unter einen Hut zu bringen ist furchtbar schwierig. Ich neige auch eher dazu, das Essen auf den Ehemann auszurichten. Ich koche und experimentiere viel mit Gemüse und Kräutern, das macht der Ehemann klaglos mit, gibt es eben ein Schnitzel dazu oder irgendwas anderes und für mich nicht oder weniger. Insgesamt hat er es wohl schätzen gelernt, wie ich koche. So was entwickelt sich schleichend. Immerhin sind die Kinder nun schon fast vier Jahre aus dem Haus ...

    Grüße! N.

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  2. da ich stolze Besitzerin verschiedener Nahrungsmittelunverträglichkeiten bin, koche ich eben für mich allein.
    Schmeckt wie ich will, enthält was ich will und mein Mann bekommt, was er will.
    derzeit liebt er LCHF, das Gegenteil meiner Ernährung...macht nix.
    Das was wir Beide essen können, essen wie Beide (Gemüse) den Rest gibt es eben getrennt.
    Ich esse nichts, was ich nicht essen will oder was mir nicht gut tut.
    Spätestens, wenn man vom Essen Bauchschmerzen bekommt, legt man diese falsche Höflichkeit ab :D

    LG

    Kati

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    1. Mein Mann ist da halt recht schnell beleidigt. Das Thema Ernährung ist bei uns ein "Reizthema" und bevor ich dann wieder Knatsch habe, esse ich seine Sachen halt. Ich kann dem ganzen wirklich nur vorbeugen, indem ich selber für die Zeiten was vorbereite, in denen ich nicht kochen kann, weil ich arbeite. Das habe ich mir nun auch fest vorgenommen.
      LG Eva

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    2. Leg dir einfach eine Unverträglichkeit zu (SCHERZ!!)
      Nee, aber wie wäre es, wenn du ihn mal mit Sachen bekochst, die er nicht mag?
      Ihr seid beide erwachsen und wenn er sich nicht nach deinen Wünschen richtet, muss er eben damit leben, dass du sein Essen nicht isst.
      Mein Mann isst auch nichts, was er nicht mag. Wenn ich was Neues koche und er mag es nicht, dann sagt er es und ich belästige ihn damit nicht mehr.
      Jeder hat ja das recht auf seinen eigenen Geschmack und ein bisschen Knatsch und Eigenwillen muss unsere Ehe aushalten :D

      LG

      Kati

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Über nette Kommentare freue ich mich: