Sonntag, 20. Januar 2013

Äpfel-Verwertungs-Maßnahme

Um meinen großen Apfelvorrat klein zu kriegen, habe ich heute mittag gebacken. Man konnte eh nicht viel anderes unternehmen, denn wir haben Eisregen und spiegelglatte Straßen.

Ich esse sehr gerne Apfelkuchen, habe aber einen Lieblingskuchen: Den gedeckten Apfelkuchen. In letzter Zeit war ich etwas backfaul und habe fast nur schnelle Rührkuchen gemacht. Heute nun habe ich mal wieder einen "gescheiten" Kuchen gebacken, so wie wir ihn mögen.

Zuerst macht man einen Mürbeteig, teilt den ihn 2/3 und 1/3 und macht aus den zwei Dritteln den Boden und den Rand. Der wird erstmal ein bißchen vorgebacken, damit er nachher knuspriger ist und nicht so leicht durchmatscht.


In der Zwischenzeit schält man die Äpfel und schneidet sie klein. Sie werden mit etwas Zucker, Zitronensaft, Rum, Mandelblättchen und grob zerstoßenen Haselnüssen ca. 10 Minuten weich gedünstet. Hier kann man seinem Geschmack freien Lauf lassen. Ich lasse zum Beispiel die Rosinen raus und gebe stattdessen noch ein paar zerstoßene Walnuß-Kerne dazu sowie eine ordentliche Ladung Zimt. Hinterher schmecken die groberen Nußstücke sehr lecker im Kuchen.



Dann wird die Masse auf den vorgebackenen Boden gefüllt und möglichst glatt gestrichen, denn es soll ja noch ein "Deckel" drauf.



Nun aus dem zur Seite gelegten 1/3 Teig eine schöne Teigplatte ausrollen und auf die Füllung packen. Die Ränder ringsrum ein bißchen nach unten drücken, damit sie die Füllung gut abdichten. Wenn kleine Risse oder Löchlein drin sein sollten, kann man die mit kleinen Teigfetzen "reparieren". Das fällt später optisch nicht auf, weil noch ein Zuckerguß drauf kommt. Macht man das nicht, dann kriecht die Füllung während des Backens durch diese Löchlein durch und es gibt unschöne "Hubbel".







Nochmal 30 Minuten backen. Die Äpfel verbreiten einen wunderbaren Duft in Küche.

Nach dem Backen wird die Teigplatte zunächst mit Aprikosenmarmelade bestrichen, die man nochmal erhitzt hat, damit sie flüssig wird und sich besser verteilen läßt. 

Und dann kommt der krönende Abschluß:  Ein dicker Zuckerguß aus Puderzucker und Milch (oder wer mag aus Puderzucker und Cognac). Wenn der Kuchen richtig abgekühlt ist, gibt es eine knackige Zuckerkruste. Zusammen mit der eher säuerlichen Aprikosenmarmelade und der Apfel-Nuß-Mischung einfach unwiderstehlich! 

Mein absoluter Lieblings-Kuchen! Über Kalorien sollte man hier allerdings lieber nicht nachdenken. Aber diesen leckeren Kuchen gibt es ja nicht jeden Tag. 


F E R T I G  !





Kommentare:

  1. Vielen Dank für das leckere Rezept. Hört sich gut an und kommt auf meine Favoritenliste. Einen schönen Sonntagabend, wünscht Dir, Ilona

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  2. Das ist der Lieblingskuchen meiner Kindheit! Meine Mutter hat den oft gebacken, weil das glaub ich auch der Lieblingskuchen meines Vaters ist. Ich selber hab den noch nie gemacht, obwohl ich ja eher eine Vielbäckerin bin. Vielleicht, weil ich eh an den Geschmack der Kindheit nicht ran käme (meine Mutter übrigens auch nicht mehr).

    Grüße! N., die jetzt überlegt, ob sie es nicht doch mal wagen sollte ...

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Über nette Kommentare freue ich mich: