Montag, 10. Dezember 2012

Lebensmittel-Verschlüsse - meine tägliche Herausforderung

Ich kämpfe öfter mit den Verschlüssen von Lebensmitteln. Besonders oft mit "wiederverschließbaren" Beuteln von Nudeln und Reis. Selten, dass die Teile ordentlich aufgehen, so dass man sie auch ordentlich wieder verschließen kann. Ich brauche entweder die Schere zum Öffnen oder aber Gummi-Ringe, Tütenclips und Co., um die Reste halbwegs gut für spätere Verwendungen aufzubewahren. Das gleiche gilt für Kaffeepäckchen, Papiertaschentücher und die durchsichtigen Blisterverpackungen, denen man oft nur mit roher Gewalt beikommt und die einen zur Verzweiflung treiben können.

Heute habe ich mit dem Verschluß einer Olivenöl-Dose gekämpft. Die Dose hat gewonnen.



Auf der Suche nach einem guten, extra nativen Ölivenöl ist mein Blick auf die hübsche limitierte Dose von Bertolli gefallen,  Liter harmonischer Geschmack, das hat mich überzeugt und ich habe sie gekauft. Daheim beim Kochen war ich schon nicht mehr so überzeugt. Ein in die Dose versenkter Plastikverschluß ließ mich schon Böses ahnen.. Ich habe also meine Brille gesucht, um der 3 teiligen Öffnungsanleitung zu folgen.



1. "Heben sie den Plastikring an" Nach genauerem Hingucken entpuppte sich das ganze versenkte Teil als Plastikring, das konnte doch wohl nicht gemeint sein? Ich habe meinen technischen Sachverstand walten lassen und habe sofort kapiert, dass die beiden Laschen rechts und links davon gemeint sein mußten. Man muß sich dass wie zwei Henkel eines Korbes vorstellen. Allerdings wirklich zwei, einer rechts, einer links. Ok, soweit so gut. Es war schon ein mega Gefummel, aber ich habe es geschafft. Die beiden Laschen ragten in die Höhe, alles gut.

2. "Stark ziehen". Haha. Hahahahaha..... Ich habe erst in weiser Voraussicht ganz vorsichtig gezogen. Nichts!     Dann etwas stärker: Nichts! Die beiden blöden Laschen sollten ja den in der Dose versenkten Plastikstöpsel herausziehen, so dass man in aufschrauben kann. Ihr könnt es euch schon denken: Ich habe stark gezogen - wie laut Anleitung - und zack - waren die Laschen abgerissen. Alle beide. Der Stöpsel war allerdings immer noch versenkt. Super, dachte ich, Schritt 3: Kappe abschrauben war nicht, also mußte eine andere Technik her.





So schwer kann das doch wohl nicht sein, dachte ich, zumal ich das Prinzip ja kapiert hatte. Ich mußte nur den Stöpsel anheben, da könnte ich das Öl aufschrauben. Ich nahm ein kleines spitzes Messer zur Hilfe,  fuhr in den Plastikverschluß und - Trommelwirbel - mit einem Knack war nicht die Dose auf, sondern mein Messer abgebrochen.



Jetzt war ich richtiggehend angestachelt, die blöde Dose zu öffnen und habe es mittels zwei Teelöffeln und deren Hebelwirkung tatsächlich geschafft, den Stöpsel anzuheben. Leider war von der abgebrochenen Messerspitze nichts mehr zu sehen. Sie war versunken in den Tiefen der Ölbüchse. Es blieb mir also nichts anderes übrig, als das Öl in eine Flasche umzufüllen und vorher durch ein Sieb laufen zu lassen, um die Spitze wiederzukriegen. Habe ich auch so gemacht und die Spitze entsorgt.

Was sagt ihr dazu? Soviel Mühe, um eine blöde Olivenöl-Dose aufzukriegen? Kann man denn den Stöpsel nicht gleich rausgucken lassen, so daß man ihn einfach und direkt abschrauben könnte? Aber nein, warum einfach, wenn es auch kompliziert geht.

In Zukunft werde ich wohl wirklich nicht nur auf den Inhalt, sondern auch auf die Verschlüsse achten, denn auf Dauer ist mir sowas echt zu blöd. Oder ich kaufe gleich eine Flasche Sonnenblumenöl....

Kommentare:

  1. Du weißt doch: Sie müssen erst den Nippel durch die Lasche ziehn...:-)
    Ja, die Probleme kenne ich.
    LG
    Sissi

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  2. :D

    Jetzt erzähle ich dir mal was. Ich war alleine zu Hause und wollte unbedingt eine Flasche Prosecco öffnen. 1. Korkenzieher: da bewegte sich gar nichts, also am Korken, der Korkenzieher zog sich auseinander und war völlig verbogen. 2. Korkenzieher: abgebrochen. 3. Korkenzieher: Korken zerrissen ... und die verdammte Flasche war immer noch zu! Kein Nachbar da. Und ich wollte diesen Prosecco. JETZT! UNBEDINGT! Aöso habe ich die Bohrmaschine aus dem Keller geholt und den Korken mit dem Bohrer entfernt. Klingt wie ein Spritti, ich schäme mich sehr. Aber der Prosecco war sehr lecker.

    Grüße! N.

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    1. Och Nelja, so süß! Als wir vor ca. 14 Jahren (mit meinen damals noch sehr kleinen Mädels) nach NRW übergesiedelt sind, haben wir am ersten Abend in einem Appartement übernachtet, weil der Umzugswagen erst am nächsten Tag angekommen ist. Damals war meine Mutter noch mit dabei. Als wir endlich angekommen waren und die Mädels schliefen, wollten wir so gegen 1.00 Uhr nachts eine Flasche Rotwein öffnen. Es gab aber keinen Öffner in diesem Appartement. Wir haben es mit Gabeln, Zähnen und roher Gewalt versucht, ging aber gar nichts. Am Schluß haben wir aus Verzweiflung den Flaschenhals abgeschlagen und den Wein durch ein Sieb ausgeschenkt. Und nein, wir sind alle keine Alkoholiker. Es war einfach keine andere Möglichkeit da. Wir lachen heute noch über diesen ersten Abend.
      LG Eva

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    2. http://www.youtube.com/watch?v=EHTADX5nxT8

      mal ne schnelle Hilfe, damit euch das nicht nochmal passiert :D

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  3. Das Öl ist so schwer zu öffnen, weil Bertolli um die schlechte Qualität weiss und den Verbraucher schützen möchte.
    Wie im Computer eben dreimal die Frage: Willst du das Öl wirklich nutzen? *lol*
    http://wiso.zdf.de/ZDF/zdfportal/web/ZDF.de/WISO/2942354/25408346/9c8f94/Oliven%C3%B6l-im-WISO-Test.html

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Über nette Kommentare freue ich mich: