Montag, 31. Dezember 2012

Ein gutes neues Jahr

Ich wünsche allen, die das hier lesen ein superschönes und gutes neues Jahr!!




Mein Jahresmotto 2013

Viele von euch blicken zurück, ich schaue lieber schon mal nach vorne. 2012 war für mich ein Jahr des Umbruchs, verbunden mit vielen Unsicherheiten und Zweifeln, mit Veränderungen, die ich nicht beeinflussen konnte und oft mit einem inneren Kampf gegen mich selbst.

Es war kein schlechtes Jahr, nur ein "anderes". Ich habe mich sozusagen auf den Weg gemacht, mich selbst zu finden (wird auch langsam Zeit in meinem Alter), von vielen Fremdbestimmungen wegzukommen und überhaupt erstmal zu erspüren, wer ich bin und wo ich hinmöchte. Es liegt noch ein ganzes Stück Weg vor mir und ich möchte diesen Weg endlich glücklich gehen können. Eins mit mir selbst sein. Nicht auf das gucken, was fehlt oder was andere haben oder sind, sondern auf das, was mich und meine Familie ausmacht. Mich selbst mögen lernen. Und auf meine Bedürfnisse hören lernen. Das ist für mich nicht einfach und ich weiß auch, dass es immer wieder schwierigen Zeiten geben wird. Aber ich versuche immer mehr, einen positiven Standpunkt einzunehmen, das Gute zu sehen und alles etwas lockerer zu lassen.

Das Leben nimmt seinen eigenen Lauf, das kann ich eh nicht verhindern. Und manches läuft erstaunlich gut, ohne das ich das Ruder übernehmen muss. Eine ganz neue Erfahrung. Um in diese Richtung weiterzugehen, möchte ich auch eine Menge unnötigen Ballast abwerfen. Denn mit leichtem Gepäck reist man leichter auf seinem Lebensweg.

Mein Motto des Jahres 2013 lautet daher:


** Weniger ist mehr **

In jeglicher Hinsicht und im wahrsten Sinne des Wortes. 

- Weniger Gewicht
- weniger Fleisch essen
- weniger materiellen Krams horten (dazu muss ich eine Menge ausmisten)
- weniger neuen Krams kaufen
- weniger Selbstzweifel
- weniger Selbstmitleid
- weniger Erwartungen
- weniger Perfektionsdrang
- weniger Suche nach evtl. Hindernissen
- weniger Ängste

Das und noch viel mehr soll in diesem Motto enthalten sein. Ich habe mir auch schon einen kleinen Helfer zugelegt, einen Abreißkalender für jeden Tag:





Weniger materieller und seelischer Ballast.

Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mich auch im neuen Jahr begleitet und wir nach wie vor einen regen Austausch haben. Das ist sehr inspirierend und motivierend.

In diesem Sinne euch allen einen guten Start ins neue 2013!!!


Sonntag, 30. Dezember 2012

Waffel-Nachtrag

Ich möchte mich erstmal recht herzlich für eure Tipps bedanken. Echt süß von euch!!

Sie haben gar nicht so mal so schlecht geschmeckt, haben nur super voll gemacht. (Kein Wunder bei der Zusammensetzung). Mein Ehrgeiz ist jetzt waffeltechnisch auf jeden Fall geweckt, ich werde sie solange backen, bis sie richtig gut funktionieren.

Als junge Frau hatte ich zum Beispiel immer ziemliche Schwierigkeiten, einen wirklich leckeren Kartoffelsalat hinzukriegen. Ich habe den aber so lange gemacht und probiert, bis er richtig lecker war. Ich kann ihn bis heute sehr gut und kriege immer viel Lob. Also, Übung macht tatsächlich den Meister.

Den Kindern haben die Waffeln auf jeden Fall gut geschmeckt. Guckt mal, was ich gerade in einem Fach des Wohnzimmerschranks gefunden habe:


Das ist eigentlich eine Deko-Schale mit 3 Bastkugeln drin. Die Kugeln sind bis auf eine verschwunden und die Schale wurde als Teller umfunktioniert. Ich musste gerade echt lachen. Bin mal gespannt, wo die anderen beiden Kugeln auftauchen. Unter dem Sofa sind sie jedenfalls nicht...



Waffeln backen, eine Kunst für sich

Wir kriegen heute spontanen Kaffee-Besuch. Da habe ich mich entschlossen, Waffeln mit Sahne und heißen Sauerkirschen zu kredenzen. Vermutlich denkt nun jeder, naja, nichts Besonderes, ist es auch nicht, außer der Tatsache, dass ich immer noch auf der Suche nach einem idealen Waffelteig bin und mit Waffeln im allgemeinen ein bißchen auf Kriegsfuß stehe. Ich habe ich chefkoch.de ein Rezept gefunden für angeblich todsichere, super leckere Waffeln. Allerdings mit Hefe, dass kenne ich so eigentlich nicht. Es gibt ja genügend Teige ohne Hefe.

Aber was soll's, ich wollte mir Mühe geben und habe den Teig schon vor einer Weile angerührt. Jetzt bin ich beim Ausbacken und habe "the same procedure as jedesmal, wenn ich Waffeln backe". Entweder, der Teig quillt unschön über den Rand des Waffeleisens oder die Herzchen sind nicht ganz ausgefüllt. Dieses Mal ist der Teig durch die Hefe auch noch super dick und ich backe jetzt pro Waffel schon zwischen 3 und 4 Minuten, damit sie ein bißchen braun werden. Ist das echt so schwer, schöne Waffeln zu machen oder stelle ich mich nur so blöd an?

So zäh fließt der Teig von der Schöpfkelle (vielleicht sollte ich gleich Spätzle draus machen??)




Erste Waffel mit ausgelaufenem Rand

Und so dick ist die



Oder liegt's am alten Waffeleisen-Modell?
Alles was ich möchte, sind knusprige Waffeln!!



Sauerkirschen hatte ich auch keine, also gibt es jetzt eben zu dicke Waffeln mit Pfirsichen und Sahne.
Hmm, nächstes Mal backe ich lieber gleich einen Kuchen. Schönen Sonntag euch allen!



Samstag, 29. Dezember 2012

Der Kunde ist König - aber es gibt Grenzen

Ich arbeite teilzeitmäßig im Textil-Einzelhandel. Das nur mal so für alle, die es noch nicht wissen sollten. Ich habe was komplett anderes gelernt, ich habe Abitur (ein gutes) und so einiges anderes auch noch, aber heute sehen mich die Menschen als "Verkäuferin". Normalerweise macht mir das durchaus Spaß, der Umgang mit Menschen erfordert viel Einfühlungsvermögen, und es ist für mich interessanter als 35 Programme oder mehr im Fernsehen. Es gibt hunderte lieber Menschen, aber einmal am Tag ist durchschnittlich ein A........ dabei.  Dann fällt es mir mitunter schon schwer, nicht einfach zu sagen, was bilden sie sich eigentlich ein...

Also: Wir sind normalerweise mehr als kulant, nehmen fast alles zurück, mit und ohne Bon, auch zweifelhafte Fälle, der Kunde soll ja nicht vergrault werden. Könnte mir auch völlig wurscht sein, denn es ist ja nicht mein "persönlicher" Laden, ich bin ja "nur" angestellt. Wenn's dann aber zu unverschämt wird, dann geht's halt einfach nicht mehr. So heute geschehen.

Eine Mutter mit zwei Töchtern im Grundschulalter. Kam rein und knallte mir ein total verdrecktes Paar Kinderstiefelchen (so knöchelhoch) auf den Kassentisch, sau dreckig, die Absätze verlatscht, ohne Kassenbon. Sie erklärte mir, sie hätte diese Schuhe im September gekauft und nun ginge ca. 1 cm der hinteren Naht auf. Das hat gestimmt, es war so ca. 1 cm Rücknaht offen, das Innenfutter war aber total unversehrt. Ich wäre in diesem Falle niemals auf die Idee gekommen, sowas zurückzugeben.

Wenn die Fraj nicht gleich so fordernd aufgetreten wäre, weiß ich nicht, wie ich reagiert hätte. obwohl es meines Erachtens eine totale Lappalie war.  Aber so.... Ich habe ihr erklärt, dass sie nicht nach drei Monaten mit einem Paar deutlich getragener Kinderschuhe hier auftauchen kann und den Neupreis einfordern kann. Ich versuchte, klarzumachen, dass es sich um durch normalen Gebrauch aufgetretenen Verschleiß handelt, dass die minimal aufgegangene Naht keinen wirklichen Mangel darstellt, weil die Schuhe durchaus weiter getragen werden können und dass nach 3 Monate ohne Bon eh nichts geht. Dass die Gute nicht über den Tresen gehüpft ist, war alles. Sie hat gemeckert, ist laut und beleidigend geworden, aber ich fand das so dreist, dass mich das nicht einmal aufgeregt hat. Ich habe nochmal erklärt, dass die Schuhe deutlich getragen wurden, dass es sich nicht um einen gravierenden Mangel handelt und dass ja theoretisch jedermann seine Schuhe nach 3monatigem Tragen zum Originalpreis zurückbringen könnte. Stellt euch das mal vor, tausche ausgelatschte Kinderschuhe nach 3 Monaten gegen ein paar nagelneue. Nicht blöd, oder? Die Kundin ist fast ausgetickt und hat was von 2 Jahren Garantie für Schuhe erzählt. Falls sich jemand mit der Rechtslage auskennt, bitte klärt mich auf. Ich persönlich kann mir das nicht vorstellen. 2 Jahre Garantie auf Schuhe? Ich meine, klar, wenn die Sohle abfällt, dann vielleicht schon. Aber so? Diese Dame wollte eindeutig nur Geld.

Wie denkt ihr darüber? Hätte ich es ihr geben sollen? Ich meine, mir persönlich hätte es nicht weh getan. Aber sie war unfreundlich, unverschämt und es ging gegen mein natürliches Rechtsempfinden. Wenn das ganze eine Woche nach Kauf aufgetreten wäre, dann ok, aber nach einem Vierteljahr?

Mich interessiert eure Meinung, denn ich bin eigentlich eine sehr freundliche und verständnisvolle Ansprechpartnerin. Das heute ging aber gar nicht. Wie hättet ihr reagiert?

Greenbox von Tim Mälzer

Gestern überreichte mir unser Postbote ein verspätetes Weihnachtsgeschenk meiner Schwester. Der Postlauf hatte länger gedauert als gedacht. War aber egal, so konnte ich mich über eine wirklich gelungene Überraschung freuen.

Das neue dicke und fleischlose (!) Kochbuch von Tim Mälzer "GREENBOX".

254 Seiten voller "grüner" Rezepte mit Gemüse, Salat, Früchten und frischen Kräutern. Außerdem knusprige Brösel- und Salzmischungen, um Gemüse "aufzupeppen" sowie Saucen und Kräuterpasten. Ich habe mich ehrlich super gefreut. Das paßt genau in mein Konzept fürs neue Jahr, so wenig Fleisch wie möglich zu essen und mich gesund zu ernähren. Ich werde zwar nicht zum Vegetarier mutieren, aber zum sehr bewußten Fleischesser. Ich mag Gemüse sowieso viel lieber.

Ich habe also einiges zu kochen und auszuprobieren und werde meine Experimente samt Ergebnissen (hoffentlich leckeren Ergebnissen) immer mal wieder hier vorstellen.

Danke, liebes Schwesterlein!





Ein paar Beispiele:

Asia-Radieschen mit krossem Tempeh

Pfirsich-Zucchini Salat mit Mozzarella Dressing

Ofenkartoffeln mit Salsa Verde



Freitag, 28. Dezember 2012

Da war doch was

Jeder hat so seine persönlichen Eigenarten, seine Stärken und Schwachpunkte. Ein Schwachpunkt von mir ist, dass ich mir keine kurzfristigen Daten merken kann. Ich krieg sie gesagt, sage ja und vergesse sie auf der Stelle wieder. Wenn also heute zu mir jemand sagen würde, "wollen wir uns am Samstag treffen", würde ich sagen "ja gerne, da kann ich". Dass es sich bei Samstag um morgen handelt, müsste allerdings bitteschön dazu gesagt werden. Sonst könnte es sein, dass ich in Vorfreude auf das Treffen am Samstag den ganzen Tag daheim verbringe, ohne was zu merken. Ich habe auch öfters mal Anrufe dieser Art: "Hier ist die Zahnarztpraxis XY, sie hatten am 18. Dezember, 16.00 Uhr einen Termin". Ich: "Ja, ich weiß. Warum? Müssen wir den verlegen?" "Hmmm, irgendwie schon, das war gestern".

Wer mich kennt, weiß das. Ich weiß es inzwischen auch und schreibe mir deshalb wichtige Dinge auf. Wichtige Dinge wie meine sehr flexiblen Arbeitszeiten, Arzttermine, Verabredungen, Elternabende usw. Zu diesem Zweck habe ich immer ein kleines Notizbüchlein in der Handtasche, jeder Tag eine Seite, idiotensicher. Letztes Jahr war ich spät dran mit dem Kauf eines solchen Büchleins (der Jahreswechsel kam so plötzlich), das wollte ich dieses Jahr vermeiden. Denn einer meiner guten Vorsätze ist, dass ich dieses Jahr  alles besser strukturiere, plane, organisiere (hust).

Ich habe also schon im November (!!, gut gemacht Eva), ein hübsches robustes Büchlein erworben "Meine Termine 2013" (stolz).  Jeder Tag hat auch noch so einen sinnreichen Spruch wie zum Beispiel gleich am 2. Januar: "Wer viel Schleim auswirft, der beize Akelei in Honig und esse sie oft" (H. von Bingen). Nun ja.

Voller Eifer habe ich meinen Dienstplan von Januar schon mal eingetragen und meinen nächsten Friseurtermin. Ist ja schließlich wichtig. Das war am Tag vor Heilig Abend. Ich wollte ja vorbereitet sein. Mein altes Büchlein habe ich in die Mülltonne geworfen. So. Fertig. Finde den Fehler!

Am 2. Weihnachtsfeiertag wollten wir ja bekanntlich ins Kelly Konzert. Um 20.00 Uhr. Da ich wußte, dass die Veranstaltung länger dauern würde, wollte ich noch kurz einen Blick auf meine Arbeitszeit vom nächsten Tag werfen. Es war schon früher Abend, es war dunkel und hat in Strömen geregnet, da traf mich plötzlich und unerwartet folgende völlig überraschende, revolutionäre, sensationelle Erkenntnis: "Mist, zwischen Heilig Abend und Neujahr sind ja auch noch Tage. Mit Arbeitszeiten!" Und natürlich hatte ich keine Ahnung, mit welchen. Mein altes Büchlein mit denselbigen lag seit zwei Tagen vergraben unter Bergen von Verpackungsmaterial, Geschenkpapier und Schleifenbändern in der großen Mülltonne draußen. Mein Mann hat sich also mit der Taschenlampe bewaffnet und tapfer den Mülleimer aussortiert. Kurz vor dem Kelly Konzert. Glücklicherweise wurde er fündig! Mein altes Büchlein war wieder da.

Ich wollte diese Tatsache lobend erwähnen und habe mich leicht zerknirscht bedankt, da meinte er nur: "Ach ich kenn dich nur so, das ist so typisch, du bist halt nicht von dieser Welt!"

Ich hab ausnahmsweise nichts drauf gesagt. Wo er recht hat, hat er recht!

Donnerstag, 27. Dezember 2012

Kelly Family Weihnachtstour 2012

Ich war gestern in der Jahrhunderthalle in Frankfurt auf dem Konzert "Stille Nacht" der Kelly Family. Es war das letzte Konzert in Frankfurt um 20.00 Uhr. Bereits letztes Jahr war ich auf derselben Veranstaltung und hatte ein bißchen Bedenken, daß dieses Jahr einfach das gleiche Programm nochmal kommt. Der Saal war ausverkauft, die Spannung groß, die Kelly Fans der ersten Stunde sind erwachsen geworden, obwohl auch eine Menge Teenies vertreten waren.

Es wären nicht die Kellys, wenn sie nicht immer für eine Überraschung gut wären. Es war toll, super, mega genial, noch besser und eindrucksvoller als letztes Jahr. Die ganze Aufmachung war anders.

Es waren dieses Jahr "nur" Paul, Paddy, Joey, Katie und Patricia dabei. Das ist der "Kelly" Stamm mit den schönsten Stimmen. Jeder für sich schon toll, zusammen unübertroffen. Stille Nacht? Haha, die rocken die "Stille Nacht" vom ersten bis zum letzten Ton. Dabei schaffen sie es immer wieder, leise, nachdenkliche Lieder einzubauen, die einem wirklich Schauer über den Rücken jagen, um dann wieder den Saal zum Beben zu bringen. Kaum einen hält es auf den Stühlen, da wird mitgetanzt, mitgeklatscht und mitgehüpft. Vor allem Paddy strahlt eine unglaubliche Begeisterung für die Musik aus, er verschmilzt mit seiner Gitarre, man wird einfach mitgerissen.

Dieses Jahr gab es außer ein paar Tänzern im Hintergrund eine phantastische russische Sandmalerin, die die Songs und das Leben der Kellys eindrucksvoll "gemalt" hat. Ein kleines schmales Mädchen, mit begnadeten Händen. Ihre Bilder bildeten zeitweise den Bühnenhintergrund. Ebenso immer wieder unbekannte Fotos und Filmchen aus der Vergangenheit mit den Eltern, die ein fast schon unheimliches Glück inmitten ihrer Kinderschar ausgestrahlt haben.

Ich hoffe, dass ich noch lange von diesem "Spirit" zehren kann! Kelly Family Forever!

Patricia, Paddy und Katie
(Die beiden Mädels gehen auch immer mal wieder solo auf Tour,
sehr empfehlenswert!)


Paddy, Paul und Joey (Paul ist der älteste noch aktive Sänger, er lebt in Irland
und ist ein echtes "Original" mit einer ganz tiefen Stimme)

Joey und sein Sohn Luke 


Eine besonders schöne Geste: Es darf ein Kinderchor aus der
jeweiligen Region mit den Kellys auf der Bühne und gemeinsam ein
Weihnachtslied singen. Also, hier einer aus Hessen , in Nordrhein
Westfalen eben einer von dort usw. Das ist doch eine nette Idee!



So sahen die Sandbilder aus, alles live nur mit den Händen gemacht.


Mittwoch, 26. Dezember 2012

Nass geworden

Heute wollte ich schon mal langsam anfangen, meine gute Vorsatz Liste fürs neue Jahr einzuläuten. Ganz oben steht Sport und zwar regelmäßig. Ich also heute so gegen 10 Uhr in die Walking Klamotten gehüpft und losgetrabt. Voll motiviert!! Ich hätte wohl besser erst mal den Wetterbericht angeguckt. Es war mega windig, ich hatte Schwierigkeiten, die Stöcke aufzusetzen, weil es so gestürmt hat und sie durch den Wind unkontrolliert "gewedelt" haben. Sowas hatte ich noch nie. Dann fing es auch noch an zu regnen, erst nur ein bißchen, dann wie in Strömen. Ich habe meine Strecke abgekürzt, habe mich vor einen Supermarkt gestellt und nach 25 Minuten mit dem Auto abholen lassen. Durch den Regen und den Wind war ich richtig durchgefroren und bin erstmal in die Badewanne.

War schon mal nix mit Sport! Bzw. nur so 25 Minuten. Nun ja, der Wille war da.


Dienstag, 25. Dezember 2012

Heilig Abend

Huhu, waren gerade beim Essen. Ich war "vernünftig" und habe ein schönes Putensteak mit Salat gegessen (ok und mit ein paar Pommes, aber ob Pommes oder Kroketten, das wäre jetzt wohl eh schon egal gewesen). Auf jeden Fall bin ich satt, aber nicht übervoll. Sobald es mal aufhört zu regnen, werden wir eine schöne Weihnachtsrunde drehen.

Gestern war sehr entspannt. Meine beiden Mädels haben gekocht, während mein Mann und ich in der Kirche waren. Das war toll, so kam kein Streß auf (weder bei uns noch bei den Mädchen).







Für mich hat das Christkind einen ebook reader mitgebracht, den ich mir schon lange gewünscht habe. Und verschiedene andere Nettigkeiten, ich habe mich sehr gefreut und fand es war der entspannteste Heilig Abend seit langem. 

Deswegen gab's nochmal ein weihnachtliches Lächeln. Jetzt befasse ich mich mal näher mit den ebooks, ich freu mich drauf.






Montag, 24. Dezember 2012

Frohe Weihnachten


F r o h e   W e i h n a c h t e n   2 0 1 2  !!


Lasst es euch gut gehen !
(Die Lilli musste auch mal wieder mit aufs Bild)












Montag, 17. Dezember 2012

Neues Jahr, neue (alte) Anfänge

Obwohl ja zuerst Weihnachten auf dem Programm steht, mache ich mir schon sehr viele Gedanken über das kommende neue Jahr. Im Jahr 2012 habe ich viel über mich und mein Leben nachgedacht, habe viele Zusammenhänge verstanden und unheimlich viel gelernt. Gleichzeitig habe ich ganz viele "Baustellen" entdeckt, die ich unbedingt fertig stellen möchte und für einige neue Dinge eine neue Sensibilität entwickelt. Das letzte Jahr war also sozusagen erst mal eine Bestandsaufnahme, ein Finden des Status Quo und das vorsichtige Herantasten an Wünsche und Ziele für die nächsten Jahre.

In der Mitte des Lebens einer Frau prasseln viele Dinge auf sie ein. Zunächst wird sie mit dem physischen Älterwerden konfrontiert. Das theoretische Wissen darum ist was anderes, als der Zeitpunkt, an dem sie sich intensiv damit auseinandersetzen muß. Angefangen vom schlechteren Sehen, von Stimmungsschwankungen, von Gewichtszunahme, ein nicht mehr Schritthalten Können mit der Leistung von jüngeren Leuten bis hin zum Loslassen-Müssen der eigenen, bisher doch kleinen Kinder gibt es noch ganz viele andere Sachen, und die können einen ganz schön aus der Bahn hauen. Einfach, weil es soviel auf einmal ist. Man setzt sich mit der eigenen Endlichkeit auseinander, und da kommen automatisch Fragen nach dem "Wie geht es denn nun weiter? Wie kann ich den "Rest" sinnvoll gestalten? Was wünsche ich mir überhaupt? usw."

Ich kann nur aus meiner eigenen Erfahrung sagen, es ist ein streckenweise sehr schmerzvoller Prozeß. Man muß sozusagen alles das, was bisher normal und alltäglich war komplett neu überdenken. Man sieht mit Staunen seine fast erwachsenen Kinder, wie sie sich verselbständigen und wie man  "übrigbleibt" allein mit sich selbst. Gut, jeder kann damit anders umgehen und wenn man ein starkes soziales Umfeld hat, ist diese Phase vielleicht etwas einfacher, aber ich glaube, irgendwann trifft sie jede Frau mit voller Wucht. So, wie die Geburt des ersten Kindes das Leben auf den Kopf stellt, so fühlt es sich an, wenn dieses dann "plötzlich" groß ist.

Ich war im ersten Moment sehr verunsichert und auch traurig, das ist aber durchaus normal. Man darf ein bißchen trauern und man braucht eine gewisse Zeit, um sich neu zu sortieren. Aber: Das darf nicht den Rest des Lebens dauern. Man sollte es wirklich als Phase betrachten, die dazu da ist, einen zu einem ganz neuen Ausgangspunkt zu führen. So, als ob man nach der Verpuppung endlich zu einem schönen Schmetterling wird, der leicht und unbeschwert durch die Gegend fliegen kann. Dieser Zeitpunkt kommt, auch wenn man erst durch viele schlechte Tage durch muß.

Irgendwann sieht man plötzlich ein Licht am Ende des Tunnels. Genauso, wie sich diese Verzweiflung plötzlich im Leben breitgemacht hat, diese Angst vor existentieller Veränderung, genauso plötzlich ist da diese Aussicht darauf, das alles gut wird. Ich weiß nicht, wie man das beschreiben soll, Hoffnung ist da das falsche Wort, es ist stärker, es ist das Wissen und die Zuversicht, daß man sich auf die nächsten Jahre freuen darf. Dass man ungeahnte Freiheiten hat, dass man noch viele Jahre Aussicht auf ein schönes Leben hat und sich endlich wieder auf sich selbst besinnen darf.

Ich fühle mich momentan getragen, habe keine Angst. Ich weiß nicht mal, warum. Es gibt doch dieses schöne alte Sprichwort "Und wenn du denkst, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her". Dieses Lichtlein sehe ich, ich trage es in mir, wenn ich auch nicht konkret sagen kann, was es ist.

So, eigentlich wollte ich was ganz anderes schreiben, verschiebe ich auf später. Das lag mir jetzt wohl mehr auf der Seele, ich habe nicht viel nachgedacht, einfach geschrieben.

Die konkret geplanten neuen (alten) Anfänge kommen dann halt im nächsten Post.

Habt einen schönen Tag!

Sonntag, 16. Dezember 2012

Muffins mit Zimtsahne

Heute haben wir zum 3. Advent Muffins mit Zimtsahne gegessen. Schnelle Sache und eine Alternative zu Kuchen. Einfach Muffins backen, dann mit einem Messer trichterförmig aushöhlen, mit Sahne füllen und Deckel wieder draufsetzen. Für den adventlichen Touch habe ich Zimtsahne gemacht.

Normalerweise sind wir ja alle nicht so die nachmittäglichen Kuchenesser, aber zum 3. Advent gehört halt ein Advents-Kaffee oder Advents-Tee.


Freitag, 14. Dezember 2012

Man ist, was man denkt

Soll heißen, deine Gedanken bestimmen dein Leben und die Richtung, in die es geht. Ich weiß nicht so recht, ob das wirklich so einfach zu definieren ist. Dann würde es doch nicht soviel Leid und Unzufriedenheit und Depressionen geben. Ich für meinen Teil bin momentan mit meinen Gedanken sehr verwirrt. Tausend Eindrücke, alle nicht zu Ende gedacht, die mich treffen und mit denen ich dann klarkommen muß. Immer wieder die Sinnfrage über die eigene Person, das eigene Leben und den Platz, auf dem man steht.

Es gibt soviele verschiedene Frauen, Frauenrollen und Frauenbilder, wo soll ich mich denn da bitteschön ansiedeln? Ich habe gestern zum Beispiel eine sehr erstaunliche Frau kennengelernt, ungefähr in meinem Alter, allerdings schon mit einem Sohn in der Zwanzigern, der nicht mehr zu Hause wohnt. Sie fühlt sich absolut nicht ausgelastet mit Haushalt und Beruf, füllt jede freie Sekunde mit Basteln, Backen oder auch Putzen, aber nicht jammernd oder so, sondern hochmotiviert. Wer bitteschön, putzt freiwillig die Personaltoilette, einfach nur so? Unglaublich, oder? Ich bin schon mit meinem Haushalt daheim genug beschäftigt, und andere tun dann sowas? Mich verunsichert das, obwohl ich diese Frau sehr bewundere. Oder gerade weil ich sie bewundere. Ich habe noch kein einziges Plätzchen gebacken, kann nicht auf dem Sofa sitzen und auf meinen top gepflegten Haushalt gucken und dann noch sagen, ach, eigentlich ist mir langweilig. Was ist denn bei mir schief verkabelt?? Ich weiß ja, dass man diese Vergleicherei lassen sollte und auch, dass vor allem das ganze Weihnachtsbrimborium kein Wettkampf ist, aber wenn manche mit großen Dosen tadellos geformter Weihnachtskekse im Pausenraum aufwarten können, dann fühle ich mich schon schlecht.

Ich will das auch können und das alles so unter einen Hut kriegen. Deswegen habe ich den heutigen Tag zum Haushalts- und Aufräumtag erklärt. Es ist durch die vielen Arbeitsstunden eine Menge liegengeblieben, allein die Wäsche wird viel Zeit in Anspruch nehmen. Dann wurde ich heute in der Küche von einem übervollen Mülleimer begrüßt, den ich erstmal rausgetragen habe und festgestellt habe, das irgendein Schlaumeier ein kleines Döschen Kaffeesahne zwischen Mülleimer und Mülltüte eingeworfen hat und die Reste so richtig schön geklebt haben. Also, Müllgefäß reinigen. Und so weiter. So ungefähr sieht es bei mir aus. Eine Arbeit zieht meistens gleich noch eine andere nach sich. Wenn ich staubsaugen möchte, darf ich erstmal den Staubauffangbehälter leeren, will ich Wäsche aufhängen, sind die Wäscheklammern nicht an Ort und Stelle und so könnte ich lange weiter erzählen.

Versteht ihr, was ich meine? Ich habe das Gefühl, ich strenge mich an, kriege es trotzdem nicht gebacken und sehe dann auch noch andere locker lässig mit sehr viel freier Kapazität an mir vorbeiziehen.

Was bin ich? Faul? Eigentlich nicht. Unorganisiert? Ja, bißchen schon, aber so ganz schlimm auch wieder nicht. Zu hohe Ansprüche? Tja, guten Tag, da sind wir wieder bei meinem Schwachpunkt angekommen. Kürzlich hat mich jemand gefragt, ob ich für mich alleine auch koche. Na klar, habe ich gesagt, macht man doch so. Wer sagt das denn eigentlich? Ich wäre natürlich viel viel schneller fertig, wenn ich nur ein Brot essen würde. Da ich das aber so nicht kenne als Mittagessen, fällt mir das gar nicht erst ein.

Aufwachen, Prinzessin Eva!! Willkommen in der Wirklichkeit!!

So, genug philosophiert für heute, jetzt geht es an die Wäsche-Front. Wünscht mir Glück!


Mittwoch, 12. Dezember 2012

Gekauftes Hirschragout ("Jäger Wildtopf") bääääh

Ich weiß, geschieht mir recht, was kaufe ich auch so ein Fertig Zeugs. Aber momentan gibt es beim Discounter mit dem großen A... allerlei weihnachtliche Genüsse, unter anderem verschiedene Wildragouts in Dosen. Da ich eigentlich gerne, aber sehr selten Wild esse und es auch noch nie selbst zu bereitet habe, dachte ich, das wäre vielleicht eine Alternative.

Nein, ist es nicht! Kauft das Zeug bloß nicht. Schmeckt nicht nur nicht nach Wild, sondern echt eklig. Ich hatte Knochensplitter mit dabei, ansonsten ein paar kleine Fleischwürfelchen ertränkt in viel Soße mit schwammigen Pilzen. Da hat nicht mal mehr Cayenne Pfeffer was genützt. Ich muß jetzt einen Espresso trinken, um den Geschmack zu übertönen.

Und beim Wegräumen habe ich mich gerade auch noch tierisch an der blöden Büchse geschnitten.
Ich gelobe hiermit feierlich, ich koche in Zukunft alles selbst. Auch Wild. Nie wieder Dosen!!

Falls jemand von euch ein funktionierendes Wildragout-Rezept hat, der darf es mir gerne mitteilen.

Jetzt habe ich nicht nur mega schlecht gegessen, sondern auch noch einen blutenden Finger.

Eine Runde Mitleid bitte!


:(

Montag, 10. Dezember 2012

Lebensmittel-Verschlüsse - meine tägliche Herausforderung

Ich kämpfe öfter mit den Verschlüssen von Lebensmitteln. Besonders oft mit "wiederverschließbaren" Beuteln von Nudeln und Reis. Selten, dass die Teile ordentlich aufgehen, so dass man sie auch ordentlich wieder verschließen kann. Ich brauche entweder die Schere zum Öffnen oder aber Gummi-Ringe, Tütenclips und Co., um die Reste halbwegs gut für spätere Verwendungen aufzubewahren. Das gleiche gilt für Kaffeepäckchen, Papiertaschentücher und die durchsichtigen Blisterverpackungen, denen man oft nur mit roher Gewalt beikommt und die einen zur Verzweiflung treiben können.

Heute habe ich mit dem Verschluß einer Olivenöl-Dose gekämpft. Die Dose hat gewonnen.



Auf der Suche nach einem guten, extra nativen Ölivenöl ist mein Blick auf die hübsche limitierte Dose von Bertolli gefallen,  Liter harmonischer Geschmack, das hat mich überzeugt und ich habe sie gekauft. Daheim beim Kochen war ich schon nicht mehr so überzeugt. Ein in die Dose versenkter Plastikverschluß ließ mich schon Böses ahnen.. Ich habe also meine Brille gesucht, um der 3 teiligen Öffnungsanleitung zu folgen.



1. "Heben sie den Plastikring an" Nach genauerem Hingucken entpuppte sich das ganze versenkte Teil als Plastikring, das konnte doch wohl nicht gemeint sein? Ich habe meinen technischen Sachverstand walten lassen und habe sofort kapiert, dass die beiden Laschen rechts und links davon gemeint sein mußten. Man muß sich dass wie zwei Henkel eines Korbes vorstellen. Allerdings wirklich zwei, einer rechts, einer links. Ok, soweit so gut. Es war schon ein mega Gefummel, aber ich habe es geschafft. Die beiden Laschen ragten in die Höhe, alles gut.

2. "Stark ziehen". Haha. Hahahahaha..... Ich habe erst in weiser Voraussicht ganz vorsichtig gezogen. Nichts!     Dann etwas stärker: Nichts! Die beiden blöden Laschen sollten ja den in der Dose versenkten Plastikstöpsel herausziehen, so dass man in aufschrauben kann. Ihr könnt es euch schon denken: Ich habe stark gezogen - wie laut Anleitung - und zack - waren die Laschen abgerissen. Alle beide. Der Stöpsel war allerdings immer noch versenkt. Super, dachte ich, Schritt 3: Kappe abschrauben war nicht, also mußte eine andere Technik her.





So schwer kann das doch wohl nicht sein, dachte ich, zumal ich das Prinzip ja kapiert hatte. Ich mußte nur den Stöpsel anheben, da könnte ich das Öl aufschrauben. Ich nahm ein kleines spitzes Messer zur Hilfe,  fuhr in den Plastikverschluß und - Trommelwirbel - mit einem Knack war nicht die Dose auf, sondern mein Messer abgebrochen.



Jetzt war ich richtiggehend angestachelt, die blöde Dose zu öffnen und habe es mittels zwei Teelöffeln und deren Hebelwirkung tatsächlich geschafft, den Stöpsel anzuheben. Leider war von der abgebrochenen Messerspitze nichts mehr zu sehen. Sie war versunken in den Tiefen der Ölbüchse. Es blieb mir also nichts anderes übrig, als das Öl in eine Flasche umzufüllen und vorher durch ein Sieb laufen zu lassen, um die Spitze wiederzukriegen. Habe ich auch so gemacht und die Spitze entsorgt.

Was sagt ihr dazu? Soviel Mühe, um eine blöde Olivenöl-Dose aufzukriegen? Kann man denn den Stöpsel nicht gleich rausgucken lassen, so daß man ihn einfach und direkt abschrauben könnte? Aber nein, warum einfach, wenn es auch kompliziert geht.

In Zukunft werde ich wohl wirklich nicht nur auf den Inhalt, sondern auch auf die Verschlüsse achten, denn auf Dauer ist mir sowas echt zu blöd. Oder ich kaufe gleich eine Flasche Sonnenblumenöl....

Sonntag, 9. Dezember 2012

Wer ist "Doktor Zion"? Und wer "der Heut"?


Ich bin heute über einen überaus interessanten Text zu Weihnachten gestolpert. Darin geht es um "kindliche" Verständnisweisen von Weihnachtsliedern und Texten, bzw. um die kindlichen Interpretationen, wenn sie eben nicht alles verstehen. Ich fand das sehr süß und kann nur sagen, das mit "es ist ein Ros entsprungen" habe ich auch erst viel später kapiert.

Oder wer will es einem Kind  übelnehmen, wenn es statt "Tochter Zion" "Doktor Zion" singt?? Lest das mal, ist wirklich süß. Habt ihr auch solche "falsch verstandenen Weihnachtstexte" in der Kindheit gehabt, hinter deren Bedeutung ihr erst später gekommen seid?


Es ist ein Text von Axel Hacke, dem bekannten Buch-Autor, der mit seinen ironischen Texten immer wieder das "normale Leben" auf die Schippe nimmt und so für sehr viele Lacher sorgt.

"Was steht da vor der Tür, es wird nicht etwa Weihnachten sein? Oh, doch, doch.
Schon fallen mir die Rätsel ein, vor denen viele Kinder heuer wieder stehen werden, wenn sie in Kirchen singen und beten, was ihnen vorgesungen und vorgebetet wird – und was ihnen vielleicht lebenslang ein Rätsel bleiben wird.

Aus Waverely in Australien schreibt Leserin H., erst vor zwei Jahren sei Klarheit in ein Mysterium ihrer Kindheit gekommen, als sie am Heiligen Abend in einem deutschen Gesangbuch zum ersten Mal den Text eines Weihnachtsliedes sah, das sie oft gesungen, aber nie verstanden hatte: Lobt Gott Ihr Christen.

»Lobt Gott, ihr Christen, alle gleich
In seinem höchsten Thron,
Der heut’ schließt auf sein Himmelreich
Und schenkt uns seinen Sohn.«

Frau H. verstand:
»Der Heut schließt auf sein Himmelreich
Und schenkt uns seinen Sohn.«

Und fragte sich lange, wer der Heut sei und warum er uns einen Sohn schenke, wenn es doch Weihnachten um Gottes Sohn gehe. »Aber ich habe nie nachgefragt und mir stattdessen wirre Bilder im Kopf ausgemalt, wie ein Heut aussieht, wie fürchterlich er sich in die Heilige Familie hineingedrängt haben musste und wie er es geschafft hatte, sich das Himmelreich – ja nun ganz eindeutig Gottes Hoheitsgebiet – anzueignen. Wurden wir deshalb im Lied aufgerufen, Gott zu loben? Damit er wenigstens von uns Unterstützung bekam, wenn ihm dieser Heut schon so grausam zusetzte?«

Wer nicht versteht, wie einen solche Gedanken plagen können, der ist nie Kind gewesen. Der hat nie, wie viele Leser, über diesem Text gegrübelt: »Es ist ein Ross entsprungen, aus einer Wurzel zart.« Und sich gefragt, wie ein Pferd aus einer zarten Wurzel...  (Anmerkung von mir: Ja, kann ich unterschreiben, habe ich mich auch gefragt. Und auch "von Jesse kam die Art". Welche Art? Die Art des Pferdes? "Die drei Fragezeichen" waren für mich auf jeden Fall durchsichtiger.)

Der kann auch nicht über den Bruder von Leser A. aus Attenhausen-Bruckberg lachen, der bei O Du Fröhliche immer statt »Christ ist erschienen, uns zu versühnen« sang: »Christ ist erschienen, um zu verdienen«. (Das gefällt mir besonders, hihi, was ein realistisches Kind!!) Und der bei Alle Jahre Wieder nicht »Kehrt mit seinem Segen ein in jedes Haus« verstand, sondern »Kehrt mit seinem Säbel ein in jedes Haus«.   :)   :)

Und der wird nie das Mädchen verstehen, von dem Leserin D. berichtet, es habe beim Nachtgebet nicht »Geheiligt werde Dein Name« gesprochen, sondern »Heinrich werde Dein Name«.

Apropos Nachtgebet. Leser S. aus Kaufbeuren macht mich auf einen Briefwechsel zwischen Friedrich Torberg und Justinian Frisch (dem Vater des berühmten Atomphysikers Otto Frisch) aufmerksam, in dem Torberg 1947 mitteilt, ihm sei »das gedankenlos heruntergeleierte Nachtgebet« schon nach wenigen Zeilen unverständlich geworden. Und wenn es hieß »Alle, die mir sind verwandt, Herr, laß ruhn in Deiner Hand«, so habe er die Diemir für einen fremden Volksstamm gehalten, dessen Angehörige alle untereinander verwandt seien, worauf aber die zweite Zeile erst recht keinen Sinn ergeben habe »und bestenfalls eine Bahnstation in Niederösterreich der göttlichen Obhut empfahl; sie hieß Herlaßruhn und dürfte am ehesten zwischen Göpfritz und Sigmundsherberg gelegen sein«.

Dass man die mitten im Winter entsprungene Rose für ein Ross hält, dürfte übrigens nur bayerischen Kindern möglich sein, die das Ross wie »Ros« aussprechen, mit langem o. Wohingegen der Verhörer, der Herrn L. aus Lenting als Kind beschäftigte, nur am Niederrhein möglich war, wo L. nämlich aufwuchs. Man sang da wie überall Ihr Kinderlein, Kommet. Wo aber davon die Rede ist, das himmlische Kind liege »in reinlichen Windeln«, verstand L. auf Grund der rheinischen Sprachfärbung »in rheinischen Windeln«.

»Meine kindliche Deutung war«, schreibt er, »dass es sich bei den ›rheinischen Windeln‹ offenbar um eine besondere Herkunfts- bzw. Qualitätsbezeichnung handeln müsse, und so sang ich den Vers mit kindlich-weihnachtlicher Inbrunst mit. Zu weitergehenden kommerziellen und logistischen Überlegungen, auf welchen Vertriebskanälen rheinische Windeln wohl ihren Weg nach Bethlehem gefunden haben mögen, war ich damals noch nicht im Stande. Für einen Fünfjährigen fiel das alles unter ›Weihnachtswunder‹.« Noch was?

Ja: Fröhliche Weihnachten! "

Noch Fragen??











Donnerstag, 6. Dezember 2012

Nikolausi!!

Trotz gelegentlich vorkommender Beschwerden war ich wohl doch ein braves Kind, denn "Nikolaus was in the house!" Ich freue mich!!



Foto: war wohl trotz hin und wieder auftretender Beschwerden ein liebes Kind, denn "Nikolaus was in the house..."

Wer trägt noch Küchenschürzen?

Also ich normalerweise nicht. Ich war bisher kein Fan von Schürzen, die für mich immer einen irgendwie altbackenen Touch hatten.

Aber so ganz allmählich frage ich mich, ob es nicht doch sinnvoll wäre, so ein Teil zu benutzen, denn - egal wie sehr ich aufpasse - irgendetwas spritzt beim Kochen immer. Heute habe ich wohl ein bißchen zu schwungvoll in der Tomatensoße gerührt und schwupps - großer Spritzer auf hellgrauem Pulli plus mehrere auf dem Boden. Ärgerlich, weil ich den Pulli heute eigentlich zum Arbeiten anziehen wollte.

Auch beim Braten spritzt Fett, trotz Spritzschutz und größtmöglichem Abstand zum Herd (länger als meine Armlänge geht halt nicht). Da ich ja lernfähig bin, habe ich mal geguckt, ob es auch "hübsche" Modelle von Schürzen gibt. Am liebsten hätte ich eine mit einem witzigen Aufdruck zum Beispiel "Traumfrau" (okay, leichte Übertreibung, dann halt nicht), oder "Küchenfee" oder "liebevolle Essenszubereiterin" oder sowas in der Art. Aber falls es sowas gibt, dann habe ich die nicht gesehen. Es gibt kariert, gerüscht, geblümt, mit doofen Nacktmodellen (ich bin doch nicht im Comic) oder sonst irgendwie geschmacklos, also nichts, was mir gefällt. Selber nähen kann ich nicht, hmmm... Entweder ich arrangiere mich mit irgendeinem Schürzen-Vorkriegs-Modell oder ich "versaue" mir nach wie vor meine Klamotten.

Wie macht ihr das beim Kochen? Seid ihr Schürzenträger? Oder Pizza-Service-Fans?

Bin gespannt auf euer Antworten!

Montag, 3. Dezember 2012

Walken im Dunkeln oder "Normal" kann ja jeder...

Ich bin vor ungefähr einer halben Stunde heimgekommen. Da war es schon dunkel. Ich habe nach meiner Arbeit noch ein paar Besorgungen gemacht, in Läden, die eh auf dem Weg liegen. Heute vormittag war Haushalt dran und Kochen und dann war es schon 12.30 Uhr und ich mußte los.

Da auch noch eine Stunde Nordic Walking einzuschieben, wäre für mich mehr als unpraktisch. Ich wäre verschwitzt, unter Umständen naß, müßte mich nicht nur duschen, sondern auch die Haare frisch machen, um dann um 13.00 "fresh and shining" am Arbeitsplatz zu stehen. Natürlich müßte ich auch noch irgendwie fürs Mittagessen sorgen, wenigstens die Betten machen und die allernotwendigsten Dinge im Haushalt erledigen. Ich halte das für mehr als mega anstrengend, vor allem, wenn man dies denn regelmäßig täte.

Aber jetzt habe ich ein bißchen Blattspinat mit Lachs gegessen, die Luft draußen ist schön und klar, es ist zwar dunkel, aber nicht zu kalt, es würde also gar nichts gegen 1 Stunde Nordic Walking sprechen. Wenn ich denn etwas sehen würde.... Klar gibt es Straßenlaternen, aber meine Runde führt auch teilweise über einen unbeleuchteten Feldweg und ich muß absolut sehen können, wo ich hintrete. Und ich würde auch nicht alleine laufen, sondern entweder mit meinem Mann oder mit Freundinnen.

Kennt irgend jemand das Buch "Der Nachtsportler" von Wigald Boning? Es ist schon älteren Erscheinungsdatums, aber ich fand es sehr beeindruckend. Was sollte mich denn hindern, jetzt noch eine Runde zu drehen? Es ist mehr oder weniger alles erledigt und ich müßte danach nur noch duschen, um dann aufs Sofa zu fallen. Wäre doch toll, oder? Oder findet ihr das irgendwie komisch? Für mich wäre jetzt der ideale Zeitpunkt, abgesehen von der Dunkelheit.

Ich müßte mir (und den anderen) nur so eine Stirnleuchte zulegen, und dann könnte ich ohne Rücksicht auf irgendwas loslaufen. Fände ich wirklich toll.  Würde in meinen Tagesplan und in meinen Biorhythmus passen. Warum also nicht? Ich laufe nur nicht gerne bei dollen Minusgraden (obwohl, wenn es "trockene" Kälte ist, dann geht das auch).

Was denkt ihr darüber? Wie könnte ich diese eine Stunde in den Tag einplanen? Ich fände jetzt nicht schlecht. Hat irgendwer Erfahrung mit Stirnleuchten??

Carpe diem und wenn's nicht geht, dann eben abends. Oder? Warum denn nicht?

Sonntag, 2. Dezember 2012

Weihnachtsmarkt

Heute mittag war ich auf einem Weihnachtsmarkt. Die meisten Stände waren "Freß-Stände". Irgendwie scheint das auch die Hauptmotivation der Besucher zu sein, zu essen und zu trinken. Wenn es "besondere" Sachen sind, verstehe ich das. Aber so ganz normale Dinge wie Kartoffeln mit Quark oder Milchreis mit Zucker und Zimt, die würde ich doch lieber daheim essen.

Was mir dieses Jahr gut gefallen hat, war ein Stand, der kleine ausgehöhlte Brote mit verschiedenen Suppen angeboten hat. Das Brot ist sozusagen die Schüssel.

Dann gab es einen Raclette-Stand, da hing ein ganzes Käserad über dem Grill und wurde mit verschiedenen Zutaten auf ein Brot geschabt.

Die ganzen Stände, die Non-Food Artikel angeboten haben, fand ich nicht so spannend. Entweder viel zu überteuert für schlechte Qualität (zum Beispiel Schals und Handschuhe), oder halt richtige künstlerische Handwerks-Dinge, die zwar ganz schön sind, die aber irgendwie niemand wirklich braucht.

Einzig ein Stand mit Glitzer-Weihnachtskarten hat mir ein paar Cent aus der Tasche ziehen können. Ich habe vier Karten gekauft, die ich besonders hübsch fand.






Ich bin gerade ein bißchen zwiegespalten, was Weihnachtsmärkte angeht. Einerseits möchte ich schon gerne hingehen, aber wenn ich da bin, finde ich die Menschenmassen, die sich da durchschieben eher nicht so prickelnd. Weihnachtsatmosphäre? Ja und nein. Die vielen Lichter sind toll, die weihnachtsmusik-plärrenden Lautsprecher eher nicht. Mir ist ein Mann auf den Fuß gelatscht, weil er ganz woanders hingeguckt hat (immerhin hat er sich entschuldigt), die Leute haben ihre Hunde (!) auf dem Arm getragen, damit sie nicht umgetrampelt werden und wenn die Leute nach Glühwein st.... ist das auch nicht besonders angenehm, hmmm. Ich trinke auch manchmal einen Glühwein (Betonung liegt auf einem), aber manche Leutchen scheinen doch wesentlich mehr gehabt zu haben. 

Was denkt ihr über Weihnachtsmärkte? Geht ihr gerne hin? Kauft ihr da was (außer Essen und Trinken)? 

Samstag, 1. Dezember 2012

1. Advent

So, nach einem arbeitsreichen Tag bin ich jetzt auch endlich so halberlei fertig mit meiner Advents-Deko. Ich habe mich dieses Jahr sehr bewußt für ein paar wenige Deko-Teile entschieden. Theoretisch hätte ich noch sehr viel mehr.

Die letzten Jahre fand ich die Farbe Rot immer ganz toll und weihnachtlich. Dieses Jahr ist mir das irgendwie zuviel. Ich habe wenig Rot eingesetzt, dafür mehr weiß. Ist aber auch ganz schön. Ein ganz wichtiges Teil, mein Eisenkranz fehlt noch, aber die Gläschen dafür sind momentan noch in der Spülmaschine. Also, los geht's:




Das sind eigentlich drei nebeneinanderliegende Erkerfenster. Links - Mitte - Rechts.  (Ich kann nicht besonders gut fotografieren, sorry). Die Sternen-Pyramide finde ich toll, die geben ein ganz weiches warmes Licht. Die Elche und die Schneeflocken sind halt meine "Begleiterscheinungen" für Weihnachten. Ich liebe Elche. Aber, außer der Nase vom mittleren Elch im letzten Fenster ist nichts Rotes, das ist einer Neuerung dieses Jahr. Gefällt mir aber wirklich gut.




Neben meinem Salzstein-Licht steht schon immer dieser Terracotta Engel. Einfach aus farblichen Gründen. Dann hängt am Balken mein geliebter Holz-Schutzengel. Den würde ich am liebsten das ganze Jahr da hängen lassen, weil ich den so schön finde, und irgendwie guckt der so freundlich. Neu ist dieser Elch, den ich einfach zu süß fand, allerdings hebt er sich farblich nicht besonders ab. Ich mag ihn trotzdem.




Mein diesjähriger "Adventskranz". Ein sternförmiges Holztablett, weiße Kerzen und meine roten Kugeln, die ich halt eh schon habe. Mir persönlich fehlt ein bißchen das Tannengrün, aber das hätte keinen Platz gehabt. Meine Family findet es aber gut so.




Ein Fenstersims.





Der Kamin-Sims.







Mein Tischchen mit Elch. Je nach Jahreszeit steht da ein Kürbis oder ein Osterhase oder eine Pflanze dabei. 



Mein Glitzer-Stern an der Haustür.







Noch ein Fenstersims.




So, und jetzt kommt die "Kür".  Mein Küchenfenster. Vielleicht werden manche sich totlachen, aber egal. Ich finde es schön und weihnachtlich. Und ein bißchen kleines Mädchen darf man sich ja behalten.:




Der leuchtende Elch in der Mitte gefällt mir besonders gut.

Auf einen schönen 1. Advent!!!!