Mittwoch, 21. November 2012

Zu gut für die Tonne - Lebensmittelreste

Da ich diese Woche noch krankgeschrieben bin, werkle ich in jeder Ecke so ein bißchen rum, so gut es eben geht. Ich habe gestern mein Vorratsregal und meinen Kühlschrank "ausgemistet" und bin - mal wieder - zu dem Schluß gekommen, dass eine bessere Organisation her muß. Offiziellen Angaben nach werden pro Kopf in Deutschland durchschnittlich 82 kg Lebensmittel weggeworfen, die man noch gut hätte verwerten können. Zu viel, sinnlos, zu teuer. Und ich muss zugeben, ich würde diese Zahl bestimmt noch in die Höhe treiben. Im Kühlschrank befanden sich vergessen eingelegte Krabben, die mußten weg, waren kaputt. Ein angefangener Quark, eine angefangene saure Sahne (schon leicht schimmlig), offene Grillsoßen noch vom Sommer und angelaufene Käsescheiben. Im Vorrat finde ich immer mal wieder Pakete, die zwar noch geschlossen, aber abgelaufen sind, zum Beispiel Kichererbsen, die ich zwar mal gekauft, aber nie verwendet habe oder irgendwelche Mischungen für Bratlinge usw. Und Kartoffeln, die schon auskeimen. Und und und... Wie auch immer, das geht so nicht.

Jetzt ist es bei uns so, dass wir 4 Personen sind, von denen sich natürlich jede am Kühlschrank bedient. Da werden Packungen aufgerissen, obwohl vielleicht noch was anderes offen gewesen wäre, aus dem großen Joghurt werden ein paar Löffel genommen, der Rest kommt wieder rein usw. Ich habe ehrlich gesagt weder Zeit noch Nerv alle paar Stunden den Kühlschrank zu kontrollieren. Mit Obst und Gemüse geht es ähnlich, wenn die Möhren schrumplig werden, kommen eben neue dazu, zu den Äpfeln auch und plötzlich habe ich gar keine Übersicht mehr und viel zu viel an Essen. Ebenso leider mit Brot. Ich kaufe Brot, mein Mann kauft lieber Brötchen, die Große bringt schon mal ein süßes Teilchen mit, ißt aber nur die Hälfte und wumms, ist die Ecke voll mit verschiedensten Backwaren, alle nicht mehr taufrisch, aber eben auch noch nicht verdorben.

Gestern wurde ja das Thema von der Verbraucher-Ministerin mal wieder aufgegriffen, es gibt jetzt eine kostenlos app vom Sternekoch Rach, in der er Rezepte zum Reste-Verwerten gibt. Das finde ich eine gute Sache, immerhin wird einem das Thema so wieder ins Bewußtsein gerufen. Allerdings geht es schon los mit altem Brot. Ich mag keine armen Ritter. Eingeweichtes süßes Brot,  dann abgebraten, das ist nunmal echt nicht meins. Ich habe schon Croutons für Suppe drausgemacht, aber immer geht das ja auch nicht. Was macht ihr mit älterem Brot? Kennt jemand ein Rezept für einen leckeren Brotsalat? Ich habe leider kein Rezept, aber das wäre etwas, was ich mögen würde.

Wie macht ihr das, wenn die Familie mit in der Küche "wurschtelt"? Das kann man ja kaum verhindern, zumal ich ja nicht ständig da bin zum Kontrollieren.

Ideen wären mir sehr willkommen.

Und jetzt schnipple ich eine große Schüssel Obstsalat aus Äpfeln, Granatäpfeln, Mandarinen (alles von letzter Woche :(

Kommentare:

  1. Blöd gesagt, getrocknete Kichererbsen "laufen" doch gar nicht ab, wenn nicht Motten drin sitzen. Das Datum ist doch nur vom Gesetz verlangt.

    Mittelaltes Brot wird mit Salami und/oder Käse belegt und kommt für 1 min in die Mikrowelle und das ist immer gerne gegessen bei den Kindern. Darauf kann man dann auch die angebrochenen Soßen geben. Oder auch die angetrockneten Käsescheiben, die nicht schimmelig sind, man so aber nicht mehr essen mäöchte.
    Gleiches kann man auch alten Brötchen machen.

    Oder das Brot kommt in den Mixer für Paniermehl.

    Man kann Brot/ Brötchen (aber eher helles) in Milch mit Zucker und Vanille einweichen.

    Dieses eingeweichte Brot mit Apfelstücken und Rosinen in einer Auflaufform backen. Dazu Vanillesoße.

    Dieses Pakete aufreißen, ein wenig rausnehmen und hinten verkramen kennen wir leider auch.

    Ein wenig hat gebracht, daß der oberste Boden im Kühlschrank nur für geschlossene Dinge sein soll. Und alles was offen ist, weiter nach unten gestellt wird.

    Liebe Grüße und weiterhin gute Besserung

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  2. als brotresten mach ich gerne knödelbrot und aus dem knödelbrot, semmelknödel (oder nach karl v. semmelnknödeln). mit muskat abgeschmeckt und mit petersilie verfeinert, wenn ich noch einen rest kochschinken zu hause habe wird der auch mit verarbeitet. das ist für mich mit einem salat eine vollwertige mahlzeit. wenn ich welche übrig habe, werden sie am nächsten tag angebraten, ein ei drüber und schon schmeckt's nochmal anders. dazu kann man ruhig verschiedene brotsorten nehmen, die reste halt, das einen verbessert eher noch den geschmack.
    obwohl ich mich meist alleine aus dem kühlschrank bediene, kommt es vor, dass etwas abgelaufenes drinn ist. aber mit diesem datum nehm ich es nicht so genau. meist halten joghurt und quark viel länger als angegeben.
    lieben gruß von sabine
    ach fällt mir noch ein, die quarkreste verwende ich für eine gesichts- und handmaske - wirkt super, probiers ruhig mal!

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  3. Ich kaufe einfach nur wenig Brot ein. Will heißen, es kann passieren, dass ich täglich ein Pfund hole. Frühstück und Abendessen und dann ist es auch schon leer. Am Woende sind es dann eher Brötchen. Ich habe aber auch keine Kids, die Teigwaren mit nach Hause bringen. Sollte dann doch mal ein Brot "alt" werden, toaste ich es. Mir schmeckt es meistens so sogar besser.

    Wenn ich merke, dass Kühl- und Vorratsschrank zu voll sind kaufe ich bewusst nichts mehr ein. Da geht natürlich das Gemecker los, von wegen, WAAAS, kein Joghurt, Pudding, usw.. mehr da! Ich schalte dann auf Durchzug. Würde ich nämlich nur wegen diesem Kram einkaufen gehen, würde ich eh wieder etwas anderes kaufen. ;)

    LG

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  4. Ich habe ein ganz anderes Problem - ich bin allein oder wir sind zu zweit. Die Packungen sind schlicht zu groß bzw. kosten klein genau so viel wie groß. Ich musste völlig neu wirtschaften lernen. Im Moment mache ich es so ähnlich wie Manu. Es wird alles aufgefüllt und erst, wenn wirklich nichts mehr da ist, wird wieder neu eingekauft. Nur so merkt man ganz schnell, was man eigentlich überhaupt nicht braucht/mag. Das ist nämlich das, was immer am Ende als einziges noch übrig ist.

    Brot kaufe ich immer ein ganzes, schneide es zu Hause sofort auf und friere es Portionsweise ein. Es gibt Tage, das esse ich gar kein Brot und Tage, da esse ich ganz viel. Aber so kann es nicht schlecht werden. Und da ich mein Brot sowieso immer toaste (auch das Nichttoastbrot), ist das aus dem Tiefkühler sogar noch besser.

    Grüße! N.

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