Mittwoch, 28. November 2012

Denn erstens kommt es anders...

und zweitens als man denkt.

Ich bin gerade heimgekommen, nach einem echt chaotischen Tag. Ich würde euch das einfach mal gerne schildern, so neutral wie möglich und hören, was ihr so sagt.

Also, geplant war folgendes:

Göttergatte geht arbeiten von 8.00 Uhr bis ?? (offenes Ende)

Tochter 2 (die "Kleine" geht von 8.00 Uhr bis 16.00 Uhr zur Schule. Sie hat einen wichtigen Arzttermin um 16.00, der aber nicht eingehalten werden kann, weil sie die letzten zwei Schulstunden eine Klausur schreibt und nicht früher aus dem Unterricht raus kann.  Ich wollte den Termin auf 16.30 Uhr verschieben, was mir auch gelungen ist. Somit hätten wir kein Zeitproblem gehabt.

Ich: Bin morgens daheim, mache Haushalt und koche und arbeite von 13.00 bis 16.00 Uhr.

Tochter 1 (die "Große") jobbt heute nicht, hat also frei und fährt Tochter 2 (die Kleine) zum Termin, weil das sonst nicht hinhaut.

Real Life: Göttergatte geht arbeiten, Tochter 2 (die "Kleine" geht zur Schule). Eva steht auf, duscht und macht sich die Haare, das dauert ca. eine halbe Stunde (Gott sei Dank war ich dann wenigstens fertig). So gegen 9 Uhr habe ich bei der Ärztin der "Kleinen" angerufen und den Termin auf 16.30 Uhr verschieben können. Uff, klappt ja gut, dachte ich. Ich habe dann gleich noch die Überweisung beim Hausarzt telefonisch reserviert (das war  ein Fehler meinerseits, ich hätte mich viel früher drum kümmern müssen, dann hätte ich die nämlich schon gehabt).  Ich habe mich auf den Weg gemacht zum Arzt, die Überweisung abholen. Dort habe ich eine gefühlte Ewigkeit im überfüllten Wartezimmer auf die Unterschrift gewartet (und bin gleich wieder mit hunderttausend Viren in Kontakt gekommen). Auf dem Heimweg habe ich noch einen kleinen Abstecher zur Post, zur Bank und zum Altglas gemacht, weil ich eh schon unterwegs war. Ich komme so gegen viertel vor elf wieder daheim an und dachte. alles paletti, jetzt kann ich Haushalt machen und kochen.

Im Eingang kommt mir allerdings meine Große entgegen, in vollem Ornat, geschminkt und fix fertig zum Gehen. Sie sei angerufen worden, müsse jetzt doch jobben, kann die "Kleine" nicht holen heute mittag und tschüß. Zurück blieb ich wie ein begossener Pudel und habe alle Alternativen überlegt. Egal wie, es ging nicht anders, ich habe den Göttergatten angerufen. Der war (wie meistens) in einem Meeting und hat erst später zurückgerufen. Wir haben uns so geeinigt, daß er mittags aus seiner Firma kommt, die "Kleine" direkt an der Schule abholt, zur Ärztin fährt und dann wieder in die Firma geht, um die verpasste Zeit nachzuholen.

Ich würde nach meinem Dienst direkt zur Ärztin fahren, um die "Kleine" wieder zu holen. Natürlich kann ich nicht Schlag 16.00 "den Löffel fallen lassen", es muss noch abgerechnet werden, gewisse Dinge muss jede Mitarbeiterin noch wegräumen, das ist Routine, jedenfalls habe ich um 16.22 Uhr den Laden verlassen und bin direkt weitergefahren. Habe die Tochter geholt, bin mit ihr in den McDonalds gegangen(weil weder sie noch ich ein Mittagessen hatten und der einfach die schnellste und naheliegendste Möglichkeit war). und jetzt sitze ich hier und frage mich, wo ist der Fehler im System.

Die Ärztin ist ca. 20 Minuten weg von hier, nur um das so ein bißchen in Relation zu setzen. Und es war wichtig, ehrlich, sonst hätte sich das alles wieder endlos nach hinten verschoben.

So, Göttergatte ist natürlich noch in der Firma und große Tochter jobben. Die "Kleine" macht jetzt noch Hausaufgaben und lernt und ich frage mich, wie ich das alles anders (besser) machen könnte. Es kommt ja immer mal was dazwischen, aber bei mir ist das fast jeden zweiten Tag so. Ich habe das Gefühl, ich komme zu nichts. Jedenfalls nicht zu dem, was ich mir vornehme.

Kommentare? Verbesserungsvorschläge?


Dienstag, 27. November 2012

Meine "grüne" Phase geht weiter

Nach meiner wirklich ausgiebigen Grünkohl-Orgie die letzten Tage ging es heute mit derselben Farbe weiter. Es war wirklich Zufall, denn ich wollte mich einfach so vom Gemüse-Angebot inspirieren lassen und habe spontan  zu 1 kg frischem Blattspinat gegriffen. Es wird ja immer wieder behauptet, dass der Körper sich seine "fehlenden" Nährstoffe intuitiv holt, wenn man ihn läßt. Das ist bei kleinen Kindern angeblich genauso, man soll sie nicht zu bestimmten Nahrungsmitteln zwingen, auch wenn sie mal eine Woche lang nur Honigbrote essen sollten. Dann ist das halt so und hat angeblich Sinn.

Also hat es wohl auch Sinn, dass ich momentan ganz versessen auf grünes Gemüse bin. Und das nicht, weil ich mir sage, ich muss das essen, sondern weil ich es super gerne mag. Ja, ich bin ein echter Gemüse-Freak. Mir schmeckt das Zeug wirklich. Gleichzeitig ist gestern übrigens noch ein Kopf Wirsing und ein Beutel Rosenkohl mit in den Einkaufswagen gewandert. Das heißt, ich kann mich den Rest der Woche von Gemüse ernähren (womöglich nächste auch noch). Was will mir mein Körper damit wohl sagen??

Ich habe heute also einen halben Beutel Blattspinat verarbeitet und in ein einfaches Eier-Omelett gefüllt. Schön gewürzt mit Salz, Pfeffer, Muskat, bißchen Knoblauch und einem Hauch Chilli. Dazu einen kleinen Endivien-Salat und fertig!! (ja, ich weiß, ich bin früh dran mit Mittag essen, aber ich muß um 13.00 Uhr anfangen zu arbeiten und da brauche ich eine gute Grundlage!).

Ich habe mein Essen mal fotografiert:






Es war wirlich sehr sehr lecker. Jetzt schlürfe ich noch einen kleinen Espresso und dann geht's los.

Morgen habe ich einen Rosenkohl-Kartoffel-Gratin geplant, der Wirsing soll demnächst in einen Eintopf. Was ich mit dem Rest Spinat mache, weiß ich noch nicht, aber da fällt mir bestimmt noch was ein.

Und nein, ich mache noch nicht "Muuuh" !  :) :)

Montag, 26. November 2012

Grün, grüner, Grünkohl

"In einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist". Das wissen wir ja alle. Es gibt aber bestimmte Nahrungsmittel, die eben noch gesünder als gesund sind und trotzdem gut schmecken (jedenfalls mir). Eins dieser neu wiederentdeckten, traditionellen Super-Lebensmittel ist der Grünkohl.

Quelle: "Die Welt":

Grünkohl ist vermutlich das wertvollste aller Wintergemüse, weil es viele jener Vitamine enthält, die in der nasskalten Jahreszeit den Körper stark machen. Die Rede ist von Vitamin C und E, aber auch von Betacarotin. Eisen und Kalzium sind im Grobgehackten auch reichlich vorhanden. Gesund sind aber auch die Ballaststoffe. Darüber hinaus trägt der Grünkohl sämtliche Prädikate, die inzwischen so vielen Gemüsesorten anhaften, dass sie fast schon wieder beliebig klingen. Die Rede ist von "Krebs-Schutz", "Allergien-Linderer", "Cholesterin-Senker" und "Schutz vor Herz-Kreislauf-Krankheiten".

Es gibt sicherlich noch andere wertvolle Obst – und Gemüsesorten, in einem ist der Grünkohl allen Sorten überlegen – in seinem Gesamtreichtum ! Allein die Konzentration an Carotinen bzw. Vitamin A schlägt alle Rekorde. 4mal mehr als Brokkoli, 40 mal mehr als Sellerie! Grünkohl enthält alle B-Vitamine. Außerdem steckt in einer Portion  Grünkohl der empfohlene Tagesbedarf an Vitamin C, und er beinhaltet so viel Kalzium wie zwei Gläser Milch. Zur Osteoporose-Prophylaxe sollte er regelmäßig auf dem Speiseplan stehen. Und kaum ein Gemüse enthält mehr Vitamin E, dem Zellschutz gegen freie Radikale und Alterungsprozesse. Grünkohl entgiftet den Darm und beseitigt Verstopfungen, baut zerstörte Darmschleimhäute schnell wieder auf und kräftigt sämtliche Schleimhäute im Körper. Er wirkt vitalisierend und senkt die Cholesterinkonzentration im Blut. Grünkohl ist der Biofavorit !

Soweit die "wissenschaftlichen" Erkenntnisse. Ich wollte mir auch gerne all diese guten Dinge gönnen und habe mich auf Einkaufstour nach frischem Grünkohl gemacht. Bin auch fündig geworden, allerdings gab es "nur" einen 1 kg Beutel.  Ich habe den Beutel gleich mal in 2 Hälften geteilt und in Tupper im Kühlschrank aufbewahrt, damit er schön frisch bleibt. Und heute habe ich das dritte Mal in Folge eine Riesenportion Grünkohl verdrückt, weil weder mein Mann noch meine Mädels begeistert davon sind. 3 Tage nacheinander Grünkohl!! (Nein, ich sehe noch nicht aus wie ein Marsmännchen).

Einmal Grünkohl mit Kartoffelwürfelchen und Kasselerstückchen, heute mit bißchen Speck, gestern als Eintopf mit Karotte und Paprika. In den USA ist schon eine Weile lang ein regelrechter Grünkohl Hype ausgebrochen. Da wird das grüne Gemüse als Salat, als Smoothie und sogar als Chips gegessen und als Superfood gefeiert.

Und: Ich fühle mich körperlich super. Grünkohl bläht nicht (jedenfalls mich nicht), er hat trotzdem eine verdauungsfördernde Wirkung und hilft so beim "Detoxing", er hält lange satt, macht aber nicht übervoll und die vielen Vitamine sind gut gegen die momentanen Infekte.

Also, ich behaupte: Grünkohl ist das neue (alte) "Gold" in der Ernährung. Wir sollten ihn viel viel häufiger verzehren, nicht nur einmal im Jahr. Er ist preisgünstig, hält lange, ist super gut für Veganer und Clean Eater, und geschmacklich einfach lecker.

Und einfach zuzubereiten:

Zwiebelwürfelchen andünsten, Grünkohlblätter putzen, in Streifen schneiden, in die Pfanne dazugeben. mit 1/4 l Gemüsebrühe ablöschen (je nach Menge auch mit mehr). Salzen, pfeffern, eine Prise Zucker dazu, etwas Muskat und ganz wichtig, einen guten Löffel mittelscharfen Senf. Mindestens 20 - 30 Minuten köcheln lassen, dabei immer wieder gucken, ob noch genügend Brühe dabei ist, damit er nicht anbrennt. Traditionell kann man Mettwürstchen mitgaren (die sind aber sehr fettig), oder Putenkasseler oder ein paar Speckwürfelchen. Der Rauchgeschmack ist ganz lecker, aber wer das nicht mag, kann es auch weglassen. Ich habe gelernt, dass man Grünkohl mit Haferflocken "bindet", keinesfalls mit Mehl. Aber echte Norddeutsche binden ihn - soviel ich weiß - gar nicht. Jeder wie er mag, ist ja eigentlich auch egal. Sehr gut dazu passen Kartoffeln. Und dann genießen (!) und von den guten Eigenschaften profitieren.

Ich fühle mich momentan zwar satt, aber nicht voll und sehr vital, gar nicht müde oder so. Die einfachen Dinge sind - wie so oft - die besten und irgendwie die raffiniertesten.  Auch mit Chilli und Curry kann man experimentieren, da ist viel Freiraum für neue Ideen.

Heute habe ich übrigens einen 1 kg Beutel Blattspinat gekauft... Auf ein Neues!!


Sonntag, 25. November 2012

Heute war ein guter Tag

Heute war ein guter Tag. Geht doch.

Ich habe mich heute früh so frisch gemacht, wie eben möglich nach 2 Wochen Krankschreibung. Dann schön gekocht (Hühnerfrikassée mit Reis und Salat) und dann hat mein Mann mich gefragt, ob ich gerne auf eine Advents-Ausstellung möchte. Was ne Frage, natürlich wollte ich! Er hat es ganz von sich aus gefragt und wir sind gemeinsam durch die schöne Ausstellung gelaufen. Ich habe eine neue Laterne für "vor der Haustür" erstanden, ein sternenförmiges Tablett, das dieses Jahr der Adventskranz werden wird (mache ich selbst) und einen roten Adventsstern (Pflanze), der bei uns zur Grundausrüstung von Weihnachten gehört, auch wenn es nicht gerade eine originelle Sache ist.

Danach sind wir noch ein bißchen am Main entlang spaziert, damit wir ein bißchen frische Luft und Tageslicht abkriegen. Dann habe ich die Formel I Weltmeisterschaft geguckt und bin vor Spannung fast vom Sofa gehüpft.

Und jetzt schreibe ich mir so eine Art Wochenplan und habe sogar schon meine Heidelbeeren fürs Frühstück zum Auftauen rausgenommen.

Ich fühle mich ganz gut heute und bin zuversichtlich, dass es so weitergeht. Morgen endlich wieder raus und arbeiten in meinem Lieblingsladen. Ich mag das einfach. Die Leutchen, die unschlüssig vor der Umkleidekabine stehen und unsicher fragen, ob das wohl gut aussieht, die Omis, die ihrem Enkelchen was kaufen wollen, aber keine Ahnung haben, welche Größe denn passen könnte, die Kinder, die ihrer Mama was kaufen wollen und mit 2 Euro in der Hand ankommen, ich fühle mich da einfach wohl.

Dann habe ich gerade meinen Hasi gekuschelt. Meine Lillifee. Die ist so schön weich und kuschlig und läßt sich super gerne knuddeln. Schläft auch gerne auf meinem Arm ein. Mit diesen Bildern wünsche ich euch einen guten Wochen-Beginn!

Wir lesen voneinander!








Mission "Traumfrau" oder "achte dich selbst"

Es ist soweit. Ich gehe wieder an den Start. Ab morgen werde ich wieder arbeiten gehen, auch wenn ich noch immer verschnupft und verhustet bin. Ich muß einfach wieder unter Leute. Gestern rief mich eine Kollegin an und fragte, ob ich ihren Dienst am Montag übernehmen könnte. Ja, ich kann. Da das jetzt einen Tag früher als geplant ist, muß ich mich heute schon drauf vorbereiten.

1. Optik (einigermaßen) in Ordnung bringen. Nach zwei Wochen Krank-Sein sieht man halt auch so aus. Ich habe mich in dieser Zeit auch nicht geschminkt (hätte eh nichts gebracht), und meine Nasenregion ist immer noch sehr empfindlich und gerötet. Ich habe mir gestern also schon mal die hautberuhigende Creme von Sebamed für trockene Haut gekauft, damit die Rötungen verschwinden. Normale Creme brennt noch. Also, nachher wird ein Vollbad fällig mit allem drum und dran.

2. Tee trinken. Viel Tee. Und Wasser Mein ausgetrockneter Hals braucht das und auch für den sonstigen Organismus ist es zuträglich.

3. Dann mache ich einen groben Wochenplan, wer wann welche schon feststehenden Termine hat. Und was unbedingt erledigt werden muss (z.B. Rolladen-Bauer anrufen, weil ein Elektro-Rollo nicht mehr funktioniert usw.). Wenn ich es nicht tue, tut's keiner, und mich stört sowas halt.

4. Ich möchte heute einen Herbst-Spaziergang machen. Die kühle Luft tut mir gut und ich liebe die herbstliche Stimmung mit Wind und fliegenden Blättern und zur Not auch mit Nebel. Ich packe mich in einen dicken Schal und eine Mütze, und dann geht's heute mittag raus. Auch alleine, mir egal.

5. Ich habe ein paar Events, zu denen ich gerne hingehen würde. Zum Beispiel nächstes Wochenende auf eine Wald-Erlebnis-Weihnacht. Ich mag sowas sehr. Diese Termine trage ich mir auch schon mal ein, damit ich sie nicht vergesse.

6. Nichts von anderen erwarten, einfach selbst "machen". Das wird der schwierigste Punkt, aber das kriege ich auch hin. Nicht denken, "der" oder "die" könnten doch jetzt mal, sondern "ich will das jetzt, also tue ich es auch". So.

7. Ich möchte mir angewöhnen, nach jedem Essen ein kleines Stückchen Obst zu essen. Wenn ich mir das gleich herrichte, dann esse ich es auch. So habe ich meine Vitamine und mein Obstvorrat wird auch verbraucht.

So, das wäre es für heute erstmal. Mal gucken.

Über was ich auch noch nachdenke ist folgendes: Auf irgendeinem Blog hat jemand gefragt, was im vergangenen Jahr der glücklichste Moment war. Ich habe lange nachgedacht. Mir ist nichts eingefallen. Allein diese Tatsache macht mich traurig. Es ist ja nicht so, dass ich keinen schönen Momente hatte, nein, ich hatte durchaus schöne Momente, aber so eine Situation, die mir persönlich viel bedeutet hätte?  Kann ich echt nicht sagen. Auch das soll sich im nächsten Jahr ändern. Ich möchte schöne Momente schaffen, die mir wichtig sind und aus denen ich Kraft ziehen kann.

Ich glaube, ich muss euch die nächsten Tage mit Posts überschütten, weil mir soviel im Kopf herumgeistert.  Bis dann!


Samstag, 24. November 2012

Weihnachten

Heute in 4 Wochen ist Heilig Abend.

Früher habe ich mich sehr darauf gefreut. Dann wurde es wichtiger, meinen Töchtern ein schönes Weihnachten zu bereiten. Als die auch größer wurden und schon mal den Sinn hinterfragt haben, wurde es zur mehr oder weniger traditionellen Pflichtübung. Dieses Jahr habe ich Angst davor.

Ich persönlich könnte wirklich darauf verzichten. Ich würde am allerliebsten mit einem sehr engen Menschen (??) irgendwohin fahren, (also Nord- oder Ostsee wäre völlig ok) und würde den Hl. Abend am tosenden Meeresufer mit einer Tasse Tee in der Hand verbringen. Ich würde mich einfach gerne als Teil der Natur, des Universums, des Ganzen fühlen. Ich würde gerne lesen oder mich in eine Decke einkuscheln und wäre völlig glücklich und zufrieden.

Das wird natürlich nicht so sein. Ich habe Familie. Meine Mädels erwarten (zurecht) einen schönen Weihnachtsabend. Wenn bei mir in meiner Kindheit und Jugend auch vieles schief und krumm war, so war Weihnachten doch immer schön. Ehrlich! Die letzten Jahre waren unsere Heiligen Abende aber eher "durchwachsen". Es ist eigentlich ein Tag der Familie. Also, der größeren Verwandtschaft und so. Bei uns leben die Großeltern von beiden Seiten noch (also sowohl meine Eltern als auch die meines Mannes). Beide werden sich nicht melden. In den letzen Jahren gab es  Heilig Abende, an denen ich zu späterer Stunde geheult habe. Es gab verkrampft fröhliche, aber spätestens ab ca. 22 Uhr geht es echt an die Substanz.

Normalerweise gehen wir in die Kirche, dann essen wir und dann gibt es Bescherung. Ich würde meinen Mädels so gern ein richtig schönes Weihnachten bereiten. So mit Sternenstaub von der Haustür bis ins Wohnzimmer (hat das Christkind verloren), dann ein paar schöne Stunden und keine Enttäuschung über unsere Eltern bzw. Großeltern. Wenn es denn schneien würde, könnten wir noch spazieren gehen, aber was wenn nicht? Ab ca. 22 Uhr ist doch "das ganze Programm" durch und dann?  Wie macht ihr das denn? Selbst wenn ihr "alleine" feiert, gehen doch die meisten am 1. oder 2. Feiertag zu Eltern oder Schwiegereltern. Oder?

Ich weiß von den letzten Jahren, daß ich super froh war, als der "normale" Alltag endlich wieder los ging.

Wie verbringt ihr eure Heiligen Abende? Freut ihr euch? Oder hat doch die eine oder andere gewisse "Bauchschmerzen"? Je älter ich werde, desto schlimmer finde ich die Weihnachtsfeiertage. Silvester gleich mit eingeschlossen.

Ich würde mich wirklich gerne freuen, aber ich habe Angst. Auch Angst, die Erwartungen der anderen nicht zu erfüllen, weil ich schlecht drauf sein werde. Aber wie könnte ich das verhindern? Jetzt schon in Vollnarkose fallen und erst im März wieder aufwachen? Das wäre was, gute Idee!!

Wie riechen getrocknete Pilze?

Ich habe kürzlich in einem Rezept gelesen, dass man "gemahlenes Pilzpulver" zugeben soll, weil das ein tolles Aroma geben soll. Zum Beispiel bei selbst gemachten Soßen. Leider stand nicht dabei, wo man das gemahlene Pulver kaufen kann.

Bei amazon habe ich vergeblich gesucht, in unseren umliegenden Supermärkten hier gab es auch nichts, also habe ich heute eine Schächtelchen getrocknete Steinpilze gekauft, weil ich dachte, ich könnte die ja selber klein machen.

Es ist so eine durchsichtige Plastikschale mit Folie überzogen. Als ich die vorhin geöffnet habe, kam mir ein doch sehr eigenwilliger Duft entgegen, den ich trotz meiner immer noch währenden Erkältung deutlich wahrnehmen konnte. Um es genauer auszudrücken, die Dinger stinken!! Und wie!! Ich weiß ja nun nicht, wie getrocknete Pilze riechen (sollten), aber das ist doch wohl nicht richtig, oder? Sie riechen kein bißchen nach Pilzen oder nach Wald, nur fürchterlich. Sie sind aber weder vergammelt noch verschimmelt oder sonstwas.

Hat jemand Erfahrung mit Trockenpilzen? Oder noch besser mit diesem Pulver?? Wenn ja, wo gibt es das,  möglichst noch in Bio?? Geben trockene Pilze wirklich ein gutes Soßenaroma oder kann ich das gleich lassen?

Wer weiß, was die mir da für Pilze angedreht haben....

Freitag, 23. November 2012

Wenn die Seele friert

wird der Körper anfällig für Krankheiten. Das hört sich jetzt mega theatralisch an, aber ich weiß nicht, wie ich es besser ausdrücken könnte. Weil es wahr ist.

Als junges Mädchen habe ich bei psychischem Druck und Streß Blasenentzündung bekommen. Sehr häufig. Und meistens sehr heftig. Nach einer längeren guten Phase hat sich das irgendwann verloren.

Mittlerweile scheint sich mein Körper eine andere Schwachstelle ausgesucht zu haben. Meinen Hals bzw. Kehlkopf. Normale Halsschmerzen oder gar Mandelentzündungen habe ich so gut wie nie. Es sitzt gleich eine Station tiefer und wandelt meine Stimme in ein Krächzorgan. Ohne Antiobiotikum geht das nicht weg. Und mit dieses Mal irgendwie auch nicht. Es ist zwar besser geworden, aber noch lange nicht gut.

Das wiederholt sich. So als ob mein Körper sagen wollte, halt einfach die Klappe, es hört sowieso keiner auf dich. Ich brauche also gar nicht erst zu versuchen, mich verständlich zu machen. Verstehen die wenigsten. Durch meine Zwangspause  (das Krankgeschrieben-Sein) hatte ich doch einiges an Zeit, über mich und meine Entwicklung nachzudenken. Und das ist nicht gerade motivierend. Ich habe irgendwie alles versucht, ich war ängstlich, mutig, ich war schlank, dicker, ich habe geredet und argumentiert, ich habe gelitten, geweint, gesportelt, geputzt, gar nicht, wenig oder viel gearbeitet und -
meine Engergie- und vor allem Glückskurve ging steil nach unten. Zwischendurch immer mal ein bißchen freier Fall mit äußerst unsanftem Aufkommen. Dann wieder ein bißchen geradeaus, um danach erst recht nach unten zu segeln.

Da bin ich jetzt. Ich fühle mich sehr allein. Und unverstanden. Und ich bin körperlich angeschlagen. Ich frage mich, wieso das alles so kommen konnte. Gestern abend noch ein Stück weiter nach unten geplumpst, unsanft aufgekommen, und sitze jetzt da. Wie ein Überlebender nach einem Flugzeugabsturz. Ziemlich angeschlagen, ziemlich ausweglose Situation und doch - den unbändigen Willen nach Normalität, nach Leben, nach Unbeschwertheit. Die Sehnsucht nach "früher", nach damals, als alles noch gut war.

Und wißt ihr was noch? Ich habe festgestellt, dass ich im Nachhinein immer finde, dass es "damals" gar nicht so schlecht war. Auch wenn ich mich im damaligen Moment schlecht gefühlt habe. Auch Fotos, die ich heute sehe, finde ich eigentlich ganz hübsch. Im Moment des Entstehens aber nicht, bzw. mich nicht. Was soll mir das sagen? Ich kann offensichtlich die jeweils aktuelle Situation weder richtig beurteilen noch genießen. Im Nachhinein "heule" ich dann doch der vergangenen Zeit nach. Warum ist das so? Wieso kann ich meine Situation und auch mich selbst nicht einfach mal gut finden?

So ganz genau und in allen Details weiß ich das leider (noch) nicht, aber ein ganz essentieller Punkt ist die Tatsache, daß ich mich selbst nie als gut genug erachte, immer andere als besser beurteile. Das liegt zum einen natürlich an mir, andererseits auch an meinem direkten Umfeld. Seit einigen Jahren geht der "Respekt", die "Achtung" vor mir und meinem Tun extrem den Bach runter. Kommt in Gesprächen wie gestern immer wieder hammerhart raus.  Aber warum? Liegt es daran, daß ich keinen Nobelpreis gewonnen habe, nicht Vorstandsvorsitzende geworden bin, kein Topmodell bin und auch sonst nichts außergewöhnliches im Leben erreicht habe? Zum Teil sicher, den solche blöden "Äußerlichkeiten" beeindrucken die Menschen leider schon. Der wahre Grund liegt aber hier:

Ich habe meinen Selbstwert irgendwie total verloren. Ich habe immer gemacht, was die anderen von mir erwartet haben, habe die Bedürfnisse der anderen gestillt oder es zumindest versucht und eigenartigerweise wird einem das nicht gedankt, sondern es wird immer mehr gefordert und vorausgesetzt. Soviel, bis man nicht mehr kann und/oder auch nichts mehr mag. Und wenn man dann "plötzlich" nicht mehr so funktioniert wie bisher, kommt kein Verständnis der anderen, oh nein, es kommt Abwertung, Unverständnis, Gleichgültigkeit. Wer sich als Opfer fühlt, wird auch als solches behandelt. Genauso ist es!! Diesen Satz sollte ich mir ausdrucken.

Momentan sind wohl mehrere Frauen auf diesem "Trip", wenn auch natürlich immer ein bißchen anders. Ich habe heute früh den Post von Sudda http://suddas.blogspot.de/2012/11/die-gangschaltung-meines-lebens.html gelesen und konnte das sehr gut nachfühlen. Ich will auch runterschalten. Aber durch Hochschalten. "Äktschen" statt "Reäktschen". Ich will wieder ich sein, will unbeschwert leben und nicht mehr diesen Druck auf der Seele spüren.

Außerdem habe ich noch den Kommentar einer ihrer Leserinnen gesehen und fand den so toll und passend, daß ich mir ein paar Worte kopiert habe:


Wo Du nützlich bist, wirst Du benutzt.
Sei Königin in deinem eigenen Reich 
und Du wirst wie eine Königin behandelt.
Verzeihe Dir selbst
und alles kommt ins Gleichgewicht.
Sei eigenmächtig 
und niemand wird Macht über Dich haben.

Ich finde diese Worte unheimlich wahr. Sie haben mich direkt ins Herz getroffen. Die Krux bei mir ist, dass ich hoffe, andere hätten ähnliche Gedanken, Gefühle, Interessen und idealerweise Träume wie ich. Ist aber nicht so.

Ich bin eine ganz eigene Eva, die es so kein zweites Mal gibt, ein absolutes Individuum. Diese eigene Eva sein, das kann kein anderer für mich übernehmen. Egal, wie ich mich anstrenge oder wieviel ich aushalte oder auch versuche, nur ich selbst kann das. Statt Königin würde ich ein anders Wort wählen (obwohl das auch nicht schlecht ist!). Ich will eine Traumfrau sein, (jetzt nicht falsch verstehen bitte )- und zwar meine eigene Traumfrau. So, wie ich mir mich selbst erträume. Ja, das gefällt mir. Wie diese Traumfrau handeln und aussehen sollte, das weiß ich ganz genau. Ich könnte meinen Blog umbenennen: "Auf dem Weg zur Traumfrau - mir selbst". Es soll durchaus selbstironisch klingen und das mit einem Lächeln beleuchten, ist aber andererseites genauso gemeint. Traumfrau, nichts drunter. Drunter geht nämlich nicht, das habe ich ja jetzt zur Genüge erlebt.

Vielleicht füge ich wenigstens eine neue Rubrik ein: "Auf dem Weg zur Eva-Traumfrau" und da schreibe ich dann alles, was ich tue, um dahin zu kommen. Und es geht hier nicht nur um Äußerlichkeiten, denn das Wort "Traumfrau"  wird ja leider oft falsch verstanden. In mir selber ruhen, mir selbst genug sein, nicht die Anerkennung der anderen erhoffen. Es tut zu weh, wenn sie nicht kommt. Die Dinge tun, weil ich sie so haben will. Und mich dann darüber freuen, egal, was andere sagen. Mich über Dinge freuen, die für andere komplett belanglos sind (arme Menschen) und meinen Selbstwert und meine Selbstachtung wieder finden. Hört sich fast zu schön an, um wahr zu sein.

Auf dem Weg zur Traumfrau - seid ihr dabei? In uns allen steckt nämlich eine Lassen wir sie raus!







Donnerstag, 22. November 2012

Experiment -selbstgemachte Suppenwürze

Ich versuche ja immer, meine Ernährung zu optimieren und soviel wie möglich selbst zu machen. Ein ganz großes Manko war bisher das fertig gekaufte Bouillon-Pulver für Suppe, Soßen und Gemüse zum Würzen. Auch selbst gekochte Suppe konnte bisher immer ein bisschen "Pimp Up" mit Pulver vertragen. Ich habe schon alle möglichen Pülverchen probiert. Die "normalen" Maggi, Knorr usw. schmecken zwar gut, enthalten aber meistens Glutamat und wenn nicht stehen "Hefen" drin, die im Grunde auch nichts anderes sind, es gibt gehärtete Fette und alle mögliche E-Nummern und Konservierungsstoffe. Die Bio-Alternativen schmecken mir alle nicht. Geschmacklos, salzlos, mag ich nicht.

Deswegen habe ich mich sehr gefreut, als ich den tollen Blog von http://gogreeneatclean.blogspot.com/ entdeckt habe. Diese junge Frau macht sich viele Gedanken um gesunde Ernährung und hat ein tolles Rezept für selbstgemachte Suppenwürze angeboten. Es war sozusagen ein Zufall, auf den ich schon lange gewartet habe. Neugierig, wie ich bin, habe ich das Ganze gleich mal ausprobiert. Es wäre doch zu toll, wenn lauter natürliche, cleane Zutaten zu einer ähnlichen Würze führen würden.

Zunächst habe ich eingekauft. Himalaya-Salz, das ich bisher noch nie verwendet habe.



Außerdem Petersilienwurzeln:



Und Liebstöckel. Leider gibt es momentan keinen frischen, aber getrockneten. Er hat einen intensiven "Maggi-Geschmack" und gehört meiner Meinung nach in jede Suppe.



Außerdem Lauch, Sellerie, Karotten, Petersilie und Zwiebeln, das muß ich ja nicht fotografieren. Das Rezept sagt, das man 1/6 des Gewichts des Gemüses mit Salz vermischen soll. 

So, das Gemüse soll zerkleinert  werden. Ich habe "nur" einen Standmixer. Der hat das ganze Zeug nicht wirklich erwischt. Die untere Hälfte war sozusagen Brei, das obere hat er nicht genommen. Dann habe ich einfach alles in eine Schüssel gekippt und mit dem Zauberstab weiterbearbeitet. Das hat funktioniert. Dann habe ich noch Pfeffer und Muskatnuß dazugegeben und alles in zwei Gläschen gefüllt. Ich habe es probiert und fand, dass die Mischung extremst salzig schmeckt. Hmm, vielleicht würde weniger Salz auch reichen. Aber das Salz konserviert auch die Gemüse-Stückchen und macht sie haltbar. Das ist eine uralte Konservierungsmethode, so wie man früher beispielsweise Sauerkraut gemacht hat oder Salzfleisch usw.

Meine beiden Gläschen sind in folgender Größe: 





Ich lasse das heute nacht mal durchziehen und dann schau ich, ob das wirklich eine Alternative zu den käuflichen Bouillonpulvern  ist.

Hat von euch schon mal jemand Suppenwürze selbstgemacht? (geht ja auch zum sonstigen Würzen). Oder habt ihr Erfahrung mit Himalaya-Salz? Das ist wirklich viel salziger als mein bisheriges Salz. 








It's teatime...





Der Tee weckt den guten Geist und die weisen Gedanken.

Er erfrischt Deinen Körper und beruhigt Dein Gemüt.

Bist Du niedergeschlagen, so wird Tee Dich ermutigen.


Mein Teefach sieht aktuell so aus:


 Es fehlen Pfefferminztee und Grüntee, beide sind gerade leer. Wird heute mittag aufgefüllt.

Ich mische gerne meine Tees selber zusammen, deswegen sind es doch so einige. Und manchmal

"wilde" Mixturen, aber hauptsache es schmeckt.

Zum Beispiel nehme ich abends gerne einen Beutel Melisse dazu oder

nachmittags gibt es in die Kanne Kräutertee noch einen extra Beutel frische Pfefferminze.


Momentan nehme ich bei fast allen Tees noch frischen Ingwer mit hinein.



Wie sieht euer Tee-Vorrat aus?


Mittwoch, 21. November 2012

Zu gut für die Tonne - Lebensmittelreste

Da ich diese Woche noch krankgeschrieben bin, werkle ich in jeder Ecke so ein bißchen rum, so gut es eben geht. Ich habe gestern mein Vorratsregal und meinen Kühlschrank "ausgemistet" und bin - mal wieder - zu dem Schluß gekommen, dass eine bessere Organisation her muß. Offiziellen Angaben nach werden pro Kopf in Deutschland durchschnittlich 82 kg Lebensmittel weggeworfen, die man noch gut hätte verwerten können. Zu viel, sinnlos, zu teuer. Und ich muss zugeben, ich würde diese Zahl bestimmt noch in die Höhe treiben. Im Kühlschrank befanden sich vergessen eingelegte Krabben, die mußten weg, waren kaputt. Ein angefangener Quark, eine angefangene saure Sahne (schon leicht schimmlig), offene Grillsoßen noch vom Sommer und angelaufene Käsescheiben. Im Vorrat finde ich immer mal wieder Pakete, die zwar noch geschlossen, aber abgelaufen sind, zum Beispiel Kichererbsen, die ich zwar mal gekauft, aber nie verwendet habe oder irgendwelche Mischungen für Bratlinge usw. Und Kartoffeln, die schon auskeimen. Und und und... Wie auch immer, das geht so nicht.

Jetzt ist es bei uns so, dass wir 4 Personen sind, von denen sich natürlich jede am Kühlschrank bedient. Da werden Packungen aufgerissen, obwohl vielleicht noch was anderes offen gewesen wäre, aus dem großen Joghurt werden ein paar Löffel genommen, der Rest kommt wieder rein usw. Ich habe ehrlich gesagt weder Zeit noch Nerv alle paar Stunden den Kühlschrank zu kontrollieren. Mit Obst und Gemüse geht es ähnlich, wenn die Möhren schrumplig werden, kommen eben neue dazu, zu den Äpfeln auch und plötzlich habe ich gar keine Übersicht mehr und viel zu viel an Essen. Ebenso leider mit Brot. Ich kaufe Brot, mein Mann kauft lieber Brötchen, die Große bringt schon mal ein süßes Teilchen mit, ißt aber nur die Hälfte und wumms, ist die Ecke voll mit verschiedensten Backwaren, alle nicht mehr taufrisch, aber eben auch noch nicht verdorben.

Gestern wurde ja das Thema von der Verbraucher-Ministerin mal wieder aufgegriffen, es gibt jetzt eine kostenlos app vom Sternekoch Rach, in der er Rezepte zum Reste-Verwerten gibt. Das finde ich eine gute Sache, immerhin wird einem das Thema so wieder ins Bewußtsein gerufen. Allerdings geht es schon los mit altem Brot. Ich mag keine armen Ritter. Eingeweichtes süßes Brot,  dann abgebraten, das ist nunmal echt nicht meins. Ich habe schon Croutons für Suppe drausgemacht, aber immer geht das ja auch nicht. Was macht ihr mit älterem Brot? Kennt jemand ein Rezept für einen leckeren Brotsalat? Ich habe leider kein Rezept, aber das wäre etwas, was ich mögen würde.

Wie macht ihr das, wenn die Familie mit in der Küche "wurschtelt"? Das kann man ja kaum verhindern, zumal ich ja nicht ständig da bin zum Kontrollieren.

Ideen wären mir sehr willkommen.

Und jetzt schnipple ich eine große Schüssel Obstsalat aus Äpfeln, Granatäpfeln, Mandarinen (alles von letzter Woche :(

Buchtipp: Die Diva-Diät

Kürzlich habe ich im Vorbeigehen auf einem "Bücher-Wühltisch" das Buch

Die Diva-Diät
von Jodi Lipper und Cerina Vincent

gesehen und mitgenommen.

Dieses Buch vermittelt mit einer großen Portion Selbstironie "etwas andere" Diät-Tipps. Wer also mal das Thema gute Figur von einer ganz anderen Seite beleuchtet haben will, alles nichts so ganz bierernst nimmt und einfach auch gut unterhalten sein will, für den ist dieses Buch goldrichtig. Ich habe mich jedenfalls königlich amüsiert.

Die Autorinnen berichten aus eigener Erfahrung, manchmal in etwas gewöhnungsbedürftiger derber Sprache, aber durchaus witzig, wie sie als Frau und Diva durch den Alltagsdschungel kommen, ohne dabei dick zu werden. Es sind durchaus gute Tipps dabei.

So werden zum Beispiel  gute und "verkorkste" Mahlzeiten unterschieden. Ein Salat ist natürlich gut, mit einer Menge Croutons und dicken Soßen drauf aber "verkorkst". Diese "unnötigen" Kalorien auf einem Salat soll man weglassen, um sie an anderer Stelle mit viel Genuß und in vollem Bewußtsein zu essen, zum Beispiel in Form einer leckeren Pizza. Pizza ist eben Pizza, und wenn man sich dafür entscheidet, soll/darf man das zu 100 % tun. Lieber unnötiges Drumrum bei anderen Mahlzeiten weglassen, um "Freiraum" für wirklich leckere Sachen zu bekommen. Außerdem wird empfohlen, nach dem bewußten Genuß einer kalorienreichen Mahlzeit eben bei der darauffolgenden kürzer zu treten. Heißer Tipp der Autorinnen: Ein Pfund frischen Blattspinat zubereiten. Sättigt zu 100 %, ist gesund und hat kaum Kalorien. (verschiedene Zubereitungsmethoden werden vorgestellt). Auch Eier in verschiedensten Varianten werden empfohlen.

Das Buch ist keine "neue" Diät und keine neue Ernährungsmethode, sondern ein praktischer Ratgeber für den Alltag, für den, der gerne genießt, aber trotzdem nicht dick werden will. "Ein selbstbewußter genußvoller Umgang mit sich selbst" wird versprochen.

Ist wirklich witzig für Leute, die auch mal gerne über sich selbst lachen. Auch als Geschenke-Tipp zu Weihnachten für die beste Freundin toll, die immer mal gerne abnehmen möchte.


Allein das Bild sagt schon alles...
Kostet nur 6,95 Euro, erhältlich zum Beispiel bei amazon

Dienstag, 20. November 2012

Antiquarisches Schätzchen

Ich habe ein Lieblingsbuch, das mich schon das ganze Leben lang begleitet und das mir immer wieder sehr viel Freude bereitet. Es ist ein mir weitervermachtes Buch meiner Großmutter Hedwig (leider mit über 90 Jahren verstorben), das sie selbst als junges Mädchen bekommen hat. Ich habe es schon im jugendlichen Alter von ihr weitergereicht bekommen und ganz ehrlich,  ich habe schon einiges daraus lernen können.

Praktisches Rezeptbuch
Carl Ehlers Verlag, Konstanz am Bodensee
um die 1930 







Geschrieben in altdeutscher Schrift, mittlerweile mit allerlei Gebrauchsspuren, ein allumfassendes Werk  über Hauswirtschaft, Kochkunst, Ernährungskunde und neuzeitliche (!) Volksheilkunde. Ich liebe dieses Buch und wenn mein Haus abbrennen würde, wäre es bei den Dingen dabei, die ich retten würde.

Mich hat schon immer das Frauenbild und die gesellschaftliche Stellung der Frau im Wandel der Zeiten interessiert und fasziniert. Interessanterweise wurde die Frau, auch - oder gerade - die Hausfrau trotz zahlreicher Pflichten um die 1930 sehr wertgeschätzt. Einerseits hatte sie eine dienstleistende Funktion und der komplette Haushalt sowie die Kinder-Erziehung unterlagen ihrer alleinigen Verantwortung - aber diese Tätigkeiten waren angesehen. Sowohl in der Gesellschaft als auch daheim in der Familie. Die Mutter als Fels in der Brandung, respektiert und geachtet. Die Familie an sich hatte damals natürlich auch noch einen viel höheren Stellenwert als heute, wenn eine Frau "nur" ein Kind hatte, war sie weniger angesehen, als eine die gleich mal vier oder mehr ins Leben entlassen hat. Die Frauen damals mußten kochen können (richtig kochen), sich mit Wäschepflege auskennen, (nix Schonwaschgang), handarbeiten, nähen, flicken, Gemüse selbst anbauen können, Blumen ziehen können, die grundlegenden Dinge in der Alten- und Krankenpflege kennen, sie waren selbstverständlich sparsam und kamen mit dem Geld zurecht.  Den ganzen Tag über war sie sozusagen die "Herrin im Haus", erst abends, wenn der Gatte nach Hause kam, war sie liebenswürdige Ehefrau, die sich ganz selbstverständlich in der Familienhierarchie "unter" ihm einordnete. Inwieweit wir das alles heute noch so praktizieren könnten ist mehr als fraglich, interessant wäre es sicher mal, so als Experiment. Jedenfalls waren es tüchtige und trotz allem sehr selbständige Frauen, denn ein fröhliches "kannst du mir mal beim Abwasch helfen" kam damals gar nicht erst in Frage. Sie haben das alles als ihre natürliche Aufgabe angesehen und auch locker erledigt.

Was mich nun außer an den Rezept-Zusammenstellungen und den zahlreichen Spar-Tipps (die mich oft schmunzeln lassen) sehr fasziniert, sind die "Frauenthemen", die sich gar nicht so sehr verändert haben wir man meinen könnte. Schaut mal selbst:


Sport, damals genannt "zweckmäßige Leibesübungen in Stadt und Land"!




Ergonomisches Arbeiten, sozusagen die "Rückenschule" von damals. Hat sich nicht allzuviel dran geändert (gut, außer am Waschzuber). Aber man beachte die Haltung, das gilt heute auch noch!




Gesunde Ernährung war auch ein wichtiges Thema. Vegan gab es schon immer, nur wußten wir es da noch nicht. Man beachte die nette Grüppchen-Bildung. 


Ha, und die Mode. "Strick ist Schick" ist das aktuelle Wochenthema von Shopping Queen auf Vox. Wußten die Damen damals auch schon... Alles nix Neues.

(Aber dass es heutzutage Haarfarben gibt, finde ich gut. Damals war man oft schon ab Mitte 30 grau).



Und natürlich der nette kleine Luxus, der darf auch nicht fehlen. Dessous wurden selbst gestrickt!!! Sogar "Büstenhalter". Ist das zu fassen??  (Das kratzt doch, oder??)

Und bevor die Dame von Welt sich mit dem wunderhübschesten dieser Erd Bettjäckchen zur Nacht begab, hat man sich nochmals ausgiebig im Spiegel angelächelt (Selbstmeditation: Ich bin schön, ich bin toll, ich liebe mich. Wir geben heutzutage unter Umständen eine Menge Geld für Motivationsbücher aus, tja, das brauchten die Mädels von damals nicht).



Na, was sagt ihr? Alles schon mal dagewesen. 

Aber eins haben wir total vergessen: 



Abendessen daheim im kleinen Schwarzen! Also Mädels, heute abend, wenn der Göttergatte/ oder Freund heimkommt, dann präsentieren wir uns mal alle so. Das wäre doch was!! Und dann noch mit Strick BH. Die würden gucken!!

Also, wie gesagt, ich liebe dieses Buch!!

To be continued...





Freitag, 16. November 2012

Aus dem Alltagsleben

Stellt euch mal vor, ihr wärt ziemlich erkältet, hättet kaum Stimme und dolle Halsschmerzen. Stellt euch vor, ihr wärt 3 Tage allein mit Kind und Kegel gewesen, weil der Mann auf einer Dienstreise geweilt hätte. Und stellt euch vor, er käme nach diesen 3 Tagen abends gegen 21.00 Uhr nach Hause. Ihr sitzt mit Tee, Schal und Kuscheldecke schon total verschlafen auf dem Sofa, wolltet aber wachbleiben, um seine Ankunft mitzubekommen. So. Alles ok soweit. Ach so, ihr habt natürlich zwei Stunden vorher noch ein Abendessen vorbereitet, damit er was zu essen hat wenn er heimkommt.

Er kommt also, erkundigt sich nach dem Befinden und fängt an, von seinen Erlebnissen zu erzählen. Dabei fällt ihm ein, dass er einen (geschenkt bekommenen) Werbe-Schoko-Kalender für das Töchterlein dabei hat. Er redet und ißt und redet... Ihr geht ins Bett.

Am nächsten Morgen bringt er um kurz nach sieben eine Tasse Kaffee ans Bett (ihr seid noch im Tiefschlaf, aber er muß ja arbeiten), er fragt wie es geht und geht. "Du kannst ja ausschlafen". Hmm, könnte, denn ich bin jetztja  hellwach. Und ein "Gute Besserung" habe ich nicht gehört.

Kommentare sehr erwünscht bitte. (Er war übrigens in Hannover auf einer Messe, da gibt es bestimmt die Möglichkeit, eine klitzekleine Kleinigkeit für die kranke Frau daheim zu erstehen.) Oder auf dem Weg ins Hotel. Ich denke da an nichts großes, aber zum Beispiel einen Erkältungstee, weiche Taschentücher, eine Zeitschrift oder vielleicht sogar, hmm, wie verwegen, Schokolade oder sowas? Nur für mich, extra besorgt, nix Werbegeschenk?

Bin ich wirklich so naiv in meinen Erwartungen? Oder zu anspruchsvoll? Ich meine, klar, ich lebe auch so und ich brauche das alles nicht und er versorgt ja schließlich die Familie, aber trotzdem wäre es nett gewesen? Ich hätte das mit Sicherheit im umgekehrten Falle gemacht.

Jetzt seid ihr dran. Ehrlich bitte. Ich weiß, er meint das nicht böse. Wenn ich es ansprechen würde, wäre wieder schlechte Stimmung. Warte ich, bis er selbst draufkommt, kann ich lange warten. Abfinden mit der Situation und denken, es ist halt so, es geht mir ja trotzdem nicht schlecht? Wahrscheinlich das Beste. Es bleibt halt trotzdem ein aber....

Wie sind eure Männer, Freunde, Partner so drauf? (Nicht frisch verliebt bitte, sondern nach mehreren Jahren Alltag). Bin gespannt.






 trotzdem hat es gestern abend wieder an meinem

Donnerstag, 15. November 2012

Post - Päckchen - Gewinn

Heute hat es am späten Vormittag bei mir an der Türe geklingelt. Eine mega grinsende Postbotin stand davor mit einer Pyramide aus drei Paketen: Unten: ein großes von Zalando mit verschiedenen Stiefel-Alternativen für das Töchterlein. Dann eine Kühlfach-Ersatz-Tür von Siemens (von mir höchstpersönlich bestellt, Post dazu folgt noch) und oben drauf ein Päckchen für mich (freu!!), ein Halloween Gewinn von der lieben Femi von http://femisuptodate.blogspot.de. Sie betreibt einen sehr professionellen Beauty Blog. Dahinter verbirgt sich eine super sympathische junge Frau. Den Blog kann ich nur jedem empfehlen.

Unsere Postbotin grinst übrigens immer so, obwohl ich ihr schon ganz oft erklärt habe, dass "3 Weiber in einem Haushalt" eben ein bißchen mehr Post kriegen als anderswo. So H&M, Tchibo, Douglas, Otto Versand, amazon usw. Sie grinst trotzdem. Lassen wir sie.

Erkältungstechnisch sehr angeschlagen kam mir diese Überraschung gerade recht. Ich habe mit großer Vorfreude das schöne Päckchen geöffnet. Zuerst kam ein sonnen-orangenes Seidenpapier zum Vorschein, das schon gute Laune macht. Der Inhalt dann erst recht. Schaut mal selber:




Die wunderschöne Spange und die rote Sonnenbrille sind schon "konfisziert" von den Mädels. Den Volume Schaum und die einkämmbaren Strähnchen können sie auch gebrauchen. Die Estée Lauder Reinigungs Creme ist absolut nur für mich. Das Make Up, von dem ich schon einiges gelesen habe, werden wir wohl alle mal ausprobieren Der Farbton "beige" paßt genau zu meinem Hautton. Und Mascara, Lippgloss und Nagellack kann man ja eh immer gebrauchen. Vielen lieben Dank an Femi! Ich habe mich sehr gefreut!!

Ich liebe Beauty Päckchen!                                                   






Body Blessing von Sabrina Fox

Über dieses Buch habe ich schon seit längerem nur Gutes gehört und gelesen, es wurde mir immer wieder empfohlen, also habe ich es gekauft und (fast fertig) gelesen. Der hintere Teil mit den ganz praktischen Tipps fehlt nocht.

Ich muß zu meiner Schande gestehen, ich bin jetzt nicht ganz sooo begeistert wie manch anderer, aber das ist halt nur eine subjektive Einschätzung. Ich hatte einfach viel mehr erwartet  trotzdem ist es ein durchaus lesenswertes Buch. Es betrachtet uns und den Umgang mit uns selbst aus einem ganz anderen Blickwinkel Besonders gefallen hat mir die "Zwiesprache", die die Autorin mit ihrem Körper hält. Sie hat regelrechte Dialoge mit ihm. Das finde ich witzig und auch einleuchtend, und andererseits wieder so simpel, dass man sich fragen muss, warum tun wir es nicht einfach.

Für heute habe ich mir vorgenommen, genau das einmal zu tun. Sozusagen den Körper wie eine eigene Person zu behandeln und zu fragen, zuzuhören und zu schauen, ob sich was ändert. Das heißt, ich gehe nicht einfach an der Kühlschrank und bereite irgendwas zu, sondern höre vorher in mich hinein, ob mein Körper etwas sagen will. Vielleicht sagt er, "ich habe momentan gar keinen Hunger, du mußt nicht essen, nur weil es jetzt Mittagszeit ist". Ich bin nämlich jemand, der sich grob an die drei Mahlzeiten hält, weil man es halt schon immer so macht. Hmmm. Oder er sagt "Heute bitte Salat statt Fleisch" oder was weiß ich. Ich werde es euch berichten. Wird sicher spannend. Und wie gesagt, eigentlich ist es eine recht simple gute Methode, man muß sie sich nur bewußt machen.

Nachher lese ich noch das Ende des Buches, aber vorher will mein Körper noch eine Tasse Tee mit Ingwer, die tut uns bei Erkältung nämlich sehr gut.

Bis dann    :)   !

Mittwoch, 14. November 2012

Fragen über Fragen

Heute war wieder so ein Tag.... Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Seit Montag bin ich richtig heftig erkältet. Mit extremen Hals- und Gliederschmerzen, Kopfweh und Schnupfen. Gestern wurde es so schlimm, dass ich nicht zur Arbeit gehen konnte. Wäre ich so zum Arzt gegangen, hätte er mich mit Sicherheit die ganze Woche krank geschrieben. Das wollte ich aber nicht, weil ich erst vor kurzem wegen meinem Rücken 4 Tage gefehlt habe. Ich dachte, mit viel Tee und Ruhe und Vitamin C kriege ich das schon hin. Da mein Mann wieder mal mehrere Tage unterwegs ist, war nicht allzuviel mit Ruhe. An solchen Tagen gehen die Mineralwasser-Vorräte leer, die große Tochter hat den ganzen Tag gejobbt und war auch weg, die Jüngere hatte Tanztraining und abends eine Schulveranstaltung, ich musste essen, die Mädels auch, d.h. ich bin daheim trotzdem im Einsatz gewesen. Beruflich habe ich aber nur einen Tag gefehlt. Ich hatte die Hoffnung, dass spätestens heute alles deutlich besser sein müßte. Ich habe also gestern sehr viel Tee getrunken, Grippostad + C geschluckt gegen die Halsschmerzen und Schluckbeschwerden und mir Hühnersuppe gekocht. Heute früh hatte ich allerdings das Gefühl, dass das Ganze irgendwie nach oben gewandert ist. Ich war ttotal versteckt, kriege schlecht Luft und hatte zugequollene Augen. Trotzdem habe ich mich aus dem Bett gequält, mein Gesicht wechselwarm abgewaschen, abschwellende Augencreme benutzt, abschwellendes Nasenspray benutzt, Grippostad, Tee und Tonsipret genommen, habe gegen die Friererei Unterhemd, Langarmshirt, Cardigan + Schal angezogen und bin gen Arbeitsstelle getigert. Ich habe "die Schicht" gut hingekriegt (leichte optische Abstriche waren nicht zu vermeiden) und jetzt sitze ich hier und frage mich, warum ich sowas mache.

Keine Ahnung. Ich lese gerade soviel über das Thema, sich selbst gut zu behandeln, seinen Körper ernst zu nehmen, sich auf sich selbst zu besinnen usw. Würde ich ja gerne. Finde ich alles schön, aber was tut man, wenn das nicht geht? Was hätte ich tun sollen? Ich weiß, ich hätte ins Bett gehört, aber es war eben niemand da außer mir. Also musste ich eben da sein. Versteht ihr diesen Zwang? Diesen inneren Konflikt? Diesen ungeheuerliche Anstrengung? Zum Glück bin ich nicht so häufig krank, aber selbst wenn, kann ich es nicht sein. Ich muss funktionieren, weil sonst keiner da ist. Egal wieviel Kraft das in diesem Moment kostet. Jetzt sitze ich hier, bin eigentlich fürchterlich müde, aber doch irgendwie "überdreht". Ich habe vorher noch einen Kasten neues Mineralwasser gekauft, mich im Laden angestellt, den ganzen Mist reingeschleppt und dann Abendbrot gemacht. Gewünscht hätte ich mir was anderes....

Bin ich nun unrealistisch in meinen Erwartungen? Zu empfindlich? Zu jammerig? Oder einfach nur blöd? Was hättet ihr getan?

Dienstag, 13. November 2012

Kreativ oder nicht?

Normalerweise bin ich keine große Bastlerin. Dauert mir alles zu lange. Das heißt aber nicht, dass ich keine Ideen habe, nur oft habe ich einfach keine Lust. Heute war es anders.

Ich habe meine "nackten" Weidekranz" gesehen und hatte irgendwie den Drang, eine neue Tischdeko draus zu machen. Sozusagen als vor-vorweihnachtliche Deko, bis der Adventskranz kommt. Ich mag die Kombination von Naturmaterialien und schönen Bändern, ruhig auch ein kleines bißchen Glitzer. Ohne zu wissen, wie es endet, habe ich einfach mal den Kranz mit Bändern umwickelt, ein Ikea-Vorratsglas in die Mitte gestellt, das auch noch mit einem Band versehen, und dann hatte ich noch diese süßen kleinen Tannenbäumchen. Die mußten auch noch herhalten.

Ich habe gerade mein "Werk" angeguckt, da kam meine Große vorbei. "Oh, seit wann bist du ein kreativer Mensch? Sieht cool aus." Na also. Wenn es ihre Zustimmung findet, dann gefällt es den anderen auch. Und wenn nicht, mir auf jeden Fall. Ab sofort ziert dieser Kranz unseren Wohnzimmertisch, solange bis es richtig weihnachtlich wird.

Mir gefällt's. Ob ich kreativ bin? Ich glaube schon, nur halt anders.












Kur - ja oder nein?

Heute schreibe ich schon mal ganz früh, weil ich mega erkältet bin und heute nicht zur Arbeit gehe. Ich sitze mit Tee und Wärmflasche hier, sobald die Apotheke aufmacht, gehe ich mal hin.

In letzter Zeit hatte ich ja nicht mehr soviel Zeit zum Schreiben, weil mich der ganze Alltag samt Arbeit hier so in Beschlag nimmt. Ich habe immer noch meine emotionalen Höhen und Tiefen, auch wenn ich mir sehr viel Mühe gebe, alles in "die richtigen Bahnen" zu lenken. An manchen Tagen gelingt das sehr gut, an manchen leider gar nicht. Dazu kommt, dass mein Mann zunehmend unterwegs ist und mir das überhaupt nicht gefällt. Er ist jede Woche mindestens einmal ein paar Tage weg. Ein Meeting hier, ein Kongreß da, heute fährt er auf eine Messe, nächste Woche London. Er sagt, er könne nichts dafür, das gehöre bei seinem Beruf (Bio-Technologe??) eben dazu. Ich sehe das anders - aber ich kann nichts dagegen machen. Jedenfalls hat mich das in letzter Zeit doch wieder ziemlich runtergezogen und ich habe mit meinem Arzt, der mich schon sehr lange und gut kennt, darüber geredet.

Und wißt ihr was? Er will mich unbedingt in eine Kur schicken, um mir die Möglichkeit zu geben, mal aus dem heimischen Umfeld herauszukommen und nur etwas für mich zu tun. Um Zeit zum Denken zu haben, aber auch körperlich zu entspannen. Er bietet mir das schon länger an und gestern habe ich mein ok. gegeben. Gleichzeitig bin ich über meinen eigenen Mut erschrocken. Dieser Aufenthalt dauert 6 (!) lange Wochen. 6 Wochen, in denen meine Familie alleine klarkommen muß. 6 Wochen, in denen keine Mama 24 Stunden greifbar ist zum Fahren, zum Frust ablassen, zum Schuhe suchen und zum Essen machen. Ich kann mir das ehrlich überhaupt nicht vorstellen.

Interessanterweise fanden meine Mädels das ganz ok, wenn ich mal was für mich tue und sind der Ansicht, sie schaffen das. Vielleicht anders als normalerweise, aber eben doch.

Jetzt habe ich echt Angst. 6 Wochen mit fremden Leuten? Andererseits Yoga, Muskelentspannung, Massagen, Gespräche, hört sich doch auch wirlich verlockend an, oder? Die "Wartezeit" beträgt zwischen 5 Tagen (in Ausnahmen) und ca. 4 Wochen.

Was meint ihr, würdet ihr das in Anspruch nehmen? Ich war noch nie in einer Kur. Ob ich sowas wirklich tun soll? Aaaangst....

Sonntag, 11. November 2012

Hörbuch "Gut gegen Nordwind"

Ich habe schon vor einiger Zeit ein Hörbuch bestehend aus 4 CD's geschenkt bekommen. Da ich kein Abspielgerät habe, mit dem ich das alleine hören kann, also keinen CD Player mit Kopfhörern nur für mich und möglichst mit aufladbaren Akkus, habe ich das ganze erstmal zur Seite gelegt. Ich bin nicht der Typ, der das ganze Haus damit beschallt, zumal 4 CD's ja auch einiges an Hörzeit benötigen. (Wer zufällig einen Geräte Tipp zum Abspielen von Hörbuch-CD's hat, bitteschön, ich würde mich freuen. )

Dieses Wochenende habe ich allerdings meine Schwester besucht (jeweils ca. 3 Stunden Fahrt hin und auch wieder zurück), und so habe ich die CD's mit ins Auto genommen. Nach den ersten Momenten war ich fast schon enttäuscht, weil es "schon wieder so eine email Kontakt Geschichte" war. Die finde ich normalerweise nicht so spannend, eher langweilig. Nach ein paar Momenten mehr war aber meine Neugier geweckt. Brillante Wortkompositionen, anspruchsvolle Dialoge, teilweise recht ironisch bis sarkastisch, exzellent gelesen von Andrea Sawatzki und Christian Berkel, kurz, die Geschichte hat mich in ihren Bann genommen. Ich habe schon lange nichts derart Spannendes, reflektierend Witziges und Anspruchsvolles mehr gehört. Ich wollte wissen, wie die Geschichte weitergeht, wie sie ausgeht. was das für ein Mann ist und was für eine Frau, genial geschrieben, treffend und haarscharf, einfach nur toll! Die Frau hegt Hoffnung, dass "der Mann so ist, wie er schreibt" und sie hat große Zweifel, ob ein persönliches Treffen nicht zur Enttäuschung werden könnte. Die Geschichte steigert sich, die Spannung wächst, und ich wäre am liebsten noch ein paar hundert Kilometer weitergefahren, um gleich das Ende zu hören.

Auf der Rückfahrt habe ich dann die Fortsetzung sowie das (für mich sehr überraschende) Ende gehört, ich hätte am liebsten selbst in die Konversation eingegriffen, so sehr hat mich das ganze aufgewühlt.

Kennt jemand von euch das Buch bzw. das Hörbuch? Wie fandet ihr es? Für mich ein klarer Fall einer absolut positiven Überraschung, nachdem ich nicht viel erwartet hatte. Auch die sprachlichen Spielereien, die Ausdrucksweisen der beiden Hauptpersonen sind absolut beeindruckend.

288 Minuten Entführung in eine ganz andere Welt, in die man sich doch so gut hineinversetzen kann, das es fast schon beängstigend war.

Wer noch ein gutes Weihnachtsgeschenk sucht, sollte das auf seine Liste setzen

Gut gegen Nordwind - von Daniel Glattauer

"Schreiben sie mir, Emmi. Schreiben ist wie küssen, nur ohne Lippen. Schreiben ist Küssen mit dem Kopf"...-

Mittwoch, 7. November 2012

Obama hat gewonnen!

Für alle, die es noch nicht mitgekriegt haben sollten: Amerikas neuer Präsident bleibt der alte!
Obama! Ich persönlich freue mich sehr darüber, auch wenn es mich nicht primär betrifft.

Good luck, Mr. and Mrs. Obama!