Mittwoch, 19. September 2012

Morgendliches Herbst Walking

Ich habe mich überwunden und war seit Ewigkeiten mal  wieder (früh)morgens walken. Eigentlich war es gar nicht so schwer. Ich bin eh zeitig wach und meistens auch im Schlabberlook im Haus unterwegs, nur halt noch nicht so zielgerichtet. Dadurch geht viel Zeit verloren. Heute habe ich nicht lange überlegt, mir Walking Schuhe und Stöcke geschnappt und war (schon) um viertel vor acht unterwegs.

Und es war herrlich! Der Himmel war schon zartblau, nur noch ein paar Nachtwolken dabei, die sich schnell aufgelöst haben. Über unserem Wäldchen gab es ein wunderschönes rosafarbenes Morgenrot, das den Horizont in meiner Blickrichtung in ein fast schon magisches Licht getaucht hat. Ich bin sozusagen dem Morgenrot entgegengelaufen. Obwohl es eigentlich kühl war (7 Grad +) habe ich es als sehr angenehm empfunden. Die kühle Morgenluft ist ganz klar und man kann wunderbar durchatmen.

Die meisten Felder sind bereits abgeerntet, manche sogar schon wieder für das Frühjahr bepflanzt. Ich glaube, das sind kleine Rapspflänzchen. Alles war noch taunaß. Ich liebe es wirklich sehr, so durch den Morgen und die Natur zu laufen, ich fühle mich da irgendwie "richtig", so als Teil von alledem. Und auch der Wechsel der Jahreszeiten ist wunderschön, wenn man mal bewußt auf die Veränderungen achtet. Der Herbst hat ganz andere Farben, nicht mehr so intensiv und so "laut" wie der Sommer, irgendwie weicher. In den Vorgärten herrscht vor allem Gelb vor (Sonnenblumen, Mädchenaugen, Chrysanthemen), und die roten Vogelbeeren, Dahlien und Astern bilden einen schönen Kontrast dazu. Bei manchen ist es schon herbstlich dekoriert mit den ersten Kürbissen und ich bin wieder mal zu der Überzeugung gekommen, dass der Herbst meine liebste Jahreszeit ist. Er ist nicht mehr so heiß wie der Sommer, aber tagsüber immer noch angenehm warm. Die kühlen Morgen- und Abendstunden stören mich nicht, im Gegenteil, sie geben mir eine gewisse Frische. Ich kann mich bewegen, ohne Hitze- und Schwitzanfälle zu kriegen, und wenn es mal stürmischer oder kühler wird, dann kommt halt der kuschlige Schal raus und fertig.

Jetzt fühle ich mich gut und motiviert und verstehe mal wieder gar nicht, warum ich mir so einen Morgenlauf nicht öfters gönne. Es ist nur die Entscheidung dafür, ein paar Sekunden und dann läuft's.  Wünscht mir Glück, dass ich das morgen früh auch wieder so sehe!

Kommentare:

  1. Ich habs auch mal versucht ... ja, ist schön, aber ich bin dann doch die 18:00 Uhr Läuferin. ;)

    Grüße! N.

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    1. Das machen ja viele, den Nachmittags- bzw. Abendsport. Ich weiß auch nicht, aufraffen muß ich mich irgendwie immer. Und wenn ich nach dem Arbeiten heimkomme, dann habe ich meistens erst mal Hunger, mit vollem Bauch trainiert es sich aber schlecht, warten, bis der Sport vorbei ist, macht mir keinen Spaß (zwecks Hunger) und es hat ja auch was für sich, heimzukommen und nicht nochmal wegrennen zu müssen. Aber wer länger arbeitet, hat eh keine Alternative. Ach, Bewegung muß immer irgendwie eingeschoben werden, jedenfalls bei mir, sonst funktioniert das nicht. Jetzt bin ich frisch und fein und gehe heute mittag arbeiten, alles wunderbar.
      LG Eva

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  2. Im Gegensatz zu Nelja bin ich auch morgens am aktivsten. Kann Dich also gut verstehen.

    Sollen wir Dich morgen früher erinnern?! ;O))

    LG

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  3. schön hast du das beschrieben deinen walk durch den herbstlichen morgen! ich bin meist auch früh wach aber unter der woche beginnt um 1/2 8 die arbeit, da ist an walken nicht zu denken. am samstag wär zeit dafür und einmal hab ich es auch probiert. war aber ein bisschen unheimlich, so in der morgendämmerung. kaum jemand unterwegs nur ein paar übernächtigte gestalten, die dir hohläugig entgegenschauen. da lauf ich lieber abends, auch wenns dunkel ist.
    lieben gruß von sabine

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    1. Also, wenn mein Arbeitsbeginn so gegen acht wäre, dann würde ich auch nicht vorher laufen. Aber hohläugige Gestalten gibt es zum Glück nicht, nur eine Menge Hundehalter plus Hund, unglaublich, was da schon los ist. Die sind fast alle recht freundlich. Es ist ein ganz normaler Spazierweg, auch gut einsehbar, sonst würde ich mich auch nicht wohl fühlen.
      Im Dunkeln bin ich auch schon gelaufen (mit Begleitung), aber da habe ich wieder Angst, daß ich hinfalle. Wenn man nicht wirklich sieht, wo man hintritt, ist das ein komisches Gefühl.
      Da sieht man mal wieder, es ist gar nicht so leicht, sportlich aktiv zu sein...
      LG Eva

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