Donnerstag, 2. August 2012

Healthy Aging

Ich habe mich mal ein bißchen in die Thematik Frauengesundheit ab 40 eingelesen. Besonders gut, deutlich und knapp fand ich diesen Artikel:

Quelle : http://www.stern.de/wissen


"Vieles verändert sich ab 40


Wer jenseits der 40 und ehrlich mit sich ist, wird mehr oder minder ausgeprägt Folgendes bemerken:
• Die Haut ist weniger elastisch als früher, wird trockener und wirft Fältchen. 
• Die Haare dünnen aus. Wenn wir sie ließen, auch da, wo wir sie wegrasieren.
• Das Gehör lässt ein wenig nach, weil höhere Frequenzen nicht mehr so gut wahrgenommen werden. Dieser Rückgang der Hörempfindlichkeit beschleunigt sich ab Mitte 50. 
• Weniger flexibel wird auch das Auge, weshalb viele in diesen Jahren zur Lesebrille greifen müssen. Die Schärfe des Sehens nimmt auch insgesamt ab, was uns vielleicht besonders nachts auffällt. 
•Über die Jahre verlieren unsere Knochen Mineralien und werden dadurch zunehmend spröde und brüchig. 
• Der gesamte Stoffwechsel unseres Körpers verlangsamt sich, verbraucht entsprechend weniger Energie und führt allmählich zum Fettansatz, wenn Kalorien aus der Nahrung nicht zum Beispiel durch zusätzliche Bewegung verbraucht oder gleich außen vor gelassen werden. Die Muskelmasse schwindet in der zweiten Lebenshälfte, sofern wir dem nicht mit Sport massiv entgegenwirken. 
• Im Alter schrumpfen die Nieren, und der Abfall des Stoffwechsels wird nicht mehr so effektiv wie früher aus dem Körper geschafft. Kräftig spülen hilft: mit Wasser natürlich. 
• Das Herz muss im Vergleich zu den Jugendjahren etwas mehr arbeiten, wenn es gefordert wird. Das kann den Muskel wachsen lassen. Auch die Lunge macht ein bisschen schlapp. Mit jedem Lebensjahrzehnt geht so ein bisschen Ausdauervermögen verloren. 
• Das Risiko, eine Krebserkrankung zu entwickeln, erreicht ein Maß, das es sinnvoll erscheinen lässt, bestimmte Früherkennungsprogramme zu absolvieren (siehe Mehr-zum-Thema-Kasten)."


Das meiste kann ich heute schon bestätigen. Das mit dem Gehör auch sehr bei meinem Mann, hihi, ich muss alles mindestens zweimal sagen, damit er überhaupt reagiert. Gut, das war jetzt gemein. Mir geht es nicht anders. Wenn viele Stimmen auf einmal reden, zum Beispiel wenn man beim Essen um einen Tisch sitzt und alle sich unterhalten, fällt es mir auch schwer, den Gesprächen zu folgen. Oder wenn ich telefoniere und im Hintergrund redet noch jemand. Hoffnungslos! Brille brauch ich mittlerweile auch, sonst kann ich nichts mehr lesen. Und zum Stoffwechsel muss ich erst gar nichts sagen, der "Reststoff" befindet sich hartnäckig an Bauch und Hüfte.

Dass allerdings auch die Nieren nachlassen, war mir nicht bewußt. Das alles liest sich nicht gerade schön. Bei Frauen kommt "der Wechsel" hinzu. Das ist ein Prozeß über Jahre. Besonders negativ macht sich hier der Hormon-Rückgang bemerkbar. Das Östrogen wird weniger und löst viele viele unangenehmen Begleiterscheinungen aus. Da sind vermehrte Gesichtsbehaarung und Stimmungsschwankungen noch das harmloseste. Viele Frauen werden zunehmend vergesslicher, mürrischer und gleichgültiger sich selbst und ihren Partnern gegenüber. Sie haben Hitzewallungen, Schlafstörungen und Antriebslosigkeit. Schwerwiegendere gesundheitliche Symptome sind Reizblase und punktuelle Inkontinenz beim Niesen oder Lachen, Depressionen und was weiß ich.

Brrrr! Natürlich muss nicht alles auf jede zutreffen, aber ich denke schon, dass viele  Frauen derartige oder ähnliche Beschwerden haben. Und nu? Notschlachten? Ich weiß, man sollte keine Witze über so ein ernsthaftes Thema machen, aber wenn man das so liest, kann einem schon Himmelangst werden. Die von Frauenärzten immer noch gern empfohlenen "Hormontherapien" sind sehr umstritten, weil sie Nebenwirkungen wie z.B. ein höheres Brustkrebsrisiko haben, das muss ja auch nicht sein. Also was tun?

Die gute Nachricht: Es gibt tatsächlich ein Zauberwort. Es heißt  "Bewegung". Jenseits der 40 noch mehr als vorher. Und zwar täglich. Nicht Leistungssport, aber Bewegung. Zwei bis drei Mal die Woche richtigen Sport, das sei wohl das Minimum, wer mag kann auch mehr. Ansonsten eben normale Bewegung, also spazieren gehen, Treppen steigen usw. Das scheint momentan das einzige wirklich wirksame Mittel gegen alle diese Wehwehchen zu sein und hält angeblich auch noch optisch länger jung (ich kann das insofern bestätigen: bei uns im Dorft gibt es ein Ehepaar weit jenseits der 70. Beide topschlank und sehr aktiv. Allerdings schon immer. Die beiden haben sich in den letzten 10 Jahren überhaupt nicht verändert. Sie fahren viel Rad, sind Mitglied in der hiesigen Nordic Walking Gruppe und gehen mindestens 1 x die Woche schwimmen). Man trifft sie eigentlich unterwegs immer irgendwo, entweder mit Rad oder Nordic Stöcken). Und Bewegung hat, wenn man sie moderat betreibt, keine Nebenwirkungen.

Dann muss die Ernährung angepaßt werden. Das hat jetzt erstmal nichts mit abnehmen zu tun. Als älter (werdender) Mensch braucht man bei weitem nicht mehr soviele Kalorien wie früher, wohl aber Vitamine und Mineralstoffe. Also gilt hier, weniger ist mehr. Hochwertige Sachen essen und nicht mehr die Mengen von früher wie früher. Schlafen braucht man auch nicht mehr soviel (hat man schon mehr Zeit für Sport, das trifft sich :) ) Andererseits soll man mindestens auf sein 8 Stunden Schönheitsschlaf kommen, der möglichst vor Mitternacht beginnen sollte.

Sonst nochwas? Gewicht im Normalbereich halten, denn Fettgewebe neigt eher zu "Entartungen". Die Gefäße elastisch halten durch gute Ernährung und einen Blutdruck im Normalbereich. Und viel viel Wasser trinken.

Also Mädels, wir wissen Bescheid. Bewegung, Bewegung, Bewegung. Auf geht's!

(Ich war heute früh schon eine Stunde Nordic walken). Und nachher kommt noch Trampolin! In der Zeit kann man schon keine anderen Dummheiten machen wie Kuchen runterschmeißen, shoppen oder essen. Na, hab ich euch ein bißchen aufgerappelt? Würde mich freuen!!






Kommentare:

  1. Notschlachten! Unbedingt! Am besten uns alle gleichzeitig. :D
    Bloß gut, dass ich gerade von einer Fahrradtour komme. Selbstverständlich IMMER gegen den Wind.

    Grüße! N.

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  2. alles halb so schlimm! wir werden es überleben und als beinharte, zähe alte damen aus dem wechsel hervorgehen. beweglich bleiben kann dabei nicht schaden, nicht nur körperlich sondern auch und vor allem geistig. lieben gruß von sabine

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    1. Ich freue mich jetzt schon riesig auf den Tag, an dem ich als schrullige Alte zum ersten Mal sagen kann: So nicht, junger Mann! Und dabei mit meinem Gehstock fuchtele.

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    2. das ist ja lustig, das mit dem gehstock ist schon fast ein running gag bei uns, ich will mal einen mit vogelkopf und damit stoppe ich dann beim über die straße gehen die autos! ich freu mich auch schon!

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    3. Ganz ehrlich: Ich freue mich da schon mehr, wenn mir ein hübscher junger Mann die Tür aufhält. Den schlag ich doch nicht in die Flucht!!
      Dann trainiert mal schön ihr beiden, damit ihr den Gehstock dann auch noch halten könnt!
      LG Eva

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  3. Zuerst hat mich dein Post gefrustet, aber letztendlich doch motoviert. Wichtige Jahre habe ich mit Fett ansetzen verprasst, aber derzeit nehme ich kontinuierlich ab, mit viel Bewegung. Hauttechnisch geht es mir besser denn je, bin mir nicht sicher, aber seit über einem Jahr nehme ich regelmäßig Juice Plus ein, kostet zwar 75 Euro im Monat, aber sie scheinen gut investiert zu sein. Mein Mann ist sogar mittlerweile auch ein Anhänger davon geworden. Die Zeit wird es bringen :o) Ich bin dann quasi im Dauer-Selbst-Test! Liebe Grüße vom Schweinchen Schlau

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  4. Na, mich frustet das auch. Was ist denn Juice Plus? Bzw. für oder gegen was ist es? Ich verstehe auch jetzt erst so langsam, dass der Körper heute einfach anderes braucht als früher. Wenn man das beherzigt, kann man seine Gesundheit länger erhalten. Ich würde mir gerne mal meinen Östrogen-Gehalt bestimmen lassen. Mal sehen.
    LG Eva

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    1. Habe dir mal den Link von Juice Plus kopiert: http://www.juiceplus.ch/de/produkte/juice-plus.html

      Den Tipp habe ich von einer Ernährungsmedizinerin und einer Kosmetikerin bekommen. Die Leute, die das viele Jahre schon nehmen, sehen alle bedeutend jünger aus.

      Seit über einem halben Jahr bekomme ich nun sehr oft Komplimente und fühle mich auch wohler in meiner Haut, ich möchte es nicht mehr missen.

      Liebe Grüße
      Margit

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  5. Moin! Die Wechseljahre habe ich glücklicherweise ziemlich ereignislos hinter mich gebracht, obwohl meine Mutter mich "vorgewarnt" hatte, bin ich von diesesn Wallungen verschont geblieben. Aber dass man einmal verlorene Fitness nur unter Schwierigkeiten und wieder bekommt und gerne Hüftgold ansetzt, kann ich bestätigen. Meine Freundin meint: Nun müssen wir uns entscheiden, ob wir Kuh oder Ziege werden wollen...

    Irgendwie ärgere ich mich über dieses ewige Jungbleiben müssen. Warum dürfen wir denn eigentlich nicht in Ruhe alt werden sondern sollen aussehen wie unsere eigenen Töchter?

    Grüßle
    Ursel

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  6. Wieso denn "Moin"? Ich denke du kommst aus Bawü, da sagt man doch "Grüß Gott"! :) Ich weiss es, denn ich bin da geboren. Egal - ich will weder Kuh noch Ziege werden. Ich finde, von Jungbleiben müssen kann keine Rede sein. Jeder so, wie er mag. Mir geht es mehr ums gesunde Älterwerden und da kann man schon ein bißchen was tun. Muss natürlich nicht. Klar können wir die Uhr nicht zurückdrehen, aber das Wohlbefinden erhalten. bzw. zurückgewinnen, denn es gibt schon einige Veränderungen, die nicht nur angenehm sind. Für mich ist es momentan so ein bißchen wie das "Neu-Entdecken" meines eigenen Körpers. Muss gar nicht schlecht sein, bedarf nur viel mehr Aufmerksamkeit als früher (leider). Du kannst dich freuen, dass du da offensichtlich nicht so grosse Schwierigkeiten hattest. Das gibt mir Hoffnung!

    Gruß zurück
    Eva

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Über nette Kommentare freue ich mich: