Freitag, 4. Mai 2012

Von guten und schlechten Energien

Gehört und gelesen habe ich es schon oft, so ganz richtig verstanden habe ich es erst jetzt (danke Feng Shui Buch!). Alle Gegenstände um uns herum habe eine eigene Energie, die sie sozusagen auf uns "ausstrahlen". Im übertragenen Sinne sprechen sie zu uns. Normalerweise kriegen wir das in der Hektik des Alltags gar nicht mit, aber wenn man sich das einmal bewußt macht, dann ist das ganz erstaunlich. Unser Unterbewußtsein nimmt diese "Energie" nämlich sehr wohl wahr und das schlägt sich dann auf unsere Laune und unseren eigenen Antrieb nieder.

Zum Beispiel fällt mein Auge so ganz nebenbei auf den vollen Altglas-Korb, wenn ich mir aus der Vorratskammer eine frische Milch hole. Mein Unterbewußtsein nimmt das wahr und speichert: müßte geleert werden. Genauso verhält sich das mit allem. Der volle Mülleimer, der leere Kühlschrank, die übervolle Wäschetonne, die zwanzig Paar Schuhe, die im Eingang herumliegen usw. usw. All das löst in uns Assoziationen aus, die im Unterbewußtsein abgespeichert werden. Und das kann ganz schnell zur totalen Blockade führen. Man fühlt sich antrieblos, genervt und irgendwie überlastet, weiß aber gar nicht unbedingt warum. Wenn man sich vorstellt, dass diese Dinge zu uns sprechen, dann wird das eigentlich ganz witzig. So ähnlich wie im Märchen Frau Holle, wo das Brot sagt: "Nimm mich raus, ich bin schon längst ausgebacken".

Andersherum gesehen gibt es viele Dinge, die eine total positive Energie "ausstrahlen". Zum Beispiel ein hübscher Tisch mit einer schönen Tischdecke und ein paar Blümchen drauf oder ein frisch bezogenes Bett mit schöner, gut duftender Bettwäsche. Das speichern wir als angenehm und positiv ab und das gibt uns wiederum gute Energie. Natürlich hat da jeder so seine eigenen Vorlieben. Ich kann zum Beispiel ganz gut über Staub hinwegsehen (nicht ewig natürlich), aber ein verkrümelter Fußboden macht mich wahnsinnig. Ich liebe gut duftende, frisch gelüftete Räume, möglichst lichtdurchflutet. Das ist wie ein klitzekleiner Mini-Urlaub. Muffige dunkle Zimmer sind mir dagegen ein Graus.

Seit ich mir das alles bewußter mache, kann ich es fast nicht mehr abstellen. Ich bin zum Beispiel im Bad und ertappe mich dabei, dass ich zu meiner Wäschetonne denke: "Guck mich nicht so vorwurfsvoll an, ich fange ja gleich an zu waschen". Oder: "Tja, Müll, gleich bist du draußen. Und tschüß".

Alles, was man gleich erledigen kann, sollte man auch tun. Und alles, was weg soll, soll auch zeitnah weg, also Altglas, Altpapier, der Sack mit den Altkleidern, raus damit. Raus mit der schlechten Energie, Platz für die gute.

Das gilt auch für unsere eigene Optik: Haare nicht mehr frisch? Nicht lange fackeln, waschen, stylen, fertig. Alles, was erledigt werden sollte und nicht erledigt wird, schnappt uns ein Teil der guten Energie weg. Wenn wir Pech haben, bleibt nicht viel Raum für gute Energie übrig. Deswegen: Hoch die Hintern. Weg mit dem Krams. Tragt zur Reinigung, was hin muß, zum Schneider, was hin soll, den Rest in den Schrank oder in den Container. Nicht (wie ich), erstmal auf die Waschmaschine, von da in die Ecke, dann irgendwann mal in den Kofferraum und dann.... endlich zum Bestimmungsort. Das wird von nun an gleich erledigt, fertig, next! Mit offenen Augen durchs Haus, die Wohnung, die Zimmer gehen, mit offenen Augen vor den Spiegel stellen und wahrnehmen, was er zu uns "spricht".

Um neun macht unsere Post auf, da werde ich ein paar überfällige Sachen hinbringen (Retouren, Gewinnspiele und auf dem Rückweg am Altkleider-Container vorbeifahren). Und schon bin ich wieder ein Stück energetisch aufgeladen (hihi).

Wem das zu esoterisch war, keine Angst, ich bin eigentlich ganz normal. Aber ich stelle mir solche Sachen immer gerne bildlich vor. Ich mochte schon als Kind gerne Geschichtchen mit sprechenden Bäumen oder mit Spielzeug, das nachts "lebendig" wurde. Damals wußte man allerdings noch nichts von Feng Shui...



Kommentare:

  1. Ich finde das gar nicht "esoterisch". Wie du schon sagst, unser Unterbewusstsein registriert sowas einfach und dann belastet uns der "Krempel".
    Ich habe mal schön formuliert gelesen: "Am meisten strengt uns die Arbeit an, die wir noch nicht getan haben."

    Liebe Grüße

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  2. Du hast das wunderbar einfach erklärt. so verstehe und wende ich feng-shui auch an. was ist denn so schlecht an esoterisch, wenn es uns zum nachdenken und weiterbringt. unter druck setzen lass ich mich allerdings nicht. ich geb mir ein zeitfenster in dem ich erledige, was meiner meinung nach zu tun ist, und mach mir kein schlechtes gewissen, wenn ich doch nicht dazu komme. schlechtes gewissen ist meiner meinung nach unnötig und verbreitet enorm viel schlechte energie. also geh's gemächlich an und schon dich am wochenende noch ein bischen. liebe grüße von sabine

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