Freitag, 18. Mai 2012

Kleine bis mittlere Krise

Das hier wird mal wieder ein ehrlicher Post. Wer's nicht so gut vertragen kann, bitte gleich wegklicken.

Meine beiden Mädels sind heute abend auf dem Weg zu meiner Schwester. Deren Erstgeborene hat am Sonntag in NRW Erstkommunion. Sie ist mein (einziges) Patenkind. Eigentlich gehöre ich auch auf dieses Fest. Aber aufgrund vieler familiärer Vorkommnisse mit meinen Eltern habe ich mich entschlossen, nicht hinzugehen. Meine Mädels wollten schon. Ich konnte und wollte (oder auch umgekehrt) ihnen nicht im Wege stehen. Mehr Familie haben wir nicht. Das ist die einzige. Ich habe nur diese eine Schwester. Trotzdem ist es ein saublödes Gefühl.

Ich habe eine Mutter (von der ich nicht wirklich weiss, ob sie diese Bezeichnung verdient).  Biologisch natürlich schon. Mein ganzes langes Leben lang hat sie mich dominiert, kritisiert, verlacht, verspottet und nie gelobt. Ich schwöre, sie hat kein einziges Mal gesagt "ich hab dich lieb" oder irgendwas in dieser Richtung. Ich habe über 40 Jahre lang versucht, dieser Frau zu gefallen, es ihr recht zu machen, einen Millimeter Anerkennung zu bekommen - Fehlanzeige.

Ich hatte jahrelang eine Eßstörung und war sehr sehr schlank (bis viel zu dünn). Ihre Anmerkung: "Sie will ihre Mädels kopieren". Seit diesem verdammt blöden Ausspruch hat sich das ins Gegenteil umgekehrt. Ich habe ihr dünn nicht gefallen, also esse ich jetzt, bis mir fast schlecht wird (das ist bescheuert, ich weiss, aber ich kann es irgendwie nicht ändern). Meine "Mutter" sieht mich zwar nicht (seit ca. 2 Jahren kein Kontakt mehr), aber ich wollte ihr einfach nicht Recht geben. Ich wollte nie meine Mädels kopieren, was ein Blödsinn.  Ich konnte einfach nicht mehr essen, weil es mir schlecht ging. Es geht mir jetzt zwar anders schlecht, aber ich kann unmöglich zulassen, dass diese Frau Recht behält. Also esse ich. Zuviel. Einfach aus Trotz, um ihr zu zeigen, nein, du hast keine Ahnung.

Ich bin mir sicher, wenn sie mich heute sehen würde, würde sie völlig abwertend sagen. "Was ist die fett geworden, keine Disziplin, ich wußte es schon immer."

Ich habe ein super schlechtes Gefühl, was dieses Wochenende anbelangt. Sie wird versuchen, mit Seitenhieben gegenüber meinen Mädels mich schlecht zu machen. Dabei war sie eine schlechte Mutter. Hat mich immer nur zu ihren Gunsten im Stich gelassen. Und meine Mädels werden vermutlich für mich eintreten, Katastrophe voraus.

Außerdem ist die Berufswahl bzw. aktuelle Tätigkeit ein ganz großes Thema. Mein Große möchte ja Medizin studieren, das müßte eigentlich die Zustimmung meiner Mutter finden. Ich habe ja (laut ihr) nichts aus mir gemacht. Ich hatte ein Abi mit 1,8 (ganz gut, aber nicht überfliegerig), kann Englisch und Französisch und habe das kleine Latinum (braucht kein Mensch mehr,  hilft aber bei anderen Sprachen), ich war wirklich gut in Deutsch und Literatur und was habe ich gemacht? Auf einer Privatschule Fremdsprachenkorrespondentin gelernt, Schande über mich, das ist doch nix, ganz furchtbar, geht gar nicht. Meine Mutter hat gar nie gecheckt, dass sie mich dahingetrieben hat. Ich wollte einfach nicht das werden, was sie für mich auserkoren hatte: Lehrerin. Das war das einzige, was mir nach dem Abi klar war, ich will keine Lehrerin werden. Nicht , dass ich was gegen diesen Beruf hätte, es war einzig und allein die Tatsache, dass meine Mutter wollte, dass ich das werde. Versteht ihr? Ich hätte mich gegen alles gewehrt, was sie wollte, egal, Ärztin, Rechtsanwältin oder was auch immer. Hätte sie nicht versucht, mich so mega derbe zu manipulieren, hätte ich viel freier entscheiden können.

Heute arbeite ich ja "nur" Teilzeit im Einzelhandel, findet sie völlig unter meiner Würde. Keine Anerkennung, nur Schmunzeln. Dabei macht es mir Spaß. Und nur darauf kommt es  an. Ja, ich könnte "mehr". Habe es viele Jahre versucht. Spaß macht mir nunmal das. Na und?

Tja, ich mache mir viele Gedanken momentan. Ich hoffe, dass dieses Wochenende ohne größere Blessuren vorüber geht. Aber ich habe wenig Hoffnung...

Und ich muß mich selbst nochmal völlig neu überdenken. So kann das nicht bleiben...


Kommentare:

  1. Liebe Eva,

    es kann dir nur jemand helfen, der dich und deine Mutter kennt.

    Und ich habe keine Erfahrung auf diesem Gebiet.
    Meine Eltern waren beide ein Gedicht.

    Schreibe nur deine Sorgen; denn das erleichtert.

    Ich wünsche dir viel Kraft und Zuversicht.

    Alles Liebe
    Elisabeth

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    1. Danke Elisabeth. An diesem Wochenende wird vermutlich wieder so einiges vorfallen. Ich nur abwarten. Werde berichten, das hilft mir wirklich.
      LG Eva

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  2. liebe eva,
    ich kann aus eigener ähnlicher erfahrung gut verstehen wie es dir geht. ich habe schon dreimal den kontakt zu meinen eltern abgebrochen, oder eher unterbrochen, weil ich ihre einmischung, ihre dominanz (genau gesagt die meines vaters) nicht mehr ertragen habe. dass ich bei jedem besuch (der natürlich nicht sehr häufig war)für irgend etwas kritisiert wurde, was meiner meinung nach nicht kritikwürdig war (beruf, kindererziehung, beziehung) wurde, war schon standard. zwar ging ich lautstark dagegen an, aber es hat ich belastet, diese ewige streiterei ging mir an die nieren. deshalb habe ich die kleinen spitzen, die immer kamen unkomentiert durchgehen lassen und mich nur gegen die richtigen bosheiten gewehrt. vor gar nicht so langer zeit hatte ich genug davon und meinen eltern einen brief geschrieben, worin ich ihnen deutlich erklärt habe, wie ihr verhalten und ihre aussagen mich verletzen. wochen danach hatten wir ein klärendes gespräch. was dabei herauskam? nix, nada. sie leugnen, was sie gesagt haben, ich habe alles falsch verstanden und verdreht.
    meine eltern sind 80 und 73 jahre alt und ich werde nicht mehr den kontakt abbrechen, weil ich sie natürlich trotzdem mag sie nicht allein lassen möchte. weil ich aber weiß, dass sie sich nicht ändern werden, musste ich mich ändern. und deshalb schreibe ich dir heute, nicht um meine probleme gegen deine aufzuwiegen, sondern weil ich denke, dass du es auch schaffen kannst. ich habe mir überlegt, warum sie mich kritisieren und bin zu dem schluss gekommen, dass sie sich in der kleinstadt in der sie leben wirlich für mich schämen, ich hab zwar abi aber keinen erwähnenswerten beruf, bin geschieden (schon lange), hab kein haus und keinen sonstigen vorzeigenswerten besitz, mit mir kann man nicht "renomieren". wahrscheinlich bin ich wirklich insgeheim eine enttäuschung für sie, was sie aber nicht offen sondern als spitzen an mich weitergeben. das ist aber letztendlich ihr problem. ich schäm mich nicht für mich, im gegenteil, ich find mich gut und bin stolz auf das was ich geschafft habe. seit ich mir das klar gemacht habe, dass die kritik mit ihrem eigenen mangelnden selbtwertgefühl zu tun hat,trifft sie mich nicht mehr. ich kontere zwar nach wie vor, aber kurz und prägnant ohne mich aufzuregen. was die dominanz betrifft habe ich klare grenzen gesetzt, wenn sie die überschreiten werde ich gehen. das habe ich deutlich gesagt und werde ich, wenn es wieder überschreitungen gibt auch tun. wir sind liebenswerte menschen, ich denke, dass meine eltern ganz viel von uns als familie versäumt haben, weil sie uns ihrem eigenen (falschen?) licht gesehen haben und noch sehen. aber das ist ihr versäumnis und ihr manko und nicht meins. mir geht es mit dieser einstellung zunehmend besser, ich weiß zwar es wird immer mal wieder streit geben, aber ich weiß auch, er wird mich nicht mehr so belasten. ich wünsch dir sehr, dass du den fokus auf dich und deine familie legen, und die "restfamilie" auf eine art unbedeutsamkeit reduzieren kannst. jetzt hab ich dich total zugetextet. wennn's dir zu viel ist, lösch den kommentar. ich wünsch dir ein schönes wochenende frei von düsteren gedanken! lieben gruß von sabine

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    1. Das lösch ich bestimmt nicht, vielen Dank für deinen Kommentar. Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie viele Frauen heutzutage große Schwierigkeiten mit den Eltern haben. Da bin ich nicht allein. Und auch mit der Tatsache nicht, dass mich das "erst" heute so richtig stört, solange hat es gedauert, um aus dieser Abhängigkeit auszubrechen. Du hast einen guten Weg gefunden, damit umzugehen. Noch kann ich das nicht, aber ich hoffe sehr, ich kriege diese Kraft noch. Meine Eltern haben auch das meiste von uns als Familie versäumt, jetzt sind die Mädels groß, zu spät sozusagen. Ich warte mal dieses Wochenende ab, dann wird neu überlegt.
      LG Eva

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    2. noch ein kleiner nachsatz: ich sehe es heute so, dass nicht ich schwierigkeiten mit meinen eltern habe, sondern vielmehr sie mit mir. pech gehabt! lieben gruß von sabine

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  3. Komm mal her du und lass dich erst mal drücken!!!

    (Mensch, finden wir verkorksten Töchter uns denn hier alle zusammen?) Bei mir ist es nicht ganz so krass, wie bei euch beiden. Der Kontakt besteht ununterbrochen, aber die Form hat sich sehr geändert und ich bin gelassen und entspannt, wenn es um meine Mutter geht - ähm, meistens.

    Meine Geschichte: Erst mal bin ich überhaupt nur da, weil mein Vater unbedingt ein Kind wollte. Glücklicherweise bin ich Rh-positiv und meine Mutter rh-negativ. Und da es damals noch keine Prophylaxe gab, bin ich das einzige Kind geblieben - das Risiko einer Missbildung war zu groß. Zum Glück habe ich keinen Bruder, denn ein Junge sollte ich natürlich werden! Ne, nicht für meinen Vater, Kind ist Kind, aber meine Mutter hätte schon lieber einen Sohn gehabt. Das hat sie mich IMMER spüren lassen.
    Erst mal wurde ich mit drei Wochen abgestillt und dann an meine Großmutter abgegeben (wir haben alle zusammen in einem großen Bauernhaus mit riesigem Garten, aber ohne Landwirtschaft gelebt). Jedenfalls sagten mir die alten Frauen aus dem Dorf als ich schon längst erwachsen und ausgezogen war: wer weiß, was aus dir geworden wäre, wenn sich deine Großmutter nicht gekümmert hätte. Für mich war immer meine Großmutter und mein Vater wichtig - und meine Mutter wie eine große, doofe Schwester. Die hat allerdings für die Außenwirkung alles getan, ihren Job aufgegeben, um für mich (!) zu Hause zu sein, war aber in Wahrheit nur in ihrem Blumengarten - ich war ja bei Oma unter der Nähmaschone gut aufgehoben (war ich wirklich, ich war sehr glücklich). Mutter wollte sie für mich plötzlich sein, als meine Großmutter starb, da war ich sechzehn. Das ging natürlich gründlich schief. Und als ich dann selber das erste Kind hatte - eine TOCHTER, stand sie da und klagte Großmutterrechte ein. Nur dass sie mein Kind nicht bekommen hat!!! Nie.
    Ende TEIL 1

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  4. TEIL 2

    Ich hatte eine glückliche Kindheit, dank Oma und Papa. Ich habe ein wunderbares Verhältnis zum Kind und zum Sohn - und die beiden auch zu mir. Aber mit meiner Mutter komme ich bis heute nicht klar. Recht machen konnte ich es ihr sowieso nicht. Ich habe Medizin studiert und als Ärztin gearbeitet und bin jetzt auch erfolgreich - dafür habe ich mich in ihren Augen nie richtig um meine Kinder gekümmert. Ist das nicht ein Witz? DAS sagt SIE??? Für sie zählt nur, was die "Leute" dazu sagen, nie wie es mir dabei geht - oder eben was meine Kinder dazu meinen. Dass ich sehr selbstbewusst bin, ist ihr suspekt. Und manchmal sage ich ihr auch die eine oder andere Wahrheit ins Gesicht, dann bin ich "kalt wie Hundeschnauze". Dabei weiß sie NICHTS von mir und meinem Leben - wahrscheinlich wisst ihr hier mehr.
    Was aber trotzdem sehr belastend war ist folgendes. Ich habe mit neunzehn das Elternhaus verlassen und seitdem immer viele Kilometer zwischen uns gelegt. Als ordentliche Tochter (und für Papa) bin ich natürlich zu jedem Geburtstag hin gefahren, zu Ostern, Weihnachten, auch mal zwischendurch ... und war vor so einem Termin immer mindestens eine Woche richtig krank (Migräne, verspannter Rücken ...) und danach auch wieder eine Woche, weil sie sich Spitzen gegen meine Art zu leben nicht verkneifen konnte - ich bin nämlich ein furchtbar faules Stück, müsst ihr wissen. Sie hat keine Ahnung von meiner Art zu Leben. Nur eins ist mal ganz sicher, es ist von Grund auf falsch. Was sollen nur die Leute dazu sagen?!

    Ich bin diejenige, die sie nicht anfassen kann und sie nicht in den Arm nehmen kann. Ich halte immer schön Distanz. Sie bezahlt alles mit Geld, was ich furchtbar finde... ach, lassen wir das, das wird endlos.

    Was ich dir nur raten kann, finde für dich eine Entscheidung, dann lebt es sich ruhiger. Ich habe für mich entschieden, dass ich auf sie aufpassen werde, aber nur im üblichen Rahmen und sicher mit Hilfe von Dienstleistern. Ich werde mein Leben nicht für sie umbauen, umziehen, sie zu mir nehmen - niemals! (Sie konnte nämlich nicht mal zwei Wochen ihr gewohntes Leben aufgeben und auf ihre Enkelkinder aufpassen, als ich operiert wurde).
    Besuche finden nur noch spontan statt und unangemeldet, spart mir die Woche vorher. Und weil ich zu der Einsicht gelangt bin, dass ihre Meinung für mein Leben nicht wichtig ist - also wirklich zu der tiefen Überzeugung, dass sie nicht wichtig ist!!! kann ich auch beruhigt wieder nach Hause fahren.

    Tief durchatmen und alles auf dich zu kommen lassen. Deine Mädels sind natürlich noch sehr jung und anfällig für Einflüsterungen, aber schließlich leben sie mit dir und du kannst/darfst/sollst ihnen auch ein paar wahre Worte gönnen. Aber lass dich durch deine Mutter nicht manipulieren - und du sagst ja selbst, dass deine Trotzreaktionen auch eine Manipulation waren/sind, eben nur eine mit anderen Vorzeichen.

    Ich wünsche dir vor allem mehr Gelassenheit! Und wie gesagt, lass dich noch mal in den Arm nehmen und ganz lieb drücken! N.

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  5. Ach herrje... ein Blog ist dazu da, um sich den Frust von der Seele zu schreiben. Das hast Du gemacht und das ist gut so.

    Wahrscheinlich ist es besser, wenn Du an SIE keine Gedanken verschwendest, aber das ist leichter gesagt, als getan. Ich weiß das. Bei mir ist es der Vater. Seit 30 Jahren keinen Kontakt mehr und ab und zu kocht er in mir wieder hoch. Ganz unvermittelt, ohne Vorwarnung und ich finde es einfach nur ätzend! Ich habe einen tollen Stiefvater und deshalb keinen Bedarf an ihm. Aber trotzdem, ab und zu ist er einfach da. Wie gut, dass wir 300 km auseinander wohnen. Alleine der Gedanke, wir könnten uns über den Weg laufen... unerträglich.

    LG und ich drück Dich.

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  6. Dankeschön euch Lieben. Das hätte ich echt nicht erwartet. Nelja, die toughe selbstbewußte fröhliche Nelja hat auch eine gruselige Mutterperson? Ich dachte, du bist der Hauptgewinn deiner Mutter, ihr Augapfel und Supermädchen und ganzer Stolz. Und Manu, du bist auch so ein Mensch, der genau da hinpaßt wo er ist, bist lebensbejahend, tiefgängig und sehr authentisch, auch du hast Probleme mit deinem Vater? Wow, da muss ich erst mal durchatmen.
    So ungerecht und nicht nachvollziehbar in Bezug auf die Eltern das ist, es gibt mir trotzdem ganz viel Zuversicht, dass ich es schaffen kann, mich unabhängiger von dieser Mutter zu machen. Und irgendwann ein glücklicher selbstbestimmter Mensch zu werden. Bis vor kurzem ging das nicht, weil ich immer noch Hoffnung hatte, irgendwie akzeptiert zu werden. Aber irgendwann habe ich gemerkt, nein, das will ich nicht mehr. Ich will nicht mehr die zweite Geige neben meiner 9 Jahre jüngeren Schwester sein, ich will nicht mehr dauernd enttäuscht werden und vor allem: ich bestehe darauf, dass meine Töchter genauso toll sind wie die Kinder meiner Schwester. Und da das alles nie eintreten wird, blieb mir nur diese Entscheidung. Natürlich mache ich mir Gedanken, was sein wird, wenn die Eltern sehr krank werden oder gar sterben, aber irgendwann wird das so sein. Meine Mutter hat mich so oft im Stich gelassen mit irgendwelchen blöden Ausflüchten, da muss ich mir kein schlechtes Gewissen machen. Was mich ärgert, ist die Tatsache, dass ich viele Jahre meines Lebens einem Mutterbild hinterhergerannt bin, das so für mich nie existieren wird. Ich wollte das nicht wahr haben. Aber nun fühle ich mich sogar ein bißchen frei. Ich kann die Vergangenheit nicht ändern, aber die Zukunft. Und es wird allerhöchste Zeit, das zu tun, was ich gerne möchte. Sozusagen Eva unplugged. Ohne Verrenkungen. Und das werde ich auch tun.
    Ich freue mich wirklich sehr, dass wir so ehrlich miteinander reden können. Und ich drücke euch alle beide zurück! Wird schon! Besser spät als nie!
    LG Eva

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    1. Hey, man kann die zu alt sein, um zu einer Erkenntnis zu kommen. Ich drücke Dir die Daumen, dass Du Dich von Deiner Mutter soweit lösen kannst, wie Du es möchtest. Ich befürchte fast, dass Du Dich nicht ganz lösen kannst. Sehe ich ja an meiner Geschichte...

      Aber vielleicht gehört es ja dazu, es einfach zu akzeptieren, dass es eben so ist, wie es ist und nach vorne zu sehen, ohne Kontakt zur Mutter.

      LG

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  7. oh gott, danke nelja das du mir diesen link gegeben hast, ich fühl mich plötzlich nicht mehr so einsam und allein wenn es um meine eltern und vor allem meine mutter geht
    nicht allein zu sein stärkt ungemein
    nelly, wa smir sehr hilft ist eine aussage meiner therapeutin, familie sucht man sich nicht aus
    ich hab freunde, tolle freunde, nicht viele, aber die wenigen die ich habe die sind so herzensgut und die haben mich kaputtes ding aufgenommen
    meine mom tut mir jahr für jahr weh, mit 2-3 geschrieben worten zu weihnachten und zum geburtstag, dieses jahr war es besonders schlimm, weshalb nelja meinen hilfeschrei ins netz zu dir geleitet hat
    irgendwie hat das aber auch was ausgelöst in mir, ich hab 3-4 tage sehr gegrübbelt, war joggen, war spazieren hab gekocht, alles was mit bewegungen zu tun hatte, bewegung ist gut da kann ich gut denken bei
    dann hab ich die karte zu meiner psy. gebracht, hab mich als schlechte tochter freudestrahlend für schuldig befunde und die karte in "mein tresorkästchen" gelegt
    ich hab das gefühl ein band durchtrennt zu haben, ja sie ist meine mom, ja sie hat mich geboren, aber verdammt nochmal ich bin was wert ich bin mama von zwei tollen kindern und die wären nicht so toll wenn ich scheiße wäre ich hab super freunde die hätte ich nicht wenn ich ein schlechter mensch wäre, die zweijährige tochter meiner freundn liebt mich abgöttisch, mehr als ihre eine oma, das wäre ja wohl nicht so wenn ich kein lieber mensch wäre
    ich bin alles was sie nie war und darauf ist sie neidisch, sie gönnt mir mein glück nicht, hat sie nie, wird sie nie und weil sie in einer traumwelt lebt wird sie das auch nie verstehen und jeder der diese heile welt zerstörren könnte wird verstossen, so auch meine großeltern und tanten und und und
    du bist werd deine mama ist nur neidisch auf deinen erfolg und du brauchst sie nicht um wer zu sein

    lg
    fio

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Über nette Kommentare freue ich mich: