Donnerstag, 31. Mai 2012

Party-Alarm

 Unsere beiden Mädels haben im Abstand von ca. 14 Tagen Geburtstag. Eine am 14. Mai, die andere am 1. Juni. Da ist geburtstagstechnisch irgendwie alles auf einmal. Kaum ist man mit einer Feier fertig, wird die nächste schon vorbereitet.

Da unsere zweitgeborene dieses Jahr 16 wird und dies gebührend feiern will (Sweet Sixteen Party), sind wir schon seit einigen Tagen in einem richtigen Planungsrausch. Sie feiert bei uns daheim gemeinsam mit einer Freundin. Geplant war als Ausführungsort Garten und Terrasse, da es jetzt aber kälter werden soll, müssen wir zumindest den Wintergarten miteinbeziehen. Es werden ungefähr 40 (!) junge Leute erwartet, die Hälfte davon durstige Jungs. Ein Pavillonzelt kommt in den Garten, aber ich weiß aus Erfahrung bei den Parties der Großen, dass sich ab einer gewissen Uhrzeit alle im Wintergarten bzw. Kaminzimmer auf Sofas und Stühle quetschen. Scheint gemütlich zu sein. Wir stellen noch Bierbänke und Tische dazu, damit auch alle einen Sitzplatz haben.

Gestern ging dann der Einkaufsmarathon los. Erst haben die Mädels alleine Deko gekauft. Die Tische sollen ja hübsch aussehen. Danach bin ich mit Tochterkind und Freundinkind in den Supermarkt gegangen (nach meiner Arbeit, um 18.00 Uhr). Wir haben zwei Stunden lang Bierpreise verglichen, nach den günstigsten Chips gesucht, die trotzdem gut schmecken und haben tausend Ess-Ideen entwickelt und dann wieder verworfen. Um acht hatte ich einfach keine Lust mehr. Mein Auto war bis unters Dach voll mit Bierkästen, Limetten, braunem Zucker, Rum, Salat, Trauben, Käse und was weiß ich. Ziemlich gestresst und kaputt habe ich dann noch das Freundin-Kind heimgefahren und bin dann aufs Sofa gesunken. Irgendwie habe ich die Arbeit mal wieder gründlich unterschätzt.

Heute habe ich zum Mittagessen noch einen evtl. in Frage kommenden Party-Snack ausprobiert. Soll ja schnell gehen und nicht allzuviel kosten. Es sind Pizza-Schnecken aus fertigem Pizza-Teig. Könnte man gut vorbereiten und läßt sich auch kalt essen. Ich fand sie eigentlich ganz lecker:


Mal gucken, was sie nachher dazu sagt. Außerdem soll es verschiedene Salate geben und Tomate-Mozarella Spießchen und "normale" Käsewürfel. Und klar, Kuchen, Muffins und Mousse au Chocolat (letzteres ist gaaaanz wichtig). 

Dürfte doch reichen, oder? Von Fleisch haben wir aus Preisgründen abgesehen. Ist jetzt schon recht kostenintensiv das ganze (naja, geht ja durch zwei).  Meine Küche gleicht einem Hotelküchen-Lager. Alles vollgestellt. 

So, jetzt seid ihr wieder "ge-updated". Ach so, und mein Mann und ich gehen erst ins Kino und dann noch irgendwo was Trinken. Damit die Jugend unter sich ist. Ab 12 bin ich aber auf jeden Fall wieder daheim!!! Allein die Anwesenheit der Eltern begrenzt evtl. "Ausfälle" sehr. Bin schon gespannt, werde berichten!!! 

Dienstag, 29. Mai 2012

Guten Morgen

Nach kurzer Überwindung habe ich mich unter die Dusche begeben, statt mich nochmal gemütlich im Bett umzudrehen. Hab jetzt die Haare schön und hatte mich auf ein Frühstück mit Erdbeerquark gefreut, aber was war? Keine Erdbeeren mehr da. Also esse ich jetzt fettreduzierten Aprikosenquark, der allerdings sehr gewöhnungsbedürftig schmeckt. Irgendwie pampig und geschmacklos, so stelle ich mir den Geschmack von Tapetenkleister vor. Von wegen Quark-Genuss...


Schade eigentlich, denn der reine Vanillquark der gleichen Firma schmeckt mit frischen Früchten recht gut.

Die Spülmaschine rappelt schon und ich habe mal ganz kurz einen Einkaufszettel erstellt, mit Dingen die fehlen. Wie ich mich kenne, komme ich eh mit der 3fachen Menge wieder. Nun ja, soll ja reichen.

Ein bißchen frustriert bin ich, weil ich mich gestern abend wieder aufs Rad geschwungen habe und eine dreiviertel Stunde lang tapfer gestrampelt habe. Heute tun mir die "Sitzknochen" von diesem furchtbar unbequemen Sattel weh. Mein Mann hat mir einen Gelsattel versprochen. Ich habe gestern auf den letzten Metern wirklich jede Straßenunebenheit gespürt. Und heute? Was tut sich auf der Waage? Genau. Nix. Nicht mal 100 Gramm weniger. Und das trotz meinem Einsatz. Ich weiß, ich bin viel zu ungeduldig und vermutlich müßte ich zwei Stunden lang radeln, um abzunehmen, aber dann kann man mich gleich in Reha schicken. Vielleicht schaffe ich heute ja mal wieder eine Walking Runde, wäre nicht schlecht.

Hier zeige ich euch noch mein neuestes Ergebnis von "unser Haus soll schöner werden". Ich habe dekoriert. In einem Katalog habe ich so ein ähnliches Tablett gesehen mit verschiedenen Kerzenleuchtern drauf. Das sollte 69 Euro kosten!!! Also, das kann man selber dachte ich mir und habe einfach mal ein paar Glasleuchter zusammengesucht. Kleines Blümchen dazu, fertig. Sieht recht nett aus. Besonders edel wird es, wenn man verschiedene Silberleuchter zusammenstellt, aber ich mag Glas eigentlich auch ganz gerne.








So, jetzt gehe ich mal die Wirtschaft ankurbeln...











Montag, 28. Mai 2012

Aktiver Pfingst-Sonntag

Nachdem wir am Tag vorher viele Stunden im Auto verbracht haben, war ich gestern richtig "frischluftsüchtig". Das Wetter war wunderschön und mein Mann arbeitet seit mehreren Wochen an einem größeren Gartenprojekt (Bericht folgt demnächst). Er verbringt also jede mögliche Minute im Garten und arbeitet wie verrückt.

Da wollte ich nicht nachstehen und habe meine Terrassenbeet gehäckelt, gejätet und gegossen. Und wie das so ist, je mehr man macht, umso mehr sieht man und ich habe den ganzen Mittag in gehockter Stellung im Garten verbracht. Es war auch mal wieder nötig! Vor allem lohnt es sich, alles Verblühte auszusäubern, damit die Blumen mit neuer Kraft weiterblühen können.

Abends war ich dann so voller Tatendrang, dass ich meinte, mein Mann und ich könnten mal wieder eine Runde fahrradfahren. Ganz früher haben wir das sehr regelmäßig getan, dann hatte ich irgendwann mal Probleme mit einem Knie und bin seitdem nur noch "Indoor" geradelt auf dem Hometrainer. Also, Rad raus, Eva drauf und los. Haha, das war was, schon nach ca. einem Kilometer habe ich es derbe bereut. Ich habe geschnauft wie eine Dampflok, meine Oberschenkel haben sich verkrampft und es war richtig anstrengend. Und außerdem noch sehr sehr warm! Mein Mann ist ganz locker leger vor sich hingestrampelt und ich habe gedacht, ich falle gleich vom Rad. Es war nur eine sehr kleine Tour, ca. 20 Minuten... Aber diese Aktion hat meinen Ehrgeiz geweckt. Ich fahre heute genau die gleiche Strecke nochmal, solange jeden Tag, bis sie leicht geht (sie ist eigentlich leicht). Radfahren hat mich schon immer relativ angestrengt, ich weiß gar nicht warum. Ich walke eine Stunde mindestens in einem ganz passablen Tempo, aber radfahren ist für mich eine Herausforderung. Also gleich nochmal heute!!

Aktives Pfingsten!!

Hier noch ein paar Blümchen aus meinem Garten:




Samstag, 26. Mai 2012

Wieder da

Ich bin wieder da, mit einem großen Sack an Erfahrungen. Was war das ein Abenteuer.... Wir sind gestern gegen 14.00 Uhr gestartet. Unsere vom Navi ausgerechnete Ankunftszeit wäre ca. 17. 00 Uhr gewesen. Hätte dicke gereicht. Aber: Es war Freitag nachmittag, der Auftakt in ein superlanges Pfingstwochenende und die Autobahnen waren voll! Ab Dortmund ging gar nichts mehr. Wir sind nur noch im Schritt-Tempo gefahren und das Navi hat immer spätere Ankunftszeiten ausgerechnet. Irgendwann stand da: Oberhausen - 7 km. In Oberhausen ist das Musical-Theater, in das wir wollten, also sind wir direkt dahin gefahren. Kein Kaffee bei meiner Schwester und kein Abendbrot, gehen sie nicht über Los usw.... Wir sind gegen halb sieben ins Centro Parkhaus gefahren. dann in die Coca Cola Oase im Centor gestürmt, haben kurz was gegessen und getrunken, also wirklich kurz:




Dann sind wir zurück ins Parkhaus gerauscht und haben uns dort im Auto umgezogen. Fragt nicht, es war Streß im Quadrat.


Als jeder endlich zwei passende Schuhe und das passende Kleid hatte, geschminkt im Außenspiegel des Autos, ging es los Richtung Metronom Theater.



Da haben wir den Rest der Verwandtschaft getroffen, meine Schwester und ihre Große (mein Patenkind Amelie):





Das bin ich....










Mein Schwesterlein und ich....


Die Vorstellung war grandios. Tolle Tänzer und tolle Lichteffekte, war wirklich sehr beeindruckend....


Unser reservierter Pausen-Tisch....



Meine beiden Mädels...



The End im Centro Parkhaus Oberhausen...




Schön war`s, wenn auch stressig und obwohl wir sehr improvisieren mussten.... Wenn ich das alles in einem richtigen Spiegel gesehen hätte, hätte ich mit Sicherheit ein "Bauch-Weg-Höschen" meiner Schwester ausgeliehen... Aber auch so hat sich keiner dran gestört . Die Tänzer waren der Hammer, genial. Die Handlung kannten wir halt schon aus dem Film, insofern keine Überraschung mehr. Aber alles in allem ein schöner Mädels-Abend. Hat mir Spaß gemacht....





Freitag, 25. Mai 2012

Start ins lange Wochenende

So, die Tasche ist gepackt, Auto vollgetankt und wir sind voller guter Vorsätze. In ungefähr einer Stunde geht's los. Heute abend dann endlich das vieldiskutierte Musical, morgen am späten Vormittag wieder zurück.

Ich freue mich auf die Baby-Zwillinge meiner Schwester, die eigentlich keine Babies mehr sind, sondern "schon" 1 1/2 und auf das Metronom Theater. Das ist einfach unglaublich schön. Ich habe den Fotoapparat schon mal eingepackt.

Und morgen geht's dann richtig los mit Entspannen. Mein Mann bleibt ja zuhause, er wird uns einen schönen Grillabend vorbereiten. Außerdem habe ich mir vorgenommen, soviel wie möglich Bewegung und Sport in die freien Tage einzubauen, das bietet sich ja geradezu an.

So, wünscht mir gute Nerven und keinen Stau auf der Strecke, das könnte die ganze Zeitplanung durcheinanderhauen. Wir sollten spätestens um halb sieben heute abend da sein, damit wir uns noch fertigmachen können, ansonsten wird das sehr knapp. Schau'n wir mal.

Euch allen einen wunderschönen Start ins lange Wochenende! Genießt es nach euren Wünschen!

Donnerstag, 24. Mai 2012

"Dirty Dancing" mutiert gerade zum Drama

Was ein Tag! Gerade komme ich heim. Ich habe vor ca. 1 Stunde die vordere rechte Seite meines Autos beim Ausparken mit einem Grenzstein konfrontiert. War nicht so gut. Die sogenannte "Stoßstange", ein größeres Teil vorne rechts hängt jetzt runter und sieht so aus, als würde sie jeden Moment abfallen. Diese sogenannten Stoßstangen sind ja heutzutage ganze "Stoßflächen". So ein Mist. Ich fahre seit 28 Jahren Auto und habe bisher nur ein einziges Mal ein anderes Auto beim Rückwärtsfahren gestreift. Das war alles an Vorkommnissen. Heute streife ich beim Ausparken diesen blöden Stein. Ganz toll, mein Mann meint, das kostet so ca. 1000 Euro.

Heute früh hat mich meine Schwester angerufen und Streß gemacht. Sie ist total enttäuscht, dass wir erst morgen kommen und nur bis Samstag bleiben. Das Musical ist morgen abend. Und sie macht mir und uns ein schlechtes Gewissen. Meine Mädels haben nunmal Verpflichtungen und Termine und ich selber mußte mir diesen Termin auch echt freischaufeln. Die Arbeitszeiten mit Kolleginnen tauschen usw. Außerdem hat die Kleine hat ja noch Schule, wir können also frühestens um 13.00 Uhr losfahren. Sieht meine Schwester nicht ein. Ich hätte heute schon kommen sollen (????). Sie aus der Schule nehmen. Wieso denn? Sie schreibt jetzt noch viele Klausuren gegen Schuljahresende und da ist jede Unterrichtsstunde noch gut. Außerdem pendelt die Kleine zwischen Tanzschule und "normaler" Schule hin und her, hat auch noch Freunde und möchte sich am Wochenende vielleicht mal mit denen treffen (war die ganze Woche nicht möglich). Die Große hat Konzertkarten für Samstag abend, die sie mit ihrem Freund gemeinsam gerne wahrnehmen möchte. Ist doch nachvollziehbar!! Und auch ich freue mich mal auf ein oder zwei freie Tage ohne Arbeit, nur daheim, vielleicht im Garten, das finde ich toll, ich fühle mich daheim wohl.

Es ist ja nicht so, dass ich Musicals nicht mag, ich mag sie sogar sehr. Aber wenn die Begleitumstände derart streßig und blöd sind, dann habe ich schon gar keine Lust mehr. Und mein Auto ist jetzt auch noch im Eimer, so kann ich mit dem nicht fahren, weil sonst die Stoßstange abfallen würde. Ich werde also ein anderes nehmen müssen.

Ich habe keine Lust auf Drama!!!


Mittwoch, 23. Mai 2012

Nachfrage vom Fitness-Studio

Gerade hat mein Fitness-Studio hier angerufen und nachgefragt, warum ich schon so lange nicht mehr dort war.   Einerseits verstehe ich ja, das die nachfassen, aber ganz ehrlich, so ein bißchen nervt es auch. Ich bin da meistens nicht drauf gefaßt und fühle mich echt in Erklärungsnöten. Dann erzähle ich was von keine Zeit und keine Lust, ich meine, was soll ich denn sagen? Das ist schon total unangenehm.

Ich habe ja kürzlich mal meinen Vertrag gecheckt und ich muss so oder so bis Ende Januar bezahlen, selbst wenn ich im Juli kündige. Natürlich könnte und sollte ich auch hingehen. Aber und das ist nicht gelogen - mir tun nach mehreren Stunden Stehen an der Arbeit die Füße weh und oft der Rücken und ich muß ja am nächsten Tag wieder aufstehen und funktionieren. Wenn ich dann noch eine Stunde Fitness-Studio dazunehmen würde, dann würde ich meinen Körper schon extremst anstrengen. Auf Dauer vermutlich doch zuviel. Ich habe ja noch mehr zu tun außer arbeiten und Sport, es muss eine Menge erledigt werden, ich kann nicht einfach heimkommen und aufs Sofa liegen. Ich habe nichts gegen Bewegung, aber wenn ich das Gefühl habe, mich zu überfordern, dann muss man das doch eigentlich akzeptieren, oder? Natürlich würde es meiner Figur und meinem Gewicht gut tun, aber dafür müßte ich regelmäßig gehen, nicht nur ab und zu. Ich denke einfach, radeln und / oder schwimmen wäre eine gute, knochenschonendere Alternative. Oder mach ich mir selber was vor und suche nur Ausreden? Ich weiß es nicht. Im Sommer wenn es heiß ist, kann ich mir schon was Schöneres denken, als im Fitness-Studio zu schwitzen. Und ich mag nicht jede freie Minute verplanen, ich brauche Freiraum für mich, das heißt einfach in Ruhe lesen oder schreiben, ansonsten bin ich total unausgeglichen.

Als ich mich im Fitness-Studio angemeldet habe, hatte ich einen 8-Stunden Büro-Job und habe mich den ganzen Tag nicht viel bewegt, da war das ein toller Ausgleich. Jetzt  bin ich mir nicht mehr sicher. Oder sollte ich mich mehr fordern? Vielleicht täte es mir gut? Würde mehr Planung und Organisation und viel mehr Streß bedeuten, aber wer weiß? Vielleicht wäre es gut für mich?

Es war nur ein Anruf und schon bin ich komplett unentschlossen.

Dienstag, 22. Mai 2012

Sessel-Geschichte

Mein Göttergattte hat im März Geburtstag, Mitte März genauer gesagt. Da ich schon das ganze Repertoire an Oberhemden, Krawatten, Krawattennadeln, Shirts, Sportklamotten, Massage-Gutscheinen, 10er Tickets fürs Thermalbad, Büchern, Eau de Toilettes, Essen gehen, Trinken gehen und an selbstgestrickten Pullovern so gut wie durch habe, musste (wollte) ich mir dieses Jahr mal was anderes einfallen lassen (wir sind halt schon 24 Jahre verheiratet, da wird das irgendwie schwierig).  Nach einiger Überlegung fand ich die mega geniale zündende Idee: Ein neuer Sessel sollte es sein. Der Platz meines Mannes im Wohnzimmer ist der Sessel. Da drin wird ferngesehen, eingeschlafen, Kaffee getrunken, Rotwein verschüttet, der Hase gekuschelt und mit neuen dunkelblauen Jeans reingehockt. Da wir eine naturfarbene Couchgarnitur haben, kann man sich vorstellen, wie der Sessel nach mehreren Jahren "real life" ausgesehen hat. Er war einfach nur noch ein Fall für den Sperrmüll. Das Sofa ist noch ok, also sollte ein neuer Sessel für den Gemahl her.

Gedacht, getan, ich bin Mitte Februar mit meiner jüngeren Tochter ins Möbelhaus gegangen, das von Hape Kerkeling beworben wird, wir haben in so gut wie jedem Sessel probegesessen und wir hatten viel Spaß. Letzten Endes haben wir uns für ein eher ausladendes, aber sehr gemütliches Modell entschieden. Dass es eine Lieferfrist geben wird, war mir klar. Dass sie bis Anfang Mai dauern würde, war mir nicht klar. Es gab zum Geburtstag einen Gutschein, und dann haben wir gewartet. Mit einiger Verspätung wurde der Sessel irgendwann endlich geliefert (ich dachte schon, es sei wohl eine individuelle Handanfertigung). Zwei sehr junge Männer haben mir das Teil ins Wohnzimmer gewuchtet, aus der Folie gepackt, auf die Rückenlehne gedreht und die Füsse angebracht. Vorne ist es so eine Art silberne Kufe und hinten eben zwei normale Füße. Sie haben den Sessel wieder in Normalposition gestellt, ich habe die Lieferscheine unterschrieben und weg waren sie.

Da stand ich nun, der neue Sessel und ich. Der Sessel stand auf den Fliesen, sollte aber auf den Teppich. Also habe ich ihn ca. 1 m auf den Teppich gezogen und plopp ist der hinter linke Fuß abgeknickt. Erst dachte ich, ich hätte was kaputtgemacht, wenn mir auch nicht klar war, warum oder wie, bei näherer Untersuchung ergab sich aber eindeutig, dass dieser hintere linke Fuß "die ewige Umdrehung" hatte. Man konnte ihn nicht festdrehen.

Der Möbelwagen war gerade um die Ecke, sonst hätte ich die Monteure nochmal zurückgerufen. Die müssen das doch wohl gemerkt haben, dass der Fuß sich nicht festdrehen ließ. Und trotzdem stellen sie mir das Ding so wieder hin und gehen. Toll, oder? Jedenfalls konnte kein Mensch sich reinsetzen, weil sofort der besagte Fuß abgeknickt ist.  Heute nun endlich, 22.05.2012 war ein Reparaturmensch da und hat den Fuß richtig befestigt. Der Sessel steht und man kann sich endlich normal reinsetzen.

Yeahhh!!!! Mitte März sollte er ein Geschenk sein, schon zwei Monate später funktioniert alles.

Hier die "super" Geschenkidee:



Das muss heute abend doch glatt gefeiert werden.

Und was sagt uns das ?

Hast du keine Lust auf so eine Sessel-Geschicht,
dann bestell bei Höffner nicht!!



Natur Idylle

Unser Haus steht in sogenannter Feldrandlage. Schräg gegenüber  befindet sich eine riesige unbebaute Wiese, die in ein Naturschutzgebiet übergeht. Dann kommen Felder und erst nach ca. 2 km ein bißchen Wald.

Ich liebe den Blick aus dem Fenster in diese Richtung. Da kann man den Wechsel der Natur wunderbar beobachten. Im Herbst steigt der Nebel aus der Wiese hoch und im Winter, wenn alles gefroren ist, sieht es auch wunderschön aus. Heute habe ich den Blick auf eine hellgrüne Wiese mit blauem Himmel drüber und dazu sozusagen gratis eine Beschallung, die entspannender nicht sein könnte. Wir haben dieses Jahr nämlich einen Kuckuck in der Nähe.

Diese kleine Kerlchen ist unglaublich. Es schmettert den ganzen Tag sein "Kuckuck" in die Welt. Ich war heute früh um 4.30 Uhr wach und habe da schon die ersten Vögel zwitschern hören. Es sind es ganz wenige, ganz zart und werden dann immer mehr. Und der kleine Kuckucksvogel war auch schon wach. Dass der nicht heiser wird! Er begleitet mich sozusagen den ganzen Tag, wenn ich Wäsche aufhänge, den Müll raustrage oder im Garten bin, überall höre ich "Kuckuck". Bis spät abends. Er hört erst auf, wenn es dunkel ist.

Wirklich schön ist der Vogel nicht:


Und sozial auch nicht. Das Weibchen legt ihre Eier in fremde Vogelnester und läßt ihre Jungen von anderen Vögeln großziehen (die machen das auch).

Naja, aber der Kuckucksruf hat schon fast was Meditatives. Ich mag's.

Einen schönen Tag!

Montag, 21. Mai 2012

Feierabend

Mensch, was ist das schwül geworden. Als ich aus dem Laden (mit Klimaanlage) kam, hat es sich angefühlt, als laufe ich gegen eine Wand. Ich bin ziemlich hitzeempfindlich, das ist mir schon wieder zu schnell zu warm. Immerhin hatte ich heute einen luftigen Rock an und habe mich darin ganz wohlgefühlt.

Auf dem Heimweg habe ich noch schnell ein "Eisgel" für schwere Beine besorgt, damit ich besagte nachher schon hochlegen kann und mit Eisgel  kühlen.

Essenstechnisch war ich heute (bis jetzt) sehr gut. Zum Frühstück gab es ein Brötchen, mittags zwei Gemüse-Frühlingsrollen mit einem Blattsalat und heute abend ein Putenschnitzel natur mit Blattspinat. Ich habe mir eben noch ein Rezept für ein kohlenhydratfreies (-armes) Brot ausgedruckt, bestehend aus Quark, Leinsamen und Weizenkleie, vielleicht back ich das nachher noch.

Und - um mal was anderes als ewig nur Wasser zu trinken, habe ich heute früh gleich mal eine große Kanne Kräutertee aufgebrüht und später in den Kühlschrank gestellt. Halb Tee, halb Mineralwasser gibt das einen ganz passablen Eistee, der ein bißchen sprudelig ist. Nur Tee mag ich im Sommer auch nicht so wirklich. Aber diese Halb-Halb-Mischung schön kalt ist wirklich ganz erfrischend. Oder hat von euch jemand eine gute Idee für selbstgemachten Eistee oder sowas ähnliches ? (ich meine jetzt nicht Bowle..., soll ja kalorienarm sein...hihi). Rote Tees mag ich nicht und die fertigen süßen mag ich leider auch nicht (ja, verwöhnt bin ich auch noch, ich weiß).

Also, wenn ich heute abend nicht völlig einbreche, dann ist die Tages-Ernährungsbilanz heute sehr gut. Wünscht mir Glück!

Biggest loser

Gestern bin ich beim Durchzappen auf das Finale von Biggest loser gestoßen. Normalerweise ist das nicht so meine Sendung, aber gestern wurden die Kandidaten mit ihrem ursprünglichen Erscheinungsbild verglichen und das wurde rechts neben der aktuellen Person eingeblendet. Das war so unglaublich, dass ich weitergeguckt habe. Das waren zumeist sehr stark übergewichtige Menschen, so um die 120 kg oder mehr. Teilweise noch sehr jung, Anfang 20. In der Rückschau wurde gezeigt, wie sehr sie sich bei den allerersten "Sportversuchen" anstrengen mußten und wie fertig sie danach waren. Dabei waren die ersten Dinge so einfache Sachen wie ein paar Runden schwimmen oder einfach zügig Spazierengehen.

Und dann als Knaller das aktuelle Gewicht und das aktuelle Aussehen. Bei vielen sah das aus wie ein völlig neuer Mensch. Ganz ganz fantastisch! Der Gewinner hat 66 kg !!! abgenommen. Die nächstplazierten um die 50 kg. Ist das nicht der Hammer? Sie hatten andere Frisuren und modischere Kleidung und waren alle sehr motiviert. Jetzt ist die Frage, ob und wie sie das Gewicht halten können.

Mich hat das so begeistert, dass ich denke, wenn ein Mensch soviel abnehmen kann, dann werde ich doch endlich meine mir selbst vorgegebenen 5 kg schaffen, das wäre doch gelacht.

Also, 5 kg sind ja nichts im Vergleich zu über 50. Jetzt muss ich erstmal arbeiten gehen und dabei überlege ich mir ein fettarmes kohlenhydratfreies Abendessen. Außerdem brauche ich ein Bewegungsprogramm, das nach meheren Stunden stehen noch machbar für mich ist. (Walken fällt an solchen Tagen definitiv aus!). Aber radfahren, das müßte doch gehen, ohne meine armen Beine zu sehr zu strapazieren.

Bin wieder motiviert, danke biggest loser!

Sonntag, 20. Mai 2012

Schöner Sonntag

Mein Sonntag:

Rührei zum Frühstück, Spargel und Lachs zum Mittagessen, Sonne, Liegestuhl im Garten, ein fröhliches Buch, gute Laune und ein gemütliches Kleidchen. Was braucht man (Eva) mehr!


Samstag, 19. Mai 2012

Geschenke

Meine Schwester liebt es, mir Geschenke zu machen, die einiges an Verpflichtungen nach sich ziehen. Ich bin mir noch nicht so ganz sicher, ob es Zufall oder sehr gezielt ist. Zu meinem Geburtstag (der war am 4. März) hat sie mir eine Karte für das Musical "Dirty Dancing" geschenkt. Eigentlich ganz süß. Aber eben nur eigentlich. Meine Schwester wohnt in Dinslaken in NRW, ganz in der Nähe von Oberhausen, wo dieses Musical spielt.

Nun ist es ja so, dass meine beiden Mädels von sowas immer und jederzeit total begeistert sind und natürlich mit wollen. Heißt im Klartext, ich habe eine Karte geschenkt bekommen und muss zwei weitere selbst bezahlen. Außerdem muss ich mir den Termin freischaufeln, damit ich nach Dinslaken fahren kann, dauert ja ein bißchen von hier aus. Das ganze ist also eindeutig ein Geschenk mit Eigennutz meiner Schwester. Für sie ist es eine tolle Geste, für mich geht ein ganzes Wochenende drauf, das ich persönlich nicht so eingeplant hätte.

Vor zwei Jahren hatten wir sowas schon mal. Da hat sie meiner Großen eine Karte für "Tanz der Vampire" geschenkt. Lara war damals erst 16, konnte nicht selbst fahren, also bin ich gefahren und natürlich durfte Pia auch mit. Ich muß ehrlich zugeben, von mir selbst aus hätte ich mir dafür niemals Karten gekauft, ich fand dieses ganze Vampir-Thema irgendwie blöd. Als ich aber da war, wir saßen in der ersten Reihe, habe ich das ganze Feeling hautnah mitgekriegt. Das Schleifen der Schuhe der Tänzer, die Luftbewegung, wenn sie die Umhänge geschwungen haben und den Geruch, so ein Zwischending zwischen Mottenkugeln und After Shave. Das alles aus nächster Nähe zu erleben, war unglaublich. Ich hätte nach den ersten 2 Takten der Ouvertüre losheulen könnnen und mich hat das ganze Musical unglaublich gefesselt und berührt. Es ist sehr viel tiefgründiger und schöner als erwartet. Das ganze Vampirsspektakel ist eigentlich nur die Hülle für unglaublich viel Lebensweisheit. Es war ganz ganz toll, ich hatte nichts erwartet und war komplett positiv überrascht.

Ich bin also wieder mal hin- und hergerissen. Einerseits ist Dirty Dancing als Musical natürlich toll. Andererseits fände ich es schöner, wenn ich selber bestimmen könnte, wann und mit wem ich hingehen würde.

Auch wenn das Komplett Paket sicherlich wieder ganz schön wird, habe ich mir vorgenommen, in Zukunft derartige Geschenke abzulehnen. Ich kriege eine Karte, darf aber zwei weitere bezahlen, muss den weiten Weg hinfahren und ein ganzes Wochenende freimachen.

Bin ich undankbar? Ich finde es ja schon schön, aber ich fände es noch schöner, wenn ich es selbst planen könnte. Wie seht ihr das? Bin ich blöd?

Freitag, 18. Mai 2012

Kleine bis mittlere Krise

Das hier wird mal wieder ein ehrlicher Post. Wer's nicht so gut vertragen kann, bitte gleich wegklicken.

Meine beiden Mädels sind heute abend auf dem Weg zu meiner Schwester. Deren Erstgeborene hat am Sonntag in NRW Erstkommunion. Sie ist mein (einziges) Patenkind. Eigentlich gehöre ich auch auf dieses Fest. Aber aufgrund vieler familiärer Vorkommnisse mit meinen Eltern habe ich mich entschlossen, nicht hinzugehen. Meine Mädels wollten schon. Ich konnte und wollte (oder auch umgekehrt) ihnen nicht im Wege stehen. Mehr Familie haben wir nicht. Das ist die einzige. Ich habe nur diese eine Schwester. Trotzdem ist es ein saublödes Gefühl.

Ich habe eine Mutter (von der ich nicht wirklich weiss, ob sie diese Bezeichnung verdient).  Biologisch natürlich schon. Mein ganzes langes Leben lang hat sie mich dominiert, kritisiert, verlacht, verspottet und nie gelobt. Ich schwöre, sie hat kein einziges Mal gesagt "ich hab dich lieb" oder irgendwas in dieser Richtung. Ich habe über 40 Jahre lang versucht, dieser Frau zu gefallen, es ihr recht zu machen, einen Millimeter Anerkennung zu bekommen - Fehlanzeige.

Ich hatte jahrelang eine Eßstörung und war sehr sehr schlank (bis viel zu dünn). Ihre Anmerkung: "Sie will ihre Mädels kopieren". Seit diesem verdammt blöden Ausspruch hat sich das ins Gegenteil umgekehrt. Ich habe ihr dünn nicht gefallen, also esse ich jetzt, bis mir fast schlecht wird (das ist bescheuert, ich weiss, aber ich kann es irgendwie nicht ändern). Meine "Mutter" sieht mich zwar nicht (seit ca. 2 Jahren kein Kontakt mehr), aber ich wollte ihr einfach nicht Recht geben. Ich wollte nie meine Mädels kopieren, was ein Blödsinn.  Ich konnte einfach nicht mehr essen, weil es mir schlecht ging. Es geht mir jetzt zwar anders schlecht, aber ich kann unmöglich zulassen, dass diese Frau Recht behält. Also esse ich. Zuviel. Einfach aus Trotz, um ihr zu zeigen, nein, du hast keine Ahnung.

Ich bin mir sicher, wenn sie mich heute sehen würde, würde sie völlig abwertend sagen. "Was ist die fett geworden, keine Disziplin, ich wußte es schon immer."

Ich habe ein super schlechtes Gefühl, was dieses Wochenende anbelangt. Sie wird versuchen, mit Seitenhieben gegenüber meinen Mädels mich schlecht zu machen. Dabei war sie eine schlechte Mutter. Hat mich immer nur zu ihren Gunsten im Stich gelassen. Und meine Mädels werden vermutlich für mich eintreten, Katastrophe voraus.

Außerdem ist die Berufswahl bzw. aktuelle Tätigkeit ein ganz großes Thema. Mein Große möchte ja Medizin studieren, das müßte eigentlich die Zustimmung meiner Mutter finden. Ich habe ja (laut ihr) nichts aus mir gemacht. Ich hatte ein Abi mit 1,8 (ganz gut, aber nicht überfliegerig), kann Englisch und Französisch und habe das kleine Latinum (braucht kein Mensch mehr,  hilft aber bei anderen Sprachen), ich war wirklich gut in Deutsch und Literatur und was habe ich gemacht? Auf einer Privatschule Fremdsprachenkorrespondentin gelernt, Schande über mich, das ist doch nix, ganz furchtbar, geht gar nicht. Meine Mutter hat gar nie gecheckt, dass sie mich dahingetrieben hat. Ich wollte einfach nicht das werden, was sie für mich auserkoren hatte: Lehrerin. Das war das einzige, was mir nach dem Abi klar war, ich will keine Lehrerin werden. Nicht , dass ich was gegen diesen Beruf hätte, es war einzig und allein die Tatsache, dass meine Mutter wollte, dass ich das werde. Versteht ihr? Ich hätte mich gegen alles gewehrt, was sie wollte, egal, Ärztin, Rechtsanwältin oder was auch immer. Hätte sie nicht versucht, mich so mega derbe zu manipulieren, hätte ich viel freier entscheiden können.

Heute arbeite ich ja "nur" Teilzeit im Einzelhandel, findet sie völlig unter meiner Würde. Keine Anerkennung, nur Schmunzeln. Dabei macht es mir Spaß. Und nur darauf kommt es  an. Ja, ich könnte "mehr". Habe es viele Jahre versucht. Spaß macht mir nunmal das. Na und?

Tja, ich mache mir viele Gedanken momentan. Ich hoffe, dass dieses Wochenende ohne größere Blessuren vorüber geht. Aber ich habe wenig Hoffnung...

Und ich muß mich selbst nochmal völlig neu überdenken. So kann das nicht bleiben...


Mittwoch, 16. Mai 2012

Heute bißchen sentimental...

Meine Erstgeborene hat heute ihren letzten Schultag. Das schriftliche Abi ist vorbei, es kommen nur noch die mündlichen Prüfungen und bis dahin gibt es keinen Unterricht mehr. Heute also der allerletzte offizielle Schultag. Mir ist irgendwie komisch....

Das hier ist ein Foto von ihrem allerersten Schultag (die linke ist meine). Ein kleines dünnes Mädchen mit großen Erwartungen. Und nun ist alles vorbei. So schnell kann es gehen.







So sieht sie heute aus. Immer noch sehr dünn, aber doch auch irgendwie erwachsen.
Sie will Medizin studieren. Macht demnächst ein 3monatiges Praktikum im Krankenhaus. Ich hätte mir ganz ehrlich einen leichteren Weg für sie vorgestellt, aber sie möchte es unbedingt.







Hier meine beiden Mädels. Geballte Power. Da kommt man sich als Mutter ganz schön alt daneben vor. Irgendwie stolz und irgendwie uralt. Nun ja.






Meine kleine Große, was das Leben dir wohl noch so bringt? Ich wünsche dir das allerbeste!!









Dienstag, 15. Mai 2012

Wie war das mit Herausforderung?

Nachdem ich so groß über "Herausforderungen" getönt habe, muss bzw. möchte ich das jetzt auch durchziehen.
Nach einem denkbar blöden Abend (mein Mann kam furchtbar schlecht gelaunt heim) bin ich nicht unbedingt super motiviert. Kennt ihr das, wenn man fragt, was denn los sei und zur Antwort kriegt: "Ach nix". Dann schnieft er aber den ganzen Abend irgendwie genervt vor sich hin, baut demonstrativ das noch dastehende Bügelbrett ab mit einem todesverachtenden Blick, nervt sich über die Schulsachen der Kinder auf "seinem" Schreibtisch, ignoriert den sonst so geliebten Hasen und tritt als Krönung noch gegen den Stuhl, weil er "im Weg steht". Aber es ist "nix". Das war dann der Moment, wo ich ins Bett gegangen bin und gedacht habe: "du kannst mich...." usw. Heute morgen musste er schon um 6 Uhr aus dem Haus, was vermutlich mit ein Grund für die schlechte Laune war. Er hat gerade viel Streß im Job. Aber trotzdem hat er mir den Abend vermiest (Konsequenz: ich habe eine Ladung Frust Tortellinis gegessen, abends !!! so wird das nie was mit Abiball-Kleid). Ja und auch die diesbezügliche Kleider- Diskussion mit ihm war ganz anders als erwartet. Egal, ich muß ja mir gefallen, oder??

Soweit, so gut. Dass er aber mein Bügelbrett abbaut mit diesem "ich bin so ein armer genervter Mann"-Blick, das hat mich doch wieder angestachelt. Ich lass mich doch von so nem blöden Bügelberg nicht unterkriegen, auch wenn der fast so hoch ist wie der Kölner Dom. Ich werde jetzt den völlig hirnlosen "Frauentausch" gucken und dabei bügeln. Das ist meine Herausforderung, kein Problem.
Dann gehe ich mich aufhübschen, koche was (oder besser andersrum) und gehe um 13.00 Uhr arbeiten. Auch kein Problem.

Nein, kein Problem, nur eine klitzekleine Herausforderung. So, dann fang ich mal an.


Montag, 14. Mai 2012

Exklusive Fotos von den Kleidern in angezogenen Zustand

Was ein Titel, hihi, konnte meine Große zum Fotografieren überreden. Habe alle der Reihe nach angezogen, jetzt könnt ihr gucken. Die Qualität der Fotos ist nicht so toll, mußte alles sehr schnell gehen, weil sie schon wieder weg muß.

Los geht's.

Nr. 1 (geht laut meiner Tochter gar nicht, da Form wie ein Sack...).


Nr. 2:




Mit und ohne Blitz. Das dunklere Foto kommt der Originalfarbe näher.

Nr. 3:


Das finde ich toll. Von vorn. 


Die nächsten beiden wären nur so, als Sommerkleid:


Und noch ein T-Shirt Kleid in braun:


So, Ende der Kleiderparade. Wie gesagt, mußte schnell gehen, aber man kriegt einen Eindruck. Also ich habe einen: Ich bin mindestens 10 Zentimeter zu klein und mindestens, wenn nicht mehr, 5 kg zu schwer. Aber man muß der Realität ins Auge blicken, hilft nichts.

Nochmal Auswahl an Abiball-Kleidern


Eigentlich sollte ich kochen, aber gerade kam ein Päckchen von Esprit (na gut, eher ein Paket) mit drei weiteren Auswahlmodellen für mein Abi-Ball Kleid. Jetzt bin ich vollends unentschlossen und ich muß euch die einfach zeigen. In Gedanken hatte ich mich fast schon für das petrol grüne entschieden, aber da waren die anderen noch nicht da.



Nr. 1: Ein schlichtes Hängerchen aus so ner Art Chiffon-Stoff. In Wirklichkeit richtig knallrot. Es ist sozusagen zweilagig, am Saum guckt ein Stück pink raus. Die Kette hab ich nur mal so drüber gehängt, weil da was langes dazu muss. Vermutlich würde ich eine lange Perlenkette nehmen. Das Kleid ist relativ schlicht, sitzt aber tadellos und macht auch nicht dick, weil sich nichts abzeichnet. Die Farbkombination ist mal was anderes, rot mit pink, finde ich irgendwie gut.




Nr. 2 Ein tolles rotes Jerseykleid mit Wickel-Effekt. Macht von vorne eine hammermäßige Figur, auch die Länge ist ideal. Aber von der Seite sieht man meinen Bauch (grmpf). Ich müßte also dringend Bauchumfang verlieren, dann wäre dieses mein Favorit!! Und nein, ich hasse shaping Unterwäsche, da kriege ich "Platzangst" und muss die sofort wieder ausziehen. Geht bei mir gar nicht!! Es wird auch Ende Juni sein und vermutlich ein warmer Sommerabend, da ist leichte Kleidung angesagt. 
Hat jemand eine Idee, wie man den Bauch flacher kriegt? Nix kohlensäurehaltiges mehr trinken, keine Kohlenhydrate und Sport, das wäre so mein Ansatz. Für das Kleid würde ich das glatt machen.




Nr. 3 war bisher mein Favoritenkleid. Aber es ist halt nicht so sommerlich, würde auch gut im Herbst gehen. Und die überschnittenen Ärmelchen sind ein bißchen langweilig. Der Wickeleffekt vorne ist allerdings sehr schön und die Farbe steht mir gut.



Nr. 4: Das kommt nicht für den Abiball in Frage, ist nicht festlich genug. Aber ich würde es trotzdem gerne behalten als normales Sommerkleid. Es ist aus wunderschönem taubenblauen Batist, ganz leicht. Da es unter der Brust eng ist und erst dann weiter fällt, macht es eine sehr gute Figur. Der Ausschnitt hat eine schöne Häkel-Spitze (sagt man das so?) und der Rocksaum ist doppelt, sieht sehr süß aus. 



Mit einem Stück Bein von mir


Immer diese Entscheidung, ist das nicht furchtbar?? Am liebsten würde ich alle behalten. Ich brauche einen Gelddrucker!!!! 





Mißlungene Oreo-Lollipops nach Evas Art

Inspiriert durch die wunderschönen Exemplare bei Martina von Polkadots habe ich gestern mein Glück versucht und habe Oreo-Lollies hergestellt (oder sowas in der Art). Das große Tochterkind hat nämlich heute Geburtstag und wird 19 (Kinder, wie die Zeit vergeht).

Jedenfalls habe ich erst die Kekse auf Schaschlik-Holzspieße gesteckt, das hat noch funktioniert. Währenddessen wurde die weiße Kuvertüre im Wasserbad geschmolzen und ein Teller mit Liebesperlchen bereitgestellt. Erwartungsvoll habe ich den ersten Spieß vorsichtig in die Schokolade eingetunkt und plumps, fiel der Keks vom Spieß und ist in zwei Teile zerbrochen. Die blöde Oreo Füllung hat sich sofort aufgeweicht und die zwei Kekshälften sind einfach auseinandergebrochen.

Da ich aber nicht so schnell aufgebe, habe ich sie wieder vom Spieß runtergemacht, mit zwei Löffeln in der Schokolade gewendet und dann auf einem Teller trocknen lassen, so daß sie nicht auseinanderbrechen konnten. Nach ungefähr dem vierten Keks war auf dem Liebesperlchen Teller eine richtige Schokoladen Perlchen Matsche, und die nächsten Kekse konnten nicht mehr sauber in Perlchen gewälzt werden, es kam gleich noch eine Ladung Schokolade außen mit drauf. Na gut, nicht schön, aber originell dachte ich mir.

Aber der Oberhammer kam erst noch. Ich wollte die sehr individuellen Pops schön aufrecht in eine mit Alufolie überzogene Schachtel stecken. Aber die blöden Dinger wollten einfach nicht aufrecht stehen. Ging nicht, stand einfach nicht. Ok, ihr dürft lachen!




So hat mein Tochterkind heute früh krumme und schiefe Oreo-Pops auf dem Tisch vorgefunden. Sie fand sie trotzdem lecker und hat gleich welche vertilgt.

Jetzt seid ihr dran: Martina und ihr anderen Küchenfeen, wo war jetzt der Fehler im System?????? Ich hätte fast meinen Luffa-Schwamm geholt, um sie wenigstens aufrecht stellen zu können. Ich bin eh nicht so der Bastler, man sieht das irgendwie.... Das war wohl nix. Aber der Wille war da!!


Sonntag, 13. Mai 2012

Probleme waren gestern, ab heute gibt es Herausforderungen!

Ich bin seit kurzem Leserin der "Turbulenten Großfamilie"http://feierdentag.blogspot.de , die momentan im Begriff ist, sich weiter zu vergrößern. Ich hatte schon immer großen Respekt vor Frauen, die eine Großfamilie managen und dabei nicht verhärmt und verbittert werden (ein Exemplar dieser Sorte wohnte bei uns in der Nachbarschaft), sondern sympathisch und positiv den Alltag meistern. Die gerne und engagiert ihre Mutter-Rolle erfüllen. Ja, liebe Andrea, ich rede von dir. Ich habe "nur" zwei Kinder, aber ich weiß, wie unendlich anstrengend es ist, wenn ein Kind krank ist. Meine beiden waren das die ersten fünf Lebensjahre quasi abwechselnd. War die eine auf dem Wege der Besserung, fing die zweite von vorne an.

Tochter 1 tendierte zu Mandelentzündungen und Bronchitis, Tochter 2 zu Mittelohrentzündungen und Magen-Darm-Infekten. Wenn das so war, wußte ich, es heißt für mich, tagelang an die Wohnung gefesselt zu sein, die fiebernden Kinder zu versorgen (beide haben viel erbrochen, wenn sie Fieber hatten), wenig zu schlafen, nachts Bettwäsche zu wechseln, Spuckschüsseln zu halten und zu hoffen, es möge schnell vorübergehen. Ich hatte  keine Familie in der Nähe, mein Mann war viel unterwegs. Allein die Erinnerung daran finde ich schlimm. Zum Glück waren beide nie ernsthaft bedrohlich krank, aber doch irgendwie dauernd. Das hat an den Nerven gezehrt, denn zum körperlichen Einsatz zur Versorgung der Kinder kam ja noch die Angst (um nicht zu sagen, manchmal auch Panik), es könne doch etwas schlimmeres sein. Das war manchmal so anstrengend, dass ich abends nur noch geheult habe. Und was tust du? Du sprichst von Herausforderungen, das hat mich sehr beeindruckt.

Mit einem einzigen Satz hast du mir tagelang zu denken gegeben. Du hast nach einem recht stressigen Tag geschrieben: "Mal sehen, welche Herausforderung morgen kommen" (oder so ähnlich, sinngemäß). Du hast ganz ruhig und sachlich und unglaublich klug von "Herausforderungen" gesprochen und nicht von unlösbaren Problemen oder Ärger oder Streß. Das hat mit unheimlich beeindruckt und dreht die ganze Situation komplett um. Selbst wenn der Alltag anstrengend, nicht vorausplanbar und alles andere als stressfrei ist, siehst du das als Herausforderung, und das ist in letzter Konsequenz nur positiv. Herausforderungen sind da, um sie zu meistern, sie fordern uns, aber man kann sie schaffen. Sie beleben den Alltag und lähmen ihn nicht. Wenn man von Problemen spricht oder von Streß, dann ist das sehr negativ behaftet und man resigniert eher.

Und als ob das Schicksal mir was sagen will, steht in meinem so geliebten Lebensfreue-Kalender (nochmal danke Soleil!!) :

Begegne jedem Problem mit der Haltung: "Ich bin stärker als du. Ich werde eine Lösung finden."


Vielleicht hast du auch schon einmal gedacht "Das schaffe ich nicht. Das ist zu viel für mich". Die Folgen waren wahrscheinlich, dass du dich hoffnungslos, schwach und hilflos gefühlt hast. Und doch hast du die Krise gemeistert. Mehr Kraft und Mut bekommst du, wenn du dir die Einstellung zulegst: "Ich weiß zwar noch nicht wie, aber ich werde einen Weg finden. Es gibt immer eine Lösung". So wirst du dich auf die Suche nach einer Lösung machen, vielleicht andere Menschen um Hilfe bitten oder deine Kreativität aktivieren.


Ich finde diese Gedanken wirklich erstaunlich hilfreich. Statt zu denken: "Oh nee, ich muss noch dies oder das tun, da hinfahren, das erledigen, wäääh", kann ich genauso denken: "ich schaffe das auf jeden Fall, wär doch gelacht". Da fällt mir doch glatt das alte, aber sehr wahre Lied von Rolf Zuckowski ein: "Ich schaff das schon, ich schaff das schon, ich schaff das ganz alleine..." Ist doch eine ganz andere Perspektive, oder?

Also, Probleme waren gestern, ab heute gibt es Herausforderungen.

Oder wie sagt Bob der Baumeister: "Yo, wir schaffen das". Weisste  Bescheid!!

Donnerstag, 10. Mai 2012

Neue Erkenntnisse und neuer Hut

In den letzten beiden Tagen habe ich mir (mal wieder) viele Gedanken über mich und mein Leben gemacht. Ich habe mir die Frage gestellt, warum ich nicht uneingeschränkt glücklich und zufrieden bin, obwohl es eigentlich nichts gibt, dass sich diesen Empfindungen entgegenstellt. Dabei sind mir einige Dinge klargeworden:

1. Als ich ein kleines Mädchen war und auch später noch in der Pubertät  war der Kosename meiner Mutter für mich: "Dicke". Ich war als ganz kleines Kind ein sehr schlechter Esser, wurde mit sechs Jahren in "Kindererholung" in der Schwarzwald verschickt, ein Jahr vor meiner Einschulung. Da musste man stundenlang spazierengehen und hatte abends so einen Hunger, dass man alles gegessen hätte. Sechs Wochen Vollhorror, alleine, ohne Eltern, aber essen habe ich gelernt. Ab da war ich nicht dick, aber wesentlich fülliger als vorher. Meine Mutter meinte das Wort "Dicke" nicht abwertend, aber es war halt nicht toll, in der Öffentlichkeit so gerufen zu werden. Ich habe seit ich ungefähr 17 war extrem auf meine Figur geachtet und war seitdem sehr schlank. Vermutlich verbinde ich mit jedem Kilo zuviel irgendwie die Erinnerung an diese blöde Bezeichnung "Dicke", deshalb kriege ich die Krise, wenn ich mein momentanes Gewicht sehe.

2. Ich muss mir immer wieder bewußt machen, dass eine Person nicht allein aufs Aussehen reduziert ist. (das weiß ich natürlich, aber bei mir selber vergesse ich das oft). Es kommt auf das "Gesamtpaket" an, also auf die Art, auf das Lächeln, die Art und Weise zu sprechen, sich zu bewegen, sich zu kleiden, das alles ist genauso wichtig. Und ich bekomme wirklich häufig von gänzlich fremden Kunden positive Rückmeldungen. Aber ich nehme das nicht so ernst, sondern denke nur an meine "Defizite". Das muß sich ändern.

Da kommt das inzwischen angekommene Christine Kaufmann Buch ins Spiel. Die Frau ist klasse und hat Klasse. Sie erzählt, wie sie früher die Hollywood Stars, zum Beispiel Ava Gardner empfunden hat. Als reife Frau, die gut geduftet hat, sowas wie eine geheimnisvolle Aura hatte und die nie billig gewirkt hat. Es hat höchstens mal ein Stück Spitze vom Unterrock durchgeblitzt, was Raum für Phantasie läßt. Das hat diese Frauen interessant gemacht. Auch oder gerade im reiferen Alter. Sie wurden bewundert, nicht blöd angeguckt, weil sie nicht mehr so schlank oder straff waren  wie früher.

Und Christine Kaufmann geht eingehend auf die heutige Art der Bilder und Fotografie ein. Jedes abgebildete Model ist irgendwie mit einem "Fotoprogramm" bearbeitet, das heißt, eine "normale" Frau, wie sie wirklich aussieht, sehen wir nie. Wir sehen uns allerdings ganz real im Spiegel und denken, oje (vor allem in den Umkleidekabinen, von allen Seiten beleuchtet wie der Kölner Dom, kreisch). Die hochglanzillustrierten Damen haben aber nichts mit der Realität zu tun. Selbst die hübschen jungen Mädels sind "bearbeitet" und sehen so nicht aus. Wir brauchen also wieder eine Bewegung, die zur Natürlichkeit tendiert. Auch wenn man älter wird, kann man durchaus attraktiv sein, nur halt anders als mit 20.

3. Mut zur eigenen Art. Jeder Mensch ist anders. Das macht es ja gerade interessant. Die Krux an der Sache ist, dass ich das nur bei anderen so sehe und nie bei mir selbst. Aber gerade seine "Eigenarten" oder "Besonderheiten" zu pflegen, das macht die Persönlichkeit aus. Ich werde also versuchen, mich nicht mehr zu verbiegen, sondern so wie ich bin meine Stärken zu unterstreichen.

So, das war wieder mal das Wort zum Donnerstag!

Gesagt, getan. Um mir was Gutes zu tun, war ich heute morgen ausgiebig bummeln. Ich brauche ja immer noch ein Outfit für den Abiball meiner Tochter. Ich habe drei schöne Kleider gefunden und alle drei gekauft (zur Auswahl). Ich werde sie in einer ruhigen Minute (also heute nicht mehr) nochmal anprobieren und dann schauen wir mal.
Eins ist ein vom Schnitt eher normales Jersey-Kleid, aber in knallrot. Dasselbe habe ich nochmal in braun mitgenommen. Ich finde, es steht mir gut, ist aber nicht so auffällig wie das rote. Und dann habe ich ein petrol farbenes von Esprit, das durch einen geschickten Effekt so aussieht, als sei es gewickelt. Das unterstreicht meine Kurven, die ich nunmal habe. Die Farbe steht mir auch ganz gut. Schauen wir mal.

Außerdem habe ich mich spontan in einen riesigen Sonnenhut bei H&M verliebt. Ich habe sehr dicke Haare und die meisten Hüte sind mir zu klein. Dieser paßt und ich finde ihn toll.



Außerdem habe ich mir einige Bücher gekauft als Lesestoff und "Seelenfutter". Und frische Ananas, Erdbeeren, Blaubeeren und Äpfel.

War eigentlich soweit ein ganz guter Tag.




Dienstag, 8. Mai 2012

Heute irgendwie unzufrieden

Heute ist ein komischer Tag. Er fing schön blöd an. Ich war sozusagen auf Abruf für meinen Job. Falls ich nichts hören sollte, hätte ich um 10 Uhr mit der Arbeit anfangen sollen. Also bin ich rechtzeitig aufgestanden, habe geduscht und die Haare gewaschen und stand dann aufgehübscht da, als mir am Telefon gesagt wurde, ich müsse doch nicht kommen. Das ist ja normalerweise nicht so schlimm, aber irgendwie wußte ich nun nicht, was ich anfangen sollte. Ich habe gemütliche Zuhause-Klamotten angezogen und mich in den Haushalt gestürzt. Ich habe zuerst  die Küche gewischt, Wäsche gewaschen und aufgehängt und angefangen zu bügeln. Dann Spülmaschine ausgeräumt und gekocht. Beim Kochen habe ich ein bißchen zu wild umgerührt und hatte wieder Soßenspritzer auf meinem frisch geputzten Küchenboden. Nachdem ich alles wieder schön aufgeräumt hatte, hat meine Jüngste heute mittag Kuchen gebacken ....

Weil bei uns heute relativ schönes Wetter war, habe ich gegen Nachmittag beschlossen, endlich noch ein paar Pflanzen in den Garten zu setzen, die schon eine Weile auf der Terrasse rumstehen und aufs Einpflanzen warten. Habe ich gemacht. Hatte dann allerdings Blumenerde und Wasserspuren von der Gießkanne einmal quer durchs Wohnzimmer (weil auch noch ein paar Blumen in den Kübel vor der Haustüre mußten). Also, wieder gewischt und wieder gesaugt. Den ganzen Tag habe ich hier rumgewerkelt, und trotzdem sieht es gar nicht so aus. Jetzt steht hier der Staubsauger mitten in der Bude sowie das Bügelbrett und der angefangene Bügelkorb. Außerdem müßte die Spülmaschine zum zweiten Mal heute ausgeräumt werden.  Aber ich habe keine Lust zu gar nix mehr.

Mein Mann hat heute eine länger dauernde Abendveranstaltung, meine Mädels sind (noch) nicht da und ich weiß gerade nichts mit mir anzufangen. Ist das nicht übel? Sowas macht mir schlechte Laune. Der Abend ist noch lang und ich habe jetzt schon zu gar nichts mehr Antrieb. Super. Was macht ihr abends so? Also, außer sinnvolle Arbeiten? Ich finde die Abende zwischen 18.00 und 21.00 Uhr eh am schlimmsten. Was tut man da? Ins Bett gehen? Fernseh gucken (meistens kommt eh nichts)? Doch noch was im Haushalt?

Für was habe ich mich gerade entschieden? Fürs Essen. Das auch noch. Zuviel und das falsche. Das nervt mich jetzt gerade noch mehr. Ich war so gut drauf mit der Ernährung, bis ich letzte Woche krank geworden bin. Da hatte ich so gar keinen Drang nach Salat und Co. Am Sonntag gab es wieder Eis mit Sahne und gestern sogar Pizza!! Ja, geht's noch? Ich hab so ein bißchen den Faden verloren und dann fällt es mir unheimlich schwer, weiterzumachen, obwohl ich das dringend tun sollte und natürlich auch tun möchte. Aber aus eigenem Antrieb funktioniert das manchmal nur recht schleppend.

Wie heißt es so schön: "Der Geist ist willig, das Fleisch ist schwach." Himmel ja, momentan auf jeden Fall. Vielleicht morgen früh walken? War ich auch schon ewig nicht mehr.

Ich bin genervt von mir selber...

Lebensratgeber

Ich lese gerne Biographien und/oder Ratgeber von interessanten Menschen. Bevorzugt von interessanten Frauen. Genauer gesagt, von Frauen, die ich persönlich für interessant halte. Manchmal begegnet mir irgendeine Frau im Fernsehen, die mich näher interessiert und ich google dann ein bißchen. Da kommen immer wieder Dinge zum Vorschein, die ich noch nicht wußte.

So habe ich am Sonntag Abend das Promi Dinner geguckt, dieses Mal war Christine Kaufmann dabei. Natürlich wußte ich wer sie ist, aber ich hätte sie eher so in die Ecke arrogant und snobistisch eingeordnet. Warum? Keine Ahnung, sie kam für mich so rüber. Aber live und in nature war sie mir wirklich mega sympathisch. Klar, sie ist ein ehemaliger Hollywood Star mit Allürchen, aber liebenswert, und ich fand sie ausgesprochen interessant.

Also habe ich mal wieder nachgegoogelt. Sie ist tatsächlich schon 67 Jahre alt (ich finde dafür sieht sie noch sehr gut aus) und hat einen sehr eigenen Humor. Sie kann über sich und ihre Ehen schmunzeln, sie war eine interessierte Gesprächspartnerin den anderen Gästen gegenüber und hat trotzdem ihre eigene Persönlichkeit, die so ganz anders war, als die der anderen, nicht versteckt. Alles in allem hat mich das neugierig gemacht, denn ich wußte nichts Genaueres, nur dass sie mal mit Tony Curtis verheiratet war und zwei erwachsene Töchter hat. Und wer kennt sie nicht als Rosenresli (ist zugegebenermaßen schon ziemlich lange her, aber immer noch sehr süß). Dass sie im Fernsehen irgendwelche Cremes verkauft war mir bekannt, aber nicht, dass sie auch etliche Bücher zum Thema Schönheit und Gesunderhaltung geschrieben hat. Ihr neuestes heißt "In Schönheit altern - Eros, Weisheit und Humor". Es geht wohl in all ihren Büchern immer sehr um die Selbstfindung der Frau. Also nicht nur um die reine äußere Schönheit, sondern um die Ausstrahlung im Ganzen. Das hätte ich so gar nicht von ihr erwartet.

Und (wer mich kennt, weiß, was jetzt kommt...), ich bin direkt rein zu amazon und habe geguckt. Ich habe 3 ihrer Bücher bestellt (zwei davon sind schon älter, aber sehr interessant).
Jetzt freue ich mich sehr darauf, die Haltung und Ansichten von ihr kennenzulernen.

Ich habe auch schon Bücher von Désirée Nick gelesen, obwohl ich sie persönlich gar nicht so mag, aber sie ist unbestritten eine interessante Persönlichkeit. Ebenso das Buch von Petra Gerster, verschiedenes von Sybille Weischenberg (was habe ich gelacht) und den Schönheitsratgeber von Sonya Kraus (nur ein paar Beispiele). Ich hole mir Impulse aus deren Büchern, mich inspiriert sowas. Das heißt nicht, dass ich alles toll und richtig finde, was die so schreiben, aber auf jeden Fall äußerst interessant. Auch erfolgreiche Frauen hatten immer wieder Phasen und Situationen im Leben, die nicht immer einfach waren. Und auch diese "Schönen" haben durchaus ihre Komplexe und Schwachstellen, die sie so gut wie möglich verbessern wollen.

Ich finde, gerade heute ist der Begriff "ein Vorbild haben oder suchen" oft sehr negativ behaftet. Das sieht dann so aus, als ob man völlig hirnverloren irgendeinem Vorbild nacheifert, auf Teufel komm raus, egal ob es zu einem paßt oder nicht. Ich finde das Wort "Orientierungshilfe, Orientierungsperson" irgendwie besser. Ich zum Beispiel bin nicht umgeben von weisen Menschen einer Großfamilie, von denen man sich das ein oder andere abgucken könnte oder von denen man eine gewisse Lebenserfahrung im Umgang mit den verschiedensten Dingen weitergegeben bekommt. Deshalb bin ich immer sehr neugierig auf solche Bücher. Auch wenn die Auswahl ausgesprochen subjektiv ausfällt, egal. Ich freue mich jedenfalls drauf.

Montag, 7. Mai 2012

Neue Woche

Was habt ihr euch für diese Woche denn so vorgenommen? Ich lese gerne die Freitags-Rückschauen von manchen Bloggerinnen. Das hat mich aber auf die Idee gebracht, eine Art "Wochenvorschau" bzw. Wochenvorausplan zu machen.

Diese Woche ist nichts spektakuläres geplant, aber es gibt viele kleine Dinge, die gemacht werden müssen.

Ich muß eine Hose vom Schneider abholen, zwei Uhren vom Juwelier, der neue Batterien reingemacht hat. Es steht ein Anruf beim Klempner aus zwecks Terminabsprache. Dann bräuchte ich einen Friseurtermin zwecks Ansatzfarbe. Und nochmal nachfassen beim Arzt zwecks Impfterminen. Ich schiebe so einen Krams ewig vor mir her.

Dann habe ich mir allgemein vorgenommen, ganz dringend mehr und intensiver auf mich und meine eigenen Bedürfnisse zu hören. Nicht, weil mir die anderen zuviel sind, sondern weil ich so oft nicht auf meinen Körper höre. Man hat bzw. ich habe so viele eingefahrene Gewohnheiten, die halt schon immer so waren, aber womöglich gar nicht mehr auf meine heutigen Bedürfnisse passen. Das geht nicht von heute auf morgen, aber ich möchte stetig daran arbeiten und dranbleiben. Es fängt an mit konsequenten Weglassen unnötiger Dinge, aber auch dem konsequentem Ausmisten also Entfernen unnötiger Dinge. Bei mir ist zum Beispiel das Schlafzimmer ein Raum, in dem sich immer wieder Dinge einschleichen, die da nicht hingehören (Bügelwäsche, Kartons, irgendwelcher Dekokrams, der sonst keinen Platz findet etc). Ich habe letzte Woche sehr gezielt alles weggeräumt bzw. weggeworfen, was da nicht hingehört. Und es erfreut meine Äugelein!!

Weiter geht's mit dem Austauschen und Ersetzen alter und verbrauchter Alltagsgegenstände (neuer Dosenöffner, Handmixer usw. zum Beispiel). Immerhin bin ich jetzt schon über 20 Jahre verheiratet, da darf man schon mal Haushaltsgegenstände erneuern, selbst  wenn sie noch einigermaßen funktionieren. Ich muss mir einfach bewußter machen, was ich wirklich brauche und was nicht.

Dann möchte ich mehr Bücher lesen. Es interessieren mich soviele. Erst heute habe ich wieder einige bei amazon bestellt. Und es liegensowies noch einige so auf meinem Stapel, die gelesen werden möchten.

Dann (ganz großes Vorhaben) meine Klamotten systematisch durchforsten und alles, was ich nicht anziehe, wirklich wegtun. Das dauert bestimmt länger als eine Woche, aber ich bin dran. Ich möchte einen Kleiderschrank, der nur Sachen enthält, die mir alle passen und die idealerweise super untereinander zu kombinieren sind. (Da ich letzte Woche ja ein paar Tage krank war habe ich in diesem Sinne schon mal ein paar Bestellungen losgelassen).

Und last but not least sehr konkret jeden Tag vieeeel frisches Obst und Gemüse essen. Habe heute schon frische Ananas verspeist.

So, ihr seht, es ist nichty Großartiges irgendwie, aber doch sehr wichtig für mich. Viele kleine Schritte geben irgendwann auch ein Stück. Jeden Tag ein bißchen wohler fühlen und alles ein bißchen schöner machen. Das wäre doch toll!


Samstag, 5. Mai 2012

Tschüß Glossy Box - wir müssen uns leider trennen

Heute hat die Glossy Box eine weitere Abonnentin verloren. Mich! Ich werde sicherlich nicht die einzige bleiben, denn das, was mir da heute ins Haus geschickt wurde, ist wirklich eher eine Frechheit.

Zum ersten ist heute schon der 5. Mai und es handelt sich um die April Box. Die Verzögerung wurde angekündigt mit der Begründung, dass kurzfristig ein weiteres besonders interessantes Beauty-Produkt in Box kommen sollte. Welches das wohl war? Bei mir habe ich nichts dergleichen gefunden. Es waren zwar 6 Dinge drin, aaaber... Schaut mal selbst:

1. Ein Mineral-Blusher im Minidöschen.    
    Das linke ist eine normale Postkarte, damit die Größenverhältnisse mal zu sehen sind.
    In diese Mini-Dose kommt man mit keinem Rougepinsel rein. Also muß der Blusher auf
    den Handrücken und von da auf den Pinsel. Bloß: Die Dose hat kein Sieb, kein gar nichts,
    wenn ich die umdrehe, habe ich den ganzen losen Puder auf der Hand. Die Farbe nennt sich
    velvet dawn und verschwindet ins Unsichtbare, selbst wenn man sie mit dem Finger auftupft.
    Sehr hell, kaum sichtbar, kann ich nicht gebrauchen. Absoluter Fail!




2. Ein angeblicher Kajal. Für mich ist das ein Eyeliner, steht auch so drauf, aber nun ja.
    Ich habe ewig gebraucht, um ihn rauszudrehen, er ist hart und gibt die Farbe schlecht ab.
    Auf dem Handrücken habe ich ihn ausprobiert und finde ihn eindeutig schwarz. Soll aber
    Aubergine sein. Nun ja, egal, am Auge gibt er eh keine Farbe ab. Angeblich läßt er sich
    "leicht auftragen". Auf Papier vielleicht, nicht auf der Haut. Fail!!!


Ist doch schwarz, oder nicht?




3. Ein Lipgloss. Ich liebe (eigentlich) Lipgloss. Dieser hier schmeckt künstlich nach Erdbeer oder
    Himbeer Kaugummi oder sowas, erinnert mich an die Pflegestifte von kleinen Mädchen.
    Auf den Lippen läßt er sich leider nicht gleichmäßig auftragen, er ist irgendwie zu zäh. Ich
    müsste das noch mit einem Pinsel probieren, dann wäre das das einzige halbwegs brauch-
    bare Produkt, wenn die Farbe auch sehr knallig geraten ist. Aber der Geschmack geht gar nicht.


Sieht man das? So eine Art zähe Pampe, viel zu dickflüssig, mehr  wie Bastelfarbe, nicht wie ein Gloss.


4. Ein Pröbchen Handcreme von Scheller (kriege ich fast jedesmal in der Apotheke). Umsonst!




5. Ein Pröbchen von Eubos. (schönesProdukt, aber ich habe letzte Woche ein ganzes Sortiment
    davon erhalten, nicht nur ein Pröbchen). Und auch diese Pröbchen erhält man in der
    Apotheke Umsonst!



6. Ein Parfümpröbchen von Thomas Sabo (gibt es in Parfümerien, zum Beispiel Douglas).
    Umsonst!



Das hat mich nun bewogen, das Abonnement sofort zu kündigen. Drei gewöhnliche Pröbchen und drei Produkte, von denen ich eher den Eindruck habe, dass sie nicht mehr per Verkauf unter die Leute gebracht werden können. Und das in Zukunft für 15 Euro! Nein danke.

Ich werde mal die Douglas Box anschauen, denn die Grundidee finde ich nach wie vor ganz schön und interessant.

Tja, liebe Glossy Box, bei aller Liebe zur Kosmetik, veräppeln können wir uns selber! Ich glaube nicht, dass die Glossy Box sich noch lange halten kann.