Sonntag, 29. April 2012

Feng Shui gegen das Gerümpel im Alltag

Ich lese gerade das Buch von Karen Kingston "Feng Shui - Gegen das Gerümpel im Alltag". Ich lese allgemein gerne solche Ratgeber, denn momentan bin ich sozusagen auf dem "Aufräum- und Wegschmeiß-Trip". Ist aber wirklich nicht so einfach, denn die meisten Dinge sind "noch gut", nicht kaputt oder so, sie waren vielleicht mal teuer oder sie waren ein Geschenk oder ich fand sie irgendwann mal schön und verbinde Erinnerungen damit. Diese Teile lagern in großen Umzugskisten auf meinem Dachboden (z.B. alte Schulunterlagen, Spielzeug der Kinder, alte Gardinen, alte Bücher und Dekokrams für Weihnachten, Ostern, Halloween usw.). Im Wohnzimmerschrank befinden sich zig Gläser, Platten und Kerzen, Krüge, wieder Dekokrams, ein teures Service das mal ein Geschenk meiner Mutter war, das ich aber nie benutze, Bestecke und was weiß ich. Der Schrank ist jedenfalls voll. Genauso im Arbeitszimmer. Selten benutzte Pizzateller, Gläser, Eisbecher, Vasen usw. usw. Wer kennt das nicht. Wenn ich irgend so ein Teil in die Hand nehme, denke ich, das ist noch gut und irgendwie wertig, nicht wertvoll, aber  es hat ja trotzdem mal Geld gekostet. Ich bin wirklich kein Sammler und Horter, aber ich habe da irgendwie eine Hemmschwelle, solche Dinge wegzuwerfen. Ich würde mir großspurig, undankbar und allsowas in diese Richtung vorkommen.

In diesem Buch werden nun viele sehr eindrucksvolle Beispiele geliefert. Eins davon ist die Tatsache, dass man bei seinem Kleiderschrank nur ca. 20 % der vorhandene Teile trägt. Und zwar immer wieder. Die anderen gar nicht bis ganz selten. Trotzdem waren sie mal teuer, modern, schön oder irgendwas. Will ich meine Schränke und auch mein Leben mit 80 % Krams vollpropfen, der mir nur im Weg rumgeht? Wäre es nicht toll, einen Schrank zu haben, in dem lauter tragbare Lieblingssachen hängen?

Einen Wohnzimmerschrank mit den benutzten Gläsern, die ich mag? Einen Küchenschrank mit zueinanderpassenden Tassen und nicht noch zusätzlich mit den restlichen übriggebliebenen Teilen, die ich seit ich selbständig bin habe und die halt noch nicht kaputtgegangen sind? Wird mir das in einer evtl. Notlage mal leid tun? Wäre ich großspurig? Fragen über Fragen.

Und über allem der erhobene Zeigefinger meiner Mutter: "Du wirst schon noch das Sparen lernen".

Trotzdem denke ich, dass ich mir nicht die Frage stellen sollte, was das mal gekostet hat, sondern was es mit bringen würde, wenn ich den freien Platz gewinnen würde. Soll ich wirklich den Osterteller für 1 Euro ein Jahr lang durch die Schränke ziehen, um ihn nächstes Jahr doch nicht mehr zu finden? Wäre es nicht besser, ihn gleich wegzuwerfen und die dadurch entstandene Ordnung zu genießen?

Die 20% / 80 % Theorie finde ich sehr nachvollziehbar. Ich will mich nicht mit 80 % Krams belasten, der mich nur behindert bzw. den ich nicht brauche.

Man lernt im Leben nie aus. Morgen gehe ich mal an meinen Kleiderschrank.

Ofenkartoffeln mit grünem Spargel à la Tim Mälzer

Als vor vielen Jahren die ersten Fernsehsendungen mit Tim Mälzer "Schmeckt nicht, gibt's nicht" starteten, war ich von Anfang an ein großer Fan. Dieser freche unkonventionelle junge Mann hatte eine ganz neue Art des Kochens. Etwas grobmotorisch, einfach anders als die bisherigen Sterneköche, nicht so ernst und lehrmeisterhaft, immer mit einer mords Sauerei in der Küche und absolut lecker. Hat mich sehr angesprochen, war so realitätsnah.  Ich habe viele viele von diesen Koch-Heftchen gekauft:


Und natürlich auch ein Kochbuch:


Als der erste Hype vorbei war und es etwas stiller um ihn wurde, bin ich ihm durchaus mal mit Jamie Oliver oder Ralf Zacherl "fremdgegangen". Aber immer wieder zu ihm zurückgekommen!

So auch vor ein paar Tagen, da habe ich das aktuelle Mai Heft über die leichte Frühlingsküche gekauft. (Habe ja erst ca. 5 Regal-Meter Kochbücher und Heftchen).

Aus diesem Mai-Heftchen stammt mein heutiges Mittagessen, das wirklich sehr lecker war, schnell zu machen war und außerdem noch leicht und gesund ist.


Ofenkartoffeln mit grünem Spargel vom Blech, dazu ein Joghurt-Dip mit Ziegenfrischkäse!
Zuerst wurden die Biokartoffeln auf dem Blech vorgebacken, etwas später kam der grüne Spargel mit drauf. Das hat wirklich keine Arbeit gemacht. Ich habe alle Zutaten vorher in einem Gefrierbeutel geschwenkt, in den ich 2 Teelöffel Olivenöl gegeben hatte. Das macht keine Sauerei und man kommt mit ganz wenig Öl aus. 
In der Zwischenzeit habe ich den Joghurt Dip mit schön Knoblauch, frischen Kräutern und Ziegenfrischkäse gemacht.
Mein Mann hat noch ein Steak dazugekriegt, fertig.

Das mache ich auf jeden Fall mal wieder!!

Ohne das Fleisch hat eine Portion nur ca. 280 kcal. Es sind gute Kohlenhydrate drin (Kartoffeln), gutes Fett (Olivenöl), viele Ballaststoffe (Spargel) und als Eiweißquelle dient der Joghurt.

Die nächsten Tage weiß ich schon, was ich noch alles nachkochen werde. Stammt alles aus diesem Heftchen:

- Hähnchen mit Kokosspinat
- Salat mit Räucherforelle
- Gemüserösti vom Blech
- Lachs mit Frischkäsesoße auf Zucchini-Gemüse
- Überbackener Spargel
- Kräuterkohlrabi mit Hackbällchen
- Frühlingssalat mit Hähnchenstreifen

Wer auch Lust auf leichte Rezepte gekriegt hat, das Mai Heftchen gibt's aktuell im Zeitschriftenhandel für 2,90 Euro. Lohnenswerte Investition!







Samstag, 28. April 2012

67,5 kg!!

Heute früh sagte die Waage: 67. 5 kg. Ist das nicht toll? Ich habe schon lange keine 67 mehr vor dem Komma gehabt. Ich fühle mich energiegeladen und frisch. Mir tut das viele Gemüse einfach nur gut. Und die vielen Erdbeeren. Ich mag das alles halt auch wirklich sehr gerne, muß mich nicht wirklich kasteien.

Für morgen habe ich Spargel gekauft, zum Frühstück gibt es wie immer Erdbeerquark, und abends irgendeinen schönen Salat. Die Sonne tut das ihrige und sorgt für gute Laune. Außerdem war ich heute beim Friseur.

Mit meinen Mädels habe ich gerade wieder sehr viele überflüssige und nervtötende Diskussionen. Aber so ist das halt . Ich gebe mir Mühe und es kommt falsch an. Nun ja. Generationenproblem. Tut halt sehr oft unnötig weh. Ich lerne ganz langsam, was ich will und was nicht. Ich konnte (durfte) es bisher nicht ausleben und weiß deshalb oft gar nicht, wie ich mich entscheiden soll. Wenn dann noch "Gegenwind" kommt, ist es schwer. Aber es wird. Gaaaanz langsam, aber sicher.

So, jetzt gucke ich DSDS.  Bin für Daniele (darf man das sagen in meinem Alter??) Ich sag's  einfach.

Schönen Abend !!


Wie aktualisiere ich meine Leseliste ??

Ich wollte heute mal die Liste der Blogs, die ich so lese, aktualisieren und einige löschen, die nicht mehr bloggen oder die mich einfach nicht mehr so interessieren. Ich weiß aber nicht wie. Danke neue Blogger-Oberfläche! Es erscheint nur hinzufügen und ich will nichts hinzufügen, sondern löschen!

Kann mir einer helfen und sagen, wie es geht??

Danke!!

LG Eva

Freitag, 27. April 2012

Abnehmen läuft immer noch

Kurze Durchsage: 68,1 kg, hihi. Ich freue mich! Ich habe zwar zwischendurch ganz schön Hunger, aber macht nix.

Ich muß nur durchhalten, denn ich nehme "eigentlich" leicht ab.

Auf zum Erdbeerquark!


Donnerstag, 26. April 2012

Projekt Abnehmen läuft

Heute mein zweiter, sehr reduzierter Tag:

Frühstück:

Quark mit Erdbeeren und einem Eßl. Knusperleinsamen

Um 10 Uhr bei der Arbeit hat mir fürchterlich der Magen geknurrt. Da habe ich ein paar Nußkerne aus meiner Nußkernmischung (Paranüsse, Walnüsse, Haselnüsse, Cashews, Mandeln) gegessen. Und 0,5 l Mineralwasser hinterher getrunken. Das hat erstmal gesättigt.


Mittagessen: Eisbergsalat mit Joghurtdressing, Champignons und Radieschen

Dann Mama-Taxi-Dienst und vor 19.30 Uhr keine Chance auf Abendessen. Huuuuunger!

Abendessen: Blumenkohlröschen und Broccoliröschen gekocht, gut gewürzt und mit 2 Scheiben Gouda in der Mikrowelle überbacken.

Nach ein paar Gabeln hab ich gemerkt, wenn ich weiter esse, dann wird's mir übel. Der Käse war einfach zu fettig nach einem Tag mit relativ wenig Essen. Also hab ich es gelassen. Ich bin fettiges Essen einfach nicht gewöhnt. Und die Organisation war blöd heute. Normalerweise esse ich früher als 19.30 Uhr.

Aber ich bleibe dabei. Morgens Obst mit Quark, mittags Salat, abends gekochtes Gemüse. Morgen vielleicht wieder Spargel. Den vertrage ich sehr gut.

Morgen gehe ich auf die Waage. Mal sehen. Es sollte sich auf jeden Fall was getan haben, sonst bin ich frustriert.

Mittwoch, 25. April 2012

Bin schon wach und habe neue Energie

Heute bin ich schon länger wach, weil mein Göttergatte wieder mitten in der Nacht auf einen Geschäftstrip gestartet ist. Danach konnte ich nicht mehr einschlafen. Ich bin gemütlich wach geworden, mit dem Blick aus dem Schlafzimmerfenster und einer Tasse Kaffee am Bett. Ich mag das lieber, als wenn man beim Weckerklingeln sofort rausspringen muß.
Und was sehen meine Äugelein? Sonne! Jawohl! Es sieht tatsächlich so aus, als ob es heute mal ein heller Tag wird. Die letzten Tage sind mir mächtig auf den Geist gegangen, es hat wirklich im Minutentakt geregnet, gewittert, dann gestürmt, furchtbar. Heute ist meine Stimmung genauso erheitert wie das Wetter, obwohl ich so wenig geschlafen habe.

Und wenn ich wach im Bett liege, statt zu schlafen, dann läßt es sich wunderbar denken und Pläne schmieden. Ich bin ja immer noch dran, abzunehmen und meinen Bauchumfang zu reduzieren, der Rest ist ganz ok. Und da sich das Gemüse- und Obstsortiment momentan geradezu anbietet, sich gesund und fettarm und kohlenhydratarm zu ernähren, möchte ich die nächsten Tage folgendes durchziehen und gucken, was gewichtstechnisch so passiert:

1. Frühstück: Quark mit frischen Früchten, am liebsten mit Erdbeern (die ersten deutschen
    schmecken schon ganz gut. Alternativ TK Himbeeren oder Heidelbeeren.

Wenn ein Snack notwendig werden sollte, dann ein paar Nußkerne. Meistens geht es ohne.

2. Mittags: Salat aus allem, was die Natur so hergibt. Ich liebe Rucola mit Spargel, oder Eisberg
    mit Radieschen oder Spinatsalat oder oder... Selbst wenn man mal Erdbeeren oder frische
    Ananas in den Salat mischt, dann mag ich das sehr. Ein paar Kürbis- oder Sonnenblumenkerne
    drüber. Fertig.
    Ich habe allerdings gemerkt, dass ich mehr Eiweiß zu mir nehmen muß, damit ich auch wirklich
    länger satt bin. Dazu habe ich mir kleine Ziegenfrischkäse-Rädchen gekauft. Die kann man gut
    dazu essen.
    Mittags ist Salat einfach besser für mich als abends.

3.  Abends: Gekochtes Gemüse. Man soll möglichst viele verschiedenfarbige Gemüse nehmen.
     Gestern habe ich allerdings eine große Portion Spargel gegessen (ziemlich farblos),
     war aber trotzdem gut gesättigt. Allerdings habe ich heute Nacht die entwässernde Wirkung
     doch sehr gemerkt!
     Heute abend gibt es vermutlich ein Ratatouille, darüber ein bißchen Parmesan.

Das ist sozusagen eine "Diät"-Mischform à la Eva. Ich verzichte auf  nichts, werde auch mal Hähnchenstreifen zum Salat essen, aber der Schwerpunkt liegt auf Gemüse und Obst. Mir kommt das sehr entgegen, ich mag das alles sehr. Und heute hatte ich schon ein paar Gramm weniger.
Ich starte also mit 68,8 kg in eine neue Runde und werde dieses Mal keine Ruhe geben, bis die 64 erreicht sind. Müßte machbar sein.

Je nach Zeit kann ich Sport einschieben und natürlich werde ich viel Wasser und Tee trinken, aber auch ab und zu mal ein Glas Weißwein zum Spargel. Das muß drin sein.

Motivation: Ich habe mir gestern eine supersüße 3/4 schwarze Jeans gekauft, ganz schmal geschnitten, so im Audrey Hepburn Style, sie paßt, aber sitzt am Bund aber gut eng. Das soll sich ändern! Außerdem ist bald Abi-Ball von Tochterkind 1, der Sommer kommt und ich will ja nicht im   Einmann-Zelt schwimmen gehen. So, jetzt gehe ich Quark essen!





Dienstag, 24. April 2012

Nachdenkliches

Ich bin zufällig auf einen eigentlich sehr schönen Text gestoßen. Allerdings ist er ziemlich tiefgängig und man sollte sich Zeit nehmen, ihn zu lesen und darüber nachzudenken. Man sollte ihn nicht so nebenbei überfliegen. Es finden sich viele gute Gedanken darin (auch wenn ich nicht mit allem im Detail einverstanden bin).

Leider ist er sehr ausführlich und lang geschrieben. Diesen Stil mag ich nicht so, man sollte sich etwas kürzer fassen können. Oft kommt es zu unnützen Ausführungen und Abschweifungen. Ich würde am liebsten mit einem dicken Marker-Stift das Wichtigste aus dem Text herausholen. Das wäre dann wesentlich kompakter.

Trotzdem möchte ich ihn euch weitergeben, bin gespannt, was ihr dazu meint. Schnappt euch eine Tasse Tee oder Kaffee und lest los:

Hier die Quelle:
Aus "Johannes“ von Heinz Körner
Lucy Körner Verlag Fellbach, 41.Auflage, 2000, ISBN 3-92228-00-4

Ein Teil des Textes aus "Von der Schwierigkeit zu lieben, Maßstäbe des Menschlichen"
von Tobias Brocher, Kreuz Verlag Stuttgart, 12. Auflage, 1975, ISBN 3-7831-1520-5


Die Maske

Bitte höre, was ich nicht sage!

Lass dich nicht von mir narren. Lass dich nicht durch das Gesicht täuschen, das ich mache. Den ich trage tausend Masken - Masken, die ich fürchte abzulegen. Und keine davon bin ich. So tun als ob, ist eine Kunst, die mir zur zweiten Natur wurde. Aber lass dich dadurch nicht täuschen, um Himmels Willen, lass dich nicht von mir narren. Ich mache den Eindruck, als sei ich umgänglich, als sei alles sonnig und heiter in mir, innen wie außen, als sei mein Name Vertrauen und mein Spiel Kühle, als sei ich ein stilles Wasser und als könne ich über alles bestimmen, so als brauchte ich niemanden.

Aber glaub mir nicht!

Mein Äußeres mag sicher erscheinen, aber es ist meine Maske. Darunter bin ich wie ich wirklich bin: Verwirrt, in Furcht und allein. Aber ich verberge das. Ich möchte nicht, dass es irgend jemand merkt. Beim bloßen Gedanken an meine Schwächen bekomme ich Angst und fürchte mich davor, mich anderen überhaupt auszusetzen. Gerade deshalb erfinde ich verzweifelt Masken, hinter denen ich mich verbergen kann: Eine lässige, kluge Fassade, die mir hilft, etwas vorzutäuschen, die mich vor dem wissenden Blick sichert, der mich erkennen würde. Dabei wäre dieser Blick gerade meine Rettung. Und ich weiß es. Wenn es jemand wäre, der mich annimmt und mich liebt. Das ist das einzige, das mir die Sicherheit geben würde, die ich mir selbst nicht geben kann: dass ich wirklich etwas wert bin.

Aber das sage ich dir nicht. Ich wage es nicht. Ich habe Angst davor. Ich habe Angst, dass dein Blick nicht von Annahme und Liebe begleitet wird. Ich fürchte, du wirst gering von mir denken und über mich lachen.  Und dein Lachen würde mich umbringen. Ich habe Angst, dass ich tief drinnen in mir selbst nichts bin, nichts wert, und dass du das siehst und mich abweisen wirst.

So spiele ich mein Spiel, mein verzweifeltes Spiel: eine sichere Fassade außen und ein zitterndes Kind innen. Ich rede daher im gängigen Ton oberflächlichen Geschwätzes. Ich erzähle dir alles, was wirklich nichts ist, und nichts von alldem, was wirklich ist, was in mir schreit; deshalb lass dich nicht täuschen von dem, was ich aus Gewohnheit rede.

Bitte höre sorgfältig hin und versuche zu hören, was ich NICHT sage, was ich so gerne sagen möchte, was ich um des Überlebens willen rede und was ich nicht sagen kann. Ich verabscheue dieses Versteckspiel, das ich da aufführe. Es ist ein oberflächliches, unechtes Spiel. Ich möchte wirklich echt und spontan sein können, einfach ich selbst, aber du musst mir helfen. du musst deine Hand ausstrecken, selbst wenn es gerade das letzte zu sein scheint, was ich mir wünsche. Nur du kannst mich zum Leben rufen. Jedes Mal, wenn du freundlich und gut bist und mir Mut machst,  jedes Mal, wenn du zu verstehen suchst, weil du dich wirklich um mich sorgst, bekommt mein Herz Flügel - sehr kleine Flügel, sehr brüchige Schwingen, aber Flügel!

Dein Gespür und die Kraft deines Verstehens geben mir Leben. Ich möchte, dass du das weißt. Ich möchte, das du weißt, wie wichtig du für mich bist, wie sehr du aus mir den Menschen machen kannst, der ich wirklich bin, - wenn du willst.

Bitte, ich wünschte, du wolltest es. Du  kannst die Wand niederreißen, hinter der ich zittere. Du allein kannst mir die Maske abnehmen, Du allein kannst mich aus meiner Schattenwelt, aus Angst und Unsicherheit befreien, aus meiner Einsamkeit. Übersieh mich nicht.  Bitte übergeh mich nicht! Es wird nicht leicht für dich sein. Die lang andauernde Überzeugung, wertlos zu sein, schafft dicke Mauern. Je näher du mir kommst, desto blinder schlage ich zurück. Ich wehre mich gegen das, wonach ich schreie.  Aber man hat mir gesagt, das Liebe stärker sei als jeder Schutzwall und darauf hoffe ich.

Wer ich bin, willst du wissen?

Ich bin jemand, den du sehr gut kennst. Denn ich bin jedermann, den Du triffst, jeder Mann und jede Frau, die Dir begegnen.

Du wirst diese Zeilen lesen.  Deine Augen werden die Buchstaben sehen, dein Gehirn wird die Wörter erkennen und Sätze daraus bereiten.  Doch schon manches Buch hat dies für dich bedeutet, ohne dass dir Erkenntnis zuteil wurde.

Diese Zeilen mögen mehr für dich sein, wenn du willst und bereit bist. Öffne dich mit all deinen Sinnen, wenn diese Zeilen vor dir liegen. Sieh mit deinen Augen und höre mit deinen Ohren, rieche mit deiner Nase und schmecke mit deinem Mund und taste und spüre mit deiner Haut.  Und auch jene Sinne brauchst du, deren sich die Menschen nur selten erinnern.  Fühle mit deinem Körper, denke mit deinem Gehirn und erkenne mit deiner Seele.

Nimm diese Zeilen mit all deinen Sinnen auf, und du wirst sehen, was es für dich bereit hält.  Denn dies ist nicht nur ein Buch zum Lesen, sondern du wirst Schritte mit ihm tun, welche dir Kraft und Wahrheit geben.

Nicht jede Zeile mag für dich richtig sein.  Doch jeder Satz verdient deine Aufmerksamkeit, damit du darüber nachdenken und fühlen und sehen mögest. Überdenke die Worte wohl und reiflich, doch wirf sie nicht einfach weg, denn in jedem könnte deine Wahrheit sein.

Sei wachsam und kritisch bei jedem Satz, doch sei auch auf der Hut dir selbst gegenüber.  Denn niemand kann dich so gut belügen und betrügen wie du selbst.

Dreierlei ist in dir vereint.  Es sind dies Körper, Geist und Seele.  Sie bilden eine harmonische Einheit, und kein Teil soll über die anderen Teile herrschen.  Weder Körper noch Geist noch Seele kann ohne die anderen Teile gut und gesund sein.  Und keiner dieser Teile soll vergessen werden, denn die anderen Teile werden krank daran.

Für viele Menschen ist der Körper ein lästiges Übel und mit Schmutz und Sünde behaftet.  Für andere dient er nur als nutzlose Hülle für den Geist, und sie geben nicht acht auf ihn.  Und es gibt solche, die sehen im Körper für dieses Leben nur den Träger der Seele.

Alle jene haben nicht erkannt, dass Körper, Geist und Seele eine Einheit sind.  Sie lassen ihre Körper brachliegen wie ein fruchtbares Feld, das niemand bestellen will.  Sie füllen ihre Körper mit künstlichen Stoffen und falscher Nahrung.  Sie vergiften ihre Organe mit flüchtigen Genüssen.  Sie bewegen ihre Glieder nicht, sondern schleppen sie mit sich herum. Ihre Körper sehen die Sonne nicht und spüren nicht den Wind.  Sie alle pflegen ihre Besitztümer mehr als ihre Körper.

Die Freuden, die der Körper zu schenken vermag, werden verleugnet und mit Schmutz beworfen, damit niemand einem anderen das gebe, was der Körper zu geben hat und wonach er dürstet.

Die Hilferufe des gereinigten Körpers werden mit Lärm übertönt und mit Giften unterdrückt.  Und so wird der Körper bleich und aufgedunsen, schlaff und kraftlos.  So hat er kranke Haut und schwächliches Fleisch. Solche Körper sind hässlich anzuschauen und bereiten keine Freude.

Verleugne deinen Körper nicht und verstecke ihn nicht, sondern erfreue dich an seiner wunderbaren Vielfalt und Schönheit.  Lass deinen Körper nicht verkommen, sondern fühle, was er dir zu sagen hat.  Bewege deinen Körper, zeig ihm die Sonne und den Wind.  Lass ihn frei atmen und frei leben, und du wirst sehen, dass er auch dir Freude bereiten wird.

Gib acht auf dein Essen und Trinken und quäle deinen Körper nicht mit Giften, die Genuss versprechen und krank machen.  Es ist nicht gut, wenn du nur an morgen denkst und nicht an übermorgen.

Und bedenke, dass der ganze Kosmos, seien es Sonne, Mond und Sterne oder sei es das kleinste Wesen in einer Wasserpfütze, ihren Rhythmus haben, damit das wunderbare Gefüge nicht durcheinander gerate. Höre auch du in der Stille auf den Rhythmus deines Körpers und zwänge ihm keinen anderen auf.  Lass ihn zu seiner und zu deiner Freude Körper sein.

Die Welt scheint nur noch vom Geist beherrscht.  Der Verstand ist das Maß aller Dinge, wohin du auch blickst.  Und dennoch bleibt überall nur Dummheit übrig.

Viele Menschen scheinen keinen Geist zu Haben.  Stumpf und geistlos leben sie dahin. Andere machen ihren Geist gottähnlich, ruhelos versuchen sie, mit dem Verstand Erkenntnis zu gewinnen.  Wieder andere glauben, sie lebten ganz ihrer Seele und bekämpfen den Gebrauch des Geistes.

Sie alle übersehen die Einheit von Körper, Geist und Seele. In deiner Umwelt wird der Verstand auf einen Thron gesetzt, der ihm nicht gebührt. Vom ersten Tag an wird der Geist eines Menschen in einem Maße geschult, das die Harmonie des Ganzen stört.  Alles wird mit dem Geist zerlegt, seien es die Schönheiten der Natur oder die Zärtlichkeit zwischen den Menschen, sei es, was auch immer du willst.

Allzu viele gibt es, die mit ihrem Geist nur glänzen, doch ihn nicht wirklich zu gebrauchen wissen. Überall kannst du das Ergebnis von körper- und seelenlosem Geist finden und sehen, dass auch der Verstand nur wirklich klar und rein sein kann, wenn ihm der rechte Platz neben Körper und Seele zugewiesen wird.

Prüfe deshalb, ob dein Geist dir jene Besonnenheit zu geben vermag, die für ein erfülltes Leben ist wie das Wasser für die Wüste.  Verwechsle niemals pures Wissen mit dem richtigen Gebrauch des Geistes, denn Denken ist mehr als das Sammeln von Informationen.  Dein Wissen mag trügerisch sein.  Bedenke das immer und treffe deine Entscheidungen mit Bedacht.  Weit größeres Wissen gibt es, als du es zur Verfügung hast.

Gib deinem Geist bisweilen die Stille und Ruhe, deren er ebenso bedarf wie dein Körper und deine Seele.  Ein ruheloser Geist ist wie ein hungerndes Raubtier, und er verliert seine besten Fähigkeiten.

Doch vergiss auch niemals, dass dein Geist eine wunderbare Gabe ist.  An seinem rechten Platz ist er ein Segen für die Menschen.  Es ist Verschwendung, wenn jemand die Regungen des Körpers und die Weisheit der Seele höher bewertet als die Kraft des Geistes.

Die Seele der Menschen scheint in der Hetze und Oberflächlichkeit des Lebens, in der Flucht nach Besitz und dem Streben nach flüchtigen Erfolgen verloren gegangen.  Doch für ein erfülltes und zufriedenes Leben ist die Seele wie der Trunk für den Wanderer in der Wüste.

Viele Menschen leben dumpf und träge dahin und nehmen die Regungen ihrer Seele nicht wahr.  Andere bemühen sich jeden Tag, die Weisheit der Seele zu leugnen und zu widerlegen.  Und es gibt solche, die nur auf die Seele achten und dabei das Leben vergessen.  Sie haben die Einheit von Körper, Geist und Seele nicht begriffen.

In deiner Umwelt geht es den Menschen besser als jemals zuvor.  Und dennoch leben sie ohne Rast und Ruhe und werden von tiefer Unzufriedenheit getrieben.  Doch wenn die Seele in stillen Augenblicken sich regt, so hören sie nicht aufmerksam zu, sondern geben ihrem Verstand Macht und Kontrolle über sie, damit er beweise, dass es keine Seele gibt.  All jene werden seelenlose Sklaven ihres Geistes, der doch ohne Seele nicht klar sein kann.

Andere haben ihre Seele verkauft.  Sie gehört nicht mehr ihnen, sondern irgendeinem Teufel oder irgendeinem Gott.  Sie meinen, sie wären gut und fromm, doch in Wahrheit sind auch sie ohne Seele.  Denn die Seele eines jeden Menschen wird krank ohne den Geist und ohne den Körper.

Ohne deine Seele bist du von morgens bis abends und von Frühjahr bis Winter auf der Suche und findest doch nichts.  Du irrst umher und kannst die wirklichen Dinge nicht mehr erkennen.  Du klammerst dich an Unwirkliches und Vergängliches und fragst dich, warum du Glück und Zufriedenheit vergeblich suchst.  Ruhelos wirst du immer neuen Zielen folgen, hinter welche du wieder neue Ziele steckst.  Doch diese Ziele blenden dich, du siehst deinen wirklichen Weg nicht und kannst die wirklichen Ziele nicht mehr sehen.  Denn es gibt Ziele, die du nicht sehen kannst, wenn du nicht ruhig und gemessen durch deine Tage schreitest, um dir Zeit für die Wirklichkeit und das wahre Leben zu nehmen.

Gib deiner Seele die Stille, die sie braucht, um sich hörbar zu machen, denn die Stimme deiner Seele ist leise und ihre Kraft kann nur in der Stille erblühen.  Erst dann wird deine Seele dich mit Leben erfüllen und du wirst so sein, wie du wirklich bist.

Du bist du.  Niemals wirst du in deinem Leben jemand anderes sein.  Darum nimm dich an als der, welcher du bist, denn du musst dein ganzes Leben mit dir verbringen.

Viele Jahre hast du dich versteckt, damit du dich nicht sehen konntest und damit dich kein anderer fände.  Doch war es zwecklos, denn oft hast du dich selbst erkannt und oft haben andere deine Tarnung durchschaut.

Manche gibt es, die erkannt haben, dass hinter deinem Versteck ein Mensch ist, wie sie ihn selber hinter ihrer Tarnung verstecken.  Doch sie hatten nicht den Mut, sich dir zu zeigen und dir zu sagen, dass sie dich gesehen haben.

Wenn du leben willst, komm heraus aus deinem Versteck, damit du gesehen und erkannt wirst.  Denn nur wer dich sieht und dich erkennt, wird dich lieb haben können.  Entscheide, ob du in Sicherheit und Einsamkeit versteckt bleiben willst oder ob du endlich hervortreten willst ins Leben, damit andere dich sehen und erkennen und lieben können. Auch die anderen werden dann den Mut finden, um sich dir zu zeigen, denn sie können dir dann furchtlos gegenübertreten.

Wer sich versteckt, hat nur geringe Bewegungsfreiheit, denn er muss dauernd darauf achten, nichts von sich zu zeigen.  Wer aber sein Versteck verlassen hat, der ist frei.  Er hat auf einmal Platz und kann gehen, wohin er will, denn er muss sich nicht mehr ängstlich verbergen.

Du bist dann frei von der Angst, was ein anderer Über dich denken mag oder wie du auf andere wirkst.  Und die anderen werden frei von der Angst, was du über sie denken magst oder wie sie auf dich wirken, denn sie können es sehen und wissen.

Jetzt bist du frei, zu tun, was immer du willst.  Du kannst entscheiden, an wessen Meinung dir etwas liegt oder welche Abhängigkeiten du aufgeben oder behalten willst.

Wer keine Zeit für sich selber hat, der hat zu wenig Zeit Nimm dir Zeit für dich und besinne dich auf dich selbst, denn es wird nicht leicht sein, ohne Versteck zu leben und frei zu sein.

Du hast nicht mehr und nicht weniger Zeit als von Morgen zu Morgen und von Frühling zu Frühling. Viele leben nur in Angst, etwas zu versäumen.  So hetzten sie durchs Leben und versäumen gerade durch ihre Eile das Wesentliche.  Denn ein Gehetzter wird jeden Tag aufs neue an sich und den anderen vorbei hasten.

Die Hast eines Menschen sieht eher aus wie Flucht.  Geschäftigkeit heißt noch nicht, dass viel getan ist.  Beschaulichkeit kann viel mehr tun.  Und das Leben wird sich vor dir erst entfalten, wenn du dir Zeit dafür nimmst.

Du bist es wert, dass du dir Zeit nimmst für dich und dein Leben.  Eile nicht an dir selbst vorbei, sonst wirst du dich niemals finden.

Gleichmäßigkeit und Rhythmus können mehr leisten, als du zu denken wagst. Wer in Eile ist, handelt oft falsch, doch wer sich Zeit nimmt, der wird tiefer leben als der Eilige.

Wie oft eilst du, um Zeit zu sparen.  Und die vermeintlich gesparte Zeit brauchst du dann, um dich von der Hetze deines Lebens zu erholen.  Viele sparen dauernd Zeit und wissen dann nicht, wie sie sich die gesparte Zeit am besten vertreiben sollen.  Dies ist nicht der rechte Umgang mit der Zeit.

Zieh dich zurück und merke dir, was du bisher gedacht hast über Mann und Frau, Liebe und Hass, Besitz und Not, Krankheit und Freude, Gott und Teufel, Leben und Tod und über alles, von welchem du glaubst, eine Meinung zu haben. Denn es ist nicht deine Meinung.

Was du bisher dachtest, waren nicht deine Gedanken.  Denn du hattest dich in einem Dornengestrüpp versteckt, das dir deine Eltern mitgaben auf deinen Weg.

Jetzt sieh dich um und bilde dir eine Meinung über das, was du siehst.  Und wenn es dieselbe Ansicht ist, die du vormals hattest, so ist es doch eine neue Ansicht, denn dir wird deine Sicht nicht mehr verstellt durch dein Versteck.

Du lebst jetzt und hier, nicht gestern oder morgen, auch nicht hinter den Bergen oder weit über dem Meer.  Doch glaube nicht, dass dein Leben ewig währt, denn dein Tod ist dir gewiss.

Es ist schwer, daran zu denken, wie wenig Zeit für unser Leben bleibt. Dennoch solltest du nicht so überheblich sein und so tun, als würdest du ewig leben.

Der Abstand zwischen dir und deinen Mitmenschen ist Zeitverschwendung, ist Verschwendung deines Lebens.  Mit deinem Versteck hat es so viel Zeit gekostet, anderen nahe zu kommen.  Jetzt ist dein Versteck fort und du kannst die verlorene Zeit hinter dir lassen.  Denn du lebst jetzt und hier und du kannst morgen tot sein.

Du hast nur dich.  Und wenn es dir auch nicht viel erscheinen mag, bist du das einzige, was wirklich dir gehört.  Mehr hast du nicht, und darum bist du alles, was du hast.  Und das ist sehr viel.

Du hast gesehen, dass du nur du bist, nicht mehr und nicht weniger.  Du weißt, dass du nur jetzt und hier lebst.  Doch es ist nicht so leicht, wie es geschrieben steht.  Denn leichter ist es, auf andere zu hören und den eigenen Weg zu verfehlen.  Doch du bist allein, und alle Dinge deines Lebens musst du alleine tun.  Deshalb ist dein Weg für dich wichtig, und du musst nur auf dich hören, hier und jetzt.

Oft wird es dir so scheinen, als seiest du auf deinem Weg stecken geblieben. Doch wenn du wirklich frei sein willst, dann gib auch in solchen Situationen dir selber nach.  Wenn du versuchst, dich zu vergewaltigen, wirst du nicht frei sein.

Doch hüte dich davor, die Verantwortung für dich und dein Handeln auf andere zu schieben.  Sage nie, dass du nun mal so oder so bist und nicht anders kannst.  Denn annehmen sollst du dich, dich dir selber hingeben sollst du, doch nicht starr und bewegungslos werden.  Leben fließt, und wenn dein Leben in dir nicht fließt, dann bist du tot.

Du bist wie der Pfeil, den deine Eltern von ihrem Bogen geschossen haben. Du fliegst die Bahn, welche die Schützen im Auge hatten.  Doch heute bist du kein Pfeil mehr, sondern selber ein Bogen.  Keine Entschuldigung gibt es mehr für deinen Flug, kein Gejammere hilft dir über deinen bisherigen Weg. Längst bist du irgendwo gelandet und stehst auf deinen eigenen Beinen. Und darum hast du die Verantwortung für deinen weiteren Weg.

Viele Menschen wollen nicht verantwortlich sein für ihr Tun. Sie wollen lieber Kinder bleiben.  Wenn auch du Kind bleiben willst, wirst du niemals Mensch werden.  Wenn du aber aufgestanden bist zu deiner vollen Größe, so richte deinen Blick vorwärts und gehe deinen Weg mit festem Schritt. Welchen Weg du auch wählen magst, es ist dein Weg.  Du bist für jeden Schritt verantwortlich, den du tust, darum gehe deinen Weg gut.

Ein Mensch, der geht, ist unterwegs.  Jeder andere bewegt sich nicht.  Wer sich aber nicht bewegt, ist tot.

Du bist allein wie jeder andere auf dieser Welt.  Doch wenn du dich den anderen geöffnet hast, wirst du deine Einsamkeit teilen.  Und sie ist nicht mehr eine Last, welche dich zu erdrücken droht.

So mancher scheitert an der Frage: Warum so und nicht anders?  Warum ich und nicht der?  Warum gerade jetzt und nicht ein anderes mal?  Lass dir sagen, dass diese Fragen ohne Antwort sind.  Denn wenn es einen Sinn gibt, so sind wir Menschen mit unseren geringen Mitteln niemals in der Lage, diesen Sinn zu verstehen.  Darum ist eine solche Frage müßig.

Du hast nun die Wahl zwischen vielen Wegen.  Doch welcher es auch immer sein mag, den du gehst: Gehe ihn mit deinem ganzen Herzen.  Denn alle Wege führen zum Tod.  Darum wird dein Weg auch dein letzter Weg sein.

Zu lange hast du schon gesucht.  Nun gib das Suchen auf und lerne, zu finden.  Steh zu dir, denn du bist das Wertvollste, das du auf dieser Welt hast.

Und nun geh deinen Weg.




Samstag, 21. April 2012

Entscheidungshilfe erbeten

Ich bin seit einigen Jahren Mitglied in einem Fitness-Studio. Die Entscheidung zur Anmeldung stammt noch aus der Zeit, als ich ganztags arbeiten gegangen bin und eine sitzende Bürotätigkeit hatte. Außerdem regelmäßige Arbeitszeiten. Abends um 18.00 Uhr war Feierabend. Danach hatte ich oft einen unbändigen Bewegungsdrang. Also bin ich als Ausgleich ins Studio gegangen, oft und regelmäßig und habe in kurzer Zeit sehr gut abgenommen. Dann habe ich aus Zeitgründen meinen momentanen Job angenommen, als Teilzeitverkäuferin. Ich habe das zwar nicht gelernt, aber es macht mir Spaß, und ich arbeite nur ein paar Stündchen und habe so noch genug Zeit für Familie und Haushalt.

Allerdings ist das ein ganz anderes Arbeiten, ich stehe nämlich die ganze Zeit. Also mindestens 4 Stunden am Stück, manchmal länger. Es ist körperlich anstrengend. Die Arbeitszeiten werden sehr flexibel gehandhabt, je nach Andrang und Arbeitsanfall, es gibt sozusagen keine echte Regelmäßigkeit. Manchmal arbeite ich von 16 bis 20 Uhr, manchmal von 13 bis 16 usw. Wenn ich dann heimkomme, tun mir schon ab und an die Füße und der Rücken weh. Wenn Neuware auszupacken ist, dann ist das sehr anstrengend, denn mehrere Stunden bücken, auspacken, aufhängen, wieder bücken usw. gehen sehr aufs Kreuz.

Langer Rede kurzer Sinn: Ich komme nur noch selten ins Fitness-Studio. Zum einen bin ich oftmals schon ausgepowert, wenn ich heimkomme, zum anderen passen die Öffnungszeiten leider nicht immer. Wenn ich dann schon mal könnte, hat es oft zu. In letzter Zeit habe ich es höchstens 1 Mal pro Woche hingeschafft. Und dafür ist der relativ hohe Beitrag dann einfach zuviel.

Hinzukommt, dass ich sehr gerne Nordic Walking mache. Jetzt kommt der Sommer und ich liebe es einfach.  Aber arbeiten plus walken plus Fitness Studio kriege ich garantiert nicht unter einen Hut. Ich spiele also schon länger mit dem Gedanken, mich jetzt einfach mal abzumelden, damit auch diese "innerliche Druck" wegfällt. Ich habe ja dauernd den Zwang, doch hinzugehen, weil ich ja nicht umsonst zahlen möchte. Aber irgendwie ist das alles ein bißchen viel.

Was würdet ihr an meiner Stelle tun? Ich weiß, dass Krafttraining auch wichtig ist und wenn ich es regelmäßig mache, dass es mir guttut. Aber walken tut mir auch gut, es gibt keine Öffnungszeiten, es kostet nichts und ich kann es relativ einfach in meinen Tag einbauen. Andererseits will (muß) ich unbedingt was für meine Figur tun.

Vom Grundprinzip habe ich ja ganz gute Proportionen, ich habe schlanke Beine und eine schöne Taille, aber momentan ist da einfach zuviel Bauchumfang. Der Rest geht. (Na gut, bißchen weniger Oberweite wäre auch gut, da hat sich auch ein bißchen mehr Umfang eingeschlichen). Und ob der nur vom Walken wieder weggeht, weiß ich nicht.  Ich will nicht in ein paar Jahren eine wandelnde Tonne sein. Aber momentan bin ich mit Arbeit, Haushalt und so wirklich schon ganz gut ausgefüllt.

Was tun? Weiterhin zahlen und nur selten hingehen? Mir Streß machen und öfter hingehen, trotz schmerzenden Beinen? Andere Sportarten betreiben wie Walken oder Schwimmen????

Abnehmplan für die Bauchregion erstellen und einhalten? Ich bin mir gerade sehr unschlüssig.

Freitag, 20. April 2012

Ich brauche kein Haus - ich ziehe in meiner Küche ein

Wie oft am Tag räumt ihr die Küche auf? 3 x ??? Womöglich 4 x ? Ich irgendwie dauernd.

Die erste Mahlzeit am Tag ist das Frühstück. Da stelle ich immer alles hin, was gerade so gewünscht wird. Momentan hoch im Kurs: Quark mit frischen Erdbeeren (eine Tochter), Brötchen mit Nutella (andere Tochter), Brötchen mit Schinken (Göttergatte), Quark mit Heidelbeeren (ich), außerdem Kaffee und Orangensaft. Das ist die Grundausstattung. Wahlweise kommt noch Käse dazu oder Wurst, um Schulbrote zu machen, Äpfel oder Trauben usw. Auf jeden Fall wird morgens so kurz nach acht, wenn alle erstmal weg sind, wird das erste Mal die Küche aufgeräumt. Inkl. Spülmaschine ausräumen oder evtl. anstellen.

Wenn ich mittags arbeiten muß, koche ich schon recht früh, damit die Mädels was zum Aufwärmen haben. Wenn nicht, dann koche ich so gegen halb zwölf, damit wir alle mehr oder weniger gemeinsam Mittag essen. Danach: Zweites Mal aufräumen.

Bin ich mittags nicht daheim und die Mädels wärmen sich ihre Sachen selbst auf, kann ich sicher sein, dass das meiste noch rumsteht, wenn ich heimkomme. Selbst wenn sie ihr Zeug in die Spülmaschine packen, dann bleiben doch die Töpfe stehen. Oder die Spülmaschine ist nicht ausgeräumt, dann bleibt alles stehen. Oder, wie letzte Woche (ich war extremst genervt), bleiben gleich die ganzen Essenreste stehen: sprich, Kräuterquark, Krabben, Buttermais und Schinkenröllchen. Nicht im Kühlschrank!!! Die Pellkartoffeln auch nicht.
Also, zum dritten Mal aufräumen (die Reste vom Mittag), bevor man zum Abendessen übergeht.

Ich weiß, ich habe zwei große Töchter und die könnten doch... Aber sie tun es nicht. Vergessen, keine Zeit, muß lernen, muß weg, wollte gerade..., bin leider auf dem Sofa eingeschlafen usw. usw. Ist so, ich kann mir den Mund fusselig reden.

Dann wie heute: Ein Tochterkind kommt von der Schule heim und will Kuchen backen. Kommt öfters vor, sie backt gerne und gut. Danach, ihr ahnt es schon: Küche voller Backuntensilien, Herd auch, alles steht rum, wer räumt auf?

Dann gegen halb fünf: Der kleine Hunger zwischendurch. Es soll Erdbeeren geben. Ok,  irgendwie sind die danach überall, auf der ganzen Arbeitsfläche. Also: Aufräumen, abwischen (den inzwischen mehr als vollen Mülleimer leeren), die Fingertapser am matten Edelstahl beseitigen, die verstaubte Dunstabzugshaube sehen und ignorieren und genervt aufs Sofa plumpsen. Wir sind inzwischen bei fünf mal. Abendessen noch gar nicht eingerechnet. Es nervt mich gerade!!

Hundert mal am Tag das gleiche und schwupps - steht schon wieder was rum, oder klebt schon wieder was oder ist die Spüle schon wieder voll mit allem möglichen Krams. Klar, es ist eine Küche, aber irgendwann sollte man doch sehen, dass ich sozusagen "daueraufräume".  Ich denke oft, wenn mal jemand unangemeldet kommen würde, der würde sicherlich denken, was treibt die denn den ganzen Tag, könnte sie nicht mal die Küche aufräumen? Das ist meine Haupttätigkeit, ehrlich. Aber es hält nie lange an.

Gerade kam noch ein Guß auf den Erdbeerkuchen, 3 x dürft ihr raten? Topf, Geklecker usw.: es ist aufräumen und abwischen angesagt.

So, mein Mann ist gerade gekommen: Wir bestellen heute abend Pizza! Yeah, außer Kartons rausbringen bleibt die Küche (einigermaßen) ordentlich.

Ich glaub, ich zieh da ein. Wäre irgendwie einfacher!

Putzwahn (ging daneben)

Heute wollte ich mal ganz besonders gründlich sein und den Toiletten mit einem "besonderen" Reiniger zu Leibe rücken. Es ist ein Urinsteinentferner mit 18 % Salzsäure. Hört sich schon gefährlich an, ich weiß. Aber ich dachte mir, so als Grundreinigung ab und zu kann es nicht schaden, dann glänzen die Becken wieder schön und alle evtl. Ablagerungen sind weg. So weit, so gut. Hat auch alles geklappt, Toiletten hygienisch sauber.

Da fiel mein Adlerauge auf den Wasserhahn im Gäste WC. Der ist schon ein älteres Modell und sieht auch leider so aus. Er glänzt nicht und hat einiges an Kalkablagerungen. Also, dachte ich mir, da könnte ich doch.... Ich meine Salzsäure sollte Kalk doch wegkriegen, oder? So abwegig ist der Gedanke doch wirklich nicht, oder doch? Jedenfalls bin ich dem "Wasserhuhn" auch mit dem Reiniger zu Leiber gerückt. Hmmm. Kalkflecken hat er jetzt keine mehr, aber ich brauche einen neuen Wasserhahn.

Es hat sich Grünspan gebildet. Grün und häßlich. Ja, liebe Eva, das kommt davon, wenn man Chemie in der Oberstufe abwählt. Hätt ich's mal lieber behalten. Denn wenn man mit Salzsäure an so Chromzeugs kommt, dann gibt es eine chemische Reaktion mit so einem Ausgang:




Das war jetzt Chemieunterricht im Alltag. Sozusagen Peter Lustig für Anfänger. Ich möchte euch nur warnen: Keine Salzsäure an die Armaturen!! Das haben wir also gelernt.

Weiß jemand, wo man schöne moderne Wasserhähne (sagt man das so?) kaufen kann?? Im Baumarkt sind sie ja meist nicht von so ganz toller Qualität, aber ich brauche ja nur einen kleinen. Oder beim freundlichen Schweden?



Donnerstag, 19. April 2012

Haben Sie Ohren?

Gestern hat mich ein freundlicher junger Mann mit einem Verkaufsgespräch total ins Schwitzen gebracht. Sowas ist mir schon länger nicht mehr passiert.

Ich habe gerade ein paar Shirts zusammengefaltet, da baut sich der freundliche junge Mann vor mir auf und fragt: "Haben Sie Ohren?" Ich habe wohl ein bißchen komisch geguckt. "Sie haben doch Ohren?" Ich habe diesen nicht so recht getraut und dachte, ich hätte mich wohl verhört. Also sagte ich mal spontan: "Ja", in der Hoffnung, dass er mit dieser Aussage zufrieden ist. Aber er blieb vor mir stehen, grinste mich breit an und fragte: "Und wo?" Hmm, wie bitte was? Ich war mir nicht sicher, ob er mich veräppeln will oder ob er womöglich geistig nicht so ganz auf der Höhe ist. Nochmal angeguckt, nein, er sah offen und freundlich aus und irgendwie erwartungsvoll. In Erwartung einer Antwort eben. Ich fragte nochmal nach: "Wie bitte?" Die Antwort kam wie ein Paukenschlag, kein Zweifel, in aller Deutlichkeit: "Na Ohren!!"

Kennt ihr das, das Gehirn rattert, man versteht nur Bahnhof, guckt blöd und wünschte, der Boden würde sich auftun? Was um Himmels Willen will der von mir? Ganz ruhig dachte ich mir, einfach nochmal. Ich: "Entschuldigung, ich bin heute ein bißchen unkonzentriert. Was wollten Sie bitte?" Der freundliche Mann guckte zusehends verwirrter und lächelte nicht mehr ganz so breit. Was der über mich dachte in diesem Moment, will ich lieber gar nicht wissen. "Ohren!! Die zwei Kundinnen da drüben an der Kasse hatten doch auch welche."  Mir wurde es wirklich unangenehm, weil ich überhaupt nicht wußte, was ich sagen soll. Er: "Ohren." Ich: "?????" Er nochmal: "Wo haben sie die denn aufgehängt?" Ich verzweifelt: "Was?" Die Antwort könnt ihr euch denken: "Ohren".

Er muß mir meine Verzweiflung wohl angesehen haben, jedenfalls schob er seinen Ärmel hoch und tippte sich auf den Arm. Da fiel es mir wie Schuppen von den Augen und ein Stein vom Herzen. Erleichterung!! "Ach, sie meinen Uhren?" "Sag ich doch!!"

Also, ihr lieben Mitmenschen aus Sachsen (oder sollte ich besser sagen "Sochsen"), ich liebe euren Dialekt, wirklich!! Wenn ihr von der "Muddi" erzählt oder "ich war einkooofen" sagt, da kann ich folgen und ich höre das auch gern. Aber wenn ihr das nächste Mal einer verzweilfelten Verkäuferin gegenübersteht und "Ohren" kaufen wollt, dann sagt am besten gleich: Tick-Tack. Das kürzt die ganze Sache doch wesentlich ab, ist sozusagen international.

Ja, ich habe Ohren. Und ich habe sie seitlich vom Gesicht aufgehängt. Mann, was kann man auf dem Schlauch stehen...


Dienstag, 17. April 2012

Der Apfelbaum kriegt Knospen

Am schönsten finde ich es im Frühling, wenn die Bäume und Sträucher beginnen zu blühen. Manche Zweige haben noch Knospen, an anderen springen schon die Blüten auf. Besonders schön finde ich unseren alten Apfelbaum. Ich habe mal versucht, das mit meiner Normalo Kamera einzufangen. Naja, einen Eindruck bekommt man davon. (Die Fotos sind von heute! Wir haben tatsächlich blauen Himmel, was sagt man dazu!)


Außerdem hat auch mein Flieder schon dicke Knospen und es dauert nicht mehr lange, bis er aufgeht.



Am liebsten würde ich mich jetzt mit einem schönen Buch raussetzen, aber erstens ist es vieeel zu kalt und zweitens muß ich arbeiten gehen.

Aber der Frühling kommt ja noch!


Montag, 16. April 2012

Ich will die alte Blogger Oberfläche wieder

Ich habe plötzlich die neue Blogger Oberfläche, obwohl ich die gar nicht wollte. Ich habe die auch nicht angeklickt. Ist das bei euch auch so? Wie kriege ich denn die alte Blogger Oberfläche zurück oder geht das nicht mehr?

Kann mir jemand helfen??

Freier Montag - Aufräumtag - Scheitern nach der ersten Schublade

Heute habe ich frei. Da es wirklich s..kalt geworden ist, wollte ich mich mal so ein bißchen ans Ausmisten machen. Aufräumen durch Wegwerfen. Hört sich doch gut an! Freie Flächen schaffen, mit neuem (altem) Krams neu dekorieren, einfach ein bißchen frischen Wind reinholen. Das war der Plan. Leichter gesagt als getan.

Als erstes hatte ich den relativ neuen Wecker vom Schweden in der Hand, der allerdings nicht "weckert" (die Weckfunktion war von Anfang an kaputt). Da wird den Kassenbon verbummelt haben, geht umtauschen nicht. Also steht er rum mit der Begründung: Das Uhrwerk läuft ja, nur die Weckfunktion geht nicht. Aber wir brauchen keine zusätzliche Uhr, wir wollten einen Wecker für unterwegs. Wegwerfen, ja / nein ???



Dann die einzelnen Socken auf der Waschmaschine. Immer in der Hoffnung, daß irgendwann mal ein zweiter wieder auftaucht. (Kommt ganz selten vor). Und ein paar neue Söckchen kostet nicht die Welt, das weiß ich. Trotzdem mache ich immer wieder kleine einzelne Häufchen und horte die. Wegwerfen ja / nein ??? (Ich tendiere zu ja).



Desweiteren eine schöne Tüte von Thomas Sabo. (Da war mal ein Geschenk für mich drin...). Ich schiebe sie immer von rechts nach links und finde sie auch schön, aber brauchen tue ich sie nicht.
Weg ??


Weil mir das schon zuviel Kopfzerbrechen macht, wollte ich mich den kleineren Teilen in meiner Schublade widmen. Fast alle sind sehr voll gestopft mit hunderttauschend kleinen Dingen. Es wäre schön, mal eine Schublade zu haben, in der schön und ordentlich schöne Dinge liegen. Aber, ich sage euch, ich krieg die Krise. Ich bin eigentlich gar nicht so ein Horter und Sammler, aber manche Dinge kann ich irgendwie nicht wegtun:

Ich habe alte Kerzen in komischen Farben (bis auf die weißen). Die kann man theoretisch alle noch abbrennen. Praktisch dümpeln sie seit Jahren in der Schublade vor sich hin.


Dann das hier. Da weiß ich nicht mal, wie es heißt. Mein Mann hat es mal von einer Reise aus China mitgebracht. Man klopft sich irgendwie damit auf den Rücken, soll entspannen. (???) Brauch ich nicht. Nehm ich nicht.



Ja und diese Wachsblumen. Die fand ich wirklich mal toll und habe sie zu Deko-Zwecken gekauft. Dann wußte ich aber nicht, wie ich sie dekorieren soll und sie liegen ehrlich seit Jahren in der Schublade. Oh mein Gott, schäm.


Ihr seht, ich könnte noch stundenlang weiterzeigen. Am besten wäre es, ich würde jeweils eine Schublade nehmen, unbesehen auskippen und fertig. Aber da könnte ja noch was Wichtiges drin sein...

Wie entscheidet ihr, was weg soll und was nicht?

Ich habe noch so einen alten Glücksbambus (auch vom Schweden). Den mag ich nicht mehr, aber ich will ja auch kein Unglück, wenn ich den wegwerfe. Dann einen minikleinen Glasvogel aus Murano Glas (gekauft in einem Italien Urlaub in meiner Kindheit). Brauch ich nicht, ist kitschig, aber es hängen Erinnerungen dran. Tausend Kerzenleuchter und -halter, Dekokrams usw.

Hilfe, ich glaube, ich gehe jetzt erst mal kochen.

Nettgemeinte Ratschläge are welcome!!!!!!

Sonntag, 15. April 2012

Sonntag morgen

So, ich habe entschieden, das Fitness-Studio heute früh mal sausen zu lassen. Ich gehe dafür heute mittag Nordic walken. Und morgen ins Studio, denn morgen habe ich den ganzen Tag frei. Da lasse ich es heute mal etwas langsamer angehen. Ich habe ein Tässchen Kaffee hier stehen und habe mal ein halbes Stündchen Zeit, mich durch interessante Blogs zu zappen und viel Inspirationen zu holen.

Danach warten verschiedene kleinere Arbeiten. Zuerst muß ich die Ostereier von meinem Fliederbusch entfernen. Der kriegt schon richtige Rispenknospen, sonst gehen die Eier nicht mehr ab. Dann wird der Rest des Hauses "entostert" und gleich ordentlich auf dem Dachboden verstaut.

Die Mikrowelle muß ordentlich gesäubert werden (außer mir benutzt irgendwie keiner die Abdeckung, so sieht's dann auch aus). Die Betten müssen frisch gemacht werden (das wollte ich eigentlich schon gestern tun). Vielleicht verschiebe ich es auch nochmal auf morgen, mal sehen. Es ist ja schließlich Sonntag.

Heute abend könnte ich die Bügelwäsche angehen oder ein bißchen bei Ebay einstellen. Ich habe wieder einiges aussortiert. Oder am besten beides ??

Dann muß ich mir einen Zettel für morgen schreiben, damit ich mal beim Möbel Höffner nachfrage, wo unser bestellter Sessel bleibt. Den habe ich mit meiner Tochter Ende Februar bestellt, er war ein Geschenk für meinen Mann Anfang März!! (Gutschein). Sein Lieblingssessel ist so "abgesessen", da haben wir einen schönen neuen ausgesucht. Jetzt ist schon Mitte April, also in der Zeit kann man ja eine ganze Wohnungsausstattung zimmern, da werden die doch wohl den einen Sessel produzieren können.

Und was habt ihr so am Sonntag vor?? Ich habe irgendwie das Gefühl, dass ich momentan meinen Pflichten und Aufgaben immer "hinterher laufe", weil ich das während der Woche gar nicht alles gebacken kriege. Sonntags gar nichts tun bzw. nur was Schönes unternehmen klappt irgendwie nicht. Sonntag ist der Tag, an dem alles liegengebliebene nachgeholt wird. Und weil wir alle während der Woche so aneinander vorbeirennen, sind wir meistens froh, am Sonntag daheimbleiben zu können.

That's real life...

Samstag, 14. April 2012

Samstag abend - mal Zeit zum Nachdenken

Ich schaue gerade "Die größten Diätlügen" auf VOX. Bis jetzt nichts, was ich nicht schon wüßte. Aber halt wie immer schön kompakt und informativ dargestellt. Worauf ich auf jeden Fall in Zukunft komplett verzichten werde, sind LIGHT Produkte. Ich weiß natürlich, dass man damit nicht automatisch abnimmt, klar. Aber dass die derartig irreführend und bewußt täuschend sind, dass war mir nicht so bewußt. Ich habe schon mal den fettreduzierten Käse oder Joghurt gekauft, oder die fettreduzierten Backofenpommes. Da werden die Angaben einfach auf kleinere Portionsgrößen bezogen, damit die Differenz zum "normalen" Produkt größer erscheint. Oder die "fettreduzierten" Frühstücksflocken. Manche enthalten nachweislich mehr Zucker als normale Frühstücksflocken und haben somit sogar noch mehr Kalorien. Ich weiß nicht, wie autark die anderen Menschen so sind in ihrem Kaufverhalten, aber ich habe schon manchmal zum Light Produkt gegriffen. Und wenn es nur die Halsbonbons ohne Zucker waren. Obwohl ich weiß, dass es eigentlich Quatsch ist. Aber hört sich schon verführerisch an, fettreduzierte Sahne, oder nicht? Dabei ist es ja ein Widerspruch an sich. Sahne ist halt fettig. Punkt. Entweder ich nehme "richtige" Sahne oder eben gar keine.

Dann kristallisiert sich wieder ganz klar heraus, dass regelmäßige Bewegung ein Grundprinzip zum Schlankbleiben ist. Es geht einfach nicht ohne. Andererseits fühle ich mich gerade schon ein bißchen unter Druck. Wenn man alles "richtig" machen möchte, hat man einen ziemlich durchgeplanten Tagesablauf. Jedenfalls wenn man arbeiten geht. Ich muß soviel unter einen Hut kriegen, Arbeitszeiten, Haushalt, Sport, Termine der Töchter, dann Entspannungszeit, und ich möchte richtig und gut einkaufen, gesund kochen, gärtnern, das Haus schön gestalten, Klamottenstil systematisch erweitern, nicht soviele Spontankäufe und und und... Ist mir gerade ein bißchen viel, ehrlich gesagt.

Eigentlich fühle ich mich meistens ganz gut momentan, aber heute beim Arbeiten ging mir die letzen paar Minuten total der Kreislauf weg. Ich mußte mich echt hinsetzen, weil ich das Gefühl hatte, ich kippe gleich um. Nach ein paar Minuten ging es wieder. Nach der Arbeit war ich noch schnell einkaufen. Irgendwie habe ich das Gefühl, mein Tag ist viel zu kurz für alles, was ich so vorhabe und schaffen möchte. Eigentlich würde ich morgen gerne ausschlafen, andererseits sollte ich ins Fitness-Studio. Das hat aber nur von 10 - 14.00 Uhr auf sonntags. Also gehe ich immer gleich um zehn, damit ich keinen Zeitdruck habe und nach dem Sport noch ein Sonntagsessen auf den Tisch kriege. Außerdem hat das eine Tochterkind um halb zwei Tanzen und muß hingefahren werden (macht zwar oft mein Mann, aber der Zeitplan muß trotzdem eingehalten werden).

Nächste Woche geht die Schule wieder los. Mein Mann wird 3 Tage in Berlin sein und ich darf hier wieder alles alleine rocken. Arbeit, Kinder, Haushalt, Sport usw.

Frauen dieser Welt, wie macht ihr das? Und dann noch gut gelaunt, ausgeschlafen und gut aussehend?

Eine Ära geht zu Ende

Heute baut mein Mann den Spieleturm im Garten ab. Den, den er vor Jahren liebevoll für seine beiden Mädchen aufgebaut hat. Mit Sandkasten, Rutsche und Schaukel, er hat ihn selber "eingedeckt" und lasiert (beim Aufbau ab und zu ein bißchen geflucht) und ihn dann stolz seinen Mädels übergeben.

Dieser Turm hat den beiden und ihren immer zahlreich vorhandenen Freunden viel Raum für phantasievolle Spiele gegeben. Sie haben Blümchen gesammelt und "Parfüm" draus gematscht, im Hochsitz wurde gesessen und getratscht und gepicknickt, es wurde geschaukelt und gerutscht, und auch mir hat dieser Turm immer wieder ein bißchen Freizeit geschenkt, weil die Mädels beschäftigt waren, während ich dabei im Garten sitzen oder werkeln konnte.

Vorbei! Seit Jahren steht der Turm verlassen da und gammelt vor sich hin. Heute nun wird er endgültig abgebaut und ich stehe mit Wehmut davor. Ein Kapitel geht zu Ende, die Kinderzeit ist definitiv vorbei, schade!

Es sind komische Gefühle, das hätte ich jetzt so gar nicht erwartet. Ich bin wirklich traurig.

Ich vermache diesem Turm jetzt noch diesen "Ehrenpost" und verewige ihn in ein paar Fotos. Das hat er verdient!!



Nachtrag: Als nur noch ein einziger Pfosten stand, hatte mein jüngeres Tochterkind folgenden wenig sentimentalen Beitrag parat: "Papa, einen könntest du ruhig stehen lassen, da kann mal Pole Dance dran üben." Tja, so ändern sich die Zeiten....

Fernseh Tipp für heute abend - Diätlügen - Was hilft wirklich?

Heute ist wieder Themenabend auf VOX. Von 20.15 Uhr bis 0.15 Uhr werden die bekanntesten Diäten  auf den Prüfstand gestellt und Ernährungswissenschaftler erklären, was hilft und welche Fehler man vermeiden sollte.

Prominente (z. B. Christine Neubauer und Susanne Fröhlich) erzählen aus eigener Erfahrung.

Ich finde die Themenabende bei VOX immer sehr interessant und kurzweilig. Ich werde auf jeden Fall gucken!

Freitag, 13. April 2012

Impfstatus auffrischen

Bin gleich mit dem Tochterkind beim Hausarzt, ihre Schilddrüsenwerte sollen untersucht werden.

Bei dieser Gelegenheit nehme ich meinen Impfpaß mal mit und lasse ihn überprüfen. Allerdings weiß ich jetzt schon, was kommt, ein großes Entsetzen seitens des Arztes. Ich will es auch hier kaum laut sagen, aber das letzte Mal geimpft wurde ich 1989. Ähm, ja. Bis heute habe ich es offensichtlich ganz gut ohne das Gedöns geschafft, Gott sei Dank, aber jetzt möchte ich es doch auffrischen von vorne durchführen lassen. Gerade Tetanus ist überfällig. Gegen Zecken bin ich noch gar nicht geimpft worden, das werde ich nachholen.

So, ich geh mich dann mal tadeln lassen. Bis später.

Donnerstag, 12. April 2012

Tadddaaaa, mein Gewinn von Simone ist da

Ich "krautere" schon den ganzen Morgen im Pyjama vor mich hin, mach hier ein bißchen und da ein bißchen, trinke schon die dritte Tasse Kaffee, man nennt das wohl auch "vor sich hin gammeln". Da hat es doch gerade an der Tür geklingelt, und nach einer kurzen Schrecksekunde (ich bin noch im Pyjama), habe ich gedacht, pfeif drauf, lächeln und aufmachen. (Wir haben eine weibliche Postbotin, sonst würden mich keine 10 Pferde dazu kriegen, im Schlafanzug die Tür aufzumachen!!). Jedenfalls war das eine gute Entscheidung, denn sie überreichte mir ein Päckchen von der lieben Simone.

Und drin war das schönste Gartenbuch mit dem Titel "Blumenbeete in meiner Lieblingsfarbe". Und das Ganze ist süß verpackt, sogar mit Raffaellos (habe ich mal behauptet, ich mag nichts Süßes? Da habe ich Raffaellos vergessen, die liebe ich nämlich sehr). Außerdem noch ein Tütchen mit Blumensamen und eine liebe Karte.

Danke Simone, du hast mir wirklich eine große Freude gemacht! Alles so liebevoll gemacht! Das Buch ist super, am liebsten würde ich gleich losziehen und Blumen kaufen.
Es gibt Vorschläge für Beete in Rosa und Rot, Blau und Violett, Gelb und Orange oder in Weißtönen. Hmmm, schwere Entscheidung, jede Ecke anders?

Jetzt werde ich mal endlich unter die Dusche hüpfen und mir dabei überlegen, welche Farbe ich am Besten finde. Ein bißchen tendiere ich zu Rosa und Rot. Rote Blütenmeere im Sommer vermitteln so ein bißchen südliches Flair. Wobei Blau und Violett auch nett wäre...

Mittwoch, 11. April 2012

Vegetarischer Mittwoch - Spaghetti mit Gemüse nach Ratatouille Art



Unser heutiges Mittagessen war ganz nach meinem Geschmack. Zum einen lecker Spaghetti, zum anderen knackiges Gemüse in viel Tomatensoße.




Erklärt sich von selbst, oder? Ich habe kein Fleisch vermißt!

Vegetarischer Mittwoch


Hallo, heute ist Mittwoch. Mein erster "offizieller" vegetarischer Mittwoch.

Ich möchte euch alle einladen, heute mittag oder abend etwas Schönes ohne Fleisch zu kochen und dann zu posten. Wer mitmachen möchte, hinterläßt mir einfach einen kurzen Kommentar und wird verlinkt. Dann können wir uns alle gegenseitig anschauen, was es für tolle fleischlose Sachen gibt.

Wer sowieso an einem anderen Tag oder womöglich jeden Tag ohne Fleisch kocht, darf das gerne dann fotografieren und halt heute posten, damit wir möglichst viele Ideen an einem Tag kriegen.

Also, los geht's. Macht mit! Für unsere Gesundheit, unsere Tiere und unsere Umwelt!

Dienstag, 10. April 2012

Schnäppchenjäger (Kosmetik) aufgepaßt

Ab heute gibt es bei Aldi Süd wieder die tollen und günstigen Hyaluronprodukte, die nicht immer im Sortiment sind. Ich habe sie schon mal um die Weihnachtszeit gekauft und war wirklich positiv überrascht.

Es gibt ein Hyaluron Gel für Gesicht, Hals und Dekolleté im 30 ml Spender für 7,99 Euro. Das hole ich mir auf jeden Fall wieder.

Außerdem gibt es eine Augenpflege Tag und eine für die Nacht. Jeweils 15 ml für nur 3,99 Euro in einem praktischen kleinen Pumpspenderchen. Die halten lange, sind sehr ergiebig, man braucht nur ein zwei Tropfen. Die Tagespflege erfrischt und ist speziell gegen Augenringe und Schwellungen. Die Nachtpflege regeneriert. Ein Super Preis für diese Produkte.

Und es wird eine Tagespflege mit LSF 15 angeboten, die intensiv aufpolsternd wirken soll. Die habe ich noch nicht probiert, werde ich jetzt aber tun.

Wie gesagt, diese Sachen gibt es nur ab und an mal bei Aldi, wer Interesse hat sollte sich also eindecken.

Montag, 9. April 2012

Ostermontag

Ostermontag, es regnet vom Himmel hoch.

Was tut Frau da? Sie geht ins Fitness Studio. Ja. Nach all dem guten Essen muß ich wieder was tun. Da ich letzte Woche gar nicht gesportelt habe, weil ich so Kopfschmerzen hatte, bin ich irgendwie im Rückstand. Gestern abend habe ich mich noch zu einer Walking Runde aufgerafft und das war gut so. Entgegen der Wettervorhersage hatten wir Sonne, es war zwar recht frisch, aber schön. Die frische Luft hat wirklich gut getan.

Am Karfreitag waren wir abends noch Fisch essen. Ich hatte panierten Seelachs. Der war super lecker, hat aber den ganzen Teller ausgefüllt (war wohl ein Riesenfisch). Dazu gab es Salzkartoffeln und grüne Soße. Gestern habe ich einen mit Hackfleisch gefüllten Blätterteigstrudel serviert mit Nudeln und Soße (und natürlich viel Gemüse und Salat). Diese Feiertage!!

Wer gut ißt, muß sich auch bewegen. Also, auf geht's. Kalorien und Fett abarbeiten. Bin dann mal weg!

Einen schönen Ostermontag!!

Sonntag, 8. April 2012

Unsere Ostertraditionen

Gibt es bei euch "Ostertraditionen"? Bei uns gibt es ein paar, die schon meine Oma gepflegt hat und die ich von Kindesbeinen an kenne. Ich habe ein paar übernommen, irgendwie finde ich das schön. Meine Oma väterlicherseits war Sudetendeutsche, mein Opa rumänischer Abstammung, aber deutschsprachig. Sie haben lange in Österreich gelebt und sind im 2. Weltkrieg  nach Deutschland gekommen.

Die sudetendeutsche Küche ist von den unterschiedlichsten kulinarischen Einflüsse geprägt, von sächsisch, böhmisch, schlesisch, österreichisch bis hin zu bayerisch. Die Frauen konnten sehr gut kochen. Sie haben viele Rezepte mitgebracht, die vorher völlig unbekannt waren.

Zum Beispiel den "roten Meerrettich", den es bei uns immer an Ostern zu hartgekochten Eiern gibt. Die traditionelle Osterjause besteht aus gekochtem Speck, Eiern, Hefezopf und eben diesem Meerrettich.

Ganz ursprünglich wird frischer Meerrettich gerieben. Das ist mir aber zu aufwendig, da tränt einem wirklich alles von der Schärfe. Ich habe einfach 5 Gläser fertigen Tafelmeerrettich gekauft (ohne Sahne). Dann ein Paket vorgekochte Rote Beete im Mixer pürieren (man kann auch die Knollen selber kochen, dann ca. 6 Stück). Ca. ein Schnapsgläschen Essig aufkochen und dazugeben. Wer mag auch ein bißchen Kümmel. Dann den Meerrettich unterrühren und wieder in Gläschen füllen. Mindestens eine Nacht durchziehen lassen.



Das Zeug ist höllenscharf. Schmeckt wirklich lecker zu Eiern aber auch zu Grillfleisch oder kaltem Braten. Traditionell wird ein Stück Bauchspeck gekocht und in Scheibchen dazugegessen. Außerdem gibt es dazu kein Brot, sondern selbstgebackenen Hefezopf.

Ich hätte das Zopfbrot gerne fotografiert, aber es ist schon weg...

Ohne dieses Essen ist bei uns kein richtiges Ostern. Wir waren vor Jahren mal mit dem Wohnmobil in England über die Feiertage, da habe ich all das mitgeschleppt, damit wir unseren Meerrettich und unser Zopfbrot samt gekochtem Speck auch in England auf dem Campingplatz essen konnten. Was muß, das muß....

Samstag, 7. April 2012

Osterdeko

Da ich die letzten Tage kopfwehmäßig verhindert war, habe ich noch gar keine Osterdeko fotografiert. Aber auch wir haben natürlich auch ein bißchen österlich dekoriert.














Frohe Ostern

Guckt mal, wer bei mir gerade auf dem Sofa sitzt und auf Abholung wartet? Drei Osterhasen für die drei Kinder meiner Schwester. Der in der Mitte ist für den Jungen, die zwei anderen für die Mädchen. Ich finde die so süß, würde sie am liebsten selber behalten.


F R O H E    O S T E R N   !!!!

Freitag, 6. April 2012

Vegetarischer Mittwoch

So, ich möchte hiermit nochmal an die Aktion "Vegetarischer Mittwoch" erinnern. Ich weiß, heute ist eh Karfreitag, aber ich möchte gerne aus anderen, nicht religiösen Gründen mehr Bewußtsein für den vernünftigen  Umgang mit Fleisch schaffen.

Wenn jeder von uns einen einzigen fleischfreien Tag in der Woche einführen würde, dann wäre das schon ein guter Schritt für eine bessere und artgerechtere Tierhaltung, für weniger Umweltbelastung, für unsere eigene Gesundheit, und ein Zeichen als Verbraucher gegen Massentierhaltung und auch gegen die ungleiche Lebensmittelverteilung auf der ganzen Welt. Große Worte, ich weiß, aber wenn wir nicht endlich im Kleinen anfangen, dann wird das nie was. Es ist wirklich an der Zeit, unsere Stimmen und Absichten  gebündelt einzusetzen und so unseren Wünschen als Verbraucher und als denkender Mensch mit Herz und Hirn Ausdruck zu verleihen.

Deshalb wollte ich gerne an einem festgelegten Tag fleischfreie Mahlzeiten vorstellen und so zeigen, dass man mit Genuß und Abwechslung Gemüse und Co. essen kann  und sollte. Außerdem setze ich mich für  eine Reduzierung des Fleischkonsums ein.  Wer sowieso schon einen Tag in der Woche hat, bitte einfach euer Essen fotografieren und am Mittwoch posten. Ich finde es einfach interessanter, das mal alles an einem Tag zu sammeln, als wenn jeder einzeln vor sich hinkocht.

Ihr könnt mir einen Kommentar hinterlassen, dann verlinke ich euch und wir können uns alle gegenseitig inspirieren und gucken, was die anderen so gekocht oder geschnippelt haben.

Es wäre toll, wenn sich ein Austausch und eine Diskussion darüber entwickeln würde. Und ganz toll wäre natürlich, wenn wir alle nur noch wenig, dafür biologisches und in der Region produziertes Fleisch kaufen würden und die ganzen Großmäster links liegen lassen.

Damit das leichter fällt und ihr alle auch möglichst viel Werbung machen könnt, kommt hier das versprochene Label. Ihr dürft es gerne mitnehmen und auf euren Blogs vorstellen, damit möglichst viele mitmachen. Das wäre ganz toll!



Da ich diesen Mittwoch aus Migräne-Gründen echt verhindert war (platt im Bett gelegen habe mit einem kalten Waschlappen auf der Stirn), verschiebe ich meinen Startschuß auf nächsten Mittwoch.

Allerdings hat diesen Mittwoch bereits meine erste Unterstützerin, nämlich Martina,  losgelegt und ihr könnt euch schon mal Appetit auf mehr holen: http://meinblogm-martina.blogspot.de/2012/04/vegetarischer-mittwoch.html

Freier Tag - ich kann es gar nicht glauben

Heute kann ich das erste Mal wieder richtig aus den Augen gucken. Ich habe immer noch ein bißchen Kopfweh, aber nur ein bißchen. Diese Migräne-Attacke der letzten Tage hat mich völlig aus dem Konzept geworfen. Gestern mußte ich von 16 - 20 Uhr arbeiten. Ich hätte gerne abgesagt, aber es ging nicht, zwei Kolleginnen sind im Urlaub und die andere hatte bereits bis 16 Uhr gearbeitet. Also keine Chance! Ich habe mich mit weiß nicht wieviel Migränemitteln, einer dicken Schicht Schminke und kleinen Schlitzäugelein zur Arbeit begeben. Es war sehr anstrengend, denn die Leute kaufen wie verrückt. Fast wie in der Vorweihnachtszeit (eher genau wie in der Vorweihnachtszeit). Dadurch ging die Zeit zwar schnell vorbei, aber ich habe schon gemerkt, dass es mir schwerfällt, mich zu konzentrieren. Ich habe geschwitzt (vermutlich durch die Tabletten) und mir war es überhaupt nicht gut. Dann endlich, nach Abrechnen, Aufräumen usw. um 20.45 Uhr war ich endlich  und wollte/mußte noch einkaufen gehen (ganz in der Nähe ist ein großes Kaufland). Normalerweise hat das bis 23.00 Uhr auf. Gestern ab 20.00 Uhr geschlossen!!
Da stand ich nun (mit vielen anderen) und konnte es kaum glauben. Hätte man mir ja mal sagen können. Gründonnerstag! Hatte ich irgendwie völlig verdrängt.

Jetzt müssen wir heute essen, was wir so haben. Ist eigentlich gar nicht mal so schlecht, denn ich habe genug da. Es gibt mittag eine Thunfisch-Quiche mit Salat und heute abend Käsebrötchen und Obst. Ist doch ok. Aber Ostern ohne vorheriges Einkaufen wäre definitiv schlecht, also  habe ich mir vorgenommen, am Ostersamstag gleich recht früh einkaufen zu gehen (damit nicht doch wieder zu ist) und damit ich vor dem großen Run fertig bin. Getrieben von innerer Unruhe schaue ich heute um 8.15 Uhr auf den Wecker und sage zu meinem Mann: "Du, wir müssen aufstehen, einkaufen". Der meinte nur, "nein, heute brauchst du nicht einkaufen, es ist Feiertag". Was sagt man dazu? Ich dachte nur, Gott sei Dank, und habe mich nochmal umgedreht.

Dann meinte er noch: "Süße, du bist völlig talentfrei, was Daten und Termine angeht." Wie recht er doch hat! Das kann nur mir passieren. Also, wir wiederholen: Heute ist Karfreitag. Feiertag. Alles geschlossen. Morgen, Ostersamstag, gehen wir einkaufen. Für zwei Tage! Müßte doch klappen, oder??

Und heute genieße ich einfach mal den freien Tag. Das heißt, die restliche Wäsche muß weg. Das Osterpäckchen für meine Schwester muß gepackt werden. Kommt jetzt eh zu spät an. Ich möchte ein bißchen spazierengehen (Anti-Kopfweh Maßnahme) und dann setze ich mich aufs Sofa und bewege mich gar nicht mehr.

Bzw. schreibe ein paar Kosmetik-Posts. Mußte ja die letzten Tage alles liegenbleiben. Aber das mache ich ja gerne und es ist kein Streß für mich.

Und bei euch so??

Mittwoch, 4. April 2012

MIgräääne

Wollte nur mal kurz "Hallo" sagen. Ich liege seit 1 1/2 Tagen flach mit Hammer Migräne und allem was dazugehört. Ich hoffe sehr, dass es morgen endlich besser wird und ich mal wieder in die Senkrechte gehen kann. Mir ist mega übel, mein Verdauungssystem spielt verrückt und ich habe Kopfschmerzen des Grauens. Eigentlich geht gerade gar nichts.

Aber ich lebe noch. Bis hoffentlich morgen.

Montag, 2. April 2012

Allergie

Ihr Lieben, danke für Eure Kommentare. Was mich jetzt erstaunt hat, ist die Tatsache, dass man mit einer Blutabnahme eine Allergie feststellen kann. Ich war letztes Jahr beim Hausarzt und der hat in meinen Innenarm verschiedene Tropfen reingeritzt. Das war alles. Und nur Hase und Hausstaub haben ein bißchen reagiert. Zu was für einem Facharzt sollte ich denn besser gehen? Bzw. welcher führt solche Tests durch? Nach dem heutigen Tag bin ich absolut überzeugt, dass ich hingehen muß. Ich habe keine Nasenspitze mehr (im übertragenen Sinn). Alles knallrot und tut weh. Und Soleil Rouge, deine arme Mutter hat so spät noch so einen "Mist" bekommen? Herrjeh. Braucht kein Mensch. Was sind wir empfindliche Lebeweselchen. Gibt mir echt zu denken.

Manche Babies kommen mit furchtbarer Neurodermitis auf die Welt. Oder mit sonst einer Unverträglichkeit. Das hatte ich alles nicht. Bis jetzt. In der Klasse meiner Tochter war ein Junge, der konnte auf Klassenfesten wirklich gar nichts essen. Ganz schlimm. Ich habe ihn schon kotz.... (sich übergebend) am Straßenrand gesehen. Woher kommt sowas? Vom geschwächten Immunsystem? Vom ganzen Umweltgift oder was ist das? Ich hatte noch nie irgendwas Allergisches. Aber dieses Jahr scheint es so zu sein.

 Ich werde berichten.

Schnupfen - Allergie - was ist das?

Ich habe seit längerem (bestimmt einige Wochen) so einen blöden Dauerschnupfen, obwohl ich gar nicht erkältet bin / war. Ich habe mir erst nichts dabei gedacht, aber seit Anfang letzter Woche hat sich das so verschlimmert, dass ich wohl doch mal zum Arzt gehen sollte (bloß wann?).  Ohne Taschentücher kann ich nirgends hingehen, die Nase läuft. Und ist inzwischen vorne ziemlich rot. Außerdem ist das Weiße in meinen Augen rot, manchmal jucken sie und morgens sind sie relativ geschwollen und verpappt. Deutet doch alles auf eine Allergie, oder nicht? Bloß hatte ich noch nie eine!!! Ich habe letztes Jahr schon mal einen Allergie-Test machen lassen, da kam aber nichts bei raus. (ein bißchen Hausstaub, ein bißchen Hase, aber nur eine ganz mininmale Reaktion, na toll).

Was mich wirlich stört ist die Tatsache, dass die Schleimhäute in der Nase dauernd aufreißen, das tut s..weh und blutet auch ein bißchen. Ich war schon in der Apotheke, habe Meersalz-Spray gekriegt (geht nicht, brennt). Dann eine gelartige Salbe auf Salzbasis, die brennt nicht und beruhigt das Naseninnere ein bißchen. Am Freitag habe ich noch einen Anti-Allergie-Nasenspray mit ein bißchen Cortison gekauft. Der dämmt das Geschniefe zwar ein bißchen ein, hilft aber auch nicht wirklich. Bin mit meiner Weisheit am Ende. Andererseits bin ich mir sicher, dass der Arzt erstmal nichts findet.  Und Nasensprays und Co. muß ich sowieso selbst bezahlen, da kann ich mir die zwei Stunden Wartezeit im Wartezimmer sparen.

Eine Allergie zu spezifizieren dauert Monate. Maahn. Das ist so unangenehm, gerade im Kundenkontakt. Auf alle drei Kunden kommt einmal Naseputzen. Ich sehe aus wie Rudolf, the red-nosed reindeer. Und das zu Ostern!! Bingo!!

Sonntag, 1. April 2012

Schöner sportlicher Monatsanfang

Heute war ich richtig sportlich. Da ich gestern richtig müde war, bin ich relativ früh ins Bett gegangen, habe gut geschlafen und bin heute schon beizeiten aufgewacht. Ich war munter, es gab unterwarteterweise schönen Sonnenschein, also gab es keine Ausrede, nicht ins Fitness-Studio zu gehen. Ich habe mich überwunden und bin um zehn Uhr schon auf dem Ergometer gesessen (mit dem Belly Attack Gürtel um den Bauch).

Heute habe ich schon eine deutliche Konditionsverbesserung verspüren dürfen. Bei den ersten paar Malen war ich wirklich sehr außer Atem und meine Gesichtsfarbe war sehr rot, heute ging es zum ersten Mal lockerer. Ich habe zwar auch geschwitzt, aber mir fiel das ganze wesentlich leichter. Ich konnte die kompletten 40 Minuten auf Ergometer und Crosswalker zackig und mit höherem Widerstand durchmachen. Danach habe ich noch Übungen für die Oberarme und die Brust gemacht. In den Armen habe ich leider recht wenig Kraft, das muss noch besser werden. Aber ich mache sehr viele Wiederholungen, bis die Arme zittern, nur gewichtsmäßig kann ich nicht viel draufmachen. Da gibt es andere Damen, die wesentlich mehr schaffen. Egal, ich bin ich.

Dann habe ich schön Mittagessen gekocht mit viel Salat (Eisberg mit Radieschen und Rohkostsalat aus Karotten, Weißkraut und Lauch). Es gab Kartoffelspalten vom Blech und Bohnenröllchen, die jeweils in eine Scheibe Speck gewickelt waren. Und Cevapcici aus Rindfleisch.

Mittags habe ich mich im Liegestuhl mit einem Buch in die Sonne gesetzt (wir hatten tatsächlich Sonne) und habe esganz  toll gefunden. Dann hat mich meine "Kleine" gefragt, ob ich mit ihr walken würde. Am liebsten wäre ich sitzengeblieben, aber ich dachte mir, wenn sie schon mal von sich aus fragt, kann ich kaum nein sagen. Und Sport schadet mir nie. Also bin ich noch eine Stunde mit ihr "Nordic gewalkt", bei unserem steilen Stück war ich ihr zu langsam, aber maaahn, alte Frau ist kein ICE, oder? Irgendwann waren wir oben, und dann ging es nur noch bergab und geradeaus. Es war super schööön, die Sonne hat durch die Bäume geblinzelt, die Temperatur war angenehm und wir waren an der frischen Luft.

Ich mußte zum zweiten Mal duschen und jetzt sitze ich hier und hoffe, dass ich mich morgen noch bewegen kann... Aber schön wars!

Und als ich gerade on gekommen bin, habe ich gelesen, dass ich bei der lieben Simone ein wunderschönes Gartenbuch gewonnen habe!!Kein Aprilscherz! Ist das nicht toll? Das ist ein weiteres Zeichen: Eva, dein Garten soll schöner werden. Wird er, versprochen!! Ich werde es bebildern, damit ihr das verfolgen könnt.

Und meine sportlichen Aktivitäten werde ich auch weiterführen. Es geht, ich kann's! Ich vergesse es nur manchmal. Nicht denken, einfach machen. Und sich auch mal was trauen!

Die dunkle Jahreszeit ist jetzt definitiv vorbei. In diesen Monaten bin ich leider meistens sehr passiv und habe zu gar nichts Lust. Sobald es aber wieder heller wird, komme ich wieder in die Gänge.

Wie war das? Das Leben ist schön. Ist es wirklich. Wir müssen es nur zulassen.

Mit diesem Wort zum Sonntag wünsche ich euch einen wunderschönen Abend!!