Donnerstag, 22. März 2012

Nahrungsmittel gegen Krebs

Seit einiger Zeit befasse ich mich  unter einem neuen Aspekt mit gesunder Ernährung. Bisher ging es mir um in erster Linie ums Abnehmen und die Gesundheit und Fitness im allgemeinen, aber aus gegebenem Anlass findet gerade ein Umdenken statt. Mein Schwiegervater ist schon vor einigen Jahren an Krebs erkrankt, und er scheint sich auf andere Organe auszubreiten. Jetzt wurde auch noch Darmkrebs festgestellt.

Mein Schwiegervater ist Mitte 70 und stammt aus einer alteingesessenen schwäbischen Familie. Es wurde ein Leben lang fast ausschließlich Schweinefleisch verzehrt (gerne auch geräuchert), viel Wurst und Schmalz. Gemüse gab es in ge-(zerkochter) Form mit dicker Mehlsoße. Er mag keinen Fisch und nichts Scharfes. Fondor und Maggi sind beliebte Würzmittel. Außerdem gibt es häufig Torten und Kuchen. Keine gesunden Öle, nichts Fettarmes (lieber mit Sahnesoße), nicht "ausländisches" (ganz schlimm..) und viele viele Kohlenhydrate (Spätzle, Nudeln, Brot, Kuchen). Ja und natürlich Bier und Wein. Natürlich war das damals eine andere Zeit und das ganze Ernährungsbewußtsein ist erst langsam gewachsen, aber er hat sich stets dagegen gewehrt und alles als "neumodischen" Kram abgetan. Als ich als junge Frau mal Putenschnitzel gemacht habe, sind die schon kritisch beäugt worden. Das war schon fast zuviel. Wie auch immer, ich denke, dass heute jeder weiß, dass eine lebenslange Fehlernährung auf jeden Fall die Entstehung von Krebs fördert.

Deshalb habe ich mir das Buch "Krebszellen mögen keine Himbeeren" gekauft (normalerweise befasse ich mich nicht so gerne mit solchen Themen). Aber dieses Buch ist jeden Cent wert. Leicht verständlich, anschaulich und absolut ohne Panikmache wird der Zusammenhang zwischen der Entartung der Zellen und der richtigen Ernährung erklärt. Es wird sehr positiv dargestellt, dass jeder Einzelne in der Lage ist, etwas gegen die Entstehung dieser fürchterlichen Krankheit zu tun. Ganz einfach, jeden Tag, ohne großen Aufwand. Ich kann nur jedem empfehlen, lesen!!
Gibt es bei amazon zu bestellen, ist innerhalb von 2 Tagen da.



Der Nutzen der sekundären Pflanzenstoffe ist am stärksten präventiv gegen Krebs. Es werden verschiedene besonders "gute" Nahrungsmittel genannt, die eine enorm positive Wirkung haben. Wenn wir alle diese Nahrungsmittel ein Leben lang in unser Essen aufnehmen, haben wir die ehrliche und wahrscheinlichste Aussicht auf ein gesundes langes Leben!

Dieses Buch spricht sich besonders aus für:

  1. Kurkuma (schon ein Teelöffel am Tag reicht). Einfach in Soßen, Suppen, Salate geben.
  2. Blaubeeren
  3. Erdbeeren
  4. rote Weintrauben
  5. grüner Tee
  6. Tomaten
  7. Zitrusfrüchte
  8. Knoblauch und Zwiebeln
  9. Brokkoli
  10. Kohl
  11. Sojabohnen
  12. dunkle Schokolade (in Maßen)
  13. Rotwein (1 Glas, nicht mehr)
Natürlich sind auch alle anderen Obst- und Gemüsesorten gut und empfehlenswert, aber in diesen hier befinden sich am meisten aktiv gegen Krebs wirkende Pflanzeninhaltsstoffe.

Persönlich mag ich alles außer grünem Tee, und mit Sojabohnen habe ich keine Erfahrung bisher. Trotzdem habe ich mir in der Apotheke einen grünen Biotee gekauft, denn selbst wenn ich ihn nicht so gerne mag, überwiegt für mich der Nutzen und zwei Tässchen am Tag werde ich wohl schaffen. Mit Soja muß ich mich erst noch näher befassen. Aber Beeren, Brokkoli und Kohl sind zum Beispiel schon mal kein Problem.

In dem Buch wird übrigens auch noch sehr schön auf die unterschiedlichen kulturellen Eßgewohnheiten eingegangen. In den westlichen Ländern, wie zum Beispiel auch in den USA gibt es zum Beispiel eine sehr viel höhere Darmkrebsrate als in Indien ( da wird viel Kurkuma verzehrt). Auch der Unterschied zwischen China und den westlichen Ländern ist frappierend, ganz unglaublich. Das gilt auch für Brustkrebs und für alle möglichen anderen Krebsarten. Übrigens werden auch Herz-Kreislauferkrankungen durch diese Nahrungsmittel wesentlich reduziert.

Ich denke, das sollte doch wirklich Grund und Motivation genug sein, sich mal wieder seinen Speiseplan genauer anzusehen. Einfach weniger rotes Fleisch und mehr Obst und Gemüse essen, besonders viel von "Siehe Oben". Dazwischen ein Tässchen grüner Tee und abends ein (kleines!) Glas Rotwein. Dann haben wir schon viel für unsere Gesundheit getan.

Klar, eine 100 %ige Sicherheit gibt es nicht. Aber doch zumindest eine ganz eindeutige Tendenz. Ich finde, das ist eine gute Aussicht!

So, jetzt mache ich mir mal einen grünen Tee!


Kommentare:

  1. Liebe Eva,

    ich kann dir ganz zustimmen.
    Es ist nur schade: Die meisten Menschen können
    nicht verzichten. - Da sehe ich das Problem.

    Sonnige Grüße
    Elisabeth

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  2. Soja wird auch oft als krebsförderlich angesehen. Einfach mal zu Sojakritik googeln. Es handelt sich um eine toxische Pflanze, die nur hochverarbeitet überhaupt "genießbar" ist, dazu heutzutage fast nur noch GMO.

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  3. Hab gegoogelt. Also: Soja gehört zu den Bohnenpflanzen und ist roh nicht genießbar (kann nicht verdaut werden) und führt zu Darmbeschwerden. Das gleiche gilt aber auch für grüne Bohnen und Kidneybohnen. Durch einfaches Erhitzen, also Kochen, wird die Sojabohne genießbar gemacht. Mit hochverarbeitet meinst du vermutlich die Fermentation, das macht man aber mit vielen anderen Lebensmitteln auch. Es dient einfach zur Weiterverarbeitung, muss aber nicht zwingend sein. Zum Rest muss ich sagen, dass es sehr viel Pro für Soja gibt (zum Beispiel die verminderte Brustkrebsrate). Diese Fakten sind alle wissenschaftlich untermauert. Das Kontra kommt meistens aus wissenschaftlich nicht fundierten Quellen. Dass es die Krebsrate sogar erhöhen soll, höre ich da zum ersten Mal. Fakt ist, das die Asiaten sehr viel mehr Soja als wir Westler zu sich nehmen und eine deutlich niedrigere Krebsrate haben. Soja liefert hochwertiges Eiweiß und so gut wie keine Kohlenhydrate. Wie bei allen Lebensmitteln ist die unverarbeitete Version am besten, bei allem anderen gibt es Zusatzstoffe (da kann aber das Soja nichts dafür, das sind die Wirtschaftsbosse), also z.B.bei Tofu, Sojamilch, Sojaprodukten wie Sojawürstchen usw.(? braucht man das?). Also, das reine unverarbeitete Soja ist gesund. Sollte allerdings ohne Gentechnik hergestellt sein (Reformhaus, Bioladen).
    Aber interessante Anmerkung, danke, hab wieder was gelernt!

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  4. Hallo Eva,

    ich hatte das Buch auch schon in den Händen, habe es dann aber wieder weg gelegt. Aber auf deinen Post hin, werde ich es mir doch kaufen.
    Zum Thema Soja, ich habe nur Gutes gehört, das es krebsförderlich sein soll, ist mir neu. Habe mich echt erschreckt, meine beiden Töchter dürfen auf Grund einer Stoffwechselerkrankung keine Laktose zu sich nehmen. Deshalb müssen wir auf Soja zurück greifen. Die Minus- L Produkte sind für uns keine Altenative, da der Galaktosegehalt da zu hoch ist.

    Lg

    Barbara

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  5. Das Buch ist wirklich sehr empfehlenswert. Bin gespannt, was du darüber sagst, wenn du es gelesen hast.
    Das Thema Soja ist sehr weit gefächert und echt interessant. Ich werde mich mal weiter belesen. Es ist halt auch ein Wirtschaftsgut, aus dem man viel Geld schlagen kann. Da wird dann billig produziert oder billig weiterverarbeitet, mit schlechten Zusatzstoffen versehen und und und. Das gibt es vermutlich in fast allen Lebensmittelbereichen (leider). Lass dich nicht verunsichern, deine Töchter zeigen dir doch, das es ihnen gut tut. Du kannst ja auch mal deinen Arzt zu diesem Thema befragen, wenn du unsicher bist.
    LG Eva

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  6. Wirklich ein interessantes Posting... Danke für den Tipp und LG

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  7. Sojastory von U. Pollmer: http://www.euleev.de/images/EULEN-SPIEGEL/2008/2008-4_i_web_EULE.pdf

    Die Asiaten verzehren nicht viel Soja! Und wenn, dann fast immer nur jahrelang fermentiert (Miso, Shoyu).

    Es darf sich allerdings jeder schaden, der das möchte :)
    Ich halte mich da lieber auf der sicheren Seite. Ich habe Soja nie gebraucht, bin froh dass ich ohne großgeworden bin und werde es auch nie benötigen.

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  8. Ja, aber Miso und Shoyu sind verarbeitete Sojaprodukte und nicht das reine originale Soja. Klar, kann man ohne Soja leben, ich habe bisher auch nicht viel davon gegessen. Die bei uns bekannten, sogenannten Sojasprossen sind Mungobohnenkeime, also auch kein Soja. Aber dass Asiaten mehr Soja verzehren als wir, ist ja wohl bewiesen. Es sind nicht täglich Riesenmengen, aber regelmäßig ein bißchen. Die Frauen da haben kaum Wechseljahresbeschwerden. Übrigens, das habe ich auch schon rausgekriegt, sind die ganzen Zusatzmittel, die mit Soja versetzt wurden, also Tabletten und son Kram, eher kontraproduktiv. Es sollte schon das natürliche Soja sein, weil es auch noch viele andere Stoffe beinhaltet, die in Dragees, Pülverchen und Tabletten nicht mehr drin sind. Also wie bei allem: Möglichst naturbelassene Dinge verzehren, ist am gesündesten.

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  9. "...weniger rotes Fleisch..."???
    STEAK!!!.... neee... ;-)... darauf werde ich nicht verzichten!
    KH können mir dagegen seit ca. 2 Jahren gestohlen bleiben, die "brauch" ich nicht unbedingt (merke deutlich den gesundheitlichen Unterschied) und wenn, dann nur ab&zu und in echt geringer Quantität. Beerenobst & fast jedes Gemüse find ich lecker... Soja (resp. Mungobohnensprossen) mag ich als Salat oder gekocht in 'ner Thai-Pfanne mit hellem Fleisch... ab&zu eben... Alles ausgewogen & in Maßen... ich glaube das ist das Schlüsselwort zu vernünftiger Ernährung & einem gesunden Leben, oder?
    Alles Liebe,
    SOLEILrouge :-)

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  10. Hab eben bei Androida noch was über/"gegen" Soja gesehen...
    => http://youtu.be/E5Qe1DlWzIY
    oder geht der Link eher? => http://www.youtube.com/watch?v=E5Qe1DlWzIY&feature=player_embedded#!

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Über nette Kommentare freue ich mich: