Mittwoch, 11. Januar 2012

Gelbe Tonne und tonnenweise Plastikmüll

Bei uns wurden im letzten Jahr die Intervalle, in denen die gelbe Tonne geleert wird, sehr in die Länge gezogen. Jetzt über Weihnachten und Silvester war keine Leerung, erst morgen wieder.  Die Folge: Overkill! Die Müllmengen passen kaum in die gelben Tonnen.

Vereinzelt stehen sie heute schon am Straßenrand, die prall gefüllten großen gelben Mülltonnen, vollgepropft mit Plastik und Kunststoff, mit Konservendosen und Tetrapacks. Unser Deckel geht zwar gerade noch so zu, aber bei einigen Nachbarhäusern ist ein richtiger Berg drauf. (ich traue mich nicht, das zu fotografieren, würde aber am liebsten). Das ist der Hammer! Aber auch wir warten sehnsüchtig auf die Leerung.

Durch einen Gedankenanstoß von Sudda in anderer Sache, aber zum Thema Plastik, hat mich das die letzten Tage immer wieder beschäftigt. Es ist unglaublich, mit wieviel Kunststoff wir konfrontiert sind. Egal ob Milch im Tetrapack oder Butter und Margarinebecher, Sahne, Joghurt, eingeschweißtes Obst und Gemüse, alles kommt im Plastikmäntelchen daher. Die Pflegeprodukte wie Shampoo, Duschbad und Co. ebenso. Ich muß ehrlich gestehen, ich habe auch immer mal wieder Fleisch aus der SB-Theke mitgenommen, auch das ist in Folie verpackt. Und ich habe mir bisher nicht allzuviele Gedanken darüber gemacht.

Natürlich fällt über mehrere Feiertage immer noch mehr Müllgedöns an, als normal, aber trotzdem, ich habe beschlossen: das muß aufhören. Zumindest deutlich eingeschränkt werden. Da morgen die Tonne geleert wird, ist das ein guter Zeitpunkt, um den Versuch zu starten, die  Plastikverpackungen zu reduzieren.  Ich möchte mal einen Monat so gut wie möglich auf Plastikverpackungen verzichten, um zu sehen, ob das mit viel Mehraufwand verbunden ist und mit sehr viel Mehrausgaben.

Vorhin war ich noch kurz im Vorbeifahren im Supermarkt, und was habe ich geschnappt: Verpackten Schinken. Macht der Gewohnheit. Es wird auf jeden Fall ein Umdenken nötig werden und vermutlich eine einigermaßen gute Planung. Denn nicht im jeden Laden gibt es alles ohne Plastik. Im Aldi zum Beispiel sind alle Säfte in Plastikflasche oder Tetrapacks, da muss ich dann schon woanders hin, um Orangensaft in der Mehrwegflasche zu kaufen. Oder manche Läden haben gar keine Frischwursttheke, nur einen SB-Bereich.

Ich bin sehr gespannt, wie das wird. Aber wenn ich das heute so gesehen habe, dann muß ich jetzt einfach was ändern. Als wir noch Kinder waren, gab es bei weitem nicht so viel verpacktes Zeug und wir haben auch gegessen und getrunken.

Also, es wird spannend. Eva trinkt Tee und spart Plastik. Wo das wohl noch hinführt...

Kommentare:

  1. Das wird tatsächlich spannend... Ist nicht einfach heutzutage.

    Bei uns ist es der Restmüll, der überquillt. Und die Papiertonne....

    LG

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  2. die Tonnen sind ja schon mal praktischer als unsere Säcke, die Säcke reissen schnell beim Sturm.Oder ein Igel kratzt daran rum.
    Wenn ich so überlege..an der Frischetheke bei Fleisch oder Käse, da ist aber auch viel Papier und Tüte dabei.
    Also wir haben gelbe Säcke statt gelbe Tonnen.
    +Grüße

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  3. Liebe Eva,

    mein Text zielt auf andere Beiträge von dir:
    Die Struktur unseres Lebens ist so, dass wir
    als höchste Stufe nur Zufriedenheit erreichen
    können.
    Mehr ist nicht drin - bei keinem Menschen.

    Ich muss mich mit allem abfinden:
    Meine Eltern und meine Schwester sind tot.
    Ich gehe die Wände nachts hoch und wieder runter. - Da ich nicht eine Form des Freitods
    wähle, muss ich warten, bis ich erlöst werde.

    Dir wünsche ich viel Zufriedenheit.

    Alles Liebe
    Elisabeth

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  4. Hallo Eva,
    das mit dem vielen Plastik nervt mich auch sehr oft. Ich denke, daß wird aber nicht anders werden, hängt ja schon mit dem Versand und Transport der Waren zusammen. Bei den Getränken habe ich kein Problem. Mein Mann trinkt Mineralwasser aus der Flasche, ich Leitungswasser (muß also nicht mal Wasser schleppen). Wenn es am Abend Bier zu trinken gibt, dann ist das auch in Flaschen und die Säfte meisens auch.
    Mehr Kopfzerbrechen bereitet mir der Müll bei Joghurt. Den esse ich immer am Vormittag in der Arbeit zur Brotzeit. Da bin ich auch am Überlegen, diesen wieder vermehrt selber zu machen. Das geht ja ganz einfach. Den Naturjoghurt kann man ja dann mit Obst verfeinern. Somit würde ich Müll vermeiden und als Nebeneffekt noch sparen...Irgendwie sind wir aber so im Getriebe drin, daß es schon schwer ist, da wieder rauszukommen. Aber das Ziel sollte nicht gleich zu groß sein, um auch den Erfolg sehen zu können - auch kleine Schritte führen ans Ziel. Ich wünsche Dir viel Erfolg und bin gespannt, was Du uns hierüber berichten wirst.
    Viele liebe Grüße. Evi

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