Dienstag, 31. Januar 2012

Eva und der Apfel (Neuentdeckung des Paradies-Apfels)

Vor ca. anderthalb Wochen habe ich mal wieder ein paar Äpfel gekauft . Aus Gewohnheit, weil halt ein paar Äpfel in den Vorrat gehören. Sie wurden bei uns ganz selten frisch gegessen.  Manchmal gibt es Kuchen draus oder Apfelmus oder ich verwende sie zum Kochen. Wenn ich ganz ehrlich bin, mag ich Äpfel nicht so besonders. Dachte ich.

Da ich seit einer Weile vermehrt auf die Herkunft von Obst und Gemüse achte und versuche, deutsche Produkte zu bevorzugen, bin ich auf eine Kiku Obstkiste gestoßen. Oft steht ja auf dem Preisschild "Herkunft Deutschland" und dann steht da ganz ungeniert  ein Kistchen aus Holland, Frankreich oder Südafrika drunter. Also aufgepaßt! Dieses Mal war sowohl auf dem Preis-Schild und als auch auf der Obstkiste Deutschland als Ursprung vermerkt war und so habe ich zugegriffen. Mehr so aus Zufall. Mit der Bezeichnung "Kiku" konnte ich weiter nichts anfangen.

Daheim habe ich - fragt mich nicht warum - einen dieser Äpfel frisch verzehrt.  Kommt wirklich nur ganz selten vor bei mir. Rein äußerlich erschien er mir nicht einmal besonders attraktiv, er hat eine grün-gelbe Schale, also nichts mit rotbackig, und es sind relativ große Früchte. Schicksal? Haben da mal wieder unsichtbare "upper hands" eine Rolle gespielt? Ich glaube ja.

Jedenfalls kann ich mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal einen so leckeren, aromatischen und unglaublich guten frischen Apfel gegessen habe. Er hat einfach nur göttlich geschmeckt. Eine echte Entdeckung! Seit diesem Tag esse ich jeden Tag einen dieser Äpfel mit richtigem Hochgenuß. Ich freue mich richtig drauf. Äpfel sind - wie inzwischen jeder hinlänglich weiß - eine super Gesundfrucht für den ganzen Organismus. "An apple a day keeps the doctor away" heißt es ja so schön.

Wenn ich früher schon mal freiwillig einen Apfel gegessen habe, dann hat meine Familie mich meistens "hochgenommen": "Oh, isst du deinen jährlichen Apfel!" Und so war es auch. Ich mußte mich aus Vernunfsgründen zwingen, aber lecker war anders. Sie schmeckten strohig, mehlig, nicht saftig, die Schale war bitter oder sie schmeckten nach gar nichts. Auch grüne Äpfel sind nicht mehr das, was sie mal waren. Geschmacklose Teile, an denen ich ewig rumgekaut habe. Auch die rotbackigen haben mich nie wirklich überzeugt. Aber dieser hier ist der Hammer!

Und weil ich nicht nur lernfähig, sondern auch neugierig bin, habe ich mich ein bißchen schlau gemacht.

Also, Kiku ist sozusagen "nur" der Zusammenschluß der Anbauer zum Vertrieb der Äpfel. Dieser Zusammenschluß vertreibt verschiedene Sorten. "Mein" Hammer-Lecker Apfel heißt Delbarestivale.  Habe ich vorher noch nie gehört. Eigenschaften:

- sehr aromatisch
- sehr saftig
- Geschmack ausgewogen mild
- geringer Säureanteil, trotzdem leicht säuerlicher Geschmack

Wurde ursprünglich in Frankreich "gezüchtet", wird aber mittlerweile sehr oft in Deutschland angebaut, zum Beispiel im Bodenseegebiet. Es ist ein Frühapfel, der zum Frischverzehr empfohlen wird, der aber auch eine gute Haltbarkeit hat.

So, habt ihr das gewußt? Also, ich ehrlich nicht. Klar kenne ich Jonagold und Braeburn und Cox Orange und Co., aber diesen Apfel kannte ich nicht.

Egal, inzwischen liebe ich ihn. Er ist für mich die Neuentdeckung schlechthin. Ich habe richtiges "Verlangen" nach diesem Teil und esse seitdem jeden Tag einen mit großem Genuß.

Also, wenn ihr mal in einen Supermarkt, in eine Markthalle oder in einen Bioladen kommt, dann haltet mal Ausschau nach meinem Paradies-Apfel. Ihr könnt ja erst mal einen probieren. Aber Achtung, der macht süchtig.

Betucht am Dienstag




Bin gerade erst vom Arbeiten heimgekommen. Da muss ich schnell noch bei "Betucht am Dienstag" mitmachen.

Obwohl es "s..kalt" ist draußen, habe ich heute fröhliche Farben an. Und meinen neuesten Schal.



Diese Idee geht übrigens auf Papagena http://diekunstdenalltagzufeiern.blogspot.com/ zurück, die ich von hier aus lieb grüße!


Montag, 30. Januar 2012

Salat Lust

Hallo, meine kleines Tochterkind ist gut gelandet in Dänemark. Es gab nur ein ganz kurzes Telefonat gestern, sie war von der Fahrt hundemüde, aber es scheint soweit alles gut zu sein. Familie ist nett, Haus sehr hübsch, und sie hat sogar ein eigenes Zimmer.

Mein großes Tochterkind freut sich sehr über das viele Lob über ihre Fotos. Töchtertechnisch ist also momentan alles ok.

Da meine Große diese Woche auch ein paar Tage weg ist,  muß ich diese Woche mittags nur für mich selber sorgen. Das ist für mich eine super Gelegenheit, alle die Dinge zu kochen und zu essen, die ich sonst nicht koche, weil's keiner mag. Normalerweise koche ich mittags ja für "alle", so daß jeder was zum Aufwärmen hat, wenn er heimkommt. Das ist aber oft die Quadratur des Kreises, die eine mag keine Paprika, die andere keine Erbsen usw. usw. Das könnte ich unendlich fortführen. Ich werde diese Woche also Linsen kochen (liebe ich sehr) und Krautauflauf und ganz viel Salat mit allem möglichen Frischzeugs drin und Spinat und Bohnen, jippieh!

Heute hatte ich zum Beispiel großen Appetit auf frische Paprika und habe sie zu einem schönen Salat verarbeitet. Ich sah mich dann diesem Riesenteller gegenüber:


Das ist ein grosser Eßteller! Salat besteht aus roter Paprika, Gurkenwürfelchen, bißchen Eisbergsalat, Knoblauch und selbstgemachtem weißen Balsamico-Dressing. War soooo lecker, aber ich habe es nicht ganz geschafft. 

Danach gab es einen Espresso und jetzt bin ich satt und zufrieden. 


Sonntag, 29. Januar 2012

Faschingskostüm Pfauen-Frau

Wenn mein großes Mädchen nicht gerade fürs Abi lernt, dann geht sie schon mal aus. Und da gerade überall Faschingsveranstaltungen sind, bietet sich das an. Sie hat dieses Jahr ein tolles neues Kostüm: eine Pfauen-Frau. Mit ihrem werten Einverständnis darf ich sogar zwei Fotos posten.

Here we go:





Vorne ist das Röckchen recht kurz und hinten lang und mit Tüll, wie eine Schleppe. Und mit den "Pfauenaugen" besetzt. In natura sieht das wirklich klasse aus.

Helau!








Dänemark Schüleraustausch

Heute, Sonntag, 6 Uhr früh. Mein Wecker klingelt, und ich bin relativ schnell wach. Nach einer starken Tasse Kaffee sogar ganz erstaunlich wach.

Meine Jüngste muss um halb acht auf dem Bahnhof sein, es wartet der Dänemark-Austausch. Beim Wecken sagt sie mir, dass sie sich gar nicht mehr drauf freut. Dass sie verunsichert ist und Angst hat, ob sie in eine "nette" Familie kommt. Da ich ihr schlecht sagen kann, dass es mir genauso geht, mache ich ihr Mut, sage ihr, wie toll das alles wird und was für eine Erfahrung fürs spätere Leben. Nicht wirklich überzeugt geht sie ins Bad.

Gestern haben wir gemeinsam den Koffer gepackt (mehrmals umgepackt, neu entschieden, wieder verworfen). Wieviele Schuhe, Jacken und Hosen braucht man für eine Woche? Für kaltes Wetter, für sportliche Aktivitäten, für Parties? Nicht viele, schon klar, aber wir sind ja auch kein 15jähriges Teenager-Mädchen. Als die Klamotten-Frage endlich geklärt ist, geht es weiter mit Kosmetik und mit den Gastgeschenken. Paßt nicht alles in den Koffer, die nächste Größe Koffer soll es aber auch nicht sein, also muß noch eine Tasche her.

Mit Impfpaß und dänischen Kronen und Gastgeschenken bepackt haben wir mein "Baby" also heute früh am Bahnhof abgeladen. Da standen bereits  ein paar Teenie-Mädels und -Jungs. Alle mehr oder weniger motiviert, eher weniger. Zugeben würde das natürlich keiner. Man ist ja cool. Aber bei den Gesprächen mit den Müttern sickert doch so das eine oder andere durch. Auch die Jungs überlegen sich sehr genau, welcher Koffer mit "darf", wie sie am besten Gel und Haarspray verstauen und ob die Gastfamilien wohl nett sind. Und fast alle drücken nochmal ihre Eltern und kriegen einen motivierenden Stups in Richtung Bahnsteig.

Jetzt sind sie unterwegs. 13 Stunden Zugfahrt. Mit umsteigen. Eine fast kinderlose Woche (meine Große geht auch noch ein paar Tage weg) liegt vor mir. Ich freue mich aber nicht. Lieber hätte ich meine Mädels hier, ich gebe sie so ungern in fremde Hände.

Ich darf nicht drandenken, was alles passieren könnte. Nein, es wird toll werden. Sie werden neue Erfahrungen und Eindrücke sammeln und stolz über das Geschaffte zurückkehren.

Möge es gutgehen!!

Samstag, 28. Januar 2012

Was tun -

- wenn die Enttäuschung die Seele frißt

- wenn das Schweigen wie ein Elefant zwischen einem steht

- wenn keine Fürsorge und kein Wohlwollen mehr da ist

- wenn man jede Nacht vor Alpträumen gequält wird

- wenn Nichtachtung, Vorwürfe und Beleidigungen an der Tagesordnung sind

- wenn einem fremde Menschen freundlicher entgegenkommen als bekannte

- wenn man nicht mehr weiß, warum man noch hier ist

- wenn gutgemeinte und lieb gemeinte Taten verlacht werden

- wenn alles, was bisher richtig und gut war, auf einmal total daneben ist

- wenn man sich sehr allein und sehr einsam fühlt und es definitiv auch ist

- wenn man gar keine Unterstützung mehr kriegt, nur noch Gegenwind

dann gehen sogar mir irgendwann die Kräfte aus. Und ich bin viel gewohnt. Aber momentan fühle ich mich wie in einem Vakuum. Ich sollte eine Entscheidung treffen. Ich habe sie schon lange getroffen. Sowas hat kein Mensch verdient. Wie ich mich fühle? Allein allein. Egal, ich bin der einzige Mensch, auf den ich mich 100 % verlassen kann. Das weiß ich. Eigentlich schon immer.

Aber es wäre trotzdem schön, jemanden zu haben, der sich über mich freut. Meine eigene Mutter tut es nicht. Wie sollen es da andere tun? "Witzigerweise", bzw. traurigerweise finden mich alle Menschen, die ich "neu" kennenlerne, nett und sympathisch und haben keinerlei Probleme mit mir. Ich mit ihnen auch nicht.

Und was tue ich? Aufstehen, aushalten, funktionieren. Mir Vorwürfe machen lassen. Mich kritisieren lassen. Ich bin nicht perfekt. Aber ich bin liebenswert und begeisterungsfähig und neugierig. Ich habe leider das falsche Umfeld. Und ich habe keine Lust mehr. Ich habe nur dieses eine Leben.

Ich hätte so gerne freundliche Menschen um mich. Was wäre das schön!

Freitag, 27. Januar 2012

Der Winter ist da

Was musste ich heute morgen direkt nach dem Aufstehen erblicken: Schnee! Soweit das Auge reicht. Also ehrlich, wegen mir hätte das nicht mehr sein müssen!



Donnerstag, 26. Januar 2012

Backfreuden - Man nehme...

...ein schönes Rezept und mache es anders.

Darin bin ich große Klasse, ehrlich. Ich habe eine Leidenschaft für Koch- und Backbücher und für Kochzeitschriften. Beides ist in großer Anzahl vorhanden. Da ich eher ein spontaner Mensch bin, liegen mir aber Pläne und Zutatenlisten leider fern.

Heute war mir so danach, ein paar gesunde "Frühstücksmuffins" zu produzieren, nicht zu süß und mit schönen Haferflocken drin. Meine Jüngste backt leidenschaftlich gern (und gut) und ist für jegliches Backvorhaben sofort zu haben. Also teilte ich ihr meinen Plan mit und sie erklärte sich sofort bereit, die Muffins zu backen. Ich musste nur noch das Rezept liefern. Nach ein bissel suchen hatte ich eins gefunden.

Eier, Mehl, Milch, das wichtigste war da, also konnte es losgehen.  Im Rezept stand: 200 g Joghurt. Ein Becher hatte 150 g, also beschlossen wir zwei Becher zu nehmen, damit es keine Reste gibt. Dann Butter. Nee, ich backe lieber mit Margarine, weil sie keine tierischen Fette enthält.  Außerdem 120 ml Honig. Wie mißt man den bitte ab, ohne das die Hälfte am Gefäß hängenbleibt? Also, haben wir geschätzt und erstmal 2 Eßlöffel genommen. Am Ende wurde der Teig probiert und mit Zucker auf die richtige Süße gebracht. Flohsamen? Hab ich nicht, also wurden gemahlene Nüsse genommen. Dann die Haferflocken. Habe ich überhaupt Haferflocken? Alle Küchenschränke durchforstet und fündig geworden!! Jap, evtl. hätte ich sie sonst mit Leinsamen ersetzen müssen.

Töchterlein fragt: "Warum brauchst du überhaupt ein Rezept?"

"Hmmm, keine Ahnung! Inspiration?"

Die Muffins sind übrigens schön und lecker geworden:

Hier der Beweis:

Wer braucht schon Rezepte?


Dienstag, 24. Januar 2012

Friseurbesuch

Nochmal ich. Heute war mein freier Tag und ich habe heute mittag 3,5 Stunden beim Friseur verbracht. Heute ist 20% Tag. Ich habe meine Haare colorieren lassen (weil es gibt schon ein paar graue Haare hier und da), aber sonst hatte ich nix besonderes. Nur die Spitzen schneiden. Ich habe 96  (!!!) Euro bezahlt. Halleluja. Ich habe nicht mal eine Kur gehabt.

Sieht zwar ganz schön aus, aber ist schon ganz schön teuer. Und das gegen Ende des Monats. Und nu? Nicht mehr zum Friseur gehen? (Ist übrigens ein Dorfriseur, kein Promifriseur oder so). Ich denke, ich brauche bald mal einen Lottogewinn (ich sollte mal anfangen zu spielen). Was ist euch denn eure Haarpracht so wert? Ich war auch schon bei Kaufhausfriseuren, ehrlich, aber die kriegen meine dicken Haare einfach nicht so gut hin. Ist wirklich so. Also was tun? Aussehen wie"Karl Napp, der Schreckliche, oder einmal im Monate ca. 100 Euro für gutes Aussehen einplanen (ohne schlechtes Gewissen)? Oje, was ein Tag. Ich freue mich morgen aufs arbeiten, da geht es mir gut.

betucht am Dienstag



Angesteckt durch Martina von meinblogm-­martina.­blogspot.­com mache ich heute auch mal mit.

Ich habe erst im letzten Jahr meine Liebe zu Tüchern und Schals entdeckt. Sie eröffnen einem eine Vielzahl an Variationsmöglichkeiten eines einzelnen Oberteils. Je nach Laune oder Anlaß kann man mit ein paar Handgriffen genau das richtige Outfit zaubern.

Früher habe ich viel mehr Oberteile gekauft, aber jetzt konzentriere ich mich lieber auf  Tücher und Schals. Wie man ja weiss, kaufe ich gerne ein und habe inzwischen eine ganz beträchtliche Ansammlung von schönen Tüchern ergattert. Ich habe aber alle davon an, wenn ich eins nicht trage, kommt es weg.

Einer meiner momentanen Lieblingsschals ist dieser hier von Street One: Er ist grau - schwarz - weiß und rot, leicht gecrinkelt und aus ganz zartem, leichten Material.






Das braune Oberteil passt natürlich nicht, aber ich hatte keine Lust, mich extra fürs Foto umzuziehen, es geht ja um den Schal. Ich hoffe, ihr seht es mir nach.

Einen schönen Tag!