Sonntag, 20. November 2011

Jeder hat 24 Stunden pro Tag

Irgendwie mache ich mir zur Zeit viele Gedanken darüber, wie es geht, seine Zeit sinnvoll einzuteilen und zu verbringen. Der Tag ist ja nun definitiv für jeden gleich lang. Manche scheinen aber viel mehr in der gleichen Zeit hinzukriegen.

So ein gesunder sportlicher Lebenswandel kostet auf jeden Fall Zeit. Es ist ja nicht nur die Stunde Sport, man muß ja hinterher duschen, manchmal Haarewaschen usw. Und ich war diese Woche jeden Tag sporteln bis auf gestern. Ich habe meine Sporttasche teilweise gepackt im Kofferraum stehen gehabt, so daß ich nach der Arbeit einfach weiter ins Fitness-Studio fahren konnte. Wenn ich erst mal daheim bin und anfangen muß, zu überlegen, ob ich gehe, oder ob nicht, dann habe ich schon verloren.

Aber natürlich bleibt daheim einiges an Arbeit liegen. Ich tue mich immer noch sehr schwer mit dem Bewußtsein, daß ich eigentlich erst etwas im Haushalt erledigen müßte, bevor ich zum Sport gehe. Aber bedingt durch meine Arbeitszeiten oder durch die Öffnungszeiten im Fitness-Studio muß ich halt die Reihenfolge manchmal umdrehen.

Ich habe mir diese Woche bewußt die Zeit für Sport genommen. Trotzdem habe ich den Eindruck, daß so manche andere schon Stunden vorher im Bad verbracht haben muß (das tue ich definitiv nicht). Hinterher ist sowieso wieder Auffrischungsarbeit angesagt. Davor/danach einkaufen, kochen, putzen, puuuuh, anstrengend! Aber von nix kommt nix (wie Polkadots so schön sagt) und das stimmt. Also, Einsatz!! Ich muß einfach besser organisieren.

Heute war ich zum Beispiel von zehn bis halb zwölf im Fitti, danach bin ich heim und habe gekocht. Gleich gehe ich in die Badewanne. Gestern habe ich bis halb neun abends gearbeitet, da war nix mehr mit vorkochen. War einfach müde. Und auch nix mehr mit Hausarbeit. Die Wäsche wird heute noch so zwischendurch erledigt. Bis heute abend. Aber nur so geht das.

Meine früher schon mal erwähnte "Super Mutti", die, die immer gut aussieht, hat 3 Kinder, geht stundenweise arbeiten, ist im gleichen Sportstudio wie ich, backt leidenschaftlich gerne Kuchen (wann bloß?), macht viele ehrenamtliche Posten in der Schule und hat ihren Haushalt mehr als perfekt im Griff. Und sie hat auch die gleichen 24 Stunden zur Verfügung wie ich.

Ich möchte einfach einen "Wohlfühl-Level" erreichen. Für mich und für meinen Haushalt. Es muß nicht steril sein, aber ich mag es schon ordentlich und sauber. Wenn ich weiß, die Wäscher türmt sich, habe ich einfach kein gutes Gefühl.

Wie macht ihr das? Fester Stundenplan? Jeden Tag um fünf aufstehen? Irgendwie kriege ich nicht alles unter. Ich möchte demnächst auch ein paar Plätzchen backen, und ich will weiterhin nicht auf meinen Sport verzichten, wenn ich schon mal den Dreh habe. Dann sind auch noch Fahrdienste für die Kinder (sorry, für ein Kind, die andere fährt ja selber).

Seid ihr abends noch sehr aktiv? Manche putzen ja noch das ganze Haus, wenn die Family schläft und nicht im Weg ist. ??? Ich könnte das nicht, bin dann selber müde.

Wie gesagt, ich gehe jetzt erstmal ausführlich in die Wanne. Danach Wääääscheeee!!

Kommentare:

  1. Also bei mir war das früher auch viel Stressiger. Aber ich habe 2 große Mädels die in Kürze 14 werden. Und die haben auch ihre Aufgaben im Haushalt. In der Woche mach ich alles außer Kinderzimmer. Aber am WE hab ich frei...sozusagen fast frei. Samstag macht die eine Küchendienst und die andere Wohnzimmerdienst und Sonntag umgekehrt außerdem passen die beiden auch auf ihren kleinen Bruder auf, was mir vieles leichter macht. Für Fitnessstudio hätt ich glaub ich auch kaum Zeit. Gut das es damals nicht geklappt hat. Nun Sportel ich zu Hause. Geht auch bestens. Und Ab Montag geht dann wieder mein fester Haushatsplan los. Wie alt sin denn die Kids von Super Mutti? Achja und aufstehen tue ich tägl. um 6 zZ im Sommer früher. Aber du arbeitest...das ist natürlich ein großer Unterschied. Drück dich...tief durchatmen.

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  2. Tja ... Wäsche wäscht, wenn ich lauf. Da muss ich ja nicht dabei stehen. Bügeln abends beim Fernsehen. Das kleine Kind ja kann wohl auch vom Großen gefahren werden. So war's bei uns. Bei Gemaule, wurde ienfach das Auto bzw. Spritgeld gestrichen!! Naja und das Kinder im Haushalt helfen ist ja wohl normal. Badezimmer, Treppe Staubsaugen, Müll, SPülmaschine, etc. Auch mein Mann ist praktisch nie zu Hause, aber auch der hat seine Aufgaben. ICh ge schließlich auch arbeiten. Und seit einem Jahr auch wieder ganztags. D.h. um 4:45 Uhr aufstehen, 6 Uhr in die Arbeit bis 14:15 Uhr. Aber Zeit für meinen Sport habe ich immer. Auch ich geh gleich nach der Arbeit laufen. Ich habe ein großes Haus und einen großen Garten, aber irgendwie funktioniert es alles auf die Reihe zu bringen. Ich wohne weder in einem Museum noch bin ich Hotel Mama. Auch ich habe Rechte!! Und nicht nur für alle und alles da sein. Trau dich einfach mal Aufgaben zu verteilen. LG Kerstin

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  3. ...klar, ein bisschen Organiesieren musst du dich schon. Ich mache immer morgens Sport; im Wechsel Laufen und Studio. Da meine Arbeit um 10.00 Beginnt, geht das ganz gut. Meistens schaffe ich es, vorher alles zu machen. Wenn nicht hab ich auf jeden Fall kein schlechtes Gewissen. Natürlich hat aber auch jeder seine Pflichten. Für ihre Zimmer sind meine Kinder selbst zuständig. Auch andere Aufgaben werden verteilt. Lass deine Mädels die Wäsche doch selbst bügeln, das hilft enorm und alt genug sind sie ja auch!
    Liebe Grüße
    Beate

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  4. Ihr habt recht. Die Mädels könnten und müßten mir helfen. Tun sie aber nicht. Sie machen es einfach nicht. Ich habe mir schon überlegt, schriftliche To Do Listen zu machen, dann gibt es keine Ausreden.
    Gestern habe ich mal richtig gestreikt. Ich sollte um 14.45 Kind 2 30 km weit fahren, dort eine Stunde warten (!) und sie dann direkt weiter zu einem Freund fahren. Da Sonntag war, hätte ich nur im Auto warten können, es hatte ja nix weiter auf, außerdem hatte ich gerade gekocht und habe mich auf einen gemütlichen Mittag gefreut, da kam sie dann an. Ich habe gesagt, nein, entweder Termin 1 oder 2, beides mach ich nicht. Es gab große Augen und Gemaule, aber sie hat den ersten Termin abgesagt. Das heißt, ich konnte sie direkt zum Freund fahren und ich bin direkt danach wieder nach Hause gefahren. Ansonsten hätte ich den halben Sonntag nachmittag im Auto verbracht. War zwar für mich ungewohnt, denn theoretisch hätte ich es ja machen können, aber ich wollte halt mal nicht. Und es ging! Ich überlege mir heute mal eine einfache "Pflichtenliste" für die zwei. Mal sehen, ob's klappt.

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  5. ...neee klar, so lange du immer weiter kochst, putzt und wäschst, wären sie doch bescheuert, was zu machen...lach....DU bist der CHEF, der CHEF darf ARSCH sein...lach....alles klar?
    Ganz ehrlich, unsere Kinder würden mit solchen "Bitten" gar nicht erst an mich/uns rantreten. Wo ist denn dein Mann in einer solchen Situation; steht er dir wenigsten bei??
    Liebe Grüße
    Beate

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  6. Mein Mann ist meistens arbeiten, gut, sonntags natürlich nicht. Wie kommen denn deine Kinder von A nach B und zurück? Und wenn es keinen wirklichen "Hinderungsgrund" gibt, was sagst du dann? Keine Lust? Ist das ein Grund? Morgen habe ich folgendes "Problem": Ich habe "eigentlich" frei, also arbeitsfrei. Die Große (18) muß zum Blutabnehmen. Ich soll mit. Morgens um 8. Kann ich, könnte ich. Sie könnte aber auch alleine hin, und ich hätte Zeit für andere Dinge. Sie hat halt Angst davor, kann ich nachvollziehen, andererseits will sie ja unbedingt dauernd "erwachsen" sein. Ich bin einfach in vielen Dingen unsicher. Und ich will eine gute Mutter sein. Was würdest du tun?

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  7. ....du bist eine gute Mutter Punkt!
    Eine gute Mutter zu sein beinhaltet aber nicht, ständig für die Wünsche der Kinder bereit zu stehen. Wenn sich meine Jüngste (14) verabredet, spricht sie z. B. mit mir den Termin ab. Kann ja sein, das ich dann gerade was anderes habe und nicht kann - eigentlich logisch, oder? Natürlich fahre ich mein Kind von A nach B...aber doch nicht um zwischendurch irgendwo 1 Stunde zu warten...lach...versteh mich nicht falsch....
    Wenn meine Tochter (21) mich bitte, ihr moralisch bei einem Arzttermin beizustehen, tu ich das NATÜRLICH. Aber du schreibst, "Ich soll mit", das sind für mich zwei paar Schuhe....weißt du, der Ton macht die Musik und du schreibst ja dauernd, das der Ton nicht stimmt. Gegenseitiger Respekt ist beim Erwachsen werden/sein wollen ganz wichtig. Ich lese zwischen deinen Zeilen oder auch direkt, das es an dem nötigen Respekt mangelt.
    ....und natürlich ist KEINE LUST auch mal ein Grund, vor allem, wenn das der Grund deiner Mädels ist, ihren Pflichten nicht nachzukommen (du hast geschrieben sie machen es einfach nicht....). Dann würde ich an deiner Stelle genau so handeln.
    Bitte versteh mich nicht falsch, ich hab das Gefühl du suchst nach Lösungen; das soll ja nur ein Lösungsansatz sein.
    Mein Mann ist auch meistens arbeiten, ich bin mir aber seiner Solidarität bewußt ;o)).
    Mach dir nicht um alles so einen Kopp und sei einfach mal mehr Egoistin....
    Liebe Grüße
    Beate

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