Mittwoch, 19. Oktober 2011

Viel Arbeit

Gestern war unsere Gebietsleiterin vom Laden da. Weil wir so knapp an Personal sind und sowieso immer seeehr viele Überstunden anfallen, hat sie mir angeboten, in Zukunft statt auf 400 Euro Basis auf Lohnsteuerkarte zu arbeiten. Ich werde wohl erst einmal nicht sehr viel mehr in der Lohntüte haben, aber ich zahle in die Rentenkasse ein. Das ist doch auf jeden Fall toll. Meine Kolleginnen sind sehr zufrieden mit meinen Leistungen  und haben daher das Ganze befürwortet und das finde ich toll. Ehrlich!! Mir hat der Job ja schon immer Spaß gemacht,  aber wenn man anerkannt wird, ist das noch viel besser. Allerdings mache ich jetzt schon den dritten Tag mehr Stunden, als ich eigentlich müßte, und mir tun die Beine so weh.  Abends daheim kann ich kaum noch laufen, das ist blöd.

Tja, daheim läuft es momentan leider nicht ganz so gut. Wir haben die zweite Woche Herbstferien, nächsten Montag geht die Schule wieder los. Ich bemühe mich wirklich sehr, eine schöne und gemütlich harmonische Atmosphäre zu schaffen, aber nicht alle Familienmitglieder schätzen das. Ich habe die Wohnräume schön gestaltet mit Kerzen und Lichtern für die dunklen Abende. Ich würde mich so sehr über gute Gespräche freuen und über so eine Art Harmonie. Leider Feeeeehlanzeige. Irgendwie scheine ich alle Ausnahmen und Sonderfälle dieses Planeten anzuziehen. Weiß auch nicht warum.

Ich bin es ja gewöhnt, Alleingänge machen zu müssen. Und ich will das wirklich überhaupt nicht dramatisieren.  Aber manchmal wäre ein bißchen liebevolles Entgegenkommen einfach schön. Ein Lichtlein für mich, jemand, der sich auf mich freut und vielleicht sogar für mich eine Tasse Tee kocht oder mit einem Glas Sekt auf mich wartet oder oder ... Naja, ich lebe auch so.

Ja, irgendwie ist gerade alles sehr eigenartig. Ich habe das Gefühl, daß, je mehr ich mich bemühe, desto mehr laufe ich gegen Wände. Ich habe nichts verbrochen in meinem Leben, außer daß ich existiere. Ich bemühe mich, sonst  bemüht sich niemand.  Es ist so schwer manchmal, eigentlich meistens. Und dennoch bin ich immer noch da und habe immer noch nicht aufgegeben.

Ich hatte so oft das Gefühl, daß das Schicksal mir etwas Gutes tun möchte, egal wie beschissen mein Leben auch bisher so war. Aber so ganz allmählich kommen mir Zweifel. Oder kommt noch was nach? Ich glaube nicht. Ich weiß einfach nicht, was ich denken soll. Nicht, wie ich mich verhalten soll. Wenn irgendetwas halbwegs Positives passiert, kommt der Mist im Quadrat nach.

Also, wie immer : Aushalten, Klappe halten, morgen wieder aufstehen, nicht fragen, warum, einfach weitermachen. Weiter, weiter...  Wohin? Warum? Keine Ahnung.

Kommentare:

  1. Liebe Eva,
    ich schicke Dir eine Tasse - extra für Dich gekockten Tee, den ich zuvor extra für Dich in unserem süßen Teelädchen gekauft habe. Neben der Tasse Tee steht eine wunderschöne süße kleine Kerze, die ganz gemütliches Licht verstrahlt.
    Und dann wird geplaudert in entspannter Atmosphäre - über alles, was wichtig erscheint oder auch nicht.
    Gegen die müden schweren Beine helfen Kompressionsstrümmpfe - die gibt es in der rundgestrickten Ausführung in wunderschönen modischen Farben oder wenn man's dezenter mag auch gerne in schoko oder schwarz. Sie sehen aus wie blickdichte ganz normale Strumpfhosen. Aber sie entlasten die Venen und sorgen für eine gute Durchblutung, außerdem sind sie gut für's Gewebe. Der Gang zum Phlebologen (= Venenfacharzt/das sind fast alle Hautärzte) würde sich zur Verordnung solcher Strümpfe/Strumpfhosen, sicher für Dich lohnen. Bequemes Schuhwerk trägst Du ja sicher sowieso. Die bequemen Teile gibt's inzwischen ja auch in wunderschönenen Ausführungen.
    Ich wünsch Dir einen schönen Tag und schick Dir liebe Grüße Eri

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  2. Vielen Dank für den Tee liebe Eri! Das war genau das, was ich meine. Eine nette kleine Geste und schon geht alles etwas leichter. Aber wahrscheinlich verstehen das nur Frauen.
    Das mit den Strümpfen werde ich wohl mal ausprobieren. Meine Venen sind in Ordnung, ich habe die vor einem halben Jahr mal checken lassen, aber trotzdem ist das viele Stehen anstrengend. Bei uns kriegt man sowas nicht so leicht verschrieben, werde wohl erstmal selber zahlen müssen. Aber wenn es hilft, ist es ja ok.
    Ich wünsche dir auch einen schönen Tag! Bis bald!

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  3. Liebe Eva, ich lese rückwärts. Erst jetzt diesen Eintrag eben.
    Also, es ist eine altbekannte, unabdingliche Regel, dass wenn du dich nicht so kümmerst, die anderen sich um dich kümmern. Sagt wer?
    Aber wenn du nun schon arbeiten gehst und außer Haus bist, und da kommt immer noch kein "Kaffee"
    dann ist es merkwürdig und da bleibt eigentlich nur, dass du es so hindrehen mußt, dass die Betroffenen deinen Post lesen und dann vielleicht doch betroffen sind und alles nachholen, was sie versäumt haben.

    Ich drück dich ganz lieb und würde gerne mit dir Kaffee oder auch Sekt trinken.

    Ganz liebe Rosinengrüße

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