Montag, 31. Oktober 2011

Bin gerade vom Arbeiten gekommen und mußte meine Stunden zusammenrechnen. Ich habe statt der vorgeschriebenen 40 Stunden 67 Stunden gearbeitet. Nächsten Monat werde ich ja auf 60 Stunden "hochgesetzt", bin schon mal gespannt, wieviele Überstunden ich dann machen werde. Jedenfalls sitze ich jetzt auf dem Sofa und lege die Beine hoch.

Dabei habe ich  Gelegenheit, über mich und mein Leben nachzudenken. Wuhu, jetzt wird's dramatisch... Nein, keine Angst. Ich habe nur mal wieder ein ganz einfaches Feng Shui Buch gelesen. Darin wird beschrieben, daß die nächste Umgebung, sprich das Zuhause ein Spiegel der eigenen Seele ist. Sozusagen das Innere widerspiegelt. Je nachdem geben einem die Dinge, mit denen man sich umgibt,  positive oder negative Energie. Und auch wenn man sich dessen nicht bewußt ist, hat man zu jedem Gegenstand eine Assoziation. Ich habe mir darüber mal Gedanken gemacht und bei mir trifft das wirklich extrem zu. Ich habe eine Menge Gegenstände in Gebrauch, die ich mir nie selbst ausgesucht habe, sondern von jemand geschenkt bekommen habe. Das sind teilweise ganz unbedeutende Dinge wie zum Beispiel Küchenhandtücher. Oder diese großen Kaffeepötte. Davon habe ich ein ganzes Sammelsurium. Auch Bettwäsche zählt dazu. Oder Modeschmuck. Je mehr ich überlegt habe, um so mehr ist mir aufgefallen. Also habe ich am Wochenende angefangen, das zu ändern. Das geht natürlich nicht alles auf einmal, aber es ist eine Bewußt-Machen-Phase, die mir unheimlich weiterhilft.

Ich habe ganz viele Küchenhandtücher, die mir meine Mutter mal vermacht hat. Die sind inzwischen teilweise  verwaschen gewesen und hatten sehr oft Motive und Muster, die ich niemals selbst ausgesucht hätte. Aber die sind so "mitgelaufen", war ja nicht wichtig bisher. Jetzt mache ich sie aber wichtig. Ich habe einen riesigen Stapel aussortiert. Denn unbewußt sind das einfach Dinge, die meine Mutter mir vermacht hat und die für mich leider nicht mit positiver Energie behaftet sind. Auch die geblümten Bettwäsche-Teile sind im Altkleider Container gelandet. Ich habe tatsächlich nur 2 Sets an Bettwäsche gehabt, die ich selbst ausgesucht und gekauft habe. Der Rest waren Geschenke. Ich mag einfarbige Sachen gern, vielleicht Ton in Ton gestreift oder so, aber auf keinen Fall pinke Rosen auf gelbem Grund (ich übertreibe jetzt, aber ihr wißt, was ich meine).Ich hatte diese Dinger eh nur im Schrank, nie auf dem Bett aufgezogen. Aber die Schränke waren voll mit "Nicht-Eva-mäßigen" Dingen. Bei dieser Aussortier-Aktion ist mir bewußt geworden, daß ich irgendwie kaum an der Gestaltung meiner nächsten Umgebung beteiligt bin. Das meiste sind "Fremdgeschenke". Die waren teilweise auch nicht furchtbar daneben, aber sie sind halt kein Teil von mir. Das hat mich irgendwie wachgemacht. Ich lasse mich immer noch fremdbestimmen. Viele Sachen waren mir einfach nicht wichtig. Aber es macht Spaß, selbst ausgesuchte Küchenhandtücher in die Hand zu nehmen, welche, die mir wirklich gut gefallen und die "positive" Energie ausstrahlen.

In diesem Reigen kann ich auch noch unser Türschild anfügen. Das haben wir mal von der Schwiegermama geschenkt gekriegt. Eine Bekannte von ihr hatte es getöpfert... Es hing jahrelang an unserer Eingangstür. (uuuuhwaaaah). Das erste an meinem Eingang: Geschmack der Schwiegermutter. Eva, geht's noch?? Heute habe ich selber eins im Internet gestaltet, aus gebürstetem Aluminium, sogar die Schrift habe ich bestimmt. Modern, klar, schön. Ich freue mich schon drauf.

So, ab sofort sieht man schon im Eingangsbereich meine Handschrift. Und es wird weitergehen. Solange, bis es "mein" ("unser") selbst gestaltetes Zuhause ist.  Vielleicht ist das für viele selbverständlich, ich aber fühle mich wie aus einem Dornröschenschlaf aufgewacht. (Zu Rosine rüberwink: Sie berichtet so selbstbewußt, aber auch so natürlich über "ihr Rosinenhaus", "ihren Rosinengarten", das ist toll, da will ich auch hin.) Natürlich kann ich in ein paar Tagen nicht meinen halben Haushalt entsorgen, aber auf längere Sicht wird es daraufhin hinauslaufen. Ich will selber meine Kissenhüllen, Wandfarben, Bilder, Teppiche, Lampen, Wohnraumfarben, Dekoteile usw. usw. aussuchen. Ich möchte mich dran erfreuen, mich wohlfühlen, wenn ich sie sehe. Ein Stückweit mich selber verwirklichen. Da bin ich noch meilenweit von entfernt. Aber das Türschild ist definitiv ein Anfang. Ein toller!

So, jetzt klingelt schon wieder eine Halloween Kinderhorde an der Tür. Bis demnächst...

1 Kommentar:

  1. Hallo liebe Eva, wenn das Innere durch die Wohnung wiedergespiegelt wird, dann bin ich eine Rosine, denn ich wohne schließlich in einem Rosinenhaus.
    D.h. alle meine Ideen (Rosinen), die man kostengünstig umsetzen kann, setze ich um.
    Ich fühle mich wohl, innen wie außen!

    LG Rosine ☺

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