Montag, 31. Oktober 2011

Es ist 19.07 Uhr und ich habe nur noch einen !! Lolli



Die letzten Jahre habe ich echt kiloweise Süßkram gekauft. Als "Ex" Bewohner von NRW, wo dieser Brauch noch viel mehr zugegen ist als hier, habe ich mich immer rechtzeitig mit Süßigkeiten eingedeckt. In NRW waren am 31.10. so gut wie alle Süßigkeiten vergriffen, die einigermaßen bezahlbar waren. Bei Aldi, Lidl, Schlecker und Co.: Regal leer. Wie im Krieg. Echt!  

Also habe ich hier immer genügend viel eingekauft und hatte meistens noch massenhaft Hanuta und Krams übrig. Dieses Jahr habe ich mich auf eine Tüte Lollies beschränkt (eine große Tüte) und... Ich habe nur noch einen einzigen. Hoffentlich kommen nicht mehr soviele Kiddies. Ansonsten muß ich Kiwis oder Äpfel verteilen und das finden die nicht so toll. Also, wie man es macht ist es verkehrt....

Halloween in NRW ist übrigens ein Erlebnis. Möchte ich nicht mehr missen. Insofern:


Süßes oder Saures?

Gebt uns was zum Naschen, sonst werdet ihr gewaschen!
Bin gerade vom Arbeiten gekommen und mußte meine Stunden zusammenrechnen. Ich habe statt der vorgeschriebenen 40 Stunden 67 Stunden gearbeitet. Nächsten Monat werde ich ja auf 60 Stunden "hochgesetzt", bin schon mal gespannt, wieviele Überstunden ich dann machen werde. Jedenfalls sitze ich jetzt auf dem Sofa und lege die Beine hoch.

Dabei habe ich  Gelegenheit, über mich und mein Leben nachzudenken. Wuhu, jetzt wird's dramatisch... Nein, keine Angst. Ich habe nur mal wieder ein ganz einfaches Feng Shui Buch gelesen. Darin wird beschrieben, daß die nächste Umgebung, sprich das Zuhause ein Spiegel der eigenen Seele ist. Sozusagen das Innere widerspiegelt. Je nachdem geben einem die Dinge, mit denen man sich umgibt,  positive oder negative Energie. Und auch wenn man sich dessen nicht bewußt ist, hat man zu jedem Gegenstand eine Assoziation. Ich habe mir darüber mal Gedanken gemacht und bei mir trifft das wirklich extrem zu. Ich habe eine Menge Gegenstände in Gebrauch, die ich mir nie selbst ausgesucht habe, sondern von jemand geschenkt bekommen habe. Das sind teilweise ganz unbedeutende Dinge wie zum Beispiel Küchenhandtücher. Oder diese großen Kaffeepötte. Davon habe ich ein ganzes Sammelsurium. Auch Bettwäsche zählt dazu. Oder Modeschmuck. Je mehr ich überlegt habe, um so mehr ist mir aufgefallen. Also habe ich am Wochenende angefangen, das zu ändern. Das geht natürlich nicht alles auf einmal, aber es ist eine Bewußt-Machen-Phase, die mir unheimlich weiterhilft.

Ich habe ganz viele Küchenhandtücher, die mir meine Mutter mal vermacht hat. Die sind inzwischen teilweise  verwaschen gewesen und hatten sehr oft Motive und Muster, die ich niemals selbst ausgesucht hätte. Aber die sind so "mitgelaufen", war ja nicht wichtig bisher. Jetzt mache ich sie aber wichtig. Ich habe einen riesigen Stapel aussortiert. Denn unbewußt sind das einfach Dinge, die meine Mutter mir vermacht hat und die für mich leider nicht mit positiver Energie behaftet sind. Auch die geblümten Bettwäsche-Teile sind im Altkleider Container gelandet. Ich habe tatsächlich nur 2 Sets an Bettwäsche gehabt, die ich selbst ausgesucht und gekauft habe. Der Rest waren Geschenke. Ich mag einfarbige Sachen gern, vielleicht Ton in Ton gestreift oder so, aber auf keinen Fall pinke Rosen auf gelbem Grund (ich übertreibe jetzt, aber ihr wißt, was ich meine).Ich hatte diese Dinger eh nur im Schrank, nie auf dem Bett aufgezogen. Aber die Schränke waren voll mit "Nicht-Eva-mäßigen" Dingen. Bei dieser Aussortier-Aktion ist mir bewußt geworden, daß ich irgendwie kaum an der Gestaltung meiner nächsten Umgebung beteiligt bin. Das meiste sind "Fremdgeschenke". Die waren teilweise auch nicht furchtbar daneben, aber sie sind halt kein Teil von mir. Das hat mich irgendwie wachgemacht. Ich lasse mich immer noch fremdbestimmen. Viele Sachen waren mir einfach nicht wichtig. Aber es macht Spaß, selbst ausgesuchte Küchenhandtücher in die Hand zu nehmen, welche, die mir wirklich gut gefallen und die "positive" Energie ausstrahlen.

In diesem Reigen kann ich auch noch unser Türschild anfügen. Das haben wir mal von der Schwiegermama geschenkt gekriegt. Eine Bekannte von ihr hatte es getöpfert... Es hing jahrelang an unserer Eingangstür. (uuuuhwaaaah). Das erste an meinem Eingang: Geschmack der Schwiegermutter. Eva, geht's noch?? Heute habe ich selber eins im Internet gestaltet, aus gebürstetem Aluminium, sogar die Schrift habe ich bestimmt. Modern, klar, schön. Ich freue mich schon drauf.

So, ab sofort sieht man schon im Eingangsbereich meine Handschrift. Und es wird weitergehen. Solange, bis es "mein" ("unser") selbst gestaltetes Zuhause ist.  Vielleicht ist das für viele selbverständlich, ich aber fühle mich wie aus einem Dornröschenschlaf aufgewacht. (Zu Rosine rüberwink: Sie berichtet so selbstbewußt, aber auch so natürlich über "ihr Rosinenhaus", "ihren Rosinengarten", das ist toll, da will ich auch hin.) Natürlich kann ich in ein paar Tagen nicht meinen halben Haushalt entsorgen, aber auf längere Sicht wird es daraufhin hinauslaufen. Ich will selber meine Kissenhüllen, Wandfarben, Bilder, Teppiche, Lampen, Wohnraumfarben, Dekoteile usw. usw. aussuchen. Ich möchte mich dran erfreuen, mich wohlfühlen, wenn ich sie sehe. Ein Stückweit mich selber verwirklichen. Da bin ich noch meilenweit von entfernt. Aber das Türschild ist definitiv ein Anfang. Ein toller!

So, jetzt klingelt schon wieder eine Halloween Kinderhorde an der Tür. Bis demnächst...

Freitag, 28. Oktober 2011

Weihnachtsplanung

Die letzten beiden Heilig Abende waren nicht so ganz toll. Beziehungweise am Anfang schon, mit späterem Verlauf des Abends hat es meistens heulenderweise meinerseits geendet und mit viel Enttäuschung wegen fehlender Familienliebe meiner Eltern usw. Da konnte auch noch so ein schöner Tannenbaum nix dran ändern. Natürlich tut mir das sehr leid. Vor allem für meine Mädels, denn denen habe ich definitiv den Weihnachtsabend verdorben mit meiner Sentimentalität. Aber die letzten Jahre hatte ich auch überhaupt keine Lust auf Weihnachten und das ganze Brimborium.

Ich habe zwar schön gekocht und sehr schön geschmückt, aber innen in mir drin sah es leer und düster aus. Dieses Jahr habe ich mir geschworen, daß es anders und besser wird. Ich habe zum ersten Mal wieder Lust auf Weihnachten. Ich mache mir jetzt schon Gedanken über Geschenke (nicht lachen für alle die, die schon alles besorgt haben)! Für mich ist das früh, ich bin sonst immer noch am Tag davor wie ein verscheuchtes Huhn durch die Geschäfte gerannt. Das ist natürlich kontraproduktiv.

Dieses Jahr mache ich mir jetzt schon Gedanken. Es kann auch ruhig anders werden, sehr anders. Vielleicht werden wir ein Wintergrillen veranstalten. Wir haben einen Außengrill, ein offenes Feuer sozusagen. Warum nicht?

Auf jeden Fall habe ich heute schon etwas für den ersten Feiertag gebucht. Nicht lachen!! Ich liebe die einfach.

Am 25.12.  kommt die Kelly Family in die Jahrhunderthalle nach Frankfurt. Sie singen internationale Weihnachtslieder und ein Erzähler spricht zwischendurch weihnachtliche Texte. Das habe ich gerade eben klargemacht. So. Ich mag die Kelly Family von Anfang an und ich habe schon lange deren Weihnachts-CD. Sie singen deutsch, spanisch und englisch. Sie treffen nicht immer jeden Ton, aber die Interpretation rührt einen zu Tränen. So schön! Ich freue mich ehrlich drauf. Der Tag ist jetzt schon gerettet.

Bin ehrlich zuversichtlich, daß es dieses Jahr richtig schön wird.

Wie gestaltet ihr Weihnachten? Familienbesuche fallen bei uns halt flach. Macht ja nix. Ist vermutlich besser so. Für den 2. Feiertag brauche ich noch eine Idee.

Ab nächster Woche werden Plätzchen gebacken. (Unser Knusperhaus ist schon angeknabbert).!!

Fazit zu meiner Oktober Spar Challenge

So, der Oktober ist nun vorüber und somit meine "Spar-Challenge". 


Was ist draus geworden und was habe ich gelernt? Ich habe sehr engagiert und enthusiastisch angefangen. Im Bereich Lebensmittel Einkauf bin ich sehr viel bewußter geworden. Ich kaufe nicht mehr wild alles ein, was mir irgendwie appetitlich erscheint, sondern versuche die Zutaten für eine komplette Mahlzeit bereitzustellen. Dazu gehört auch die Verwendung der bereits vorhandenen Vorräte. Ich habe viel aus dem Tiefkühler verwendet und nur noch die fehlenden Sachen dazugekauft. Soweit so gut. Das Brot wurde immer gut aufgegessen, was früher nicht immer der Fall war und Obst und Gemüse kaufe ich nun  in kleineren Portionen, dafür öfter. So habe ich nicht soviel Überschuß und es wird alles aufgegessen. Das ist leicht umzusetzen und wirklich nicht schwer. Man muß es sich nur bewußt machen und vor dem Einkauf öfter seine Vorräte durchsehen. In diesem Punkt bin ich sehr zufrieden mit mir.


Allerdings habe ich festgestellt, daß es viele "äußere" Einflüsse gibt, die ich nicht wirklich steuern kann. Gerade gegen Ende des Monats kamen doch noch einige unvorhergesehenen Ausgaben hinzu. Ein großer Punkt sind die schulischen Veranstaltungen (jedenfalls bei uns). Tochter 1 fährt ins Theater zu Goethes Faust: 19 Euro Eintritt. Tochter 2 ins französische Theater: 10 Euro (plus jeweils etwas Taschengeld für Getränke usw.) Diverse Schul-Lektüren, die selbst angeschafft werden müssen: 30 Euro. Außerdem hatten diesen Monat mehrere Personen Geburtstag, die beschenkt wurden, und ich war beim Friseur, weil die Farbe erneuert werden mußte. (Klar, ich könnte auch mit grauen Strähnchen rumlaufen, aber das mag ich nicht, insofern ist diese Ausgabe ein Muß für mich). So, das alles war in der letzten Oktober-Woche und hat dementsprechend "reingehauen". 


Alles in allem war ich ganz gut, aber ich habe noch sehr viel Luft zum Verbessern. Ich habe trotzdem einiges an Deko gekauft, was nicht unbedingt nötig gewesen wäre, aber halt schön ist, und ich habe bei Amazon Bücher bestellt. 


Mein Fazit: Gewisse Lebensqualität muß sein, wenn man sich wirklich alles versagt, macht es keinen Spaß. Aber bewußt zu kaufen ist für mich das Schlüssel-Wort. Ich überlege mir wirklich bei jedem Kauf, ob er das ausgegebene Geld wert ist. Komme ich zu dem Schluß "Ja", dann ist es ok, auch wenn es nicht unbedingt zum "Nötigsten" gehört. Denn wenn ich zum Beispiel mit meiner Frisur unzufrieden bin, dann nützt auch die gesparte Ausgabe nichts. 


Ich werde auch im November in diesem Sinne weitermachen. Es stehen ja auch Weihnachtsgeschenke an und die wollen gut überlegt sein. Und ich möchte meinen Lebensmittel-Verbrauch noch perfektionieren. Da steckt echt eine Menge Sparpotential drin, hätte ich gar nicht gedacht. 







Montag, 24. Oktober 2011

Kleiner Tages Zwischenstand

Hier kommt ein kurzer Zwischenstand meines ersten "Genug-Gegrübelt"-Tages. Ich war tatsächlich schon um halb zehn im Fitness-Studio in meinem sehr geliebten Airslim Gerät. Danach habe ich noch ein bißchen Geräte Training gemacht und sofort gemerkt, daß ich eine längere Pause hatte. Es war schon ganz schön anstrengend! Aber ich habe somit den ersten meiner drei geplanten Sport Abschnitte in dieser Woche hinter mir.

Auf dem Heimweg habe ich zwei benötigte Überweisungen beim Arzt abgeholt. Um die zu kriegen, mußte ich erst an den Geldautomat (10 Euro Praxis Gebühr!).  Dann habe ich ein gefühlte halbe Tonne Altglas entsorgt (macht außer mir auch irgendwie keiner). Und bin noch kurz in den Supermarkt gehüpft, weil ich bei meiner gestrigen Viel-Wasser-Trink-Aktion alles leergetrunken habe.

Danach Mittagessen gekocht. Köttbullar mit Nudeln für die Mädels, überbackenen Blumenkohl und Feldsalat für mich. Lecker! Dann habe ich gerade noch einen Friseur-Termin ausgemacht und gleich morgen einen gekriegt. Freu!! (Das war der schöne Termin, ich muß auch noch dringend einen beim Frauenarzt ausmachen, weil ich dieses Jahr noch kein einziges Mal dort war, schäm). Die Überweisung hab ich schon, nur den Dienstplan für November noch nicht. Aber ich gehe das dann gleich an, sobald ich ihn habe. Sowas schiebe ich halt liebend gerne vor mir her. Letztes Jahr war ich im Dezember, also bin ich dieses Mal einen Monat früher, immerhin.

So, heute mittag ist nochmal Hausarbeit angesagt. Abendplanung? Keine. Das ist schlecht. Vielleicht fällt mir noch was Sinnvolles ein. So, das war's erstmal.

Mein Spruch des Tages (Montag, 24.10.2011)

Nicht das Ideale beschwören,

sondern das Mögliche tun !

Genug gegrübelt - auf geht's

Heute geht bei uns in Hessen nach den Herbstferien die Schule wieder los. Das heißt für mich, daß ich wieder mehr Freiräume für mich selber habe und sowas wie "Regelmäßigkeit des Alltags" möglich ist.  Es nervt mich nach wie vor sehr, wenn von den Mädels keine vor 12 Uhr mittags auftaucht. Wenn sie dann wach sind, weiß ich nicht, soll ich jetzt Frühstück oder Mittagessen anbieten oder beides oder was... Es ist so ein Schlendrian im Tagesablauf, den ich nicht leiden kann. Es ist jetzt kurz vor acht und die Bude ist leer. Das heißt, ich kann jetzt in Ruhe meine Siebensachen aufräumen, kann staubsaugen, Wäsche waschen und alles so machen, wie ich es gerne hätte.

Dann habe ich mir schon früh einen Airslim Termin im Fitness-Studio gegen lassen, damit ich gezwungen bin, hinzugehen. Der Schlendrian soll nämlich wirklich vorbei sein. Ich habe vormittags genügend Zeit zum Sporteln, kann danach heimgehen und habe immer noch den Tag vor mir. Das geht natürlich nur, wenn ich nicht morgens arbeiten muß. Ich habe mir fest vorgenommen, mindestens 3 x die Woche ins Fitness Studio zu gehen. Das ist machbar und organisierbar. Schließlich zahle ich eine Menge Geld dafür und mir tut die Bewegung gut.

Diese Woche soll für mich so eine Art "Rückführung" ins gesunde Leben sein. Ich habe gestern schon angefangen und seeeehr viel Wasser und viel Kräutertee getrunken (hat sich heute nacht dauernd bemerkbar gemacht, aber was soll's). Ich habe es einfach satt, zu warten, bis ein anderer merkt, wie schlecht es mir mitunter geht. Und dann vielleicht sogar noch freundlich hilft. Das wird nie passieren, also muß ich mich selbst gut um mich kümmern. Das klingt für viele andere vielleicht selbstverständlich, aber mir fällt es schon schwer, meine eigenen Interessen und Bedüfnisse durchzusetzen. Ich bin es halt gewohnt, die Interessen der anderen vor meine zu stellen (und die anderen sind es leider auch gewohnt). Aber ich versuche, mir das bewußter zu machen. Gestern war zum Beispiel herrliches Wetter und ich wollte gerne rausgehen und laufen. Außer mir kam keiner auf die Idee, also habe ich meinen Mann genötigt und siehe da, er ist mitgegangen. Und der Spaziergang war schön, die Sonne hat gut getan und die frische Luft. Danach habe ich wie gesagt eine Menge Tee genommen (bilde mir ein, daß dies entschlackt und Schadstoffe ausschwemmt; jedenfalls tut es mir gut).

So, langer Rede kurzer Sinn: Genug gegrübelt und gejammert. Mein Leben ist halt, wie es ist, aber ich bin für mich selbst verantwortlich und weiß am besten, was mir gut tut. Wenn mir keiner helfen mag, dann muß ich es halt selber tun. So, und darum esse ich jetzt einen Joghurt mit Granatapfelkernen, mache dann Sport und dann sehen wir weiter. Ich mache es mir eben selber schön.

Habt einen guten Wochenstart! Ich freue mich auf Eure Posts!

Samstag, 22. Oktober 2011

Nachdenkliche Eva

Hi ihr Lieben,


die meisten von Euch Blogerinnen sind doch einiges jünger als ich. Entweder ihr steht am Anfang eurer  beruflichen Laufbahn oder ihr seid dabei, eine Familie zu gründen. Das ist toll und kostet den ganzen mentalen und körperlichen Einsatz (grins).Und es ist schön. Es gibt einem ein Ziel. Das habe ich alles bereits hinter mir. Ich habe viele Jahre in renommierten Firmen als Abteilungssekretärin gearbeitet. Mit allem Zickenkrieg hinter den Kulissen, mit vorenthaltenen Informationen, die wichtig gewesen wären, mit aller Mißgunst mancher Kolleginnen, weil sie den gleichen Job hätten haben wollen. Mit einigen wenigen  ehrlichen Freundschaften, die mir heute noch viel bedeuten.
Dann habe ich eine Familie gegründet. Zwei Töchter sind daraus hervorgegangen. Eine ist inzwischen volljährig, die andere ist 15 und wird zunehmend erwachsener. Zurück bleibe ich.


 Inzwischen mache ich mir viele Gedanken über das Leben im allgemeinen (nicht, daß ich das früher nicht getan hätte, aber eben anders). Wo will (soll) ich noch hin? War das alles? Gibt es noch Ziele, für die es sich zu kämpfen lohnt? Ich habe nach langer Berufs-Pause zwecks Familienphase endlich einen Job gefunden, der mir Spaß macht. Jenseits der Vorstands-Sekretariate, jenseits der Banken und Industrieunternehmen. Nach einem Jahr am Empfang einer Radiologie-Praxis. Dort wurden Privatpatienten besser behandelt als Kassenpatienten. Manche Kolleginnen haben den "Chefs" die Füße geküßt. Ich konnte das nicht. Ich habe diesen Irrsinn ein Jahr lang durchgehalten. Dann wollte ich nicht mehr.


Jetzt ist es einfach ein Klamottenladen, der sowohl Kinder- als auch Erwachsenenkleidung verkauft und der mir die ganze Bandbreite der Gesellschaft vorführt. Es kommen Omas mit Enkelkindern, super pädagogische Mütter plus Sprößlinge ("Johannes, laß das" oder "Paul, gefällt dir diese Mütze?")  Johannes und Paul ist das pieps wurscht egal, aber die Mütter sind laut und ich bin froh, wenn sie wieder draußen sind. Es gibt süße kleine Mädels, die verschämt nach Röhrenjeans fragen oder engagierte Papas, die ihren Kindern etwas schönes schenken wollen, aber nicht wissen, was. Das ist super interessant und macht mega viel Freude. Karriere? Im Moment nicht mehr wichtig. Es macht mir zum ersten Mal im Leben uneingeschränkt Spaß, arbeiten zu gehen.


Wichtig wäre allerdings: Wie geht man mit dem Erwachsenwerden der Kinder um? Das sagt einem kein Mensch. Und vor allem: Was macht die "zurückgebliebene" Mutter? Ich werde älter, sehe nicht mehr so gut (brauche eine blöde Lesebrille) und auch körperlich muß ich wesentlich mehr tun als früher. Trotzdem bin ich im Geiste nicht anders als früher. Ich bräuchte einfach jemand, der mich mitzieht. Ich erinnere mich gut an eine Situation im Skiurlaub mit einer befreundeten Familie. Ich hatte einfach schon immer Angst vor Sesselliften und vermeide, wann immer es geht, sie zu benutzen. Meine damalige Bekannte hat mich einfach mitgezogen. Ach Eva, sagte sie, wir sind doch jetzt eh schon da, also laß uns doch einfach einsteigen. Und was hab ich gemacht? Ich bin eingestiegen. Ich hatte zwar Angst, aber es war toll.  Hätte ich mich sonst nie getraut. Aber irgendwie sagt mir niemand mehr, komm, laß uns einfach machen. Ich muß es sagen, ich bin die Mutter, klar, ich bin die Erwachsene. Und wenn ich sage, wo es langgeht, kann man mich wieder kritisieren und angreifen. Ein nie endender Kreis.


Und doch wäre es schön, so jemanden zu haben. An was oder wem orientiert ihr euch? Wo nehmt ihr eure Kraft her? Mir fällt es zunehmend schwerer. Manchmal bin ich kurz vor der Resignation. Und dann ist doch irgendwas in mir, das sagt, nein, du kannst noch soviel. Du kannst soviel besser. Könnte ich auch. Aber es ruft niemand ab. Und es interessiert keinen. Klar, muß ich es mir in erster Linie selber recht machen, schon klar, aber es ist verdammt schwer, wenn man keine oder nur negative Rückmeldung kriegt.


Was sind eure Ziele? Wo wollt ihr später mal sein ? Wie motiviert ihr euch? Wie müßte in euren Augen eine Frau in der zweiten Lebenshälfte sein?


Ich für mich möchte auf jeden Fall noch einigermaßen attraktiv und hübsch sein. Natürlich kann ich nie mehr den Stand einer 30jährigen erreichen, aber elefäntöse Einmannzelt-Trägerin wäre unerträglich für mich. Ich möchte irgendwie "amazing" bleiben. Es ist so schwer. Man kann  noch soviele innere Werte haben, wenn die Hülle nachläßt, interessiert das keinen mehr. Ich interessiere mich für Literatur, Musik und Kunst. Für Philosophie und Theologie-Geschichte. Und? Egal. 


Hey, ich bin's. Eva. Anders als viele. Sehr einzigartig. Und doch so gleich. 


Leben? Schwer. Trotzdem. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Yes, I can. Hoffe ich zumindest.

Freitag, 21. Oktober 2011

Lebkuchen-Häuschen

Gestern wurde ich beim Einkaufen von meinem Töchterlein begleitet. Ich hatte mich gerade mit verschiedenen Schinkensorten befaßt, als ich hinter mir einen freudigen Aufschrei hörte: "Uhhh, wie süß, guck mal, ein Lebkuchen-Häuschen!" Überrascht von dem plötzlichen Emotionsausbruch habe ich mich mit folgender Verpackung konfrontiert gesehen: 



Nur nochmal zur Erinnerung, es handelt sich hier um meine Fünfzehnjährige!! 

Als meine Mädels klein waren, haben wir in der Vorweihnachtszeit immer einen Nachmittag damit verbracht, so ein Häuschen zu dekorieren. Gleichzeitig haben wir die ersten Weihnachts-CDs laufen lassen, vorzugsweise mit Rolf Zuckowski und Detlef Jöcker. (Wir hatten auch eine von Stefanie Hertel und die war sehr süß, aber pssst, nicht weitersagen). 

Jedenfalls scheint das mein Tochterkind in guter Erinnerung zu haben, was mich natürlich sehr freut     !!

Sie hat ganz alleine mit viel Liebe und Sorgfalt Puderzucker angerührt und das Häuschen zusammengeklebt. Danach wurde von ihr ausführlich dekoriert (allerdings ohne Beschallung von Rolf Zuckowski).  Das kam dabei heraus:



Irgendwie hätte ich sie in diesem Augenblick knutschen können. Ich habe doch nicht alles falsch gemacht.  Es hat mich einfach nur gefreut.

Aus diesen kleinen Momenten kann (und muß) ich momentan Kraft und Energie ziehen. Jap, gut gemacht!

Mittwoch, 19. Oktober 2011

Viel Arbeit

Gestern war unsere Gebietsleiterin vom Laden da. Weil wir so knapp an Personal sind und sowieso immer seeehr viele Überstunden anfallen, hat sie mir angeboten, in Zukunft statt auf 400 Euro Basis auf Lohnsteuerkarte zu arbeiten. Ich werde wohl erst einmal nicht sehr viel mehr in der Lohntüte haben, aber ich zahle in die Rentenkasse ein. Das ist doch auf jeden Fall toll. Meine Kolleginnen sind sehr zufrieden mit meinen Leistungen  und haben daher das Ganze befürwortet und das finde ich toll. Ehrlich!! Mir hat der Job ja schon immer Spaß gemacht,  aber wenn man anerkannt wird, ist das noch viel besser. Allerdings mache ich jetzt schon den dritten Tag mehr Stunden, als ich eigentlich müßte, und mir tun die Beine so weh.  Abends daheim kann ich kaum noch laufen, das ist blöd.

Tja, daheim läuft es momentan leider nicht ganz so gut. Wir haben die zweite Woche Herbstferien, nächsten Montag geht die Schule wieder los. Ich bemühe mich wirklich sehr, eine schöne und gemütlich harmonische Atmosphäre zu schaffen, aber nicht alle Familienmitglieder schätzen das. Ich habe die Wohnräume schön gestaltet mit Kerzen und Lichtern für die dunklen Abende. Ich würde mich so sehr über gute Gespräche freuen und über so eine Art Harmonie. Leider Feeeeehlanzeige. Irgendwie scheine ich alle Ausnahmen und Sonderfälle dieses Planeten anzuziehen. Weiß auch nicht warum.

Ich bin es ja gewöhnt, Alleingänge machen zu müssen. Und ich will das wirklich überhaupt nicht dramatisieren.  Aber manchmal wäre ein bißchen liebevolles Entgegenkommen einfach schön. Ein Lichtlein für mich, jemand, der sich auf mich freut und vielleicht sogar für mich eine Tasse Tee kocht oder mit einem Glas Sekt auf mich wartet oder oder ... Naja, ich lebe auch so.

Ja, irgendwie ist gerade alles sehr eigenartig. Ich habe das Gefühl, daß, je mehr ich mich bemühe, desto mehr laufe ich gegen Wände. Ich habe nichts verbrochen in meinem Leben, außer daß ich existiere. Ich bemühe mich, sonst  bemüht sich niemand.  Es ist so schwer manchmal, eigentlich meistens. Und dennoch bin ich immer noch da und habe immer noch nicht aufgegeben.

Ich hatte so oft das Gefühl, daß das Schicksal mir etwas Gutes tun möchte, egal wie beschissen mein Leben auch bisher so war. Aber so ganz allmählich kommen mir Zweifel. Oder kommt noch was nach? Ich glaube nicht. Ich weiß einfach nicht, was ich denken soll. Nicht, wie ich mich verhalten soll. Wenn irgendetwas halbwegs Positives passiert, kommt der Mist im Quadrat nach.

Also, wie immer : Aushalten, Klappe halten, morgen wieder aufstehen, nicht fragen, warum, einfach weitermachen. Weiter, weiter...  Wohin? Warum? Keine Ahnung.

Ich habe einen Neuen...

und ich liiiieeebe ihn!! Der Blick hat mich einfach umgehauen und er ist sofort  bei mir eingezogen!! 


Wir sind ein absolutes Traumpaar, das wird was Lebens-längliches. Diese Haltung, diese Augen, der Style und überhaupt. Und vor allem: Er meckert nicht!! 


Aber guckt selbst:















Na, da hab ich doch nicht zuviel versprochen??








Sonntag, 16. Oktober 2011

Einfach nur so

Was ist, wenn man mit seinem Herzblut gegen die Wände der Intoleranz läuft? Es ist Folter....

Gleichgültigkeit ist die schlimmste Form.



Der Mond versteckt sich,
denn ihm graut vor mir
Kein Licht im Weltenmeer
Kein falscher Hoffnungsstrahl
Nur die Stille. Und in mir
die Schattenbilder meiner Qual


Eines Tages, wenn die Erde stirbt,
und der letzte Mensch mit ihr
Dann bleibt nichts zurück
als die öde Wüste
einer unstillbaren Gier
Zurück bleibt nur
die große Leere
einer unstillbaren Gier.


Und der Roboter weinte, und der Roboter weinte
auf die Erde fielen seine Silbertränen
so wie nie zuvor.




Du hast nicht mit deinem Namen unterschrieben.
???? Es sind alles Fotos von mir !!!!!


Du stellst immer so blöde Fragen.


Sie hat gesagt , der Abend war vergeudet. 


Das ist ihr Freundeskreis, lass sie. Ich habe doch gesagt, 2 Euro.




Du siehst alles so negativ. 


Nein, ich sehe gar nichts mehr. 


Wer bist du? Wer bin ich? Warum? Warum?


Du bist schuld. Schuld. Schuld. Schuld.


Du natürlich nicht. Auf keinen Fall.


Scherben. So anstrengend. So sinnlos. 


Das beste verdanken wir dem Zufall. Stimmt manchmal. Stimmt oft. 


Ich warte. Warte. Warte. 





Freitag, 14. Oktober 2011

Gute Laune Bild

Dieses süße Kerlchen hängt momentan bei mir am Kühlschrank. Und obwohl ich es inzwischen schon gut kenne, zaubert mir dieser kleine Kerl beim Vorbeigehen immer wieder ein Lächeln ins Gesicht. Ich kann gar nicht anders. So putzig!






Und im übertragenen Sinne (also im Eva Style) denke ich mir: Hallo, Rest der Welt, ich bin Tarzan, ätsch, aufgepaßt!!!

Naja, vielleicht wäre ich lieber Jane?? Ach egal, dickes LÄCHELN einfach.

No shopping!

Im Zuge meines "Spar-Monats" Oktober, in dem ich bewußter einkaufen möchte, bin ich bei meiner Recherche nach passender Literatur auf dieses Buch gestoßen:








No Shopping! - Ein Selbstversuch      von Judith Levine


Jetzt widerspricht sich die Sache ja an sich, daß ich ein Buch kaufe, wo ich doch weniger kaufen möchte. Aber es war ein "Restexemplar" für 4,99 Euro und das - so habe ich beschlossen - ist absolut in Ordnung. Der Klappentext war interessant und hat mich neugierig auf mehr gemacht. 


"Judith Levine hat ein Jahr lang nichts gekauft - zumindest nichts, was über das Nötigste hinausging. Aber zählt Wein wirklich zum Nötigsten? Und was ist mit diesen limettengrünen Schuhen? Mit Intelligenz und Witz erzählt Levine von den Auswirkungen auf ihren Alltag, ihre Beziehung, ihre Psyche und ihren Kleiderschrank. Schon bald gibt es Schwierigkeiten, das Experiment durchzuhalten. Sie sieht sich Sabotage-Versuchen ausgesetzt, und mehr als einmal steht sie am Scheideweg, bis sie sich sogar dem kommerziellen Sündenfall ergibt.
Eine pointierte Darstellung des zutiefst menschlichen Hanges, sich selbst etwas vorzumachen: Voller Selbstironie und einmalig komisch, ist dies ein Buch für alle Frauen, die schon einmal Einkaufstüten in die Wohnung geschmuggelt haben."


Da ich gestern lange arbeiten mußte, habe ich erst das erste Kapitel gelesen.  Aber ich bin sehr gespannt auf den Rest. Vor allem - ich bin nicht allein. Es geht anderen Frauen auch so - dieser ständige Zwiespalt zwischen Haben-Wollen, Haben-Müssen und der Abwägung, brauch ich's oder brauch ich's nicht. Ist ja alles relativ. Und höchst interessant.


Auf jeden Fall werde ich berichten. Bis jetzt halte ich mich ganz gut. Könnte natürlich besser sein, aber ich habe noch keine unnötigen Kosmetika gekauft (nur angeguckt und seufz, wieder ins Regal gestellt) und auch keine Kleider für mich. (Nur einen süßen Rock und ein Punkte-Oberteil im H&M fürs Töchterlein). 


Und heute gibt es Ratatouille zum Essen, da ich noch Zuchhini, Paprika und Karotten habe. Ganz fleischlos und daher sehr gesund. Außerdem mag ich es. Mein Mann ist zwar leicht brummig angesichts des doch im Vergleich zu sonst eher leeren Kühlschranks, aber tja... Spätestens morgen muß ich wieder Lebensmittel kaufen. Mal sehen, was dann mit darf.



Dienstag, 11. Oktober 2011

Eigentlich noch ne Enttäuschung, aber auch was Gutes

Ich habe gerade eine Absage bekommen. Von unserem Besuch, der sich für Freitag und über das ganze  Wochenende angesagt hatte. Und zwar schon länger. Es war alles schon geplant. Ich und wir alle haben uns sehr gefreut. Ich hatte schon überlegt, was wir zum Essen machen. Und vor allem  habeich mir mit viel Gegenwind den Samstag freigeschaufelt, obwohl ich eigentlich hätte arbeiten müssen. Jetzt übernimmt eine nette Kollegin meine Stunden am Samstag.

So, und gerade kam ein Anruf. Angeblich muß das schulpflichtige Kind am Samstag in die Schule und hat sogar noch eine Schulaufführung und das fällt der Mutter heute (Dienstag abend) ein. Ja klar. Und ich bin  der Weihnachtsmann.

Sowas finde ich echt doof. Und ich glaube es auch nicht. Wie auch immer. Ich war im ersten Moment mega enttäuscht. Aber dann dachte ich mir, die sind selber schuld. Dann halt nicht.

Und oh Wunder, meine Tochter war heute ganz süß. Keine Vorhaltungen. Sie hat es sogar verstanden, daß ich enttäuscht bin. Sie war den ganzen Tag über schon sehr lieb zu mir. Wir haben heute mittag zusammen Tee getrunken und abends Salat mit Walnüssen gemacht. Und ich habe sogar ihre Spiegelreflex-Kamera für meine Gemüse-Bilder angeboten bekommen. Freiwillig. Na, wenn das kein Grund zum Freuen ist !!!

Also, wie Martina sagte, das Blöde nicht so sehr an mich ranlassen. Ich habe jetzt den Samstag frei, ist doch toll (nein ich habe kein schlechtes Gewissen, ich kann doch jetzt nicht wieder ankommen und sagen, ääh, ich habe jetzt doch Zeit. Das kommt blöd. Und ich bin auch schon sehr oft für andere eingesprungen). Wir werden den Garten wintersicher machen und Hecke schneiden und ich werde keinen Streß haben und überhaupt.

Na, ich lerne dazu. (gut, enttäuscht bin ich trotzdem).  Aber es geht schon.

Herbstlicher Vitamin Einkauf

Da es draußen grau und trüb ist, habe ich heute ein paar bunte Vitaminlieferanten gekauft. Im Zuge gesunder Ernährung möchte ich ja möglichst viele frische und bunte Dinge ins tägliche Essen integrieren. Das sah heute so aus:









Für Tee oder heiße Zitrone mußten auch Zitronen und Ingwer her. Ingwer wärmt schön von innen, wenn es draußen kalt ist.




Ich hatte außerdem einen einzelnen wunderschönen rotbackigen "Schneewittchen-Apfel" gekauft. Wir sind nicht die großen Apfelesser, daher kaufe ich die nur in sehr begrenzter Stückzahl. Dieses Mal hat der Apfel nicht mal meine "Foto-Session" erlebt, da meine Tochter schneller war. Das ist übriggeblieben:


Die Bilder sind übrigens gedreht abgespeichert, werden aber trotzdem so schief hochgeladen, weiß nicht warum. Aber man kann ja trotzdem alles erkennen.



 Ja, und dann ist mir noch folgendes in den Einkaufswagen gehüpft:



Da ich mir momentan leider kein Wickelkleid von Diane von Fürstenberg leisten kann, mußte Tchibo herhalten. Schääääm! Ich wollte diesen Monat wirklich nur kaufen, was ich brauche. Aber da ich kein Wickelkleid habe, brauche ich es (vielleicht). Oder?  Ich habe es noch nicht mal anprobiert. Und ich kann es umtauschen. Mal sehen. Es lag ganz plötzlich da und hat gerufen: Nimm mich mit! Aber sonst war ich bis heute echt gut. Jawohl!!



Montag, 10. Oktober 2011

Wieder mal von vorne

In den letzten paar Tagen war ich nicht sehr diszipliniert. Auch nicht fürchterlich daneben, aber es hätte besser sein können. Es sind bei uns Herbstferien, das große Tochterkind weilt auf Teneriffa, die Kleine weilt noch im Bett, da sie gerade die "Club-Welt" für sich entdeckt und morgens dementsprechend müde ist. Wir fungieren mal wieder als Taxi (in diesem Fall mein Mann, weil mitten in der Nacht bin ich nicht so zum Autofahren zu gebrauchen). Irgendwie ist äußerlich alles wie immer.
Trotzdem bin ich innerlich mal wieder zu Tode enttäuscht. Ich gebe mir relativ viel Mühe im Umgang mit den Mädels. Wie ihr ja wißt, fällt mir das "Loslassen" nicht gerade leicht. Aber ich lerne ja dazu. Ich frage kaum noch nach, lasse sie relativ ihr Ding machen. Leider erzählen sie mir auch kaum was. Nun gut. Wenn ich was wissen müßte, würde sie es mir sagen, war kürzlich die Aussage einer meiner Töchter. Ganz ehrlich? Ich glaube es nicht. Es gibt soviele Dinge, die sie wirklich toll macht, aber auch ein paar, die ich überhaupt nicht verstehe. Mit ihr darüber reden geht leider nicht, sie reagiert total genervt. Also lass ich es eben.

Dann meine Mutter. Sie hatte 71. Geburtstag. Wie ja bereits erwähnt, habe ich seit 1 Jahr keinen Kontakt mehr und das aus gutem Grund. Trotzdem hatte ich ein schlechtes Gefühl zwecks Geburtstag. Ich habe mir  überlegt, daß ich statt Geburtstagskarte Fotos von mir schicke. So als schöne Collage, paar von früher und paar von heute. Das sah so aus:




In der Mitte meine Mädels, drumherum ich. Unten rechts meine gleichaltrige Cousine und ich (ich bin die linke). Ich fand das eine nette Idee. Reaktion? Nullkommanix. Gar keine. Niente.

Klar war ich enttäuscht. Wie immer halt. War ja fast nicht anders zu erwarten, aber trotzdem. Und von meiner restlichen Family hier auch nur Ablehnung und Genervtheit: "Was willst du denn? Hast du was anderes erwartet? Wie blöd muß man sein, hak es endlich ab" usw. und so fort. Das hat richtig weh getan. Weder mein Mann noch meine Tochter hatten nur ein liebes Wort übrig. Ich will sie ja nicht nerven mit dem Thema, aber ab und an beschäftigt es mich halt. Und wenn dann solche Ablehnung kommt, fühle ich mich erst recht gekränkt. Und das wirft mich in meinen ganzen anderen Bemühungen irgendwie auch zurück. Da hab ich dann keine Lust mehr, Sport zu machen und mich zu bemühen, möglichst hübsch auszusehen für mein Alter oder ein schönes zuhause zu schaffen, weil es eh keinem auffällt. Ich weiß, das es blöd ist, aber das ist halt dann so. Die nehmen mir wirklich jeglichen Elan.

Ja, so sieht's aus.  Alles von vorn. Schwierige Sache. Rock'n Roll...   

                                                   








Sonntag, 9. Oktober 2011

Erste Vorboten von Halloween

Heute haben wir die Ecke unter unserer Kellertreppe aufgeräumt. Da wandert meistens erstmal alles hin, was nicht mehr gebraucht wird und was keinen eigenen Platz hat. In regelmäßigen Abständen räumen wir die Ecke auf und entdecken jedes Mal schon fast vergessene Dinge.
So habe ich heute meine Halloween Lichterkette gefunden (freuuu) und gleich mal einen Platz zum Aufhängen gesucht. Früher haben wir sowas in den "Kinderzimmern" aufgehängt, aber das geht ja jetzt gar nicht mehr. Sind doch alle schon soooo groß.
Tja, da habe ich kurzerhand das Teil um unsere Stehlampe geschlungen und finde es toll! Ich werde halt nie erwachsen, habe irgendwann den Zeitpunkt verpaßt, aber das macht nichts, ich fühle mich sehr wohl.

Mittwoch, 5. Oktober 2011

Test Test - Kürbis vom Blech

Da mir die Kürbissuppe mit Lachs bei meiner Schwester so gut geschmeckt hat, war ich heute mutig und wollte auch ein Kürbis-Rezept ausprobieren. Ich hatte noch ein Tim Mälzer Rezept Heftchen mit dem Thema Herbst und Kürbis:


Es sollte Kürbis vom Blech werden. Also habe ich einen Bio Hokkaido Kürbis gekauft.  Ich habe ihn schön gewaschen und mit einigem Kraftaufwand zerstückelt. Haiiiihooooo! Kam mir vor wie Kung Fu Panda.



Ich habe ihn in kleinere Stücke zerteilt. Dann Zwiebelchen in Butter angedünstet, Speck dazugegeben, Muskat, Chilli, Salz und Pfeffer und das ganze auf den Kürbis-Stückchen verteilt. Außerdem etwas gerebelten Rosmarin dazu.



Nach 35 Minuten bei 200° C war das Ganze weich. Und ich war super gespannt. Und ... naja, der Speck war klasse. Der Kürbis drunter relativ dick. Ach so, ich hatte noch Feldsalat dazu. Aber so wirklich ist der Funke nicht übergesprungen. Ich habe 2 Stückchen gegessen, mein Mann eins (!!) und die Mädels gar nix. Toll. Also, neuer Plan. Ich habe den Speck runtergekratzt und werde morgen aus den Kürbisstücken eine Kürbis-Kartoffelsuppe machen. Mit Cayenne Pfeffer. Dann schmeckt das bestimmt gut.

Hat jemand Erfahrung mit Kürbis vom Blech? Hab ich was falsch gemacht oder haben wir einen komischen Geschmack? Das war einfach zuviel Kürbis für die Füllung. Was soll's. Ich habe es versucht. 

Aber Tim Mälzer hat noch viele andere tolle Herbstrezepte auf Lager. Da werde ich noch mehr ausprobieren. Wird schon klappen.





Scan Versuche

Wir haben mal unseren Scanner ausprobiert. Ich habe ein paar Baby -Fotos von mir eingescannt. Irgendwie machen die mich ganz schön melancholisch. 

Das war der Beginn meines Lebens. Als süße kleine Maus. Wenn ich diese Fotos betrachte, frage ich mich immer, wo ich heute so stehe. Oder wo ich stehen sollte. Ich glaube, das kann kein Mensch beantworten. Soviele Jahre dazwischen. Soviel Gutes, soviel Schlechtes. 



Das schönste Blümlein auf der Welt!


Meine eigenen Töchter sind jetzt schon groß. Unglaublich. Wo meine Reise wohl noch hinführt? Nobody knows. 



Das linke bin ich, rechts meine gleichaltrige Cousine. Lang ist's her.



Dienstag, 4. Oktober 2011

Sparmonat Oktober

Heute ist ja sozusagen mein erster Challenge-Tag im Oktober (waren ja nur Feiertag- und Wochenend-Tage bisher). Ich habe also meine Gefriertruhe inspiziert und überlegt, wie ich das bereits Vorhandene möglichst sinnvoll ergänzen kann. Das führte zu folgendem Speiseplan für diese Woche: Einmal gibt es Hähnchen (vermutlich mit Pommes), dann einmal Köttbullar (habe eingefrorenes Hackfleisch), einmal Kartoffeln mit Spinat und Ei und einmal Kartoffelsuppe mit Lachs. Das wären dann schon die Mittagessen bis zum Wochenende. Heute habe ich die dazu fehlende Zutaten eingekauft, z.B. Lachs, Spinat und Zwiebeln. Außerdem hat mir Waschmittel gefehlt und Kaffee und diverse Kleinigkeiten wie Küchenpapier, Spüli usw.  Nur dieses Nötigste hat mich ca. 49 Euro gekostet. Wenn ich gut wirtschafte, dann schaffe ich es bis zum Wochenende. Keine Pizza- oder Döneranfälle eingerechnet.

Die Abendessen sind noch nicht eingeplant, da muß ich halt spontan irgendwas organisieren. Ich bin mit erhobenem Haupt an den Sonderangeboten vorbeigelaufen, war gar nicht so einfach. Mein Tank ist 3/4 voll, müßte also auch noch ein paar Tage reichen. Außerdem hätte ich theoretisch genug haushaltliche Aufgaben  daheim zu erledigen, muß also gar nicht einkaufen gehen. Außerdem nimmt der Sport auch noch Zeit in Anspruch, also keine Zeit, blöd Geld auszugeben.

Meine Ebay-Kiste quillt über, ich könnte vieles zum Verkauf einstellen. Irgendwie ist mir gerade der Tag zu kurz, un all das unterzubringen, was ich tun möchte. Vielleicht schaffe ich morgen ein bißchen mehr.

Immerhin war ich heute eine Stunde walken, das war toll und die Sonne hat mich gestreichelt. Morgen soll das Wetter ja kippen, schauen wir mal.

Gute Nacht, bis morgen!!!

Noch ein paar Fotos von den Zwillingen

Als wir gestern ankamen, wurden die beiden zuerst mal gefüttert. "Tante Eva" hatte schon Schwierigkeiten dabei, die zwei anzuschnallen, da waren immer die kleinen Krabbelfinger dazwischen:


Das Füttern hat dann der Papa besorgt (ganz ehrlich, so ein Gekleckere hätte ich auch gekonnt).


Dann wurde gespielt und gekrabbelt. Während sie im Garten jedes Blättchen ganz genau beäugt und untersucht hat, hat Laurin sich viel mehr für die Technik seines Buggies interessiert. Ganz Junge.




Danach haben wir eine kleine Ausfahrt gemacht.



Es ging zur nahegelegenen Trabrennbahn. Meine Schwester erzählte mir von den Reaktionen der Leute, wenn sie mit den Zwillingen unterwegs ist: "Ach wie süß, zwei Jungs!!!(Isabel ist meistens rosa angezogen, Laurin blau, sie hat ein Schleifchen im Haar ??!! Aha.

Oder: "Das sind aber keine Zwillinge". Ääähm, was dann? Ein Wunder der Natur? Zwei in einem Monat, aber keine Zwillinge, hääh?  Jedenfalls wird man sehr aufmerksam betrachtet, das ist mir auch aufgefallen.






Und dann gab es noch eine Überraschung. Eine Ausfahrt nur für mich. Sozusagen, eine Buggy-Fahrt für große Mädchen. Meine Schwesterlein und ihr Mann haben sich nämlich ein Cabrio zugelegt, zusätzlich zum "Familienbomber".  Und da durfte ich mit auf eine kleine Rundfahrt. So ganz wohlgefühlt habe ich mich am Anfang nicht, war etwas verkrampft. Ich saß noch nie in einem Porsche. Aber ich muß sagen, es hat Spaß gemacht. Die Leute gucken einen genauso (blöd) an als wenn man mit einem Zwillings-Buggy unterwegs ist:



So, das war's. Es war ein wirklich schöner Tag, den ich sehr genossen habe.




Montag, 3. Oktober 2011

Sind wieder da

So, sind nach Ausfahrt in den Ruhrpott wieder gut gelandet. Es war ein sehr schöner Tag für mich.Es gab einen Begrüßungs-Sekt, dann bin ich bekocht worden. Mittags gab es Kürbissuppe mit Lachs und abends haben wir chinesisch bestellt. Dazwischen habe ich ausgiebigst mit den Babies gekuschelt. So süüüß! Auf die Schnelle heute noch ein Bild:


Isabel und ich, das Zwillings-Mädchen. So süß!! Der Bruder auch. Morgen kommen mehr Fotos.

Gute Nacht!!

Sonntag, 2. Oktober 2011

Wochenende

Nach einem langen samstäglichen Arbeitsnachmittag habe ich den heutigen Sonntag sehr genossen. Gleich heute früh hat mich mein Mann mit einer schönen Tasse Kaffee geweckt und zum Fitness-Studio überredet. Hätte eigentlich gerne länger geschlafen, aber so konnte ich ja kaum Nein sagen. Ich habe stattdessen um Punkt zehn angefangen, Kraftübungen zu machen. Hinterher fühlte ich mich ganz toll, es hat Spaß gemacht. Dann haben wir gegrillt und später ein Eis von der Eisdiele geholt (war mega unnötig, aber lecker. Bald macht die ja eh zu).

Außerdem habe ich heute meine 3/4 Jeans angehabt, die im Sommer noch sehr eng saß und echt gespannt hat. Aber heute, taddda, sie sitzt locker, ganz ehrlich. Dann hat mich mein Schwesterherz angerufen und für morgen eingeladen. Da nichts wirklich dagegen spricht, habe ich zugesagt. Es ist schönes Wetter angesagt und wir haben sonst nix vor, also fahren wir morgen 3 Stunden hin und 3 Stunden zurück. Was soll's. Ich werde die Zwillinge wieder sehen, die sind jetzt schon 11 Monate alt. Ich werde viele Fotos machen und beide knuddeln und ich freue mich drauf.

Meine Große ist gut von ihrer Abifahrt nach Rom zurückgekehrt. Sie ist Samstag nacht um 4 Uhr mit dem Bus angekommen und wurde von uns abgeholt. Wie kann man so blöd in Rom abfahren, daß man nachts um 4 ankommt???? Nun ja, wir haben eine Night-Session hinter uns. Wecker gestellt, im Jogging rausgegangen und nun ja. Dann haben wir erst geredet und sie hat unseren Hasen begrüßt. Der war natürlich eh wach. Danach habe ich sogar noch die Spülmaschine angestellt. Interessante Nacht!

Heute nacht hat meine Tanzmaus "All-Night-Long-Party" in der Tanzschule. Das heißt, daß die Tanzschüler in der Tanzschule übernachten mit Schlafsack auf dem Boden. Vorher wird natürlich getanzt und DVD geguckt und es gibt was zu essen. Die Kiddies finden das ganz toll. Morgen früh um 8 muß sie wieder geholt werden. Danach fahren wir zu meiner Schwester. (Ohne Mädels, die schlafen erstmal aus). Ja, das war bisher mein Sonntag.

Jetzt stellt sich nur noch die Frage, was ziehe ich morgen an? Es muß autotauglich sein und kindertauglich und krabbeltauglich und trotzdem gut aussehen. Vorschläge erwünscht. Vermutlich enge Jeans und Shirt plus Weste oder rote Jeans und T-Shirt oder Jeans und Longbluse?? Rock ist nicht so toll, da kann ich schlecht auf allen vieren durchs Wohnzimmer robben. Gar nicht so leicht, außerdem wird es morgen nochmal megawarm. Ich freue mich echt auf die kleinen Pfötchen, die durch die Gegend patschen und die Köpfchen, die sich vertrauensvoll an einen kuscheln, ich liebe einfach Babies. Laurin und Isabel ich komme! Und natürlich freue ich mich auch sehr auf die "große" Schwester Amelie, mein Patenkind. Sie wird schon 9 dieses Jahr. Das geht so schnell.