Mittwoch, 14. September 2011

Traurig

Kennt ihr das Gefühl der völligen Leere? Das Gefühl, mißverstanden zu werden, weil das Gegenüber nicht in der Lage ist, einen zu verstehen oder es gar nicht erst versuchen will? Ich weiß nicht, was schlimmer ist. Manchmal komme ich mir vor, als ob ich in einer Hülle durchs Leben laufe, die zwar alles an mich dran und reinläßt, aber irgendwie nix raus. 


Wenn so gleichgültige Reaktionen von Menschen kommen, die einem (eigentlich) sehr nahestehen, dann tut mir das besonders weh. Wenn sich die Anzahl der Menschen häuft, die so reagieren, bin ich ratlos. Ich fühle mich einsam und allein. Bei mir ist es leider auch so, das manche sich sogar aufschwingen und meinen, mir sagen zu müssen, was mich interessieren darf und was nicht, jede Frage wird sofort kommentiert und niedergemacht, jedes Gespräch im Keim erstickt. Wenn ich versuche zu erklären, daß es halt meine Empfindungen und Gedanken sind, meine eigene Meinung, meine Persönlichkeit, dann wird das mit unglaublicher Intoleranz und Härte niedergewalzt. Zurückbleibt mein niedergeschmettertes Ich. 


Dann frage ich mich, was ich falsch gemacht habe, warum ein ehrliches und respektvolles Gespräch nicht möglich ist. Warum ich überhaupt so gesehen werde, als ob jeder über mich urteilen und mich treten kann, je nach Belieben. Und ob das das Leben ist, das ich führen möchte. 


Es ist so unglaublich anstrengend, sich da wieder rauszuziehen. Wieder ganz normal weiterzumachen, bis zum nächsten Schlag ins Gesicht, der so sicher kommt, wie das Amen in der Kirche. Manchmal habe ich echt keine Lust mehr. Und keine Kraft. Für was ? Für wen ? Habe ich denn kein Anrecht auf Glück, nur immer die anderen? Wie weit darf und kann das gehen? Muß ich wirklich mein Ich komplett zurücknehmen, nur damit andere zufrieden sind? Darf man von mir alles nehmen und nichts wird gegeben außer Gleichgültigkeit (was ja noch der beste Fall ist) und Verachtung, Spott und Hohn? Wieso mag mir keiner helfen? Bin ich nicht liebenswert? 


Solche und ähnliche Gedanken beschäftigen mich dann die halbe Nacht. Und sie morgens abzuschütteln ist schwer. Ich träume oft auch wirres Zeug, das sich dann so wahr anfühlt, als ob ich mitten drin wäre.


Was ich mir wünschen würde, wäre Geborgenheit, Achtung, Achtsamkeit, Verständnis, Wohlwollen und tadaa jetzt kommt's Liebe. Wirklich Hohn aus meinem Mund, sei ruhig Eva, das gibt's für dich nicht. Vermutlich sind das auch zuviel der Wünsche.


So, auf geht's, Tagwerk ist angesagt und funktionieren. So wie immer halt.

Kommentare:

  1. Ich schick Dir viele Tröste-und-Umärmel-Grüße *alleswirdgut* LG Eri

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  2. Hi,
    ich habe das im Winter und ich rate dir dringend dir Hilfe zu holen! und zwar solange du noch denken kannst. glaub mir wenn du in den depri strudel richtig reinrutschst dreht sich alles nur noch im Kreis und das Leben wird immer weniger lebensdwert. Bitte geh zu deinem Arzt. und lass dich von oben bis unten durchchecken und eventuell zu jemanden überweisen der dir ruig zuhört ohne dich zu veruteilen. (Das hilft manchmal wunder sich mit einem professionellen zuhörer zu unterhalten)

    Ich will nicht sagen dass du krank bist oder dass bei dir was nicht stimmt aber du stehst (vonm dem was ich aus deinen Zeilen raus lese)ziemlich dicht an ein einem gefährlichen Abgrund. Ich kenne das wirklich auch und es geht so schnell dass man eien Monat flach liegt weil absolut gar nichts mehr geht, eine Freundin hat jeden morgen 30 Mintuen geweint und nciht gewusst warum bis beim artzt raus kam dass sie einfach einen caltium mangel hatte, jamand anderst den ich kenne fehlen 2 Monate, sie ist jeden Tag aufegstanden und hat fuktioniert erinnet sich aber an ncihts aus der zeit auch nciht wie sie auf der Straße zusammen gebrochen ist sie hat 2 Monate reha gebraucht um wieder zu sich zu finden.
    BItte hol dir Hilfe bevor du in eine Richtung schlidderst, aus der du alleine nciht mehr raus kommst.
    fühl dich gedrückt Sina

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  3. Liebe Eva,

    ich lese ja auch regelmäßig bei Dir mit und ich muß Sina (leider) absolut recht geben...

    Du solltest, nein, Du MUSST Dir dringend professionelle Hilfe suchen, damit es Dir bald besser gehen kann!

    Ich weiß wovon ich rede. Und ich weiß auch, daß es nicht immer einfach ist sich einzugestehen, das man/frau es alleine nicht mehr schafft, aber das ist keine Schande und es würde Dein Leben auf mittelfristige/längere Sicht mit Sicherheit um einiges verbessern!

    Diese "Ups and Downs" bei Dir... Ich kenne das nur zu gut...
    Und Du hast ja auch schon genug durchgemacht in Deinem Leben (denke ich mir zum Einen, und zum Anderen erwähntest Du im Laufe dieses Blogs ja auch einiges), das es ja auch kein Wunder ist, wenn Du immer wieder am (Ver-)zweifeln bist...

    BITTE fange mal (mehr) an, an Dich zu denken.

    Wenn nicht jetzt, wann dann???

    Mitfühlende Grüße... Katharina

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  4. Liebe Eva, ich kann mich meinen Vorschreiberinnen inhaltlich nur anschließen. Du brauchst Hilfe von außen! Und was ganz wichtig ist, du sollst diese Hilfe annehmen!
    Bitte lass dir helfen!

    *ganzliebdrück*
    Grüße
    Martina

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  5. Ich verstehe ziemlich genau, was du meinst.... wenn ich die Kommis der anderen lese, dann brauche ich wohl auch Hilfe... vielleicht ist Hilfe gar nicht falsch....aber manchmal hilft es auch schon zu wissen, dass es anderen genauso geht....

    Und ja... mir geht es genauso wie dir...nur dass ich zig Jahre jünger bin, keine Kinder habe, die mir auf der Nase rumtanzen und bei mir wohl keiner verständnis dafür haben würde...

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  6. "Wohne bei dir selbst!" Ein bekannter Spruch des Münchener Kabarettisten Karl Valentin (1882-1948) erläutert humorvoll, was der Titel besagen will:

    "Heute besuch ich mich, hoffentlich bin ich zu Hause!"

    Diese hintergründige Bemerkung bringt eine urmenschliche Problematik zum Ausdruck: Einerseits sehnen wir uns danach, bei uns selbst zu Hause zu sein, bei uns zu wohnen, und andererseits erleben wir häufig, dass wir davon weit entfernt sind. Feststellungen wie "Ich muss erst einmal wieder zu mir kommen" oder "Ich brauche etwas Zeit, um zu mir zu finden" verdeutlichen dies. Freilich macht es manchem Angst, sich Zeit für sich zu nehmen. Es ist nicht immer einfach, mit sich selbst etwas anzufangen, es bei sich auszuhalten, indem man z.B. ein Buch zur Hand nimmt und liest, den zu
    Ende gehenden Tag am Abend reflektiert oder versucht, einen Moment einfach zur Ruhe zu kommen. Auch gibt es Menschen, die scheinbar ständig vor sich selbst auf der Flucht sind, indem sie sich in die Arbeit stürzen, alles Mögliche tun, aber letztlich nicht greifbar sind. In der Beschäftigung mit allem Möglichen kommt es schleichend zur Entfremdung von sich selbst.
    "Bei sich zu sein" bedeutet so viel wie "in sich zu ruhen", entsprechend der
    Feststellung: "Du machst mir einen aufgeräumten Eindruck. Du strahlst innere Ruhe aus."
    Freilich stellt uns das Leben mit seiner Vielfalt an Möglichkeiten und Angeboten, die uns tagtäglich präsentiert werden, oft vor ganz andere Herausforderungen: Ein Termin jagt den anderen, sodass man pausenlos beschäftigt sein könnte und nur noch wenig Raum für sich selbst verbleibt.
    Die mobile Gesellschaft lässt kaum Erholungsphasen für die Regeneration zu. Oft sind es die sogenannten Übergangszeiten im Auto oder in der U-Bahn, die es einem ermöglichen, etwas zur Ruhe zu kommen, wenn nicht schon wieder der nächste Termin vorbereitet werden muss. Hinzu kommt, dass die zweifellos praktischen und hilfreichen Kommunikationsmöglichkeiten wie Handy oder Internet Informationen in Sekundenschnelle transportieren.

    Doch wenn es nicht gelingt, für sich klare Grenzen zu ziehen, dann kann die Außenwelt zu jeder Tages- und Nachtzeit in unsere Innenwelt einbrechen. Dies alles erfordert ein hohes Maß an Selbstdisziplin und Selbstbewusstsein, um sich nicht im Vielerlei der Dinge zu verlieren. Unsere Sprache beschreibt diesen Prozess treffend, wenn wir sagen, dass sich jemand "in seinen Aufgaben verliert".

    <-- Die Zeilen sind nicht von mir, haben mich aber dazu bewogen mir hilfe zu suchen weil ich gesehen habe dass ich ein Recht auf meine Auszeit habe, ich habe gemerkt , dass ich nicht mehr wußte wer ich bin und wo ich hinwill und wo ich stehe, ich habe wen mit einer Karte gebraucht der mich nicht gekannt hat und mir wieder den richitigen Weg gezeigt hat, wie die anderen auch schon geschrieben haben es ist keine Schande nach dem Weg zu fragen.

    und melde dich bitte sobald du zeit hast ich (und cih denke auhc die anderen)mache mir Sorgen.

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Über nette Kommentare freue ich mich: