Dienstag, 31. Mai 2011

Für Stephanie

Ich habe dein gezupftes Grillbrot schon vor eine Weile mal nachgemacht und weil ich nicht weiß, wie ich dir sonst ein Foto davon schicken könnte, kriegst du das Bild halt hier geliefert:





Ich hätte mehr Kräuterbutter draufstreichen können, aber für den ersten Versuch fand ich es sehr gelungen!!

Hast du vielleicht auch ein paar Gemüserezepte zum Grillen? Ich bin momentan mit Rohkost sehr vorsichtig. Aber gekocht geht das ja. Vielleicht einen Salat aus gekochtem Gemüse?

Liebe Grüße!




Sonntag, 29. Mai 2011

Neue Kaffeemaschine

Nach längerer Überlegung und viel Ärger über die alte, haben wir uns gestern diese neue Kaffeemaschine zugelegt. 



Leider habe ich noch gar keine Erfahrung mit solchen Geräten. 

Ich wüßte gerne, welche Sorten Bohnen gut schmecken. Wo man sie am besten kauft. Und wie das mit dem Milchaufschäumen geht. Das wäre besonders für meine Mädels interessant. Wir haben es gestern versucht, aber das hat nicht so richtig geklappt. Wieviel Milch darf denn höchstens in dem Gefäß zum Aufschäumen sein? Vollfette oder Magermilch?

Wir haben uns bestimmt anderthalb Stunden beraten lassen, weil es ja soviele verschiedene Geräte gibt, aber die praktischen Fragen zur Durchführung kommen dann erst daheim. Immerhin schaffe ich es schon, einen normalen Kaffee aus dem Gerät zu kriegen.

Freitag, 27. Mai 2011

Wasserschaden

Wir hatten vor ein paar Tagen einen Wasserrohrbruch. Super Sache, Daumen hoch!! Die Ecke in der Gästetoilette wurde immer feuchter, der Raum  genau daneben in der entsprechenden Ecke auch und sogar unten im Heizkeller lief das Wasser an der Wand entlang. 




Also, Installateur angerufen zur Ursachenforschung. Er kam zum Glück sofort, hat uns das Wasser abgedreht und "gesucht". Dazu mußte er ein Loch in die Badezimmerwand schlagen, in meine schöne neue Badezimmerwand wohlgemerkt. Links vegetiert unser Bidet vor sich hin. 






Wir haben das Bad erst letzten Sommer renovieren lassen, es ist noch kein Jahr alt. Ich dachte, ich bin im falschen Film. Aber muß ja sein, ist klar. Er vermutete ein Leck an der Warmwasser-Waschbeckenzuleitung und drehte da das WarmWasser ganz ab. Das heißt, wir hatten letztes Wochenende kein warmes Wasser im Bad. Wir haben zwar noch ein kleines im Keller, aber wer will schon abends noch durch die Gegend rennen. Ich habe mir mit kaltem Wasser trotzdem oben die Zähne geputzt, nicht empfehlenswert. Duschen usw. konnten wir zum Glück unten. 


Leider ist der Fleck an der Wand immer größer geworden, die Laune meines Mannes immer schlechter.  Der Installateur mußte wieder her, war ratlos, hat mir schon Panik gemacht mit "muß die komplette Wand aufschlagen", und "das wird was Größeres", hat weitergesucht und dann doch die "wahre" Ursache gefunden. Die Warmwaser Grundzuleitung zum Bad war kaputt. Er hat es provisorisch umgeleitet irgendwie und wir haben wieder warmes Wasser. Jetzt sind nicht nur ein paar Wandfliesen abgeschlagen, sondern auch die Bodenplatten in der Ecke. Ich bin mir sehr sicher, daß die Handwerker den Original Fugenton nicht mehr hinkriegen und man auf jeden Fall den Unterschied sieht.


Aber: Jetzt muß die Wand getrocknet werden. Heute war die Trocknungsfirma da. Und haben mir blaue Trockner Monsterteile in Bad und Gäste-WC gestellt. Die Bad- bzw. Klotür geht nicht mehr zu wegen dem Kabel !!!!, überall sind Kabel über den Boden geklebt, es liegen Schläuche rum und: 


                              

Das ist mein Waschbecken im Bad. Mit eingeklebtem Schlauch. Gruselig!!



Diese Dinger machen einen Höllenlarm! So ein blöder Brummton mit einem Pfeifen im Hintergrund!!! So kann kein Mensch schlafen!!!


Vom Geruch ganz zu schweigen, es riecht wie in einer Mangelstube. In den Räumen ist so ein warmer Dampf. Ich darf angeblich keine Fenster öffnen, damit nicht noch mehr Feuchtigkeit von draußen reinkommt. Ich kann keine Klotür zumachen. Waaaaahhhh!! Ich will ausziehen. Das soll 14 Tage so bleiben. Es ist so furchtbar, daß es fast schon wieder komisch ist. Mein schönes neues Bad.... Wir haben so lange überlegt, wie es aussehen soll und dann endlich unsere Vorstellungen realisiert und jetzt das! Und schlafen muß ich, sonst bin ich grantig.  Ich habe mir schon überlegt, ob ich nachts diese Höllenteile nachts einfach abstellen soll. Kann so schlimm nicht sein oder?  Oh Mann, das hätte jetzt echt nicht sein müssen. Und nächste Woche hat meine Jüngste Geburtstag und hat eine Menge Freunde zum Übernachten eingeladen (haha, und die Klotür geht nicht richtig zu). 


Alternativ könnten wir im Garten zelten. Wär doch mal was anderes!!



Donnerstag, 26. Mai 2011

Problem

Als meine erste Tochter geboren wurde, haben wir das sozusagen "im Alleingang" durchgezogen. Mein Mann und ich ins Krankenhaus, niemandem was gesagt, erst als die Kleine auf der Welt war, haben wir alle verständigt. Beide Familien (also meine und die meines Mannes) wohnten weiter weg und hatten ca. 2,5 Stunden Anfahrtszeit zu uns. Am nächsten Tag kam dann meine Mutter ins Krankenhaus zum Antrittsbesuch und das war es dann erst einmal. Auch als wir heimdurften, war außer meinem Mann niemand da. Der erste "richtige" Besuch daheim kam erst ca. 10 Tage später in Form meiner Mutter, Oma und Tante, dauerte einen Nachmittag, dann gingen alle wieder heim. Ich hatte eine Blasenentzündung aus dem Krankenhaus mitgebracht und durch das Stillen eine fiese Brustentzündung, aber egal, wir haben das alles ganz alleine geregelt.


Als meine zweite Tochter geboren wurde, haben wir meine Mutter etwas früher als Betreuung für die Große zu uns gebeten. Man weiß ja nie, wann es so richtig losgeht und ich wollte die Große gut versorgt wissen. Vorahnung? An dem Abend, als meine Mutter ankam, bekam ich Wehen (einige Tage zu früh) und noch in derselben Nacht wurde mein zweites Sternchen geboren. In der Zeit meines Krankenhausaufenthaltes hat sie für das Kind und meinen Mann gekocht und den Haushalt versorgt. Natürlich habe ich gehofft, daß sie ein paar Tage länger bleiben würde, damit ich mich "zurechtrappeln" konnte, denn wieder hatte ich eine schmerzhafte Brustenzündung mit Fieber usw. Ich kannte das ja schon. Aber nein, sie wollte "das junge Glück" nicht stören und wupps weg war sie. Das diese Anfangszeit recht anstrengend ist, kennt jede Mutter, zumal es nicht leichter wird, wenn man sich nicht auf der Höhe fühlt. Ich wollte auch auf keinen Fall, daß die Große sich irgendwie zurückgesetzt fühlt, also habe ich mich sehr angestrengt, alles gut und richtig zu machen. Die Enttäuschung über die Abreise meiner Mutter aber war groß (sie hatte keine anderweitigen Verpflichtungen, sie fuhr einfach nur so nach Hause).


Kleine Anmerkung: Ich war 81/2 Jahre Einzelkind, bevor meine Schwester geboren wurde. Ich weiß noch wie heute, wie es sich angefühlt hat, wenn die ganzen Onkels und Tanten sich plötzlich nur noch für das neue Baby interessieren und man selber blöd dabei steht und nicht beachtet wird. Einmal sollte ich sogar so einen Gummi Quietsche-Elefanten bringen, weil das Baby dann so schön lacht.  Ich habe den Elefanten von der Wohnzimmertür aus Richtung Sofa geschmissen und dafür viel Empörung und Tadel geerntet. "Was ist denn mit der los?" "Das hätte das Baby treffen können". "Früher war sie aber artiger" und blabla. Momente, die man nie vergißt, sowas wollte ich meiner Erstgeborenen auf jeden Fall ersparen.


Also, nochmal: meine erste Tochter war das erste Enkelkind, meine zweite Tochter das zweite Enkelkind, dann kam lange nichts. Viele Jahre später bekam meine Schwester ihr erstes Baby, auch wieder ein Mädchen. Als ich mit meinen Töchtern zum Antrittsbesuch kam, traute ich meinen Augen nicht: Da stand im Vorgarten ein riesiger Holzstorch mit Stoffbündel und riesigem herzlichen Glückwunsch drauf. Hatte mein Vater gebastelt für seine dritte Enkeltochter. Hat nur der rote Teppich noch gefehlt. Im Wohnzimmer stand dann eine große vom Opa selbstgebaute Holz-Wiege. Ich habe von ihm seinerzeit zur Geburt von beiden Töchtern jeweils eine Postkarte bekommen (gut, er hat damals noch gearbeitet,) und er kam jeweils wesentlich später mal kurz zum Kaffee vorbei. Kein Holzstorch, keine Wiege. Als meine Kleine mich gefragt hat, warum hat der Opa denn nicht auch mal was für uns gebastelt hat, wußte ich nicht, was ich sagen soll. 


Wer jetzt denkt Schwamm drüber, nein es geht weiter. Amelie (so heißt das Mädchen meiner Schwester) bekam ein selbstgezimmertes Prinzessinnen-Bett. Das Bettoberteil sieht aus wie eine Krone, darauf prangt dick ihr Name, die Pfosten haben golden angemalte Holzkugeln drauf. Sehr süß, hätte meinen auch gefallen. Zum ersten Weihnachten gab es eine selbstgemachte Krippe für Amelie. Bei einem späteren Besuch  ein Holzgarten-Häuschen vom Feinsten, auch wieder mit Namenszug und allem, was kleinen Mädels gefällt.  Und mein Vater war sich auch nicht zu fein, mir in allen Einzelheiten zu erklären, wo er wie welches Brett gekauft, gesägt und weiß was ich gemacht hat. Statt zu schreien oder zu heulen, bin ich hinter ihm hergetrottet, habe wortlos seine Erklärungen über mich ergehen lassen und bin meist so schnell wie möglich wieder heimgefahren. Die Blicke meiner Mädchen muß ich hier nicht beschreiben, wer selber Kinder hat, kann sich vorstellen, wie sie aussahen. Große erstaunte Augen, fragender Blick und irgendwie Fassungslosigkeit und tiefe tiefe Traurigkeit.


Einer der Höhepunkte in dieser traurigen Geschichte fand an der Kommunion meiner Jüngsten statt. Wir haben zu diesem Zeitpunkt schon in Hessen gewohnt, also noch weiter weg, und die ganze Verwandtschaft trudelte der Reihe nach ein. Meine Schwester plus Mann und Kind waren schon da, meine Schwiegereltern auch. Amelie war damals ca. zwei Jahre alt, meine Kleine 9, die Große 12. Als meine Eltern ankamen stolzierte meine Mutter mit einem ballkleidähnlichen Mädchentraum in pink auf dem Kleiderbügel ins Wohnzimmer an uns allen vorbei (ehrlich!), hängte den Bügel direkt an den Wohnzimmerschrank und sagte beifallsheischend in den Raum "guck mal Amelie, ist das nicht ein schönes Kleid für dich, das kannst du zur Kommunion anziehen". Erst danach begrüßte sie erstaunten Anwesenden u.a, meine Kinder, von denen ja eigentlich eines die damalige Hauptperson war. Als ich in der Küche den Kaffee fertig machte, saß meine Kleine bei mir auf der Arbeitsplatte und weinte. Auch mit neun hätte man sich über ein rosa Prinzessinenkleid gefreut, aber leider Fehlanzeige. Sie bekam zur Kommunion eine Kette mit einem Kreuzanhänger. Das Kreuz war so klein, (höchstens 1/2 cm) daß man es kaum erkennen konnte (Kommentar meiner Mutter: das ist jetzt modern).


Ich könnte noch viel erzählen, aber ich denke, das reicht erstmal um den Eindruck zu vermitteln, wie es bei uns in der Verwandtschaft aussieht.  Ich habe erst vor kurzem den Kontakt zu meinen Eltern abgebrochen, weil ich die ständigen Herabsetzungen nicht mehr ertragen konnte. Hat ja lange genug gedauert.


So und jetzt komme ich zum eigentlichen Problem: meine Schwester hat im November Zwillinge bekommen. Ein Pärchen. Ich muß jetzt nicht ausführlicher werden, nur soviel:  Es  ist endlich der heiß ersehnte Junge dabei und der blöde Holzstorch kam auch wieder zum Einsatz. (Anmerkung von mir : ich wollte immer zwei Töchter haben, also ich hab da kein Problem mit, egal). Die Zwillinge sollen Ende des Sommes getauft werden und einen Zwilling kriege ich als Patenkind (Amelie hab ich auch schon). Soweit wäre das ja ganz ok, aber: Ich würde bei der Veranstaltung natürlich meine Eltern wiedersehen. Allein der Gedanke daran macht mir Bauchschmerzen. Und auch das Verhalten meiner Mutter auf solchen Feiern ist kaum zu ertragen. Sie kann sowas von schnippisch, zweideutig und unterirdisch gemein sein, das einem da echt kaum was dazu einfällt. Sie verdreht einem die Worte, sie verdreht die Tatsachen und haut lauter Spitzen gegen einen raus, das es einem schlecht werden kann. 


Was bitte soll ich tun?? Hingehen, lächeln, nix sagen und vor mich hinleiden (so geschehen fast mein ganzes Leben)??
Das ansprechen, was mich stört und allen den Tag vermiesen?? (ne, geht gar nicht). 
Die Patenschaft ablehnen und gar nicht hingehen?? (wäre eine Alternative, dann wäre aber meine Schwester beleidigt).
Außerdem werde ich sowieso als die "Neidische" hingestellt, die, die immer meckert und Ärger macht. Dabei sage ich lange lange nichts. Und mit Neid hat das gar nichts zu tun, nur mit unbeschreiblicher Enttäuschung und manchmal auch Wut. 


Seit wir keinen Kontakt mehr haben, kann ich mich viel mehr auf mich selbst besinnen, weil ich nicht dauernd über irgendwelche Beleidigungen seitens meiner Mutter nachgrübeln muß. Ich kriege so auch viel weniger mit und ärgere mich dementsprechend viel weniger. Was habe ich oft abendelange geheult oder mit meinem Mann diskutiert und auch durchaus mit meinen Eltern. Letzteres führt nur dazu, daß ich noch mehr torpediert und schlecht gemacht werde. Und wenn man das ewig hört, glaubt man es am Schluß. Es geht mir wirklich besser ohne all diese Anfeindungen, auch wenn das natürlich kein guter Zustand ist. Es ist mir klar, daß meine Eltern nicht unsterblich sind, aber was bitte soll oder kann ich tun, ohne meinen Mädels und mir noch mehr zu schaden? Sie haben eh schon viel mitgemacht. Die meckernde Oma auf dem Kinderchorkonzert, die fehlende Oma am Geburtstag, die unangenehme Oma, die die Enkelkinder nur kritisiert (sitz aufrecht, schreib schöner, wie siehst du denn aus? usw. usw. usw. Die Oma, die ein T-Shirt schenkt, auch wenn es in der falschen Größe war (es gab es halt nicht anders). Die Oma, die nie gefragt hat, was wünscht du dir; die Oma, die nie in den Arm genommen hat. So, jetzt hör ich auf, sonst muß ich heulen.


Kann mir irgendjemand auf dieser Welt einen Rat geben? Die Taufe kommt sicher. Und vielleicht noch eine Frage, für mich persönlich: Bin ich echt so schief gewickelt und unnormal in meinen Empfindungen, oder kann irgendjemand mich verstehen (wenigstens ein bißchen)? 

Salzalarm

Ich hab ein bißchen umdisponiert. Weil meine Mädels heute später aus der Schule kommen, reicht es, wenn ich abends was "Richtiges" koche. Für mich allein habe ich mir heute ein Rührei mit Bacon gemacht  (diese Bacon Scheiben). Die habe ich extra angebraten. Sollte LCHF mäßig werden. Das Rührei war auch ganz gut, aber Himmel, was war der Bacon salzig. Ich habe ihn zwar tapfer gegessen, aber ich weiß ja auch nicht, ob das so gesund ist. Ich liebe gut gewürztes und auch durchaus scharfes Essen, aber das war doch ein bissi zuviel. 


Ich habe mir jetzt schon die nächste Wasserflasche bereitgestellt, damit ich nachspülen kann!

I'm walking

Heute war ich nach ein paar Tagen Pause endlich mal wieder beim Nordic Walking. Es ist ein herrlicher Morgen, die Sonne scheint, aber noch nicht zu knallig, wir haben ein bißchen Wind und ich liebe es sehr, an den Feldern entlang zu laufen. Das ist jedesmal wie ein kleiner Urlaub. Und weil ich heute besonders gut drauf bin, habe ich mal meinen Fotoapparat mitgenommen. Ausnahmsweise gibt's sogar ein Foto von mir:


Da bin ich also gestartet.

Dann gibt es verschiedene Möglichkeiten, heute habe ich halb Feld und halb Wohngebiet ausgesucht. Da laufe ich fast ausschließlich an der Sonne. Das sieht dann so aus:

Erstmal aus unserer Straße raus


Dann an meinem Lieblingsbaum vorbei. Ist der nicht toll? Ich kenne in zu jeder Jahreszeit, es ist eine große alte Pappel, die ihre Blätter im Wind rascheln läßt und auf mich eine große Ruhe und Würde ausstrahlt.


                                                      


Dann Berg rauf und runter, immer mal wieder mit einer Steigung drin und nach ca. 7 km wieder daheim. Anfangs habe ich 1 Stunde gebraucht, mittlerweile so 50 Minuten. Das macht so einen Spaß, daß ich am liebsten gleich wieder loslaufen würde. Aber der Haushalt ruft erstmal. Ich hüpfe jetzt unter die Dusche und dann suche ich ein schönes LCHF Rezept und mach mich ans Kochen. Bis später!

Mittwoch, 25. Mai 2011

Es funktioniert!!

Huhu,


es ist zwar noch superfrüh am Morgen, aber ich muß schnell meine Begeisterung loswerden.


Ich wiege tatsächlich deutlich weniger als gestern, fast 800 Gramm. Und das trotz Essen!!


Danke, liebe Torta Tarentina, heute geht es weiter. Entweder ein leckerer Auflauf oder diese Spitzkohlpfanne.
Es ist unglaublich, seit Wochen versuche ich erfolglos, ein paar Gramm loszuwerden und nix funktioniert und dann nach einem Tag LCHF, tadaaa.....


Was mir noch aufgefallen ist, war folgendes: Normalerweise fühle ich mich nach einem guten Mittagessen eher träge und müde. Gestern ist dieses Gefühl komplett ausgeblieben, ich war zwar schön satt, aber mopsmunter und hätte Bäume ausreißen können. Wäre ja zu schön, wenn das so bleiben würde!!


So, jetzt geh ich duschen. Ich freue mich echt!!

Dienstag, 24. Mai 2011

Torta Tarentina

So ihr Lieben, ihr habt es geschafft, ich bin auch auf dem Weg zu LCHF. Heute habe ich meine erste Torta Tarentina fabriziert (was ein Name) Torta Tateratataaaa! Ich war ehrlich gesagt mehr als skeptisch. Nur Eier und Sauerrahm und Käse als Teig... Naja.... Aber das Ding hat erstens gestockt, zweitens mit meinem Belag super gut geschmeckt und ich werde es immer immer wieder machen. Genau sowas fehlt mir nämlich in meinem Repertoire. Ich habe schon viel von kohlenhydratarmer Ernährung gelesen und gehört, aber die Ideen zur praktischen Durchführung fehlten bisher. Wenn man mich auf die Schnelle gefragt hätte, dann wäre mir Salat, gedünstetes Gemüse und Rührei eingefallen. Das ist nach drei Tagen durch, und man will ja nicht dauernd dasselbe essen. Und jeden Abend Salat vertrage ich nicht mehr so gut, ab und zu ja, aber nicht dauernd.


Vor allem finde ich toll, daß es durchaus Brotersatz gibt. Denn meinen so heiß geliebten Wurstsalat ganz ohne Brot zu essen, stell ich mir nicht so toll vor. (mit wenig Wurst und viel Salat drin, natürlich, ich habs schon gelernt).


Jedenfalls bin in von der Torta TateDingsbums pappsatt. Ich habe sie mit gedünstetet Zucchini und Mais belegt, weil meine Mädels Pilze nicht so gerne essen. Es ging schnell, schmeckt lecker, ist günstig und vielseitig abwandelbar. Was will man mehr. Und es ist noch einiges übrig. Es wäre zu schön um wahr zu sein, wenn man von sowas auch noch abnimmt. Heute abend werde ich ein schönes Fleisch mit Kräuterbutter braten. Auf Kräuterbutter habe ich sonst immer verzichtet, weil sie ja dickmacht, ne?? Aber ohne Kohlenhydrate darf ich, freu mich schon!! Und mein Mann wird auch begeistert sein.


Also, ich bin seeeeehhhhhr gespannt, ob das  alles was bringt. Wie lange es wohl dauert, bis das erste Kilo weg ist?? Mal sehen.


Ach so, ich wäre für einen Frühstücksvorschlag dankbar. Brot fällt ja weg, Müsli auch. Kaffee bleibt. Aber irgend ne Kleinigkeit muß ich morgens essen, sonst rebelliert mein Kreislauf. Vielleicht hat jemand ne Idee. Muß man eigentlich komplett auf KH verzichten oder reicht erstmal eine deutliche Einschränkung??


Viel Neues in meinem Leben, kann ja nur ein gutes Zeichen sein.


Tschüßi, ich geh mal wieder schöne Sachen verkaufen!

Montag, 23. Mai 2011

Rückblick


Wie doch einige andere Bloggerinnen auch, bin ich mehrmals durch die Republik umgezogen und habe sehr darunter gelitten. Ich bin gebürtige Baden-Württembergerin, also Schwäbin (mein Mann kommt auch von dort).  Ich spreche allerdings hochdeutsch, das kam durch den Beruf meines Vaters. Er war Bundeswehrsoldat mit häufig wechselnden Kollegen von überall her, die nichts anderes verstanden hätten. Damit ich mit deren Kindern immer gut zurecht kam, hat meine Mutter mir "richtiges" Deutsch beigebracht. Ich verstehe schwäbisch zwar, spreche es aber nicht. Nach der Schule bzw. meiner Ausbildung und nach der Bundeswehrzeit meines heutigen Mannes (damals noch mein Freund) haben wir uns in der Nähe von Stuttgart niedergelassen. Ich habe in einer großen Bank in Stuttgart gearbeitet, mein Mann hat erst studiert, dann promoviert. Zu dieser Zeit kam unsere erste Tochter auf die Welt und ich hörte auf zu arbeiten. Nach 3 Jahren die zweite Tochter. Alles war gut. Wir hatten nicht super viel Geld, aber genug und wir waren glücklich.

Dann war mein Mann  fertig mit der Promotion und begann sich zu bewerben. Wie von mir befürchtet kam das beste Angebot von sehr weit weg (Bielefeld). Ich wollte nicht umziehen, hatte meinen Freundeskreis mit anderen Müttern und deren Kindern, war im Kinderturnen, im Malkurs, in der Krabbelgruppe usw. und fühlte mich sehr wohl. Aber da meineganze Familie der Meinung war, darauf könnte man keine Rücksicht nehmen (in der heutigen Zeit muß man ja froh sein überhaupt eine Stelle zu bekommen und dann noch so eine gute und und blabla), zogen wir um. Mein Abstieg begann. 

Ich saß alleine mit zwei kleinen Mädchen in einer völlig fremden Umgebung, keine Freunde, keine Familie, keinen Orientierungssinn (was hab ich mich damals verfahren, es war die Hölle (Navi gabs da noch nicht). 850 km entfernt von allem was mir lieb war. Und ein hochmotivierter Ehemann, der sehr oft auf Geschäftsreise war. Die Kinder waren oft krank und ich saß allein mit beiden und dem Fieberthermometer daheim. Verständnis von anderen?? Null!! "Dir gehts doch gut, was hat du denn". "Dein Mann verdient doch gut, sei zufrieden". 

Ich habe versucht, so schnell wie möglich Kontakt zu bekommen, hab mich dort im Kinderturnen angemeldet, habe am Kindergartenleben der Großen so aktiv wie möglich teilgenommen, war freundlich und doch total unglücklich und einsam. Ich habe immer an das Leben gedacht, das ich verloren hatte und habe ständig daran zurückgedacht. In dieser Zeit habe ich sehr viel abgenommen. Ich wog nur noch ca. 56 kg und hatte überhaupt keinen Spaß mehr am Leben.

Um diesem Zustand ein Ende zu setzen, beschlossen wir, die Flucht nach vorn anzutreten. Wir wollten uns ein Zuhause schaffen, eine neue Heimat sozusagen und haben ein Haus gebaut. Es sollte so eine Art Symbol für unser neues Leben in Bielefeld werden. Wir hatten Glück, nette Nachbarn, viele Familien mit kleinen Kindern in der Straße und schnell Kontakt. Die Kinder haben sich sauwohl gefühlt. Ich immer noch nicht, aber ich war abgelenkt,  hatte ein paar Bekannte zum Reden und gut. Meine Große kam in die Schule, die Kleine in den Kindergarten, nur ich hab mich immer noch gefühlt wie auf dem Mond. So fremd alles.


Wie es weitergegangen wäre weiß ich nicht, denn mein Mann bekam von seiner Firma ein Angebot (daß man natürlich unmöglich ablehnen konnte, weil so toll und so gut, siehe oben), das wieder mit einem Umzug verbunden gewesen wäre. Unser Häuschen war gerade 2 einhalb Jahre alt. Wir haben eine Weile hin und her überlegt, dann das, Häuschen verkauft, ein neues gekauft, wieder umgezogen, diesmal nach Hessen. Näher an meine eigentlichen Familie, aber immer noch 4 Stunden Fahrt davon entfernt. Wieder Neuanfang. Die Kleine im Kindergarten hatte gar keine Probleme, aber meine ältere Tochter. Sie war in der 3. Klasse Grundschule und kam als neue Schülerin in die hiesige Dorfschule dazu. Alles Hessenmädels, hier geboren, auch so sprechend und dann meine Süße: hochdeutsch, niedlich, anders. Es war sehr schwer für sie, Anschluß zu kriegen und Kinder können sehr gemein sein. Es tut mir heute noch leid, meine Große, aber ich konnte es nicht verhindern. Heute, viele Jahre später, ist sie Gott sei Dank völlig integriert, inzwischen auf dem Gymnasium, macht nächstes Jahr Abi. Aber der Anfang war schwer. 

Ich tat mich mit diesem Wechsel leichter als beim ersten Umzug. Ging auf die Leute zu, meldete überall an (Turnverein, Musikverein usw. usw.). Man lernt ja dazu. Anfangs war alles ganz ok. Doch dann wurden meine Töchter zusehends größer und selbständiger. Sie, die meine ganze Tages- und Lebensaufgabe waren, brauchen mich zeitlich gesehen, immer weniger. Die Große fährt Auto, ist viel bei ihrem Freund, jobbt noch nebenher. Die Kleine hat G8 (verkürzte Zeit bis zum Abi) und hat daher sehr viel Unterricht. Daheim muß sie viel lernen und sie tanzt noch 3 x die Woche Standard, Salsa und Lateinformation. Tolle Töchter also, wirklich, bin auch sehr stolz.


- Und irgendwo dazwischen ich. -

Ich werde älter und älter und dicker und dicker... Nix mehr 56 kg. Da hab ich mich allerdings auch nicht wohlgefühlt.  Ich suche, ja nach was eigentlich? Durch die Pubertät meiner Töchter sind wieder sehr viele alte Wunden aus meiner Jugend aufgerissen worden. Dinge, die ich längst abgehakt geglaubt habe. Die letzten beiden Jahre waren sehr schwer für mich. Loslassen der Kinder ist für mich das Schlimmste, was es gibt, obwohl ich weiß, daß es gut und richtig ist.  Der Kontakt zu meinen Eltern ist mittlerweile abgebrochen.

Ich habe seit kurzem einen stundenweise Job. Das ist zumindest positiv, denn ich bin abgelenkt und muß mich auf neue Sachen konzentrieren. Aber es gibt immer mehr diese  Momente, in denen ich mich frage, wie wohl alles weitergehen soll. Jedenfalls, das mit dem Gewicht muß wieder rückwärts gehen. Daher habe ich eine nette Bloggerin, die sich sehr mit LCHF beschäftigt, um Hilfe gebeten. Vielleicht klappt das ja.

So, nun muß ich mich fertig machen. Habe heute Einsatz im Laden. 

Ach so, und ich heiße natürlich nicht Nelly. Ist bloß ein blödes Pseudonym. 

Freitag, 20. Mai 2011

Schöner Tag

Heute war für mich ein schöner Tag! Ich war nach der Schule mit meiner fast 15jährigen Tochter shoppen. Wir haben gemeinsam Unterwäsche gekauft, und ein Kleid für sie und 2 T-Shirts für mich und Kosmetikzeugs im Drogeriemarkt (ich liebe alles, was damit zu tun hat.) und dann ist sie zur Tanzschule gegangen, wo heute ihr Gold Tanzkurs beginnt. Ich habe mich ein bißchen in der City verlaufen und habe mich geärgert, weil mein Navi (das ich zufällig in der Handtasche hatte) natürlich nicht aufgeladen war. Ich habe meinen Mann angerufen und der hat mich grinsend abgeholt (also Orientierungssinn ist echt nicht meine Stärke). Außerdem habe ich ein Paar Rieker Schlappen erstanden, damit ich meine 4 Stunden in meinem Lädelchen durchhalte morgen. Gestern war ich nämlich in Keilabsätzen unterwegs und konnte nach 2 Stunden fast nicht mehr stehen. Daheim habe ich die Schuhe fast nicht von den Füßen abgekriegt und den Rest des Abends die Füße in einen Eimer kalten Wasser gehängt.  Ja, man lernt nie aus. Ich habe "normale" Füße, keine Venenbeschwerden (eigentlich), aber ich dachte gestern, ich erlebe den Feierabend nicht. Also hab ich heute ein paar bequeme "Gesundheitsschlappen", nicht Marke Oma gesucht. War gar nicht so leicht. Es sind ein Paar sehr weich gefütterte von Rieker geworden, khaki mit so ner Art Querstreifen drüber, also relativ schlicht. Echtes Leder und nicht so hoch. Werde ich morgen ausprobieren, wenn ich von 11 bis 15 Uhr im Laden stehe.


Obwohl es mir Spaß macht, bin ich die erste halbe Stunde immer ziemlich nervös. Ich packe die Sachen recht fahrig ein und mache hektische Bewegungen, die meine Unsicherheit zeigen. Das nervt ein bißchen. Ich denke dann immer "in der Ruhe liegt die Kraft, komm runter, du kannst das" und irgendwann geht es dann besser. Jedenfalls habe ich diese Woche keinen weiteren Sport gemacht, vermutlich gehen wir am Sonntag früh ins Fitness Studio. Will ja eine gute Figur machen. Momentan gucke ich nebenbei "Wer wird Millionär", habe einen leckeren Weißwein im Glas (Cidre war heute ausverkauft, gibt es sowas) und versuche, mich zu motivieren. Ich mache das alles ganz gut und trotzdem ist da diese innere Unruhe, komisch. War trotzdem ein total schöner Nachmittag. Irgendwie klammere ich mich gerade an meine "Kleine". Letzten Samstag wurde meine Erstgeborene nämlich 18 mit Riesenparty und vielen Gästen. Die Eindrücke müssen sich aber noch ein bißchen setzen, dann erzähle ich von diesem Abend. Als alle an Mitternacht gratuliert haben (sie hat reingefeiert) hat mein Mann ein bißchen geweint. Unsere erste Tochter ist volljährig! Ich hab mich so ein bißchen neben mir stehend gefühlt, so als Beobachter, war ganz seltsam. Sie fährt jetzt auch mit meinem Auto und bin auf den Beifahrersitz gewechselt. Eigenartiges Gefühl!! Bin gespannt, wie lange das dauert, bis man sich dran gewöhnt. Sie ist doch gestern erst geboren (ich weiß es, ich war dabei), der Kalender muß sich irren... Nun ja, es bleibt spannend.
Bis bald!

Dienstag, 17. Mai 2011

Neuer Versuch - ich hab mich getraut

Ja, ich bin hingegangen zu meinem neuen Job. Erst zum Probearbeiten und jetzt schon zum zweiten Mal richtig. Und was soll ich sagen? Es ist irgendwie bisher kein Haken dran. Sollte es keinen geben? Warten wir es ab.


Also, der erste Tag war schon ganz schön stressig. Erst wurde ich ins Kassensystem eingewiesen. Das ging ja soweit noch relativ gut. Eine schon länger dort arbeitende Kollegin hat mir dann  ca. 1 Stunde über die Schulter geguckt und hat mich dann gleich alleine "stehengelassen". Hiiiilfe!!! Natürlich kamen dann gleich alle Sonderfälle: Retoure ohne Bon. Abholung von im Internet bestellten Sachen, Artikel ohne Etikett usw. usw. Da bin ich doch ein bißchen ins Schleudern geraten. Und weil gerade eine Mega Sale Aktion läuft, wird fast jeder Artikel nochmal manuell reduziert, was zur Folge hat, daß manche Mitbürger tonnenweise Klamotten kaufen. Versorgen die denn alle ganze Großstädte? Ich wußte teilweise nicht mal, wie ich das ganze Zeug in die Tüten kriegen soll (also, so daß es noch schön aussieht und ich nicht total überfordert). Ich habe mich sehr konzentriert und habe überhaupt nicht mitgekriegt, daß ich 4 Stunden am Kassieren war. Als ich dann fertig war und mich das erste Mal setzen durfte, hab ich erst gespürt, wie weh mir meine Beine taten. 4 Stunden auf sehr begrenztem Raum stehen ist - zumindest wenn man es nicht gewöhnt ist - durchaus anstrengend. Aber meine Mitstreiterinnen haben mir versichert, daß es sich hier um Gewohnheit handelt und es besser wird.


Tja, ich bin jetzt so voll mit neuen Eindrücken, daß ich gar nicht so recht weiß, was ich von alledem halten soll. Jedenfalls war es mir keine einzige Sekunde langweilig, was daheim doch relativ oft der Fall war (trotz durchaus vorhandener Pfllichten). Und als ich um halb zwei "Feierabend" hatte, hatte ich einen Mordshunger und mußte dann daheim erst noch schnell kochen. Das muß ich definitiv anders organisieren.  


Später nach der Einarbeitung werden es ja weniger Stunden. Dann sind ca. 3 Einsätze pro Woche geplant, das müßte sich doch machen lassen. Es hat mir auf jeden Fall schon viel Spaß gemacht, mich arbeitsmäßig zu stylen. Nicht, daß ich daheim nicht ordentlich angezogen wäre, aber auf jeden Fall anders. Ich bin am ersten Tag in einer etwas längeren H&M Bluse mit Jeans-Weste und engen Jeans hingegangen. Heute in einer 7/8 schwarzen Hose mit offener roter Bluse drüber und schwarzem Top drunter.


Jetzt muß ich nur aufpassen, daß ich nicht selber mein bester Kunde werde. Was da an schönen Kleiderstücken durch meine Hände geht ist schon ein riesige Versuchung. Man könnte fast alles kaufen, weil es so schön ist. Das geht natürlich nicht. Habe mich bis jetzt auf ein paar modische Ohrringe für meine 14jährige beschränkt. Die fand es cool!! Ich lasse das jetzt mal alles unvoreingenommen auf mich zukommen.


If it's meant to be - it will find its way!

Samstag, 7. Mai 2011

Soll ich oder soll ich nicht?

Ich bin (mal wieder) an dem Punkt angelangt bzw. zu der Erkenntnis gekommen, daß es für mich langweilig und nicht zufriedenstellend ist, den ganzen Tag als Hausfrau allein daheim zu sein (sorry an alle Hausfrauen, ihr seid toll, ich weiß es. Aber ich bin halt unglücklich auf die Dauer). Es ist nicht so, daß ich keine Beschäftigung hätte, denn irgendwas ist immer zu tun. Aber es füllt mich nicht aus. Im Gegenteil, ich verfalle dann in so eine Art "Lähmungszustand" und tue dann gar nichts mehr. (also nur das Nötigste). Wenn diese Phase wieder mal da ist, fange ich an, Bewerbungen zu schreiben, auf irgendwelche stundenweise Jobs, die mir Beschäftigung geben sollen. So geschehen vor ein paar Tagen. 


Ich habe mich in einem Kinderklamottenladen beworben, die suchen Aushilfen auf  400 Euro Basis. Es sind  nur einige Stunden zu arbeiten, es wäre nah an meinem Wohnort und Mode und Kleidung machen ja sowieso Spaß. Ich war gestern beim Probearbeiten und habe den Job.


Aber anstatt mich zu freuen, kommen schon wieder Zweifel auf. Ich bin ja "eigentlich" Fremdsprachen-korrespondentin, allerdings längere Zeit raus aus dem Beruf. Ich habe bereits als Empfangsdame bei einer großen Arztpraxis gearbeitet, als Mitarbeiterin bei dm und jetzt als Verkäuferin??


Nicht, daß ich was gegen diese Jobs hätte, aber irgendwie schäme ich mich dann doch, wenn die Frau XY zu mir an die Kasse kommt und sagt "Ach, sie arbeiten jetzt hiiiiieeeeer". Ich kann mir doch kein Schild um den Hals hängen mit Rechtfertigungen drauf: "Ja, schon, aber nur stundenweise, weil es mir daheim auf Dauer langweilig wird; ich habe eine andere Ausbildung und könnte auch was "Richtiges" machen, aber irgendwie traue ich mich nicht und blabla." Ist wohl nicht die richtige Einstellung von mir, oder? Einerseits möchte ich wirklich nur ein bißchen rauskommen, aber dann ist es mir sehr unangenehm, wenn andere von mir  denken könnten, ich bin "nur" Kassiererin oder so. 


Witzigerweise kriege ich diese Jobs meistens auf Anhieb, andere müssen angeblich zig Bewerbungen schreiben und es hagelt Absagen, bei mir nicht. Es ist allerdings auch immer so eine Art Test von mir, ob ich die Stelle kriege, und wenns dann so ist, kann ich mich auch nicht wirklich freuen.


Blöd, oder? Ich weiß auch nicht, was ich machen soll. Ich denke, ich werde wieder mal eine Weile lang hingehen, denn eigentlich spricht wirklich gar nichts dagegen. Ich stehe mir nur mal wieder selber im Weg. Kein Selbstbewußtsein um zu sagen, hey, ich mache das, weils mir Spaß macht. Ich muß das nicht machen, aber ich tus trotzdem. Egal, was ihr über mich denkt. Egal, ob Frau Unternehmersgattin süffisant lächelt. Oder meine Mutter: Du hattest sooo ein gutes Abitur, und jetzt? Bis du Verkäuferin bei .... Oder ob andere Mütter von Freunden meiner Töchter viel tollere Jobs haben. Die hatten auch einen anderen Lebensweg. Und andere Beweggründe, um zu arbeiten. Und garantiert mehr positive Erfahrungen.


Ich werde noch ein bißchen drüber nachdenken.


Ach so, mein Gewicht ist leider unverändert, obwohl ich täglich entweder 1 Stunde walke oder im Fitness Studio bin. Irgendwie ist da was dran, daß ab einem gewissen Alter die Pfunde einfach nicht mehr weggehen wollen. Aber ich bleibe dran und ich werde berichten.

Mittwoch, 4. Mai 2011

Nachtrag zu Geschichten 2

Bon Jovi


Everybody wants something, just a little more
We're makin' a living and what we're livin for?
A rich man or a poor man, a pawn or a king
You can live on the street, you can rule the whole world
But you don't mean one damn thing.

What do you got, if you ain't got love
Whatever you got, it just ain't enough
You're walkin' the road, but you're goin' nowhere
You're tryin' to find your way home, but there's no one there
Who do you hold in the dark of night?
You wanna give up, but it's worth the fight
You have all the things, that you've been dreamin' of

If you ain't got someone, you're afraid to lose
Everybody needs just one, someone... to tell them the truth
Maybe I'm a dreamer, but I still believe
I believe in hope, I believe the change can get us off of our knees

Chorus

If you ain't got love, its all just keeping score
If you ain't got love, what the hell we doing it for

I don't wanna have to talk about it,
How many songs you gotta sing about it
How long you gonna live without it
Why does some somewhere have to doubt it,
Someday you'll figure it out.

Geschichten 2

Die Familie lebte weiter. Die bitte und danke sagende Tochter auch. Sie fand einen lieben Mann, heiratete und zog aus. Jahre später bekam sie selbst zwei Kinder und lebte mit ihrer eigenen kleinen Familie in Frieden dahin. Zu den Eltern gab es nur sporadischen Kontakt, da eine große geographische Entfernung zwischen den beiden Wohnorten lag (ca. 700 km).  Da begab es sich, daß die innerdeutsche Mauer fiel und die deutsche Einheit ausgerufen wurde. Der Vater (Offizier der Bundeswehr) ließ sich nach Ostdeutschland versetzen, um dort bei der "Neugliederung des Staates" dabei zu sein. Er erzählte was von historischem Moment und Ehre für jeden Offizier und interessant und blabla. Jedenfalls hat sich keiner wirklich was dabei gedacht, man hat ihm halt geglaubt. Das hieß, er war in einem kleinen Apartment in Ostdeutschland und die Mutter blieb im süddeutschen Einfamilienhaus. Die Eltern sahen sich auch nur selten und jeder lebte sozusagen sein eigenes Leben. Mehr oder weniger. Der Vater mehr...


Als er mal bei einem etwas längeren Urlaub zuhause bei seiner Frau war, wurde ihm per Post seine Brieftasche mit Geld, Ausweis usw. zugeschickt. Anonym, versteht sich. Mit einer handgeschriebenen Adresse drauf. Die Mutter wunderte sich sehr und bekam eine Geschichte vom der verlorenen Brieftasche aufgetischt. Wieso der angebliche Finder allerdings die Heimatadresse wußte, wieso er anonym verschickte und wie die Brieftasche verloren wurde, konnte nicht genau geklärt werden. Also wurde die Mutter hellhörig. Fragte mehr nach, achtete auf die Telefonrechnung und die abtelefonierten Nummern usw., wie man das halt so macht. Nach kurzer Nachforschung stand fest: Der Vater hatte eine andere. Eine sehr dicke, dumme, aber sehr bedürftige Dame (sorry, ich weiß das nicht alle so sind, ehrlich, aber die war halt mal wirklich so). Er hatte sie viele Jahre zuvor auf einer Kur kennengelernt und betrog die Mutter acht Jahre (8! 8! 8!) lang mit dieser Tussi im Osten. Sie war vermutlich der Grund seiner plötzlichen Motivation, in den Osten versetzt zu werden. Das war's? Ne ne, kommt noch viel besser.


Die Mutter verließ in wieder nicht und warf ihn auch nicht raus. Es gab ein längeres Hin und Her und dann bekam die Mutter eine Kur genehmigt. In der Nähe des neuen Wohnortes der Tochter (die mit Bitte und Danke). Die Enkelkinder waren zu diesem Zeitpunkt 6 und 2 Jahre alt.  Die Tochter und die Enkelkinder besuchten natürlich die Mutter (weil es ja nah war) und erfuhren, daß die nächsten Tage "Die" Entscheidung bringen sollten, was das Weiterbestehen der Ehe der Eltern betraf. Haha! Der Vater wurde bei der Tochter im Gästezimmer einquartiert (auf Initiative der Mutter). Ist ja billiger als Hotel und es ist doch so nah und blabla. War echt an der Schmerzgrenze und extrem unangenehm. Die Tochter konnte es mal wieder nicht fassen, konnte sich aber auch nicht wehren. Er sollte ja nur dort übernachten und tagsüber die Dinge "klären". Der Vater war zu diesem Zeitpunkt 49 Jahre alt.


Die wütende Tochter stellte ihn eines Abends zur Rede und wollte wissen, wie er sich denn die Zukunft der Familie vorstelle. Was das alles solle und die wichtigste Frage, ob er denn Opa für die beiden Enkelkinder bleiben wolle. Die Antwort des Vaters war "Ich weiß es nicht", er drehte sich um und ging aus dem Raum. Ich weiß es nicht. Ich weiß es nicht.
Die Tochter blieb zitternd vor Wut und Abscheu zurück. Das wäre der Zeitpunkt gewesen, ihn rauszuwerfen, der allerspäteste Zeitpunkt, aber um dem Willen der Mutter zu entsprechen, sagte die Tochter nichts.


Ein paar Tage später wurde die Tochter samt Familie in den Kurort bestellt, wo die Mutter allen erklärte, sie sei nun die "Siegerin" in dieser Geschichte, der Vater wolle sich nicht von ihr trennen, er würde angeblich die andere Liaison beenden. Das war der ganze Kommentar. Dann ging die Familie zum Essen und die Eltern liefen händchenhaltend wie Teenager vor der entsetzten Tochter her. H Ä N D C H E N H A L T E N D !! Den Brechreiz, den sie damals verspürte, wird sie nie vergessen.


Wie fühlt man sich in so einer Situation?  So, als betreffe einen das gar nicht. Das ist alles so unwirklich, unerwartet und unglaublich, daß man weder Worte noch Gefühle dafür hat. Nur Unbehagen, Fluchtgedanken, nur weg, raus aus dieser unaushaltbaren Situation. Der Tag wurde schnell beendet, der Vater fuhr Gott sei Dank nach Hause und zurück blieb die entsetzte Tochter. Der eh schon sehr kümmerliche Kontakt zum Vater ging gegen Null.


Nicht so der zur Mutter. Es wurde abendelang diskutiert, wie man sich einbilden kann, nach acht Jahren Betrug eine "Siegerin" zu sein. Wie man diesen Menschen auch nur im entferntesten ertragen kann. Warum man sich als Frau nicht trennt, warum, warum, warum.
Die Tochter litt Höllenqualen. Zunächst ging alles zur Tagesordnung über, so nach dem Motto "ist ja nix passiert", wir leben unser Leben und das geht uns nix an. Weit gefehlt. Die Verletzungen waren zu tief. Der Schmerz nicht zu bezwingen. Und auch das Selbstverständnis als Frau, jegliche Selbstachtung war in Frage gestellt. Wie will man sich denn als Tochter einer Mutter fühlen, die sich so klein macht und so jämmerlich reagiert? Als starke Frau? Never ever. Man will gar keine Frau sein, so abscheulich ist dieser Gedanke, so wenig wert zu sein.


Die Tochter lernte mühsam wieder, in ganz kleinen Schritten "zur Normalität" (was immer das auch ist) überzugehen. Nach außen zu funktionieren. Es ist, als sei man in einer lebenslänglichen Reha und muß vom komplett Gelähmten wieder lernen, Marathon zu laufen. Die Wunden und Narben wollen einfach nicht heilen. Sie brechen immer wieder auf. Und tun weh. Manchmal so sehr, daß es unerträglich wird. Wenn andere Töchter Liebe erfahren, oder andere Enkelkinder umarmt werden, wenn ein trauriges Lied kommt oder Weihnachten oder Geburtstag oder oder.


Lieber Gott, wenn es dich gibt, zeig uns deinen Weg. 



Dienstag, 3. Mai 2011

Nachtrag zu Angesteckt

Also, es sind unglaubliche   68,3   kg !!! (Kein weiterer Kommentar)...


Und hier meine Motivations-Objekte:




Von Hunkemöller (mein Lieblingsteil)




Von einem Versandhaus, sieht auch sehr hübsch aus, wenn man bißchen braun ist.

So und nur ab in den Tag!!

Angesteckt

Durch das Lesen der zahlreichen Diätblogs ist es mir bewußt geworden, wie wenig ich mich bisher um mein Aussehen gekümmert habe. Es war irgendwie immer ok. Wenn ich sehe, wie sehr sich manche 500 g-weise runterkämpfen und alles versuchen, um wieder in Form zu kommen, beeindruckt mich das sehr.


Im Laufe des letzten Jahres hat sich bei mir der Schlendrian eingestellt, und ich habe trotz besseren Wissens ziemlichen Schindluder mit meiner Ernährung usw. getrieben. Irgendwie aus Trotz und Frust und keine Ahnung was. Eigentlich war mein Gewicht so bei 60,5 kg (also bei einer Größe von 1,65 cm) eher seehr ok. Trotzdem war ich nie zufrieden.  Ich habe eigentlich wirklich gute naturgegebene "Anlagen", aber irgendwie kann ich mich nicht darüber freuen. Was mache ich? Esse, obwohl ich schon lange satt bin, bewege mich weniger, tue mir selber leid, esse noch mehr, trinke abends zuviel Sekt (also soviel auch wieder nicht, aber der hat ja auch Kalorien) und das alles in vollem Bewußtsein. Sozusagen mit Volldampf an die Wand. Bei meiner letzten Waagenbesteigung kam die Quittung: 69 kg, bääähm. Soviel habe ich noch nie im ganzen Leben gewogen, nicht mal als ich schwanger war.


Die Hosen, die letztes Jahr noch an mir schlackerten, kriege ich jetzt grade noch so zu. Die engeren Modelle hängen auf Hüfthöhe fest. Super oder?? Ich frage mich echt, warum ich mir das antue. Und deswegen habe ich beschlossen, das muß nun ein Ende haben. Sozusagen angesteckt von den Mühen vieler vieler Abnehmwilligen, ich kann das auch. War gestern früh Laufen und mittags im Fitness-Studio. Letztes Jahr habe ich auch jeden Tag gesportelt. Macht mir ja auch Spaß. Da ich noch vom Bett aus schreibe, kann ich zum heutigen Gewicht jetzt noch nichts sagen. Ich gehe aber nachher auf die Waage (großes Erwachen sozusagen).


Melde mich dann später nochmal. Vielleicht zeige ich auch mal meine Bikinis, die ich im Moment echt nicht anziehen kann, weil der Bauch überhängt. (Also die Fotos kommen natürlich ohne Bauch). Aber ich kann das ja als erstes Motivationsobjekt nehmen. Bikini von letztem Jahr. Und vielleicht meine enge 3/4 Jeans von Esprit, die ich gar nicht erst über die Hüften kriege. Ich will da wieder reinpassen. Und wer mich kennt weiß, daß ich sehr viel Dynamik entwickle, wenn ich mich erstmal zu etwas durchgerungen habe. Also, ich stehe jetzt auf, Tag ich komme!!

Es gibt eine Fettverbrennerin mehr auf dieser Erde! Mich!