Montag, 28. März 2011

Ich will, ich kann, ich darf!

Ich habe heute einen schönen Text gelesen, der mich sehr nachdenklich gemacht hat. Und in dem ich mich extremst wiedererkannt habe. Es ging darum, wie jeder seine Vorhaben, Träume, Ziele usw. verfolgen und verwirklichen könnte. Und daß viele bei den ersten Schwierigkeiten aufgeben bzw. nicht mehr an sich glauben. Jedenfalls nicht über einen längeren Zeitraum. Man ist immer auf der Suche nach Bestätigung  von außen und wenn die nicht kommt, ist man unglücklich.

Wie wahr, jedenfalls bei mir. Ich stürze mich meistens mit sehr viel Elan und Begeisterung in eine neue Sache. Manche Dinge machen mir auch sehr viel Spaß. Ich war zum Beispiel mein ganzes Leben lang relativ unsportlich, mal von den paar sonntäglichen Radtouren und gelegentlichen Schwimmbadbesuchen abgesehen. Irgendwann habe ich mal einen Schnupperkurs im Nordic Walken gemacht und war absolut begeistert. Ich liebe es, in der freien Natur zu laufen, ohne große Vorbereitungen, einfach so, spontan, so oft und solange ich will. Doch dann kamen Reaktionen aus meiner näheren Umgebung wie z.B. "das ist doch bloß wieder so ein Modetrend und Geldmacherei mit den Stöcken, früher gab es das auch nicht. Das sieht irgendwie blöd aus, wenn man so im Takt marschiert. Mußt du das in deinem Alter noch anfangen, hast du nichts besseres zu tun usw."  Das hat mir schon erstmal einen Dämpfer verpaßt.

Ich achte z.B darauf, nicht zu früh morgens loszulaufen, damit die Nachbarn nicht denken, ich hätte nichts besseres zu tun (sprich Haushalt). Auch Sonntag mittag, wenn viele anderen am Kaffeetisch sitzen, ist es mir unangenehm, beim Walking gesehen zu werden. Wie blöd, oder? Ich meine, es macht mir Spaß, ich tue keinem damit weh und ich muß auch keinem deswegen gefallen. Leider ist mir das wirklich erst jetzt so richtig bewußt geworden.

Was habe ich nicht alles angestellt, bzw. nicht angestellt, nur um nicht bei anderen anzuecken. Dabei sind es keine außergewöhnlich revolutionären Sachen gewesen. Ich habs ja schon mal erzählt, glaube ich, letztes Jahr hatte ich viel abgenommen, mich in einen Fitness-Studio angemeldet und Spaß (!!) dran gehabt, bis so blöde Reaktionen kamen. Ich bin dann immer seltener hingegangen und jetzt war ich seit 6 Wochen kein einziges Mal mehr dort. Irgendwie hatte ich meine ganze Freude dran verloren.

Auch mit dem Gewicht ist das bei mir so eine Sache, ich bin eher normalgewichtig, fühle mich mit ein paar Kilos weniger aber einfach wohler. Weil ich aber keine Anerkennung, sondern eher Ablehnung erfahren habe, hab ich seit ungefähr Oktober ziemlich alles in mich reingestopft. Nach dem Motto, wenn ihr mich schlank nicht mögt, werde ich halt dick, dann werd ich euch schon gefallen. Das war wie so eine Art Selbstverletzung, man ißt aus Trotz, um geliebt und gemocht zu werden. Was ein Riesenquatsch! Jetzt mag ich mich momentan nicht mehr, weil die Jeans zwicken und zwacken.

Aber nach diesen paar einfachen Sätzen, die ich heute gelesen habe, fühle ich mich wie wachgerüttelt. Ich habe viel zu sehr auf die Meinung von anderen Leuten gesetzt und immer wieder auf Bestätigung gehofft. Sobald Kritik und ein schiefer Blick kamen, war das für mich Anlaß genug, sofort mit dem, was ich wollte, aufzuhören. Irgendwie unbewußt. Immer in der Hoffnung, daß einer kommt und sagt: "Gut gemacht, weiter so. Sieht toll aus so schlank!" Kam aber niemand. Ok, mein Mann fands ganz toll, aber selbst das hat nicht gereicht, um über die Kritik der anderen hinwegzusehen. Die Bestätigung von anderen kommt halt oft nicht, aber das ist auch völlig egal. Ich will, kann und darf das tun, was ich möchte!! Auch wenn das manche anderen anders sehen. Ich darf glücklich sein, ich darf schlank sein, wenn ich das möchte, ich darf mich schön anziehen, ich darf darf darf!!!

Und ich werde. Weil so, wie es die letzten Monate war, kann es nicht weitergehen. Ich weiß selber am besten, wie ich mich wohlfühle und nicht der Rest der Welt.

Das wird mein Motto: Ich Will, ich Kann und ich Darf!! Ich gebe mir selbst die Erlaubnis zum Glücklichsein, so. Und wenns Schwierigkeiten gibt, mache ich trotzdem weiter. Denn jeder hat mal Schwierigkeiten, aber nicht jeder läßt sich dann gleich so verunsichern wie ich.

Schritt 1: Ich war heute schon walken!! Schritt 2:  Habe mich mit einer wunderbaren Lotion eingecremt ("so ein Quatsch, nur Geldmacherei"). Fühle mich super. Und begebe mich jetzt gut duftend und gut gelaunt ans Bügelbrett.



I C H   D A R F !!!!

1 Kommentar:

  1. Hallo Nelly,

    der Boden ist Laminat. Ich wische nur nebelfeucht mit einem Mikrofaserputzlappen drüber mit ganz normalem Allzweckreiniger. Er ist wirklich leicht zu reinigen und gibt keine Streifen. Du darfst nicht zu nass putzen, wenn der Boden zu lange zum Trocknen braucht gibt es Flecke. Falls du einen Echtholzparkettboden hast, dann würde ich Parkettreinigungsmittel nehmen und genauso putzen wie Laminat, leicht feucht.

    GGLG Anne

    GGLG Anne

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